Autor: Firma Contentway

Ein besseres digitales Immunsystem

Ein besseres digitales Immunsystem

In nahezu jeder Industrieumgebung finden sich heute potenziell verwundbare IoT-Komponenten, was die Bedrohungslage branchenübergreifend deutlich verschärft. Unternehmen stehen damit vor der doppelten Herausforderung, ihre Systeme gegen Cyberangriffe abzusichern und gleichzeitig die wachsenden regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Mit dem Cyber Resilience Act sowie weiteren europäischen Vorgaben wie der NIS2-Richtlinie oder dem RED 3.3 (Radio Equipment Directive) setzt die EU neue Maßstäbe: Hersteller, Betreiber und Dienstleister sind verpflichtet, ein hohes Sicherheits- und Resilienzniveau nachzuweisen und dauerhaft sicherzustellen. Dies erfordert ganzheitliche Strategien, die technologische Schutzmaßnahmen mit klar definierten Compliance-Prozessen verbinden.

Exein bietet die passende Antwort auf die Herausforderungen einer Welt, in der Cyber-Bedrohungen stetig zunehmen. Das global führende Unternehmen für IoT-Embedded-Cyber-sicherheit mit Hauptsitz in Rom und Büros in Deutschland, Taiwan und den USA wurde 2018 von dem in Deutschland geborenen CEO Gianni Cuozzo gegründet – mit der Mission, das rapide wachsende IoT- und Control-Systems-Segment abzusichern, in dem ein Großteil der Firmware veraltet und anfällig war.

Heute bettet Exein modernste Sicherheitslösungen direkt in die Gerätesoftware ein und nutzt Edge-AI für die Echtzeit-Erkennung und -abwehr von Bedrohungen. Mit dem Schutz von über einer Milliarde Geräten täglich in Branchen wie Industrie, Automobilindustrie und Luftfahrt setzt Exein den globalen Standard für Embedded-Cybersecurity – und baut damit das digitale Immunsystem für eine vernetzte Welt auf. Gleichzeitig unterstützt Exein seine Kunden dabei, die neuen EU-Vorschriften einzuhalten und verschafft ihnen damit Stabilität und Sicherheit.

„Cybersecurity ist wichtiger als je zuvor“, sagt Alex Neidhardt, Country Manager DACH bei Exein. Denn Digitalisierung steigert zwar zweifelsohne die Effizienz von Produkten und Prozessen, schafft jedoch gleichzeitig neue Angriffsflächen. Vernetzte Geräte – vom Staubsaugerroboter über die smarte Küchenmaschine bis hin zur Industrieanlage – sind längst zu attraktiven Ziele für Cyberkri-minelle geworden. Cybersecurity ist daher kein nachgelagertes Problem mehr, sondern eine unverzichtbare Grundvoraussetzung für jedes Unternehmen, das seine Marke und Reputation wirksam schützen will. „Unser Ziel ist es, das digitale Immunsystem einer vernetzten Welt zu schaffen“, sagt Alex Neidhardt. Denn ein erfolgreicher Cyberangriff verursacht nicht nur direkte Kosten, sondern auch einen erheblichen Reputationsschaden, der oft weit schwerer wiegt und sich nur schwer quantifizieren lässt.

Gerade in der aktuellen, sehr unübersichtlichen politischen Weltlage ist es umso wichtiger, dass Europa seine Unabhängigkeit stärkt. Europa verfügt über enormes Hightech-Potenzial, und Exein zeigt, wie europäische Innovationskraft in die Praxis umgesetzt wird. Das Unternehmen entwickelt modernste Sicherheitslösungen für vernetzte Geräte, stärkt damit digitale Souveränität und macht Unternehmen unabhängig von außereuropäischen Anbietern. Mit einem klaren Fokus auf Datenschutz, Vertrauen und technologische Exzellenz steht Exein für Cybersecurity „Made in Europe“.

Partnerschaften sind für Exein von zentraler Bedeutung. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der DACH-Markt, in dem Exein eine strategische Kooperation mit dem öster-reichischen Weltmarktführer Kontron eingegangen ist. Künftig wird die Cybersecurity-Technologie von Exein standardmäßig über Kontron in allen KontronOS releases verfügbar sein, wodurch das KontronAIShield um die Exein’s Runtime Lösung erweitert wird und somit Kontron’s Kundenbasis ein umfassendes Cybersecurity-Konzept zur Verfügung steht.

Diese Partnerschaft setzt einen wichtigen Meilenstein für die europäische Cybersicherheitslandschaft: Zwei führende Innovatoren bündeln ihre Stärken und schaffen ein durchgängiges Sicherheitskonzept, das von der Runtime- bis zur Netzwerksicherheit reicht.

Weitere Informationen zu Exein unter: www.exein.io

Über die Contentway GmbH

Contentway ist eine führende, preisgekrönte Content-Marketing-Agentur, die spezialisierte medienübergreifende Kampagnen erstellt. Die Kampagnen werden mit den führenden Tageszeitungen sowie online auf unseren Nachrichten- und Partner-Webseiten verbreitet.

Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Inhalte unserer Kunden ihr Zielpublikum erreichen und beeinflussen. Um ein Maximum an Aufmerksamkeit und Ergebnissen zu erzielen, werden alle unsere Kampagnen von Grund auf mit einem hohen Maß an journalistischer Qualität und strengen redaktionellen Richtlinien erstellt. Alle Kampagnen werden von uns intern produziert und über führende europäische Medien wie Tageszeitungen, Zeitschriften und viele der führenden Nachrichten- und Branchen-Websites verbreitet.

