Autor: Firma Inwerken

Automatisierte SAP-Checklisten & Daily Health Reports

Automatisierte SAP-Checklisten & Daily Health Reports

Viele Unternehmen verlangen täglich nachvollziehbare Systemchecks, um SAP-Landschaften stabil und verfügbar zu halten. Dazu gehören u. a.:

  • Erkennen von Jobabbrüchen
  • Feststellen festhängender oder überlanger SAP-Jobs
  • Analyse von Spool-Aufträgen
  • Prüfen auf Anomalien in Logs
  • Dokumentation für Audits und Qualitätssicherung

Diese Aufgaben sind wichtig, aber in der Praxis oft zeitintensiv, fehleranfällig und abhängig davon, wer sie ausführt. Genau hier setzen wir an, um den menschlichen Faktor und sich daraus ergebende Fehlerquellen zu reduzieren.

Unsere Lösung: Vollautomatisierte tägliche SAP-Health-Checks

Wir haben ein Framework entwickelt, das die täglichen SAP-Systemchecks vollständig automatisiert – reproduzierbar, sicher und mit voller Transparenz für den Prüfenden.

Per SAP GUI Scripting führt das System alle relevanten Transaktionen automatisch aus, setzt Variablen, Filter und Varianten korrekt und liest die benötigten Werte aus – ohne dass Anwenderinnen und Anwender etwas vorbereiten oder auswählen müssen.

Beispielhafte Steuerung der SM37:

self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/txtBTCH2170-JOBNAME‘).Text="*"
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/txtBTCH2170-USERNAME‘).Text="*"
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-PRELIM‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-SCHEDUL‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-READY‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-RUNNING‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-FINISHED‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-ABORTED‘).Selected=True
self.send_key(8)

Kontextabhängige Checks

Das Skript erkennt automatisch, auf welchem SAP-System es ausgeführt wird und welche vordefinierten Prüfungen dort notwendig sind. Zum Beispiel werden bei Systemen, mit wenig wiederholten Jobs keine tiefgehenden Job-Analysen betrieben sowie bei Systemen ohne Spool-Prozesse die Spool-Prüfungen ausgelassen.

So sehen Anwenderinnen und Anwender zu jedem Zeitpunkt, welches System erkannt wurde und welche Checks aktiv bzw. noch auszuführen sind.

Intelligente Bewertung & Alerts

Wenn ausgelesene Werte des Systems definierte Grenzwerte überschreiten, gibt das Tool sofort Warnungen aus, sodass einfach geprüft werden kann, was die Ursache ist.
Beispiel anhand der Transaktion SWEQADM:

events_to_be_done = self.find_by_id("/wnd[0]/usr/tabsTAB_STRIP/tabpMONITOR/ssubSUB_CONTAINER:SAPLSWEQADM:1040/txtG_2_DELIVER_EVENTS_TEXT").Text
events_to_be_done_val = re.search(r"d+", events_to_be_done).group(0)
  if int(events_to_be_done_val)>1:
    alert("Val over 1, please handle this")

So werden Fehler früh erkannt, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen.

Vollständige Dokumentation: PDF-Report & Excel-Zeitreihen

Alle Ergebnisse werden automatisch dokumentiert:

  • PDF-Report pro Tag, perfekt für Audits, Übergaben an Kunden oder zur Betriebsdokumentation – auch mit automatisiertem Upload
  • Excel/CSV-Tabellen, die täglich gefüllt werden und Trends sichtbar machen

So lassen sich langfristige Entwicklungen erkennen, z. B.:

  • Wachstum in Tabellen
  • Zunahme von Jobabbrüchen/Dumps
  • Entwicklung bestimmter Queue- oder Prozesswerte

Der menschliche Blick bleibt wichtig, sieht aber mittels dieser Hilfestellung nur die relevanten Informationen, kompakt und sauber vorbereitet.

Dies gilt ebenso für die Abläufe in den Checks. Wenn eine Tätigkeit jeden Tag durchgeführt wird, geht diese in Fleisch und Blut über. Fehler sind dennoch menschlich und passieren. Beispielhafte Fehlerquellen sind:

  • falsche Variante ausgewählt
  • im falschen Mandanten eingeloggt
  • Transaktionen verwechselt oder vergessen
  • Werte nicht dokumentiert; nachträglich schwierig rekonstruierbar

Unsere Automatisierung eliminiert genau diese Risiken. Doch durch den Einsatz von Skripten wird ein korrekter Ablauf für den Betrieb erzeugt. Jede Prüfung läuft täglich identisch, unabhängig davon, wer sie ausführt. Das sorgt für Verlässlichkeit, Konsistenz und messbare Qualität sowie niedrigere Schulungsnotwendigkeit/Wissenstransfer bezüglich der Aktionen.

Zukunftssichere Erweiterbarkeit

Täglich stellt die SAP-Checklösung ihre Stabilität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis.

Das verwendete Inwerken-Framework ist maßgeschneidert aufgebaut. Sobald es neue Anforderungen gibt, kann die Version leicht angepasst werden. Hierdurch ist das zusätzliche Einbauen von weiteren Checks/Transaktionsaufrufen einfach gestaltbar und kann für Audits auch versioniert abgelegt bzw. dokumentiert werden. Zusätzliche Checks lassen sich jederzeit einbinden, ohne den Gesamtprozess anzupassen. Dadurch wächst die Lösung gemeinsam mit der SAP-Landschaft.

Fragen und Kontakt

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Seit 2000 beraten wir Unternehmen dabei SAP-Prozesse effizienter zu gestalten und IT-Lösungen wirkungsvoll einzusetzen. Als erfahrener Partner für SAP-Beratung und -Entwicklung, S/4HANA-Conversions, IT-Services und allgemeine Unternehmensaufgaben im Kontext der digitalen Prozess-Transformation begleiten wir unsere Kunden branchenübergreifend und auf internationaler Bühne: onsite und remote.
Mit 6 deutschlandweiten Standorten und rund 70 Fachkräften passen wir Standardprozesse passgenau an, schulen Key-User, unterstützen das Projektmanagement und bieten zuverlässigen First- und Second-Level-Support. Als SAP-Silver-Partner liefern wir sowohl praxistaugliche Lösungen als auch eigene Produkte, die den Arbeitsalltag wirklich vereinfachen.
„… einfach beraten“: Zuhören. Wissen. Lösen. Entwickeln. Unternehmen profitieren von unserer praxisnahen Beratung auf Augenhöhe sowie unseren zusätzlichen IT- und SAP-Basis-Leistungen für eine starke systemische Grundlage. Kunden vertrauen auf unsere Kernwerte: Partnerschaft, Offenheit, Exzellenz und Kompetenz.

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Das Transport-Cockpit

Das Transport-Cockpit

Haben Sie sich schon immer gefragt, wie das Transport-Cockpit konfiguriert werden kann? Und was hat es eigentlich mit dem Selektions- und Planungsprofil auf sich? Wie passe ich das Seitenlayout auf meine Bedürfnisse an? Antworten auf diese Fragen werden in den folgenden Abschnitten beantwortet! In Teil 2 nutzen wir das konfigurierte Dashboard für ein Praxisbeispiel.

Was ist das Transport-Cockpit?

Das Transport-Cockpit ist das zentrale Tool zur manuellen oder automatischen Planung von Transporten. In dem Dashboard werden Transportbedarfe mit verfügbaren Ressourcen zu Frachtaufträgen verknüpft, um den Transportfluss zu planen, durchzuführen und zu optimieren.

In dem Transport-Cockpit stehen unterschiedliche Funktionen zur Verfügung. Im Dashboard werden alle relevanten Informationen zu Transportaufträgen, Routen, Kosten und Lieferungen in einer einzigen Ansicht dargestellt. Anwenderinnen und Anwender können somit den Status von Transportaufträgen überwachen und auftretende Probleme oder Verzögerungen erkennen und frühzeitig bearbeiten. Zur Planung von Transporten werden Routen ausgewählt, Transportdienstleister beauftragt und Zeitpläne erstellt. Diese Planung kann auf verschiedenen Kriterien basieren, wie z. B. Lieferzeiten, Kosten oder spezifische Anforderungen der Transportaufträge. Diese Anforderungen können über die Einstellungen von Inkompatibilitäten und Gefahrgut abgebildet werden. Zur Steigerung der Effizienz können im Dashboard zusätzlich verschiedene Planungsoptionen verglichen und dadurch optimiert werden. Um proaktiv einzugreifen, kann das System Benachrichtigungen und Alarme versenden, wodurch der Durchführungsprozess an Effizienz gewinnt. Das Transport-Cockpit bietet auch umfangreiche Analyse- und Berichtsfunktionen, mit denen Unternehmen ihre Transportprozesse bewerten und Verbesserungspotenziale identifizieren können. Dies umfasst z.B. die Analyse von Transportkosten, Lieferzeiten oder Leistungskennzahlen (KPIs).

Das Transport-Cockpit beinhaltet (je nach Konfiguration) vier verschiedene Elemente:

(Grafik 1): Die Elemente des Transport-Cockpits

Wie konfiguriere ich das Transport-Cockpit?

