Autor: Firma Comarch

Comarch: E-Invoicing wird zur kritischen Geschäftsinfrastruktur – nicht nur zum IT-Projekt

Comarch: E-Invoicing wird zur kritischen Geschäftsinfrastruktur – nicht nur zum IT-Projekt

Jahrelang wurde die Einführung der obligatorischen elektronischen Rechnungsstellung von Unternehmensvorständen oft als notwendiges Übel behandelt – obwohl große, multinationale Unternehmen das freiwillige E-Invoicing bereits erfolgreich zur Automatisierung von Geschäftsprozessen nutzten. Angesichts einer wachsenden Welle globaler Mandate hat sich E-Invoicing heute zu einer kritischen Komponente der digitalen Infrastruktur entwickelt, die direkt über die Notfallplanung (Business Continuity Planning – BCP) eines Unternehmens entscheidet.

In diesem Artikel möchte ich eine Sichtweise teilen, die auch von den Referenten auf der Comarch User Group (CUG) Konferenz geäußert wurde: Das Scheitern einer nahtlosen Übermittlung von E-Rechnungen kann kritische Lieferungen stoppen und dadurch den gesamten Geschäftsbetrieb lähmen. Wer mit der ERP-Integration wartet, bis die Gesetzestexte finalisiert sind, begeht unter Umständen einen strategischen Fehler. Es wird dringend empfohlen, dass Unternehmen den offiziellen Zeitplänen vorauslaufen und dem Prinzip folgen: Fangen Sie jetzt an – und zwar früher, als Sie denken. Architektonische Entscheidungen müssen heute getroffen werden, vorangetrieben von einer funktionsübergreifenden Koalition aus CFO, COO und Supply-Chain-Direktoren.

Der globale regulatorische Tsunami 2026–2030

E-Invoicing ist längst kein isoliertes Compliance-Thema mehr, das auf Europa oder Lateinamerika beschränkt ist. Wir erleben einen globalen „regulatorischen Tsunami“, der vor allem von einem einzigen makroökonomischen Ziel angetrieben wird: dem Schließen der Mehrwertsteuerlücke. Regierungen verabschieden sich von Post-factum-Prüfungen zugunsten einer kontinuierlichen Echtzeit-Kontrolle von Handelsströmen (Continuous Transaction Controls – CTC).

Der Aufbau fragmentierter, länderspezifischer Anwendungs-Silos ist nicht mehr tragbar. Eine richtig konzipierte Architektur muss heute eine Roadmap antizipieren, die Dutzende von Rechtsordnungen abdeckt:

  • 2026 (Anpassung & Expansion in Schwellenländern): Ein Stresstest-Jahr für neue E-Reporting- und E-Invoicing-Regime. Neben der Einführung des neuen strukturellen Rahmens in Frankreich und einer Welle von B2G/B2B-Mandaten in Israel und Moldawien werden die VAE ihre Pilotprogramme starten. Ein schwerer Schock für die EMEA-Lieferketten könnte jedoch aus Afrika drohen. Märkte wie Madagaskar, Malawi, Südafrika und Angola führen neue Verpflichtungen weitaus schneller ein, als es die Risikomatrizen von Unternehmen vorsehen.
  • 2027 (Die digitale Verknüpfung von Transport und Steuern): Die EU-eFTI-Verordnung (elektronische Frachtbeförderungsinformationen) tritt in Kraft. In Kombination mit E-Invoicing-Systemen wird sie den Kreislauf zwischen physischer Fracht und dem digitalen Dokumentenzyklus schließen. In diesem Jahr werden auch die nächsten Mandatsphasen in Deutschland, der Slowakei, Norwegen, Spanien und in Asien – auf den Philippinen (E-Commerce) und in Singapur – gestartet. In der Zwischenzeit wird Portugal seine SAF-T-Anforderungen für die Rechnungslegung durchsetzen.
  • 2028 (Konsolidierung der Marktplattformen): Der endgültige Übergang zur strukturierten Berichterstattung in Deutschland, die Einführung von E-Reporting in Belgien sowie Mandatserweiterungen in Finnland, Schweden, Irland, Lettland und Slowenien.
  • 2029–2030 (ViDA und globale Interoperabilität): Der April 2029 ist das bestätigte Ziel für das B2B-E-Invoicing-Modell des Vereinigten Königreichs (HMRC). Bis Juli 2030 wird die ViDA-Richtlinie (VAT in the Digital Age) der Europäischen Union die digitalen Meldepflichten (Digital Reporting Requirements – DRR) für grenzüberschreitende innergemeinschaftliche B2B-Transaktionen in einen absoluten, harmonisierten Standard verwandeln.

Die Kosten des Wartens auf finale Vorschriften (Eine Lehre aus Frankreich)

Der kostspieligste Fehler, den ein Unternehmensvorstand im Hinblick auf diesen Zeitplan machen kann, ist Passivität. In Zeiten von Echtzeit-Meldesystemen erzeugt ein „Abwarten“-Ansatz anstelle einer proaktiven Bereitschaft immense technische Schulden.

Der französische Markt dient als Beweis für die Volatilität der Regulierung. Frankreich hat seinen Implementierungsrahmen aktualisiert und die Rolle des zentralen staatlichen Portals (PPF) zugunsten zertifizierter privater Plattformen (Partner Dematerialization Platforms / PDPs) offiziell eingeschränkt, während Spezifikationen und Fristen häufig geändert wurden. Dies veranschaulicht perfekt das Risiko, sich ausschließlich auf staatliche Vorgaben zu verlassen, die sich im letzten Moment ändern können. Unternehmen, die den staatlichen Hub umgingen und frühzeitig in kommerzielle Integrationsplattformen investierten, passen sich diesen rechtlichen Verschiebungen nun nahtlos im laufenden Betrieb an. Ein kommerzieller Integrations-Hub ist außerdem unerlässlich für die Verarbeitung komplexer Dokumente wie Gutschriften und Lastschriften, deren Automatisierung in hochgradig zentralisierten CTC-Regimen bekanntermaßen schwierig ist.

Die Stammdaten-Revolution (Der „Glocal“-Ansatz)

E-Invoicing markiert das endgültige Ende der Dominanz visueller Formate (z. B. PDFs). Das einzige Dokument mit rechtlicher und operativer Gültigkeit ist von nun an eine strukturierte XML- oder JSON-Datei. Der Übergang zu diesen Formaten deckt die Qualität der Informationen und der Architektur innerhalb einer Organisation schonungslos auf und macht die Qualität der Stammdaten zum kritischen Erfolgsfaktor.

Betrachten Sie semantische Spezifikationen wie den PINT-AE-Standard, der Dutzende von spezifischen Datenfeldern vorschreibt. Häufig stellen Unternehmen fest, dass sie die von einem bevorstehenden Mandat geforderten Datenpunkte schlichtweg nicht erfassen. Diese Lücken frühzeitig zu erkennen, ist von entscheidender Bedeutung – ganz nach dem Prinzip, dass Planung alles ist. Dies erfordert von Unternehmen eine „Macro View, Micro Approach – Glocal Strategy“: Sie müssen eine globale Vision der Datenarchitektur besitzen und gleichzeitig die hyperlokalen Spezifikationen der einzelnen Steuerbehörden berücksichtigen.

