
Passwork gewinnt SourceForge Top Performer Award Sommer 2026
Passwork hat sich über die SourceForge-Anerkennung hinaus eine Reihe unabhängiger Auszeichnungen erarbeitet, darunter "Best Customer Support" von Software Advice und "Best Ease of Use" von Capterra. Beide basieren ebenfalls auf echtem Kundenfeedback.
Was Kunden über Passwork sagen
Flexible, rollenbasierte Berechtigungen sind für IT-Administratoren, die den Zugriff über mehrere Teams hinweg verwalten, ein zentrales Anliegen:
"Einer der größten Vorteile ist die flexible Berechtigungsstruktur. Durch die Zuweisung von Rollen an einzelne Nutzer konnten wir ein übersichtliches, transparentes Zugriffsmodell aufbauen, bei dem Mitarbeiter nur die für ihre Aufgaben relevanten Passwörter sehen." — IT-Administrator
Ein reibungsloser Wechsel von veralteten Tools ist für Teams entscheidend, die von Tabellen oder anderen Passwort-Managern umsteigen:
"Unser kleines Unternehmen wollte von KeePass zu einer Lösung mit nativer Browser-Erweiterung und zentraler Verwaltung wechseln. Ich habe Testversionen von selbst gehostetem Bitwarden, KeePass Hub und Passwork evaluiert. Passwork bot insgesamt die beste Erfahrung und den besten Preis." — Systemadministrator
Enterprise-taugliche Governance, einschließlich Active-Directory-Integration, ist für Organisationen mit wachsendem Zugriffsmanagement ausschlaggebend:
"Die selbst gehostete Option gibt uns Sicherheit hinsichtlich der Datensouveränität, und die granularen Zugriffskontrollen ermöglichen eine präzise Verwaltung der Berechtigungen. Die Integration mit Active Directory funktioniert nahtlos und spart viel administrativen Aufwand." — CEO
Über die Auszeichnung
SourceForge ist das weltweit größte B2B-Verzeichnis für Softwarebewertungen und -vergleiche, mit knapp 20 Millionen monatlichen Nutzern. Das Top Performer-Siegel wird viermal jährlich (Frühling, Sommer, Herbst, Winter) an Produkte vergeben, die unter mehr als 100.000 auf der Plattform gelisteten Lösungen zu den besten 10 Prozent zählen. Das Ranking basiert ausschließlich auf Umfang, Aktualität und Bewertung verifizierter Rezensionen, ohne redaktionellen Einfluss.
"Die wiederholte Auszeichnung durch SourceForge spiegelt das anhaltende Vertrauen der Fachleute wider, die sich im Arbeitsalltag auf Passwork verlassen. Verifiziertes Kundenfeedback ist das glaubwürdigste Maß für den tatsächlichen Wert eines Produkts, und wir nehmen es sehr ernst." — Alex Muntyan, CEO von Passwork
Passwork erreicht auf SourceForge eine Gesamtbewertung von 4,9 von 5 Sternen, mit Einzelwerten von 4,7 für Benutzerfreundlichkeit, 4,4 für Funktionsumfang, 4,7 für Design und 5,0 für Support. Alle Bewertungen sind einsehbar unter Sourceforge.net.
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
Passwork Europe SL.
Carrer d’Arago, 208, 2-5
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Telefon: +34613704284
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NIS2: Drei Fristen, die Ihr Compliance-Team diesen Sommer nicht verpassen darf
Die fünf wichtigsten Entwicklungen im Überblick.
1. EU-Kommission klagt vier Mitgliedstaaten wegen NIS2-Verzögerungen
Am 8. Juli 2026 hat die Europäische Kommission Irland, Spanien, Frankreich und die Niederlande beim Gerichtshof der Europäischen Union wegen unvollständiger Umsetzung der NIS2-Richtlinie verklagt. Die Klagen enthalten Anträge auf finanzielle Sanktionen: eine Pauschalzahlung zuzüglich täglicher Strafzahlungen, die so lange anfallen, bis jedes Land die vollständige Umsetzung bei der Kommission notifiziert.
Die Umsetzungsfrist war der 17. Oktober 2024. Die Klage ist die dritte und letzte Stufe des EU-Vertragsverletzungsverfahrens. Förmliche Mahnschreiben wurden im November 2024 versandt, mit Gründen versehene Stellungnahmen im Mai 2025.
Die praktische Konsequenz für betroffene Organisationen: Die Gerichtsverfahren laufen parallel zu den bestehenden NIS2-Verpflichtungen. Die Anforderungen sind seit Oktober 2024 verbindlich. Die Verfahren erhöhen den finanziellen Druck auf die Regierungen und verkürzen den Zeitrahmen für Unternehmen, die noch auf nationale Gesetzgebung warten.
Für Organisationen mit Tochtergesellschaften oder Lieferanten in Irland, Spanien oder Frankreich ist dies auch ein Signal für das Lieferkettenrisiko. Die Compliance-Lage Ihrer Geschäftspartner ist nun eine aufsichtsrechtliche Frage, nicht mehr nur eine vertragliche.
2. Deutschland: Das BSI prüft jetzt aktiv
Das BSI ist am 6. März 2026 in die aktive Aufsichtsphase eingetreten. Wie SecurityToday.de in seiner Analyse vom 16. Juni festhält, hat sich die entscheidende Frage verschoben: nicht mehr ob eine Einrichtung registriert ist, sondern ob die gemeldeten Sicherheitsmaßnahmen einer Prüfung standhalten.
Von den rund 29.500 Einrichtungen im Anwendungsbereich hatten bis zum 2. April lediglich 15.477 die Registrierung abgeschlossen. Das BSI hat daraufhin die betroffenen Branchenverbände informiert, dass ausstehende Registrierungen bis zum 31. Juli 2026 nachzuholen sind — dem Datum, das das BSI selbst als nächsten Aktualisierungstermin der Registrierungsstatistik ausgewiesen hat. Eine formelle Verlängerung der gesetzlichen Frist ist das nicht. Die Compliance-Pflichten gelten seit dem 6. Dezember 2025, unabhängig vom Registrierungsstatus.
Was die aktive Aufsicht in der Praxis bedeutet: Das BSI kann proaktiv Nachweise über Sicherheitsmaßnahmen anfordern, ohne auf einen Vorfall warten zu müssen. Vor-Ort- und Fernprüfungen sind zulässig. Bußgelder für wesentliche Einrichtungen betragen bis zu 10 Millionen Euro oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Mitglieder von Leitungsorganen haften persönlich und können vorübergehend von der Ausübung ihrer Führungsfunktionen ausgeschlossen werden.
Für Nachzügler gilt eine klare Prioritätenreihenfolge: zuerst registrieren, dann dokumentierte Nachweise über Maßnahmen erbringen. Tritt ein meldepflichtiger Vorfall ein, bevor Maßnahmen nachweislich vorhanden sind, wirkt eine versäumte Registrierung erschwerend.
3. Niederlande: Cyberbeveiligingswet tritt am 15. August in Kraft
Am 7. Juli 2026 hat der niederländische Senat das Cyberbeveiligingswet, die niederländische Umsetzung der NIS2-Richtlinie, sowie das Gesetz zur Resilienz kritischer Einrichtungen (Wwke) verabschiedet. Beide Gesetze treten am 15. August 2026 in Kraft.
Mehr als 8.000 Organisationen fallen in den Anwendungsbereich: Ministerien, Kommunen, Wasserverbände, Provinzen und interkommunale Partnerschaften. Ab dem 15. August müssen sie sich beim NCSC über das Entitätenregister registrieren, risikobasierte Sicherheitsmaßnahmen einschließlich Lieferkettenabhängigkeiten umsetzen, schwerwiegende Cybersicherheitsvorfälle innerhalb der gesetzlichen Fristen melden und eine Cybersicherheitsaufsicht auf Vorstandsebene sicherstellen.