Um das Transport-Cockpit effektiv nutzen zu können, sollten die Profile- und Layout-Sets des Selektionsprofils, des Planungsprofils und des Seitenlayouts individuell konfiguriert werden. Das Selektionsprofil wird im Planungsprofil hinterlegt, welches wiederum in dem Profil- und Layout-Sets des Transport-Cockpits hinterlegt wird. Es besteht auch die Möglichkeit weitere Profile zu hinterlegen, um das Dashboard auf granularer Ebene zu konfigurieren. Hierzu gehören unter anderem die Einstellungen zu Inkompatibilitäten und Kapazitäten. Im Folgenden werden das Selektionsprofil, das Planungsprofil und das Seitenlayout, sowie deren Zusammenspiel genauer erläutert.

Dazu gehört die Anlage des Selektionsprofils, welches die Bereitstellung eines klaren und relevanten Arbeitsbereichs sicherstellt. Hier werden die Geschäftsdaten wie u.a. Frachteinheiten, Frachtaufträge, Transporteinheiten, Ressourcen, Touren selektiert. Außerdem besteht die Möglichkeit einer geographischen (nach Lokationen oder Zonen) und zeitbezogenen Auswahl (Zeitfenster für Abholung & Anlieferung). Das Selektionsprofil bestimmt also, welche Objekte in das Dashboard geladen werden. Somit unterstützt es dabei, unnötige Datensätze auszuschließen und die Performance des Cockpits zu stabilisieren, da oft große Datenmengen verarbeitet werden müssen.

Im folgenden Szenario wurde ein Selektionsprofil erstellt, welches Transporte bis zu 14 Tage in die Zukunft in den Lokationen Bremen, Walldorf und Berlin selektieren soll:

Für diesen Zweck wurde das neue Selektionsprofil ZTM_SEL angelegt.

(Grafik 2)

Diesem Selektionsprofil wurden weitere zeitbezogene und geografische Attribute zugeordnet. In diesem wurde festgehalten, dass eine Abholung und Lieferung von Materialien bis zu 14 Tage in die Zukunft bei der Selektion berücksichtigt werden soll.

(Grafik 3)

Bei den geografischen Attributen wurden die Lokationen Bremen, Walldorf und Berlin zugeordnet.

(Grafik 4)

Die angelegten geografischen und zeitbezogenen Attribute stehen auch für andere Selektionsprofile zur Verfügung und können mehrfach verwendet werden.

Zusätzlich wird ein Planungsprofil erstellt. In diesem werden die Regeln, Methoden und Restriktionen definiert und somit gesteuert, wie die Planung stattfindet. Im Planungsprofil kann u.a. eine Prüfung auf Inkompatibilitäten und Gefahrgut hinterlegt werden. In dem Profil wird ein Planungshorizont hinterlegt, welches in die Zukunft oder in die Vergangenheit selektieren kann. Gleichzeitig können diverse weitere Profilzuordnungen dem Planungsprofil zugeordnet werden. Dazu gehören unter anderem Selektionsprofile für Transporteinheiten, Sendungen, Frachtaufträge, Frachtbuchungen. Somit werden im Planungsprofil die Selektionen gesteuert, damit die Planerinnen und Planer ausschließlich für sie relevante Daten angezeigt bekommen und entsprechend effizient arbeiten können. Das Planungsprofil ist für die Optimierung zwingend notwendig, da es das Ergebnis des Planungsprozesses beeinflusst und steuert.

Unter anderem werden die bereits erstellten Selektionsprofile dem relevanten Planungsprofil zugeordnet:

(Grafik 5)

Um die visuelle Darstellung des Dashboards zu individualisieren, wird ein Seitenlayout definiert, welches dem Transport-Cockpit Profil & Layout-Set hinzugefügt wird. Das Seitenlayout bestimmt die Struktur und das Erscheinungsbild der Nutzeroberfläche. Hier wird festgelegt, welche Bereiche im Cockpit sichtbar sind, wie sie angeordnet sind und wie Planerinnen und Planer mit ihnen arbeiten – unabhängig von Datenfiltern oder Planungslogiken. Je nach implementierter TM-Variante (Advanced oder Basic TM) sind im Transport-Cockpit verschiedene Funktionen verfügbar. Im Basic TM steht nur die manuelle und nicht-visuelle Planung auf Basis der angelegten Lieferung zur Verfügung. Die VSR-Optimierung und die visuellen Planungsmöglichkeiten, wie Laderaumoptimierung und GIS-Integration sind ausschließlich im Advanced TM verfügbar. Zur genaueren und übersichtlicheren Planung kann auch eine visuelle Darstellung via Landkarte aktiviert werden. In diesem Fall werden die Routen ähnlich einem Navigationssystem dargestellt. Zusätzlich werden Interaktionsmöglichkeiten, wie u.a. das Planen per Drag & Drop festgelegt.

(Grafik 6)

Zusammenfassend lassen sich die verschiedenen Einstellungen wie folgt unterscheiden:

  1. Das Selektionsprofil – Welche Daten werden geladen?
  2. Das Planungsprofil – Wie sollen die Daten geplant werden?
  3. Seitenlayout – Wie sieht das Cockpit aus?

Die verschiedenen Einstellungen/Profile können im Transport-Cockpit (zusammen mit anderen Parametern) in den Profil- und Layout-Sets zugeordnet werden. Somit lässt sich der Arbeitsvorrat der Planerinnen und Planer eingrenzen und die Effizienz der Planungen wird gesteigert.

Im untenstehenden Beispiel wurde das Layout einer Planerin angelegt, die für die Lokationen Bremen, Walldorf und Berlin zuständig ist. Es wurden das oben angelegte Selektionsprofil und das Planungsprofil hinzugefügt. Somit ist sichergestellt, dass die Planerin ausschließlich relevante Bedarfe sieht und diese effizient planen, sowie steuern kann.

(Grafik 7)

Durch das enge Zusammenspiel des Selektionsprofils, des Planungsprofils, sowie des Seitenlayouts und den vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten lässt sich das Transport-Cockpit auf die individuellen Bedürfnisse des Anwenders oder der Anwenderin zuschneiden. Somit ermöglicht das Dashboard eine effizientere Planung, Durchführung und Kontrolle der Transportaktivitäten.

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Datenaustausch per EDI – einfach erklärt

Datenaustausch per EDI – einfach erklärt

EDI, Electronic Data Interchange, ist ein standardisierter Austausch von elektronischen Geschäftsdokumenten wie zum Beispiel Bestellungen, Rechnungen oder Lieferungen, die genutzt werden, um einem sicheren, effizienteren, fehlerminimierenden und automatisierenden Prozess zwischen Unternehmen zu übermitteln. Dieser Beitrag zeigt, was sich hinter dem Begriff EDI verbirgt, welche Vorteile der automatisierte Datenaustausch zwischen Unternehmen bietet und wie Sie ihn optimal in Ihre Prozesse integrieren können.

Vorteile für den Austausch mittels EDI

Durch die standardisierten Formate, einer Einigung auf ein einheitliches Datenformat zwischen Geschäftspartnern, können Daten maschinenlesbar und verständlich untereinander ausgetauscht und verarbeitet werden.

Unter Berücksichtigung des automatisierten Datenausaustausches können Geschäftsprozesse um ein Vielfaches beschleunigt werden. Bspw. kann man beim Versenden von Material, sofort nach Erhalt der Übermittlung seines Lieferanten in seinem eigenen ERP-System sehen, wann das georderte Material in seinem Unternehmen angeliefert wird. Damit ist eine verlässliche Disposition oder Produktion planbarer, um Liefertermine gegenüber eigener Kunden einhalten zu können.

Anstatt Dokumente per Post oder E-Mail zu versenden oder fehlerhaft manuell Daten einzugeben, kann durch EDI die Verlässlich- und Verfügbarkeit der Daten optimiert und eine Kosteneinsparung erreicht werden.

Verschiedene Nachrichtenstandards in unterschiedlichen Branchen

Es gibt unterschiedlichste Nachrichtenstandards, die von verschiedenen Organisationen festgelegt wurden. Zu den bekanntesten gehören:

EDIFACT – welche von den Vereinten Nationen verantwortet wird und daher Branchenneutral ist,

VDA – durch den Standard der deutschen Automobilindustrie,

ODETTE – für den Standard der europäischen Automobilindustrie oder

EANCOM – für den Standard der europäischen Retail-Branche

Welcher Standard daher für ihr Unternehmen geeignet ist, liegt also unter anderem an der Branche und ihren Geschäftspartnern, sowie den zu nutzenden Übertragungsprotokollen, welche ebenfalls von Anforderungen ihres Partners oder dem Sicherheits-/Integrationsgrad abhängig sind.

Welche Arten des Datenaustausch gibt es?

