Autor: Firma Inwerken

Medienbrüche im Serviceprozess

Medienbrüche im Serviceprozess

Serviceaufträge werden in SAP S/4HANA® angelegt, doch die operative Rückmeldungen des Außendiensts erfolgen häufig außerhalb des Systems. Zeiten, Materialverbräuche oder Fotos werden manuell dokumentiert und später nacherfasst. Das führt zu Verzögerungen, Informationsverlusten und zusätzlichem Aufwand. Dieser Beitrag zeigt, warum die klassische ERP-Serviceabwicklung bei mobilen Außendiensteinsätzen an ihre Grenzen stößt und wie eine integrierte Lösung Abhilfe schaffen kann.

Was SAP S/4HANA im Service leistet und was nicht

SAP S/4HANA stellt in vielen Unternehmen das führende System für Serviceprozesse dar. Lösungen wie Servicemanagement oder Enterprise Asset Management ermöglichen die Anlage von Serviceaufträgen, die Verwaltung technischer Objekte sowie die Abrechnung von Leistungen. Stammdaten, Konditionen und kaufmännische Belege sind hier konsistent integriert.

Im Kern ist SAP S/4HANA darauf ausgelegt, Geschäftsprozesse zentral zu steuern und abzurechnen. Die operative Arbeit im Außendienst, insbesondere unter mobilen Bedingungen, ist nicht primär der Fokus dieser Architektur.

Servicetechnikerinnen und Servicetechniker arbeiten vor Ort beim Kunden. Sie benötigen schnellen Zugriff auf Auftragsinformationen, eine einfache Erfassung von Zeiten, Material und Fotos sowie die Möglichkeit zur digitalen Unterschrift. Wird dies nicht direkt im System unterstützt, entstehen zwangsläufig Medienbrüche.

Wo klassische ERP-Serviceabwicklung an mobile Grenzen stößt

Die Herausforderungen beginnen bereits bei der Informationsbereitstellung. Serviceaufträge werden in SAP S/4HANA erfasst und disponiert. Außendienstmitarbeiterinnen und Außendienstmitarbeiter erhalten die Informationen jedoch als Papierausdruck, E-Mail oder über indirekte Zugänge.

Vor Ort beim Kunden passiert dann Folgendes:

  • Arbeitszeiten werden auf manuellem Zettel notiert
  • Materialverbräuche auf Papier festgehalten
  • Fotos separat auf einem nicht ans System angebundenen Endgerät gespeichert
  • Kundensignaturen erfolgen auf Papier

Die strukturierte Rückmeldung im ERP-System erfolgt später im Büro. Zwischen tatsächlicher Leistungserbringung und systemischer Verbuchung liegt eine zeitliche Lücke und weitere manuelle Schritte wie bspw. abtippen oder scannen. Das birgt viel Fehlerpotenzial.

Besonders kritisch ist dies in folgenden Bereichen:

  1. Fakturierung
    Ohne zeitnahe Rückmeldung kann keine vollständige Abrechnung erfolgen. Rechnungen verzögern sich, Liquiditätspotenziale bleiben ungenutzt.
  2. Controlling
    Aufwände und Materialverbräuche sind erst verspätet im System sichtbar. Kennzahlen zur Auslastung oder First Time Fix Rate verlieren an Aussagekraft.
  3. Disposition
    Statusänderungen werden nicht in Echtzeit zurückgemeldet. Disponentinnen und Disponenten arbeiten mit unvollständigen Informationen.

Kurz zusammengefasst: Das ERP-System erfüllt seine Rolle als führendes System. Es ist jedoch nicht für eine mobile, appbasierte Echtzeiterfassung konzipiert und wird entsprechend dafür auch nicht genutzt.

Informationsverluste zwischen Innendienst und Außendienst durch Medienbrüche

Medienbrüche passieren, wenn Informationen während eines Ablaufs das Format oder Medium wechseln (z. Bsp. von digital zu Papier), damit eine Weiterverarbeitung stattfinden kann. Sie sind nicht nur technisch, sondern auch prozessual. Zwischen Innendienst und Außendienst existieren häufig mehrere Übergabepunkte. Jeder dieser Punkte birgt ein Risiko von Informationsverlusten.

(Grafik 1)

Abbildung: Typischer Medienbruch zwischen ERP und Außendienst

Typische Schwachstellen sind:

  • Unklare oder unvollständige Arbeitsanweisungen
  • Fehlende Rückmeldung zu Zusatzleistungen
  • Nicht dokumentierte Materialverbräuche
  • Verlust von Bilddokumentationen

Gerade bei komplexeren Serviceeinsätzen entsteht eine Differenz zwischen dem, was vor Ort tatsächlich geleistet wurde und dem, was im System dokumentiert ist. Diese Differenz wirkt sich unmittelbar auf Transparenz und Wirtschaftlichkeit aus.

In unserer täglichen Beratungs- und Entwicklungspraxis sehen wir, dass viele Organisationen mit funktionierenden ERP-Prozessen arbeiten, jedoch keinen durchgängigen digitalen Serviceprozess etabliert haben. Die Folge ist eine Mischlandschaft aus System und Papier, die zusätzliche manuelle Schritte erfordert und sowohl Fehleranfälligkeit als auch Abstimmungsaufwand erhöht.

(Grafik 2)

SAP FSM als mobile Erweiterung von SAP S/4HANA

SAP Field Service Management, kurz SAP FSM, ist eine cloudbasierte Lösung, die speziell für operative Serviceprozesse entwickelt wurde. Sie ergänzt das ERP-System um mobile Funktionen für Planung und Rückmeldung.

Zentrale Merkmale sind:

  • Mobile App für Servicetechnikerinnen und Servicetechniker
  • Digitale Erfassung von Zeiten, Material und Fotos
  • Direkte Dokumentation im Servicekontext
  • Möglichkeit zur digitalen Kundensignatur

Der wesentliche Vorteil liegt in der unmittelbaren Systemanbindung. Rückmeldungen aus dem Außendienst (z. Bsp. Fotos zur Dokumentation, Messwerte, Arbeitszeiten oder verbrauchtes Material, die mit einem mobilen Endgerät wie Tablet oder Smartphone erfasst werden) werden über eine technische Integration direkt in das S/4HANA-System übertragen. Somit entfallen manuelle Nacherfassungen.

(Grafik 3)

Abbildung: Durchgängiger Prozess zwischen ERP und Außendienst

Auch Materialverbräuche, Bilddokumentationen oder ergänzende Leistungen werden strukturiert erfasst. Damit entsteht eine konsistente Datenbasis ohne Medienbrüche. Voraussetzung ist eine saubere End-to-End-Integration über die SAP Business Technology Platform. Die Plattform ermöglicht es, Anwendungen, Daten und Prozesse aus verschiedenen Systemen zu integrieren und zu erweitern. Auf dieser Basis können mobile Service-Apps, Middleware und das SAP-Kernsystem zuverlässig miteinander kommunizieren.

Herausforderungen bei der FSM-Implementierung und wie man sie löst

In unserer Beratungspraxis steht immer der gesamte Prozess im Mittelpunkt. Unser Ziel ist Serviceprozesse so zu gestalten, dass Informationen ohne Medienbruch vom Auftragseingang bis zur Rückmeldung im System verfügbar sind. Technisch lässt sich eine stabile Anbindung zwischen SAP S/4HANA On-Premise und SAP FSM über die SAP Business Technology Platform und die SAP Integration Suite einfach realisieren.

Aus architektonischer Sicht bedeutet dies, dass Serviceaufträge aus SAP S/4HANA an SAP FSM übertragen werden. Rückmeldungen aus der mobilen App fließen automatisiert zurück. Die Integrationsschicht, beispielsweise realisiert über die Services der SAP BTP, übernimmt dabei Datenmapping, Routing und Sicherheitsmechanismen.

Inwerken unterstützt bei der eigentlichen Herausforderung in der Umsetzung: Dem sauberen Zusammenspiel der Datenmodelle. Obwohl beide Lösungen (SAP S/4HANA und SAP FSM) aus dem SAP-Portfolio stammen, unterscheiden sich Objektstrukturen und Felddefinitionen. Für einen konsistenten End-to-End-Serviceprozess ist daher ein präzises Mapping der relevanten Datenobjekte entscheidend.

Fazit: Durchgängige Serviceprozesse als strategischer Erfolgsfaktor

SAP S/4HANA bildet eine stabile Basis für Serviceprozesse. Für mobile Außendiensteinsätze reicht das ERP-System allein jedoch häufig nicht aus. Medienbrüche zwischen System und operativer Durchführung führen zu Informationsverlusten, Verzögerungen und administrativem Mehraufwand.

Eine Erweiterung durch SAP FSM in Verbindung mit einer technischen End-to-End-Integration über die SAP Business Technology Platform ermöglicht eine durchgängige Prozesskette. Serviceaufträge, Materialverbräuche, Fotos und Rechnungsinformationen werden ohne manuelle Zwischenschritte verarbeitet.

Durch eine einmalig umgesetzte Integration entfallen manuelle Nacherfassungen. Rückmeldungen aus der App fließen direkt ins SAP S/4HANA-System, wodurch Serviceaufträge schneller abgeschlossen und Servicefachkräfte im Außendienst entlastet werden.