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„Wir brauchen eine permanente Kontrolle“

„Wir brauchen eine permanente Kontrolle“

Third Risk Party Management wird in Zeiten von Globalisierung und unübersichtlichen Lieferketten immer wichtiger. Die EU hat darauf bereits reagiert und die Regularien zum Beispiel durch die Verabschiedung von DORA und NIS2 verschärft. Das ist die Konsequenz davon, dass es immer mehr Einbrüche in die Sicherheitsstrukturen der Unternehmen gibt – mit schlimmen Folgen. Viele Unternehmen erleben solche Angriffe mindestens einmal pro Woche. Hinzu kommt eine große Interkonnektivität – so gehen heute allein 35 Prozent der globalen Wertschöpfungsketten nach China. Das zeigt eindringlich, wie vernetzt Unternehmen heute sind und welche Abhängigkeiten für ihre IT-Sicherheitsstrukturen auf diese Weise entstehen. Ein erfolgreicher Cyberangriff kann sich dadurch sehr schnell fortpflanzen. Das ist neben den regulatorischen und verpflichtenden Aspekten der Hauptgrund, weshalb Unternehmen kontinuierlich für ihre IT-Sicherheit sorgen sollten, erklären Tobias Löhr, Head of Cybersecurity der P3 Group, und Matthew McKenna, President of International Sales von SecurityScorecard.

Herr Löhr, Herr McKenna, welche Bedeutung haben denn erfolgreiche Angriffe über Schwachstellen bei Drittanbietern?
McKenna: Das Ausnutzen von konkreten Schwachstellen macht bis zu 40 Prozent aus. Die potenzielle Angriffsfläche ist sehr breit. Die Opfer sind häufig kleinere Unternehmen, die über die verschiedenen Stufen der Lieferkette immer kleiner werden. Solche Unternehmen haben möglicherweise gar nicht das Budget, um die notwendige Resilienz aufzubauen, die sie eigentlich bräuchten. Das macht auch die großen Partner-Unternehmen anfälliger.
Löhr: Große Player können diesen kleineren Partnern Hilfestellung geben.
Das übt zugleich auch Druck aus, aktiv zu werden. Wir werden beispielsweise von großen Automobilherstellern zu Lieferanten geschickt, um dort Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten.

Erschwert es die Kontrolle, dass Unternehmen heute in vielen verschiedenen Ländern tätig sind?
McKenna: Ja, das ist ein echtes Problem. Unsere großen Kunden haben Lieferanten in der ganzen Welt und müssen sich auf verschiedene Level bei den IT-Skillsets einstellen. In der EU haben wir fast einen Überfluss an Regulierungen, in anderen Ländern gibt es deutlich weniger davon. Hinzu kommen die verschiedenen Sprachen und die unterschiedlichen Kulturen der jeweiligen Länder.

Welche Rolle spielt die Sorgfaltspflicht der Unternehmen?

Löhr: Gerade bei börsennotierten Unternehmen existiert die Verpflichtung, generell Risiken zu managen und darüber zu berichten. Dazu zählt auch das Thema Cybersecurity. Sowohl in der EU als auch in den USA gibt auch entsprechende rechtliche Vorschriften.

Aber wie hat ein Unternehmen den Blick darauf, dass bei einem Lieferanten die IT-Sicherheitsstruktur gut ausgebaut und auf dem aktuellen Stand ist?
Löhr: Die Kontrolle läuft bei vielen Unternehmen derzeit noch über Zertifikate, Audits oder Fragebögen – aber davon wollen wir weg. Unser Anliegen ist es, zu einer kontinuierlichen Überwachung anhand von bestimmten Sensorwerten zu kommen. Wir wollen tages- und sogar stundenaktuell die Bedrohungslage der gesamten Lieferkette überwachen, denn das sehen wir als einzige erfolgreiche Antwort auf externe Risiken zu reagieren.
McKenna: Denken Sie zum Beispiel an die Auto-Industrie, in der viele Komponenten mit dem Internet verbunden sind. Hier muss unbedingt die Sicherheit gewährleistet sein. Wir erfassen die Schwachstellen und beheben das Risiko. Und dann erfassen wir alles aus der Perspektive Dritter. Zum Glück gibt es heute eine Menge von Tools, die Unternehmen helfen, die Angriffsflächen zu minimieren.

Aber bleibt nicht der Mensch das größte Einfallstor?
McKenna: Ja, der menschliche Faktor bleibt ein großes Risiko. Ich kenne Unternehmen, die diesbezüglich sehr strenge Anforderungen haben. Die Unternehmen nehmen das heute sehr ernst.

Fakt ist jedoch auch, dass der Aufbau einer kontinuierlichen Überwachung der IT-Sicherheit viel Geld kostet, oder?
McKenna: Das ist richtig, aber die Kosten bei einem erfolgreichen Angriff sind ungleich höher. Nehmen Sie nur die Bußgelder, die in der EU und den USA im Falle eines erfolgreichen Angriffs gezahlt werden müssen. Sie können zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen oder zehn Millionen Dollar. Das ist viel mehr als für die Implementierung einer guten Sicherheitsinfrastruktur nötig ist.
Löhr: Hinzu kommt ja der direkte Schaden. Und dann haben wir noch gar nicht über die Schadenersatzforderungen Dritter gesprochen. Das alles kann ein Unternehmen schnell an den Rand der Existenz bringen. Interessant für Unternehmen ist, dass SSC und P3 das Thema Third Party Risk Management als Partnerschaft im Markt anbieten, wobei SSC die Technologie und P3 Beratung und den Managed Service liefert. Und diese Lösung können wir weltweit bereitstellen.

Wenn Sie einen Blick in die Zukunft werfen, was sehen Sie dann?
Löhr: Die Bedrohungslage ist sehr dynamisch und das wird sich noch verstärken. Daher werden Security Operations und die Governance externer Partner mehr und mehr verschmelzen, wenn es darum geht, Dritte als Teil der Angriffsfläche zu betrachten.