Natürlich gibt es auch für die Art des Datenaustausches verschiedenste Möglichkeiten:

  • Eine Anbindung per WEB-EDI – bietet den Vorteil, interaktiv über ein Web-Frontend und oft ohne lokale Software, Daten auszutauschen
  • Anbindung über eine Middleware oder eine VAN (Value Added Network) – hier werden die Daten über ein sicheres Netz eines Drittanbieters übermittelt, bspw. ERP->VAN->ERP oder aber auch ERP->Middleware->VAN->ERP
  • Eine Direkte EDI oder Punkt-zu-Punkt Verbindung zwischen zwei Systemen ist natürlich auch möglich

Unterscheidung der EDI-Verbindung in ECC und S/4HANA

Im ECC wird die EDI-Verarbeitung mit dem IDOC-Format (Intermediate Document), welches ein standardisiertes Datenformat innerhalb des SAP-Umfeld darstellt, verarbeitet. Es dient dazu, die per EDI empfangenen Daten aus dem empfangenen Format per Mapping in die jeweiligen korrespondierenden Objekte des SAP® zu übertragen, um die Verarbeitung der Daten zu gewährleisten. Dieses erfolgt ebenfalls bidirektional beim Versenden aus dem ECC an andere Systeme.

Im S/4HANA kann weiterhin die EDI-Verarbeitung mittels IDOC erfolgen, allerdings kann zusätzlich die Anbindung über API’s (Application Programming Interfaces) realisiert werden, was eine moderne Alternative oder Ergänzung darstellt und ein hohes Maß an Investitionsschutz für bestehende Anbindungen gewährleistet.

Middleware und Monitoring

Im privaten Bereich kann man heute über unterschiedlichste Applikationen untereinander kommunizieren und dabei immer seinen Nachrichtenverlauf, das Senden und Empfangen eben jener Nachrichten überwachen. Daher benötigt man natürlich auch im EDI-Umfeld eine solche Überwachung, um fehlerhafte Verbindungen schnell und einfach zu beheben.

Sollte man sich nicht über eine direkte EDI-Verbindung zu einem Geschäftspartner anbinden können – dort wäre dann das Monitoring in einem ERP-System über den Idoc-Monitor möglich – benötigt man die schon bereits erwähnte Middleware, um die Datenübertragung sicherstellen und überwachen zu können. Die Middleware dient dabei als Service zwischen Geschäftspartnern, um ihre Geschäftsprozesse versenden und empfangen zu können, wodurch der flexible Nachrichtenfluss auch als Process Integration (PI) bezeichnet wird. Grundlegende Funktionen der Middleware teilen sich wie folgt auf:

  • Transformation: Das Aufbereiten von Nachrichten vor oder nach der Übermittlung an oder von Geschäftspartnern, um die Nachrichten in das gewünschte Zielformat per Mapping zu transferieren
  • Routing: Konfigurierbare Möglichkeit, um Nachrichten an einen oder mehrere Empfänger zu konfigurieren
  • Workflows: Übersicht über die einzelnen Schritte beim Empfangen / Versenden von Nachrichten
  • Connectivity: Per Protokoll oder Adapter kann mit unterschiedlichsten Systemen kommuniziert werden
  • Monitoring: Als Teil des Nachrichtenflusses ist es sichtbar welche Nachrichten, Protokolle oder Übermittlungen fehlerhaft sind, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Speziell das Monitoring des Nachrichtenflusses kann auf unterschiedlichste Prozessstörungen in der Kommunikation hinweisen.

Es kann z. B. vorkommen, dass die verwendeten Sicherheitszertifikate zum Verschlüsseln der Nachrichten nicht mehr aktuell sind und daher keine Nachrichten mehr ausgetauscht werden können. Es kann auch passieren, dass zwar im Monitor eine Nachricht als versendet oder aber empfangen gekennzeichnet wird, allerdings der Inhalt nicht mehr dem verabredeten Datenformat entspricht. Im schlechtesten Fall führt das zu unklaren, dispositiven Parametern auf einer Seite oder aber zu einer Gefährdung der Weiterverarbeitung der gelieferten Materialien, da z.B. die übermittelten ASN-Daten (Advanced Shipping Notice) nicht automatisch verarbeitet werden können. Dies erfordert dann z.B. das Anpassen des vorhandenen Mappings oder aber das Transferieren auf ein anderes Übermittlungsformat.

Fazit

Durch eine geplante, strukturierte und optimierte Einführung von EDI-Verbindungen, kann effizienter, schneller und mit manuell weniger Aufwand z.B. die Übertragung der logistischen Daten gewährleistet werden, was sich positiv auf den Arbeitsalltag auswirken wird.

Sie haben Fragen zu EDI-Themen? Einfach schreiben an sapberatung@inwerken.de. Unser SAP-Beratungs-Team meldet sich bei Ihnen! Leistungen darüber hinaus finden Sie in unserem Portfolio.

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Unit-Tests: How to unit test

Unit-Tests: How to unit test

Im dritten Blogbeitrag der Reihe Unit-Tests zeigen unsere Entwickler Max und Basti anhand eines Beispiel-Tutorials die Implementierung von Unit-Tests. Dabei verwenden sie die Entwicklungsumgebung Eclipse und verfolgen den Ansatz des Test-Driven-Developments.

TDD – Test Driven Development

Der erste Schritt, um Unit-Tests in ABAP zu implementieren, ist das Anlegen einer globalen Klasse. Hier implementieren wir später die Logik. Anschließend wird zu dieser Klasse eine Testklasse angelegt. Dort müssen die einzelnen Unit-Tests in Form von Methoden implementiert werden, um die – noch nicht vorhandene Logik – zu testen. In diesem Tutorial nutzen wir Eclipse, da es vieles vereinfacht und sehr gute Funktionen zur Erstellung von Unit-Tests bietet. Außerdem schreiben wir in diesem Tutorial test-driven. Das bedeutet, dass wir den Test vor der Logik schreiben.

Das erklären wir am besten an einer Beispielaufgabe:

Die Aufgabe lautet, wie folgt: Erstellen Sie eine Klasse mit einer Methode, die überprüft, welche Prüfvariante für ein Material mit einer bestimmten Materialart anfällt.

Eingabewert

  • MTART

Mögliche Eingabewerte sind:

  • HALB
  • FERT
  • PROD
  • HAWA

Mögliche Rückgabeparameter:

  • N – Keine Prüfung
  • V – Vollständige Prüfung
  • S – Schnelle Prüfung

Geschäftslogik:

Für die Ermittlung der Prüfmethode gelten folgende Regeln:

(Grafik 1)

Anmerkung: Die Logik, die wir auf Grund der erdachten Anforderungen implementieren ist sehr simpel. Man könnte meinen, dass es sinnlos ist, Unit Tests für so eine einfache Logik zu erstellen. Im „echten Leben“ sind jedoch wahrscheinlich mehr Eingabeparameter sowie andere Umstände vorhanden, so dass die Logik deutlich komplizierter wird. Für dieses Tutorial verwenden wir bewusst ein simple Logik, um ein Grundverständnis für Unit Tests zu demonstrieren.

Anlage einer neuen globalen Klasse

Die Klasse, die die Ermittlungen durchführen soll, legen wir in Eclipse an:

(Grafik 2)

Diese Klasse bleibt erst einmal leer. Wir implementieren die Logik zu einem späteren Zeitpunkt.

(Grafik 3)

Anlegen der Testklasse

Um eine Testklasse anzulegen, nutzen wir die Registerkarte „Test Classes“, die sich unter dem Quelltextfenster befindet.

(Grafik 4)

Nach der Eingabe von test und der Tastenkombination STRG + space wird von Eclipse das Template testClass zur Implementierung einer Testklasse angezeigt.

(Grafik 5)

Nach Bestätigung der Auswahl testClass und Benennung der lokalen Testklasse wird der folgende Quelltext generiert:

(Grafik 6)

Implementieren der ersten Testmethode

An dieser Stelle werden wir jetzt unsere erste Testmethode schreiben. Erst danach implementieren wir die dazugehörige Logik in die eigentliche Methode. Nach der Regel Materialart „HALB“ sollte das Ergebnis „V“ sein, deshalb sollte darauf geachtet werden auch nur diese zu testen und die Testmethode entsprechend zu benennen.

Um einen einfachen Unit-Test zu implementieren, benötigen wir die Klasse CL_ABAP_UNIT_ASSERT und in diesem Fall deren Methode ASSERT_EQUALS. Mit dieser Methode prüfen wir, ob das erwartete Ergebnis mit dem Ergebnis übereinstimmt, dass die Methode liefert.

An dieser Stelle legen wir durch Vorwärtsdeklaration mit Hilfe von STRG+1 und Create Method die Methode RETURN_CHECK_VARIANT an, in die wir im weiteren Verlauf des Tutorials die Logik implementieren werden.

(Grafik 7)

Die Methode RETURN_CHECK_VARIANT erhält den Eingabeparameter I_MTART sowie den Rückgabeparameter R_RESULT (Prüfvariante).

Der erste Test

Wir sind soweit und können nun den ersten Test durchführen. Dazu verwenden wir die Tastenkombination STRG + SHIFT + F10. Die Testmethode wird an dieser Stelle nicht erfolgreich sein, da die zu testende Methode noch leer ist. Dennoch führen wir den Test zur besseren Veranschaulichung des Beispiels durch:

(Grafik 8)

Im Failure Trace lässt sich jetzt gut ablesen, was als Testergebnis erwartet wurde und was die überprüfte Methode tatsächlich zurückgibt.

“Fehlerbehebung”

Wie wir nun durch die Ausführung des Unit Tests festgestellt haben, ist unser Test fehlgeschlagen. Also ergreifen wir die Gelegenheit: Let’s fix the bug!