Sie haben Fragen zum Thema „SAP FSM“? Einfach schreiben an sapberatung@inwerken.de. Unser SAP-Beratungs-Team meldet sich bei Ihnen! Weitere Informationen zu Integrationsszenarien im technischen Service finden Sie in unserem Portfolio.

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Seit 2000 beraten wir Unternehmen dabei SAP-Prozesse effizienter zu gestalten und IT-Lösungen wirkungsvoll einzusetzen. Als erfahrener Partner für SAP-Beratung und -Entwicklung, S/4HANA-Conversions, IT-Services und allgemeine Unternehmensaufgaben im Kontext der digitalen Prozess-Transformation begleiten wir unsere Kunden branchenübergreifend und auf internationaler Bühne: onsite und remote.
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Potenziale von SAP Field Service Management im technischen Außendienst

Potenziale von SAP Field Service Management im technischen Außendienst

Digitale Prozessoptimierung im technischen Außendienst entscheidet zunehmend über Effizienz, Servicequalität und wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig sind viele Serviceorganisationen von fragmentierten Informationen und manuellen Abläufen geprägt. Dieser Beitrag zeigt, wie SAP Field Service Management hilft, diese Herausforderungen zu lösen und wo Effizienzpotenziale liegen.

Was digitale Prozessoptimierung im Außendienst bedeutet

Digitale Prozessoptimierung bedeutet für den technischen Außendienst, dass eine durchgängige Unterstützung aller servicebezogenen Abläufe mithilfe von IT angestrebt wird. Dazu zählen unter anderem die Einsatzplanung, eine mobile Unterstützung der Servicetechnikerinnen und Servicetechniker, die strukturierte Rückmeldung von Leistungen sowie die Auswertung von Kennzahlen. Ziel ist es Informationen dort verfügbar zu machen, wo sie benötigt werden und manuelle Zwischenschritte zu reduzieren.

In unserer täglichen Beratungs- und Entwicklungspraxis bei Inwerken zeigt sich, dass die Integration in bestehende SAP-Landschaften eine zentrale Rolle spielt. Die KI-gestützte Cloud Software SAP Field Service Management fungiert als Bindeglied zwischen operativem Service und kaufmännischen Prozessen und schafft die Grundlage für durchgängige Serviceprozesse.

Erkenntnisse aus dem Servicealltag und ihre Einordnung mit SAP Field Service Management

Inwerken führte 2026 eine anonyme Befragung unter Servicetechnikerinnen und Servicetechnikern durch. Ziel war es, die aktuellen Herausforderungen bei den Außendiensteinsätzen noch besser zu verstehen. Folgende wiederkehrende Problematiken stellten sich heraus, die den Arbeitsalltag spürbar erschweren:

  • mangelnde Vorabinformationen zu Einsätzen
  • unübersichtliche oder umständliche App-Gestaltung und Dokumentationsprozesse
  • Defizite in Planung & Kommunikation
  • hohe bürokratische Lasten
  • unvollständige Verlaufshistorien
  • technische Hindernisse bei Endgeräten

Diese Punkte wirken sich unmittelbar auf die Effizienz der Serviceprozesse aus und prägen zugleich die Erwartungen an zeitgemäße Field-Service-Lösungen.

Ein Abgleich mit den Standardfunktionen von SAP FSM zeigt: Viele dieser Schmerzpunkte werden durch vordefinierte Features adressiert, ohne dass umfangreiche kundenspezifische Entwicklungen nötig wären.

SAP FSM: Vorabinformation und mobile Einsatzdaten

SAP FSM stellt eine digitale Plattform zur Außendienststeuerung bereit, über die Servicetechnikerinnen und Servicetechniker bereits vor Fahrtbeginn alle relevanten Auftragsinformationen erhalten. Dazu gehören relevante Einsatzdetails, Kundendaten, Anlageninformationen und Servicehistorien, die in der mobilen App dargestellt werden. Dies reduziert Unsicherheiten vor Ort und ermöglicht eine gezielte Vorbereitung.

SAP FSM: App & Dokumentation

Die Standard-Mobile-App von SAP FSM unterstützt Servicetechnikerinnen und Servicetechniker auf iOS-, Microsoft- und Android-Geräten (offline-fähig) beim strukturierten Erfassen ihrer Tätigkeiten, Arbeitszeiten, Materialentnahmen und Serviceberichten. Funktionen wie das Aufnehmen von Fotos, Scannen von Barcodes/QR-Codes und digitale Unterschriften vereinfachen die Dokumentation erheblich. Es wird kein Papier mehr benötigt. Eine nachträgliche Eingabe und Erfassung im Büro entfällt entsprechend auch.

Planung & Kommunikation mit SAP FSM

In SAP FSM ist eine Echtzeit-Einsatzplanung enthalten, die Disponentinnen und Disponenten eine grafische Plantafel (Dispatcher Board) zur Verfügung stellt, um Aufträge nach Verfügbarkeit, Qualifikation und geografischen Kriterien zuzuweisen. Zusätzlich ermöglichen automatisierte Kundenbenachrichtigungen den Kundinnen und Kunden Status-Updates zu Terminen und Ankunftszeiten. Diese Funktionen verbessern die Abstimmung zwischen Back-Office, Disposition und Außendienst sowie die Kommunikation entlang des Einsatzprozesses. Für den Außendienst bedeutet das konkret:

  • weniger unnötige Fahrten
  • kürzere Wegezeiten
  • realistisch geplante Arbeitstage

Prozess & Bürokratieabbau mit SAP FSM

Standardisierte Workflows und geführte Smart Forms (Formulare) in der mobilen App helfen dabei, Prozesse zu vereinheitlichen und unnötige administrative Tätigkeiten zu reduzieren. Durch strukturierte Eingabemasken und obligatorische Felder wird sichergestellt, dass notwendige Daten schon vor Ort konsistent erhoben werden. Dies reduziert Doppelarbeit und erleichtert die nachgelagerte Verarbeitung im Back-Office.

Service-Historie und Datenverfügbarkeit in SAP FSM

SAP FSM zentralisiert servicebezogene Daten und verknüpft diese mit Stammdaten aus dem Backend-System (z. B. SAP S/4HANA). Dadurch sind Verlaufshistorien zu Kunden, Anlagen und erledigten Servicefällen für alle berechtigten Nutzerinnen und Nutzer jederzeit einsehbar. Das schafft Transparenz über vergangene Einsätze und ermöglicht datenbasierte Entscheidungen im operativen Geschäft.

Endgeräte und technische Unterstützung:

Die mobile App von SAP FSM ist als „offline-first“-Lösung ausgelegt, die auch bei schwacher oder fehlender Netzabdeckung funktioniert. Synchronisationen erfolgen automatisch, sobald eine Verbindung wieder verfügbar ist. Dies stellt sicher, dass Servicetechnikerinnen und Servicetechniker unabhängig vom Netzempfang arbeiten können und unterstützt den Einsatz in unterschiedlichen Umgebungen.

Durch diese standardisierten Funktionsbausteine adressiert SAP FSM viele der von Serviceteams identifizierten Pain Points direkt in der Standard-Auslieferung. In Kombination mit einer passgenauen Prozesseinbettung und sinnvollen Integrationen in die bestehende IT-Landschaft entstehen so spürbare Verbesserungen im Servicealltag.

Transparenz schaffen: Von operativen Daten zu belastbaren Kennzahlen

Ein häufig unterschätzter Aspekt digitaler Field-Service-Lösungen ist die Möglichkeit zur systematischen Auswertung von Serviceinformationen. Durch strukturierte Rückmeldungen entstehen valide Auskünfte zu Einsatzzeiten, Erstlösungsquoten oder Nacharbeiten. Diese Kennzahlen bilden die Grundlage für eine kontinuierliche Optimierung der Serviceprozesse.

Nachfolgende Tabelle zeigt beispielhaft, welche Informationen durch SAP Field Service Management konsistent verfügbar gemacht werden können und welchen Mehrwert sie bieten:

(Grafik 1)

Die Erfahrung aus Projekten zeigt, dass diese Transparenz nicht nur operative Entscheidungen verbessert, sondern auch die Argumentationsbasis gegenüber der Geschäftsführung stärkt.

Visuelle Einordnung der Prozesszusammenhänge

(Grafik 2)

Die Darstellung verdeutlicht, dass Effizienzpotenziale vor allem aus dem durchgängigen Zusammenspiel der Prozessschritte entstehen.

Fazit und Ausblick auf den nächsten Schritt

SAP Field Management bietet eins solides Fundament für die digitale Prozessoptimierung im technischen Außendienst. Bestehende Ineffizienzen können hiermit systematisch angegangen werden. Entscheidend ist dabei weniger die reine Einführung eines Tools als vielmehr die individuelle und passende Einbettung in die Serviceorganisation.