P3 steht an der Schnittstelle, an der technologische Expertise auf visionäres Denken trifft, um nachhaltigen Impact zu schaffen. www.p3-group.com

SecurityScorecard unterstützt TPRM- und SOC-Teams dabei, Risiken von Anbietern in ihrem gesamten Lieferanten-Ökosystem in großem Maßstab zu erkennen, zu priorisieren und zu beheben. www.securityscorecard.com

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Resilienz wird zur Chefsache

Resilienz wird zur Chefsache

 

Entscheidend ist, Souveränität und IT-Resilienz in den Fokus zu stellen, um im Notfall betriebsfähig zu bleiben.

Krisen, ausgelöst durch Cyberangriffe, Naturkatastrophen und politische Spannungen stellen ein Risiko für Lieferketten, Produktion und Verwaltung dar. Unternehmen brauchen genau deshalb robuste Prozesse, klare Rollen sowie trainierte Teams, um ihre digitale Souveränität und Handlungsfähigkeit im Krisenfall sicherzustellen. Neben der Erkennung und Abwehr von Angriffen, gewinnt der Plan B an Wichtigkeit. Doch genau dieser Plan B – der Notfallplan – stellt Unternehmen vor Herausforderungen. So scheitern Notfallpläne an der fehlenden Aktualität, Priorisierung der Ausarbeitung im Tagesgeschäft oder schlichtweg der Adaption von technischen Krisenstabs-lösungen, die den Benutzer:innen nicht vertraut sind. IT-Resilienz im Krisenfall muss vertraut und erprobt sein. Denn nur Pläne, die im Vorfeld geübt wurden, sichern den Betrieb und wahren die digitale Souveränität.

Alexander Benoit, CEO von water IT Security & Defense, erklärt wie Resilienz gelingt. water betreibt ein Managed SOC mit 24/7 Monitoring souverän aus Deutschland heraus, Incident Handling, Risiko- und Schwachstellenmanagement sowie ein Managed Emergency Environment als Fallback.

Woran messen Sie im Unternehmensalltag digitale Souveränität jenseits politischer Debatten?
Wir definieren digitale Souveränität als die Fähigkeit, unsere kritischen Geschäftsprozesse jederzeit autonom steuern zu können. Entscheidend dafür sind drei Faktoren: die Hoheit über unsere kryptografischen Schlüssel, transparente Lieferketten und Systemarchitekturen sowie die Kompetenz, Systeme unabhängig von Anbietern wiederherzustellen.

Welche Rolle übernimmt Ihr Managed Emergency Environment als Fallback im Ernstfall für eine geordnete Weiterarbeit?
Wir bezeichnen dies als unseren „Notbetrieb auf Knopfdruck“. Die unabhängige Schattenumgebung unterstützt das Ziel der Souveränität und IT-Resilienz. Durch redundante Kernservices, wie Kommunikationswege und Infrastruktur, stellen wir sicher, dass Organisationen bei einem Ausfall der Primärsysteme in klar definierten Minimalprozessen weiterarbeiten können. Zudem werden vorab definierte Wiederanlaufprozesse durchgeführt, um den Betrieb von geschäftskritischen Funktionen wiederherzustellen. Die Managed Emergency Environment dient zugleich als Krisen-management-Werkzeug: Es schont und entlastet den Krisenstab, indem essenzielle IT-Services bereits vorab für den Krisenfall eingerichtet werden. So kann eine sichere Basis für den anschließenden Wiederaufbau geschaffen werden.

Welche Rolle spielt die Abwehr von Cyberangriffen in IT-Resilienz?
Ein Security Operations Center (SOC), das Umgebungen 24/7 überwacht, ist vor allem durch die zunehmende Schnelligkeit von Angriffen durch KI selbst für kleine und mittlere Unternehmen
(KMU) unabdingbar geworden. Unser Managed SOC erkennt Angriffe in wenigen Minuten und führt Abwehrschritte – unterstützt durch KI und Automatisierung – durch. Dadurch verkürzen wir die Zeit bis zur Eindämmung typischerweise auf unter eine Stunde.

Nach welchem Verfahren priorisieren Sie Schwachstellen mit Blick auf Business Impact und Ausnutzbarkeit?
Die Herausforderung in der proaktiven Reduktion von Schwachstellen ist die große Menge an Schwachstellen. Um dieser Menge Herr zu werden, kombinieren wir den Kritikalitäts-Score der Schwachstelle mit Kontextfaktoren wie der Kritikalität der betroffenen Systeme, Behebungs-maßnahmen, aktueller Exploit-Aktivität und regulatorischer Relevanz. So fließt Geschäftsauswirkung gleichwertig neben technischer Kritikalität in die Bewertung und Priorisierung ein.

Mit welchem Erstmaßnahmenplan agieren Sie in den ersten 60 Minuten eines Sicherheitsvorfalls?
1. Aktivierung des Krisenstabs und Ausstattung mit Arbeitsumgebung und -material
2. Sofortige Erkennung des Angriffs und Alarmierung
3. Isolierung betroffener Systeme
4. Kommunikation an Schlüsselrollen und – falls nötig – Behörden
5. Wiederanlauf von geschäftskritischen Applikationen
6. Sicherung forensischer Daten

In welchem Szenario sichern Sie Business Continuity bei großflächigem Infrastrukturausfall über kritische Kernprozesse hinweg?
Wir arbeiten mit abgestuften Wiederanlaufplänen: Priorisierte Anwendungen werden über getrennte Rechenzentren, Cloud-Failover und unser Managed Emergency Environment wiederher-gestellt. Entscheidende Prozesse – von Zahlungsverkehr bis Kundenservice – laufen damit weiter.