Es geht also zur ersten Logik unserer eigentlichen Klasse, die wir unten in der Registerkarte Global Class wiederfinden.

Zuvor hatten wir die Methode RETURN_CHECK_VARIANT angelegt. In diese implementieren wir nun unsere Logik, um den Test zu bestehen:

(Grafik 9)

Ein erneuter Aufruf der Unit Tests zeigt, dass nun das korrekte Ergebnis:

(Grafik 10)

Prinzipiell ist es wichtig zu beachten, dass die Tests den Quelltext der gesamten Methode abdecken (100 % Testabdeckung). Die Überprüfung der Testabdeckung kann über das Menü ganz rechts im ABAP unit View über Rerun with Coverage aufgerufen werden:

(Grafik 11)

Die Quellcodezeilen, die bei der Ausführung der Tests durchlaufen werden, werden in Eclipse durch grüne Markierungen kenntlich gemacht:

(Grafik 12)

Auf dieser Basis kann man jetzt arbeiten und weitere Tests für Materialarten PROD, FERT und z.B. HAWA zu implementieren, bis die gesamte geforderte Geschäftslogik in der globalen Klasse abgebildet wurde.

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Umzug der Inwerken AG nach Renningen: Der neue Hub für Live-Demos zur Intralogistik-Digitalisier

Umzug der Inwerken AG nach Renningen: Der neue Hub für Live-Demos zur Intralogistik-Digitalisier

Die Inwerken AG, erfahrener Spezialist für SAP-Beratung, -Entwicklung sowie IT-Dienstleistungen, hat im November ihre neuen Geschäftsräume in Renningen bei Stuttgart bezogen. Der Umzug aus der Curiestraße 2, Stuttgart markiert den Start in eine neue Ära, denn die Büros in Renningen haben ein besonderes Ziel: Lokalisierungssysteme-, IIoT- und Automatisierungs-Lösungen in Fertigung und Intralogistik erlebbar machen.

Digitale Fabrik: Live-Demos von RTLS-, eKanban- und SAP-Kombinationen

Wer intralogistische Unternehmensprozesse automatisieren, von Störungen befreien oder digitalisieren möchte, sollte Inwerken‘s neue Niederlassung in Renningen besuchen. Dort präsentiert das Team nicht nur theoretische Lösungsansätze zur Automatisierung und Ortung, sondern demonstriert typische Szenarien in der angebundenen Werkshalle. So können klassische Optimierungsszenarien mithilfe von RTLS, eKanban und/oder SAP zur Reduzierung von Suchaufwänden, Automatisierung manueller Buchungsvorgänge oder diverse  Analysemöglichkeiten von Flurförderfahrzeugen anhand einer Demo-Landschaft live erlebt werden.

Das Beratungshaus zeigt die eigenen Kernkompetenzen und die der Tochtergesellschaft WSN Technologies AG (Braunschweig) erstmals gebündelt und als durchgängige Lösung im Kontext der digitalen Fabrik:

  • RTLS (Real-Time Locating System) zur zentimetergenauen Ortung von Bauteilen oder Flurförderfahrzeugen, Reduzierung von Suchaufwänden, Prozessdatenanalyse u. v. m.
  • eKanban (elektronisches Kanban) zur Digitalisierung stationärer Materialanforderungsprozesse und Automatisierung von Materialnachschüben
  • SAP® als integratives ERP-System im Standard oder unternehmensindividuell angepasst. Auch die Anbindung bzw. Integration anderer ERP- und MES-Systeme sind möglich.

„Wir freuen uns sehr, unsere Kunden und alle Interessenten rund um das Thema Digitale Fabrik in unseren neuen Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen“, so RTLS-Spezialist und Inwerker Sven Futschik. „Dieser Standort ermöglicht uns Inwerkens Expertise im Bereich der Digitalisierung noch anschaulicher und praxisnäher zu präsentieren. Somit schafft das Angebot hier einen großen Mehrwert für alle, die sich täglich mit den Herausforderungen der digitalen Fabrik auseinandersetzen.“

Komplettlösungen gegen Suchaufwände und manuelle Prozesse

Mit der neuen Niederlassung positioniert sich die Inwerken AG als Komplettanbieter, der Technologieeinkauf, eigene Applikationsentwicklung sowie die Anbindung und unternehmensindividuelle Anpassung von SAP-Lösungen aus einer Hand bereitstellt. Das Team fokussiert sich darauf, konkrete Schwachstellen individuell zu beheben: Für Kunden, die eine detaillierte und individuelle Betreuung wünschen, bietet das Team Workshops vor Ort in den jeweiligen Unternehmen an, um darauf aufbauend maßgeschneiderte Lösungen zu erarbeiten.

Ausblick: Technologietag in Planung

Um die neuen Möglichkeiten umfassend zu präsentieren und den Austausch mit der lokalen Wirtschaft zu fördern, plant die Inwerken AG für Anfang nächsten Jahres einen Technologietag in der neuen Niederlassung. Interessenten können sich schon jetzt für Informationen zum Event an das Inwerken-Team wenden (event@inwerken.de) oder sich zum „Techbriefing“ (interaktives Beratungsformat) registrieren.

Über die Inwerken AG – über 25 Jahre „… einfach beraten“

Die Inwerken AG mit Hauptsitz in Isernhagen (Hannover) ist ein erfahrener Partner im Bereich SAP-Beratung, SAP-Entwicklung und IT-Leistungen. Seit 1999 unterstützt das Unternehmen branchenübergreifend Kunden bei der digitalen Transformation. Hierzu zählen auch die Migrations-Themen rund um SAP S/4HANA. Das Unternehmen hat neben dem neuen Standort Renningen (Stuttgart) weitere Niederlassungen, unter anderem in Hamburg, Braunschweig, Berlin und Jena, um Kunden regionalen Support und Expertise bieten zu können.

Über die Inwerken AG

Seit 2000 beraten wir Unternehmen dabei SAP®-Prozesse effizienter zu gestalten und IT-Lösungen wirkungsvoll einzusetzen. Als erfahrener Partner für SAP®-Beratung und -Entwicklung, S/4HANA®-Conversions, IT-Services und allgemeine Unternehmensaufgaben im Kontext der digitalen Prozess-Transformation begleiten wir unsere Kunden branchenübergreifend und auf internationaler Bühne: onsite und remote.
Mit 6 deutschlandweiten Standorten und rund 70 Fachkräften passen wir Standardprozesse passgenau an, schulen Key-User, unterstützen das Projektmanagement und bieten zuverlässigen First- und Second-Level-Support. Als SAP®-Silver-Partner liefern wir sowohl praxistaugliche Lösungen als auch eigene Produkte, die den Arbeitsalltag wirklich vereinfachen.
„… einfach beraten“: Zuhören. Wissen. Lösen. Entwickeln. Unternehmen profitieren von unserer praxisnahen Beratung auf Augenhöhe sowie unseren zusätzlichen IT- und SAP®-Basis-Leistungen für eine starke systemische Grundlage. Kunden vertrauen auf unsere Kernwerte: Partnerschaft, Offenheit, Exzellenz und Kompetenz.

Weitere Informationen finden Sie auf
• www.inwerken.de
• www.karriere.inwerken.de
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Firmen-Standorte: Isernhagen (Firmenhauptsitz), Berlin, Braunschweig, Hamburg, Jena, Stuttgart.
Geschäftsführung: Frank Bachmann (Gründer und Vorstandsvorsitzender), Rudolf Jost, Holger Lexow. Aufsichtsrat: Gunnar Menzel

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SAP-Prozess-Monitoring mit Zabbix User Parameters „Marke Eigenbau“

SAP-Prozess-Monitoring mit Zabbix User Parameters „Marke Eigenbau“

 

Das Problem

Wie viele Unternehmen betreibt und betreut die Inwerken AG geschäftskritische SAP-Systeme und setzt gleichzeitig Zabbix als zentrales Monitoring-System ein.

Was jedoch fehlt: Eine einfache Möglichkeit, SAP-Prozesse direkt über Zabbix zu überwachen, um bei Problemen in Echtzeit alarmiert zu werden. Leider gibt es keine offiziellen Zabbix Templates für SAP und in der Community ist das Thema unzureichend abgedeckt. Wie lässt sich also der Status von SAP-Prozessen zuverlässig in Zabbix abbilden?

Die Lösung

Da Zabbix ‚out of the box‘ keine SAP-Überwachung anbietet, müssen wir uns eine eigene Lösung designen. Erfreulicherweise bietet Zabbix mit sogenannten User Parameters eine benutzerfreundliche Option, die Funktionalität des ‚Zabbix Monitoring Agents‘ zu erweitern.

Kombiniert mit einfachen Skripten und der LLD (Low Level Discovery) Funktion lassen sich SAP-Instanzen im Endergebnis automatisch erkennen und überwachen. So schaffen wir mit etwas Konfigurationsaufwand eine flexible und erweiterbare Monitoring-Lösung.