Genau aus diesem Grund muss der CFO das Budget-Narrativ ändern. Die Bereitstellung von Kapital für die Bereinigung von Stammdaten ist kein IT- und Compliance-Overhead. Es ist eine defensive Investition, die direkt den Cashflow sichert. Eine schlechte Datenqualität blockiert die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung (AP), stoppt die durchgängige automatisierte Verarbeitung (Straight-Through Processing – STP) und verlängert die Forderungslaufzeit (Days Sales Outstanding – DSO) erheblich.

Integrated Digital Trade (IDT) und die Evolution zu 5-Corner-Ökosystemen

Eine Rechnung existiert nicht im luftleeren Raum. Modernes E-Invoicing ist lediglich der „Anker“ für den integrierten digitalen Handel (Integrated Digital Trade – IDT). Führungskräfte sind an das traditionelle 4-Corner-Modell gewöhnt (bei dem der Sender über seinen Access Point an den Access Point des Käufers übermittelt, welcher die Daten an den Endkunden liefert).

Die neue Realität erzwingt Interoperabilität und macht den Weg frei für anspruchsvollere Architekturen:

  • Das 5-Corner-Modell: Wird derzeit in mehreren Rechtsordnungen weltweit eingeführt. So setzen beispielsweise die VAE und Singapur auf Peppol-Standards, Frankreich nutzt eine „Y-Form“-Konfiguration mit PDPs und dem PPF, und Malaysia integriert Systeme für die Echtzeit-Validierung. Hier wird das marktgerechte 4-Corner-Setup um ein fünftes Element erweitert: einen Meldemechanismus, der spezifische semantische Daten extrahiert und direkt an die Steuerbehörde leitet, ohne den Fluss der Lieferkette zu unterbrechen.
  • Erweiterte Ökosysteme (Supply Chain Finance & Logistik-Integration): Der heilige Gral des IDT. Dies stellt eine Evolution hin zum 6-Corner-Modell dar, bei dem die Rechnungs- und Steuerebene in Echtzeit mit Finanzinstituten (Banken für Factoring, Dynamic Discounting) und Logistik-Gateways verknüpft ist, die unter dem eFTI-Rahmenwerk (unter Nutzung von eCMR) arbeiten. Dieses vernetzte System bietet echten Schutz und Liquidität für die gesamte Lieferkette.

Der Marschplan für den Vorstand für die nächsten 90 Tage

E-Invoicing ist kein reines Buchhaltungsthema mehr – es ist ein Stresstest für den operativen Durchsatz eines Unternehmens. Um diesen Wandel erfolgreich zu meistern, empfehlen wir dem Management-Team, die folgenden Schritte zu priorisieren:

  1. Führen Sie ein Stammdaten-Audit durch: Überprüfen Sie die Integrität der Lieferanten- und Käuferdaten in den bestehenden ERP-Systemen rigoros.
  2. Planen Sie die Architektur für 2026–2030: Wechseln Sie von Point-to-Point-Integrationen zu einem einzigen, globalen E-Invoicing-Hub, der vollständig auf die ViDA-Richtlinie und globale Mandate vorbereitet ist.
  3. Hinterfragen Sie Dienstleister (RFP-Prozess): Fordern Sie den Nachweis ein, dass ein Anbieter in der Lage ist, einen „glocalen“ Ansatz abzubilden, echte Interoperabilität zu demonstrieren und den breiteren Umfang des Integrated Digital Trade (IDT) zu unterstützen.
  4. Binden Sie den Bereich Supply Chain ein: Erkennen Sie an, dass die E-Rechnung ab 2027 untrennbar mit digitalen Frachtdokumenten (eFTI) verknüpft sein wird.
  5. Ändern Sie das finanzielle Narrativ: Budgetieren Sie E-Invoicing-Lösungen explizit als Investitionen in die Notfallplanung (BCP) und als Mechanismen zur Sicherung des Cashflows.
    Letzten Endes sollten sich Führungskräfte dieselbe Frage stellen, die auch auf der CUG-Konferenz aufgeworfen wurde: Steht E-Invoicing auf Ihrer strategischen Prioritätenliste direkt neben der Strom- und Kraftstoffversorgung, oder wartet es immer noch darauf, einen Bruchteil des CIO-Budgets zu ergattern? 

Letzten Endes sollten sich Führungskräfte dieselbe Frage stellen, die auch auf der CUG-Konferenz aufgeworfen wurde: Steht E-Invoicing auf Ihrer strategischen Prioritätenliste direkt neben der Strom- und Kraftstoffversorgung, oder wartet es immer noch darauf, einen Bruchteil des CIO-Budgets zu ergattern?

Über die Comarch AG

Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.

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Comarch AG
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Ansprechpartner:
Anja Fuhrmann
Senior Product Marketing Specialist E-Invoicing
E-Mail: anja.fuhrmann@comarch.de
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Sechs E-Invoicing-Trends, die Compliance und Finanzwesen 2026 prägen

Sechs E-Invoicing-Trends, die Compliance und Finanzwesen 2026 prägen

Der globale Markt befindet sich in einer Phase des Umbruchs, da immer mehr Länder verbindliche Vorschriften für die elektronische Rechnungsstellung einführen. Für Regierungen bedeutet die elektronische Rechnungsstellung eine bessere Kontrolle über die Einhaltung der Mehrwertsteuerpflicht und die Betrugsbekämpfung. Für Unternehmen ist sie sowohl ein Motor der digitalen Transformation – sie ermöglicht Automatisierung, Kostensenkungen und schnellere Zahlungen – als auch eine Herausforderung in Bezug auf die Einhaltung von Vorschriften, da auf allen Kontinenten verbindliche Rahmenbedingungen eingeführt werden.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  1. Die wichtigsten globalen Trends, die den Markt für elektronische Rechnungsstellung prägen
  2. Die wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen bei der Anpassung an die Veränderungen und wie sie zu bewältigen sind
  3. Prognosen für das nächste Jahrzehnt der elektronischen Rechnungsstellung

Was ist elektronische Rechnungsstellung?

E-Invoicing ist der Austausch von Rechnungen in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format, das eine automatische Verarbeitung sowohl durch die Systeme des Absenders als auch des Empfängers ermöglicht.

Im Gegensatz zu PDFs oder gescannten Bildern, die eine manuelle Eingabe oder optische Erkennung erfordern, basieren echte elektronische Rechnungen auf Standards wie XML, UBL oder Factur-X, die ohne menschliches Zutun validiert, übertragen und archiviert werden können. Diese Unterscheidung ist entscheidend, da nur strukturierte elektronische Rechnungen eine vollständige Automatisierung, Compliance und Integration mit Finanz- und ERP-Systemen ermöglichen.

