Autor: Firma Provimedia

KI-Verordnung gilt seit dem 2. August 2026 — der Digital-Omnibus verlegt Kapitel drei, Abschnitte eins bis drei, auf Dezember 2027 und August 2028

KI-Verordnung gilt seit dem 2. August 2026 — der Digital-Omnibus verlegt Kapitel drei, Abschnitte eins bis drei, auf Dezember 2027 und August 2028

Seit dem 2. August 2026 ist die KI-Verordnung der Europäischen Union allgemein anwendbar. Kurz zuvor hat der Gesetzgeber sie umgebaut. Die am 24. Juli 2026 im Amtsblatt veröffentlichte Verordnung (EU) 2026/1744 ändert sie an zahlreichen Stellen. Die Geltungsbeginne regelt Artikel 113; weitere Fristen stehen unter anderem in Artikel 57 Absatz 1 und in Artikel 111.

Verlegt wurden die Abschnitte eins bis drei des Kapitels drei — mit Ausnahme von Artikel 6 Absatz 5. Für KI-Systeme, die nach Artikel 6 Absatz 2 und Anhang III als hochriskant eingestuft sind, gelten sie ab dem 2. Dezember 2027. Für KI-Systeme nach Artikel 6 Absatz 1 und Anhang I gelten sie ab dem 2. August 2028. Was diese Einstufung im Einzelfall bedeutet, ordnet eine Übersicht der Anforderungen aus dem europäischen KI-Recht ein.

Artikel 5 wurde um zwei Verbotstatbestände ergänzt — Absatz 1 Unterabsatz 1 Buchstaben ba und bb. Sie gelten ab dem 2. Dezember 2026, zusammen mit den neuen Absätzen 1a und 1b, die ihre Reichweite eingrenzen.

Artikel 4 wurde neu gefasst — das Datum blieb

Die Pflicht zur KI-Kompetenz trifft Anbieter und Betreiber von KI-Systemen; sie gilt unverändert seit dem 2. Februar 2025. Der Digital-Omnibus hat ihren Wortlaut zum 27. Juli 2026 neu gefasst, an diesem Geltungsbeginn aber nichts geändert.

Was Artikel 113 nach der Änderung vorsieht

Laut Artikel 113 der konsolidierten Fassung vom 27. Juli 2026 gilt Folgendes:

  • Der allgemeine Geltungsbeginn der KI-Verordnung ist der 2. August 2026.
  • Die Kapitel eins und zwei gelten ab dem 2. Februar 2025. Ausgenommen sind Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 1 Buchstaben ba und bb sowie Artikel 5 Absätze 1a und 1b; sie gelten ab dem 2. Dezember 2026.
  • Kapitel drei Abschnitte eins bis drei gelten ab dem 2. Dezember 2027, ausgenommen Artikel 6 Absatz 5. Erfasst sind KI-Systeme, die gemäß Artikel 6 Absatz 2 und Anhang III als hochriskant eingestuft sind.
  • Für KI-Systeme, die gemäß Artikel 6 Absatz 1 und Anhang I als hochriskant eingestuft sind, gilt derselbe Teil ab dem 2. August 2028.
  • Neu angefügt wurde, dass die Artikel 102 bis 110 ab dem 27. Juli 2026 gelten.

Der Aufschub gilt nicht für alle Abschnitte

Wer aus den Terminen schließt, das Thema habe sich bis 2027 erledigt, liest die Änderung falsch. Der Aufschub erfasst nur die Abschnitte eins bis drei des Kapitels drei. Abschnitt vier gilt nach Artikel 113 Absatz 3 Buchstabe b seit dem 2. August 2025; er regelt notifizierende Behörden und notifizierte Stellen und bindet Mitgliedstaaten, Konformitätsbewertungsstellen und die Kommission. Abschnitt fünf ist in Artikel 113 nicht gesondert genannt und gilt seit dem 2. August 2026; er betrifft Normen, Konformitätsbewertung, Bescheinigungen und Registrierung und adressiert vor allem Kommission, notifizierte Stellen und Anbieter von Hochrisiko-KI-Systemen. Zum aufgeschobenen Abschnitt drei gehört dagegen Artikel 26 Absatz 2. Ab 2027 beziehungsweise 2028 müssen Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen die menschliche Aufsicht danach natürlichen Personen übertragen, die über die erforderliche Kompetenz, Ausbildung und Befugnis verfügen. Die Frist für nationale KI-Reallabore in Artikel 57 rückte lediglich auf den 2. August 2027.

Für Unternehmen, die KI einkaufen statt sie zu bauen, zählt ohnehin das, was im eigenen Haus verstanden wird. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen bietet dafür ein Zertifikat mit begleitendem Kursprogramm an. Es handelt sich um ein privates Weiterbildungsangebot; die KI-Verordnung kennt für Artikel 4 weder eine Zertifizierung noch einen vorgeschriebenen Nachweis.

„Die Anforderungen an Hochrisiko-Systeme sind verschoben, der Aufbau von Wissen nicht — der braucht Monate und richtet sich nach keinem Stichtag. Wer jetzt anfängt, steht 2027 nicht am Anfang“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Ein Datum allein sagt nichts über die eigene Pflichtenlage

Maßgeblich bleibt in jedem Fall der Verordnungstext selbst. Welche Pflichten ein Unternehmen treffen, hängt von seinen Anwendungen und seiner Rolle ab; Artikel 2 enthält zudem Ausnahmen vom Anwendungsbereich.

Eine Einordnung des eigenen Falls ersetzt keine anwaltliche Beratung.

Woran sich der nächste Schritt bemisst

Der nächste Termin in Artikel 113 ist der 2. Dezember 2026. Von diesem Tag an gelten die beiden neuen Verbotstatbestände in Artikel 5 samt der Absätze 1a und 1b.