In der Beratungspraxis zeigt sich, dass individuell gestaltete Lösungen den Arbeitsalltag messbar vereinfachen und gleichzeitig die Steuerungsfähigkeit erhöhen. Ein weiterführendes Gespräch oder der Blick in unser Leistungsportfolio hilft Ihnen, den eigenen Reifegrad einzuordnen und nächste sinnvolle Schritte abzuleiten. Stets mit dem Fokus auf pragmatische Umsetzbarkeit und Passgenauigkeit für Ihren Betrieb.

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Seit 2000 beraten wir Unternehmen dabei SAP-Prozesse effizienter zu gestalten und IT-Lösungen wirkungsvoll einzusetzen. Als erfahrener Partner für SAP-Beratung und -Entwicklung, S/4HANA-Conversions, IT-Services und allgemeine Unternehmensaufgaben im Kontext der digitalen Prozess-Transformation begleiten wir unsere Kunden branchenübergreifend und auf internationaler Bühne: onsite und remote.

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„… einfach beraten“: Zuhören. Wissen. Lösen. Entwickeln. Unternehmen profitieren von unserer praxisnahen Beratung auf Augenhöhe sowie unseren zusätzlichen IT- und SAP-Basis-Leistungen für eine starke systemische Grundlage. Kunden vertrauen auf unsere Kernwerte: Partnerschaft, Offenheit, Exzellenz und Kompetenz.

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Speed First, Security Last?

Speed First, Security Last?

KI-gestützte Coding-Tools versprechen enorme Geschwindigkeit und Innovationskraft. Doch was bedeutet dieser Entwicklungssprung für Sicherheit, Betrieb und Compliance? Erfahren Sie, wie Sie die Vorteile von KI-Coding nutzen, ohne die Risiken zu missachten und warum Monitoring und Automatisierung dafür entscheidend sind.

Revolutionäre Software-Entwicklungsgeschwindigkeit dank KI

KI-basierte Coding-Assistenten wie Claude, Devin, Cursor oder ähnliche Werkzeuge verändern aktuell grundlegend, wie Software entsteht. Anforderungen wie „Bau mir eine App mit moderner UI“ werden innerhalb weniger Minuten in lauffähigen Code übersetzt. Entwicklungszeiten verkürzen sich spürbar, Prototypen entstehen in Rekordtempo und neue Ideen lassen sich deutlich schneller validieren.

Doch mit dieser Geschwindigkeit wächst auch der Druck auf Betrieb, Sicherheit und Compliance. Je schneller Code entsteht, desto wichtiger wird die Frage, wie nachhaltig und sicher diese Anwendungen tatsächlich betrieben werden können.

Warum KI-Speed-Coding so attraktiv ist

Der Reiz von KI-gestützter Entwicklung liegt klar in der Produktivität. Entwicklerinnen und Entwickler können sich stärker auf fachliche Anforderungen und Konzepte konzentrieren, während wiederkehrende Aufgaben automatisiert abgearbeitet werden. Besonders in frühen Projektphasen oder bei internen Tools verkürzt sich die Zeitspanne bis zur produktiven Nutzung erheblich. Der Geschwindigkeitsvorteil ist real und für viele Unternehmen inzwischen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Wo Geschwindigkeit ohne Kontrolle problematisch wird

In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass funktionierender Code nicht automatisch sicher oder wartbar ist. KI-generierte Anwendungen enthalten häufig typische Schwachstellen, etwa unsaubere Authentifizierungsmechanismen, fehlende Eingabevalidierung oder den Einsatz veralteter Bibliotheken. Diese Risiken können lange unentdeckt bleiben, da der Code auf den ersten Blick korrekt funktioniert und die Sicherheit (oft) nicht die höchste Priorität hat.

Spätestens bei Sicherheitsprüfungen, Audits oder im laufenden Betrieb wird sichtbar, dass fehlende Transparenz und manuelle Nacharbeiten den ursprünglichen Geschwindigkeitsvorteil wieder relativieren. Wartbarkeit leidet, technische Schulden wachsen und Compliance-Anforderungen lassen sich nur mit hohem Aufwand erfüllen.

Was tun? Warum KI-Coding immer auch eine Betriebsperspektive braucht

Anwendungen enden nicht beim Commit. Sie laufen in einer Infrastruktur, erzeugen Logs, greifen auf Abhängigkeiten zurück und müssen dauerhaft überwacht werden. Genau hier entscheidet sich, ob KI-Coding langfristig ein Gewinn bleibt oder zum Risiko wird.

Ein zentraler Baustein ist dabei ein erweitertes technisches Monitoring. Systeme wie Zabbix lassen sich so einsetzen, dass sie weit über klassische Verfügbarkeitsprüfungen hinausgehen. So kann beispielsweise sichtbar gemacht werden, welche Bibliotheken im Einsatz sind, ob bekannte CVEs existieren oder ob sicherheitsrelevante Zustände auftreten. Auch Zugriffs- und Authentifizierungslogs lassen sich auswerten, um Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Hierdurch entsteht ein kontinuierliches Lagebild über den tatsächlichen Sicherheits- und Betriebszustand einer Anwendung, unabhängig davon, ob der Code manuell oder durch KI erzeugt wurde.

Automatisierung als Schlüssel zu Sicherheit und Compliance

Neben dem Monitoring spielt Automatisierung eine entscheidende Rolle. Viele sicherheitsrelevante Prüfungen werden in der Praxis noch manuell durchgeführt oder nur unregelmäßig kontrolliert. Automatisierte Abläufe sorgen dafür, dass diese Prüfungen zuverlässig und reproduzierbar erfolgen.

Dazu zählen unter anderem die regelmäßige Auswertung von Zugriffslogs, die Überwachung ablaufender Zertifikate oder Benutzerkonten sowie die strukturierte Dokumentation sicherheitsrelevanter Ereignisse. Die Ergebnisse werden automatisch in Reports überführt, die sowohl für den operativen Betrieb als auch für Audits genutzt werden können. Sicherheit und Compliance hängen damit nicht mehr vom jeweiligen Bearbeitenden ab, sondern sind fest im Betrieb verankert.

Der entscheidende Vorteil dieses Ansatzes liegt darin, dass die Geschwindigkeit der KI-gestützten Entwicklung erhalten bleibt. Gleichzeitig werden Risiken frühzeitig erkannt und systematisch kontrolliert. Sicherheit wird nicht zum nachgelagerten Korrekturprozess, sondern zum festen Bestandteil des gesamten Lebenszyklus einer Anwendung.

Fazit: KI-Coding und Sicherheit sinnvoll miteinander verbinden

KI-Coding ist ein mächtiges Werkzeug, das Entwicklungsprozesse nachhaltig beschleunigt. Damit dieser Vorteil nicht durch Sicherheits- oder Compliance-Probleme verloren geht, müssen Betrieb, Monitoring und Automatisierung von Anfang an mitgedacht werden. Geschwindigkeit und Sicherheit schließen sich nicht aus – sie lassen sich technisch sinnvoll miteinander verbinden.

Setzen Sie bereits KI-gestütztes Coding ein oder planen Sie den Einstieg?

Wir schauen uns gerne Ihre Entwicklungs- und Betriebsprozesse an und prüfen, wie sich Monitoring, Security-Checks und Automatisierung sinnvoll integrieren lassen, sodass die Geschwindigkeit-Benefits nicht zum Sicherheitsrisiko werden.

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Automatisierte SAP-Checklisten & Daily Health Reports

Automatisierte SAP-Checklisten & Daily Health Reports

Viele Unternehmen verlangen täglich nachvollziehbare Systemchecks, um SAP-Landschaften stabil und verfügbar zu halten. Dazu gehören u. a.:

  • Erkennen von Jobabbrüchen
  • Feststellen festhängender oder überlanger SAP-Jobs
  • Analyse von Spool-Aufträgen
  • Prüfen auf Anomalien in Logs
  • Dokumentation für Audits und Qualitätssicherung

Diese Aufgaben sind wichtig, aber in der Praxis oft zeitintensiv, fehleranfällig und abhängig davon, wer sie ausführt. Genau hier setzen wir an, um den menschlichen Faktor und sich daraus ergebende Fehlerquellen zu reduzieren.

Unsere Lösung: Vollautomatisierte tägliche SAP-Health-Checks

Wir haben ein Framework entwickelt, das die täglichen SAP-Systemchecks vollständig automatisiert – reproduzierbar, sicher und mit voller Transparenz für den Prüfenden.

Per SAP GUI Scripting führt das System alle relevanten Transaktionen automatisch aus, setzt Variablen, Filter und Varianten korrekt und liest die benötigten Werte aus – ohne dass Anwenderinnen und Anwender etwas vorbereiten oder auswählen müssen.

Beispielhafte Steuerung der SM37:

self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/txtBTCH2170-JOBNAME‘).Text="*"
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/txtBTCH2170-USERNAME‘).Text="*"
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-PRELIM‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-SCHEDUL‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-READY‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-RUNNING‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-FINISHED‘).Selected=False
self.find_by_id(‚/wnd[0]/usr/chkBTCH2170-ABORTED‘).Selected=True
self.send_key(8)

Kontextabhängige Checks

Das Skript erkennt automatisch, auf welchem SAP-System es ausgeführt wird und welche vordefinierten Prüfungen dort notwendig sind. Zum Beispiel werden bei Systemen, mit wenig wiederholten Jobs keine tiefgehenden Job-Analysen betrieben sowie bei Systemen ohne Spool-Prozesse die Spool-Prüfungen ausgelassen.

