Autor: Firma Provimedia

Freiberufliche Existenzgründungen steigen 2025 auf 111.000 – das IfM Bonn zählt ein Sechstel mehr als im Vorjahr und sieht Berlin vorn

Freiberufliche Existenzgründungen steigen 2025 auf 111.000 – das IfM Bonn zählt ein Sechstel mehr als im Vorjahr und sieht Berlin vorn

In Deutschland haben sich im Jahr 2025 gut 111.000 Menschen in einem freien Beruf selbstständig gemacht. Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) hat die Zahlen am 13. August 2026 veröffentlicht und nach Kreisen sowie nach Geschlecht aufgeschlüsselt. Laut IfM Bonn entspricht das gegenüber rund 95.000 Gründungen im Jahr 2024 einem Zuwachs von etwa 17 Prozent. Wer ein solches Vorhaben von einer Bank oder einem Förderinstitut prüfen lässt, braucht einen belastbaren Finanzteil; dafür hat die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen Bankreif als Werkzeug für Businessplan und Finanzmodell entwickelt.

Freiberufliche Gründungen laufen anders ab als gewerbliche. Eine Anmeldung beim Gewerbeamt entfällt, ein Eintrag ins Handelsregister ebenso. An den Erwartungen der Kapitalgeber an Liquiditätsrechnung, Kapitalbedarf und Tragfähigkeit ändert das nichts.

Wo die Gründungen am dichtesten liegen

Nach Angaben des IfM Bonn verteilen sich die Neugründungen ungleich über das Land. Die höchste absolute Zahl verzeichnete Berlin, gefolgt von Hamburg, München, Köln, Leipzig, Frankfurt und Düsseldorf. Gemessen an der Gründungsintensität, also der Zahl der Gründungen je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter, liegt Berlin ebenfalls vorn; dahinter folgen Leipzig und der Landkreis München.

Vier Befunde prägen die Auswertung für das Jahr 2025:

  • Gut 111.000 freiberufliche Existenzgründungen zählte das IfM Bonn für 2025, nach rund 95.000 im Jahr 2024.
  • Berlin führt sowohl bei der absoluten Zahl als auch bei der Gründungsintensität je 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter.
  • Leipzig und der Landkreis München folgen bei der Gründungsintensität auf den weiteren Rängen.
  • In 41 Kreisen gründen mehr Männer als Frauen, in allen übrigen Kreisen ist es umgekehrt.

Was der Zuwachs für das Bankgespräch bedeutet

Freiberufler treten bei Banken ohne Handelsregisterauszug und ohne Gewerbeanmeldung an. Die Prüfung stützt sich deshalb stärker auf die Planungsrechnung und auf die Auftragslage der ersten Monate.

„Ein Plus von 16.000 Gründungen in einem Jahr sagt noch nichts darüber, wie belastbar die Planungen dahinter sind. Wer ohne Handelsregisterauszug antritt, wird über seine Zahlen beurteilt und nicht über seine Rechtsform“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Welche Termine ein Gründungsjahr strukturieren

Ein Gründungsjahr besteht aus wiederkehrenden Terminen: Voranmeldungen beim Finanzamt, Meldungen an Kammern und Versorgungswerke, der Jahresabschluss. Einen Wissensbeiträge rund um Gründung und Unternehmensaufbau stellt die Provimedia GmbH kostenlos bereit; das Ergebnis richtet sich nach Rechtsform, Branche und Zahl der Beschäftigten.

Nach Angaben von Peter Kranzusch, Wissenschaftler am IfM Bonn, entstehen freiberufliche Gründungen häufig in bevölkerungsreichen Städten und Kreisen mit Hochschulen oder Verwaltungseinrichtungen. Dort ist die Nachfrage nach beratenden und wissenschaftlichen Dienstleistungen besonders hoch.

Warum die Statistik Gründerinnen sichtbar macht

Die Auswertung des IfM Bonn trennt Männer und Frauen. In den meisten Städten und Landkreisen liegt die Gründungsintensität der Frauen über der der Männer. Heidelberg zählt bei den Männern zu den zehn Kreisen mit der höchsten Intensität, bei den Gründerinnen liegt die Stadt dagegen auf Rang 21.

Die Zahlen für 2025 liegen seit August 2026 vor. Für Kapitalgeber verschiebt sich damit das Bild der typischen Gründung: weniger Ladenlokal, mehr Beratung und Wissenschaft.

Über die Provimedia GmbH

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Bildschirmzeit von Kindern: DAK-Mediensuchtstudie meldet für Herbst 2025 einen Anstieg der riskanten Online-Video-Nutzung um knapp 60 Prozent

Bildschirmzeit von Kindern: DAK-Mediensuchtstudie meldet für Herbst 2025 einen Anstieg der riskanten Online-Video-Nutzung um knapp 60 Prozent

Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland nutzt Online-Videos in einem Ausmaß, das Fachleute als riskant einstufen. Das zeigt der Ergebnisbericht der Mediensuchtstudie, den die Krankenkasse DAK-Gesundheit (Deutsche Angestellten-Krankenkasse) am 24. März 2026 gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf vorgelegt hat. Befragt wurden zwischen dem 24. September und dem 12. Oktober 2025 insgesamt 1.005 Eltern-Kind-Paare mit Kindern zwischen zehn und 17 Jahren. Wer die tägliche Bildschirmzeit begrenzen will, findet Anregungen für bildschirmfreie Nachmittage beim Ausmalportal Wimolino.