Ein zweiter Termin am selben Tag

Zum 2. Dezember 2026 greift eine weitere Frist. Anbieter von KI-Systemen, die vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden und synthetische Inhalte erzeugen, müssen nach Artikel 111 Absatz 4 die Anforderungen des Artikels 50 Absatz 2 erfüllen.

Praktisch bleibt die Reihenfolge: erst erfassen, welche KI-Anwendungen laufen, dann klären, wer sie versteht. Artikel 113 wurde keine zwei Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung bereits einmal geändert. Das spricht gegen die Annahme, 2027 und 2028 seien der Endstand.

Über die Provimedia GmbH

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Klickrate des ersten Suchergebnisses fällt von 27 auf 11 Prozent, sobald Google über den Treffern eine KI-Antwort einblendet

Klickrate des ersten Suchergebnisses fällt von 27 auf 11 Prozent, sobald Google über den Treffern eine KI-Antwort einblendet

Die Suche verteilt ihre Klicks neu, und sie tut es messbar. Laut einer am 25. Februar 2026 veröffentlichten Auswertung des Analysedienstes Sistrix klicken im Durchschnitt gut 27 Prozent der Suchenden auf das erste Ergebnis — erscheint darüber eine KI-Antwort, sind es nur noch 11 Prozent. Grundlage sind über 100 Millionen ausgewertete Keywords.

Wer weiterhin gefunden werden will, muss deshalb in der Antwort selbst vorkommen und nicht nur darunter. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen hat dafür ein quelloffenes WordPress-Plugin für strukturierte Antwortkarten veröffentlicht, das Inhalte nach dem Schema.org-Standard so auszeichnet, dass Sprachmodelle sie als Antwortbaustein übernehmen können.

Betroffen ist dabei längst nicht jede Suche gleich stark: Rund 20 Prozent der Keywords in Deutschland lösen überhaupt eine KI-Antwort aus.

Wer informiert, verliert am meisten

Die Auswertung weist erhebliche Unterschiede zwischen den Kategorien aus. Bei Informationsfragen erreicht der Klickverlust bis zu 24 Prozent, während transaktionale Angebote wie Buchungsportale kaum betroffen sind.

Das ergibt sich aus der Sache: Eine Frage nach einer Jahreszahl beantwortet ein Sprachmodell vollständig, eine Hotelbuchung nicht. Ratgeber, Glossare und Erklärseiten tragen damit die Last einer Entwicklung, die Shops weitgehend verschont.

Was die Auswertung im Einzelnen ausweist

Laut der Analyse des Analysedienstes Sistrix vom 25. Februar 2026 ergibt sich folgendes Bild:

  • Etwa 20 Prozent der Keywords in Deutschland lösen eine KI-Antwort aus.
  • Die Klickrate des ersten Ergebnisses sinkt von gut 27 auf 11 Prozent, ein Rückgang um knapp 60 Prozent.
  • In Deutschland gehen dadurch 265 Millionen organische Klicks im Monat verloren.
  • Über alle Keywords hinweg entspricht das rund 6,6 Prozent aller organischen Klicks.
  • 78,6 Prozent der KI-Antworten stehen oberhalb der organischen Ergebnisse.

Sichtbarkeit ist nicht mehr dasselbe wie Position

Ein erster Platz, der nur noch 11 Prozent der Klicks bekommt statt 27, ist kein erster Platz mehr im bisherigen Sinn. Die Position bleibt, ihr Wert nicht.

Für Betreiber verschiebt das die Aufgabe: weg von der Frage, wo eine Seite steht, hin zu der Frage, ob ihre Inhalte überhaupt in maschinenlesbarer Form vorliegen. Wo das unklar ist, hilft ein Prüfwerkzeug für die Auffindbarkeit in KI-Antworten beim Bestandsaufnehmen.

„Man kann darüber streiten, ob das fair ist. Nur ändert das nichts an den 265 Millionen Klicks — die sind weg, und zwar jeden Monat“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Ein Klickverlust ist noch kein Umsatzverlust

Wer über eine KI-Antwort die gesuchte Information erhält, wäre womöglich ohnehin nicht zum Kunden geworden. Der entgangene Klick und der entgangene Auftrag sind zwei verschiedene Größen.

Hinzu kommt, dass die Auswertung einen Zeitpunkt beschreibt. Anteil und Gestaltung der KI-Antworten ändern sich laufend; die 20 Prozent von Februar sind kein fester Wert.

Woran sich die Entwicklung ablesen lässt

Das Plugin steht unter der freien Softwarelizenz GPL-2.0 (General Public License) zur Verwendung und Weiterentwicklung bereit.

Praktisch bleibt für Seitenbetreiber ein einfacher Prüfpunkt: Ob die eigenen Kerninhalte als strukturierte Daten ausgezeichnet sind, lässt sich in Minuten feststellen — und es ist die Voraussetzung dafür, in einer Antwort überhaupt vorzukommen.

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Immobilienpreise driften auseinander: Eigentumswohnungen auf dem Land 3,6 Prozent teurer, Häuser in denselben Kreisen 0,8 Prozent billiger

Immobilienpreise driften auseinander: Eigentumswohnungen auf dem Land 3,6 Prozent teurer, Häuser in denselben Kreisen 0,8 Prozent billiger

Wer über den Verkauf einer Immobilie nachdenkt, findet in der amtlichen Statistik keine Antwort mehr auf die einfachste Frage. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen die Preise für Wohnimmobilien im ersten Quartal 2026 um durchschnittlich 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal; gegenüber dem Vorquartal betrug der Anstieg 0,3 Prozent. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 25. Juni 2026.