Das Gesetz führt eine Direktorenhaftung ein. Aufsichtsbehörden können verbindliche Anweisungen erteilen, Inspektionen durchführen und Direktoren bei Bedarf abberufen. Das NCSC empfiehlt, die Registrierung vor dem 15. August zu beginnen, um Engpässe zu vermeiden.
Ein Hinweis zur zeitlichen Abfolge: Der niederländische Senat verabschiedete das Gesetz einen Tag vor Einreichung der EU-Klage gegen die Niederlande. Die täglichen Strafzahlungen enden, sobald die förmliche Notifizierung der Umsetzung bei der Kommission eingeht.
4. Neues EU-Referenzdokument: NIS2 im Mapping mit ISO 27001 und NIST CSF 2.0
Das im Juni 2026 veröffentlichte Referenzdokument der NIS-Kooperationsgruppe zu Sicherheitsmaßnahmen ist die bisher konkreteste EU-weite Orientierungshilfe zur NIS2-Compliance. Es ordnet die Verpflichtungen aus NIS2 Artikel 21 und der Durchführungsverordnung 2024/2690 den folgenden Rahmenwerken zu: ISO/IEC 27001, NIST Cybersecurity Framework 2.0, IEC 62443 sowie nationalen Rahmenwerken einschließlich CyFun.
Für Compliance-Teams, die bereits nach ISO 27001 oder NIST CSF 2.0 arbeiten, beantwortet das Dokument eine seit zwei Jahren offene Frage: Wie genau lassen sich bestehende Kontrollen auf NIS2-Anforderungen abbilden?
Das Mapping ist besonders nützlich für Organisationen, die in mehreren Mitgliedstaaten tätig sind. Statt separate Gap-Analysen pro Jurisdiktion zu pflegen, können Teams das Referenzdokument als gemeinsame Grundlage nutzen und nationale Abweichungen darauf aufbauen. Zugangssteuerung, Authentifizierung und Privileged Access Management sind explizit in den abgebildeten Zielen enthalten, Bereiche, die BSI und andere Aufsichtsbehörden direkt prüfen werden.
5. ENISA NIS360 2026: Sieben Sektoren in der Risikozone
Der ENISA NIS360 2026-Bericht hat den Weltraumsektor in die höchste Kritikalitätsstufe eingestuft, gemeinsam mit dem Bankwesen, der Stromversorgung und der Luftfahrt. Operativ bedeutsamer ist jedoch: Sieben Sektoren verbleiben in der Risikozone, in der die Cybersicherheitsreife hinter den Anforderungen ihrer Kritikalität zurückbleibt.
Diese sieben Sektoren sind: Gesundheitswesen, Eisenbahn, Seeschifffahrt, IKT-Dienstemanagement, Weltraum, öffentliche Verwaltung sowie Trink- und Abwasserwirtschaft. Aufsichtsbehörden nutzen die NIS360-Daten zur Priorisierung ihrer Prüfkalender. Organisationen in diesen Sektoren sollten im zweiten Halbjahr 2026 mit verstärkter Aufsichtstätigkeit rechnen.
Die ENISA-Studie NIS Investments 2025 ergab, dass 70 % der befragten Organisationen die Einhaltung von NIS2, DORA und CRA als wichtigsten Treiber ihrer Cybersicherheitsausgaben nannten, ein Wert, der mit dem Übergang der Aufsichtsbehörden von der Registrierung zur aktiven Prüfung weiter steigen wird.
Handlungsbedarf vor September
Der 31. Juli und der 15. August sind keine abstrakten Termine mehr. Wer in Deutschland noch nicht registriert ist oder in den Niederlanden unter das Cyberbeveiligingswet fällt, muss jetzt handeln.
Passwork verfolgt NIS2-Entwicklungen kontinuierlich und veröffentlicht monatliche Enforcement-Updates, damit Ihre Teams auf neue Anforderungen vorbereitet sind, bevor Aufsichtsbehörden aktiv werden.
Den vollständigen NIS2-Enforcement-Update für Juni und Juli 2026 lesen Sie im Passwork Blog, inklusive Vertragsverletzungs-Fallnummern, dem britischen Cyber Security and Resilience Bill und dem EU-Aktionsplan zu Cybersicherheit und KI: NIS2 Compliance: Aktuelle Entwicklungen Juni/Juli 2026
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
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On-Premises vs. Cloud-Passwort-Manager: Was EU-CISOs 2026 wissen müssen
Die falsche Architektur zu wählen bedeutet nicht nur operationale Reibung: Es kann Ihr Unternehmen auf die falsche Seite der DSGVO-Durchsetzung bringen. Laut dem Verizon 2026 Data Breach Investigations Report hatten 50 % der Ransomware-Opfer innerhalb von 95 Tagen vor dem Angriff ein Credential- oder Infostealer-Ereignis . Credential-Sicherheit ist Infrastruktursicherheit. Das gewählte Bereitstellungsmodell bestimmt, wer diese Infrastruktur kontrolliert.
Das Compliance-Schlachtfeld: Datenspeicherort vs. Datensouveränität
Datenspeicherort (Data Residency) und Datensouveränität (Data Sovereignty) sind nicht dasselbe, und ihre Verwechslung ist einer der häufigsten Fehler bei der Unternehmensbeschaffung.
Data Residency definiert, wo Ihre Daten physisch gespeichert sind. Data Sovereignty definiert, welches Rechtssystem sie regelt. Ein Cloud-Anbieter kann Ihren Vault auf EU-Servern hosten und dabei vollständig dem Recht seines Heimatlandes unterliegen. In dieser Lücke liegt das Compliance-Risiko.
Der US CLOUD Act (2018) ist das deutlichste Beispiel. Er erlaubt US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden, US-amerikanische Anbieter zu zwingen, Daten herauszugeben, die weltweit gespeichert sind, einschließlich EU-Rechenzentren.
Nicht-US-amerikanische Anbieter sind von vergleichbaren Rahmenwerken nicht ausgenommen: Kanada beispielsweise beteiligt sich an der Geheimdienstkooperation im Rahmen der Five Eyes, was für Organisationen mit strengen Souveränitätsanforderungen eigene grenzüberschreitende Rechtsrisiken birgt.
DSGVO-Artikel 48 besagt, dass eine ausländische Gerichtsentscheidung allein keine gültige Rechtsgrundlage für die Übermittlung personenbezogener Daten aus der EU darstellt. Diese Einschränkung gilt für Ihre Organisation als Verantwortliche.
Eine ausländische Regierung kann einen Nicht-EU-Anbieter zur Herausgabe verpflichten. Ihre DSGVO-Pflichten ändern daran nichts.
On-Premises-Bereitstellung löst dieses Problem strukturell. Wenn Credential-Daten Ihre Infrastruktur nie verlassen, gilt ausschließlich die Jurisdiktion Ihrer Server: vorhersehbar, prüfbar, unter Ihrer Kontrolle.
Passwork ist als selbst gehostete Lösung verfügbar, mit vollständiger Kontrolle über Ihre Daten und Infrastruktur, bereitgestellt innerhalb Ihres eigenen Netzwerkperimeters ohne Abhängigkeit von externen Diensten. Bereitstellungsoptionen erkunden
NIS2 und das Management von Lieferkettenrisiken
NIS2-Artikel 21 stellt Ihre IKT-Dienstleister direkt in Ihr Risikoregister. Ein Cloud-basierter Passwort-Manager ist ein IKT-Dienstleister: Ihre Organisation bewertet dessen Sicherheitslage und trägt die Konsequenzen.
Wenn eine Datenpanne beim Anbieter Ihre Zugangsdaten offenlegt, laufen NIS2-Meldepflichten auf Ihrer Seite an: erste Benachrichtigung innerhalb von 24 Stunden, detaillierter Bericht innerhalb von 72 Stunden. Diese Uhr läuft unabhängig davon, wo die Panne entstanden ist.