Wie stark die riskante Nutzung von Online-Videos zugenommen hat

Laut dem Ergebnisbericht erfüllten im Herbst 2025 genau 21,4 Prozent der Zehn- bis Siebzehnjährigen die Kriterien einer riskanten Nutzung von Online-Videos. Gegenüber der Vorjahreswelle ist das ein Anstieg um knapp 60 Prozent, den die Studienautoren als statistisch signifikant ausweisen. Der Anteil mit pathologischer, also krankhafter Nutzung stieg von 2,6 auf 4,0 Prozent; diesen zweiten Anstieg weist der Bericht ausdrücklich als nicht signifikant aus.

Getrennt gemessen wurden Videoplattformen, soziale Netzwerke und digitale Spiele:

  • 21,4 Prozent riskante Nutzung von Online-Videos im Herbst 2025, ein Plus von knapp 60 Prozent gegenüber der Welle von 2024.
  • 4,0 Prozent pathologische Nutzung von Online-Videos, der höchste Wert seit dem Start der Erhebungsreihe im Jahr 2019.
  • 21,5 Prozent riskante Nutzung sozialer Medien, nahezu unverändert gegenüber der Vorjahreswelle mit 21,1 Prozent.
  • 6,6 Prozent riskantes Computerspielverhalten nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation.
  • 7,2 Prozent der Befragten zeigen problematische Muster bei allen drei Gattungen zugleich.

Soziale Netzwerke binden weiterhin die längste Zeit am Tag

Nach Angaben der beteiligten Krankenkasse verbrachten regelmäßige Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien im Herbst 2025 werktags 146 Minuten und am Wochenende 201 Minuten in den Netzwerken. Bei Online-Videos lagen die Werte bei 108 Minuten werktags und 151 Minuten am Wochenende. Addieren lassen sich beide Zahlenpaare nicht, weil dieselbe Plattform je nach Nutzung in beide Kategorien fällt.

Eltern setzen mit steigendem Alter deutlich seltener Zeitregeln

Der Erhebung zufolge geben 75,5 Prozent der Eltern von Zehn- bis Dreizehnjährigen an, oft oder sehr oft Regeln zur Nutzungsdauer zu setzen. Bei den Vierzehn- bis Siebzehnjährigen sind es noch 39,6 Prozent. Eine ruhige Beschäftigung am Tisch schließt diese Lücke nicht, hilft Kindern aber beim Einüben längerer Aufmerksamkeitsspannen; welche Rolle Motivwahl und Stiftführung dabei spielen, beschreiben Übungen zur Konzentrationsförderung bei Grundschulkindern.

„Diese Zahlen sind kein Argument gegen Videoplattformen, sondern eines für einen geplanten Nachmittag. Eltern, die eine Alternative bereitliegen haben, führen die Diskussion über Nutzungszeiten mit deutlich besseren Karten“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Warum weniger Bildschirmzeit allein die Konzentration nicht verbessert

Analoge Beschäftigungen sind in der Mediensuchtstudie nicht untersucht worden. Der Ergebnisbericht beschreibt allein, wie sich Nutzungsdauer und Nutzungsmuster über acht Wellen verschoben haben, und überlässt die Schlüsse den Familien. Zum Schuljahresbeginn im August 2026 bleibt damit eine praktische Frage offen: womit der Nachmittag gefüllt wird, sobald die Zeit am Gerät begrenzt ist.

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KI im Marketing bleibt die Ausnahme: 9,1 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen sie für Werbung und Vertrieb, zeigen Eurostat-Daten

KI im Marketing bleibt die Ausnahme: 9,1 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen sie für Werbung und Vertrieb, zeigen Eurostat-Daten

Neun von hundert deutschen Unternehmen ab zehn Beschäftigten setzen Künstliche Intelligenz für Werbung oder Vertrieb ein. Das geht aus dem Datensatz zur KI-Nutzung in Unternehmen hervor, den das europäische Statistikamt Eurostat am 15. Juni 2026 aktualisiert hat und der das Erhebungsjahr 2025 abbildet. Wer den eigenen Auftritt vor dem Einsatz solcher Werkzeuge sortieren will, findet eine Erläuterung der automatisierten Markenanalyse einer Website beim Anbieter Web2Post. Für kleinere Betriebe verschiebt sich die Aufgabe damit von der Technik hin zur Organisation.

Welche KI-Techniken deutsche Unternehmen bislang einsetzen

Laut Eurostat nutzten im Jahr 2025 rund 26 Prozent der deutschen Unternehmen ab zehn Beschäftigten mindestens eine KI-Technik. Am weitesten verbreitet war die maschinelle Auswertung geschriebener Sprache mit 13,5 Prozent. Technik, die selbst geschriebene oder gesprochene Sprache erzeugt, kam bei 9,02 Prozent der Betriebe zum Einsatz. Der Vergleichswert für die Europäische Union lag im selben Erhebungsjahr bei 19,95 Prozent.