So sehen Anwenderinnen und Anwender zu jedem Zeitpunkt, welches System erkannt wurde und welche Checks aktiv bzw. noch auszuführen sind.

Intelligente Bewertung & Alerts

Wenn ausgelesene Werte des Systems definierte Grenzwerte überschreiten, gibt das Tool sofort Warnungen aus, sodass einfach geprüft werden kann, was die Ursache ist.
Beispiel anhand der Transaktion SWEQADM:

events_to_be_done = self.find_by_id("/wnd[0]/usr/tabsTAB_STRIP/tabpMONITOR/ssubSUB_CONTAINER:SAPLSWEQADM:1040/txtG_2_DELIVER_EVENTS_TEXT").Text
events_to_be_done_val = re.search(r"d+", events_to_be_done).group(0)
  if int(events_to_be_done_val)>1:
    alert("Val over 1, please handle this")

So werden Fehler früh erkannt, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen.

Vollständige Dokumentation: PDF-Report & Excel-Zeitreihen

Alle Ergebnisse werden automatisch dokumentiert:

  • PDF-Report pro Tag, perfekt für Audits, Übergaben an Kunden oder zur Betriebsdokumentation – auch mit automatisiertem Upload
  • Excel/CSV-Tabellen, die täglich gefüllt werden und Trends sichtbar machen

So lassen sich langfristige Entwicklungen erkennen, z. B.:

  • Wachstum in Tabellen
  • Zunahme von Jobabbrüchen/Dumps
  • Entwicklung bestimmter Queue- oder Prozesswerte

Der menschliche Blick bleibt wichtig, sieht aber mittels dieser Hilfestellung nur die relevanten Informationen, kompakt und sauber vorbereitet.

Dies gilt ebenso für die Abläufe in den Checks. Wenn eine Tätigkeit jeden Tag durchgeführt wird, geht diese in Fleisch und Blut über. Fehler sind dennoch menschlich und passieren. Beispielhafte Fehlerquellen sind:

  • falsche Variante ausgewählt
  • im falschen Mandanten eingeloggt
  • Transaktionen verwechselt oder vergessen
  • Werte nicht dokumentiert; nachträglich schwierig rekonstruierbar

Unsere Automatisierung eliminiert genau diese Risiken. Doch durch den Einsatz von Skripten wird ein korrekter Ablauf für den Betrieb erzeugt. Jede Prüfung läuft täglich identisch, unabhängig davon, wer sie ausführt. Das sorgt für Verlässlichkeit, Konsistenz und messbare Qualität sowie niedrigere Schulungsnotwendigkeit/Wissenstransfer bezüglich der Aktionen.

Zukunftssichere Erweiterbarkeit

Täglich stellt die SAP-Checklösung ihre Stabilität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis.

Das verwendete Inwerken-Framework ist maßgeschneidert aufgebaut. Sobald es neue Anforderungen gibt, kann die Version leicht angepasst werden. Hierdurch ist das zusätzliche Einbauen von weiteren Checks/Transaktionsaufrufen einfach gestaltbar und kann für Audits auch versioniert abgelegt bzw. dokumentiert werden. Zusätzliche Checks lassen sich jederzeit einbinden, ohne den Gesamtprozess anzupassen. Dadurch wächst die Lösung gemeinsam mit der SAP-Landschaft.

Fragen und Kontakt

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Das Transport-Cockpit

Das Transport-Cockpit

Haben Sie sich schon immer gefragt, wie das Transport-Cockpit konfiguriert werden kann? Und was hat es eigentlich mit dem Selektions- und Planungsprofil auf sich? Wie passe ich das Seitenlayout auf meine Bedürfnisse an? Antworten auf diese Fragen werden in den folgenden Abschnitten beantwortet! In Teil 2 nutzen wir das konfigurierte Dashboard für ein Praxisbeispiel.

Was ist das Transport-Cockpit?

Das Transport-Cockpit ist das zentrale Tool zur manuellen oder automatischen Planung von Transporten. In dem Dashboard werden Transportbedarfe mit verfügbaren Ressourcen zu Frachtaufträgen verknüpft, um den Transportfluss zu planen, durchzuführen und zu optimieren.

In dem Transport-Cockpit stehen unterschiedliche Funktionen zur Verfügung. Im Dashboard werden alle relevanten Informationen zu Transportaufträgen, Routen, Kosten und Lieferungen in einer einzigen Ansicht dargestellt. Anwenderinnen und Anwender können somit den Status von Transportaufträgen überwachen und auftretende Probleme oder Verzögerungen erkennen und frühzeitig bearbeiten. Zur Planung von Transporten werden Routen ausgewählt, Transportdienstleister beauftragt und Zeitpläne erstellt. Diese Planung kann auf verschiedenen Kriterien basieren, wie z. B. Lieferzeiten, Kosten oder spezifische Anforderungen der Transportaufträge. Diese Anforderungen können über die Einstellungen von Inkompatibilitäten und Gefahrgut abgebildet werden. Zur Steigerung der Effizienz können im Dashboard zusätzlich verschiedene Planungsoptionen verglichen und dadurch optimiert werden. Um proaktiv einzugreifen, kann das System Benachrichtigungen und Alarme versenden, wodurch der Durchführungsprozess an Effizienz gewinnt. Das Transport-Cockpit bietet auch umfangreiche Analyse- und Berichtsfunktionen, mit denen Unternehmen ihre Transportprozesse bewerten und Verbesserungspotenziale identifizieren können. Dies umfasst z.B. die Analyse von Transportkosten, Lieferzeiten oder Leistungskennzahlen (KPIs).

Das Transport-Cockpit beinhaltet (je nach Konfiguration) vier verschiedene Elemente:

(Grafik 1): Die Elemente des Transport-Cockpits

Wie konfiguriere ich das Transport-Cockpit?

Um das Transport-Cockpit effektiv nutzen zu können, sollten die Profile- und Layout-Sets des Selektionsprofils, des Planungsprofils und des Seitenlayouts individuell konfiguriert werden. Das Selektionsprofil wird im Planungsprofil hinterlegt, welches wiederum in dem Profil- und Layout-Sets des Transport-Cockpits hinterlegt wird. Es besteht auch die Möglichkeit weitere Profile zu hinterlegen, um das Dashboard auf granularer Ebene zu konfigurieren. Hierzu gehören unter anderem die Einstellungen zu Inkompatibilitäten und Kapazitäten. Im Folgenden werden das Selektionsprofil, das Planungsprofil und das Seitenlayout, sowie deren Zusammenspiel genauer erläutert.

Dazu gehört die Anlage des Selektionsprofils, welches die Bereitstellung eines klaren und relevanten Arbeitsbereichs sicherstellt. Hier werden die Geschäftsdaten wie u.a. Frachteinheiten, Frachtaufträge, Transporteinheiten, Ressourcen, Touren selektiert. Außerdem besteht die Möglichkeit einer geographischen (nach Lokationen oder Zonen) und zeitbezogenen Auswahl (Zeitfenster für Abholung & Anlieferung). Das Selektionsprofil bestimmt also, welche Objekte in das Dashboard geladen werden. Somit unterstützt es dabei, unnötige Datensätze auszuschließen und die Performance des Cockpits zu stabilisieren, da oft große Datenmengen verarbeitet werden müssen.

Im folgenden Szenario wurde ein Selektionsprofil erstellt, welches Transporte bis zu 14 Tage in die Zukunft in den Lokationen Bremen, Walldorf und Berlin selektieren soll:

Für diesen Zweck wurde das neue Selektionsprofil ZTM_SEL angelegt.

(Grafik 2)

Diesem Selektionsprofil wurden weitere zeitbezogene und geografische Attribute zugeordnet. In diesem wurde festgehalten, dass eine Abholung und Lieferung von Materialien bis zu 14 Tage in die Zukunft bei der Selektion berücksichtigt werden soll.

(Grafik 3)

Bei den geografischen Attributen wurden die Lokationen Bremen, Walldorf und Berlin zugeordnet.

(Grafik 4)

Die angelegten geografischen und zeitbezogenen Attribute stehen auch für andere Selektionsprofile zur Verfügung und können mehrfach verwendet werden.

Zusätzlich wird ein Planungsprofil erstellt. In diesem werden die Regeln, Methoden und Restriktionen definiert und somit gesteuert, wie die Planung stattfindet. Im Planungsprofil kann u.a. eine Prüfung auf Inkompatibilitäten und Gefahrgut hinterlegt werden. In dem Profil wird ein Planungshorizont hinterlegt, welches in die Zukunft oder in die Vergangenheit selektieren kann. Gleichzeitig können diverse weitere Profilzuordnungen dem Planungsprofil zugeordnet werden. Dazu gehören unter anderem Selektionsprofile für Transporteinheiten, Sendungen, Frachtaufträge, Frachtbuchungen. Somit werden im Planungsprofil die Selektionen gesteuert, damit die Planerinnen und Planer ausschließlich für sie relevante Daten angezeigt bekommen und entsprechend effizient arbeiten können. Das Planungsprofil ist für die Optimierung zwingend notwendig, da es das Ergebnis des Planungsprozesses beeinflusst und steuert.