Die Ansätze zur elektronischen Rechnungsstellung unterscheiden sich von Land zu Land. In einigen Märkten müssen Rechnungen zur Validierung über eine staatliche Plattform geleitet werden (wie in Italiens SdI oder Polens zukünftigem KSeF), während sie in anderen über zertifizierte Anbieter oder Netzwerke wie Peppol ausgetauscht werden können. Trotz dieser Unterschiede bleibt das Grundprinzip dasselbe: E-Rechnungen müssen alle erforderlichen Steuer- und Transaktionsdaten in strukturierter Form enthalten, um ihre Rechtsgültigkeit, Sicherheit und Interoperabilität zu gewährleisten.

Wichtige globale Trends im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung1. Von manuell zu automatisiert: KI-gesteuerte Rechnungsstellung

KI hat Einzug in alle Branchen und Unternehmensfunktionen gehalten, und die elektronische Rechnungsstellung bildet da keine Ausnahme. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden in EDI- und E-Invoicing-Plattformen integriert, um Routineprozesse wie Dateneingabe, Validierung und Abgleich mit Bestellungen zu automatisieren und gleichzeitig die Betrugsbekämpfung und Compliance zu stärken.

Zu den wichtigsten Anwendungen gehören:

  • Betrugserkennung: Algorithmen können verdächtige Rechnungen – wie Duplikate, ungewöhnliche Beträge oder unerwartete Lieferanten – sofort kennzeichnen, bevor sie in den Zahlungszyklus gelangen.
  • Automatisierte Datenanreicherung: Eine der Funktionen von Comarch e-Invoicing ist KI-Anreicherung das historische Daten nutzt, um Rechnungsinhalte automatisch zu verbessern und sicherzustellen, dass Dokumente von staatlichen Plattformen korrekt verarbeitet und auf der Kreditorenseite schneller genehmigt werden.
  • Prädiktive Analyse: Maschinelles Lernen kann historische Rechnungsdaten analysieren, um Anomalien zu identifizieren und potenzielle Betrugsversuche vorherzusagen.

Mit KI können all diese Prozesse schneller, genauer und autonomer abgewickelt werden, indem historische Daten herangezogen werden, anstatt sich auf komplexe manuelle Konfigurationen zu verlassen. Für Finanzteams bedeutet dies weniger manuelle Eingriffe – was zu schnelleren Zahlungen, einem verbesserten Cashflow und stärkeren Beziehungen zu Lieferanten führt. Für Unternehmen insgesamt bedeutet dies geringere Kosten, weniger Fehler und eine größere Skalierbarkeit – insbesondere angesichts steigender Rechnungsvolumina und strengerer Compliance-Anforderungen.

2. E-Rechnungen werden obligatorisch: Der globale regulatorische Wandel

Der vielleicht entscheidendste Trend im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung ist die rasche Ausweitung staatlicher Vorschriften. Was einst als freiwillige Initiative begann, wird nun in immer mehr Regionen zu einer gesetzlichen Verpflichtung, da die Steuerbehörden auf Echtzeit-Transparenz bei Geschäftstransaktionen drängen.

  • In Europa führen Länder wie Italien, Frankreich, Polen und Deutschland im Rahmen der umfassenderen EU-Initiative „VAT in the Digital Age” (ViDA) schrittweise B2B-Vorschriften ein.
  • In Lateinamerika sind Clearance-Modelle seit langem der Standard, wobei Mexiko, Brasilien und Chile bewiesen haben, dass die obligatorische elektronische Rechnungsstellung die Steuerhinterziehung drastisch reduzieren kann. Die Region entwickelt sich weiter, wobei eine Ausweitung der Vorschriften auf neue Dokumenttypen und B2C-Transaktionen erwartet wird.
  • Im Nahen Osten führen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate eine strukturierte elektronische Rechnungsstellung ein, um die Einhaltung der Mehrwertsteuerpflicht zu stärken, wobei die Vereinigten Arabischen Emirate auch eine Ausweitung der Verpflichtung auf B2C-Transaktionen anstreben.
  • Im asiatisch-pazifischen Raum streben Singapur, Malaysia und Indien landesweite Rahmenwerke an.

Für international tätige Unternehmen bedeutet dieser Wandel, dass sie mit einer Vielzahl von Vorschriften, Fristen und Formaten Schritt halten müssen. Frühe Anwender profitieren bereits von einer besseren Compliance und Effizienz, während diejenigen, die zögern, Strafen und Betriebsstörungen riskieren.

3. Vereinheitlichung der Finanzsysteme: Cloud- und ERP-Integration

Da sich die Vorschriften für die elektronische Rechnungsstellung in den einzelnen Ländern vermehren, sind fragmentierte Finanzsysteme zu einem ernsthaften Hindernis geworden. Viele Unternehmen betreiben mehrere ERP- oder Buchhaltungsplattformen in verschiedenen Regionen und Geschäftsbereichen, um für jeden Markt die am besten geeignete Lösung zu nutzen. Dies mag zwar wie eine effektive Strategie erscheinen, macht jedoch die Einhaltung der lokalen Vorschriften für die elektronische Rechnungsstellung komplexer und kostspieliger.

Cloud-basierte Lösungen für die elektronische Rechnungsstellung schließen diese Lücke, indem sie als zentrale Drehscheibe fungieren, verschiedene ERP-Systeme integrieren und den Rechnungsfluss harmonisieren. Anstatt für jedes Land oder System separate Lösungen zu entwickeln, können Unternehmen eine einzige Verbindung zu einem Anbieter herstellen, der überall für Compliance sorgt.

Das Ergebnis ist mehr Effizienz, Transparenz und Kontrolle: Rechnungen fließen nahtlos zwischen den Systemen, regulatorische Aktualisierungen werden zentral verwaltet und Finanzteams können globale Vorgänge über ein einziges Dashboard überwachen.

4. Standardisierung der Rechnungsstellung: Von PDFs zu strukturierten Formaten

Ein wichtiger Trend im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung ist die weltweite Abkehr von PDFs hin zu strukturierten, maschinenlesbaren Formaten. PDFs sehen zwar digital aus, verhalten sich aber immer noch wie Papier und erfordern eine manuelle Dateneingabe oder OCR-Scans. Strukturierte Formate wie XML, UBL und Factur-X ermöglichen eine vollständige Automatisierung, Echtzeit-Validierung und nahtlose Integration in ERP-Systeme.

Regierungen beschleunigen diesen Trend, indem sie in ihren Vorgaben bestimmte Rechnungsformate festlegen. So verlangt Frankreich beispielsweise Factur-X oder UBL, Polen setzt sein KSeF XML durch und Malaysia verwendet sowohl UBL als auch JSON. Viele Länder schreiben auch XML in bestimmten nationalen Varianten vor, wie beispielsweise Thailands EDTA XML, Saudi-Arabiens ZATCA XML oder Mexikos Format, das von der Steuerbehörde SAT definiert wurde. Einige Länder nutzen auch Peppol als einen der Austauschkanäle, was zur Verbesserung der Interoperabilität beiträgt. Durch die Standardisierung der Formate erhalten die Behörden nicht nur einen besseren Überblick über die Transaktionen, sondern helfen auch den Unternehmen, die Einhaltung der Vorschriften über Grenzen hinweg zu optimieren.