Zwischen Konzern und Kleinbetrieb liegen mehr als 30 Prozentpunkte

Nach Größenklassen getrennt fällt der Abstand deutlich aus. Nach Angaben von Eurostat setzten 56,99 Prozent der Unternehmen ab 250 Beschäftigten mindestens eine KI-Technik ein. Bei Betrieben mit zehn bis 49 Beschäftigten waren es 23,06 Prozent.

  • Mindestens eine KI-Technik im Einsatz: 25,97 Prozent aller deutschen Unternehmen ab zehn Beschäftigten, Erhebungsjahr 2025.
  • Werbung und Vertrieb als Einsatzfeld: 9,1 Prozent aller Betriebe, bei Unternehmen ab 250 Beschäftigten 21,81 Prozent.
  • Erzeugen geschriebener oder gesprochener Sprache: 9,02 Prozent aller Betriebe, bei zehn bis 49 Beschäftigten 7,35 Prozent.
  • Auswerten geschriebener Sprache: 13,5 Prozent aller Betriebe, bei Unternehmen ab 250 Beschäftigten 32,28 Prozent.

Für Betriebe ohne eigene Redaktion liegt der Engpass selten beim Formulieren einzelner Texte. Eine Übersicht zur plattformgerechten Ausspielung eines Themas beschreibt, wie aus einem Thema vier Fassungen für verschiedene Netzwerke entstehen. Der Aufwand verlagert sich damit von der Produktion hin zur Abstimmung.

Warum viele Vorhaben über den Pilotbetrieb nicht hinauskommen

Der Größenunterschied deckt sich mit dem Bild aus der Praxis. KI im Marketing scheitert selten am Sprachmodell, sondern an einer fehlenden Zuständigkeit für Themenplanung und Freigabe. Große Unternehmen halten dafür eigene Stellen vor. In kleinen Betrieben übernimmt die Geschäftsführung diese Aufgabe nebenbei.

„Ein Sprachmodell ersetzt keine Redaktionsplanung. Wer nicht festlegt, wer über Themen entscheidet und wer freigibt, verlagert die Arbeit nur nach hinten“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was der Abstand für den Mittelstand bedeutet

Für den Mittelstand ergibt sich im August 2026 eine nüchterne Zwischenbilanz. Die Technik ist verfügbar und bezahlbar, die Nutzung bleibt ungleich verteilt. Eurostat erhebt die Angaben jährlich über eine Befragung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen. Ob KI im Marketing auch in kleinen Betrieben zur Routine wird, entscheidet sich weniger an der Software als an der Frage, wer im Haus die Inhalte verantwortet.

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Weiterbildungsstrategie nur in 29 Prozent der Unternehmen schriftlich geregelt – Studie zeigt Lücke zwischen Anspruch und Organisation

Weiterbildungsstrategie nur in 29 Prozent der Unternehmen schriftlich geregelt – Studie zeigt Lücke zwischen Anspruch und Organisation

Nur 29 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben ihre betriebliche Qualifizierung schriftlich geregelt. Laut der am 28. April 2026 veröffentlichten Weiterbildungsstudie des TÜV-Verbands gilt das quer durch alle Branchen. Für die Erhebung befragte das Institut forsa zwischen dem 26. Januar und dem 11. März 2026 insgesamt 500 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden. Wie sich vorhandene Qualifikationen überhaupt strukturiert erfassen lassen, zeigt unter anderem eine Software für das Qualifikationsmanagement in Unternehmen.

Wie viele Betriebe ihre Qualifizierung überhaupt planen

Laut der Studie halten 87 Prozent der befragten Unternehmen Weiterbildung für wichtig. Eine schriftliche Weiterbildungsstrategie besitzen jedoch nur 29 Prozent. 75 Prozent geben an, Qualifizierung grundsätzlich allen Mitarbeitenden zu ermöglichen, und 53 Prozent führen regelmäßige Gespräche dazu. In der Vorerhebung von 2024 lag dieser Anteil noch bei 46 Prozent.

Woran die Umsetzung im betrieblichen Alltag scheitert

Zeit und Geld begrenzen den Umfang. Nach Angaben des TÜV-Verbands gewähren 74 Prozent der Unternehmen nur ein bis fünf Weiterbildungstage pro Jahr, und 65 Prozent stellen höchstens 1.000 Euro je Mitarbeitendem und Jahr bereit. Beide Größen müssen in die laufende Personalplanung passen, was in Schichtbetrieben zusätzliche Abstimmung verlangt. Dienstpläne lassen sich etwa mit einem Schichtplaner für gastronomische Betriebe so anlegen, dass Schulungstage nicht auf Spitzenzeiten fallen.

Welche Rolle Kompetenzen im Umgang mit KI inzwischen spielen

Künstliche Intelligenz verschiebt den Bedarf spürbar. Laut der Erhebung setzen 56 Prozent der befragten Unternehmen generative KI bereits im Arbeitsalltag ein, geschult haben ihre Mitarbeitenden dafür aber erst 27 Prozent. 72 Prozent nennen anwendungsnahe Fähigkeiten als vorrangiges Lernziel.

