Die Top-5 Trends in der KMU-Finanzierung: Teylors Ausblick auf 2023

Die Top-5 Trends in der KMU-Finanzierung: Teylors Ausblick auf 2023

Nach einem stürmischen Jahr 2022 blicken kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Deutschland mit gemischten Gefühlen auf das nächste Jahr: Das Schweizer Finanztechnologie-Unternehmen Teylor stellt die wichtigsten Trends in der KMU-Finanzierung für 2023 vor.  

Banken verschärfen ihre Kreditvergabekriterien 

Banken haben im dritten Quartal 2022 ihre Kreditvergabekriterien verschärft. Das zeigt ein Anstieg der KfW-ifo-Kredithürde: So berichteten 28 Prozent der befragten Unternehmen von restriktivem Verhalten der Banken in Kreditverhandlungen – ein sprunghafter Anstieg um mehr als sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal. Das zögerliche Verhalten der Banken liegt unter anderem daran, dass Risikomanager bis Ende 2022 und im Laufe des Jahres 2023 mit steigenden Kreditausfällen bei KMU-Finanzierungen rechnen. Teylor Gründer und CEO Patrick Stäuble kommentiert: „Angesichts steigender Risiken von Kreditausfällen rechnen auch wir im vierten Quartal 2022 und Anfang 2023 nicht mit einer spürbaren Lockerung der Kreditvergabekriterien.”

Rückgang der Kreditnachfrage 

Nicht nur das Kreditangebot wird eingeschränkt, sondern auch die Kreditnachfrage von KMU könnte Anfang 2023 abnehmen. Im dritten Quartal 2022 sind die Kreditneuzusagen an Unternehmen und Selbstständige noch auf ein Rekordhoch gestiegen. Hauptsächlich handelte es sich bei den Neukrediten um Betriebsmittelkredite zur Finanzierung von Lagerbeständen oder zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe. „Schlechtere Finanzierungsbedingungen und ein Rückgang der Investitionstätigkeit aufgrund der schwachen Konjunktur und der Energiekrise in Europa könnten die Neukreditnachfrage in den kommenden beiden Quartalen verringern”, so Patrick Stäuble.

Die Zinsen werden 2023 ein Plateau erreichen

Der durchschnittliche Zins für Unternehmenskredite mit 5-jähriger Laufzeit ist im dritten Quartal 2022 auf den höchsten Stand seit über elf Jahren gestiegen und hat sich seit 2019 mehr als vervierfacht. Weitere Anhebungen des Leitzinses könnten die Finanzierungskosten auch im Jahr 2023 nochmals erhöhen. Zum Jahresende dürfte der Leitzins der Europäischen Zentralbank bei 2,5 Prozent stehen und im Frühjahr 2023 auf 3,0 Prozent steigen. „Die Manövrierfähigkeit der Europäischen Zentralbank ist aufgrund der drohenden Rezession im Euroraum nach oben hin begrenzt”, sagt Patrick Stäuble. „Wir rechnen für 2023 daher nicht mit einem dramatischen Anstieg der Finanzierungskosten.”

Alternative Finanzierungskanäle werden wichtiger

Aufgrund der strengeren Kreditvergabe der Banken werden KMU zunehmend neue Finanzierungskanäle ausfindig machen. So etablieren sich zum Beispiel private Kreditfonds als KMU-Finanzierer. „Kreditfonds bieten flexiblere Konditionen und Vergabekriterien sowie attraktive Renditen für professionelle Investoren”, sagt Patrick Stäuble. „Wir haben in diesem Jahr sowohl von KMU als auch von Investoren zunehmendes Interesse an unserem Kreditfonds verzeichnet. Dieser Trend wird sich im nächsten Jahr fortsetzen.” Auch digitale Kanäle gewinnen in der KMU-Finanzierung an Bedeutung. Laut dem Marktforschungsunternehmen Forrester Research würden 15 Prozent der europäischen Banken den digitalen Fortschritt verpassen und in Zukunft nicht mehr wettbewerbsfähig sein. 2023 werden die Unterschiede zwischen den Digitalpionieren und ihren weniger agilen Wettbewerbern noch deutlicher werden.    

ESG-Kriterien erhalten Einzug in das Kreditwesen

Der politische und gesellschaftliche Druck auf die Finanzindustrie, nachhaltige Produkte zu lancieren, nimmt zu. ESG-Kriterien erhalten auch Einzug in das Kreditwesen. So arbeiten Finanzinstitute mit Hochdruck an Kriterienkatalogen, Scoring- und Pricing-Verfahren für nachhaltige Kredite im Sinne der EU-Taxonomie. Nachhaltigkeits-KPIs werden künftig auch einen größeren Einfluss auf die Kreditkonditionen haben. „Für das Jahr 2023 erwarten wir, dass mehr Finanzinstitute ESG-Kriterien in ihre Kreditvergabeprozesse aufnehmen”, sagt Patrick Stäuble. „Deshalb stellen wir nun auch im Rahmen unserer Software-as-a-Service-Angebote ein ESG-Modul bereit, mit dem Banken Nachhaltigkeitskriterien in ihre Standardprozesse integrieren können.”

Über die Teylor AG

Teylor ist das Schweizer Technologieunternehmen hinter der Teylor-Plattform. Die Softwaremodule der Plattform ermöglichen es Finanzinstituten, digitale Kreditprodukte zu entwickeln, vermarkten und skalieren. Dabei orientiert sich Teylor an den Bedürfnissen des Kunden: So lassen sich die Softwaremodule gemäß den Anforderungen jedes Finanzinstituts und Kreditprodukts anpassen. Kreditgeber können einzelne Module in bestehende Prozesse und Technologien integrieren oder von Grund auf komplett neue digitale Prozesse entwerfen. Banken in ganz Europa nutzen Teylors Software, um Kreditprozesse zu automatisieren, Produkte zu digitalisieren und Prozesskosten zu reduzieren. Zudem erhalten kleine und mittlere Unternehmen über die Plattform schnellen und bequemen Zugang zu Kapital, unter anderem von Teylors eigenem Private Debt Fonds. Teylor wurde 2018 in Zürich von Patrick Stäuble gegründet.
www.teylor.de

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