
Wartung planen statt Stillstand bezahlen: SF2 bringt neue Zustandsanalyse in den Mittelstand
Dieses Erfahrungswissen ist wertvoll, steckt aber häufig in einzelnen Köpfen. Geht ein langjähriger Mitarbeiter in Pension, geht damit oft auch ein Teil dieses Wissens verloren. Gleichzeitig kann kein Mensch dauerhaft alle Sensoren einer Anlage und deren Werte im Zusammenspiel beobachten.
Genau an diesem Punkt setzt SF2 an.
Maschinen und Anlagen liefern heute meist längst die notwendigen Informationen: Temperatur, Druck, Stromaufnahme, Durchfluss, Drehzahl, Vibrationen, Laufzeiten und viele weitere Betriebsdaten. Das Problem ist häufig nicht, dass Daten fehlen, sondern dass sie getrennt voneinander betrachtet werden.
Dabei hängen die einzelnen Größen einer Maschine miteinander zusammen. Verändert sich beispielsweise die Belastung, kann sich das gleichzeitig auf Stromaufnahme, Temperatur, Druck oder Durchfluss auswirken. Jeder dieser Werte kann für sich noch völlig normal erscheinen – gemeinsam können sie aber bereits zeigen, dass sich die Maschine anders verhält als bisher.
Wenn eine Maschine ein zusammenhängendes System ist, sollte man auch ihre Daten als zusammenhängendes System betrachten.
SF2 verbindet deshalb die vorhandenen Informationen zu einem Gesamtbild. Vereinfacht gesagt entsteht daraus ein digitaler Fingerabdruck des jeweiligen Anlagenzustands. Läuft eine Maschine unter vergleichbaren Bedingungen normal, ähneln sich diese Fingerabdrücke. Beginnt sich ihr Verhalten zu verändern, verändert sich auch das Gesamtbild – möglicherweise lange bevor ein einzelner Sensor einen klassischen Grenzwert überschreitet.
Was das in der Praxis bedeuten kann
Nehmen wir eine Pumpe. Sie liefert beispielsweise Daten über Druck, Durchfluss, Stromaufnahme und Temperatur. Vielleicht braucht sie mit der Zeit etwas mehr Strom, gleichzeitig verändert sich der Durchfluss geringfügig und die Temperatur steigt leicht.
Keiner dieser Werte allein muss bereits einen Alarm auslösen. Gemeinsam können sie jedoch zeigen: Diese Pumpe verhält sich heute anders als noch vor einigen Wochen.
In der Analyse eines realen Wasserpumpensystems konnte SF2 Veränderungen im Anlagenzustand bereits vier Tage vor einem dokumentierten Ausfall sichtbar machen. Das bedeutet nicht, dass jeder Defekt automatisch vier Tage vorher erkannt wird. Es zeigt aber sehr anschaulich, welche Informationen in vorhandenen Maschinendaten stecken können, wenn man sie nicht nur einzeln betrachtet.
Gerade darin liegt ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen datengetriebenen Ansätzen. Diese funktionieren besonders gut, wenn bereits ausreichend Beispiele dafür vorhanden sind, wie bestimmte Fehler aussehen. In der Industrie gibt es solche Fehlerdaten häufig gerade nicht – schließlich sollte eine gute Maschine möglichst selten ausfallen.
SF2 benötigt deshalb keine großen gelabelten Fehlerdatensätze und kein klassisches überwachtes Fault-Training. Je nach Anwendungsfall kann zunächst aus vorhandenen Betriebsdaten gelernt werden, welche semantische Struktur und welche Zustände für das jeweilige System relevant sind.
Verändert sich dieses Verhalten später, wird die Abweichung sichtbar. Das bedeutet noch nicht automatisch, dass ein Defekt vorliegt. Auch ein neuer Betriebszustand, eine veränderte Belastung oder ein anderer Prozesszustand kann ein anderes Muster erzeugen. Entscheidend ist zunächst, dass die Veränderung erkannt und anschließend gezielt beurteilt werden kann.
Ist ein Modell fixiert und versioniert, arbeitet die anschließende Laufzeitanalyse reproduzierbar: Gleiche Eingangsdaten führen zur gleichen Transformation, zum gleichen Fingerprint und zum gleichen Vergleichsergebnis.
Vorhandene Maschinen weiter nutzen
Für Unternehmen ist dabei wichtig: SF2 ist eine Softwarelösung. Die Technologie ist grundsätzlich weder an einen bestimmten Maschinenhersteller noch an einen bestimmten Sensortyp oder ein einzelnes Anlagenmodell gebunden.
Wenn geeignete Betriebsdaten vorhanden sind, kann SF2 auf diesen Daten aufsetzen. Bestehende Sensoren, Maschinensteuerungen und Wartungssysteme müssen dafür nicht ersetzt werden.
Mit der kostenlosen SF2 Suite SE lassen sich zunächst historische Sensor- und Prozessdaten untersuchen und unterschiedliche Zustände miteinander vergleichen. Zeigt sich daraus ein belastbarer Anwendungsfall, kann das Modell anschließend mit der SF2 Suite RT in den Echtzeitbetrieb überführt und über eine SF2 Engine RT produktiv ausgeführt werden.
Es geht also nicht darum, eine Fabrik neu zu bauen oder noch mehr Daten zu produzieren. Es geht darum, aus dem, was bereits vorhanden ist, mehr zu verstehen.