Auf welche Weise verzahnen Sie Prävention, Reaktion und strategische Unabhängigkeit zu einem steuerbaren Sicherheitsmodell?
Unser Modell basiert auf drei Säulen: Prävention durch Hardening & Awareness, Detection & Response sowie strategische Unabhängigkeit durch Notfall- und Lieferkettenmanagement. Wichtig ist uns dabei, dass wir in Prävention, Abwehr und Notfallmanagement Fachbereiche durch bereichsspezifische Use Cases und quartalsweise Notfalltests einbeziehen.

Welchen ersten Schritt sollten CEOs binnen 90 Tagen anstoßen, um die Resilienz messbar zu erhöhen?
Wenn die Durchführung einer vollständigen Business Impact Analysis (BIA) nicht wirtschaftlich ist, dann empfehlen wir den „Follow the money“-Ansatz, bei dem wir die Prozesse mit dem höchsten Einfluss auf die Wertschöpfung identifizieren und absichern.

Die water IT Security GmbH hält sich proaktiv über die sich wandelnde Bedrohungslandschaft auf dem Laufenden und gibt Anregungen, wie die IT-Sicherheit weiter gestärkt werden kann. www.water-security.de

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Sicherheit hat Priorität

Sicherheit hat Priorität

Stark regulierte Branchen befinden sich im Umbruch. Digitale Innovationen, Fintechs und immer strengere regulatorische Vorgaben stellen Banken, Versicherungen und andere Wirtschaftsbereiche vor enorme Herausforderungen. Mit dem Inkrafttreten der EU-Verordnung DORA (Digital Operational Resilience Act) im Januar 2025 gelten strengere Vorgaben als je zuvor.

Zukunftssicheres Internetprotokoll
Besonders bei den Finanzdienstleistern steht die Sicherheit sensibler Daten im Mittelpunkt. Millionen von Transaktionen werden heute in Echtzeit abgewickelt. Doch traditionelle Inter-netprotokolle leiten Daten über Wege, die weder transparent noch sicher kontrollierbar sind. Eine besonders ernstzunehmende Gefahr in puncto Cybersicherheit ist das Szenario „Harvest Now – Decrypt Later“: Angreifer sammeln verschlüsselte Daten, um sie künftig mit Quantencomputern zu entschlüsseln. Da Finanzdaten oft jahrzehntelang sicherheitskritisch bleiben, ist der Schutz vor solchen Szenarien entscheidend. Hier bietet das SCION-Protokoll (Scalability, Control and Isolation On Next-Generation Networks) einen zukunftssicheren Ansatz. Entwickelt an der ETH Zürich, basiert die SCION-Architektur auf drei Prinzipien: Kontrolle der Datenpfade, Isolation gefährdeter Netzsegmente und Skalierbarkeit für den weltweiten Einsatz. Unternehmen können exakt festlegen, welche Wege und Knotenpunkte ihre Daten nehmen – und damit unsichere Routen ausschließen.

SSFN nutzt sichere Technologie
„SCION-Netzwerkgeräte geben ihre Eigenschaften im Netz bekannt – dadurch ist es möglich, die Pfade aus vertrauenswürdigen Netzwerkgeräten auszuwählen. Das Protokoll unterstützt auch die Weiterentwicklung hin zu post-quantum-sicheren kryptografischen Algorithmen, mit denen Daten auch in einer Ära von Quantencomputern geschützt bleiben“, erklärt Arne Benox, Director Enterprise Sales DACH bei Digital Realty. Besonders stark ist SCION bei der Resilienz: Sollte ein Pfad angegriffen oder gestört werden, wird sofort auf eine Ausweichroute umgeschaltet, welche den vorgegebenen Anforderungen an den Übertragungspfad entspricht. Kryptografische Mechanismen sorgen dafür, dass Übertragungen jederzeit geschützt und nachverfolgbar bleiben. Zudem bietet SCION die Möglichkeit zum Geofencing – also der Beschränkung des Datenverkehrs auf bestimmte Länder oder Regionen. Damit lassen sich Datenschutz- und Compliance-Vorgaben deutlich einfacher einhalten. Ein prominentes Beispiel für SCION-Nutzung ist das Secure Swiss Finance Network (SSFN), das von der Schweizerischen Nationalbank und SIX ins Leben gerufen wurde. Rund 300 Institute haben sich dem Netzwerk angeschlossen, um ihre Kommunikationsinfra-struktur durch SCION abzusichern.

Der frühere Deutsche Börse-Aufsichtsratschef Martin Jetter ist seit Juli 2025 neuer Präsident des Vorstands der Schweizer SCION Association. Er betont, dass die Software nicht nur im Finanzsektor, sondern auch in privaten wie öffentlichen Netzwerken einsetzbar ist. Sie ermöglicht es auch hier, Leitungen bei Angriffen nahtlos zu wechseln und den Zugriff gezielt nach Ländern zu steuern – wichtig für Datensouveränität in geopolitisch fragmentierten Zeiten.

Digital Realty als Enabler
Damit die Technologie reibungslos funktioniert, braucht es die richtige Infrastruktur. Diese bietet Digital Realty. Das Unternehmen ist weltweit führend im Bereich Rechenzentren, Colocation- und Interconnection-Lösungen – und beherbergt als erstes Rechenzentrum überhaupt einen SCION-Knoten.

Die globale ServiceFabric®-Plattform, Teil des innovativen Produktportfolios von Digital Realtys PlatformDIGITAL®, ermöglicht die weltweite Nutzung des SCION-Netzwerks. Für Finanzunter-nehmen bietet das gleich mehrere Vorteile: Sie können sofort auf das sichere Netzwerkprotokoll zugreifen. Die Integration erleichtert die Erfüllung von Vorgaben wie nDSG, MiFID II oder DORA – mit lückenlos nachvollziehbaren Datenflüssen und revisionssicherer Dokumentation. Und dank ServiceFabric® behalten Unternehmen zwischen deren Multi-Cloud-Umgebungen die Kontrolle über ihre Datenpfade.