5. Kontinuierliche Überwachung: Freigabemodelle und Echtzeit-Berichterstattung

Mit dem Aufkommen von Continuous Transaction Controls (CTCs) wandelt sich die elektronische Rechnungsstellung von einem periodischen, rückwirkenden Prozess zu einer kontinuierlichen Anforderung. Im Rahmen von CTCs müssen Unternehmen Rechnungsdaten in Echtzeit oder nahezu in Echtzeit an die Steuerbehörde übermitteln, oft vor oder während des Austauschs der Rechnung mit ihren Handelspartnern.

Zwei Hauptansätze dominieren diesen Trend:

  • Freigabemodell: Die strengste Form der CTC, die in Lateinamerika eingeführt wurde. In diesem System muss eine Rechnung von der Steuerbehörde validiert werden, bevor sie den Käufer erreicht. Länder wie Mexiko, Brasilien und Chile wenden dieses Modell seit Jahren an, und es verbreitet sich nun weltweit, wobei Italien es bereits einsetzt und Polen sich darauf vorbereitet, diesem Beispiel zu folgen. Die Freigabe verschafft den Behörden sofortige Transparenz in Bezug auf die Umsatz en und trägt dazu bei, Mehrwertsteuerlücken zu schließen, erfordert jedoch eine enge Integration der Unternehmen in die offiziellen Plattformen.
  • Echtzeit-Berichterstattung: Eine einfachere Alternative zur Freigabe. Bei diesem Modell können Rechnungen direkt an die Käufer gesendet werden, aber wichtige Daten müssen gleichzeitig oder innerhalb weniger Stunden an die Steuerbehörde gemeldet werden. Dieses Modell wird bereits in Spanien über das SII-System und in Ungarn über die RTIR-Plattform eingesetzt. Beide Modelle ermöglichen den Behörden eine nahezu sofortige Überwachung, ohne dass sie als Vermittler in der Transaktion auftreten müssen.

6. Die Sicherheitsanforderung: Schutz digitaler Rechnungen

Rechnungen enthalten sensible Informationen – Unternehmenskennungen, Bankdaten, Steuerdaten – die sie zu einem attraktiven Ziel für Cyberangriffe und Betrug machen. Die Regierungen reagieren darauf mit strengen Anforderungen an Datenintegrität, Authentizität und sichere Übertragung. So schreibt die EU beispielsweise die Verwendung digitaler Signaturen oder Siegel vor, um die Herkunft nachzuweisen und Manipulationen zu verhindern, während nationale Plattformen häufig verschlüsselte API-Verbindungen verlangen.

Da Rechnungsdaten sofort zwischen ERP-Systemen, Dienstleistern und Steuerbehörden übertragen werden, müssen sich Unternehmen vor Phishing, Rechnungsbetrug und Systemverletzungen schützen. Moderne E-Invoicing-Plattformen begegnen diesem Problem mit End-to-End-Verschlüsselung, sicherer Authentifizierung, Anomalie Erkennung und KI-basierter Betrugsüberwachung – und helfen Unternehmen so, die Compliance zu wahren und gleichzeitig ihren Cashflow und ihren Ruf zu schützen.

Wichtige Herausforderungen und wie man sie bewältigtAnfängliche Investitionskosten

Eines der größten Hindernisse für die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung sind die Vorlaufkosten für die Implementierung. Neue Software, ERP-Integration, Prozessumgestaltung und Mitarbeiterschulungen können kostspielig und störend sein. Dies führt oft dazu, dass Unternehmen die Umstellung aufschieben, selbst wenn die Fristen für die Einhaltung der Vorschriften näher rücken.

Die Lösung: Diese Investitionen mögen teuer erscheinen, zahlen sich aber in der Regel schnell aus. Durch die Reduzierung manueller Arbeit, die Beschleunigung von Genehmigungen und die Minimierung von Fehlern generiert die elektronische Rechnungsstellung langfristige Einsparungen, die die Anfangskosten bei weitem übersteigen. Anbieter wie Comarch helfen Unternehmen bei der Optimierung ihrer Kapitalrendite, indem sie skalierbare Lösungen anbieten, die sich an das Wachstum des Unternehmens und sich ändernde Vorschriften anpassen.

Regulatorische Komplexität in verschiedenen Regionen

Die globale Landschaft der elektronischen Rechnungsstellung ist fragmentiert. Jedes Land definiert seine eigenen Formate, Plattformen und Fristen, was zu einem Flickenteppich von Compliance-Anforderungen führt. Für multinationale Unternehmen bedeutet dies, dass sie mit sich ändernden Steuervorschriften, neuen Vorschriften und sich verschiebenden Fristen Schritt halten müssen – und gleichzeitig Rechnungen in verschiedene Formate konvertieren und Dutzende von Vorschriften gleichzeitig jonglieren müssen.

Die Lösung: Eine zentrale Plattform – wie Comarch E-Invoicing – vereinfacht dies, indem sie die Einhaltung der Vorschriften in über 60 Ländern sicherstellt. Sie übernimmt automatisch Formatkonvertierungen, verfolgt gesetzliche Änderungen und verwaltet die erforderlichen Zertifizierungen – und hilft Unternehmen so, die Vorschriften einzuhalten, ohne dass sie ständig manuelle Kontrollen durchführen müssen.

Interner Widerstand gegen die digitale Transformation

Selbst wenn die Technologie bereit ist, sind die Menschen möglicherweise noch nicht so weit. Viele Finanzteams sind an papier- oder PDF-basierte Prozesse gewöhnt und zögern, auf strukturierte E-Rechnungen umzusteigen. Bedenken hinsichtlich Störungen, mangelnde technische Fachkenntnisse oder Angst vor Veränderungen führen oft zu Widerstand innerhalb des Unternehmens und verlangsamen digitale Transformationsprojekte.

Die Lösung: Eine klare Kommunikation der Vorteile ist entscheidend. Wenn Sie aufzeigen, wie E-Rechnungen den manuellen Aufwand reduzieren, Zahlungen beschleunigen und Fehlerquoten senken, können Sie die Akzeptanz in allen Teams erhöhen. Ebenso wichtig ist die Auswahl eines Anbieters mit benutzerfreundlichen Plattformen, Schulungen und lokalem Support. Comarch unterstützt Unternehmen beispielsweise mit mehrsprachigen Service-Desks und intuitiven Tools, die den Übergang reibungsloser und die Einführung schneller machen.