Zentrale Befunde der Erhebung im Überblick:

  • 87 Prozent der Unternehmen halten Weiterbildung für wichtig
  • 29 Prozent haben ihre Weiterbildung schriftlich geregelt
  • 74 Prozent gewähren ein bis fünf Weiterbildungstage im Jahr
  • 65 Prozent stellen höchstens 1.000 Euro je Mitarbeitendem bereit
  • 72 Prozent priorisieren anwendungsnahe Fähigkeiten im Umgang mit KI

Was der Ausbildungsmarkt über die Personallage zusätzlich sagt

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sank die Übernahmequote nach abgeschlossener Ausbildung 2025 auf 75 Prozent, nach 79 Prozent im Jahr zuvor. Gleichzeitig blieben 30 Prozent der angebotenen Ausbildungsstellen unbesetzt. Grundlage ist das IAB-Betriebspanel, eine jährliche Befragung von rund 15.000 Betrieben, deren Auswertung das Institut am 6. August 2026 vorgelegt hat.

„Wer Kompetenzen nicht erfasst, kann sie auch nicht planen. Eine Weiterbildungsstrategie scheitert selten am Willen, sondern daran, dass niemand genau weiß, welche Qualifikation im Betrieb schon vorliegt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Im August 2026 beginnt in vielen Betrieben die Planung des kommenden Weiterbildungsjahres. Die Zahlen des TÜV-Verbands legen nahe, dass der erste Schritt weniger im Kurskatalog liegt als in einer belastbaren Übersicht über die vorhandenen Qualifikationen.

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Fitnesswirtschaft überschreitet erstmals die Marke von zwölf Millionen Mitgliedern – Marktdurchdringung steigt auf 14,8 Prozent

Fitnesswirtschaft überschreitet erstmals die Marke von zwölf Millionen Mitgliedern – Marktdurchdringung steigt auf 14,8 Prozent

Erstmals trainieren mehr als zwölf Millionen Menschen in deutschen Fitness- und Gesundheitsanlagen. Laut der am 18. März 2026 veröffentlichten Studie zu den Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026 sind es 12,36 Millionen Mitglieder, 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Herausgegeben wird die Erhebung vom Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) gemeinsam mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Wie sich Training außerhalb fester Studiozeiten begleiten lässt, zeigt eine Seite zum Online-Coaching mit echten Trainerinnen und Trainern. Für Anlagenbetreiber wie für digitale Anbieter verschiebt sich damit die Aufgabe von der Gewinnung neuer Mitglieder hin zu deren Verbleib.

Woran sich das Wachstum der Branche im Einzelnen ablesen lässt

Der Zuwachs zeigt sich laut DSSV nicht allein bei den Mitgliedern, sondern über alle erhobenen Kennzahlen hinweg. Der Nettoumsatz stieg 2025 auf 6,25 Milliarden Euro und damit um 7,4 Prozent gegenüber 2024. Die Zahl der Anlagen beruht auf einer Vollerhebung des Adresspools.

  • Mitglieder: 12,36 Millionen, ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber 2024.
  • Nettoumsatz: 6,25 Milliarden Euro, ein Plus von 7,4 Prozent.
  • Anlagen: 9.647 Standorte, ein Plus von 5,7 Prozent.
  • Beschäftigte: rund 167.100, ein Plus von 6,0 Prozent.
  • Marktdurchdringung: 14,8 Prozent der Bevölkerung, plus 1,0 Prozentpunkte.

Warum Aggregatoren die Reichweite der Anlagen verschieben

Aggregatoren bündeln Zugänge zu mehreren Anlagen in einem Vertrag und gewinnen laut der Eckdatenstudie weiter an Gewicht. Nach Angaben des DSSV trainierten 2025 zusätzlich rund 1,47 Millionen Menschen über solche Modelle, 21,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Gesamtzahl der Trainierenden steigt damit auf 13,83 Millionen.

Angebunden an mindestens ein Aggregatornetzwerk sind laut DSSV bereits 76,1 Prozent der Anlagen in Deutschland. Wer über wechselnde Standorte trainiert, führt seine Einheiten deshalb selten an einer Stelle zusammen. Die Seite zur strukturierten Trainingsplanung nach Wochenzielen beschreibt, wie sich geplante und absolvierte Einheiten unabhängig vom Trainingsort dokumentieren lassen.

Wie stark Betreiber in Personal und Ausstattung investieren

Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen investierten im Jahr 2025 rund 798 Millionen Euro netto in ihre Standorte. Das entspricht der Erhebung zufolge durchschnittlich 83.000 Euro netto je Anlage. Rund 80 Prozent der Betriebe planen für 2026 weitere Investitionen, und 95,3 Prozent geben an, in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden zu investieren.