Unter anderem werden die bereits erstellten Selektionsprofile dem relevanten Planungsprofil zugeordnet:

(Grafik 5)

Um die visuelle Darstellung des Dashboards zu individualisieren, wird ein Seitenlayout definiert, welches dem Transport-Cockpit Profil & Layout-Set hinzugefügt wird. Das Seitenlayout bestimmt die Struktur und das Erscheinungsbild der Nutzeroberfläche. Hier wird festgelegt, welche Bereiche im Cockpit sichtbar sind, wie sie angeordnet sind und wie Planerinnen und Planer mit ihnen arbeiten – unabhängig von Datenfiltern oder Planungslogiken. Je nach implementierter TM-Variante (Advanced oder Basic TM) sind im Transport-Cockpit verschiedene Funktionen verfügbar. Im Basic TM steht nur die manuelle und nicht-visuelle Planung auf Basis der angelegten Lieferung zur Verfügung. Die VSR-Optimierung und die visuellen Planungsmöglichkeiten, wie Laderaumoptimierung und GIS-Integration sind ausschließlich im Advanced TM verfügbar. Zur genaueren und übersichtlicheren Planung kann auch eine visuelle Darstellung via Landkarte aktiviert werden. In diesem Fall werden die Routen ähnlich einem Navigationssystem dargestellt. Zusätzlich werden Interaktionsmöglichkeiten, wie u.a. das Planen per Drag & Drop festgelegt.

(Grafik 6)

Zusammenfassend lassen sich die verschiedenen Einstellungen wie folgt unterscheiden:

  1. Das Selektionsprofil – Welche Daten werden geladen?
  2. Das Planungsprofil – Wie sollen die Daten geplant werden?
  3. Seitenlayout – Wie sieht das Cockpit aus?

Die verschiedenen Einstellungen/Profile können im Transport-Cockpit (zusammen mit anderen Parametern) in den Profil- und Layout-Sets zugeordnet werden. Somit lässt sich der Arbeitsvorrat der Planerinnen und Planer eingrenzen und die Effizienz der Planungen wird gesteigert.

Im untenstehenden Beispiel wurde das Layout einer Planerin angelegt, die für die Lokationen Bremen, Walldorf und Berlin zuständig ist. Es wurden das oben angelegte Selektionsprofil und das Planungsprofil hinzugefügt. Somit ist sichergestellt, dass die Planerin ausschließlich relevante Bedarfe sieht und diese effizient planen, sowie steuern kann.

(Grafik 7)

Durch das enge Zusammenspiel des Selektionsprofils, des Planungsprofils, sowie des Seitenlayouts und den vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten lässt sich das Transport-Cockpit auf die individuellen Bedürfnisse des Anwenders oder der Anwenderin zuschneiden. Somit ermöglicht das Dashboard eine effizientere Planung, Durchführung und Kontrolle der Transportaktivitäten.

Fragen und Kontakt

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Seit 2000 beraten wir Unternehmen dabei SAP-Prozesse effizienter zu gestalten und IT-Lösungen wirkungsvoll einzusetzen. Als erfahrener Partner für SAP-Beratung und -Entwicklung, S/4HANA-Conversions, IT-Services und allgemeine Unternehmensaufgaben im Kontext der digitalen Prozess-Transformation begleiten wir unsere Kunden branchenübergreifend und auf internationaler Bühne: onsite und remote.
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Datenaustausch per EDI – einfach erklärt

Datenaustausch per EDI – einfach erklärt

EDI, Electronic Data Interchange, ist ein standardisierter Austausch von elektronischen Geschäftsdokumenten wie zum Beispiel Bestellungen, Rechnungen oder Lieferungen, die genutzt werden, um einem sicheren, effizienteren, fehlerminimierenden und automatisierenden Prozess zwischen Unternehmen zu übermitteln. Dieser Beitrag zeigt, was sich hinter dem Begriff EDI verbirgt, welche Vorteile der automatisierte Datenaustausch zwischen Unternehmen bietet und wie Sie ihn optimal in Ihre Prozesse integrieren können.

Vorteile für den Austausch mittels EDI

Durch die standardisierten Formate, einer Einigung auf ein einheitliches Datenformat zwischen Geschäftspartnern, können Daten maschinenlesbar und verständlich untereinander ausgetauscht und verarbeitet werden.

Unter Berücksichtigung des automatisierten Datenausaustausches können Geschäftsprozesse um ein Vielfaches beschleunigt werden. Bspw. kann man beim Versenden von Material, sofort nach Erhalt der Übermittlung seines Lieferanten in seinem eigenen ERP-System sehen, wann das georderte Material in seinem Unternehmen angeliefert wird. Damit ist eine verlässliche Disposition oder Produktion planbarer, um Liefertermine gegenüber eigener Kunden einhalten zu können.

Anstatt Dokumente per Post oder E-Mail zu versenden oder fehlerhaft manuell Daten einzugeben, kann durch EDI die Verlässlich- und Verfügbarkeit der Daten optimiert und eine Kosteneinsparung erreicht werden.

Verschiedene Nachrichtenstandards in unterschiedlichen Branchen

Es gibt unterschiedlichste Nachrichtenstandards, die von verschiedenen Organisationen festgelegt wurden. Zu den bekanntesten gehören:

EDIFACT – welche von den Vereinten Nationen verantwortet wird und daher Branchenneutral ist,

VDA – durch den Standard der deutschen Automobilindustrie,

ODETTE – für den Standard der europäischen Automobilindustrie oder

EANCOM – für den Standard der europäischen Retail-Branche

Welcher Standard daher für ihr Unternehmen geeignet ist, liegt also unter anderem an der Branche und ihren Geschäftspartnern, sowie den zu nutzenden Übertragungsprotokollen, welche ebenfalls von Anforderungen ihres Partners oder dem Sicherheits-/Integrationsgrad abhängig sind.

Welche Arten des Datenaustausch gibt es?

Natürlich gibt es auch für die Art des Datenaustausches verschiedenste Möglichkeiten:

  • Eine Anbindung per WEB-EDI – bietet den Vorteil, interaktiv über ein Web-Frontend und oft ohne lokale Software, Daten auszutauschen
  • Anbindung über eine Middleware oder eine VAN (Value Added Network) – hier werden die Daten über ein sicheres Netz eines Drittanbieters übermittelt, bspw. ERP->VAN->ERP oder aber auch ERP->Middleware->VAN->ERP
  • Eine Direkte EDI oder Punkt-zu-Punkt Verbindung zwischen zwei Systemen ist natürlich auch möglich

Unterscheidung der EDI-Verbindung in ECC und S/4HANA

Im ECC wird die EDI-Verarbeitung mit dem IDOC-Format (Intermediate Document), welches ein standardisiertes Datenformat innerhalb des SAP-Umfeld darstellt, verarbeitet. Es dient dazu, die per EDI empfangenen Daten aus dem empfangenen Format per Mapping in die jeweiligen korrespondierenden Objekte des SAP® zu übertragen, um die Verarbeitung der Daten zu gewährleisten. Dieses erfolgt ebenfalls bidirektional beim Versenden aus dem ECC an andere Systeme.

Im S/4HANA kann weiterhin die EDI-Verarbeitung mittels IDOC erfolgen, allerdings kann zusätzlich die Anbindung über API’s (Application Programming Interfaces) realisiert werden, was eine moderne Alternative oder Ergänzung darstellt und ein hohes Maß an Investitionsschutz für bestehende Anbindungen gewährleistet.

Middleware und Monitoring

Im privaten Bereich kann man heute über unterschiedlichste Applikationen untereinander kommunizieren und dabei immer seinen Nachrichtenverlauf, das Senden und Empfangen eben jener Nachrichten überwachen. Daher benötigt man natürlich auch im EDI-Umfeld eine solche Überwachung, um fehlerhafte Verbindungen schnell und einfach zu beheben.

Sollte man sich nicht über eine direkte EDI-Verbindung zu einem Geschäftspartner anbinden können – dort wäre dann das Monitoring in einem ERP-System über den Idoc-Monitor möglich – benötigt man die schon bereits erwähnte Middleware, um die Datenübertragung sicherstellen und überwachen zu können. Die Middleware dient dabei als Service zwischen Geschäftspartnern, um ihre Geschäftsprozesse versenden und empfangen zu können, wodurch der flexible Nachrichtenfluss auch als Process Integration (PI) bezeichnet wird. Grundlegende Funktionen der Middleware teilen sich wie folgt auf:

  • Transformation: Das Aufbereiten von Nachrichten vor oder nach der Übermittlung an oder von Geschäftspartnern, um die Nachrichten in das gewünschte Zielformat per Mapping zu transferieren
  • Routing: Konfigurierbare Möglichkeit, um Nachrichten an einen oder mehrere Empfänger zu konfigurieren
  • Workflows: Übersicht über die einzelnen Schritte beim Empfangen / Versenden von Nachrichten
  • Connectivity: Per Protokoll oder Adapter kann mit unterschiedlichsten Systemen kommuniziert werden
  • Monitoring: Als Teil des Nachrichtenflusses ist es sichtbar welche Nachrichten, Protokolle oder Übermittlungen fehlerhaft sind, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Speziell das Monitoring des Nachrichtenflusses kann auf unterschiedlichste Prozessstörungen in der Kommunikation hinweisen.