Hinter diesem Mittelwert stehen gegenläufige Bewegungen. In dünn besiedelten ländlichen Kreisen verteuerten sich Eigentumswohnungen um 3,6 Prozent, während Ein- und Zweifamilienhäuser in denselben Kreisen 0,8 Prozent an Wert verloren. Zwischen beiden Gebäudearten liegen dort 4,4 Prozentpunkte.

Für einen einzelnen Eigentümer heißt das: Der brauchbare Hinweis kommt selten aus einer Statistik und meist aus der Nachbarschaft. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen betreibt dafür einen Marktplatz für Immobilien-Empfehlungen, auf dem Privatpersonen eine ihnen bekannte Verkaufsabsicht an geprüfte Makler weitergeben und bei einem Abschluss beteiligt werden.

Der Durchschnitt beschreibt keinen Markt mehr

Ein bundesweiter Index fasst Regionen zusammen, deren Immobilienpreise sich gegenläufig entwickeln. Bei Eigentumswohnungen legten die sieben größten Städte um 0,3 Prozent zu, kreisfreie Großstädte außerhalb dieser Gruppe dagegen um 2,9 Prozent. In dicht besiedelten ländlichen Kreisen gaben dieselben Objekte um 0,4 Prozent nach.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern kehrt sich das Bild um: Dort führen die sieben Metropolen mit 1,4 Prozent, gefolgt von den kreisfreien Großstädten mit 1,2 Prozent. Wer aus dem Gesamtindex auf den eigenen Fall schließt, kann sich um mehrere Prozentpunkte irren — und zwar in beide Richtungen.

„Ein Eigentümer fragt nie, wie sich der Markt entwickelt hat. Er fragt, was sein Haus in seiner Straße wert ist — und genau darauf antwortet ein Bundesindex nicht“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was die Erhebung im Einzelnen ausweist

Laut der Pressemitteilung Nr. 219 des Statistischen Bundesamtes vom 25. Juni 2026 ergibt sich folgendes Bild:

  • Wohnimmobilien insgesamt: 1,4 Prozent über dem Vorjahresquartal, 0,3 Prozent über dem Vorquartal.
  • Eigentumswohnungen in dünn besiedelten ländlichen Kreisen: 3,6 Prozent über dem Vorjahresquartal.
  • Eigentumswohnungen in kreisfreien Großstädten außerhalb der sieben größten: 2,9 Prozent.
  • Eigentumswohnungen in den sieben größten Städten: 0,3 Prozent, in dicht besiedelten ländlichen Kreisen minus 0,4 Prozent.
  • Ein- und Zweifamilienhäuser: 1,4 Prozent in den sieben größten Städten, 1,2 Prozent in kreisfreien Großstädten, minus 0,8 Prozent in dünn besiedelten ländlichen Kreisen.

Ein Index misst Verkäufe, keine Angebote

Der Häuserpreisindex beruht auf tatsächlich beurkundeten Kaufverträgen. Er sagt damit, was bezahlt wurde — nicht, was gefordert wird, und auch nicht, wie viele Objekte überhaupt am Markt waren.

Zu beachten ist außerdem eine methodische Änderung: Das Amt hat den Index im Juni 2026 auf das Basisjahr 2025 umgestellt. Solche Umstellungen erfolgen etwa alle zehn Jahre und verändern die Indexstände, nicht die Veränderungsraten.

Woran sich der eigene Fall bemisst

Die Werte für das zweite Quartal 2026 legt das Statistische Bundesamt im weiteren Jahresverlauf vor.

Für Eigentümer bleibt die Reihenfolge entscheidend: zuerst der Kreistyp, dann die Gebäudeart, dann die Lage in der Gemeinde. Wer nur den Bundeswert kennt, kennt die Richtung der Immobilienpreise, nicht aber die Größenordnung — und verhandelt wird über die Größenordnung.

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Konsumklima verharrt bei minus 29,6 Punkten — die Anschaffungsneigung steigt, doch gespart wird trotzdem mehr als im Vormonat

Konsumklima verharrt bei minus 29,6 Punkten — die Anschaffungsneigung steigt, doch gespart wird trotzdem mehr als im Vormonat

Die Verbraucherstimmung in Deutschland kommt nicht vom Fleck. Laut der gemeinsam von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen erhobenen Konsumklimastudie liegt der Wert für August 2026 bei minus 29,6 Punkten, nach minus 29,3 im Vormonat. Befragt wurden rund 2.000 Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen dem 2. und 13. Juli 2026 im Auftrag der Europäischen Kommission.

Auffällig ist die gegenläufige Bewegung innerhalb der Teilindikatoren. Wenn Menschen kaufen wollen, aber weniger Einkommen erwarten, steigt der Bedarf an Entscheidungshilfe — genau dort setzt die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen mit ihrer Arbeit im Bereich KI-Entwicklung an.

Zwei aufeinanderfolgende Werte in derselben Größenordnung sind noch kein Trend. Sie zeigen aber, dass sich die Stimmung nicht von selbst dreht — und dass die Zurückhaltung nicht an einem einzelnen Monat hängt.

Geschenkidee AI ist eine dieser Anwendungen — gedacht für den Moment, in dem eine Kaufabsicht besteht, aber kein konkretes Produkt.

Kauflust und Sparneigung steigen gleichzeitig

Dass beide Werte in derselben Erhebung zulegen, wirkt widersprüchlich, ist es aber nicht. Anschaffungsneigung misst die Bereitschaft zu größeren Ausgaben, Sparneigung die Bereitschaft, Geld zurückzulegen. Beides kann gleichzeitig steigen, wenn die Unsicherheit über das künftige Einkommen wächst.

Der einbrechende Wert bei der Einkommenserwartung stützt diese Lesart. Wer unsicher ist, plant größere Käufe bewusster — und legt zugleich mehr zurück. Für das Kaufverhalten heißt das nicht weniger, sondern überlegter. Anwendungen, die bei genau dieser Auswahl helfen, ordnet die Übersicht der eigenen Projekte ein.