Bei selbst gehosteter Bereitstellung ist die Angriffsfläche Ihre eigene Infrastruktur. Lieferkettenrisikobewertungen werden einfacher, wenn die Credential-Speicherung intern liegt. Kein Drittanbieter, dessen Sicherheitslage Sie dauerhaft überwachen müssen.
Kryptografische Kontrolle und die Post-Quanten-Zukunft
Ab 2027 zertifiziert ANSSI keine Sicherheitsprodukte mehr ohne quantenresistente Verschlüsselung. Für EU-Beschaffungsteams stellt sich damit eine konkrete Folgefrage: Wer kontrolliert, wann und wie der Übergang zu Post-Quanten-Kryptografie (PQC) stattfindet?
Bei einem Cloud-basierten Passwort-Manager liegt die Kontrolle beim Anbieter:
- Migrationszeitplan wird vom Anbieter bestimmt
- Algorithmenauswahl trifft der Anbieter
- Schlüsselmigration läuft über geteilte Multi-Tenant-Infrastruktur
Bei einer selbst gehosteten Bereitstellung mit Zero-Knowledge-Verschlüsselung liegt die Kontrolle bei Ihrer Organisation:
- Kryptografische Updates werden nach Ihrem eigenen Zeitplan eingespielt
- NIST-standardisierte PQC-Algorithmen wählt Ihr Team aus
- Schlüsselmigration findet vollständig innerhalb Ihres Netzwerkperimeters statt
Für Organisationen, die sich auf die ANSSI-Zertifizierung oder EU-Beschaffung vorbereiten, ist die Kontrolle über diese drei Parameter eine harte Anforderung.
Erfahren Sie, wie Passwork das Verschlüsselungsschlüssel-Management und die Audit-Protokollierung innerhalb Ihrer eigenen Infrastruktur handhabt. Technischen Leitfaden lesen
Gesamtbetriebskosten und Bereitstellungsrealitäten
Lizenzgebühren sind der sichtbare Kostenposten. DSGVO-Artikel 83 erlaubt Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes bei Verstößen gegen Artikel 32. Im April 2026 verhängte die italienische Garante gegen Ambrosetti 85.000 Euro — konkret für Klartext-Passwörter und MD5-Hashing. Datenschutzbehörden prüfen jetzt die kryptografische Implementierung, nicht nur Meldefristen.
On-Premises bringt realen Infrastrukturaufwand mit sich:
- Server-Bereitstellung und Patching
- Interne Betriebsverantwortung
- Höhere Anfangsinvestitionskosten ohne bestehende Infrastruktur
Für Organisationen in regulierten Sektoren (Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, kritische Infrastruktur, öffentlicher Sektor) sind die Grenzkosten für einen selbst gehosteten Credential-Vault gering. Was DSGVO-, NIS2- und DORA-Prüfungen als Nachweis verlangen, liefert On-Premises direkt:
- Kontrolle über die Verschlüsselungsschicht
- Vollständige Audit-Protokolle
- Definierte Jurisdiktionsgrenzen
Das richtige Bereitstellungsmodell wählen
Die richtige Wahl hängt davon ab, wo Ihr Compliance-Perimeter endet.
Wählen Sie einen Cloud-basierten Passwort-Manager, wenn:
- Ihr Team global verteilt und cloud-nativ ist
- Entwicklererfahrung und plattformübergreifende Benutzerfreundlichkeit Vorrang vor der Compliance-Architektur haben
- Ihre regulatorische Umgebung keine strenge Datensouveränität erfordert
- Sie eine tiefe Integration mit einem modernen Cloud-Identity-Stack benötigen
Wählen Sie einen On-Premises-Passwort-Manager, wenn:
- Ihre Organisation der DSGVO, NIS2 oder DORA unterliegt und Datensouveränität nachweisen muss
- Sie in kritischer Infrastruktur, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen oder dem öffentlichen Sektor tätig sind
- Sie eine AD/LDAP-native Integration in einer bestehenden On-Premises-Identity-Umgebung benötigen
- Sie sich auf die ANSSI-Zertifizierung oder die Beschaffung im EU-öffentlichen Sektor vorbereiten
- Ihr Sicherheitsteam vollständige Kontrolle über die Verschlüsselungsschicht, Audit-Protokolle und Schlüsselmanagement benötigt
Für europäische Unternehmen in regulierten Sektoren ist die Architektur, die alle fünf dieser Kriterien erfüllt, selbst gehostet, On-Premises und jurisdiktionell eindeutig.
Compliance-Anforderungen bestimmen die Architektur
Kann Ihr Team die Audit-Nachweise liefern, die ein Regulierer tatsächlich akzeptiert? Selbst gehostete Bereitstellungen geben Ihrer Organisation direkte Kontrolle über Datenjurisdiktion, kryptografische Implementierung und den Audit-Pfad. Für Organisationen unter DSGVO, NIS2 oder DORA ist das der entscheidende Faktor.
Für einen tieferen Einblick in die architektonischen und rechtlichen Unterschiede lesen Sie den umfassenden Leitfaden: Europäischer Passwort-Manager-Hosting: Cloud vs. On-Premises Leitfaden
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
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7 Shadow-IT-Risiken im Jahr 2026 & wie Credential Management sie löst
Eine Gartner-Umfrage unter 302 Cybersecurity-Verantwortlichen (März bis Mai 2025) ergab, dass 69 % der Organisationen den Einsatz verbotener öffentlicher GenAI-Tools durch Mitarbeitende entweder vermuten oder bereits bestätigt haben. Gartner prognostiziert, dass bis 2030 mehr als 40 % der Unternehmen einen Sicherheits- oder Compliance-Vorfall erleben werden, der auf nicht autorisierten Shadow-AI-Einsatz zurückzuführen ist.
Von SaaS-Wildwuchs zu Shadow AI: Was sich verändert hat
Vor fünf Jahren bedeutete Shadow IT, dass ein Vertriebsteam ein nicht genehmigtes CRM nutzte oder ein Entwickler einen privaten AWS-Account aufsetzte. Das Risiko lag in der Datenspeicherung außerhalb des Unternehmensperimeters. Lästig, aber beherrschbar.
Die Variante von 2026 unterscheidet sich grundlegend, und zwar nicht nur im Ausmaß. Large-Language-Model-Sitzungen verarbeiten heute proprietären Quellcode. KI-Agenten authentifizieren sich über delegierte OAuth-Berechtigungen gegen Unternehmenssysteme und behalten diesen Zugriff auf unbestimmte Zeit. Die Daten werden nicht mehr nur außerhalb des Perimeters gespeichert, sondern von einer Drittanbieter-Infrastruktur analysiert, zusammengefasst und möglicherweise protokolliert, die Ihr Sicherheitsteam niemals geprüft hat.
Verbote funktionieren nicht. Mitarbeitende verstecken die Tools nur sorgfältiger. Der einzig gangbare Weg besteht darin, den genehmigten Pfad einfacher zu gestalten als den Shadow-IT-Pfad und Transparenz über jede Zugangsberechtigung herzustellen, die Ihre Infrastruktur berührt.
Die 7 Shadow-IT-Risiken, mit denen Ihre Organisation heute konfrontiert ist
1. Der KI-Datenmultiplikator
Klassisches Shadow IT speicherte Daten an nicht autorisierten Orten. Shadow AI tut etwas Gefährlicheres: Es verarbeitet Daten. Wenn ein Mitarbeitender ein Datenbankschema in ein öffentliches LLM einfügt oder einen KI-Coding-Assistenten mit einem privaten Repository verbindet, können diese Daten für das Modelltraining verwendet, in Session-Logs gespeichert oder an Unterauftragsverarbeiter weitergeleitet werden, die Ihre Rechtsabteilung niemals geprüft hat. Die Angriffsfläche ist keine Datei in einem privaten Cloud-Ordner, sondern eine aktive Datenpipeline ohne Audit-Trail auf Ihrer Seite.
