
Sunrise 2027: MFG Technik & Service launcht Informationsportal – und zeigt, warum Produktionsverantwortliche jetzt handeln müssen.
Um Produktionsverantwortlichen konkrete Orientierung zu geben, hat MFG Technik & Service GmbH, offizieller Solution Partner von GS1 Germany, vergangene Woche das Informationsportal sunrise2027.de gelauncht. Die Plattform beantwortet Fragen, die in der Produktion gerade drängend werden: Sind wir betroffen? Was muss bis wann umgestellt sein?
Und welche Drucktechnik erfüllt die neuen ISO-Anforderungen?
Das Portal liefert technische Grundlagen zu GS1 DataMatrix und GS1 Digital Link, einen Meilensteinplan bis 2028, einen Schnellcheck zur eigenen Drucktechnik sowie Branchenübersichten und eine direkte Kontaktmöglichkeit für Beratungsanfragen. Alles ohne Registrierung, ohne Paywall.
Sechs bis zwölf Monate – so lange braucht die Umsetzung.
GS1 Sunrise 2027 ist kein Pilotprojekt mehr. In 48 Ländern wurden bereits Tests abgeschlossen.
Handelsketten fordern 2D-Codes in Lieferantenverträgen – teils schon jetzt, weit vor dem offiziellen Stichtag. Das eigentliche Problem liegt nicht im Code selbst, sondern im engen Zeitfenster: Zwischen erster Drucktechnik-Prüfung, Artwork-Anpassung, Lieferantenabstimmung und Integration in die laufende Produktionslinie vergehen üblicherweise sechs bis zwölf Monate.
Was sich ändert – und was nicht.
Der EAN-13-Barcode wird nicht abgeschafft. Bis Ende 2027 laufen EAN und 2D-Code parallel auf der Verpackung. Diese Doppelkennzeichnung gibt dem Handel Zeit zum Umrüsten. Ab 2028 reicht der 2D-Code allein – der EAN wird optional.
Was sich inhaltlich ändert, ist gravierend. Der EAN trägt nur eine Nummer. Der GS1 DataMatrix trägt Chargennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum, Seriennummer und bei Bedarf eine Web-URL.
Ein gewöhnlicher QR-Code löst das nicht – nur ein nach GS1-Standard aufgebauter 2D-Code wird an der Kasse verarbeitet. Die technische Herausforderung liegt in der Druckqualität: 2D Codes stellen höhere Anforderungen an Auflösung und Kontrast als der klassische Strichcode.
Die ISO/IEC 15415 definiert, ab welcher Qualitätsklasse ein Code als handelstauglich gilt. Was im Testlauf auf dem Papier gut aussieht, scheitert unter realen Produktionsbedingungen manchmal an der Kasse.
Viele Branchen sind betroffen.
Lebensmittel- und Getränkehersteller stehen am stärksten unter Zeitdruck – viele Handelsketten verlangen 2D-Codes bereits in laufenden Lieferverträgen. Aber der Kreis der Betroffenen ist breiter: Kosmetik, Pharma, Tiernahrung, Haushaltswaren, Spielzeug, Chemie, Baustoffe, Textil.
Industrieunternehmen, die an solche Branchen zuliefern, spüren den Druck über Lastenhefte, ohne dass jemand offiziell ankündigt, dass sich etwas ändert.
Ein häufiges Missverständnis in der Praxis: Sunrise 2027 landet in vielen Unternehmen bei der IT-Leitung oder im Einkauf. Beide können das Thema einordnen, aber keine der beiden Abteilungen entscheidet über Drucksysteme und Linienintegration. Das ist Aufgabe der Produktion. Die Drucktechnik auf der Linie entscheidet, ob der Code die ISO-Mindestan forderungen erfüllt oder nicht.
Drucksysteme, die die neue Norm erfüllen.
MFG Technik & Service liefert 2D-Code-fähige Kennzeichnungssysteme für unterschiedliche Oberflächen, Produktionsumgebungen und Linientypen.
Der Joker 34 ist ein Hi-Res-Tintenstrahldrucker für den Direktdruck auf Karton, Folie und Kunststoff. Mit Druckhöhen bis 34 mm und Lösemitteltinte für saugende wie nicht-saugende Oberflächen, ersetzt er teure Etiketten durch Direktdruck – GS1-konform, sofort einsatzbereit.
Der LaseLink markiert permanent ohne Verbrauchsmaterial. Auf Glas, Metall und Kunststoff hinterlässt der UV-Laser eine wisch- und abriebfeste Kennzeichnung, die auch raue Produktionsumgebungen unbeschadet übersteht. Kein Stopp, keine Wartungszyklen.
Das Dynacode II Thermotransfersystem ist für Folienverpackungen und Etiketten auf horizontalen und vertikalen Verpackungsmaschinen ausgelegt. 800 mm/s bei 300 dpi Auflösung, kurze Rüstzeiten, 7-Zoll-Touchscreen.
Cam4Codes ergänzt diese Systeme um intelligente Kameraverifikation. 1D- und 2D-Codes werden in Echtzeit nach GS1-Norm geprüft – fehlerhafte Kennzeichnungen landen nicht auf der Verpackung.
Was der neue Code dem Marketing bringt.
Produktionsverantwortliche sind oft überrascht, was der GS1 Digital Link QR-Code jenseits der Kassenfunktion leistet. Derselbe Code, der an der Kasse die Artikelnummer liefert, öffnet auf dem Smartphone des Käufers eine Produktseite, einen Herkunftsnachweis oder eine laufende Kampagne. Die Inhalte dahinter lassen sich jederzeit anpassen, ohne dass die Verpackung neu gedruckt werden muss. EAN, Marketing-QR und Aktionscode – drei bisherige Symbole auf der Verpackung – werden zu einem einzigen. Für die Produktion bedeutet das weniger Druckvorgänge, für das Verpackungsdesign mehr Gestaltungsfläche.
Was jetzt zu tun ist.
Produktionsverantwortliche sollten zunächst prüfen, ob die vorhandene Drucktechnik normkonforme 2D-Codes in ausreichender Auflösung erzeugen kann. Parallel dazu steht die Frage, ob DataMatrix oder GS1 Digital Link für die eigene Anwendung das richtige Format ist.
Und die Artwork-Anpassung für die Doppelkennzeichnung sollte früh angestoßen werden – Freigabeprozesse dauern länger als die meisten einplanen.
Alle Informationen dazu finden Sie unter sunrise2027.de. Beratung, Technik-Check und Produktinformationen über mfgservice.group.
MFG Technik & Service GmbH mit Sitz in Kranzberg bei Freising ist spezialisiert auf industrielle Kennzeichnungs- und Kamerasysteme für die Produktion. Als offizieller Solution Partner von GS1 Germany berät das Unternehmen seit über 25 Jahren Hersteller technologieoffen zu allen Fragen der Produktkennzeichnung – von der Drucktechnik über die GS1-konforme Codierung bis zur Verifikation. MFG ist in Deutschland und Österreich aktiv und betreut u. a. Kunden aus Lebensmittel, Pharma, Kosmetik, Industrie und Logistik.
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