Ausblick: Das nächste Jahrzehnt der elektronischen Rechnungsstellung

Das nächste Jahrzehnt wird eine noch tiefgreifendere Veränderung im Austausch von Finanzdaten zwischen Unternehmen mit sich bringen. Dabei sind mehrere Entwicklungen besonders hervorzuheben:

  • Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter: In der EU wird die ViDA-Initiative die Melde- und E-Rechnungsstellungsvorschriften in den Mitgliedstaaten harmonisieren und Unternehmen zu einem einheitlichen Compliance-Rahmen veranlassen.
  • Digitalisierung verwandter Prozesse: Über die Rechnungsstellung hinaus wird sich die Digitalisierung auf verwandte Prozesse wie eCRM, eFTI und DBNA in den USA ausweiten und vollständig integrierte digitale Ökosysteme schaffen.
  • Wichtigere Rolle der KI: KI wird ihre Rolle von der Automatisierung der Validierung und Betrugserkennung auf die Bereitstellung von Vorhersagen, Cashflow-Prognosen und Entscheidungshilfen für Finanzverantwortliche ausweiten.
  • Globale Ausweitung der E-Rechnungsstellungspflicht: Regierungen auf der ganzen Welt führen die obligatorische E-Rechnungsstellung ein, um die Mehrwertsteuerlücke zu schließen und ihre Volkswirtschaften weiter zu digitalisieren.
  • Verlagerung hin zu kontinuierlichen Transaktionskontrollen (CTC): Clearance-Modelle werden nach und nach durch CTC- und E-Reporting-Systeme ersetzt, die den Steuerbehörden über staatliche oder vorgeschriebene Plattformen nahezu Echtzeit-Transparenz und eine bessere Kontrolle über den gesamten Procure-to-Pay- (P2P) und Order-to-Cash- (O2C) Zyklus ermöglichen.
  • Blockchain-Technologie: Blockchain kann der elektronischen Rechnungsstellung eine neue Ebene der Sicherheit und Transparenz verleihen. Durch die Erfassung von Rechnungen in einem unveränderlichen Hauptbuch können Daten nicht manipuliert werden, wodurch das Risiko von Betrug und Unstimmigkeiten verringert wird. Alle autorisierten Parteien haben Zugriff auf dieselben Informationen, was insbesondere im grenzüberschreitenden Handel, wo Vertrauen von entscheidender Bedeutung ist, von großem Wert ist.
  • IoT-gesteuerte Rechnungsstellung: In der Logistik und Fertigung könnte der zunehmende Einsatz von IoT-Technologien – wie intelligente Zähler, Sensoren oder RFID – dazu führen, dass die Rechnungserstellung automatisch ausgelöst wird, wenn Waren geliefert oder vordefinierte Meilensteine erreicht werden. Diese Entwicklung verspricht eine Reduzierung des manuellen Aufwands, eine Verbesserung der Genauigkeit und eine Beschleunigung der Abrechnungsprozesse. 

Compliance als Chance

Die elektronische Rechnungsstellung entwickelt sich schnell von einer Option zu einem globalen Standard. Regierungen setzen strenge Fristen, und Unternehmen, die bis zum letzten Moment warten, riskieren Störungen. Eine frühzeitige Einführung erleichtert nicht nur die Einhaltung der Vorschriften, sondern gibt Unternehmen auch mehr Zeit, die elektronische Rechnungsstellung reibungslos in ihre Prozesse zu integrieren und von allen damit verbundenen Vorteilen zu profitieren.

Wie diese Trends deutlich zeigen, ist die elektronische Rechnungsstellung nicht der letzte Schritt, sondern vielmehr die Grundlage für eine umfassendere digitale Wirtschaft, die Effizienz, Transparenz und intelligentere Entscheidungen ermöglicht und gleichzeitig die Tür für kommende Innovationen wie KI-gesteuerte Automatisierung oder Blockchain-basierte Sicherheit öffnet.

Um diesen Veränderungen einen Schritt voraus zu sein, erfahren Sie, wie Comarch e-Invoicing Ihrem Unternehmen helfen kann, die Compliance in über 60 Ländern sicherzustellen, Abläufe zu optimieren und sich auf die Zukunft der digitalen Finanzwelt vorzubereiten.

Häufig gestellte Fragen

1. Was versteht man unter Trends im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung?

Trends im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung beziehen sich auf die wichtigsten Veränderungen, die den weltweiten Austausch und die Verwaltung von Rechnungen prägen. Dazu gehören die Zunahme staatlicher Vorschriften, der Übergang von PDF-Dateien zu strukturierten Formaten, der verstärkte Einsatz von Automatisierung und KI, die Steuerberichterstattung in Echtzeit sowie ein stärkerer Fokus auf Cybersicherheit und Systemintegration.

2. Welche Länder sind führend bei der Umstellung auf elektronische Rechnungsstellung?

Lateinamerikanische Länder wie Mexiko, Brasilien und Chile sind Vorreiter und haben bereits seit Jahren Clearing-Modelle eingeführt. In Europa hat Italien bereits die obligatorische elektronische Rechnungsstellung im B2B-Bereich eingeführt, während Frankreich und Polen die landesweite Einführung vorbereiten. Im Nahen Osten sind Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate auf dem Vormarsch, und in Asien machen Länder wie Indien, Singapur und Malaysia rasche Fortschritte.

3. Welche Technologien beeinflussen die Trends im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung?

Zu den wichtigsten Technologien gehören KI und maschinelles Lernen für Automatisierung und Betrugserkennung, cloudbasierte Plattformen für die ERP-Integration, standardisierte Formate wie XML, UBL und Factur-X sowie Netzwerke wie Peppol für grenzüberschreitende Interoperabilität. Auch neue Technologien wie Blockchain und IoT werden voraussichtlich die Zukunft der elektronischen Rechnungsstellung prägen, indem sie für mehr Vertrauen, Rückverfolgbarkeit und Automatisierung sorgen.

4. Was sind die Vorteile der Einführung der elektronischen Rechnungsstellung?

Zu den Vorteilen gehören weniger Fehler, eine schnellere Bearbeitung, geringere Kosten, schnellere Zahlungen und eine bessere Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Die elektronische Rechnungsstellung verbessert auch die Transparenz des Cashflows, reduziert das Betrugsrisiko und legt den Grundstein für eine umfassendere digitale Transformation aller Finanzprozesse.

5. Wie können sich Unternehmen auf die bevorstehenden Vorschriften zur elektronischen Rechnungsstellung vorbereiten?

Der beste Ansatz ist, frühzeitig zu beginnen: Bewerten Sie die aktuellen Rechnungsstellungsprozesse, machen Sie sich mit den lokalen Vorschriften vertraut und wählen Sie eine Lösung, die sich auf mehrere Regionen skalieren lässt. Die Zusammenarbeit mit einem globalen Anbieter wie Comarch E-Invoicing gewährleistet die Einhaltung der Vorschriften in über 60 Ländern, vereinfacht die Integration in ERP-Systeme und hält Unternehmen für zukünftige Veränderungen bereit.

Über die Comarch AG

Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.