Mehr als 300 Rechenzentren in über 50 Metropolen, über 5.000 Kunden, eine Uptime von 99,999 % und mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung: Digital Realty bietet den Treffpunkt, an dem Unternehmen, Technologien und Daten zusammenkommen, um den Wert von Daten zu erschließen – durch die Bereitstellung der richtigen Infrastruktur und Expertise an Standorten weltweit. www.digitalrealty.de

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Wie sicher sind deutsche Unternehmen?

Wie sicher sind deutsche Unternehmen?

Mit der NIS2-Richtlinie und dem EU AI Act treten bald zwei bedeutende europäische Regelwerke in Kraft, die weit über die IT hinausreichen. Sie betreffen ganze Organisationen und machen deutlich: Cybersicherheit ist längst kein rein technisches Thema mehr, sondern ein entscheidender Faktor für Resilienz, digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit.

Ein zentrales Handlungsfeld ist Identity & Access Management (IAM). Unter Regularien wie GDPR und NIS2 wird es zu einem unverzichtbaren Baustein moderner Sicherheitsstrategien. Doch welche Fähigkeiten sind nötig, um IAM erfolgreich einzusetzen? Und wie muss eine ‚Identity Fabrik‘ beschaffen sein, die Transparenz, Effizienz und Sicherheit gleichermaßen gewährleistet? Antworten liefert Martin Kuppinger der KuppingerCole Analysts AG.

Hinzu kommt: Auch scheinbar technische Fragen können weitreichende Folgen haben. So endet am 14. Oktober der Support für Windows 10. Wer nicht rechtzeitig reagiert, riskiert gravierende Sicherheitslücken – und damit auch Compliance-Verstöße.

Die zentrale Botschaft: Europa muss digital souveräner werden. Das ist kein Luxus, sondern eine Investition in Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit. Nur wer heute handelt, schafft die Basis für Vertrauen, Innovationskraft und nachhaltigen Erfolg.

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Beste Fürsorge im App‑Format

Beste Fürsorge im App‑Format

Die Entlassung aus der Klinik ist kein Schlusspunkt – sondern für viele Patient:innen der Beginn neuer Herausforderungen. Denn oft fehlen im Anschluss die nötige Struktur, Begleitung und Unterstützung. Nicht aus bösem Willen, sondern weil Zeit, Personal und Systeme an ihre Grenzen stoßen. Angehörige wohnen weit entfernt, regionale Angebote sind lückenhaft – und Patient:innen sehen sich plötzlich mit komplexen Aufgaben allein. Wer übernimmt nun die Verantwortung? Wer hilft bei der Nachsorge, der Reha, den Medikamenten oder den Anträgen? In allen Fällen geht es darum, die eigene gesundheitliche Kompetenz zu fördern und damit gleichzeitig ein neues Bewusstsein für eine schnelle Genesung zu schaffen. Genau hier setzt CARElendar an – eine digitale Gesundheitsanwendung, die Nachsorge neu denkt: individuell, motivierend und strukturiert.

„CARElendar ist kein weiteres digitales Tool. Es ist ein persönlicher Genesungskalender, der Patient:innen nach der Klinik nicht alleinlässt“, sagt Dr. Fanny Schumacher-Schönert, Versorgungswissenschaftlerin und Gründerin von CARING. Dabei ist CARElendar Teil eines größeren Gesamtkonzepts, das neue Standards im Entlassungs- und Nachsorgemanagement setzt. Unter dem Dach von „CARING. – mit Fürsorge entlassen.“ entstehen neben der App auch praxisnahe Leitfäden, Fortbildungsformate für Fachpersonal sowie Vorträge und Schulungen, die einen Paradigmenwechsel in der Gesundheitsversorgung anstoßen: weg von Versorgungslücken, hin zu wirksamer Selbstwirksamkeit.

Die App begleitet den Übergang in den Alltag – mit Erinnerungen, Micro-Learnings, Übungen, psychologischen Impulsen und KI-gestützter Personalisierung. CARElendar wurde aus der Praxis heraus entwickelt – basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Feldforschung und realen Erfahrungen aus Kliniken. Die Anwendung bietet strukturierte Nachsorgepläne, unterstützt das Medikations- und Rehabilitationsmanagement und integriert Selbsthilfeelemente wie Dankbarkeitstagebuch, Affirmationen und interaktive Motivationsimpulse. Ziel: Die Steigerung von Therapietreue, Gesundheitskompetenz und langfristiger Genesung.

Während medizinisches Personal am Limit arbeitet, entstehen mit CARElendar digitale Brücken, die Klinik, Patient:in und Nachsorgesysteme verbinden – effizient und empathisch. Die App ergänzt bestehende Versorgungspfade, ist individuell anpassbar und lässt sich perspektivisch in bestehende Schnittstellen (z. B. Telematikinfrastruktur, E-Rezept, DMPs) integrieren. CARElendar steht aktuell kurz vor dem Launch und wird zunächst in ausgewählten Partnerkliniken und Selbsthilfegruppen pilotiert. Langfristig ist die Aufnahme in das Verzeichnis digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) geplant. CARING. verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Die App denkt nicht nur in ICD-Codes, sondern in Geschichten. In Menschen. CARElendar unterstützt dabei, sich wieder als aktiven Teil des Heilungsprozesses zu erleben – im eigenen Rhythmus, mit Mut und digitaler Fürsorge. CARElendar macht Hoffnung digital erfahrbar – und ebnet den Weg für eine neue Gesundheitskultur, in der Fürsorge, Struktur und Innovation Hand in Hand gehen.