2. Credential-Exposition und Passwort-Wiederverwendung
Kostenlose KI-Tools und SaaS-Anwendungen sind ein bevorzugtes Ziel für Infostealer-Malware. Wenn Mitarbeitende sich bei diesen Diensten mit ihrer geschäftlichen E-Mail-Adresse registrieren und Passwörter aus internen Systemen wiederverwenden, wird ein Sicherheitsvorfall bei einer unbekannten Produktivitäts-App zum direkten Angriffsvektor in Ihre Infrastruktur. Passwort-Wiederverwendung über genehmigte und nicht genehmigte Dienste hinweg gehört zu den konstantesten Befunden in der Post-Incident-Forensik, zugleich aber zu den am einfachsten vermeidbaren.
3. Das Problem verwaister Konten (Orphaned Accounts)
Wenn ein Mitarbeitender das Unternehmen verlässt, entzieht Ihre IT-Abteilung den Zugriff auf alle Systeme, die ihr bekannt sind. Der entscheidende Satz ist: „die ihr bekannt sind." Shadow-Accounts (eigenständig erstellt, nie im IAM-System erfasst) überleben das Offboarding unberührt. Ehemalige Mitarbeitende behalten Zugriff auf Tools, die Unternehmensdaten enthalten, manchmal über Monate hinweg. Sie werden dies erst bemerken, wenn etwas schiefläuft.
4. Persistente OAuth-Berechtigungen für KI-Agenten
Dies ist das Risiko, das die meisten Organisationen noch nicht im Blick haben. Wenn ein Nutzer einen KI-Agenten autorisiert, sich über OAuth mit Slack, GitHub oder Google Drive zu verbinden, bleibt diese Berechtigung nach dem Ende der Sitzung bestehen: nach dem Abmelden des Nutzers und häufig auch nach der Deaktivierung des Unternehmenskontos. Der Agent behält Lese- und Schreibzugriff auf Produktivsysteme. Es gibt keinen automatischen Ablauf. Es gibt kein zentrales Register. Und es gibt keinen Widerrufsprozess, solange niemand gezielt danach sucht.
5. Verstöße gegen Art. 28 DSGVO
Gemäß Art. 28 DSGVO muss jeder Dritte, der personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet, durch einen unterzeichneten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abgedeckt sein. Die Nutzung eines SaaS-Tools oder KI-Dienstes ohne AVV ist keine Grauzone, sondern ein direkter Verstoß, unabhängig davon, ob ein Datenschutzvorfall eintritt. Shadow IT macht eine systematische AVV-Abdeckung strukturell unmöglich, da die genutzten Tools per Definition der Compliance-Funktion unbekannt sind.
6. NIS2-Blindstellen in der Lieferkette
§30 BSIG verpflichtet wesentliche und wichtige Einrichtungen dazu, Cybersicherheitsrisiken in ihren Lieferketten zu managen, einschließlich IKT-Drittanbieter. Ein nicht erfasstes SaaS-Tool ist eine nicht bewertete Drittanbieter-Abhängigkeit. Wird dieses Tool kompromittiert und breitet sich der Vorfall auf Ihre Systeme aus, stehen Sie nicht nur vor dem Sicherheitsvorfall selbst, sondern auch vor einem Compliance-Versagen, weil Sie nicht nachweisen können, dass Sie das Risiko eines Anbieters bewertet haben, von dessen Nutzung Sie nichts wussten.
7. DORA-Nichteinhaltung für Finanzunternehmen
Die Verordnung über die digitale operationale Resilienz (DORA), die seit Januar 2025 für EU-Finanzunternehmen gilt, verpflichtet Organisationen zur Führung eines vollständigen Registers aller IKT-Drittanbieter. Shadow IT macht dieses Register per Definition unvollständig. Bei einer Aufsichtsprüfung oder Vorfallsuntersuchung werden Lücken im IKT-Register nicht als administrative Versäumnisse behandelt, sondern als Kontrollversagen gewertet.
Wie Credential Management Shadow IT beherrschbar macht
Der erste Impuls ist, nicht genehmigte Tools auf Netzwerkebene zu sperren. Das ist verständlich, aber nahezu wirkungslos. Mitarbeitende umgehen Einschränkungen über private Geräte, mobile Hotspots und Browser-Erweiterungen. Die Tools verschwinden im Verborgenen; das Risiko wird lediglich unsichtbar.
Die produktivere Frage lautet: Warum greifen Mitarbeitende überhaupt zu Shadow-Tools? Meistens, weil die genehmigte Alternative langsamer, schwerer zugänglich ist oder ein Ticket-System erfordert. Die Lösung liegt in der Reduzierung von Reibung auf dem legitimen Weg, kombiniert mit Transparenz darüber, was tatsächlich genutzt wird.
Credential Management ist der praktische Mechanismus für beides. Ein zentralisierter Vault mit rollenbasierter Zugriffskontrolle (RBAC) verändert den Workflow an drei Punkten:
- Zugriffsanfragen laufen über den Vault statt über eigenständige Registrierungen. Mitarbeitende, die ein neues Tool benötigen, beantragen den Zugriff zentral: Das IT-Team sieht die Anfrage, bewertet das Tool und erteilt den Zugriff oder lehnt ihn mit einer dokumentierten Begründung ab.
- Laufende Transparenz entsteht als Nebeneffekt des normalen Betriebs. Das Vault-Inventar wird zum Tool-Inventar, ohne separates Audit.
- Offboarding wird zu einer einzigen Aktion. Der Entzug des Vault-Zugriffs unterbricht den Zugriff auf alle Tools gleichzeitig, einschließlich Tools, die zuvor Shadow IT waren und inzwischen in das verwaltete Inventar überführt wurden.
Die Self-Hosted-Architektur von Passwork stellt sicher, dass Zugangsdaten die eigene Infrastruktur nie verlassen, was unmittelbare Relevanz für Art. 28 DSGVO und die Anforderungen von NIS2 an das Lieferkettenmanagement hat.
Shadow IT ist ein Identitätsproblem
Jedes Shadow-IT-Risiko auf dieser Liste lässt sich auf dieselbe Grundursache zurückführen: Zugangsdaten und Zugriffsberechtigungen, die außerhalb Ihrer Sichtbarkeit existieren. Ein KI-Agent mit einem persistenten OAuth-Token ist eine Identität, die Ihr IAM-System nicht kennt. Ein verwaistes Konto ist eine Identität, die Ihr Offboarding-Prozess übersehen hat. Ein wiederverwendetes Passwort ist eine Identität, die Ihre kontrollierte Umgebung mit einer unkontrollierten verbindet.
Shadow IT zu lösen erfordert nicht, jedes nicht genehmigte Tool zu sperren. Es erfordert den Aufbau eines Systems, in dem Zugangsdaten der Kontrollpunkt sind: wo Zugriff über einen verwalteten Kanal gewährt wird, wo jede Identität sichtbar ist und wo der Widerruf eine einzige Aktion ist, kein manuelles Audit.
Organisationen, die das im Jahr 2026 richtig umsetzen, werden Shadow IT nicht eliminiert haben. Sie werden es beherrschbar gemacht haben.
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
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Passwork veröffentlicht Leitfaden zur Supply-Chain-Sicherheit 2026
Das Problem ist struktureller Natur. Unternehmen kontrollieren nicht, wie Anbieter Zugangsdaten speichern, welche ihrer Mitarbeiter Zugriff auf Ihre Systeme haben oder was nach Projektabschluss mit diesem Zugang geschieht. Hinzu kommen verschärfte regulatorische Anforderungen in der EU — NIS2, DORA, aktualisierte ISO-27001-Kontrollen — und die Konsequenzen werden noch gravierender: Wenn ein Sicherheitsvorfall über einen Auftragnehmer entsteht, liegt die Haftung bei Ihnen.