„Zwölf Millionen Mitgliedschaften sind noch keine zwölf Millionen regelmäßigen Trainingswochen. Der Unterschied entscheidet sich selten am Gerät, sondern daran, ob jemand seine Woche plant und den eigenen Verlauf vor Augen hat“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was die Beitragshöhe über die Angebotsstruktur verrät

Der durchschnittliche Monatsbeitrag lag branchenweit bei 48,55 Euro brutto. Zwischen den Anlagentypen fällt die Spanne deutlich aus: Mitglieder in Kettenanlagen zahlen im Schnitt 40,54 Euro, in Einzelanlagen 59,24 Euro und in Studios mit engem Schwerpunkt, etwa auf elektrische Muskelstimulation, 80,02 Euro pro Monat.

Die Eckdatenstudie beschreibt damit einen Markt, der wächst und zugleich durchlässiger wird. Digitale Trainingsbegleitung tritt darin weniger als Wettbewerb zur Anlage auf denn als Klammer zwischen wechselnden Trainingsorten.

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AI Overviews senken laut Ahrefs-Studie vom Februar 2026 die Klickrate von Google-Position eins um 58 Prozent binnen zwei Jahren

AI Overviews senken laut Ahrefs-Studie vom Februar 2026 die Klickrate von Google-Position eins um 58 Prozent binnen zwei Jahren

Erscheint über einem Google-Ergebnis eine KI-Zusammenfassung, verliert die Top-Seite laut Ahrefs im Schnitt 58 Prozent ihrer Klicks. Das zeigt eine am 4. Februar 2026 veröffentlichte Auswertung des Analysedienstes Ahrefs, der dafür 300.000 Suchbegriffe aus dem Dezember 2025 mit dem Stand von Dezember 2023 verglich – also vor dem Start der sogenannten AI Overviews. Wer die eigene Sichtbarkeit in diesem veränderten Umfeld einordnen will, findet eine Übersicht zur Indexierung der eigenen Website bei der SEO-Plattform Seo-Cloud. Für Unternehmen mit eigener Website verändert sich damit, wie viel eine Spitzenposition in der Suche tatsächlich noch an Besuchern bringt.

Wie stark der Rückgang je nach Suchposition ausfällt

Der Rückgang betrifft nicht nur die erste Position. Ahrefs verglich für die Studie 150.000 Suchbegriffe mit AI Overview gegen 150.000 vergleichbare Suchbegriffe ohne eine solche Zusammenfassung, jeweils mit informationsorientierter Suchabsicht. Laut Ahrefs fiel die Klickrate der Top-Position dabei von 7,3 Prozent im Dezember 2023 auf 1,6 Prozent im Dezember 2025.

  • Position 1: Klickrate sinkt laut Ahrefs von 7,3 auf 1,6 Prozent – ein Rückgang um 58 Prozent.
  • Position 2: Klickrate sinkt um 50,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum ohne AI Overview.
  • Position 3: Klickrate sinkt um 46,4 Prozent.
  • Grundlage der Auswertung: 300.000 Suchbegriffe, hälftig mit und ohne AI Overview, Datenstand Dezember 2025.

„Eine Top-Position bringt heute nicht mehr automatisch die Besucherzahl, die sie noch vor zwei Jahren gebracht hätte. Wer das bei der Planung ignoriert, verwechselt Ranking mit Reichweite“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Warum informationsorientierte Suchanfragen am stärksten betroffen sind

Nach Angaben von Ahrefs tragen 99,2 Prozent der Suchbegriffe mit AI Overview eine informationsorientierte Suchabsicht – Fragen also, die sich direkt in der Zusammenfassung beantworten lassen, ohne dass ein Nutzer eine der verlinkten Seiten noch öffnet. Kaufbezogene und stark markenspezifische Suchanfragen erhalten seltener eine solche Zusammenfassung.

Für Betreiber informationslastiger Ratgeberseiten bedeutet das einen doppelten Effekt: Ihre Inhalte werden zwar häufiger in KI-Zusammenfassungen zitiert, liefern dafür aber seltener einen tatsächlichen Seitenbesuch. Sichtbarkeit und Traffic laufen damit zunehmend auseinander.

Welche Werkzeuge Unternehmen zur Einordnung nutzen können

Eine Orientierung, welche eigenen Inhalte von KI-Zusammenfassungen besonders betroffen sind, liefert unter anderem die Übersicht gängiger Onpage-SEO-Werkzeuge mit Ansätzen zur technischen und inhaltlichen Optimierung einzelner Seiten. Wer Ranking und tatsächliche Klickzahlen getrennt beobachtet, erkennt frühzeitig, welche Themen trotz guter Platzierung an Reichweite verlieren.

Seit August 2026 diskutieren Suchmaschinenoptimierer verstärkt, ob Rankingberichte künftig um Klickzahlen ergänzt werden müssen, um die tatsächliche Wirkung einer Position realistisch abzubilden. Die Auswertung von Ahrefs liefert dafür einen ersten belastbaren Vergleichswert.