Mehr Informationen zu CARING. – Mit Fürsorge entlassen unter: www.caring-mitfürsorgeentlassen.de

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Auch im Krankenhaus: Digitalisierung braucht sichere digitale Identitäten

Auch im Krankenhaus: Digitalisierung braucht sichere digitale Identitäten

Dies kann nur bewerkstelligt werden, wenn der Zugang zu Daten, Anwendungen und Systemen – im Rechenzentrum oder in der Cloud – sowie auf Medizingeräte über digitale Identitäten der Mitarbeitenden organisiert, gesteuert, überwacht und kontrolliert wird.

Digitale Identitäten sind der Schlüssel, um andere wichtige Vorhaben im Gesundheitswesen wie Digitalisierung, Cybersicherheit, Patientendatenschutz und Effizienz trotz immer komplexer werdender Umgebungen und strengeren Vorschriften, wie zum Beispiel NIS2, sicherzustellen. Nur, wenn klar ist, wer, warum auf welche Daten, Anwendungen und Geräte zugreifen darf, können versehentliche Fehler, vorsätzlicher Missbrauch und kriminelle Attacken minimiert werden.

In Krankenhäusern gibt es vielfältige Einsatzszenarien von IT: Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal greifen in den unterschiedlichsten Situationen auf Daten und Anwendungen zu, Endgeräte werden im Laufe eines Tages von vielen verschiedenen Personen genutzt. Das stellt jede IT-Abteilung vor ungeahnte Herausforderungen: Denn der Zugriff muss schnell, im Falle eines lebensgefährlichen Notfalls in Sekunden, und von jedem dazu Berechtigen von jedem erlaubten Endgerät aus erfolgen können. Die Nutzung eines Passworts für mehrere Mitarbeitende ist tabu, denn zum Beispiel bei Medizingeräten, mit denen Medikamente dosiert werden, muss es nachvollziehbar sein, wer wann eine Dosis gesenkt oder erhöht hat.

Digitale Identitäten steigern

Sicherheit und Datenschutz

Wenn über klare Rollenbeschreibungen definiert ist, welche Funktion welche Zugriffsrechte im IT-System erhält, lassen sich auch Maßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Sicherheit schnell umsetzen, wie beispielsweise durch die Einführung von Multifaktorauthentifizierung mit Single-Sign-On oder berührungsloser Anmeldung via Tap-and-Go. Dies alles erhöht die Sicherheit, macht den Benutzenden die tägliche Arbeit mit der IT leichter und verringert zeitgleich die Anfälligkeit für Cyberattacken über ausgespähte oder kriminell ermittelte Passwörter.

Schneller und dauerhafter ROI

Die Vorteile eines Enterprise-Identity- and Access-Management-Systems rechnen sich jedoch sofort und dauerhaft. Mit der Einführung eines Access-Management-Systems ist die langfristige Basis für alle weiteren Digitalisierungsprojekte gelegt. Krankenhäuser in den USA integrieren bereits erweiterte Patientendaten in ihre Identitätsmanagement-Systeme: Sie werden per Gesichtserkennung identifiziert, um Verwechslungen bei der Behandlung auszuschließen und schnell auf die elektronische Patientenakte zuzugreifen. Diese Möglichkeiten sollten Vorbild für andere Länder sein, aber sie können nur erreicht werden, wenn ein umfassendes Identitäts- und Zugriffs-Management-System im Einsatz ist.

Weitere Informationen unter: www.imprivata.com/de

Über die Contentway GmbH

Contentway ist eine führende, preisgekrönte Content-Marketing-Agentur, die spezialisierte medienübergreifende Kampagnen erstellt. Die Kampagnen werden mit den führenden Tageszeitungen sowie online auf unseren Nachrichten- und Partner-Webseiten verbreitet.

Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Inhalte unserer Kunden ihr Zielpublikum erreichen und beeinflussen. Um ein Maximum an Aufmerksamkeit und Ergebnissen zu erzielen, werden alle unsere Kampagnen von Grund auf mit einem hohen Maß an journalistischer Qualität und strengen redaktionellen Richtlinien erstellt. Alle Kampagnen werden von uns intern produziert und über führende europäische Medien wie Tageszeitungen, Zeitschriften und viele der führenden Nachrichten- und Branchen-Websites verbreitet.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Contentway GmbH
Neue Burg 1
20457 Hamburg
Telefon: +49 40 85 539 750
http://contentway.eu/

Ansprechpartner:
Mira Khanna
Life Science
Telefon: +49 (40) 87407-415
E-Mail: mira.khanna@contentway.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

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Spürbarer Nutzen durch KI im Klinikalltag

Spürbarer Nutzen durch KI im Klinikalltag

Im Klinikalltag wird das Potenzial der Digitalisierung bereits spürbar, moderne Technologien erleichtern vielerorts die Arbeit: Elektronische Patientenakten und digitale Terminplanung sorgen für mehr Transparenz und schnellere Abläufe. Gerade angesichts des Fachkräftemangels, der Kliniken vor große Herausforderungen stellt und das vorhandene Personal zunehmend belastet, gewinnen smarte Lösungen an Bedeutung. Künstliche Intelligenz und Automatisierung bieten hier ganz praktische Unterstützung. Sie übernehmen administrative Aufgaben, erleichtern die sektorenübergreifende Koordination und verbessern die Nutzung von Ressourcen. So wird echte Unterstützung im Klinikalltag geschaffen und mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung gewonnen. Digitalisierung und KI-basierte Assistenzsysteme werden damit zu einem entscheidenden Faktor, um die Arbeitsbedingungen in Kliniken nachhaltig zu verbessern und den Herausforderungen des Fachkräftemangels wirksam zu begegnen.