Was der Leitfaden abdeckt
Der Leitfaden geht über die bloße Beschreibung von Bedrohungen hinaus. Er liefert konkrete Werkzeuge:
- Eine Risikokarte für den Anbieterzugang — welche Einstiegspunkte am stärksten gefährdet sind und warum gemeinsam genutzte Zugangsdaten der wichtigste Angriffsvektor bei Supply-Chain-Kompromittierungen bleiben.
- Regulatorischer Kontext — wie NIS2 und andere europäische Richtlinien die Verantwortlichkeit bei Vorfällen durch Dritte neu gestalten.
- Ein Zugangskontrollmodell — wie Sie Least-Privilege-Richtlinien für externe Auftragnehmer durchsetzen, ohne operative Engpässe zu erzeugen.
- Audit-Praxis — was zu protokollieren ist, damit eine Vorfallsuntersuchung nicht zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen wird.
- Eine Checkliste zur Anbieterbewertung — konkrete Fragen und Kriterien, die geprüft werden sollten, bevor einem Auftragnehmer Zugang zur Infrastruktur gewährt wird.
„Die meisten Unternehmen schützen ihren eigenen Perimeter solide. Doch beim Anbieterzugang ändert sich das Bild schnell: gemeinsame Passwörter, die per Chat verschickt werden, Konten, die nach Vertragsende nie gesperrt werden, kein Aktivitätsprotokoll. Wir haben diesen Leitfaden geschrieben, weil wir dasselbe Muster immer wieder bei unseren Kunden sehen — unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche."
— Alex Muntyan, CEO von Passwork
Der vollständige Leitfaden ist kostenlos im Passwork Blog verfügbar.
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
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Warum Team-Passwortmanagement die ultimative Lösung für KMU ist
Das Problem entsteht nicht durch Nachlässigkeit. Es entsteht durch das Fehlen eines besseren Systems.
Warum der Browser nicht ausreicht
Browser-Passwortmanager funktionieren gut für eine einzelne Person. Sobald jemand Zugriff teilen, ein Projekt übergeben oder das Unternehmen verlassen muss, bricht das Modell zusammen. Im Browser gespeicherte Passwörter sind an das Konto und Gerät einer einzelnen Person gebunden — kein Prüfpfad, keine Möglichkeit, Zugriff gezielt zu widerrufen.
Der Browser ist ein persönliches Werkzeug, das für den Teameinsatz zweckentfremdet wurde. Er wurde nie dafür gebaut.
Der blinde Fleck beim Offboarding
Die meisten Unternehmen deaktivieren beim Offboarding die E-Mail, sammeln den Laptop ein — und übersehen dabei alles andere. Lieferantenportale, Social-Media-Zugänge, Helpdesk-Tools, das Büro-WLAN: diese Passwörter landen fast nie auf der Checkliste. IBMs Cost of a Data Breach Report 2025 ergab, dass credential-basierte Datenpannen im Durchschnitt 246 Tage benötigen, um identifiziert und eingedämmt zu werden.
„Die meisten KMU merken erst dann, dass sie ein Passwortproblem haben, wenn es zu spät ist. Ein gemeinsamer, verschlüsselter Tresor mit rollenbasiertem Zugriff ist keine Frage der Größe — es ist eine Frage der Kontrolle."
— Alex Muntyan, CEO, Passwork
Mehr erfahren
Warum NIST SP 800-63B obligatorische 90-Tage-Passwort-Resets heute ausdrücklich ablehnt, wie ein 3-Fragen-Offboarding-Audit in 15 Minuten alle kritischen Zugangsdaten identifiziert und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einführung eines Team-Passwortmanagers — das alles finden Sie im vollständigen Artikel im Passwork Blog.
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
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So setzen Sie NIS2-Zugangskontrollen für die Lieferkettensicherheit um
Die vollständige Version des Originalartikels finden Sie in unserem Blog.
Warum die Sicherheit der Lieferkette kritisch geworden ist
Laut dem Verizon Data Breach Investigations Report 2026 sind Dritte an 48 % aller bestätigten Datenpannen beteiligt — ein Anstieg von 60 % gegenüber dem Vorjahr, als dieser Anteil noch bei 30 % lag. Bei dieser Entwicklung ist das Management von Lieferantenzugriffen kein aufschiebbares Risiko mehr.
Die finanziellen Folgen sind erheblich. Laut IBM Cost of a Data Breach Report 2025 belaufen sich die durchschnittlichen Kosten einer Kompromittierung der Lieferkette auf 4,91 Mio. US-Dollar; die Erkennung solcher Vorfälle dauert im Schnitt 267 Tage. Art. 21 der NIS-2-Richtlinie sowie die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2690 — im deutschen Recht umgesetzt durch § 30 BSIG (NIS2UmsuCG) — machen das Management von Lieferantenzugriffen zur Pflichtanforderung im IAM. Ihre Organisation trägt die regulatorische Verantwortung für jeden Zugangspfad, den Sie einem externen Dritten gewähren — ob VPN, API, administrative SaaS-Konsolen, CI/CD-Pipelines oder Fernwartungswerkzeuge.
Fünf wesentliche Zugriffskontrollen
Sobald ein Lieferant über Fernzugriff oder privilegierten Zugang verfügt, wird NIS-2-Konformität zu einer Frage der Identitätskontrolle. § 30 Abs. 2 BSIG nennt zehn Mindestmaßnahmen — fünf davon betreffen den Lieferantenzugriff unmittelbar: rollenbasierte Zugriffskontrolle, Mehrfaktorauthentifizierung, Privileged Access Management, Audit-Protokollierung und automatischer Zugriffsentzug.
1. Rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC)
Gemeinsam genutzte Lieferantenkonten sind abzuschaffen. Jeder Mitarbeiter eines Lieferanten erhält ein namentliches, personenbezogenes Konto, das an seinen konkreten Auftrag gebunden ist. Gemeinsam genutzte Konten vom Typ „vendor" machen eine Zurechenbarkeit im Falle eines Vorfalls unmöglich — diese ist jedoch für die Einhaltung der 24-Stunden-Frühwarnpflicht nach Art. 23 NIS-2-Richtlinie (§ 32 BSIG) zwingend erforderlich.
2. MFA der Stufe 1 für privilegierten Zugriff
Die ENISA-Leitlinien 2025 klassifizieren die Mehrfaktorauthentifizierung in drei Stufen. Für jeden Lieferanten mit administrativem Zugriff ist ausschließlich Stufe 1 (FIDO2, WebAuthn, Hardware-Sicherheitsschlüssel) akzeptabel. SMS-OTP ist für die schrittweise Abschaffung vorgesehen und erfüllt die Mindestanforderungen nicht.
3. Privileged Access Management (PAM)
Der Just-in-time-Zugang (JIT) ist das richtige Modell für externe Support-Teams. Erhöhte Berechtigungen werden für eine definierte Sitzung gewährt, protokolliert und nach deren Abschluss automatisch entzogen. Für gemeinsam genutzte Zugangsdaten ist ein Tresor mit rollenbasierten Berechtigungen einzusetzen.
4. Unveränderliche Audit-Protokolle
32 BSIG (Art. 23 NIS-2-Richtlinie) legt strenge Meldefristen fest: 24-Stunden-Frühwarnung, 72-Stunden-Meldung und Abschlussbericht innerhalb eines Monats. Diese Fristen ohne manipulationssichere Audit-Protokolle einzuhalten ist nicht realistisch. Die Protokolle müssen vor unbefugtem Zugriff und Veränderung geschützt sein.