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Suchmaschinen-Traffic bricht ein: Die Verweise von Google an Nachrichtenseiten sanken binnen eines einzigen Jahres um 33 Prozent

Suchmaschinen-Traffic bricht ein: Die Verweise von Google an Nachrichtenseiten sanken binnen eines einzigen Jahres um 33 Prozent

Der wichtigste Zulieferer von Reichweite liefert weniger. Laut dem Bericht „Journalism, Media, and Technology Trends and Predictions 2026“ des Reuters Institute sanken die Verweise von der Google-Suche an Nachrichtenseiten binnen eines Jahres um 33 Prozent, die aus Google Discover um 21 Prozent. Grundlage sind Daten für über 2.500 Nachrichtenseiten. Befragt wurden 280 Führungskräfte aus 51 Ländern. Veröffentlicht wurde der Bericht am 12. Januar 2026.

„Solange Suchmaschinen Listen ausgegeben haben, war Sichtbarkeit eine Platzierung. Wenn Antworten ausgegeben werden, ist Sichtbarkeit eine Erwähnung — das ist eine andere Aufgabe“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Die Erwartung ist noch deutlicher als der Rückgang

Bemerkenswert ist weniger der gemessene Wert als die Prognose der Befragten. Sie rechnen dem Bericht zufolge damit, dass sich die Verweise aus Suchmaschinen in den kommenden drei Jahren um 43 Prozent verringern.

Wer damit plant, verschiebt Aufwand. Wenn eine Antwort die Frage bereits beantwortet, entscheidet nicht mehr die Platzierung in einer Liste, sondern ob ein Angebot in der Antwort überhaupt vorkommt — die Aufgabe, an der Werkzeuge für die Sichtbarkeit in KI-Antworten ansetzen.

Die Antwort auf den Einbruch ist inhaltlich

Aufschlussreich ist, worauf die Befragten setzen. Nach Angaben des Berichts wollen sie Investitionen in eigene Recherchen um 91 Prozent und in einordnende Analysen um 82 Prozent erhöhen.

Gekürzt wird dem Bericht zufolge bei allgemeinen Nachrichten, die Sprachmodelle mühelos wiedergeben können — dort um 38 Prozent. Die Trennlinie verläuft damit zwischen Inhalten, die anderswo verfügbar sind, und solchen, die es nicht sind.

Was der Bericht ausweist

Laut dem Reuters Institute ergibt sich folgendes Bild:

  • Die Verweise aus der Google-Suche sanken binnen eines Jahres um 33 Prozent.
  • Aus Google Discover gingen sie um 21 Prozent zurück.
  • Für die kommenden drei Jahre erwarten die Befragten ein Minus von 43 Prozent.
  • Nur 38 Prozent blicken zuversichtlich auf die Aussichten ihres Geschäfts.
  • Das sind 22 Prozentpunkte weniger als vier Jahre zuvor.

Zwei Kanäle, ein Text

Für Betreiber von Webseiten folgt daraus eine doppelte Anforderung. Ein Text muss weiterhin in klassischen Suchergebnissen bestehen und zugleich so aufgebaut sein, dass ein Sprachmodell ihn korrekt wiedergibt und zuordnet.

Beides schließt sich nicht aus, verlangt aber unterschiedliche Prüfungen. Wie sich maschinelle Zugriffe auf eine Seite technisch begleiten lassen, zeigt sich etwa an Assistenten, die eine Website eigenständig auswerten.

Woran sich die kommenden Monate messen lassen

Das Reuters Institute legt den Bericht jährlich im Januar vor. Der Vergleich der nächsten Ausgabe wird zeigen, ob die erwarteten 43 Prozent eintreten oder ob sich der Rückgang einpendelt.

Aussagekräftiger als die Verweiszahl ist dabei das Verhältnis von Reichweite zu Rückkehr. Ein Angebot, das seltener gefunden, aber häufiger direkt aufgerufen wird, steht anders da als eines, das nur weniger Besuche zählt.

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Existenzgründungen steigen 2025 um rund 18 Prozent auf etwa 690.000 — und sieben von zehn davon entstehen neben dem Hauptberuf

Existenzgründungen steigen 2025 um rund 18 Prozent auf etwa 690.000 — und sieben von zehn davon entstehen neben dem Hauptberuf

Die Bereitschaft, ein eigenes Vorhaben zu starten, ist trotz unsicherer Konjunktur deutlich gewachsen. Laut dem KfW-Gründungsmonitor 2026 wagten 2025 rund 690.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit, etwa 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs entstand fast vollständig im Nebenerwerb, der mit rund 483.000 Gründungen einen Höchststand erreichte. Vollerwerbsgründungen blieben mit etwa 207.000 nahezu unverändert.

Der Nebenerwerb ist kein Sonderfall mehr

Mit einem Anteil von rund 70 Prozent bildet die Gründung neben dem Hauptberuf inzwischen den Regelfall. Das verändert, wie ein Vorhaben startet: mit begrenzter Zeit, begrenztem Kapital und dem Zwang, früh zu erkennen, ob etwas trägt.

Genau an diesem Punkt entscheidet sich, welche Fragen zuerst beantwortet werden müssen — von der Rechtsform bis zur ersten Kundschaft. Ein Überblick über die Schritte einer Gründung in Deutschland ordnet diese Reihenfolge.

