Autor: Firma Incari

Incari: zweistelliger Millionen-Betrag für HMI-Entwickler

Incari: zweistelliger Millionen-Betrag für HMI-Entwickler

Neuer Ansatz für die Entwicklung von Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI): Das Berliner Unternehmen Incari bietet eine komfortable Bedienoberfläche, um komplexe Interfaces ohne Programmierkenntnisse zu gestalten. Nach Erfolgen im Automobilbereich wird die Anwendung nun auf andere Branchen ausgerollt. Neuen Schub gibt eine Finanzierungsrunde; mit zusätzlichen Investorengeldern in Höhe von 15 Millionen Euro soll die Expansion vorangetrieben werden.

„Incari kann überall dort zum Einsatz kommen, wo Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine notwendig sind“, sagt Osman Dumbuya, CEO und Gründer von Incari. „Wir bieten eine unkomplizierte Plattform, über die Entwickler und Designer gemeinsam und vom Prototyping beginnend zusammenarbeiten können. Heute wird unser System insbesondere in der Automobilindustrie genutzt. Es besteht jedoch hoher Bedarf in einer Vielzahl weiterer Branchen wie etwa Gesundheit, Bau und Aerospace.“

Der europäische Unternehmer und Investor Lukasz Gadowski (Team Europe) führt die aktuelle Series-A-Finanzierungsrunde an: „Der Ansatz von Incari ist bestechend. Was das Team im Automobilbereich bereits erreicht hat, fasziniert mich. Die Erfahrungen lassen sich auf viele andere Anwendungen übertragen. Gemeinsam wollen wir jetzt ein großes, global tätiges, unabhängiges Unternehmen schaffen.“

Die Gründer werden mit den Investoren um Lukasz Gadowski das Unternehmen auf die nächste Stufe des Wachstums führen, nachdem es in der Frühphase durch Angel-Investoren, u.a „Wunderkind“ von Armin Pohl, unterstützt wurde. Das Gründerteam wurde von Pius Equity und dem Business Angel Gunnar Gräf begleitet.

Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine verändert sich fundamental

Die Digitalisierung der Gesellschaft im Privaten und Kommerziellen verändert unser Verständnis von Technik. Mit der Spezialisierung von Produkten und dem Einsatz neuer Interaktionskonzepte findet ein Paradigmenwechsel statt. Speziell Innovationen in der Mensch-Maschine-Interaktion wie Augmented Reality, Remote Touch, Computer-Brain-Interfaces treiben den Wandlungsprozess voran – schließlich lässt sich die Navigation in einer AR-Umgebung oder im Fahrzeug nicht mit einer Maus abbilden.

Im gleichen Zuge steigt die Komplexität der Einzelsysteme. So sind zukünftige HMI-Konzepte nicht auf Displays begrenzt und bedürfen eines dreidimensionalen Bezuges, wie bei der virtuellen Darstellung dreidimensionaler Baupläne auf der Baustelle oder der Fernsteuerung eines chirurgischen Roboterarms.

Diesen Herausforderungen begegnet die Incari HMI-Entwicklungsplattform. Sie stellt einen auf die Bedürfnisse neuer HMI-Konzepte und -Produkte optimierten Entwicklungsprozess bereit. Incaris „3D-first Ansatz“ hebt Restriktionen bisheriger Tools auf, die auf eine einfache zweidimensionale Darstellung ausgerichtet sind. Dynamische Prozesse und 3D-Modelle können so in Echtzeit gerendert und auf vielfältigen Ausgabegeräten visualisiert werden. Dadurch lassen sich Anwendungen mit einem räumlichen Bezug, wie z.B. Augmented Reality, überhaupt erst realisieren.

Starke Kooperationspartner

Die fortlaufende Weiterentwicklung der Incari Plattform findet gemeinsam in einer Forschungs- und Entwicklungskooperation mit dem Institut für offene Kommunikationssysteme und dem Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation der Fraunhofer Gesellschaft sowie dem Daimler Center for Automotive IT Innovations statt.

Zudem engagiert sich Incari im Bereich der Neurotechnologie und Digitalen Medizin, etwa für die zukünftige Integration neuronaler Schnittstellen sowie Bio-Trackern, Sensoren und Exoskeletten – ein Beispiel dafür, wie Incari in jeder Art von HMI-Systemen in Konsum- oder Industriegütern eingesetzt werden kann.

Das erfahrene Gründerteam konnte mit der Visualisierungssoftware Vred bereits eine Standardlösung in der Industrie etablieren. Incari ging im Mai 2021 aus dem Vorgängerunternehmen „CGI-Studio“ hervor, das bisher vor allem im HMI-Bereich der Automobilindustrie aktiv war.

Berater Eigenkapital Finanzierung, VC:

Graef & Company (Berlin/Paris) – Prof. Gunnar Gräf
Pius Equity (Berlin) – Georges S. Mario
Noerr (New York) – Dr. Sascha Leske, LL.M.
Gobbers & Denk (Frankfurt a.M.) – Dr. Klaus Denk

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