5. Automatischer Entzug von Zugangsdaten
Der Lieferantenzugriff muss direkt mit den Ereignissen im Vertragslebenszyklus verknüpft sein. Bei Vertragsablauf muss der Zugriffsentzug unverzüglich und automatisiert erfolgen.
Lieferanten-Zugriffskontrolldatensatz (Supplier Access Control Record)
Dies ist ein operativer Datensatz, der die Lieferantenbeziehung mit konkreten Zugriffsrechten und dem Nachweis ihrer Kontrolle verknüpft. Ein Datensatz pro Lieferant bildet die Einheit der Rechenschaftspflicht. Der Datensatz muss folgende Fragen beantworten: Wer hat Zugriff, worauf, über welchen Zugangspfad, mit welcher Authentifizierungsmethode und wer hat dies genehmigt?
7-Punkte-Checkliste: Bestandsaufnahme des Lieferantenzugriffs
Beginnen Sie mit einer vollständigen Bestandsaufnahme aller Lieferanten. Erfassen Sie alle externen Verbindungen (VPN, API, SaaS usw.) und identifizieren Sie die jeweilige Authentifizierungsmethode sowie die Berechtigungsstufe. Verwenden Sie dabei folgende Prüfliste:
- Jedes Lieferantenkonto ist namentlich und personenbezogen.
- Die MFA-Stufe entspricht der Sensitivität des Zugriffs.
- Alle Konten werden mit automatischem Entzug bereitgestellt.
- Verträge enthalten Anforderungen an namentliche Konten, MFA, 24-Stunden-Vorfallmeldung und Prüfrechte.
- PAM deckt alle privilegierten Lieferantensitzungen ab.
- API-Token unterliegen definierten Rotationsplänen.
- Die Häufigkeit von Zugriffsüberprüfungen ist dokumentiert.
Die Kosten der Nichteinhaltung: Bußgelder und Haftung
Besonders wichtige Einrichtungen (§ 28 Abs. 1 BSIG) riskieren Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes. Für wichtige Einrichtungen (§ 28 Abs. 2 BSIG) beträgt der Rahmen bis zu 7 Millionen Euro oder 1,4 % des Umsatzes.
Darüber hinaus begründet § 38 BSIG (Art. 20 NIS-2-Richtlinie) die persönliche Haftung von Leitungsorganen. Führungskräfte können mit einem vorübergehenden Verbot der Ausübung von Leitungsaufgaben belegt werden, wenn ihrer Organisation grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen wird. Die Pflicht, Risikomanagementmaßnahmen zu genehmigen und deren Umsetzung zu überwachen, liegt bei der Geschäftsleitung.
Die Umsetzung der NIS-2-Zugriffskontrollen für die Sicherheit der Lieferkette erfordert einen systematischen Ansatz: von der Erfassung jedes Lieferanten bis hin zur Automatisierung der Zugriffsentzugsprozesse. Unternehmen müssen proaktiv handeln, um ihre Assets zu schützen und schwerwiegende regulatorische Sanktionen nach NIS2UmsuCG zu vermeiden.
Ausführliche Informationen und eine detaillierte Beschreibung jedes Umsetzungsschritts finden Sie in der vollständigen Version des Artikels in unserem Blog.
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
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Secrets Sprawl 2026: Wie KI-gestützte Entwicklung einen Rekordanstieg bei der Offenlegung von Unternehmens-Zugangsdaten befeuert
Der Anstieg spiegelt keine individuellen Fehler wider, sondern einen grundlegenden Wandel hin zu schnelleren, KI-gestützten Entwicklungs-Workflows.
Das Ausmaß des Problems: 28 Millionen Secrets und mehr
Seit 2021 sind geleakte Secrets auf öffentlichem GitHub um 152 % gewachsen, während die Entwicklerpopulation um 98 % zunahm. Die Lücke weitet sich aus. Im Jahr 2025 stieg die Anzahl der Repositories, die mindestens ein hardcodiertes Secret enthalten, um fast 40 % gegenüber dem Vorjahr — auf über 4 Millionen öffentliche Repositories.
Eine Kennzahl blieb stabil: Secrets pro Repository. GitHubs Push Protection scheint die Leak-Dichte zu reduzieren, kann aber das Volumenwachstum nicht ausgleichen. Da die Commits um 42 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, führte selbst eine gleichbleibende Leak-Rate zu einer Rekordzahl an exponierten Zugangsdaten.
„Das 34-prozentige Wachstum bei geleakten Secrets ist eine Geschichte über strukturellen Wandel. KI-Tools haben es schneller gemacht, Projekte aufzusetzen, Dienste zu verbinden und Code zu generieren. Sie haben es auch schneller gemacht, unsichere Muster in großem Maßstab zu reproduzieren. Die Branche muss Credential-Management als Lifecycle-Disziplin behandeln, nicht als Bereinigungsaufgabe."
— Alex Muntyan, CEO von Passwork
KI-Infrastruktur: der dominierende Treiber der Credential-Exposition
Acht der zehn am schnellsten wachsenden geleakten Secret-Typen im Jahr 2025 sind mit KI-Diensten verknüpft. GitGuardian entdeckte 1.275.105 Secrets, die zu KI-Diensten gehören — ein Anstieg von 81 % gegenüber 2024.
Der bedeutendere Trend sind nicht die Modellanbieter selbst. LLM-Infrastruktur — die Orchestrierungs- und Speicherschicht rund um die Kernmodelle — leckt 5× schneller als die Modellanbieter. Supabase allein rangiert nun in den Top 20 der am häufigsten geleakten Secrets insgesamt, mit über 248.600 Vorkommen.
Das Muster ist konsistent: Entwickler, die KI-gestützte Anwendungen bauen, verbinden ein Modell mit einer Retrieval-Schicht, einem Orchestrierungstool, einer Vektordatenbank und einem Monitoring-Dienst. Jede Integration fügt ein neues Credential hinzu. Jedes Credential ist ein potenzieller Leak.
MCP-Konfigurationsdateien sind eine neue Leak-Angriffsfläche. Im Jahr 2025 fand GitGuardian 24.008 einzigartige Secrets in öffentlichen GitHub-MCP-Configs, von denen 8,8 % zum Zeitpunkt der Entdeckung noch gültig waren. Das Problem wird durch offizielle Setup-Anleitungen verstärkt, die oft dazu ermutigen, Zugangsdaten direkt in Konfigurationsdateien zu speichern.
Im April 2026 fand CloudSEK 32 aktive Google-API-Schlüssel in 22 Android-Apps — mit zusammen über 500 Millionen Installationen. Ein Entwickler verlor innerhalb von Stunden 15.400 USD durch unbefugte Abbuchungen; ein anderer verlor 128.000 USD, obwohl Sicherheitskontrollen vorhanden waren (Infosecurity Magazine, April 2026).
Der blinde Fleck: Interne Systeme sind 6× gefährlicher
Der folgenreichste Befund des 2026er Berichts: Interne Repositories enthalten mit 6× höherer Wahrscheinlichkeit ein hardcodiertes Secret als öffentliche — 32,2 % gegenüber 5,6 %.
Der Grund ist das Antipattern „Security through Obscurity". Teams behandeln private Repositories oft als geringeres Risiko und lassen hardcodierte Zugangsdaten mit der Absicht ansammeln, sie später zu entfernen — was selten geschieht.
Interne Repositories enthalten auch die wertvollsten Zugangsdaten: CI/CD-Tokens, Cloud-Access-Keys, Datenbank-Credentials und interne Tooling-Tokens. Das sind genau die Assets, die ein Angreifer benötigt, sobald er Fuß gefasst hat.
Kollaborationstools wie Slack, Jira und Confluence machen 28 % der internen Vorfälle aus und haben eine um 13 Prozentpunkte höhere Rate kritischer Schweregrade als codebasierte Leaks. Da Zugangsdaten dort häufig während der Incident-Response geteilt werden, entgeht dem reinen Repository-Scanning etwa ein Viertel der gesamten Exposition einer Organisation.