Es kann z. B. vorkommen, dass die verwendeten Sicherheitszertifikate zum Verschlüsseln der Nachrichten nicht mehr aktuell sind und daher keine Nachrichten mehr ausgetauscht werden können. Es kann auch passieren, dass zwar im Monitor eine Nachricht als versendet oder aber empfangen gekennzeichnet wird, allerdings der Inhalt nicht mehr dem verabredeten Datenformat entspricht. Im schlechtesten Fall führt das zu unklaren, dispositiven Parametern auf einer Seite oder aber zu einer Gefährdung der Weiterverarbeitung der gelieferten Materialien, da z.B. die übermittelten ASN-Daten (Advanced Shipping Notice) nicht automatisch verarbeitet werden können. Dies erfordert dann z.B. das Anpassen des vorhandenen Mappings oder aber das Transferieren auf ein anderes Übermittlungsformat.

Fazit

Durch eine geplante, strukturierte und optimierte Einführung von EDI-Verbindungen, kann effizienter, schneller und mit manuell weniger Aufwand z.B. die Übertragung der logistischen Daten gewährleistet werden, was sich positiv auf den Arbeitsalltag auswirken wird.

Sie haben Fragen zu EDI-Themen? Einfach schreiben an sapberatung@inwerken.de. Unser SAP-Beratungs-Team meldet sich bei Ihnen! Leistungen darüber hinaus finden Sie in unserem Portfolio.

Über die Inwerken AG

Seit 2000 beraten wir Unternehmen dabei SAP-Prozesse effizienter zu gestalten und IT-Lösungen wirkungsvoll einzusetzen. Als erfahrener Partner für SAP-Beratung und -Entwicklung, S/4HANA-Conversions, IT-Services und allgemeine Unternehmensaufgaben im Kontext der digitalen Prozess-Transformation begleiten wir unsere Kunden branchenübergreifend und auf internationaler Bühne: onsite und remote.
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Unit-Tests: How to unit test

Unit-Tests: How to unit test

Im dritten Blogbeitrag der Reihe Unit-Tests zeigen unsere Entwickler Max und Basti anhand eines Beispiel-Tutorials die Implementierung von Unit-Tests. Dabei verwenden sie die Entwicklungsumgebung Eclipse und verfolgen den Ansatz des Test-Driven-Developments.

TDD – Test Driven Development

Der erste Schritt, um Unit-Tests in ABAP zu implementieren, ist das Anlegen einer globalen Klasse. Hier implementieren wir später die Logik. Anschließend wird zu dieser Klasse eine Testklasse angelegt. Dort müssen die einzelnen Unit-Tests in Form von Methoden implementiert werden, um die – noch nicht vorhandene Logik – zu testen. In diesem Tutorial nutzen wir Eclipse, da es vieles vereinfacht und sehr gute Funktionen zur Erstellung von Unit-Tests bietet. Außerdem schreiben wir in diesem Tutorial test-driven. Das bedeutet, dass wir den Test vor der Logik schreiben.

Das erklären wir am besten an einer Beispielaufgabe:

Die Aufgabe lautet, wie folgt: Erstellen Sie eine Klasse mit einer Methode, die überprüft, welche Prüfvariante für ein Material mit einer bestimmten Materialart anfällt.

Eingabewert

  • MTART

Mögliche Eingabewerte sind:

  • HALB
  • FERT
  • PROD
  • HAWA

Mögliche Rückgabeparameter:

  • N – Keine Prüfung
  • V – Vollständige Prüfung
  • S – Schnelle Prüfung

Geschäftslogik:

Für die Ermittlung der Prüfmethode gelten folgende Regeln:

(Grafik 1)

Anmerkung: Die Logik, die wir auf Grund der erdachten Anforderungen implementieren ist sehr simpel. Man könnte meinen, dass es sinnlos ist, Unit Tests für so eine einfache Logik zu erstellen. Im „echten Leben“ sind jedoch wahrscheinlich mehr Eingabeparameter sowie andere Umstände vorhanden, so dass die Logik deutlich komplizierter wird. Für dieses Tutorial verwenden wir bewusst ein simple Logik, um ein Grundverständnis für Unit Tests zu demonstrieren.

Anlage einer neuen globalen Klasse

Die Klasse, die die Ermittlungen durchführen soll, legen wir in Eclipse an:

(Grafik 2)

Diese Klasse bleibt erst einmal leer. Wir implementieren die Logik zu einem späteren Zeitpunkt.

(Grafik 3)

Anlegen der Testklasse

Um eine Testklasse anzulegen, nutzen wir die Registerkarte „Test Classes“, die sich unter dem Quelltextfenster befindet.

(Grafik 4)

Nach der Eingabe von test und der Tastenkombination STRG + space wird von Eclipse das Template testClass zur Implementierung einer Testklasse angezeigt.

(Grafik 5)

Nach Bestätigung der Auswahl testClass und Benennung der lokalen Testklasse wird der folgende Quelltext generiert:

(Grafik 6)

Implementieren der ersten Testmethode

An dieser Stelle werden wir jetzt unsere erste Testmethode schreiben. Erst danach implementieren wir die dazugehörige Logik in die eigentliche Methode. Nach der Regel Materialart „HALB“ sollte das Ergebnis „V“ sein, deshalb sollte darauf geachtet werden auch nur diese zu testen und die Testmethode entsprechend zu benennen.

Um einen einfachen Unit-Test zu implementieren, benötigen wir die Klasse CL_ABAP_UNIT_ASSERT und in diesem Fall deren Methode ASSERT_EQUALS. Mit dieser Methode prüfen wir, ob das erwartete Ergebnis mit dem Ergebnis übereinstimmt, dass die Methode liefert.

An dieser Stelle legen wir durch Vorwärtsdeklaration mit Hilfe von STRG+1 und Create Method die Methode RETURN_CHECK_VARIANT an, in die wir im weiteren Verlauf des Tutorials die Logik implementieren werden.

(Grafik 7)

Die Methode RETURN_CHECK_VARIANT erhält den Eingabeparameter I_MTART sowie den Rückgabeparameter R_RESULT (Prüfvariante).

Der erste Test

Wir sind soweit und können nun den ersten Test durchführen. Dazu verwenden wir die Tastenkombination STRG + SHIFT + F10. Die Testmethode wird an dieser Stelle nicht erfolgreich sein, da die zu testende Methode noch leer ist. Dennoch führen wir den Test zur besseren Veranschaulichung des Beispiels durch:

(Grafik 8)

Im Failure Trace lässt sich jetzt gut ablesen, was als Testergebnis erwartet wurde und was die überprüfte Methode tatsächlich zurückgibt.

“Fehlerbehebung”

Wie wir nun durch die Ausführung des Unit Tests festgestellt haben, ist unser Test fehlgeschlagen. Also ergreifen wir die Gelegenheit: Let’s fix the bug!

Es geht also zur ersten Logik unserer eigentlichen Klasse, die wir unten in der Registerkarte Global Class wiederfinden.

Zuvor hatten wir die Methode RETURN_CHECK_VARIANT angelegt. In diese implementieren wir nun unsere Logik, um den Test zu bestehen:

(Grafik 9)

Ein erneuter Aufruf der Unit Tests zeigt, dass nun das korrekte Ergebnis:

(Grafik 10)

Prinzipiell ist es wichtig zu beachten, dass die Tests den Quelltext der gesamten Methode abdecken (100 % Testabdeckung). Die Überprüfung der Testabdeckung kann über das Menü ganz rechts im ABAP unit View über Rerun with Coverage aufgerufen werden:

(Grafik 11)

Die Quellcodezeilen, die bei der Ausführung der Tests durchlaufen werden, werden in Eclipse durch grüne Markierungen kenntlich gemacht:

(Grafik 12)

Auf dieser Basis kann man jetzt arbeiten und weitere Tests für Materialarten PROD, FERT und z.B. HAWA zu implementieren, bis die gesamte geforderte Geschäftslogik in der globalen Klasse abgebildet wurde.

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Umzug der Inwerken AG nach Renningen: Der neue Hub für Live-Demos zur Intralogistik-Digitalisier

Umzug der Inwerken AG nach Renningen: Der neue Hub für Live-Demos zur Intralogistik-Digitalisier

Die Inwerken AG, erfahrener Spezialist für SAP-Beratung, -Entwicklung sowie IT-Dienstleistungen, hat im November ihre neuen Geschäftsräume in Renningen bei Stuttgart bezogen. Der Umzug aus der Curiestraße 2, Stuttgart markiert den Start in eine neue Ära, denn die Büros in Renningen haben ein besonderes Ziel: Lokalisierungssysteme-, IIoT- und Automatisierungs-Lösungen in Fertigung und Intralogistik erlebbar machen.

