Oracle Lizenzaudit Findings: Die Falle Optionen und Packs

Oracle Lizenzaudit Findings: Die Falle Optionen und Packs

Viele Unternehmen erhalten im Herbst Auditankündigungen von Oracle. In den Berichten, die darauf folgen, sind Datenbank-Optionen und Management Packs regelmäßig der größte Einzelposten. Der Grund liegt in der Metrik. Optionen werden auf derselben Basis lizenziert wie die Datenbank selbst, also für alle Prozessoren oder Named User Plus der betroffenen Installation. Einen Überblick über die typischen Fehlerquellen im Auditbericht hat ProLicense im August veröffentlicht. Diese Meldung vertieft die Position, die in der Praxis am meisten kostet.

Nutzung, die niemand bestellt hat

Viele Findings entstehen durch Standardeinstellungen. In der Enterprise Edition sind Diagnostics Pack und Tuning Pack laut Oracle-Dokumentation ab Werk freigeschaltet, der Parameter CONTROL_MANAGEMENT_PACK_ACCESS steht standardmäßig auf DIAGNOSTIC+TUNING. Ein einziger AWR-Bericht oder der Aufruf einer Performance-Seite im Enterprise Manager genügt, damit eine Nutzung erfasst wird.

Ähnlich verhält es sich bei Advanced Compression. Die RMAN-Komprimierung BASIC ist ohne Zusatzlizenz nutzbar, die Stufen LOW, MEDIUM und HIGH erfordern die Option. Gleiches gilt für die Datenkomprimierung beim Data-Pump-Export und die Redo-Komprimierung in Data Guard. Eine geänderte Backup-Konfiguration reicht damit aus, um eine Lizenzposition für die gesamte Datenbank auszulösen. Beim Partitioning können schon einzelne partitionierte Objekte genügen, auch solche, die eine Drittanwendung bei der Installation angelegt hat.

Was die Feature-Statistik zeigt und was nicht

Oracles Vermessungsskripte lesen unter anderem die Feature-Nutzungsstatistik der Datenbank aus (DBA_FEATURE_USAGE_STATISTICS). Sie liefert einen Eintrag mit Zeitstempel, aber keinen Beleg für eine betriebliche Nutzung. Ob ein Administrator einmalig einen Bericht aufgerufen oder ein Tool im Hintergrund zugegriffen hat, ist daraus nicht ersichtlich. Hinzu kommen bekannte Fehlmeldungen der Skripte.

„Optionen und Packs sind im Audit ein bevorzugter Hebel, weil sie die Summe schnell vervielfachen. Ein Eintrag in der Statistik ist aber noch kein Nachweis einer lizenzpflichtigen Nutzung. An dieser Stelle lässt sich die Forderung am häufigsten reduzieren“, sagt Christian Grave, Geschäftsführer der ProLicense.

Oracle Audit abwehren: Findings entkräften und vermeiden

Jede Position im Bericht gehört gegen den Vertrag und die reale Nutzung geprüft. Dazu zählen Zeitpunkt, Häufigkeit und Auslöser des Eintrags ebenso wie die Frage, ob die zugrunde liegende Regel überhaupt vertraglich vereinbart ist.

Vorbeugend empfiehlt ProLicense, den Parameter für die Management Packs auf die tatsächlich lizenzierten Packs zu setzen, Backup- und Exportkonfigurationen zu prüfen und die Vermessung vor einem Audit selbst durchzuführen. So liegen die Ergebnisse vor, bevor Oracle danach fragt.

„Viele Regeln zur Optionsnutzung stehen in Oracles Policy-Dokumenten, nicht im Vertrag des Kunden. Maßgeblich ist, was rechtswirksam vereinbart wurde. Oracle muss eine lizenzpflichtige Nutzung belegen, und ein Zeitstempel in einer Systemtabelle reicht dafür nicht automatisch aus“, sagt Rechtsanwalt Sören Reimers, Geschäftsführer der ProLicense.

ProLicense prüft Auditberichte Position für Position, mit dem Ziel minimaler Kosten bei voller Compliance. Antworten zu Ablauf und Fristen gibt die Oracle Audit FAQ. Unterstützung im laufenden Oracle-Audit gibt es über die Kontaktseite.

Über die ProLicense GmbH

ProLicense berät seit 2009 Unternehmen im Software License Management, unabhängig von Oracle, Microsoft, VMware und allen anderen Herstellern. Die Gründer Sören Reimers (Rechtsanwalt) und Christian Grave (Diplom-Kaufmann) waren jeweils über acht Jahre bei Oracle tätig. ProLicense unterstützt bei Software-Audits, Lizenzverhandlungen und ULA-Zertifizierungen, beim Wechsel zu Drittsupport für Software, Hardware und End-of-Life Open Source sowie beim Umstieg auf Alternativen wie Azul, Payara oder Nutanix. Als Reseller von HeroDevs bietet ProLicense Never-Ending Support für abgekündigte Open-Source-Software an. Gebrauchte Lizenzen laufen über den eigenen Marktplatz ProLicense XChange. Die Vergütung erfolgt erfolgsbasiert direkt durch den Kunden, ohne Zahlungen von Herstellern. Ziel jedes Mandats: minimale Kosten bei voller Compliance. Mehr unter www.prolicense.com.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

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Am Krähenberg 33
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