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Anja Fuhrmann
Senior Product Marketing Specialist E-Invoicing
E-Mail: anja.fuhrmann@comarch.de
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Sicherer E-Invoicing-Anbieter gesucht? Comarch nennt 6 kritische Auswahlfaktoren

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Regierungen weltweit führen strenge E-Invoicing-Mandate für Business-to-Business- (B2B) und Business-to-Government-Transaktionen (B2G) ein. Dies macht den Übergang von Papier- und PDF-Rechnungen zu strukturierten elektronischen Daten unumgänglich. Für Unternehmensleiter, die globale Compliance, Sicherheit und Skalierbarkeit abwägen, ist die Auswahl aus einem überlaufenen Markt von Anbietern selten einfach. Die Wahl des richtigen E-Invoicing-Anbieters ist eine fundamentale Geschäftsentscheidung, die sich direkt auf Ihren Cashflow, Ihre steuerliche Compliance und Ihre allgemeine Datensicherheit auswirkt. Dieser Leitfaden führt Sie durch die sechs kritischen Faktoren, die Sie bewerten müssen, um sicherzustellen, dass Ihr gewählter Partner Ihre aktuellen Anforderungen erfüllen und mit Ihrem internationalen Wachstum skalieren kann.

1. Globale Compliance und Anbindung an Steuerbehörden

Steuervorschriften sind stark lokalisiert und entwickeln sich ständig weiter. Compliance ist ein bewegliches Ziel, das ständige Wachsamkeit erfordert.

Erstklassige E-Invoicing-Dienstleister verfügen über aktive Zertifizierungen und direkte Verbindungen zu globalen Steuerbehörden, um Ihr Unternehmen jederzeit vollkommen regelkonform zu halten. Ihr Partner muss nicht nur als zertifizierter Peppol Access Point fungieren, sondern auch über Live-Verbindungen zu Regierungsplattformen weltweit verfügen, darunter:

  • Polen (KSeF)
  • Frankreich (PA/PDP)
  • Italien (SdI)
  • Rumänien (RO e-Factura/ANAF)
  • Saudi-Arabien (Fatoora/ZATCA)
  • Ägypten (ETA)
  • Die Vereinigten Arabischen Emirate (FTA)#
  • Malaysia (MyInvois)
  • Singapur (InvoiceNow)
  • Indien (IRP)

Sie müssen zudem über nachweisbare Erfahrung im Umgang mit komplexen Clearance- und Meldemodellen in Regionen wie Lateinamerika, Asien und Europa verfügen.

Geben Sie sich nicht mit einem lokalen Anbieter zufrieden, wenn Ihr Unternehmen internationale Aktivitäten oder Ambitionen hat. Ihr Anbieter muss seine Systeme proaktiv aktualisieren, um neue gesetzliche Anforderungen widerzuspiegeln. Dies schützt Ihre Finanzabteilung vor kostspieligen Strafen wegen Nichteinhaltung und vor operativen Störungen.

Globale Compliance bedeutet, die Nuancen des französischen Chorus Pro-Systems genauso gut zu verstehen wie das polnische KSeF-Mandat.

2. Kompromisslose Cybersicherheitsmaßnahmen

Rechnungen enthalten hochsensible kommerzielle Daten. Dazu gehören vertrauliche Preisstrukturen, Lieferantendetails und Bankkontonummern.

Da Finanzdaten ein Hauptziel für böswillige Akteure sind, muss Ihre gewählte Plattform unter den strengsten Cybersicherheitsprotokollen auf Enterprise-Niveau arbeiten. Bei der Bewertung von E-Invoicing-Anbietern müssen Sie deren Sicherheitsinfrastruktur strengstens unter die Lupe nehmen.

Achten Sie auf ISO 27001-Zertifizierungen, SOC 2-Compliance und eine umfassende Datenverschlüsselung sowohl bei der Übertragung (in transit) als auch bei der Speicherung (at rest). Es wird dringend empfohlen, mit einem Anbieter zusammenzuarbeiten, der eine fortschrittliche, adaptive Authentifizierungssuite integriert, um sicherzustellen, dass nur autorisiertes Personal auf Ihre Rechnungs-Dashboards zugreifen kann.

Ein Anbieter, der seine eigenen Rechenzentren besitzt und betreibt, bietet oft ein deutlich höheres Sicherheitsniveau als ein Anbieter, der das Hosting an öffentliche Clouds von Drittanbietern auslagert.

3. Nahtlose ERP-Integrationsfähigkeiten

Ein elektronisches Rechnungssystem, das isoliert von Ihren Kerngeschäftsanwendungen läuft, wird nur neue operative Engpässe schaffen.

Eine sichere und effiziente E-Invoicing-Lösung muss sich nahtlos in Ihr bestehendes ERP-System integrieren lassen, um einen reibungslosen Datenaustausch zu ermöglichen. Unabhängig davon, ob Ihr Unternehmen SAP, Microsoft Dynamics, Oracle, Comarch ERP oder proprietäre Altsysteme (Legacy-Systeme) nutzt, muss der Anbieter robuste Programmierschnittstellen (APIs) und bewährte Middleware-Lösungen anbieten.

Diese tiefe Integration stellt sicher, dass Rechnungsdaten automatisch von Ihren Beschaffungsmodulen direkt an die Steuerbehörden und zurück an Ihre Kreditorenbuchhaltung fließen. Die manuelle Dateneingabe muss eliminiert werden.

Wenn die Integration makellos ist, verzeichnen Unternehmen eine drastische Reduzierung von Verarbeitungsfehlern und einen erheblich verkürzten Rechnungsfreigabezyklus.

4. Skalierbarkeit und Abwicklung hoher Dokumentenvolumina

Großunternehmen verarbeiten jährlich Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Dokumenten. Ihr E-Invoicing-Anbieter muss über die technische Architektur verfügen, um massive Spitzen im Datenvolumen ohne Latenzen oder Systemausfälle zu bewältigen.

Die Skalierbarkeit stellt sicher, dass Ihre Infrastruktur für den elektronischen Dokumentenaustausch bei einem Wachstum Ihres Unternehmens durch Übernahmen oder Marktexpansion nicht unter der erhöhten Last zusammenbricht. Fragen Sie potenzielle Anbieter nach ihrem maximalen Durchsatz und ihrer historischen Verfügbarkeit (Uptime).

Ein Service Level Agreement (SLA), das eine hervorragende Verfügbarkeit garantiert, ist der Branchenstandard, den Sie einfordern sollten. Die Plattform muss zudem mehrere Dokumentenformate unterstützen. Dies ermöglicht es Ihnen, komplexe interne Dateien nahtlos in die spezifischen XML- oder JSON-Formate zu konvertieren, die von den verschiedenen regionalen Steuer-Clearance-Portalen verlangt werden.

Leistung unter Druck unterscheidet reine Anbieter von E-Invoicing-Lösungen von echten Enterprise-Partnern.

5. Fortgeschrittene künstliche Intelligenz und Automatisierung

Der wahre Wert der Digitalisierung geht über die einfache steuerliche Compliance hinaus. Moderne Finanzabteilungen verlassen sich auf fortschrittliche Automatisierung, um langwierige administrative Aufgaben zu rationalisieren.

Führende Anbieter gehen über eine regelbasierte Automatisierung hinaus, indem sie KI einbetten, die Daten aus unstrukturierten Dokumenten extrahiert, Verarbeitungsengpässe vorhersagt und die Genauigkeit verbessert, indem sie aus Ihrer Transaktionshistorie lernt. Routineaufgaben wie Datenvalidierung, Format-Mapping und Fehlerbehandlung stützen sich auf Standardautomatisierung, wodurch das Risiko minimiert wird, dass Steuerbehörden Ihre Dokumente aufgrund von Formatierungsfehlern oder fehlenden Feldern ablehnen.