Mit einem umfangreichen Portfolio aus IT- und KI-Lösungen entwickelt und vertreibt Dedalus HealthCare spezialisierte Software zur Digitalisierung und Optimierung medizinischer und administrativer Prozesse. Dedalus betreut rund 940 Krankenhäuser in Deutschland und beschäftigt weltweit über 7.700 Mitarbeiter, die gemeinsam daran arbeiten, die Qualität der Patientenversorgung zu steigern und das medizinische Personal in ihrer täglichen Arbeit zu entlasten. Im Gespräch mit Winfried Post, General Manager und Geschäftsführer von Dedalus HealthCare DACH.

Herr Post, Dedalus gilt mit ORBIS als Marktführer und Innovationsmotor im Bereich Krankenhausinformationssysteme (KIS). Ihre umfassende KI-Strategie adressiert sowohl die klinische Entscheidungsunterstützung als auch die Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung in Krankenhäusern. Welche Lösungen bieten Sie aktuell an und wie profitieren Kliniken und Anwender davon?
Unsere KI-Lösungen heben sich insbesondere durch ihre praktische Anwendung im Alltag ab. Mit clinalytix Medical AI haben wir beispielsweise eine KI-basierte Softwarelösung entwickelt, die zur frühzeitigen Identifikation von Risiken wie Sepsis, Delir oder akutem Nierenversagen eingesetzt wird. Die Anwendung analysiert kontinuierlich sämtliche verfügbaren Patientendaten und generiert automatisiert Risikoprofile im KIS. Das erleichtert die Entscheidungen der Ärztinnen und Ärzte erheblich. Auch das ORBIS Medizincontrolling ist ein KI-Assistent. Das System extrahiert abrechnungsrelevante Informationen aus Dokumenten wie Rechnungen, Diagnosen und Arztbriefen und stellt diese übersichtlich bereit, damit Krankenhauscontroller nicht mehr jede Akte manuell durchsuchen müssen. Wichtig ist: Künstliche Intelligenz hilft vor allem dabei, Zeit zu sparen, indem sie große Mengen an Daten vorsortiert, filtert und bewertet. Sie liefert hilfreiche Hinweise und Risikobewertungen, ersetzt aber nie die menschliche Einschätzung – die finale Entscheidung bleibt immer beim jeweiligen Experten.

Wie kann auch die persönliche Patientenbetreuung mithilfe von KI wieder stärker in den Mittelpunkt rücken?
Der ORBIS Speech Assistant ist eine Funktion, die dem Arzt während des Patientengesprächs die gleichzeitige Dokumentation abnimmt. Die Software hört dem Gespräch zu und überträgt in Echtzeit alle relevanten Informationen strukturiert in die elektronische Patientenakte. Ärzte können sich so voll und ganz auf den Patienten konzentrieren, ohne durch die Eingabe am Bildschirm abgelenkt zu sein.

Das bedeutet, die Kommunikation wird persönlicher, und die Patientinnen und Patienten fühlen sich besser wahrgenommen.
Genau. Gleichzeitig entlasten wir das Personal, weil weniger Zeit für administrative Aufgaben aufgewendet werden muss. So profitieren letztlich alle von effizienteren Abläufen, einer höheren Versorgungsqualität und einer deutlich menschlicheren Arzt-Patienten-Beziehung. Gerade in Zeiten von zunehmendem Personalmangel und neuen Kollegen in der Ausbildung ist es wichtig, das medizinische Personal bestmöglich zu unterstützen. Auch ORBIS Buddy ist da ein echter Gamechanger: Als KI-basierter, sprachgesteuerter Chatbot steht er Ärzten und Pflegekräften jederzeit als digitaler Assistent zur Seite. Egal, ob Fragen zu Medikamenten, Diagnosen oder bestimmten Behandlungsschritten aufkommen: Der ORBIS Buddy liefert auf Abruf strukturierte, qualitätsgesicherte Informationen, die direkt in die tägliche Routine eingebunden werden können.

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Vernetzte Daten, bessere Gesundheitsversorgung

Vernetzte Daten, bessere Gesundheitsversorgung

Um eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung zu fördern, sollten wir Gesundheitsdaten als essenzielle Grundlage für ein effektives Gesundheitssystem, für personalisierte Medizin und für die Forschung betrachten. Fehlende Standards und uneinheitliche semantische Interoperabilität verhindern eine ganzheitliche Sicht auf die Patientinnen und Patienten und erschweren mit Blick auf die Forschung und Entwicklung Innovationen. Zudem erschwert die Fragmentierung der Datenlandschaft eine präzise und zeitnahe Versorgung sowie die gezielte Forschung zur Verbesserung von Therapien. Nur durch eine sinnvolle Vernetzung kann das volle Potenzial der Gesundheitsdaten für Prävention, Diagnose und Behandlung erschlossen werden. Ekkehard Mittelstaedt, Manager Business Development and Sales bei Arvato Systems, erläutert im Interview die Relevanz von Datennutzung und Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Herr Mittelstaedt, warum werden zwar sehr viele Daten im Gesundheitssektor erhoben, aber kaum genutzt?
Gesundheitsdaten stecken oft in Silos fest – technisch, organisatorisch und rechtlich. Es mangelt nicht an Daten! Allein in den Arztpraxen, Kliniken und weiteren Gesundheitseinrichtungen ebenso wie bei den Krankenversicherungen und auch im privaten Umfeld, bspw. durch Nutzung von Wearables, haben wir eine Vielfalt an relevanten Informationen über den Gesundheitszustand Einzelner oder auch ganzer Gruppen. Allein die Nutzung ist regulatorisch eingeschränkt und wird durch mangelnde Interoperabilität und Silos erschwert. Mit gravierenden Folgen für die Versorgung und die Forschung. Das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) sowie der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) liefern erste Ansätze, das zu ändern. Damit allein ist es aber noch nicht getan: Es fehlt an der erforderlichen Infrastruktur, um aus den Datensilos wertvolle Informationen und Erkenntnisse zu gewinnen. Nur, wer Gesundheitsdaten sicher, sektorenübergreifend und standardisiert vernetzt, schafft die Grundlage für eine lernende, resiliente Gesundheitsarchitektur.