Drittanbieter-Auftragnehmer multiplizieren das Risiko. GitGuardian fand 1.834 kritische Vorfälle bei 13 Beratungsunternehmen, die potenziell 1.203 Kundenorganisationen betrafen. Der Red-Hat-Breach vom Oktober 2025, bei dem die Gruppe „Crimson Collective" 570 GB Daten aus 28.000 Repositories stahl, betraf rund 800 Organisationen weltweit — darunter Bank of America, IBM, Cisco, die U.S. Navy und die NSA.
„Wir sehen konsequent, dass Organisationen stark in Perimeter-Sicherheit investieren, während sie interne Repositories und Kollaborationstools als vertrauenswürdige Zonen behandeln. Die Daten von 2026 machen es deutlich: ‚Privat‘ ist keine Sicherheitskontrolle. Die wertvollsten Zugangsdaten befinden sich innen — und genau dort suchen Angreifer, sobald sie eingedrungen sind."
— Alex Muntyan, CEO von Passwork
Warum alte Methoden versagen: 64 % der 2022 geleakten Secrets sind heute noch gültig
Erkennung ohne Remediation ist keine Sicherheit — es ist Dokumentation.
GitGuardian testete Secrets erneut, die ursprünglich 2022 als gültig bestätigt wurden. Stand Januar 2026 waren 64 % noch ausnutzbar — vier Jahre nach dem ersten Leak. Die Gültigkeitsrate lag bei etwa 70 %, als derselbe Datensatz im Januar 2025 erneut getestet wurde — ein nur gradueller Rückgang trotz jahrelanger Exposition.
Rotation findet selten statt, weil Zugangsdaten tief in Repositories, CI-Pipelines, Container-Images und Integrationen eingebettet sind. Angesichts dieser Komplexität wählen Teams oft die Option, die am wenigsten wahrscheinlich etwas kaputt macht.
Ein paralleles Problem: 46 % der kritischen Secrets sind für validierungsbasierte Tools unsichtbar. Private Keys, benutzerdefinierte API-Tokens und Passwörter können nicht automatisch gegen eine Provider-API validiert werden — treiben aber 35 % der kritischen Vorfälle und 51 % der hoch-oder-kritischen Vorfälle an. Teams, die nicht validierbare Secrets nachrangig behandeln, sind systematisch genau den Bedrohungen ausgesetzt, die am meisten zählen.
Der Weg nach vorne: Von reaktiver Erkennung zu NHI-Governance
Der Wandel, den die Daten von 2026 fordern, ist kein neues Tool — es ist ein Positionswechsel: vom Verfolgen von Leaks hin zur Verwaltung von Non-Human Identities (NHI) als Lifecycle-Disziplin.
In der Praxis bedeutet das:
– Secrets in Vault-Plattformen zentralisieren. Wenn Teams Zugangsdaten von einem einzigen, zugangskontrollierten Ort abrufen können, hören sie auf, fragmentierte Speicherstrategien zu erfinden — einer der primären Treiber von Secrets Sprawl. Passworks Vault-Struktur bietet organisierte, verschlüsselte, zugangskontrollierte Speicherung für API-Schlüssel, Datenbank-Passwörter, Zertifikate, SSH-Keys und Service-Account-Credentials — deploybar innerhalb der eigenen Infrastruktur der Organisation.
– Rotation automatisieren. Wenn ein Secret existieren muss, sollte es nicht ewig bestehen. Regelmäßiger Credential-Austausch verkürzt das Zeitfenster, in dem ein Angreifer ein geleaktes Secret ausnutzen kann, und zwingt Teams dazu, Zugangsdaten als Objekte mit einem Lifecycle zu behandeln.
– Erkennung über Code hinaus ausweiten. Slack, Jira und Confluence scannen. Wer nur Repositories scannt, verpasst ein Viertel der gesamten Exposition.
– Scanning früher verlagern. Pre-Commit-Scanning und Erkennung auf Workstation-Ebene stoppen Vorfälle, bevor sie irgendwo dauerhaft landen.
– Zu identitätsbasierter Authentifizierung wechseln. Der langfristige Ausweg aus langlebigen statischen Secrets ist kurzlebiger, identitätsgesteuerter Zugriff — Frameworks wie SPIFFE/SPIRE ersetzen Shared-String-Authentifizierung durch stark attestierte Workload-Identität.
Drei Governance-Fragen, die jede Organisation mit Sicherheit beantworten können muss:
Welche Non-Human Identities existieren in unserer Umgebung?
Wer ist für sie verantwortlich?
Worauf können sie zugreifen?
Wenn auch nur eine dieser Fragen nicht beantwortet werden kann, überholt die KI-Adoption die Sicherheitslage.
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
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NIS2 geht von der Umsetzung zur Durchsetzung über: Was sich im Mai 2026 geändert hat
Obwohl NIS2 einen gemeinsamen Rahmen vorgibt, verläuft die nationale Umsetzung in den Mitgliedstaaten uneinheitlich. Die Anforderungen auf nationaler Ebene unterscheiden sich nach wie vor, weshalb Entwicklungen in einzelnen Ländern ein nützlicher Indikator dafür sind, wohin die behördliche Aufmerksamkeit tendiert.
Der Mai 2026 hat diesen Wandel deutlich gemacht: Bulgarien hat sein Sanktionsregime aktiviert, Luxemburg hat eine Pflichtregistrierung eingeführt, die NIS-Kooperationsgruppe hat gemeinsame Meldevorlagen für Sicherheitsvorfälle verabschiedet, ENISA hat seine sektorale Reifegradbewertung aktualisiert, und die Niederlande sowie Irland haben ihre lange verzögerte Umsetzung vorangetrieben.
Bulgarien: Vollständige Durchsetzung hat begonnen
Ab dem 1. Juni 2026 setzt Bulgarien sein NIS2-konformes Cybersicherheitsgesetz vollständig durch. Die bisherige 50-prozentige Bußgeldreduzierung entfällt.
Das Gesetz erfasst Einrichtungen der Anhang-I- und -II-Sektoren ab mittlerer Unternehmensgröße sowie bestimmte kritische Anbieter unabhängig von ihrer Größe. Auch Kommunen fallen als wesentliche Einrichtungen in den Anwendungsbereich.
Eine Lücke bleibt: Die Mindestsicherheitsmaßnahmen sind noch nicht per Verordnung definiert. Dennoch gelten alle Pflichten bereits, Sanktionen werden verhängt.
Von Organisationen wird erwartet, dass sie eine Lückenanalyse durchführen und sich an Rahmenwerken wie ISO 27001 und ISO 22301 ausrichten.
Leitungsorgane haften persönlich: Einzelne Mitglieder können mit 500 bis 5.000 Euro belegt werden, Unternehmen mit bis zu 10 Mio. Euro oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes. In schwerwiegenden Fällen ist ein gerichtliches Verbot von Leitungsfunktionen möglich.
Aufsichtsbehörden prüfen konkrete Nachweise: Beschlüsse des Leitungsorgans, Richtlinien, Audits und dokumentierte Schulungen.
Quelle: Bulgarisches Staatsblatt, 2026; Capital.bg, 2026
Ein einheitliches Meldeformat für die gesamte EU
Am 26. Mai 2026 hat die NIS-Kooperationsgruppe gemeinsame Vorlagen für die NIS2-Vorfallsmeldung vereinbart. Sie ersetzen die fragmentierten nationalen Formulare und sollen per Durchführungsrechtsakt verbindlich werden.
Die Meldefristen nach Artikel 23 bleiben unverändert: Frühwarnung binnen 24 Stunden, Meldung binnen 72 Stunden, Abschlussbericht nach einem Monat. Nur das Einreichungsformat ändert sich. Wer Incident-Response-Prozesse auf nationalen Formularen aufgebaut hat, sollte die Aktualisierung jetzt einplanen.