Das macht den Ansatz auch wirtschaftlich interessant. Der Einsatz kann an die jeweilige Aufgabenstellung angepasst werden – von einer einzelnen kritischen Maschine in einem mittelständischen Betrieb bis zu zahlreichen Anlagen und Standorten eines Industriekonzerns.
Entscheidend ist dabei nicht die Unternehmensgröße, sondern ob frühere Erkenntnisse über den Anlagenzustand helfen, Wartung besser zu planen, ungeplante Stillstände zu reduzieren oder Folgekosten zu vermeiden.
Bei einer Maschine, deren ungeplanter Stillstand mehrere Stunden oder Tage Produktion kostet, kann eine früh erkannte kritische Veränderung schnell einen erheblichen Unterschied machen.
Die Daten können im Unternehmen bleiben
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Datenhoheit.
Maschinendaten können viel über Produktionsmengen, Verfahren, Auslastung und internes Know-how verraten. Viele Betriebe möchten solche Informationen deshalb nicht in eine externe Cloud übertragen.
SF2 ist so ausgelegt, dass Analyse und produktive Ausführung direkt an der Anlage, auf Edge-Hardware oder innerhalb der bestehenden Unternehmensinfrastruktur stattfinden können. Sensible Produktions-, Prozess- und Betriebsdaten können damit im Unternehmen bleiben.
Gerade angesichts steigender Anforderungen an Cybersecurity, Cyberresilienz und den Schutz industrieller OT-Systeme gewinnt dieser lokale Ansatz zunehmend an Bedeutung.
Am Ende geht es für Geschäftsführer, Produktionsleiter und Instandhalter ohnehin um eine sehr einfache Frage:
Verhält sich meine Anlage noch so wie sonst – oder beginnt sich etwas zu verändern?
Wenn diese Veränderung früher sichtbar wird, kann ein Techniker gezielt nachsehen, eine Wartung besser geplant oder ein ungeplanter Stillstand möglicherweise vermieden werden.
SF2 ersetzt dabei weder erfahrene Mitarbeiter noch bestehende Wartungs-, Automatisierungs- oder Condition-Monitoring-Systeme. Die Software gibt ihnen vielmehr eine zusätzliche Information: ein vergleichbares Bild davon, wie sich der Zustand der gesamten Anlage entwickelt.
Mit den eigenen Daten ausprobieren
Am einfachsten lässt sich SF2 an der eigenen Maschine beurteilen.
Wer historische Sensor- oder Prozessdaten als CSV vorliegen hat, kann mit der SF2 Suite SE kostenlos beginnen. Die Daten werden lokal auf dem eigenen Rechner analysiert; vorhandene Zustände können modelliert, miteinander verglichen und auf Veränderungen untersucht werden.
Dafür braucht es zunächst weder einen Cloud-Vertrag noch ein großes IT-Projekt.
Ein Datensatz und etwas Neugier reichen für den Anfang.
Zeigt sich ein interessanter Anwendungsfall, kann daraus anschließend mit der SF2 Suite RT und der SF2 Engine RT eine produktive Echtzeitlösung entstehen.
Für komplexere industrielle Fragestellungen bleibt zusätzlich die SF2 Edge Challenge bestehen. Unternehmen können dort reale Anwendungsfälle mit historischen Maschinen-, Sensor-, SCADA-, MES- oder Logdaten einbringen und gemeinsam mit SF2 prüfen, was sich darin sichtbar machen lässt.
Denn am Ende geht es um eine erstaunlich einfache Frage:
Wenn die Daten ohnehin vorhanden sind – was lässt sich aus ihnen erkennen, wenn man nicht nur auf jeden Sensor einzeln schaut?
SF2 selbst ausprobieren:
Die kostenlose SF2 Suite SE ist ab sofort unter https://sf2systems.com/… verfügbar.
–> Alle weiterführenden Editionen stehen ab 14. September 2026 im SF2 Shop unter www.sf2systems.com/shop zum Download bereit.
SF2 Systems ist ein Wiener Deep-Tech-Unternehmen für die softwarebasierte Zustandsanalyse komplexer Maschinen, Anlagen und Prozesse in Industrie, Energie und kritischer Infrastruktur. Die sensor- und herstellerunabhängige Technologie führt vorhandene Sensor- und Betriebsdaten zu vergleichbaren Zustands-Fingerprints zusammen und macht Drift und schleichende Veränderungen früh sichtbar – reproduzierbar, nachvollziehbar, ohne Black-Box-Modell und ohne große gelabelte Fehlerdatensätze. Als Ergänzung bestehender Condition-Monitoring- und Automatisierungssysteme ist SF2 für Brownfield- und OT-Umgebungen ausgelegt, läuft lokal am Edge bzw. On-Premises ohne Cloud-Abhängigkeit und hält sensible Produktionsdaten im Unternehmen. So können Zustandsveränderungen früher erkannt, ungeplante Stillstände reduziert sowie Wartung und Betrieb planbarer werden. Darüber hinaus untersucht SF2 die Übertragbarkeit der Technologie auf ausgewählte Anwendungen in Biotechnologie und Life Sciences.
SF2 Systems GmbH
Eichelhofstrasse 2B
A1190 Wien
Telefon: 00436601016615
https://sf2systems.com/
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E-Mail: media@sf2systems.com
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