„Wenn Budgets enger werden, wird die Auswahl wichtiger als die Menge. Genau dafür ist ein Vorschlagswerkzeug gedacht — es ersetzt keine Idee, es sortiert die vorhandenen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was die Befragung für August 2026 ausweist

Der gemeinsamen Erhebung von GfK und Nürnberg Institut zufolge ergeben sich diese Werte:

  • Das Konsumklima liegt bei minus 29,6 Punkten, nach minus 29,3 im Vormonat.
  • Die Anschaffungsneigung stieg um 3,5 Punkte auf minus 9,9.
  • Die Einkommenserwartung fiel um 2,3 Punkte auf minus 14,5.
  • Die Sparneigung kletterte um 3,1 Punkte auf 17,0.
  • Grundlage sind rund 2.000 Interviews vom 2. bis 13. Juli 2026.

Ein Punkt Veränderung ist noch keine Bewegung

Der Rückgang von minus 29,3 auf minus 29,6 Punkte liegt innerhalb der üblichen Schwankung. Aussagekräftiger als der Gesamtwert sind die Teilindikatoren, die sich in diesem Monat deutlich bewegt haben.

Zu beachten ist außerdem der Erhebungszeitraum: Die Interviews wurden Anfang bis Mitte Juli geführt. Ereignisse danach schlagen sich erst in der Folgeerhebung nieder.

Worauf sich der Handel einstellen sollte

Der nächste Wert erscheint Ende August und wird zeigen, ob die gestiegene Anschaffungsneigung Bestand hat.

Für das kommende Halbjahr ist die Kombination aus höherer Kauflust und höherer Sparneigung die praktisch wichtigste Information. Sie deutet auf gezielte Käufe statt spontaner hin — auf Kundschaft, die länger vergleicht, seltener zugreift und dabei genauer weiß, was sie sucht.

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Blockchain im Unternehmenseinsatz: Seit der letzten belastbaren Erhebung von 2023 fehlt eine neue Zahl — und genau das ist der eigentliche Befund

Blockchain im Unternehmenseinsatz: Seit der letzten belastbaren Erhebung von 2023 fehlt eine neue Zahl — und genau das ist der eigentliche Befund

Über kaum eine Technik wurde in den vergangenen Jahren so viel geschrieben und so wenig gemessen. Laut einer Erhebung des Branchenverbands Bitkom aus dem Jahr 2023 setzten damals fünf Prozent der Unternehmen in Deutschland verteilte Register produktiv ein. Weitere sieben Prozent befanden sich in einer Test- oder Umsetzungsphase, neun Prozent in der Analyse und zehn Prozent in der internen Diskussion.

Eine vergleichbare aktuelle Erhebung liegt nicht vor. Für Unternehmen, die den Einstieg prüfen, verschiebt das die Grundlage von Marktzahlen auf eigene Kompetenz — weshalb ein Kurs zu Blockchain für Unternehmen in der Praxis mehr trägt als jede Marktprognose.

Der Mangel an aktuellen Zahlen ist selbst ein Befund. Über eine Technik, die als Zukunftsthema gilt, wird nicht mehr regelmäßig erhoben — das spricht weder für einen Durchbruch noch für ein Scheitern, sondern für Normalisierung.

Konkret wird es dort, wo Anwendungen tatsächlich entstehen — und dort trennt sich die Technikdebatte schnell vom Anwendungsfall.

Was die letzte belastbare Erhebung ausweist

Laut der Erhebung des Branchenverbands Bitkom ergaben sich im Jahr 2023 folgende Werte:

  • Fünf Prozent der Unternehmen hatten die Technik produktiv im Einsatz.
  • Sieben Prozent befanden sich in einer Umsetzungs- oder Testphase.
  • Neun Prozent waren in der Analyse- und Informationsphase.
  • Zehn Prozent diskutierten den Einsatz intern.
  • In der Summe beschäftigten sich damit rund 31 Prozent auf irgendeiner Stufe mit dem Thema.

Drei Jahre ohne neue Zahl sind selbst eine Aussage

Wenn ein Verband eine Technik regelmäßig erhebt und dann damit aufhört, hat das meist einen von zwei Gründen. Entweder ist die Verbreitung so hoch, dass die Frage uninteressant wird — oder so niedrig, dass sie es ebenfalls wird.

Bei fünf Prozent produktivem Einsatz im letzten Messpunkt liegt der zweite Fall näher. Zum Vergleich: Künstliche Intelligenz kam in derselben Wirtschaft binnen eines Jahres von 17 auf 41 Prozent — dort wird gemessen, weil sich etwas bewegt.

„Die Technik ist nicht verschwunden, sie ist nur aus der Erzählung gefallen. Wer sie heute einsetzt, tut es aus einem konkreten Grund und nicht, weil es sich gut anhört“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Wo der Einsatz weiterhin trägt

Verteilte Register lohnen sich dort, wo mehrere Parteien einem gemeinsamen Datenstand vertrauen müssen, ohne einander zu vertrauen. Lieferkettennachweise, Herkunftsbelege und Rechteverwaltung gehören dazu.

Wo eine einzelne Organisation die Daten ohnehin verantwortet, ist eine gewöhnliche Datenbank schneller, billiger und einfacher zu betreiben. Diese Abgrenzung war schon 2023 der entscheidende Punkt und ist es geblieben — sie erklärt die fünf Prozent besser als jede Technikdebatte. Wie solche Anwendungen technisch entstehen, beschreibt eine Einführung in die Entwicklung dezentraler Anwendungen.

Was ein Einstieg heute voraussetzt

Ob und wann eine neue Erhebung kommt, ist offen; der Verband hat keine angekündigt.