Quelle: Europäische Kommission, 2026
ENISA identifiziert Hochrisikosektoren
Am 28. Mai 2026 hat ENISA seinen dritten NIS360-Bericht veröffentlicht, der den Cybersicherheitsreifegrad in den kritischen Sektoren gemäß Anhang I der NIS2-Richtlinie bewertet.
Der Bericht bewertet gesamte Sektorökosysteme, nicht einzelne Organisationen, und hebt Lücken zwischen der Kritikalität und der tatsächlichen Sicherheitsbereitschaft hervor.
Acht Sektoren werden als Hochrisikobereiche eingestuft: Gesundheitswesen, Schienenverkehr, Seeverkehr, IKT-Dienstleistungsmanagement, Raumfahrt, öffentliche Verwaltung, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung.
Für IT- und Sicherheitsverantwortliche in diesen Sektoren ist die NIS360-Bewertung ein nützlicher Referenzpunkt. Wer in der Risikoliste erscheint, sollte mit erhöhter Aufsichtsaufmerksamkeit rechnen: Behörden nutzen sektorale Reifegradsdaten, um ihre Prüfpläne zu priorisieren.
Quelle: ENISA, 2026
Luxemburg: Registrierung ist nun Pflicht
Das luxemburgische NIS2-Gesetz wurde am 6. Mai 2026 veröffentlicht und trat am 10. Mai in Kraft, womit es den NIS1-Rahmen ablöst.
Es gilt für Organisationen mit 50+ Beschäftigten oder 10 Mio. Euro Jahresumsatz in 18 kritischen Sektoren. Wesentliche Einrichtungen unterliegen proaktiver Aufsicht und Bußgeldern bis zu 10 Mio. Euro oder 2 % des Umsatzes, wichtige Einrichtungen reaktiver Aufsicht mit Obergrenzen bis zu 7 Mio. Euro oder 1,4 %.
Alle Einrichtungen müssen dieselben grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen umsetzen (Risikomanagement, Incident Response, Geschäftskontinuität, Lieferkettensicherheit, Zugangssteuerung, MFA usw.) und die NIS2-Meldefristen einhalten (24 Stunden, 72 Stunden, 1 Monat).
Eine wichtige Frist ist der 10. Juli 2026 für die obligatorische Selbstregistrierung bei der zuständigen Behörde (ILR oder CSSF, je nach Sektor). Das Versäumnis der Registrierung ist selbst sanktionierbar.
Quelle: Journal officiel du Grand-Duché de Luxembourg, 2026
Niederlande: Cyberbeveiligingswet erreicht Plenarphase im Senat
Das niederländische Repräsentantenhaus hat das Cyberbeveiligingswet (NIS2-Umsetzungsgesetz) am 15. April 2026 mit breiter Mehrheit von 140 zu 10 Stimmen verabschiedet. Der Gesetzentwurf befindet sich nach der Ausschussberatung im Mai 2026 nun in der Plenarphase des Senats.
Das Gesetz, das im Juni 2025 nach Versäumnis der EU-Frist eingebracht wurde, wird parallel zur Umsetzung der CER-Richtlinie bearbeitet. Die Durchsetzung wird von bestehenden Sektoraufsichtsbehörden und nicht von einer einzigen zentralen Behörde übernommen.
Die Zustimmung des Senats ist der letzte Schritt. Danach legt die Regierung das Inkrafttreten fest, und die Pflichten (Risikomanagement, Meldung von Sicherheitsvorfällen, Verantwortlichkeit des Leitungsorgans) gelten unmittelbar für betroffene Organisationen.
Quellen: Eerste Kamer, Gesetzentwurf 36764; Tweede Kamer, Gesetzentwurf 36764
Irland: National Cyber Security Bill als NIS2-Umsetzungsinstrument bestätigt
Irland hat im Mai 2026 bestätigt, dass der National Cyber Security Bill das NIS2-Umsetzungsgesetz wird und im Sommer 2026 veröffentlicht werden soll. Das NCSC wird darin als zuständige Behörde und CSIRT benannt.
Trotz verpasster EU-Frist sind Sektoraufsichtsbehörden bereits aktiv und bereiten sich auf ihre Durchsetzungsrollen vor. Für Organisationen mit Aktivitäten in Irland gilt: Das Fehlen eines in Kraft getretenen Gesetzes entbindet nicht von der Vorbereitungspflicht.
Quelle: Oireachtas, schriftliche Anfrage, Mai 2026; NCSC Irland, Juni 2025
DigitalEurope: NIS2 erfordert weitergehende Harmonisierung
Am 13. Mai 2026 hat DigitalEurope ein Positionspapier veröffentlicht, in dem argumentiert wird, dass das EU-Cybersicherheitspaket die zentralen Herausforderungen bei der NIS2-Umsetzung noch unzureichend adressiert.
Die Organisation hat fünf Bereiche hervorgehoben, die einer stärkeren Harmonisierung bedürfen:
Anwendungsbereich — Begrenzung der NIS2-Pflichten auf Kerngeschäftsaktivitäten
Größenschwellenwerte — Reduzierung nationaler Unterschiede bei der Einstufung von Einrichtungen
Meldung von Sicherheitsvorfällen — Vereinheitlichung von Meldefeldern, Fristen und Einreichungsprozessen
Hauptniederlassungsregeln — Klärung, welche Behörde die primäre Zuständigkeit für grenzüberschreitend tätige Organisationen hat
Konformitätsbewertungen — Angleichung der Compliance-Anforderungen in den Mitgliedstaaten
Zudem wurde eine stärkere koordinierende Rolle für ENISA gefordert. Während die neuen gemeinsamen Meldevorlagen für Sicherheitsvorfälle eines dieser Probleme angehen, bleiben die meisten Harmonisierungslücken ungelöst.
Quelle: DigitalEurope, Mai 2026
Was diese Entwicklungen im Vorfeld von NIS2-Prüfungen bedeuten
Erstens: Governance-Dokumentation. Zugewiesene Verantwortlichkeiten, dokumentierte Entscheidungen und abgeschlossene Schulungen — die persönliche Haftung gilt nun in Bulgarien und Luxemburg, wenn diese Nachweise fehlen.
Zweitens: Incident Response. Aktualisieren Sie Ihre Prozesse für die bevorstehenden EU-weiten Meldevorlagen. Das Format wird sich nach Verabschiedung des Durchführungsrechtsakts ändern — es ist daher einfacher, die Aktualisierung jetzt in bestehende Pläne zu integrieren.
Drittens: Sektorale Risikoexposition. Prüfen Sie, ob Sie oder wichtige Kunden unter einen der acht in ENISA NIS360 2026 als Hochrisiko eingestuften Sektoren fallen. Diese Sektoren werden im zweiten Halbjahr 2026 voraussichtlich verstärkte Aufsicht erfahren.
Der Rahmen ist weitgehend festgelegt. Der Fokus liegt nun darauf, ob Schutzmaßnahmen vorhanden, operativ und nachweisbar sind.
Passwork ist ein europäisches Unternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und Behörden entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht, ist ISO-27001-zertifiziert und vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform.
Erfahren Sie, wie Passwork die NIS2-Prüfungsvorbereitung unterstützt: passwork.pro/nis2
Passwork ist ein unabhängiges europäisches Cybersicherheitsunternehmen, das selbst gehostete und cloudbasierte Passwortmanagement-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entwickelt. Das Unternehmen operiert nach EU-Recht und ist vollständig NIS2-, ENS- und DSGVO-konform. Passwork legt den Schwerpunkt auf nachhaltigen Mehrwert, hält ISO-27001-zertifizierte Entwicklungsstandards ein und gewährleistet absoluten Datenschutz für seine Kunden.
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