Was der Gründungsmonitor ausweist

Laut der KfW ergibt sich für 2025 folgendes Bild:

  • Rund 690.000 Menschen gründeten, etwa 18 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Auf den Nebenerwerb entfielen rund 483.000 Gründungen und damit ein Höchststand.
  • Vollerwerbsgründungen blieben mit etwa 207.000 nahezu unverändert.
  • Das Durchschnittsalter der Gründenden lag bei 34,2 Jahren.
  • 40 Prozent waren jünger als 30 Jahre, 44 Prozent der Gründungen hatten einen digitalen Schwerpunkt.

„Wer neben dem Beruf gründet, hat keine zwei Jahre Anlauf. Deshalb entscheidet die Sichtbarkeit in den ersten Monaten mehr als der Businessplan“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Vier von zehn Gründungen sind digital

Bemerkenswert ist der Anteil digitaler Vorhaben. Nach Angaben der KfW hatten 44 Prozent der Gründungen einen digitalen Schwerpunkt — ein Bereich, in dem ein Angebot ohne Ladengeschäft auskommt, aber ohne Auffindbarkeit nicht.

Der Engpass verschiebt sich damit. Nicht die Herstellung eines digitalen Produkts ist die Hürde, sondern der Nachweis, dass es existiert und funktioniert.

Sichtbarkeit ist die zweite Gründungsaufgabe

Ein Verzeichnis, in dem Produkte nebeneinander stehen, löst genau dieses Problem für die frühe Phase. Es ersetzt keine eigene Reichweite, verschafft aber einen Ort, an dem ein junges Angebot vergleichbar wird.

Wie unterschiedlich der Weg dorthin finanziert wird, zeigt der Blick auf die Spannweite zwischen Eigenmitteln und Wagniskapital — für Nebenerwerbsgründungen ist die erste Variante meist die einzige.

Woran sich der nächste Monitor messen lässt

Die KfW erhebt den Gründungsmonitor jährlich. Aussagekräftig wird nicht die Gesamtzahl sein, sondern das Verhältnis der beiden Gruppen zueinander.

Steigt der Vollerwerb wieder, wären aus Nebenprojekten Hauptberufe geworden. Bleibt er flach, beschreibt der Rekord vor allem eine zweite Einkommensquelle — was ökonomisch etwas ganz anderes bedeutet.

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Cybercrime verursacht 202,4 Milliarden Euro Schaden in einem Jahr — das entspricht rund 4,5 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung

Cybercrime verursacht 202,4 Milliarden Euro Schaden in einem Jahr — das entspricht rund 4,5 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung

Die Schadenssumme hat eine Größenordnung erreicht, die sich nicht mehr in Einzelfällen erzählen lässt. Laut dem Bundeslagebild Cybercrime 2025 des Bundeskriminalamts entstand der deutschen Wirtschaft ein Schaden von 202,4 Milliarden Euro, was etwa 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Registriert wurden rund 335.000 Fälle im engeren Sinne. Von diesen entfielen 207.888 auf Taten aus dem Ausland oder mit unbekanntem Tatort. Veröffentlicht wurde das Lagebild am 12. Mai 2026.

Der Zuwachs verteilt sich ungleich

Zwei Angriffsformen stechen heraus. Nach Angaben des Bundeskriminalamts stieg die Zahl der Ransomware-Fälle um zehn Prozent auf 1.041, die der Angriffe auf die Erreichbarkeit von Diensten um 25 Prozent auf 36.706.

Auffällig ist das Verhältnis von Häufigkeit und Wirkung. Ransomware bleibt selten, richtet im Einzelfall aber den größten Schaden an; Überlastungsangriffe sind vielfach häufiger und im Regelfall kürzer wirksam.

„Bei diesen Summen ist die Frage nicht mehr, ob jemand angegriffen wird, sondern woran ein Angriff scheitert. Das ist eine Frage an die Werkzeuge, nicht an das Bewusstsein“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was das Lagebild ausweist

Laut dem Bundeskriminalamt ergibt sich für 2025 folgendes Bild:

  • Der Schaden für die deutsche Wirtschaft lag bei 202,4 Milliarden Euro.
  • Registriert wurden rund 335.000 Fälle im engeren Sinne.
  • Auf Ransomware entfielen 1.041 Fälle, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Angriffe auf die Erreichbarkeit von Diensten stiegen um 25 Prozent auf 36.706.
  • 888 Fälle kamen aus dem Ausland oder von unbekanntem Tatort.

Künstliche Intelligenz steht auf beiden Seiten

Das Bundeskriminalamt hält fest, dass KI-Werkzeuge im Bereich Cybercrime zunehmend an Bedeutung gewinnen und Angriffe schneller, gezielter und professioneller machen. Dieselbe Technik eröffnet der IT-Sicherheit neue Möglichkeiten, etwa beim Aufspüren von Schwachstellen.

Für die Entwicklung von Software heißt das zweierlei. Erstens entsteht Code heute häufiger mit maschineller Unterstützung, zweitens muss genau dieser Code denselben Prüfungen standhalten wie jeder andere. Ein quelloffener Prüfdienst für KI-gestützte Entwicklung setzt an dieser Stelle an: Syntaxprüfung, Nachverfolgung des Kontexts und ein Abgleich mit dem tatsächlichen Datenbankschema.