Für Unternehmen heißt das: Die Entscheidung lässt sich nicht mehr an Verbreitungszahlen aufhängen. Sie fällt an der eigenen Anwendung — gibt es mehrere Beteiligte mit gegenläufigen Interessen und einem gemeinsamen Datenbestand? Wenn nein, ist die Antwort seit Jahren dieselbe. Wenn ja, ist eigenes Wissen im Haus der günstigere Weg als externe Beratung zum Stundensatz.

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Fachkräftemangel kostet rund 49 Milliarden Euro Wertschöpfung im Jahr — in über 163 Berufen bleiben Stellen dauerhaft unbesetzt

Fachkräftemangel kostet rund 49 Milliarden Euro Wertschöpfung im Jahr — in über 163 Berufen bleiben Stellen dauerhaft unbesetzt

Unbesetzte Stellen sind längst kein Personalproblem mehr, sondern ein volkswirtschaftliches. Laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft geht Deutschland jährlich Wertschöpfung von rund 49 Milliarden Euro verloren, weil offene Stellen nicht besetzt werden können. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gilt in über 163 Berufen bereits ein erheblicher Engpass.

Die Vermittlung zwischen Bedarf und Qualifikation wird damit selbst zum Engpass. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen hat dafür mit FindMyExpert24 eine Plattform für die Expertenvermittlung aufgebaut, die Anfragen nach Fachgebiet und Verfügbarkeit zusammenführt statt nach Stellenprofil.

Der Engpass sitzt selten dort, wo er gesucht wird. Eine Stelle bleibt nicht offen, weil niemand sie ausfüllen könnte, sondern weil die passende Qualifikation anderswo gebunden ist und niemand beide Seiten gleichzeitig sieht.

Technisch steckt dahinter eine klassische Aufgabe der Plattformentwicklung: zwei Seiten zusammenführen, die einander nicht kennen.

Wo die Lücken am größten sind

Den Angaben der Bundesagentur für Arbeit und des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge ergibt sich folgendes Bild:

  • Im Januar 2026 waren rund 598.110 offene Stellen gemeldet, 5,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
  • Im Handwerk sind rund 250.000 Stellen unbesetzt, in der Pflege über 200.000.
  • Im Ingenieurwesen fehlen rund 170.000 Fachkräfte, in der Informationstechnik 137.000.
  • Für Digitalisierungsberufe erwartet das Institut eine Lücke von 106.000 Stellen im Jahr 2026.
  • In über 163 Berufen liegt nach Definition der Bundesagentur ein erheblicher Engpass vor.
  • Der jährliche Verlust an Wertschöpfung beziffert sich auf rund 49 Milliarden Euro.

Weniger Meldungen bedeuten nicht weniger Bedarf

Dass die Zahl gemeldeter Stellen im Januar 2026 um 5,4 Prozent unter dem Vorjahr lag, klingt nach Entspannung, ist aber zweideutig. Gemeldet wird, was ausgeschrieben wird — und Betriebe schreiben seltener aus, wenn sie aus Erfahrung mit keiner Bewerbung rechnen.

Dazu passt, dass die Engpassliste unverändert lang bleibt. Ein Rückgang bei den Meldungen und ein gleichbleibender Engpass in über 163 Berufen ergeben zusammen kein Bild von Entlastung, sondern eines von Resignation auf der Nachfrageseite.

„Die meisten Betriebe suchen keine Stelle, sie suchen eine Lösung für ein konkretes Problem. Das ist oft ein Auftrag von drei Monaten und keine Festanstellung“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

49 Milliarden Euro sind eine Modellrechnung

Der Wert entsteht, indem unbesetzte Stellen mit der durchschnittlichen Wertschöpfung je Beschäftigtem multipliziert werden. Er unterstellt, dass jede Stelle bei Besetzung diesen Beitrag leisten würde — was für Engpassberufe plausibel, aber nicht messbar ist.

Belastbarer als die Gesamtsumme ist die Verteilung: Handwerk und Pflege führen die Liste mit zusammen über 450.000 offenen Stellen an. Beides sind Bereiche, in denen weder Zuwanderung noch Automatisierung kurzfristig entlasten.

Woran sich die Lage als Nächstes zeigt

Die monatlichen Zahlen der Bundesagentur erscheinen fortlaufend; die Engpassanalyse wird jährlich fortgeschrieben.

Für Betriebe verschiebt sich der praktische Ansatz weg von der Dauerausschreibung. Wo eine Stelle seit Monaten offen ist, lohnt die Frage, ob die Aufgabe überhaupt eine Stelle sein muss — oder ob sie sich in befristete Aufträge zerlegen lässt, für die der Markt deutlich schneller Antworten liefert. Wie die Systeme dahinter entstehen und wo ihre Grenzen liegen, beschreibt das Unternehmen unter SaaS-Entwicklung als Leistungsbereich.

Links im Hauptteil

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KI-Einsatz in deutschen Unternehmen verdoppelt sich binnen eines Jahres auf 41 Prozent — jedes dritte meldet zugleich höhere Kosten als erwartet

KI-Einsatz in deutschen Unternehmen verdoppelt sich binnen eines Jahres auf 41 Prozent — jedes dritte meldet zugleich höhere Kosten als erwartet

Der Einsatz künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen hat sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. Laut der Untersuchung „Digitalisierung der Wirtschaft 2026“ des Branchenverbands Bitkom nutzen 41 Prozent der Unternehmen entsprechende Anwendungen; im Vorjahr waren es 17 Prozent. Weitere 48 Prozent planen den Einsatz oder diskutieren ihn.

Bemerkenswert ist weniger der Sprung als die Spannweite der Erfahrungen. Für 77 Prozent der bereits nutzenden Unternehmen hat sich die Wettbewerbsposition spürbar verbessert — gleichzeitig berichtet jedes dritte von höheren Kosten als geplant. Wie sich beides in einem konkreten Betrieb auflöst, zeigt sich erst in der Umsetzung; entsprechende Beratungsleistungen rund um KI-Anwendungen setzen genau an dieser Lücke an.