Die Grundidee

Unsere Lösung basiert auf vier Kernkomponenten:

  • Berechtigungsstruktur: Mit sudo gewähren wir dem Zabbix Agent Zugriff auf den sapcontrol Befehl und schränken ihn lesend ein, um Sicherheitsrisiken zu reduzieren.
  • Instance Discovery Skript: Ein einfaches Shell-Skript zum Ermitteln der vorhandenen SAP-Instanzen (für die LLD), für die der Status der Prozesse mit SAP‘s sapcontrol Befehl ausgelesen werden soll.
  • Zabbix User Parameters: Individuell definierte Zabbix-Agent-Befehle, um das Repertoire der Monitoring Software für unsere Anforderung zu erweitern.
  • Zabbix LLD (Low Level Discovery): Eine automatische Erkennung von SAP-Instanzen in der Zabbix Monitoring Oberfläche für die überwachten SAP-Systeme, um dynamisch Items und Trigger pro Instanz zu erzeugen.

Die Umsetzung

Disclaimer: Dieser Beitrag geht in seiner Ausgangssituation von einem auf UNIX installierten SAP-System sowie einem Zabbix Monitoring Server aus, die für ihren herkömmlichen Gebrauch fertig konfiguriert sind und bereits miteinander kommunizieren. Da die technische Umsetzung von Fall zu Fall unterschiedlichen Rahmenbedingungen unterliegt, erlauben wir es uns an dieser Stelle, gewisse Punkte zu verallgemeinern. Sollten Sie sich eine individuelle Beratung zu diesem oder anderen Themen wünschen, können Sie uns jederzeit gerne unter service@inwerken.de per E-Mail kontaktieren.

Berechtigungsstruktur

Der Zabbix Agent Benutzer hat standardmäßig keine Berechtigung, den sapcontrol Befehl des SAP-Systems auszuführen. Eine uneingeschränkte Rechtevergabe wäre ein Sicherheitsrisiko, da sapcontrol unter anderem dazu genutzt werden kann, die SAP-Prozesse zu stoppen.

Wir nutzen die UNIX sudoers Datei, um den Zabbix Benutzer ausschließlich zur Abfrage der Prozesse zu berechtigen:

zabbix ALL=(sidadm) NOPASSWD: /usr/sap/hostctrl/exe/sapcontrol ^-nr [0-9]{2} -function GetProcessList$

Instance Discovery Skript

Wir möchten, dass der Agent dynamisch alle vorhandenen SAP-Instanzen auf dem System ermitteln kann, um sie im Anschluss zu monitoren. Mit vorhandenen Mitteln ist dies ohne weiteres nicht möglich. Deshalb erstellen wir ein kleines Shellskript, welches die vorhandenen Instanznummern herausfindet und in einer JSON-formatierten Liste (als Input für die Zabbix LLD) ausgibt.

Kurzgefasst führt das Skript folgende Schritte aus:

  1. Prüft, ob die Datei /usr/sap/sapservices existiert (in der jede Instanznummer mindestens einmal vorkommt), sonst gibt es eine Fehlermeldung
  2. Sucht in dieser Datei nach zweistelligen Zahlen, die die Instanznummern darstellen
  3. Gibt diese Nummern als JSON-Liste ohne Duplikate aus

Als Ergebnis liefert unser Skript eine Liste der vorhandenen Instanzen – zum Beispiel 00, 01 und 98:

[{"{#INSTANCENR}":"00"},{"{#INSTANCENR}":"01"},{"{#INSTANCENR}":"98"}]

Zabbix User Parameters

Wir definieren zwei neue User Parameters, um die Funktionalität des Agenten zu erweitern. Diese sind Einträge in der Konfigurationsdatei vom Zabbix Agent auf dem überwachten Host und folgen der Syntax:

UserParameter=,

„key“ ist ein einzigartiger Schlüssel, über den der Zabbix Server den Agent auffordert, den folgenden „command“ im Betriebssystem auszuführen (z.B. die Ausführung eines Skripts).

Wir ergänzen die Konfigurationsdatei auf unserem SAP-System um folgende Einträge:

UserParameter=sap.sapcontrol.getprocesslist[*],sudo -u sidadm /usr/sap/hostctrl/exe/sapcontrol -nr $1 -function GetProcessList

(Dieser User Parameter lässt den Zabbix Agent den Status der SAP-Prozesse einer variablen Instanznummer als der Admin des SAP-Systems abfragen).

UserParameter=sap.instance.discovery,bash /etc/zabbix/zabbix_agent2.d/sapinstancediscovery.sh

(Dieser User Parameter führt das Shellskript aus, welches zum Ermitteln der vorhandenen SAP-Instanzen auf dem System benutzt wird).

Zabbix LLD

Anschließend erstellen wir auf unserem Zabbix Monitoring Server ein neues Template zur Überwachung der SAP-Prozesse, die wir unseren UNIX SAP-Systemen zuweisen. Innerhalb dieser erstellen wir eine neue Discovery Regel „SAP Instance Discovery“, bestehend aus folgenden Komponenten:

  • Discovery rule: Mit dem neuen User Parameter key „sap.instance.discovery“ lassen wir den Zabbix Agent unser selbstgeschriebenes Skript ausführen, um alle Instanznummern eines überwachten Hosts regelmäßig zu erkennen.
  • Item prototype „SAP GetProcessList {#INSTANCENR}“: Mit dem neuen variablen User Parameter key „sap.sapcontrol.getprocesslist[{#INSTANCENR}]“ lassen wir den Agent pro erkannter Instanznummer einmal minütlich die sapcontrol Funktion „GetProcessList“ ausführen, um den aktuellen Status der Prozesse zu erhalten.
  • Trigger prototype „{#INSTANCENR} is not GREEN“: Sollte ein SAP-Prozess mehr als drei Minuten in Folge einen anderen Status als „GREEN“ haben, wird ein Monitoring Problem erstellt, über das wir uns benachrichtigen lassen.

Nach einer Minute Wartezeit sind bereits die ersten Daten unserer SAP-Prozesse in der Zabbix Weboberfläche zu sehen.

Fazit

Damit ist die Grundlage für die Überwachung von SAP-Prozessen mit Zabbix geschaffen.

Im nächsten Schritt können die UserParameter, das Skript zur Instanz-Erkennung sowie die Anpassungen an der sudoers-Datei auf weitere SAP-Systeme verteilt werden – beispielsweise über eine zentrale Management-Plattform. So lassen sich zusätzliche Systeme effizient in unsere selbstgebaute Monitoring-Lösung integrieren.

Die hier beschriebenen Überwachungsmechanismen lassen sich mit wenigen Anpassungen sowohl auf lang etablierte als auch auf modernste SAP-Systeme sowie auf HANA-Datenbanken anwenden. Bei Letzteren ist die Überwachung der einzelnen Tenants einschließlich Warnungen eine Erweiterungsmöglichkeit, wodurch in Summe ein durchgängiges Monitoring des gesamten SAP-Systems – Betriebssystem, Applikation und Datenbank – in Zabbix abgebildet werden kann.

Ich hoffe, dieser Beitrag konnte einen praxisnahen Einblick vermitteln, wie sich mit etwas Kreativität und dem richtigen technischen Know-how benutzerdefinierte Monitoring-Anforderungen flexibel und effizient mit Zabbix umsetzen lassen.

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Unit-Tests 2/3: ABAP in Eclipse

Unit-Tests 2/3: ABAP in Eclipse

Bekannt wurde die Entwicklungsumgebung Eclipse durch die Programmiersprache Java. Doch seit einigen Jahren unterstützt Eclipse auch das Programmieren mit ABAP und ist inzwischen fester Bestandteil der Entwicklung mit ABAP. Viele Java-Entwicklerinnen und -Entwickler schwören auf die Entwicklungsumgebung, da sie viele Möglichkeiten bietet, die Entwicklung zu vereinfachen und die Qualität des Source Codes zu verbessern.

Vor einigen Jahren hat auch die SAP® erkannt, dass das Entwickeln mit dieser Entwicklungsumgebung viele Vorteile mit sich bringt. Mittlerweile ist es keine Frage mehr, ob man von der SE80 auf Eclipse wechseln sollte.

Vorteile von Eclipse

Im Gegensatz zu der altbekannten Entwicklungsumgebung SE80 mit den spezifischen Unter-Editoren für Klassen, Funktionsbausteine, Dictionary-Elemente), die der reinen ABAP-Entwicklung dienen, kann man auch Plugins für die SAP-Business-Warehouse, SAP UI5- und SAP HANA®-Entwicklung installieren, sodass man für unterschiedliche Entwicklungstätigkeiten eine einheitliche Entwicklungsumgebung hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass man mehrere Systeme in Eclipse einbetten kann. Das ermöglicht einen besseren Überblick über geöffnete Systeme und ein komfortables Wechseln zwischen diesen. Zusätzlich besteht in Eclipse die Option, dass man eine unbegrenzte Anzahl von Entwicklungsobjekten gleichzeitig bearbeiten kann.

Ein weiterer Vorteil bei der Programmierung in Eclipse ist, dass die komplette Arbeitsumgebung beim Beenden gesichert wird. Dadurch ersparen sich Entwicklerinnen und Entwickler viel Ärger, denn sie können stets an dem Punkt ihre Arbeit fortsetzen, an dem sie diese beendet haben. Dies ist auch gewährleistet, wenn sie einmal vergessen zu sichern oder ein plötzlicher Verbindungsabbruch zum System stattfindet. Außerdem gibt es in Eclipse die Möglichkeit Code-Fragmente direkt in Methoden auszulagern und Objekte mit automatischer Anpassung der Verwendungsnachweise umzubenennen. Ein weiteres besonderes Feature sind Quickfixes: Sie dienen nicht nur zur schnellen Korrektur von Fehlern, sondern haben auch nützliche Funktionen, die man sonst über einen Wizard oder Buttons in der alten Entwicklungsumgebung vorgenommen hat.