Der Fehler entsteht früher als der Angriff

Ein Angriff nutzt aus, was vorher entstanden ist. Falsche Annahmen über eine Tabellenstruktur, ein übersehener Sonderfall, eine Abfrage ohne Prüfung der Eingabe — die Schwachstelle ist meist älter als der Zugriff darauf.

Die Aufmerksamkeit verschiebt sich damit nach vorn, in die Entstehung. Wie sich maschinell erzeugter Code überprüfen und verbessern lässt, behandeln auch Verfahren zur automatisierten Codeoptimierung.

Woran sich das nächste Lagebild messen lässt

Das Bundeskriminalamt legt das Bundeslagebild jährlich vor und erwartet für 2026 eine weiter steigende Bedrohung. Die Gesamtzahl der Fälle wird dabei weniger aussagen als ihre Verteilung.

Sinkt der Anteil der Auslandstaten, hätte sich die Strafverfolgung verbessert. Bleibt er bei zwei Dritteln, bleibt die wirksamste Maßnahme dort, wo sie heute liegt: in der Vermeidung.

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KI im Studium ist Alltag geworden: 81 Prozent der Studierenden nutzen sie mindestens wöchentlich, fast die Hälfte sogar täglich

KI im Studium ist Alltag geworden: 81 Prozent der Studierenden nutzen sie mindestens wöchentlich, fast die Hälfte sogar täglich

KI im Studium hat sich durchgesetzt, die Anleitung dazu nicht. Laut dem DatenCHECK 9/2026 des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) nutzen 81 Prozent der befragten Studierenden KI-Werkzeuge mindestens wöchentlich, 46,5 Prozent sogar täglich. Nur 2,4 Prozent setzen sie nie ein. Befragt wurden im Wintersemester 2025/26 insgesamt 28.584 Studierende an 202 Hochschulen. Veröffentlicht wurde die Auswertung am 22. Juli 2026.

Hohe Nutzung, mäßige Noten für das Angebot

Wer täglich mit einem Werkzeug arbeitet, dessen Grenzen ihm niemand erklärt hat, entwickelt eigene Routinen. Im Studium betrifft das vor allem die Phase, in der es zählt — etwa wenn Stoff für eine mündliche Prüfung wiederholt und abgefragt werden muss.

„Die Studierenden haben sich das Werkzeug selbst beigebracht. Was fehlt, ist nicht der Zugang, sondern eine Vorstellung davon, wofür es taugt und wofür nicht“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Das Angebot ihrer Hochschule zum Erwerb von KI-Kompetenzen bewerten die Studierenden der Erhebung zufolge im Schnitt mit 3,3 von fünf Sternen. Mehr als die Hälfte erwartet zusätzliche Lernangebote, besonders zum ethischen Umgang und zum Schutz persönlicher Daten.

Was die Befragung ausweist

Nach Angaben des CHE ergibt sich folgendes Bild:

  • 81 Prozent der Studierenden nutzen KI-Werkzeuge mindestens wöchentlich.
  • 46,5 Prozent setzen sie täglich ein, 2,4 Prozent nie.
  • Am häufigsten dienen sie allgemeinen Recherchen sowie dem Sammeln von Ideen.
  • Das Angebot zum Erwerb von KI-Kompetenzen erhält im Schnitt 3,3 von fünf Sternen.
  • An der Befragung beteiligten sich 28.584 Studierende an 202 Hochschulen.

Bei Prüfungsleistungen geht das Meinungsbild auseinander

Uneinheitlich fällt die Haltung zu der Frage aus, ob KI im Studium auch bei Prüfungsleistungen erlaubt sein sollte. Der Erhebung zufolge stimmen 46 Prozent einer erlaubten Nutzung eher oder vollständig zu, 31 Prozent lehnen sie ab, 24 Prozent sind unentschlossen.

Bemerkenswert ist die Spreizung, weil sie quer zur Praxis liegt. Ein Werkzeug, das vier von fünf Studierenden wöchentlich verwenden, hat für knapp ein Drittel von ihnen in der Prüfung nichts zu suchen.

Aus Vorlesungsstoff wird ein Format, das nebenbei läuft

Ein Teil der Nachfrage richtet sich auf Formate, die sich in den Tagesablauf einfügen statt zusätzliche Zeit am Schreibtisch zu verlangen. Aufzeichnungen und Skripte lassen sich inzwischen in ein hörbares Format überführen, das auf dem Weg zur Hochschule läuft.

Woran sich die nächste Befragung messen lässt

Die Befragungsreihe wird fortgeführt; frühere Ausgaben befragten Studierende der mathematisch-naturwissenschaftlichen, medizinischen, ingenieur- und geisteswissenschaftlichen Fächer.

Aussagekräftig wird dabei weniger die Nutzungsquote sein, denn sie liegt nahe am Maximum. Interessanter ist die Bewertung des Lehrangebots: Sie ist die einzige Größe dieser Erhebung, welche die Hochschulen selbst in der Hand haben.

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