Warum ist Interoperabilität hierbei so essenziell?
Interoperabilität, also die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme nahtlos zusammenzuarbeiten, ist der Schlüssel. Doch technische Interoperabilität allein reicht nicht aus. Eine besondere Bedeutung kommt der semantischen Interoperabilität zu, denn sie regelt, dass die verschiedenen Fachverfahren hinsichtlich der Bedeutung der erhobenen Daten auch dieselbe Sprache sprechen und systemübergreifend auch „verstanden“ werden. Nur im Zusammenspiel von Technologie und Semantik ist es möglich, dass die Informationen auch eindeutig genutzt werden können.

Wie wird Arvato Systems zum Enabler für Gesundheitsdaten?
Arvato Systems verbindet die genannten Aspekte und agiert als erfahrener Vermittler zwischen Akteuren, um sichere, skalierbare und zukunftsfähige Lösungen für kritische Infrastrukturen zu schaffen. KI wird dabei zukünftig eine wichtige Rolle spielen und alle Akteure sinnvoll unterstützen, um die Prävention und Versorgung zu verbessern.

Wir von Arvato Systems haben langjährige Expertise in der Umsetzung komplexer, föderierter Dateninfrastrukturen. Im Gesundheitsbereich übernehmen wir eine zentrale, systemrelevante Rolle und agieren als Brückenbauer zwischen den jeweiligen Playern, wie bspw. Gesundheitseinrichtungen, Forschung und Industrie. Diese Position macht uns zu einem der wenigen Akteure, die technische und semantische Interoperabilität, regulatorisches Know-how und Skalierbarkeit systemisch zusammenbringen.

Gleichzeitig unterstützt Arvato Systems durch die Beteiligung an europäischen Initiativen wie dem EHDS und der Entwicklung nationaler Plattformlösungen die sichere Orchestrierung komplexer Datenflüsse und gestaltet eine digitale Gesundheitsinfrastruktur im öffentlichen Interesse.
Außerdem bringen wir das notwendige Systemverständnis mit, um die verschiedenen Schnittstellen zusammenzuführen – leise, aber wirkungsvoll. Wenn Gesundheitsdaten künftig so selbstverständlich fließen wie Strom oder Wasser, wird man rückblickend sagen: Die technische Infrastruktur war nur der Anfang. Entscheidend war, wer sie verantwortungsvoll gebaut hat. Technische Infrastruktur ist auch maßgeblich für den Bereich Telemedizin.

Was genau ist TeleMedSpace (TeMeS)?
TeMeS ist ein ganzheitliches telemedizinisches Konzept, das den Informationsfluss am Point-of-Care optimal bereitstellt. Das Hauptziel des Projektes ist die Erweiterung der medizinischen Vorsorge- und Versorgungsangebote in Bezug auf Schilddrüsentherapie und Stillberatung mittels Videosprechstunde. Somit wird das Krankernhausangebot für die im Umland lebenden Patienten erweitert und zugänglicher. Projektpartner sind Arvato Systems, die Landeshauptstadt Dresden, sowie das Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung ist datenbasiert, interoperabel und kollaborativ. Dafür brauchen wir Technologiepartner mit Systemverständnis, Regelungskompetenz und Gestaltungswillen. Genau hier liegt die Stärke von Arvato Systems.

Weitere Informationen unter: www.arvato-systems.de

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Digitale Pflegebildung als Systemhebel

Digitale Pflegebildung als Systemhebel

Wer über die digitale Transformation des Gesundheitswesens spricht, denkt an Telemedizin, KI-Diagnostik oder die elektronische Patientenakte. Doch ein entscheidender Hebel bleibt oft unbeachtet: die digitale Weiterbildung der Fachkräfte. Ohne qualifiziertes Personal bleibt jede Technologie wirkungslos. „Wissen entscheidet im Gesundheitswesen über Qualität, Sicherheit und Effizienz“, betont Adrian Thiessen, Geschäftsführer der Relias Learning GmbH. „Digitale Bildung ist machbar und notwendig. Krankenhäuser, die heute in digitale Bildungsinfrastruktur investieren, stärken ihre Resilienz, sichern Fachkräfte und steigern nachhaltig ihre Qualität.“

Moderne Lernplattformen ermöglichen orts- und zeitunabhängiges Lernen, lassen sich mit Klinik- und HR-Systemen verknüpfen und entlasten Führungskräfte durch automatisierte Schulungszuweisungen und Compliance-Tracking. Gerade in der Pflege, wo Zeit knapp und Teams heterogen sind, sorgt adaptives E-Learning für passgenaue Qualifizierung – unabhängig von Sprache, Vorwissen oder Einsatzort. „Die Zukunft der Pflegeschulung ist digital, dynamisch und integrativ – und sie funktioniert dann besonders gut, wenn sie nahtlos in klinische und pflegerische Abläufe eingebunden ist“, so Thiessen. VR-Simulationen machen kritische Situationen wie Notfälle trainierbar, KI-Tutoren erkennen Wissenslücken, geben Echtzeit-Feedback und erstellen individuelle Lernpfade. Das steigert die Versorgungsqualität und senkt Fluktuation, Schulungskosten sowie Haftungsrisiken. Was im Gesundheitswesen wirkt, lässt sich übertragen: Überall dort, wo Qualifikation sicherheitsrelevant ist und sich Anforderungen schnell ändern, ist digitale Bildung zentraler Baustein nachhaltiger Leistungen.

Weitere Informationen unter: relias.de

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