KI-gestützte Algorithmen können Anomalien in Rechnungsdaten erkennen und potenziellen Betrug oder doppelte Rechnungen sofort melden. Durch den Einsatz anspruchsvoller KI-Management-Tools können Unternehmen ihre Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung in hochgradig optimierte, strategische Einheiten verwandeln, anstatt sie rein reaktiv agieren zu lassen.

Intelligente Automatisierung ist der Schlüssel zur Senkung der Kosten pro Rechnung.

6. Umfassende Archivierung und Datenabruf

Steuerbehörden verlangen von Unternehmen in der Regel, Rechnungen je nach Rechtsraum 5 bis 10 Jahre lang aufzubewahren. Daher ist eine sichere digitale Archivierung ein nicht verhandelbares Merkmal für jede Unternehmenslösung.

Ihr Anbieter muss ein gesetzeskonformes elektronisches Archiv anbieten, das die Integrität, Authentizität und Lesbarkeit jedes gespeicherten Dokuments über den gesamten erforderlichen Aufbewahrungszeitraum garantiert. Das Archiv muss leicht durchsuchbar sein, sodass Prüfer oder interne Finanzkontrolleure bestimmte historische Rechnungen innerhalb von Sekunden abrufen können.

Erweiterte Suchfilter und granulare Zugriffskontrollen sind wesentliche Funktionen. Diese schützen Ihre archivierten Daten vor unbefugter interner Einsichtnahme, während sie für externe Betriebsprüfer bei offiziellen Prüfungen vollständig transparent und zugänglich bleiben.

Die Risiken bei der Wahl des falschen Anbieters verstehen

Die Auswahl eines unzureichenden Anbieters hat schwerwiegende finanzielle und operative Konsequenzen, die über Jahre hinweg in Ihrem gesamten Unternehmen nachhallen können.

Unternehmen, die mit nicht zertifizierten oder technologisch eingeschränkten Anbietern zusammenarbeiten, sehen sich häufig mit unerwarteten Ausfallzeiten, verzögerten Lieferantenzahlungen und erheblichen Geldstrafen von lokalen Steuerbehörden konfrontiert. Darüber hinaus zwingt ein Anbieter mit schwachen Integrationsfähigkeiten Ihr Team dazu, auf manuelle Behelfslösungen zurückzugreifen.

Dies verfehlt den Zweck der digitalen Transformation vollständig. Es ist auch von entscheidender Bedeutung, die langfristige finanzielle Stabilität des Anbieters zu berücksichtigen. Wenn ein kleiner, lokaler Anbieter sein Geschäft aufgibt, kann die Migration Ihrer historischen Archive und der Aufbau neuer Verbindungen zu den Steuerbehörden Hunderttausende von Dollar kosten. Zudem kann dies Ihre Lieferkette über Monate hinweg stören.

Warum Comarch die vertrauenswürdige Wahl für globale Unternehmen ist

Sich in der komplexen Landschaft der digitalen Steuer-Compliance zurechtzufinden, erfordert einen Partner mit jahrzehntelanger, nachgewiesener Expertise und globaler Reichweite.

Comarch hebt sich von globalen E-Invoicing-Anbietern ab, indem es ein durchgängiges, proprietäres Ökosystem bietet, das kontinuierliche Compliance, kompromisslose Sicherheit und unendliche Skalierbarkeit garantiert. Mit über 25 Jahren Erfahrung im Business-to-Business-Datenaustausch verarbeitet Comarch jährlich Milliarden von Dokumenten für einige der weltweit größten Marken aus den Bereichen Einzelhandel, Telekommunikation und Fertigung.

Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern betreibt Comarch seine eigenen hochsicheren, global verteilten Rechenzentren. Dies stellt sicher, dass Ihre sensiblen Finanzinformationen niemals mit ungeprüften Dritten geteilt werden.

Unsere dedizierte E-Invoicing-Plattform wird kontinuierlich von einem internen Team aus Rechts- und Technikexperten aktualisiert, die die globalen Steuermandate täglich überwachen. Ob Sie einen akkreditierten Partner für das französische Chorus Pro-System, einen zertifizierten Peppol Access Point oder eine direkte Verbindung zu bevorstehenden regionalen Mandaten benötigen – Comarch bietet eine einzige, einheitliche Plattform für all Ihre globalen operativen Anforderungen.

Kontaktieren Sie unsere Experten und stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen auf die Zukunft der digitalen Finanzwelt vorbereitet ist.

Über die Comarch AG

Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Comarch AG
Riesstraße 16
80992 München
Telefon: +49 (89) 14329-0
Telefax: +49 (89) 14329-1114
https://www.comarch.de

Ansprechpartner:
Anja Fuhrmann
Senior Product Marketing Specialist E-Invoicing
E-Mail: anja.fuhrmann@comarch.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

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Comarch ERP Enterprise wird eigenständige Geschäftseinheit – mit neuem Führungsteam und klarem KI-Fokus

Comarch ERP Enterprise wird eigenständige Geschäftseinheit – mit neuem Führungsteam und klarem KI-Fokus

Die Comarch AG stellt ihr ERP-Geschäft strategisch neu auf: Zum 1. Mai 2026 ist Comarch ERP Enterprise (CEE) zu einer eigenständigen Geschäftseinheit geworden – mit klarem Schwerpunkt auf den Kernmärkten DACH und Frankreich. In deren weiteren Ausbau wird Comarch in den kommenden Jahren gezielt investieren. Comarch bündelt damit Entwicklung, Vertrieb und Kundenverantwortung, verkürzt Innovationszyklen und investiert verstärkt in Cloud-Funktionen sowie generative und agentische Künstliche Intelligenz. An der Spitze steht ein neues Führungsteam um den Vorstandsvorsitzenden Jannis Roser.

Comarch ERP Enterprise ist eine vollständig cloud-fähige ERP-Lösung für mittelständische Fertigungs- und Handelsunternehmen und zählt zu den zentralen Wachstumsfeldern der Comarch-Gruppe. Die ergänzenden Lösungen für Business Process Management (BPM), Business Intelligence (BI), Point of Sale (POS) und Webshop bleiben fester Bestandteil des Portfolios.

„Mit einer eigenen Geschäftseinheit für Comarch ERP Enterprise setzen wir ein klares Zeichen: Wir investieren in unsere vielversprechendsten Produkte, Kunden und Partner, um den langfristigen Erfolg von Comarch international zu sichern.