Plugins bieten die Möglichkeit Eclipse um zusätzliche Funktionaltäten zu erweitern. Dadurch wird die Entwicklungsumgebung noch flexibler und interessanter. Dieses Feature nutzt auch die SAP®. Dabei werden Plugins für die sogenannten ABAP Development Tools (ADT) bereitgestellt. Die ABAP Development Tools erweitern somit die Entwicklungsumgebung mit den Features, die zur SAP Entwicklung benötigt werden. Viele Open-Source-Plugins erweitern die Möglichkeiten. Das wohl mittlerweile bekannteste Plugin ist ABAP Cleaner, mit dem der gesamte Quelltext mit einem Klick an die offiziellen Regeln der Clean-Code-Empfehlungen angepasst werden kann.

Nachteile von Eclipse

Dennoch muss man erwähnen, dass Eclipse nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile gegenüber der alten Entwicklungsumgebung SE80 hat. Eclipse ist deutlich komplexer als die in SAP® integrierte Entwicklungsumgebung SE80. Dies hat zur Folge, dass man ausreichend Zeit zum Einarbeiten einplanen muss. Hier gilt das Motto: Fortschritt bedeutet, dass man sich mit neuen Technologien auseinandersetzen muss.

Ein weiterer Nachteil, der sich in der täglichen Arbeit des typischen SAP-Entwicklers und SAP-Entwicklerin bemerkbar machen kann, ist, dass alte Programmierelemente, wie zum Beispiel Programme mit Unterprogrammen und Funktionsbausteine nicht so umfangreich und gut unterstützt werden, wie Klassen.

Je nach Releasestand des SAP-Systems sind einige Programmierbestandteile nicht nahtlos in Eclipse eingebunden (Kurztexte, Nachrichten, Dictionary-Objekte, …). In diesem Fall wird ein internes SAPGUI-Fenster zur Anzeige oder Bearbeitung geöffnet.

Fazit zu ABAP in Eclipse

SAP® hebt immer wieder hervor, dass die Entwicklungsumgebung Eclipse die Zukunft für die SAP-Entwicklerinnen und -Entwickler sein wird, da die Zukunft von SAP® in der Cloud liegt und diese auch keine GUI mehr für die Entwicklung bereitstellt. Schon jetzt gibt es einige Objekte, wie z.B. CDS Views, die nur noch in Eclipse erstellt und bearbeitet werden können. Ein weiterer Grund sich mit der Thematik zu beschäftigen ist, dass SAP® die Entwicklungsumgebung kontinuierlich um weitere Features erweitert und die Bestehenden verbessert. Die SE80 wird nicht weiterentwickelt.

Hier bei Inwerken hat Eclipse längst Fuß gefasst. Gerade wegen der oben genannten Vorteile. Deshalb empfehlen wir jedem, der uns nach unserer Meinung fragt, den Umstieg auf Eclipse.

Wie installiere ich Eclipse?

Wie man Eclipse installiert, haben wir in einer Anleitung beschrieben. Diese ist hier zu finden.

Fragen und Kontakt

Haben Sie Rückfragen zu Unit-Tests? Einfach schreiben an sapentwicklung@inwerken.de. Unser SAP-Entwicklungs-Team meldet sich bei Ihnen! Leistungen darüber hinaus finden Sie in unserem Portfolio.

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Unit-Tests: Warum Unit-Tests?

Unit-Tests: Warum Unit-Tests?

Schon lange sind für die meisten Entwicklerinnen und Entwickler „Unit-Test“ und „Test Driven Development“ keine Fremdwörter mehr. Dennoch werden diese in der Praxis aus verschiedensten Gründen, von nicht allzu vielen Programmiererinnen und Programmierern angewendet. Im Folgenden möchten wir zeigen, warum die Verwendung von Unit-Tests äußerst sinnvoll ist. Beim Eingehen auf die Thematik zeigen wir die Vor- und Nachteile auf und vermitteln Grundlagenwissen.

TDD – Test Driven Development

Testgetriebene Entwicklung ist eine Methode der agilen Softwareentwicklung. Hier erstellen Entwicklerinnen und Entwickler Unit-Tests konsequent vor den zu testenden Code-Abschnitten bzw. Komponenten. Mittels Unit-Tests lassen sich Funktionen darauf überprüfen, ob sie wie beabsichtigt arbeiten. Dies kann sowohl manuell als auch automatisiert erfolgen. Dabei ist erwähnenswert, dass das Anwenden von Unit-Tests nicht zwingend mit der testgetriebenen Entwicklung gleichgestellt werden muss, denn Unit-Tests können auch nachträglich implementiert werden.

Unit Tests

ABAP Unit ist ein zentraler Bestandteil der SAP-Entwicklungsumgebung. Es wird in Eclipse als auch in der SAP-internen Entwicklungsumgebung SE80 unterstützt. Unit Tests werden in einer gesonderten Laufzeitumgebung durchgeführt, die den Entwickelnden eine Vielzahl an Optionen und Diagnosemöglichkeiten bietet.

Unit Tests machen den Unterschied zwischen testen und ausprobieren. Während man als Entwickelnder gerne die Logik mit einzelnen Parametern auszuprobiert (Testprogramm oder Debugging), können Unit Tests alle bereits definierten Kombinationen von Eingangsparametern und deren Ergebnisse mit einem Klick auf Korrektheit überprüft werden. Durch die Vielzahl von definierten Ausgangssituationen hat man die Sicherheit, dass diese nach Änderungen (Bug-fixing, geänderten Anforderungen oder Refactoring) immer noch das gewünschte Ergebnis liefern – und zwar alle, nicht nur die zwei, drei oder fünf, die man nach einer Änderung ausprobiert.

Wie sinnvoll Unit Tests sind, merkt man spätestens, wenn man auf Coding stößt, dass in etwa so aussieht:

IF i_vkorg = ‚1000‘ or i_vkorg = ‚1100‘ or i_vkorg = ‚2100‘.
  IF i_vtweg(1) = ‚1‘ AND i_auart = ‚TA‘.
    result = ‚A‘.
  ELSE.
    IF i_auart = ‚ZTA‘ and i_vtweg = ’20‘.
      result = ‚B‘.
    ENDIF.
  ENDIF.
ELSEIF i_vkorg = ‚2200‘ AND ( i_auart = ‚TA‘ or i_auart = ‚ZTA‘ ).
  result = ‚C‘.
ENDIF.

Bei so einem Coding ist es ohne Forschungsarbeit kaum ersichtlich, bei welchen Konstellationen welcher Wert geliefert werden soll. Bei notwendigen Änderungen ist es nicht unwahrscheinlich, dass die Logik bei bestimmten Konstellationen nicht mehr wie ursprünglich gewünscht arbeitet. Unit Tests machen das Coding zwar nicht übersichtlicher, aber sie definieren exakt, welche Parameter welches Ergebnis ergeben sollen. Bei einer Änderung kann ich als Entwickelnder also einerseits neue Anforderungen einbauen und andererseits ein Refactoring durchführen – beides mit der Sicherheit, dass die vorhandene Logik immer noch funktioniert.

Das Gute an Unit Tests ist: Sie können nachträglich zu einer Klasse definiert werden, ohne die Logik der Klasse selbst zu beeinflussen. Ich kann also beispielsweise einen Unit Test für folgende Konstellation erstellen:

Stelle sicher, dass bei der Behauptung (engl.: assert) i_vkorg = ‚1000‘, i_vtweg = ’10‘ und i_auart = ‚TA‘ der Wert „A“ herauskommt. Das Ergebnis dieser Behauptung kann ich mit einem Tastendruck verifizieren. In Verbindung mit vielen weiteren Unit Tests ergibt sich ein Sicherheitsnetz, das Programmierenden die Gewissheit gibt, dass eine vorhandene Geschäftslogik nicht unbeabsichtigt verändert wurde.

Vor- und Nachteile

Da das schrittweise Lösen von Problemen mit gleichzeitigem Testen im Allgemeinen nicht die Art ist, wie man das Programmieren erlernt, sind viele Entwicklerinnen und Entwickler das Anwenden von Unit-Tests nicht gewohnt. So gehen viele davon aus, dass das Implementieren von Unit-Tests einen hohen Aufwand mit sich bringt. Die Aussage ist zwar richtig, lässt sich jedoch entkräften, denn Unit-Tests bilden ein Sicherheitsnetz, das Änderungen sicherer machen. Werden Änderungen im Code durchgeführt, dann sind Fehler schnell und präzise lokalisierbar. Dadurch erspart man sich Zeit und Nerven bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen und durch das manuelle Ausführen von Geschäftsprozessen. Ein weiterer Vorteil, der daraus resultiert: Der Kunde spart Kosten ein, da in Bezug auf zukünftige Entwicklungen weniger Aufwand beim Testen betrieben werden muss. Zudem fördern das Schreiben der Tests die eigene Entwicklung, denn die Codequalität verbessert sich durch das gedankliche Arbeiten sowie Auseinandersetzen mit dem Code, da dieser ständig überdacht wird.