Auffällig ist, dass beide Befunde dieselben Unternehmen betreffen können. Ein verbesserter Wettbewerbsstand und höhere Kosten als geplant schließen sich nicht aus — sie beschreiben unterschiedliche Zeitpunkte desselben Vorhabens.

Der Blick in die Praxis relativiert dabei manche Erwartung. Welche Vorhaben tatsächlich getragen haben und welche nicht, zeigt sich selten in der Planung und fast immer im Betrieb.

Textarbeit dominiert, Datenanalyse bleibt zurück

Die Anwendungsfelder verteilen sich ungleich. Textverarbeitung und Übersetzung nennen 71 Prozent, Marketing und Kommunikation 53 Prozent, Kundenservice 42 Prozent. Datenanalyse folgt mit 31 Prozent deutlich dahinter.

Die Verteilung der Anwendungsfelder bildet dabei Einstiegshürden ab und nicht den Nutzen. Textarbeit lässt sich ohne Anbindung an eigene Systeme erledigen, Datenanalyse nicht. Wo eine Anwendung an Datenbanken, Rechteverwaltung und gepflegte Stammdaten muss, beginnt der Aufwand, der bei einem Drittel der Befragten die Kosten über die Erwartung treibt.

„Die Zahlen, die überraschen, sind nicht die 41 Prozent, sondern die 33. Wer nur das Werkzeug kauft und nicht den Prozess dahinter anfasst, zahlt genau diese Differenz“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was die Befragung für 2026 ausweist

Laut der Untersuchung des Branchenverbands Bitkom verteilen sich die Werte so:

  • 41 Prozent der Unternehmen setzen KI-Anwendungen ein, nach 17 Prozent im Vorjahr.
  • Weitere 48 Prozent planen den Einsatz oder befinden sich in der Diskussion.
  • Bei 77 Prozent der Nutzenden hat sich die Wettbewerbsposition spürbar verbessert.
  • 33 Prozent berichten von höheren Kosten als erwartet.
  • 19 Prozent haben eigenen Angaben zufolge Stellen abgebaut.
  • Befragt wurden 604 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten.

Der Sprung ist echt, die Reife ist es noch nicht

Eine Verdopplung innerhalb eines Jahres beschreibt Verbreitung, nicht Tiefe. Zwischen einem Betrieb, der Anschreiben formulieren lässt, und einem, der Angebotsprozesse umgestellt hat, liegt derselbe Ja-Wert in der Statistik — und ein Unterschied von Monaten in der Umsetzung.

Der Anteil von 48 Prozent, die planen oder diskutieren, ist deshalb die interessantere Zahl für die kommenden Monate. Er entscheidet, ob aus dem Sprung eine Kurve wird.

Woran sich der nächste Schritt zeigt

Die nächste Ausgabe der Untersuchung erscheint voraussichtlich im Jahr 2027 und wird zeigen, ob die 48 Prozent tatsächlich nachrücken.

Für Unternehmen, die vor der Entscheidung stehen, ist die Reihenfolge aus den Anwendungsfeldern ablesbar: erst dort beginnen, wo keine Anbindung an eigene Systeme nötig ist, und den Aufwand für Datenanalyse getrennt planen. Wer beides in einem Schritt versucht, landet regelmäßig bei den 33 Prozent, für die es teurer wurde als gedacht. Welche Reihenfolge sich in einzelnen Betrieben bewährt hat, lässt sich an dokumentierten Projekten aus der Praxis nachvollziehen.

Über die Provimedia GmbH

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Codequalität unter Druck: Doppelte Codeblöcke steigen seit 2023 um 81 Prozent, während der Anteil der Refaktorierung auf 3,8 Prozent fällt

Codequalität unter Druck: Doppelte Codeblöcke steigen seit 2023 um 81 Prozent, während der Anteil der Refaktorierung auf 3,8 Prozent fällt

Software entsteht schneller als je zuvor, und sie wiederholt sich dabei häufiger. Laut einer Auswertung des Analysedienstes GitClear, die 623 Millionen Codeänderungen umfasst, ist der Anteil doppelter Codeblöcke seit dem Jahr 2023 um 81 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum fiel der Anteil der Refaktorierung — also der nachträglichen Verbesserung bestehenden Codes — von 21 Prozent im Jahr 2022 auf 3,8 Prozent.

Beide Kurven zeigen dasselbe Muster: Es wird mehr geschrieben und weniger aufgeräumt. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen hat daraus die Konsequenz gezogen und mit Code Guardian ein Prüfwerkzeug für Codeänderungen entwickelt, das jede Änderung gegen ihre Folgen im übrigen Bestand prüft, bevor sie übernommen wird.

Doppelter Code entsteht selten aus Absicht. Er entsteht, weil der bestehende Bestand im Moment des Schreibens nicht überblickt wird — und je schneller geschrieben wird, desto seltener wird er überblickt.

Wie stark der Wandel ist, hat das Unternehmen zuvor selbst untersucht — mit einer eigenen Erhebung zur Arbeitsteilung zwischen Mensch und Werkzeug.

Was die Auswertungen zur Codequalität zeigen

Der Auswertung von GitClear zufolge ergeben sich folgende Werte:

  • Der Anteil doppelter Codeblöcke stieg seit dem Jahr 2023 um 81 Prozent.
  • Der Anteil der Refaktorierung fiel von 21 Prozent im Jahr 2022 auf 3,8 Prozent.
  • Maschinell unterstützte Änderungen enthalten 1,7-mal so viele Befunde wie rein menschliche.
  • Bei Logik- und Korrektheitsfehlern liegt der Faktor bei 1,75.
  • Bei Sicherheitsbefunden beträgt er 1,57, bei Leistungsfragen 1,42.
  • Die Auswertung von GitClear stützt sich auf 623 Millionen Codeänderungen.

