Wettbewerbsfähigkeit erhalten, aber wie?

Wettbewerbsfähigkeit erhalten, aber wie?

Fachkräftemangel, explodierende Kosten, globaler Wettbewerb, regulatorische Anforderungen und anspruchsvolle Kunden: Herausforderungen, mit denen Unternehmen aus dem Mittelstand konfrontiert sind. Auch die Themen Digitalisierung und KI als wichtigste Quellen für Neuerungen dominieren die Agenda. Eine aktuelle Studie von KfW Research zeigt jedoch, dass lediglich 20 % der Mittelständler bereits KI nutzen. Statt im digitalen Zeitalter Fuß zu fassen, arbeiten folglich viele Unternehmen weiter mit veralteten, kostenintensiven ERP-Systemen, on-premise statt in der Cloud. „Ein täglicher Kampf mit Excel-Tabellen, Insellösungen und manueller Datenübertragung zwischen Outlook, Lagerlisten und Buchhaltung ist da vorprogrammiert.

Da passt nichts richtig zusammen. Prozesse laufen nicht optimal, kosten wertvolle Zeit und Nerven“, weiß Michael Emrich, Geschäftsführer von Emrich Business Consulting. Mit seinem Team hilft er Firmen, Abläufe zu vereinfachen, Systeme zu verbinden und Routineaufgaben zu automatisieren, damit seine Kunden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

„Viele Unternehmen scheuen sich immer noch davor, ihre ERP-Prozesse zu hinterfragen und neu auszurichten“, so Emrichs Erfahrung. „Dabei ist der Wechsel in die digitale Welt Voraussetzung, um innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. So werden die KI-Nutzung und die digitale Zusammenarbeit, etwa mit Steuerberatung oder Vertriebspartnern, sowie das Arbeiten im Home-Office unterstützt.“ Eine cloudbasierte ERP-Lösung, die Emrich empfiehlt, ist Microsoft Dynamics 365 Business Central. Sie vereint wichtige Unternehmensbereiche wie Finanzbuchhaltung, Lager und Einkauf in einem System. Zudem integriert sie sich nahtlos in Microsoft 365, Excel, Outlook und Teams. Weiterer Vorteil: Automatisierte Prozesse sparen Zeit, reduzieren Fehler und steigern die Effizienz. Echtzeitdaten ermöglichen bessere Transparenz und schnellere Entscheidungen. Ferner ist die Plattform sicher, skalierbar, flexibel und an individuelle Anforderungen anpassbar. „Bevor es an die Planung und Implementierung geht, bedarf es jedoch einer sauberen Analyse der Anforderungen und vorhandenen Schnittstellen sowie einer realistischen Bestandsaufnahme der Datenqualität. Außerdem sind klare Zieldefinitionen vor Projektstart nötig“, so Emrich.

Um Unternehmen die Scheu zu nehmen, in puncto cloudbasierter Prozessoptimierung mutig voranzuschreiten, empfiehlt er: „Es muss nicht immer gleich der ‚Big Bang‘ sein, auch ein ERP-Umstieg in Phasen ist möglich. Entscheidend ist allerdings, den richtigen Partner an seiner Seite zu haben und die eigenen Leute im digitalen Transformationsprozess mitzunehmen.

Veränderungsbereitschaft, klare Führung und eine stimmige Unternehmenskultur sind die Basis für Akzeptanz auf ganzer Linie.“ Noch ein wichtiger Punkt zum Schluss: Unternehmen, die mit veralteten ERP-Versionen wie Navision 2018 arbeiten, sollten beachten, dass der „Extended Support“ durch Microsoft nur noch bis Januar 2028 läuft.

„Als Planungspuffer taugt das, als Ausrede fürs Aufschieben nicht“, sagt Michael Emrich. „Die Migration braucht Mut und Vorlauf. Unternehmen, die jetzt nicht agieren, droht die komplette Abkopplung vom Thema Innovation.“

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