Digitale Fabrik: Live-Demos von RTLS-, eKanban- und SAP-Kombinationen

Wer intralogistische Unternehmensprozesse automatisieren, von Störungen befreien oder digitalisieren möchte, sollte Inwerken‘s neue Niederlassung in Renningen besuchen. Dort präsentiert das Team nicht nur theoretische Lösungsansätze zur Automatisierung und Ortung, sondern demonstriert typische Szenarien in der angebundenen Werkshalle. So können klassische Optimierungsszenarien mithilfe von RTLS, eKanban und/oder SAP zur Reduzierung von Suchaufwänden, Automatisierung manueller Buchungsvorgänge oder diverse  Analysemöglichkeiten von Flurförderfahrzeugen anhand einer Demo-Landschaft live erlebt werden.

Das Beratungshaus zeigt die eigenen Kernkompetenzen und die der Tochtergesellschaft WSN Technologies AG (Braunschweig) erstmals gebündelt und als durchgängige Lösung im Kontext der digitalen Fabrik:

  • RTLS (Real-Time Locating System) zur zentimetergenauen Ortung von Bauteilen oder Flurförderfahrzeugen, Reduzierung von Suchaufwänden, Prozessdatenanalyse u. v. m.
  • eKanban (elektronisches Kanban) zur Digitalisierung stationärer Materialanforderungsprozesse und Automatisierung von Materialnachschüben
  • SAP® als integratives ERP-System im Standard oder unternehmensindividuell angepasst. Auch die Anbindung bzw. Integration anderer ERP- und MES-Systeme sind möglich.

„Wir freuen uns sehr, unsere Kunden und alle Interessenten rund um das Thema Digitale Fabrik in unseren neuen Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen“, so RTLS-Spezialist und Inwerker Sven Futschik. „Dieser Standort ermöglicht uns Inwerkens Expertise im Bereich der Digitalisierung noch anschaulicher und praxisnäher zu präsentieren. Somit schafft das Angebot hier einen großen Mehrwert für alle, die sich täglich mit den Herausforderungen der digitalen Fabrik auseinandersetzen.“

Komplettlösungen gegen Suchaufwände und manuelle Prozesse

Mit der neuen Niederlassung positioniert sich die Inwerken AG als Komplettanbieter, der Technologieeinkauf, eigene Applikationsentwicklung sowie die Anbindung und unternehmensindividuelle Anpassung von SAP-Lösungen aus einer Hand bereitstellt. Das Team fokussiert sich darauf, konkrete Schwachstellen individuell zu beheben: Für Kunden, die eine detaillierte und individuelle Betreuung wünschen, bietet das Team Workshops vor Ort in den jeweiligen Unternehmen an, um darauf aufbauend maßgeschneiderte Lösungen zu erarbeiten.

Ausblick: Technologietag in Planung

Um die neuen Möglichkeiten umfassend zu präsentieren und den Austausch mit der lokalen Wirtschaft zu fördern, plant die Inwerken AG für Anfang nächsten Jahres einen Technologietag in der neuen Niederlassung. Interessenten können sich schon jetzt für Informationen zum Event an das Inwerken-Team wenden (event@inwerken.de) oder sich zum „Techbriefing“ (interaktives Beratungsformat) registrieren.

Über die Inwerken AG – über 25 Jahre „… einfach beraten“

Die Inwerken AG mit Hauptsitz in Isernhagen (Hannover) ist ein erfahrener Partner im Bereich SAP-Beratung, SAP-Entwicklung und IT-Leistungen. Seit 1999 unterstützt das Unternehmen branchenübergreifend Kunden bei der digitalen Transformation. Hierzu zählen auch die Migrations-Themen rund um SAP S/4HANA. Das Unternehmen hat neben dem neuen Standort Renningen (Stuttgart) weitere Niederlassungen, unter anderem in Hamburg, Braunschweig, Berlin und Jena, um Kunden regionalen Support und Expertise bieten zu können.

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SAP-Prozess-Monitoring mit Zabbix User Parameters „Marke Eigenbau“

SAP-Prozess-Monitoring mit Zabbix User Parameters „Marke Eigenbau“

 

Das Problem

Wie viele Unternehmen betreibt und betreut die Inwerken AG geschäftskritische SAP-Systeme und setzt gleichzeitig Zabbix als zentrales Monitoring-System ein.

Was jedoch fehlt: Eine einfache Möglichkeit, SAP-Prozesse direkt über Zabbix zu überwachen, um bei Problemen in Echtzeit alarmiert zu werden. Leider gibt es keine offiziellen Zabbix Templates für SAP und in der Community ist das Thema unzureichend abgedeckt. Wie lässt sich also der Status von SAP-Prozessen zuverlässig in Zabbix abbilden?

Die Lösung

Da Zabbix ‚out of the box‘ keine SAP-Überwachung anbietet, müssen wir uns eine eigene Lösung designen. Erfreulicherweise bietet Zabbix mit sogenannten User Parameters eine benutzerfreundliche Option, die Funktionalität des ‚Zabbix Monitoring Agents‘ zu erweitern.

Kombiniert mit einfachen Skripten und der LLD (Low Level Discovery) Funktion lassen sich SAP-Instanzen im Endergebnis automatisch erkennen und überwachen. So schaffen wir mit etwas Konfigurationsaufwand eine flexible und erweiterbare Monitoring-Lösung.

Die Grundidee

Unsere Lösung basiert auf vier Kernkomponenten:

  • Berechtigungsstruktur: Mit sudo gewähren wir dem Zabbix Agent Zugriff auf den sapcontrol Befehl und schränken ihn lesend ein, um Sicherheitsrisiken zu reduzieren.
  • Instance Discovery Skript: Ein einfaches Shell-Skript zum Ermitteln der vorhandenen SAP-Instanzen (für die LLD), für die der Status der Prozesse mit SAP‘s sapcontrol Befehl ausgelesen werden soll.
  • Zabbix User Parameters: Individuell definierte Zabbix-Agent-Befehle, um das Repertoire der Monitoring Software für unsere Anforderung zu erweitern.
  • Zabbix LLD (Low Level Discovery): Eine automatische Erkennung von SAP-Instanzen in der Zabbix Monitoring Oberfläche für die überwachten SAP-Systeme, um dynamisch Items und Trigger pro Instanz zu erzeugen.

Die Umsetzung

Disclaimer: Dieser Beitrag geht in seiner Ausgangssituation von einem auf UNIX installierten SAP-System sowie einem Zabbix Monitoring Server aus, die für ihren herkömmlichen Gebrauch fertig konfiguriert sind und bereits miteinander kommunizieren. Da die technische Umsetzung von Fall zu Fall unterschiedlichen Rahmenbedingungen unterliegt, erlauben wir es uns an dieser Stelle, gewisse Punkte zu verallgemeinern. Sollten Sie sich eine individuelle Beratung zu diesem oder anderen Themen wünschen, können Sie uns jederzeit gerne unter service@inwerken.de per E-Mail kontaktieren.

Berechtigungsstruktur

Der Zabbix Agent Benutzer hat standardmäßig keine Berechtigung, den sapcontrol Befehl des SAP-Systems auszuführen. Eine uneingeschränkte Rechtevergabe wäre ein Sicherheitsrisiko, da sapcontrol unter anderem dazu genutzt werden kann, die SAP-Prozesse zu stoppen.

Wir nutzen die UNIX sudoers Datei, um den Zabbix Benutzer ausschließlich zur Abfrage der Prozesse zu berechtigen:

zabbix ALL=(sidadm) NOPASSWD: /usr/sap/hostctrl/exe/sapcontrol ^-nr [0-9]{2} -function GetProcessList$

Instance Discovery Skript

Wir möchten, dass der Agent dynamisch alle vorhandenen SAP-Instanzen auf dem System ermitteln kann, um sie im Anschluss zu monitoren. Mit vorhandenen Mitteln ist dies ohne weiteres nicht möglich. Deshalb erstellen wir ein kleines Shellskript, welches die vorhandenen Instanznummern herausfindet und in einer JSON-formatierten Liste (als Input für die Zabbix LLD) ausgibt.

Kurzgefasst führt das Skript folgende Schritte aus:

  1. Prüft, ob die Datei /usr/sap/sapservices existiert (in der jede Instanznummer mindestens einmal vorkommt), sonst gibt es eine Fehlermeldung
  2. Sucht in dieser Datei nach zweistelligen Zahlen, die die Instanznummern darstellen
  3. Gibt diese Nummern als JSON-Liste ohne Duplikate aus

Als Ergebnis liefert unser Skript eine Liste der vorhandenen Instanzen – zum Beispiel 00, 01 und 98:

[{"{#INSTANCENR}":"00"},{"{#INSTANCENR}":"01"},{"{#INSTANCENR}":"98"}]

Zabbix User Parameters

Wir definieren zwei neue User Parameters, um die Funktionalität des Agenten zu erweitern. Diese sind Einträge in der Konfigurationsdatei vom Zabbix Agent auf dem überwachten Host und folgen der Syntax:

UserParameter=,

„key“ ist ein einzigartiger Schlüssel, über den der Zabbix Server den Agent auffordert, den folgenden „command“ im Betriebssystem auszuführen (z.B. die Ausführung eines Skripts).