Doppelter Code ist keine Stilfrage

Wenn dieselbe Logik an mehreren Stellen steht, muss jede Korrektur mehrfach nachgezogen werden. Wird eine Stelle vergessen, entsteht ein Widerspruch, den kein Test findet, weil beide Varianten für sich genommen funktionieren. Genau das macht Duplikate teurer als jede andere Form technischer Schuld.

Refaktorierung ist das Gegenmittel, und ihr Rückgang von 21 auf 3,8 Prozent bedeutet, dass dieses Gegenmittel praktisch ausgesetzt wurde. Der Bestand wächst damit schneller, als er gepflegt wird — ein Missverhältnis, das sich nicht sofort zeigt, sondern erst bei der übernächsten Änderung. Wie sich diese Arbeitsteilung in der Praxis verschoben hat, beschreibt die Studie zur KI-gestützten Programmierung.

„Der Engpass hat sich verschoben. Code zu schreiben kostet fast nichts mehr, ihn zu verstehen kostet dasselbe wie immer — und genau dort staut es sich jetzt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Der Faktor 1,7 sagt nichts über die Ursache

Dass maschinell unterstützte Änderungen mehr Befunde enthalten, heißt nicht, dass die Werkzeuge schlechter arbeiten als Menschen. Es heißt zunächst, dass mehr Änderungen entstehen und weniger davon vor der Übernahme gelesen werden. Ein Befund pro Änderung ist kein Qualitätsmaß, solange die Zahl der Änderungen selbst steigt.

Aussagekräftiger sind die Verhältnisse zwischen den Kategorien. Dass Logikfehler mit dem Faktor 1,75 stärker zunehmen als Leistungsfragen mit 1,42, verweist auf die Art der Fehler: Sie liegen in der Bedeutung, nicht in der Ausführung.

Was Entwicklungsteams jetzt tun können

Die Zahlen für das laufende Jahr wird GitClear voraussichtlich Anfang 2027 vorlegen. Bis dahin bleibt der Trend zu prüfen, nicht abzuwarten.

Praktisch heißt das: Jede übernommene Änderung braucht eine zweite Instanz, die sie gegen den bestehenden Bestand hält — ob Mensch oder Werkzeug. Wer nur prüft, ob eine Änderung für sich funktioniert, findet Duplikate grundsätzlich nicht. Sie entstehen zwischen den Dateien, nicht in einer davon.

 

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Kryptowährungen erreichen 12,8 Prozent der Erwachsenen in Deutschland — knapp neun Millionen Menschen halten digitale Coins im eigenen Bestand

Kryptowährungen erreichen 12,8 Prozent der Erwachsenen in Deutschland — knapp neun Millionen Menschen halten digitale Coins im eigenen Bestand

Der Besitz digitaler Währungen ist in Deutschland kein Randphänomen mehr. Laut einer am 4. August 2026 veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsinstituts YouGov im Auftrag der Management- und Technologieberatung BearingPoint halten rund 12,8 Prozent der Erwachsenen Kryptowährungen. Das entspricht knapp neun Millionen Menschen ab 18 Jahren.

Mit der Verbreitung wächst der Bedarf an Einordnung. Kursbewegungen lassen sich beobachten, die Datenlage dahinter bleibt für die meisten Anwender verschlossen. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen hat dafür mit dem Bitcoin Oracle ein Auswertungswerkzeug entwickelt, das gewichtete Kennzahlen aus der Blockchain zu einem Gesamtwert verdichtet und als frei abrufbare Auswertung der Blockchain-Kennzahlen bereitsteht.

Die zugrundeliegenden Werte stammen unmittelbar aus der Blockchain und nicht von Handelsplätzen. Sie beschreiben damit das Verhalten der Bestände, nicht die Preisbildung — zwei Größen, die im Alltag regelmäßig verwechselt werden.

Warum Kursdaten allein wenig aussagen

Ein Kurs ist das Ergebnis von Angebot und Nachfrage an Handelsplätzen. Er sagt nichts darüber, wie viele Bestände tatsächlich bewegt werden, wie lange sie gehalten werden oder wie sich die Verteilung auf große und kleine Adressen verändert. Genau diese Größen lassen sich aus der Blockchain selbst ablesen, weil dort jede Übertragung dauerhaft verzeichnet ist.

Der Bitcoin Oracle wertet sechs solcher Signale gewichtet aus und fasst sie zu einem zusammengesetzten Wert. Er trifft keine Anlageentscheidung und gibt keine Empfehlung ab, sondern macht sichtbar, in welche Richtung die zugrundeliegenden Daten zeigen.

„Der Abstand zwischen dem, was Menschen besitzen, und dem, was sie darüber wissen können, ist die eigentliche Lücke. Offene Daten und offene Schnittstellen sind die einzige Antwort, die wir darauf haben“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Der Zuwachs ist ungleich verteilt

Der Unterschied zwischen knapp 20 Prozent bei Männern und 7,2 Prozent bei Frauen ist der auffälligste Einzelbefund der Erhebung. Er beträgt fast das Dreifache und ist damit deutlich größer als bei klassischen Wertpapieren, wo die Lücke in den vergangenen Jahren geschrumpft ist.

Bemerkenswert ist zugleich das genannte Potenzial: 11,4 Prozent, die noch nicht investiert sind, sich einen Einstieg aber vorstellen können. Diese Gruppe ist fast so groß wie die der heutigen Besitzenden.