Ein Nachteil der Unit-Tests besteht darin, dass Entwickelnde diese falsch einsetzen könnten und somit eine trügerische Sicherheit vorgegaukelt wird. Außerdem entsteht ein Initialaufwand, der bei der Kalkulation von Softwareprojekten zu beachten ist. Weiter müssen sich Entwicklerinnen und Entwickler im Klaren darüber sein, dass Unit-Tests nur die Funktionalität des Source Codes prüfen. Die Performance und Usability fallen nicht in das Gebiet von Unit-Tests. Private Methoden werden in der Regel nicht getestet, da die Testklassen nur die Schnittstelle von öffentlichen Methoden testen.

Unit-Tests im ABAP Umfeld

Die SAP bietet für Unit-Tests das sogenannte Test Framework „ABAP Unit”. Dieses ist Teil des ABAP-Stacks seit Web AS 6.40 und ist komplett in die ABAP Workbench sowie Eclipse integriert. ABAP Entwickelnde dürfen sich in nahezu jedem Release über eine dynamische Weiterentwicklung des Testframeworks freuen.

Fazit

Unit-Tests sind ein mächtiges Werkzeug, das sich in der Softwareentwicklung bewährt hat. Nachdem ein Umdenken und Verinnerlichen der neuen Vorgehensweise in der Entwicklung stattgefunden hat, steigert sich die Source Code Qualität, während sich der Arbeitsaufwand proportional dazu verringert. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.

Weiterbildung in Hannover

Für Entwicklerinnen und Entwickler, die sich für die Thematik des Test Driven Developments interessieren, bietet die Inwerken AG verschiedene Events wie bspw. den „ABAP CodeRetreat“ oder die „SAP CodeJam“, wo man entweder die Technik anwendet oder sich in einem Vortag bestens über die Thematik informieren kann. Wir freuen uns stets über neue Gesichter! Außerdem erwarten Sie zwei weitere Blogbeiträge, die sich mit ABAP in Eclipse und der Implementierung von Unit-Test-Beispielen beschäftigen.

Fragen und Kontakt

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SAP Joule: Wie SAP®s KI-Copilot den Arbeitsalltag in Unternehmen verändert

SAP Joule: Wie SAP®s KI-Copilot den Arbeitsalltag in Unternehmen verändert

Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein Buzzword. Sie wird zur Arbeitsrealität. Mit SAP Joule hat SAP® einen intelligenten, kontextsensiblen KI-Assistenten entwickelt, der nicht nur auf Fragen antwortet, sondern Aufgaben versteht, Prozesse anstößt und Entscheidungen fundiert unterstützt. Der Clou: Joule ist nativ in SAP®s Cloud-Anwendungen eingebettet und versteht die Sprache der Geschäftsprozesse. Was das für Unternehmen, IT-Abteilungen, SAP®-Beratende und Digitalverantwortliche bedeutet, zeigt dieser Ausflug in die neue Arbeitsweise mit SAP® Joule.

Was macht Joule besonders?

Wer SAP® kennt, weiß: Die Systeme sind mächtig, aber auch komplex. Genau hier setzt Joule an. Der KI-Copilot agiert nicht als externes Tool, sondern als integrierter Begleiter, der innerhalb der gewohnten SAP-Oberfläche eingebettet ist.

Das Besondere: Joule interagiert über natürliche Sprache, schriftlich oder mündlich, und versteht den fachlichen Kontext hinter der Nutzeranfrage. Ob Fragen, Navigation, Transaktionen oder Analysen. Joule versteht, worum es geht und liefert Antworten, startet Aktionen, zeigt relevante Anwendungen an und unterstützt aktuell 11 Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch und Portugiesisch.

Vier Wege, wie Joule mit seinen Nutzern kommuniziert

(Bild 1, Quelle: SAP®)

Informational – Wissen, wenn man es braucht

Statt Handbücher zu wälzen oder durch Foliensätze zu klicken, beantwortet Joule fachliche Fragen direkt, basierend auf SAP-Dokumentation oder sogar eigenen Unternehmensrichtlinien. So lässt sich etwa schnell klären, wie Reiseanträge gestellt oder Bestellprozesse abgewickelt werden. Wenn gewünscht, auch mit Quellenangaben.

Navigational – Ohne Umwege zur richtigen App

SAP-Oberflächen können unübersichtlich sein. Joule nimmt einem die Suche ab. Wer nicht genau weiß, wie eine App heißt oder wo sie sich befindet, bittet Joule einfach, ihn „zur App zum Hochladen von Lieferantenrechnungen“ zu bringen und ist mit einem Klick da.

Transactional – Von der Sprache zur Aktion

Joule kann Transaktionen auslösen, ganz ohne Klick. So kann man etwa sagen: „Bitte genehmige die offene Bestellung PO4297“ oder „Erstelle eine neue Position für den Job Marketing Manager“. Auch komplexere Aufgaben wie die Erstellung eines neuen Prozesses in SAP Signavio erledigt Joule auf Zuruf.

Analytical – Zahlen, Daten, Visualisierungen

Ein echtes Highlight ist die Verbindung mit der SAP Analytics Cloud: Joule kann Analysen durchführen, Dashboards öffnen und sogar Trends aufzeigen. Fragen wie „Wie ist der Umsatzverlauf im Vergleich zum Vorjahr?“ werden direkt visualisiert beantwortet, ohne dass man das System wechseln muss.

Was bedeutet das für die Praxis?

In der Theorie klingt vieles gut, aber wie sieht es im Alltag aus? Hier einige konkrete Anwendungsbeispiele:

  • Einkauf: „Zeig mir alle überfälligen Bestellanforderungen“ → Joule filtert und zeigt direkt an.
  • HR: „Wie viel Urlaub hat Mitarbeiterin Müller noch?“ → Joule greift auf SuccessFactors zu und liefert die Antwort.
  • Finance: „Zeige mir die Materialbelege vom April“ → Antwort mit Links zur Detailansicht.
  • Beratung: „Erkläre mir den ABAP-Code in dieser Custom Function“ → Joule liefert eine verständliche Zusammenfassung inklusive Logik.
  • Entwicklung: „Generiere mir einen UI5-Code für eine Bestellliste“ → Joule erstellt das Grundgerüst, direkt einsatzbereit.

Joule Agents: Die nächste Evolutionsstufe

Mit Joule Agents entwickelt SAP® autonome KI-Einheiten, die komplexe Aufgaben mehrstufig planen, mit anderen Agents oder Menschen kooperieren und sich bei Bedarf selbst korrigieren können. Ob Dispute Management, Recruiting oder Sourcing, diese Agents sollen ab 2025 operative Intelligenz in großem Maßstab ermöglichen. Für Unternehmen bedeutet das: noch weniger repetitive Arbeit, noch mehr Entscheidungsunterstützung.

Synergie mit Microsoft 365: Nahtlos zwischen SAP® & Office

Ein echter Meilenstein ist die Integration von Joule in Microsoft 365 Copilot und umgekehrt. SAP-Nutzende können z. B. in Microsoft Teams SAP-Daten abfragen („Zeig mir die offene Bestellung für Kunde X“) und erhalten die Antwort direkt aus Joule. Ebenso lassen sich Mails, Termine und SharePoint-Dokumente von SAP® aus durchsuchen. Das erspart ständiges Hin- und Herwechseln zwischen Systemen und sorgt für einen spürbar reibungsloseren Arbeitsfluss.

(Bild 2, Quelle: SAP®)

Joule Studio: KI-Skills per Klick

Mit Joule Studio lassen sich eigene KI-Funktionen für Joule erstellen, ganz ohne Programmieraufwand. Über einfache Schnittstellen und Vorlagen können Unternehmen ihre SAP-Prozesse erweitern, automatisieren oder mit Drittanwendungen verknüpfen.

Ob Genehmigungsworkflow, Datenintegration oder Self-Service, mit wenigen Klicks entstehen neue Skills, die sich nahtlos in Joule einfügen. Governance-Tools sorgen für Transparenz und Kontrolle.

So wird Joule vom smarten Assistenten zur offenen Plattform für individuelle Prozessintelligenz.

Entwickelnde & Low-Code: Joule denkt mit

Joule ist kein Assistent nur für Endanwendende. Auch Entwickelnde profitieren massiv. In SAP Build und der ABAP-Umgebung unterstützt Joule beim Generieren, Erklären und Optimieren von Code. Wer jemals versucht hat, eine komplexe ABAP-Funktion zu entschlüsseln, wird diese Funktion lieben. Und mit dem Joule Studio können eigene Skills und Automatisierungen erstellt werden, ganz ohne tiefe Programmierkenntnisse.