Wir ergänzen die Konfigurationsdatei auf unserem SAP-System um folgende Einträge:

UserParameter=sap.sapcontrol.getprocesslist[*],sudo -u sidadm /usr/sap/hostctrl/exe/sapcontrol -nr $1 -function GetProcessList

(Dieser User Parameter lässt den Zabbix Agent den Status der SAP-Prozesse einer variablen Instanznummer als der Admin des SAP-Systems abfragen).

UserParameter=sap.instance.discovery,bash /etc/zabbix/zabbix_agent2.d/sapinstancediscovery.sh

(Dieser User Parameter führt das Shellskript aus, welches zum Ermitteln der vorhandenen SAP-Instanzen auf dem System benutzt wird).

Zabbix LLD

Anschließend erstellen wir auf unserem Zabbix Monitoring Server ein neues Template zur Überwachung der SAP-Prozesse, die wir unseren UNIX SAP-Systemen zuweisen. Innerhalb dieser erstellen wir eine neue Discovery Regel „SAP Instance Discovery“, bestehend aus folgenden Komponenten:

  • Discovery rule: Mit dem neuen User Parameter key „sap.instance.discovery“ lassen wir den Zabbix Agent unser selbstgeschriebenes Skript ausführen, um alle Instanznummern eines überwachten Hosts regelmäßig zu erkennen.
  • Item prototype „SAP GetProcessList {#INSTANCENR}“: Mit dem neuen variablen User Parameter key „sap.sapcontrol.getprocesslist[{#INSTANCENR}]“ lassen wir den Agent pro erkannter Instanznummer einmal minütlich die sapcontrol Funktion „GetProcessList“ ausführen, um den aktuellen Status der Prozesse zu erhalten.
  • Trigger prototype „{#INSTANCENR} is not GREEN“: Sollte ein SAP-Prozess mehr als drei Minuten in Folge einen anderen Status als „GREEN“ haben, wird ein Monitoring Problem erstellt, über das wir uns benachrichtigen lassen.

Nach einer Minute Wartezeit sind bereits die ersten Daten unserer SAP-Prozesse in der Zabbix Weboberfläche zu sehen.

Fazit

Damit ist die Grundlage für die Überwachung von SAP-Prozessen mit Zabbix geschaffen.

Im nächsten Schritt können die UserParameter, das Skript zur Instanz-Erkennung sowie die Anpassungen an der sudoers-Datei auf weitere SAP-Systeme verteilt werden – beispielsweise über eine zentrale Management-Plattform. So lassen sich zusätzliche Systeme effizient in unsere selbstgebaute Monitoring-Lösung integrieren.

Die hier beschriebenen Überwachungsmechanismen lassen sich mit wenigen Anpassungen sowohl auf lang etablierte als auch auf modernste SAP-Systeme sowie auf HANA-Datenbanken anwenden. Bei Letzteren ist die Überwachung der einzelnen Tenants einschließlich Warnungen eine Erweiterungsmöglichkeit, wodurch in Summe ein durchgängiges Monitoring des gesamten SAP-Systems – Betriebssystem, Applikation und Datenbank – in Zabbix abgebildet werden kann.

Ich hoffe, dieser Beitrag konnte einen praxisnahen Einblick vermitteln, wie sich mit etwas Kreativität und dem richtigen technischen Know-how benutzerdefinierte Monitoring-Anforderungen flexibel und effizient mit Zabbix umsetzen lassen.

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Unit-Tests 2/3: ABAP in Eclipse

Unit-Tests 2/3: ABAP in Eclipse

Bekannt wurde die Entwicklungsumgebung Eclipse durch die Programmiersprache Java. Doch seit einigen Jahren unterstützt Eclipse auch das Programmieren mit ABAP und ist inzwischen fester Bestandteil der Entwicklung mit ABAP. Viele Java-Entwicklerinnen und -Entwickler schwören auf die Entwicklungsumgebung, da sie viele Möglichkeiten bietet, die Entwicklung zu vereinfachen und die Qualität des Source Codes zu verbessern.

Vor einigen Jahren hat auch die SAP® erkannt, dass das Entwickeln mit dieser Entwicklungsumgebung viele Vorteile mit sich bringt. Mittlerweile ist es keine Frage mehr, ob man von der SE80 auf Eclipse wechseln sollte.

Vorteile von Eclipse

Im Gegensatz zu der altbekannten Entwicklungsumgebung SE80 mit den spezifischen Unter-Editoren für Klassen, Funktionsbausteine, Dictionary-Elemente), die der reinen ABAP-Entwicklung dienen, kann man auch Plugins für die SAP-Business-Warehouse, SAP UI5- und SAP HANA®-Entwicklung installieren, sodass man für unterschiedliche Entwicklungstätigkeiten eine einheitliche Entwicklungsumgebung hat. Ein weiterer Vorteil ist, dass man mehrere Systeme in Eclipse einbetten kann. Das ermöglicht einen besseren Überblick über geöffnete Systeme und ein komfortables Wechseln zwischen diesen. Zusätzlich besteht in Eclipse die Option, dass man eine unbegrenzte Anzahl von Entwicklungsobjekten gleichzeitig bearbeiten kann.

Ein weiterer Vorteil bei der Programmierung in Eclipse ist, dass die komplette Arbeitsumgebung beim Beenden gesichert wird. Dadurch ersparen sich Entwicklerinnen und Entwickler viel Ärger, denn sie können stets an dem Punkt ihre Arbeit fortsetzen, an dem sie diese beendet haben. Dies ist auch gewährleistet, wenn sie einmal vergessen zu sichern oder ein plötzlicher Verbindungsabbruch zum System stattfindet. Außerdem gibt es in Eclipse die Möglichkeit Code-Fragmente direkt in Methoden auszulagern und Objekte mit automatischer Anpassung der Verwendungsnachweise umzubenennen. Ein weiteres besonderes Feature sind Quickfixes: Sie dienen nicht nur zur schnellen Korrektur von Fehlern, sondern haben auch nützliche Funktionen, die man sonst über einen Wizard oder Buttons in der alten Entwicklungsumgebung vorgenommen hat.

Plugins bieten die Möglichkeit Eclipse um zusätzliche Funktionaltäten zu erweitern. Dadurch wird die Entwicklungsumgebung noch flexibler und interessanter. Dieses Feature nutzt auch die SAP®. Dabei werden Plugins für die sogenannten ABAP Development Tools (ADT) bereitgestellt. Die ABAP Development Tools erweitern somit die Entwicklungsumgebung mit den Features, die zur SAP Entwicklung benötigt werden. Viele Open-Source-Plugins erweitern die Möglichkeiten. Das wohl mittlerweile bekannteste Plugin ist ABAP Cleaner, mit dem der gesamte Quelltext mit einem Klick an die offiziellen Regeln der Clean-Code-Empfehlungen angepasst werden kann.

Nachteile von Eclipse

Dennoch muss man erwähnen, dass Eclipse nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile gegenüber der alten Entwicklungsumgebung SE80 hat. Eclipse ist deutlich komplexer als die in SAP® integrierte Entwicklungsumgebung SE80. Dies hat zur Folge, dass man ausreichend Zeit zum Einarbeiten einplanen muss. Hier gilt das Motto: Fortschritt bedeutet, dass man sich mit neuen Technologien auseinandersetzen muss.

Ein weiterer Nachteil, der sich in der täglichen Arbeit des typischen SAP-Entwicklers und SAP-Entwicklerin bemerkbar machen kann, ist, dass alte Programmierelemente, wie zum Beispiel Programme mit Unterprogrammen und Funktionsbausteine nicht so umfangreich und gut unterstützt werden, wie Klassen.

Je nach Releasestand des SAP-Systems sind einige Programmierbestandteile nicht nahtlos in Eclipse eingebunden (Kurztexte, Nachrichten, Dictionary-Objekte, …). In diesem Fall wird ein internes SAPGUI-Fenster zur Anzeige oder Bearbeitung geöffnet.

Fazit zu ABAP in Eclipse

SAP® hebt immer wieder hervor, dass die Entwicklungsumgebung Eclipse die Zukunft für die SAP-Entwicklerinnen und -Entwickler sein wird, da die Zukunft von SAP® in der Cloud liegt und diese auch keine GUI mehr für die Entwicklung bereitstellt. Schon jetzt gibt es einige Objekte, wie z.B. CDS Views, die nur noch in Eclipse erstellt und bearbeitet werden können. Ein weiterer Grund sich mit der Thematik zu beschäftigen ist, dass SAP® die Entwicklungsumgebung kontinuierlich um weitere Features erweitert und die Bestehenden verbessert. Die SE80 wird nicht weiterentwickelt.

Hier bei Inwerken hat Eclipse längst Fuß gefasst. Gerade wegen der oben genannten Vorteile. Deshalb empfehlen wir jedem, der uns nach unserer Meinung fragt, den Umstieg auf Eclipse.

Wie installiere ich Eclipse?

Wie man Eclipse installiert, haben wir in einer Anleitung beschrieben. Diese ist hier zu finden.

Fragen und Kontakt

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