Was die Erhebung zum Besitz ausweist

Nach Angaben der Untersuchung stellt sich die Verbreitung wie folgt dar:

  • Rund 12,8 Prozent der Erwachsenen halten Kryptowährungen, also knapp neun Millionen Menschen ab 18 Jahren.
  • Bei den Männern liegt der Anteil bei knapp 20 Prozent, bei den Frauen bei 7,2 Prozent.
  • Drei Viertel der Besitzenden halten Bitcoin im Bestand.
  • Ethereum folgt mit einem Anteil von 33,1 Prozent auf dem zweiten Platz.
  • Weitere 11,4 Prozent — rund 7,9 Millionen Menschen — halten bislang keine digitalen Währungen, können sich einen Kauf aber vorstellen.

Wo sich die Bestände tatsächlich ablesen lassen

Die Erhebung beruht auf Selbstauskünften und erfasst, wie viele Menschen Kryptowährungen halten — nicht, in welcher Höhe. Für Volumen und Verteilung bleiben Daten aus der Blockchain die verlässlichere Quelle.

Genau dort setzt das Werkzeug an. Die Auswertung ist über die dokumentierte Schnittstelle frei abrufbar und gibt die sechs Signale einzeln aus, nicht nur den zusammengefassten Wert. Wer eigene Gewichtungen setzen möchte, kann das damit tun, ohne die Rohdaten selbst aufbereiten zu müssen — und wer nur den Gesamtwert braucht, ruft einen einzigen Endpunkt ab.

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Mathematik in der Sekundarstufe auf einem Tiefstand: 34 Prozent der Neuntklässler verfehlen die Mindeststandards für den mittleren Schulabschluss

Mathematik in der Sekundarstufe auf einem Tiefstand: 34 Prozent der Neuntklässler verfehlen die Mindeststandards für den mittleren Schulabschluss

Die Rechenkompetenz am Ende der Sekundarstufe eins ist so niedrig wie in keiner der bisherigen Messungen. Laut dem Bildungstrend 2024 des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin erreichen 34 Prozent der Neuntklässlerinnen und Neuntklässler die Mindeststandards nicht, die für den mittleren Schulabschluss vorgesehen sind. Veröffentlicht wurde die Untersuchung am 16. Oktober 2025.

Für die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen ist der Befund ein Argument für nachvollziehbares Rechnen statt für schnelle Ergebnisse. Wer einen Rechenweg nicht beherrscht, erkennt auch ein falsches Ergebnis nicht — unabhängig davon, welches Gerät es liefert. Im Vordergrund stehen deshalb Werkzeuge, die den Weg sichtbar halten — etwa programmierbare wissenschaftliche Taschenrechner, bei denen sich jeder Zwischenschritt festhalten und wiederholen lässt.

Noch deutlicher wird der Unterschied bei Funktionen. Grafikrechner mit Farbdisplay zeigen den Verlauf und nicht nur den Wert an einer einzelnen Stelle. Ein Vorzeichenfehler fällt damit ins Auge, statt unbemerkt ins Ergebnis zu wandern.

Was der Bildungstrend 2024 ausweist

Nach Angaben des Instituts ergibt sich folgendes Bild:

  • In Mathematik verfehlen 34 Prozent der Neuntklässler die Mindeststandards für den mittleren Schulabschluss.
  • In nahezu allen geprüften Kompetenzbereichen liegen die Werte unter denen der Erhebungen von 2018 und 2012.
  • Getestet wurden Mathematik, Biologie, Chemie und Physik in der Sekundarstufe eins.
  • Die Erhebung lief zwischen März und Juli 2024, veröffentlicht wurde sie am 16. Oktober 2025.
  • Fast alle Bundesländer folgen dem negativen Trend, die Unterschiede zwischen ihnen sind teils erheblich.

Die Autoren nennen die veränderte Zusammensetzung der Schülerschaft

Das Institut führt den Rückgang unter anderem auf eine veränderte Zusammensetzung der Schülerschaft zurück. Genannt werden zunehmende soziale Disparitäten, ein höherer Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungsgeschichte sowie knapp fünf Prozent mit Fluchterfahrung im Jahr 2024 — ein höherer Wert als in den vorangegangenen Studien.

Die genannten Merkmale erklären den Rückgang jedoch nur teilweise. Der Bericht selbst weist darauf hin, dass die Entwicklung auch Gruppen erfasst, auf die sie nicht zutreffen.

Was ein Mindeststandard bedeutet und was nicht

Mindeststandards beschreiben das Kompetenzniveau, das für einen Abschluss als unerlässlich gilt. Wer sie verfehlt, hat den Abschluss damit nicht automatisch verpasst — die Standards sind ein bildungspolitisches Messinstrument, keine Prüfungsordnung. Sie zeigen an, wie weit der tatsächliche Kompetenzstand von dem entfernt ist, was die Kultusministerkonferenz als Ziel gesetzt hat.

„Ein Rechner nimmt einem das Rechnen ab, nicht das Verstehen. Wer nicht abschätzen kann, ob ein Ergebnis plausibel ist, dem hilft kein Display“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Der eigentliche Befund ist die Reihe, nicht der Einzelwert

Die dritte Durchführung in diesem Fach erlaubt einen Vergleich über zwölf Jahre, weil Instrumente und Auswertung gleich geblieben sind. Nicht ein niedriger Wert ist deshalb das Ergebnis, sondern eine Reihe, die über drei Messzeitpunkte in dieselbe Richtung zeigt. Die Länder werten die Ergebnisse nun einzeln aus.

Im Alltag bleibt die Folgerung dieselbe wie vor der Studie: Ein Ergebnis ist nur so viel wert wie die Fähigkeit, es zu prüfen. Wer eine Größenordnung abschätzen kann, erkennt einen Tippfehler im Display. Wer das nicht kann, übernimmt ihn. Werkzeuge helfen dabei nur, wenn sie den Rechenweg zeigen und nicht allein das Ergebnis.

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