(Bild 3, Quelle: SAP®)

Beraterinnen und Berater aufgepasst: Weniger Recherche, mehr Wertschöpfung

Für SAP-Beratende verspricht Joule enorme Effizienzgewinne:

  • Bis zu 1,5 Stunden Zeitersparnis pro Tag bei der Informationsbeschaffung
  • 40 % weniger Aufwand, um Legacy-Code zu verstehen
  • Bis zu 8 % kürzere Projektlaufzeiten, insbesondere in Phasen wie Explore oder Realize

Joule greift auf 200.000+ Seiten Dokumentation, Zertifizierungen und kuratierte Community-Inhalte zu und bringt das Wissen direkt in den Kontext des Projekts.

(Bild 4, Quelle: SAP®)

Fazit: KI, die SAP® wirklich versteht

SAP Joule ist kein weiteres Gimmick, sondern eine tief integrierte, strategisch relevante Komponente im SAP-Kosmos. Unternehmen, die auf SAP® setzen, erhalten mit Joule ein Werkzeug, das Prozesse nicht nur automatisiert, sondern tatsächlich intelligenter macht. Die Kombination aus kontextbasiertem Wissen, nativer SAP-Integration und generativer KI macht Joule zu einem echten Gamechanger für den Einkauf, HR, Finance, Entwicklung und Beratung gleichermaßen.

Noch ein Bonus: Joule liefert nicht nur schnelle, sondern auch fundierte Antworten. Dank Document Grounding zieht der Assistent Informationen direkt aus unternehmenseigenen Quellen, etwa HR-Dokumenten oder Richtliniendateien und kombiniert sie mit KI-Verständnis. Das Ergebnis: verlässliche, nachvollziehbare Antworten mit Quellenangabe.

Wer jetzt handelt, sichert sich Effizienzgewinne, Innovationskraft und Nutzerzufriedenheit in einem Zug. Joule ist nicht die Zukunft. Joule ist jetzt.

Fragen und Kontakt

Haben Sie Rückfragen zu SAP Joule? Einfach schreiben an sapberatung@inwerken.de. Unser SAP-Beratungs-Team meldet sich bei Ihnen! Leistungen darüber hinaus finden Sie in unserem Portfolio.

Über die Inwerken AG

Seit 2000 beraten wir Unternehmen dabei SAP®-Prozesse effizienter zu gestalten und IT-Lösungen wirkungsvoll einzusetzen. Als erfahrener Partner für SAP®-Beratung und -Entwicklung, S/4HANA®-Conversions, IT-Services und allgemeine Unternehmensaufgaben im Kontext der digitalen Prozess-Transformation begleiten wir unsere Kunden branchenübergreifend und auf internationaler Bühne: onsite und remote.
Mit 6 deutschlandweiten Standorten und rund 70 Fachkräften passen wir Standardprozesse passgenau an, schulen Key-User, unterstützen das Projektmanagement und bieten zuverlässigen First- und Second-Level-Support. Als SAP®-Silver-Partner liefern wir sowohl praxistaugliche Lösungen als auch eigene Produkte, die den Arbeitsalltag wirklich vereinfachen.
„… einfach beraten“: Zuhören. Wissen. Lösen. Entwickeln. Unternehmen profitieren von unserer praxisnahen Beratung auf Augenhöhe sowie unseren zusätzlichen IT- und SAP®-Basis-Leistungen für eine starke systemische Grundlage. Kunden vertrauen auf unsere Kernwerte: Partnerschaft, Offenheit, Exzellenz und Kompetenz.

Weitere Informationen finden Sie auf
• www.inwerken.de
• www.karriere.inwerken.de
• www.digitalisierung.inwerken.de

Firmen-Standorte: Isernhagen (Firmenhauptsitz), Berlin, Braunschweig, Hamburg, Jena, Stuttgart.
Geschäftsführung: Frank Bachmann (Gründer und Vorstandsvorsitzender), Rudolf Jost, Holger Lexow. Aufsichtsrat: Gunnar Menzel

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SAP®-Grundlagenschulungen für Key-User

SAP®-Grundlagenschulungen für Key-User

Ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit bei Inwerken ist das Schulen von Key-Usern. Denn nur wer weiß, was zu tun ist und welche Tipps oder Kniffe es im täglichen Umgang mit SAP® gibt, kann die Vorteile des ERPs nutzen. Inwerkens SAP®-Berater und Seminarreferent beschreibt im nachfolgenden Beitrag seine Erfahrungen und warum gerade SAP®-Grundlagenschulungen für Anwenderinnen und Anwender so wertvoll sind.

Beobachtung: SAP®-Key-User arbeiten komplizierter als sie müssen

Seit einigen Jahren vermittle ich Grundwissen für SAP®-Key-User. Viele Firmen achten bereits bei der Bewerberauswahl darauf Personen mit SAP®-Kenntnissen einzustellen. Was dabei häufig unterschätzt wird: Zahlreiche User haben den Umgang mit dem ERP-System autodidaktisch bzw. mithilfe von anderen Endanwendenden gelernt. Somit haben sie von vielen Tipps und Tricks nie etwas gehört. Gleichwohl es den Arbeitsalltag sehr erleichtern würde.

Im Rahmen meiner Schulungen höre ich oft den Satz: „Hätte ich das gewusst, dann wäre meine Arbeit die letzten Jahre viel entspannter gewesen.“ Nicht selten handelt es sich hierbei sogar um aufgestaute Frustfaktoren, die sich auf die Arbeitsqualität der Anwendenden negativ auswirkt. Dabei ist dieser so einfach vermeidbar.

Empfehlung: Fachbereichsübergreifende SAP®-Grundlagenschulungen

Ich kann allen nur empfehlen, sich von Zeit zu Zeit mit dem Thema Grundlagenschulung für SAP® zu befassen. Insbesondere dann, wenn Sie …

  • … SAP® oder S/4HANA® frisch eingeführt haben.
  • … mehrere neue Endanwendende (in unterschiedlichen Fachbereichen) eingestellt haben.
  • … langjährige Mitarbeitende haben, die lange keinen Auffrischungskurs erhalten haben oder im Rahmen des Arbeitsverhältnisses bei Ihnen noch keinen Kurs besuchen konnten.

In meinen Schulungen geht es nicht um Wissen in den einzelnen Fachbereichen, sondern um die Tricks im Hintergrund, die übergreifend anwendbar sind. Von diesen kleinen „Giveaways“ gibt es eine Menge. Dabei geht es bspw. um Abkürzungen, Tastenkombinationen oder auch Optionen an diversen Stellen, die sehr hilfreich für den Arbeitsalltag sein können. Insofern ist es auch nicht relevant, ob noch mit dem ERP ECC oder bereits mit S/4HANA® gearbeitet wird. Der einzige Unterschied ist vielleicht der Ort, wo man diese unterstützenden Infos finden kann. Die tägliche Arbeit wird mit diesen Kenntnissen sofort erleichtert und die Mitarbeiterzufriedenheit mit dem System und der eigenen Arbeit steigt.

Aufbau der SAP®-Grundlagenschulung

Eine SAP®-Grundlagenschulung dauert etwa 4 Stunden und kann wie geschildert mit unterschiedlichen Fachbereichen gleichzeitig stattfinden. Hierbei erfinde ich nicht das Rad neu, sondern verweise auf Bestehendes und wo es zu finden ist. Dabei spreche ich mit den Teilnehmenden über folgende Punkte:

  • Kurzbefehle
  • Menüsteuerung
  • Suchhilfen
  • Favoritenverwaltung
  • Hilfefunktionen
  • Table Control – Varianten
  • Anzeigeoptionen
  • Benutzereinstellungen – Parameter
  • Layouterstellung
  • Druck eines Spoolauftrages, … einer Tabelle, … einer Ausgabetabelle
  • Änderungsbelege – Historie

Die Schulungen finden idealerweise vor Ort statt. Doch auch remote ist möglich. Erfahrungsgemäß ist es jedoch für den Lernerfolg der Teilnehmenden sinnvoller, wenn man live interagieren kann.

Sie haben Fragen oder Interesse an einer SAP®-Grundlagenschulung oder S/4HANA®-Anwenderschulung? Melden Sie sich gern! Entweder über unser Kontaktformular oder per Mail an sapberatung@inwerken.de

Über die Inwerken AG

Seit 2000 beraten wir Unternehmen dabei SAP®-Prozesse effizienter zu gestalten und IT-Lösungen wirkungsvoll einzusetzen. Als erfahrener Partner für SAP®-Beratung und -Entwicklung, S/4HANA®-Conversions, IT-Services und allgemeine Unternehmensaufgaben im Kontext der digitalen Prozess-Transformation begleiten wir unsere Kunden branchenübergreifend und auf internationaler Bühne: onsite und remote.
Mit 6 deutschlandweiten Standorten und rund 70 Fachkräften passen wir Standardprozesse passgenau an, schulen Key-User, unterstützen das Projektmanagement und bieten zuverlässigen First- und Second-Level-Support. Als SAP®-Silver-Partner liefern wir sowohl praxistaugliche Lösungen als auch eigene Produkte, die den Arbeitsalltag wirklich vereinfachen.
„… einfach beraten“: Zuhören. Wissen. Lösen. Entwickeln. Unternehmen profitieren von unserer praxisnahen Beratung auf Augenhöhe sowie unseren zusätzlichen IT- und SAP®-Basis-Leistungen für eine starke systemische Grundlage. Kunden vertrauen auf unsere Kernwerte: Partnerschaft, Offenheit, Exzellenz und Kompetenz.

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