DACH, Frankreich und CEE bilden dabei unsere strategischen Kernmärkte, denen unsere Investitionen in den kommenden Jahren konsequent gelten werden. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern gestalten wir dort die nächste Generation intelligenter ERP-Lösungen.“

— Jarosław Mikos, CEO der Comarch SA

Neues Führungsteam an der Spitze

Die neue Geschäftseinheit wird von vier erfahrenen Führungspersönlichkeiten geleitet:

  • Jannis Roser – Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer: Bringt umfassende Expertise in B2B-Software, SaaS und Unternehmenswachstum mit, unter anderem aus langjähriger Tätigkeit beim ERP-Anbieter Unit4. Er verfügt über Investorenerfahrung sowie operative Erfahrung in der internationalen Skalierung von SaaS- und KI-Geschäftsmodellen. Schwerpunkt: Ausbau der KI-Kompetenzen und Weiterentwicklung innovativer Lösungen für Kunden.
  • Peter Cholewinski – Chief Technology and Product Officer (Vorstand): Verantwortet Technologie und Produkt mit Fokus auf generative und agentische KI. Über 20 Jahre Erfahrung, zuletzt bei QuantumBlack (McKinsey & Company), zuvor u. a. als COO der Line of Business Finance bei SAP sowie bei Google und der Deutschen Bahn.
  • Robin Mathar – Head of Customer Value Journey (PreSales & Customer Success): Gestaltet die Customer Value Journey über das ERP-Portfolio hinweg – von PreSales über Customer Success bis Go-to-Market. Zuvor bei Unit4 (Solution Consulting, Buyer Enablement) und beim ERP-Anbieter weclapp.
  • Maria Filipiak – Chief Marketing Officer: Expertin für Markenführung und -kommunikation mit internationaler Erfahrung in den USA und Europa. Bislang Corporate Communications Director bei Comarch; baut nun die Beziehungen zu Neu- und Bestandskunden weiter aus.
  • Sebastian Jung – Head of Sales & Partner: Verantwortet Direktvertrieb und Partnergeschäft mit dem Ziel, beide Kanäle eng zu verzahnen. Über 15 Jahre Erfahrung im Aufbau von Vertriebsstrukturen und Partner-Ökosystemen, zuletzt als Senior Lead Channel Sales bei Forterro, zuvor als Director Partner Management bei einem Cloud-ERP-Anbieter. Schwerpunkt: Ausbau des Partnernetzwerks für spürbaren Kundennutzen.

Mit dem Wechsel scheidet Frank Siewert, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Comarch AG, aus dem Unternehmen aus. Comarch dankt ihm für seinen prägenden Beitrag zum Aufbau des DACH-Geschäfts und wünscht ihm für seine kommenden Vorhaben alles Gute.

Was die Neuaufstellung bewirkt

Kürzere Entscheidungswege, schnellere Innovationszyklen und ein klarer Investitionsfokus auf  Comarch ERP Enterprise und die integrierten Zusatzlösungen: Bestands- und Neukunden profitieren von einem vergrößerten, fokussierten Team und einer konsequenten Ausrichtung auf KI-gestützte ERP-Funktionen für den Mittelstand.

Über die Comarch AG

Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst Business-Software für mittelständische und große Unternehmen, darunter ERP, Financials, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), Business Intelligence (BI), Point of Sale (POS) und Webshop-Lösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz und investiert jährlich intensiv in Forschung & Entwicklung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) ist Comarch an acht Standorten mit rund 250 Mitarbeitern vertreten.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Comarch AG
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Daniel König
Content Marketing Specialist
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Ein Dokumentenfluss für alle Kanäle: Comarch zu B2B, B2C und B2G auf einer Plattform

Ein Dokumentenfluss für alle Kanäle: Comarch zu B2B, B2C und B2G auf einer Plattform

 

  • Die meisten Unternehmen teilen die Rechnungsstellung für B2B, B2C und B2G auf drei separate Plattformen auf und zahlen die Integrationskosten dann für immer in Form von Abstimmungen, Fehlern und Audit-Risiken.
  • Ein einheitlicher Dokumentenfluss nutzt ein einziges Schema, eine einzige Validierungs-Engine und ein einziges Archiv; alle drei Kanäle teilen sich dasselbe Rückgrat (Backbone).
  • Ein-Plattform-Setups markieren Datenunstimmigkeiten, bevor Rechnungen das System verlassen, reduzieren den Abstimmungsaufwand und verkürzen die Audit-Vorbereitung.
    Regulatorische Updates werden einmal für alle Kanäle bereitgestellt, anstatt drei parallele Anbieterprojekte auszulösen.
  • Die Dokumentation des Prozessflusses schrumpft zu einer einzigen Quelle der Wahrheit (Single Source of Truth), die bei der Weiterentwicklung der Plattform aktuell bleibt.

Drei Teams, drei Plattformen, drei Sätze von Validierungsregeln: So handhaben die meisten Finanzabteilungen die Rechnungsstellung heute. B2B-Verkäufe laufen über ein Tool, B2C-Aufträge über ein anderes und B2G-Mandate über ein drittes. Jedes betreibt sein eigenes Datenmodell und seinen eigenen Audit-Trail, mit einem Implementierungs-Backlog, das nicht geteilt wird. Die Kosten zeigen sich in Abstimmungsstunden, Integrationsschulden und der Compliance-Arbeit, die jedes Mal dreimal anfallen muss, wenn ein neues Mandat in Kraft tritt. Der Dokumentenfluss muss nicht so funktionieren.

Was der Dokumentenfluss tatsächlich abdeckt

Bei der Rechnungsstellung ist der Dokumentenfluss der vollständige Lebenszyklus jeder Rechnung, von der Ausstellung und Validierung über die Übermittlung und den Empfang bis hin zur Abstimmung und Langzeitarchivierung. Jeder Schritt generiert Daten. Jede Übergabe zwischen Systemen ist eine Chance für diese Daten, voneinander abzuweichen.

Die Trennung der Rechnungsstellungskanäle dupliziert den Lebenszyklus dreimal. Eine B2B-Gutschrift folgt einem einzigen Pfad durch eine einzige Plattform. Ein B2C-Beleg folgt einem anderen. Ein B2G-Mandat läuft auf einem dritten, oft mit völlig unterschiedlicher Validierungslogik, Übertragungsprotokollen und Aufbewahrungsregeln.

Der operative Schmerz potenziert sich von da an. Drei Lebenszyklen bedeuten drei Sätze von Prozessflussdokumentationen, drei Monitoring-Tools und drei Audit-Trails, die abgestimmt werden müssen, wann immer etwas schiefgeht. Die Arbeit summiert sich nicht; sie multipliziert sich.

Warum drei Plattformen zu drei Problemen werden

Die Kosten einer fragmentierten Rechnungsstellung sind strukturell. Jede duplizierte Plattform verursacht Integrationskosten, Abstimmungsaufwand und das Risiko von Abweichungen. Daten, die in drei verschiedenen Schemata gespeichert sind, lassen sich selten sauber abgleichen, und die Arbeit zur Abstimmung lastet gleichermaßen auf der Finanzabteilung und der IT.

Bei der Compliance wird die Fragmentierung am gefährlichsten. Wenn das EU-Paket „Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter“ (VAT in the Digital Age / ViDA) schrittweise eingeführt wird oder ein Land ein neues Mandat zur Echtzeit-Berichterstattung hinzufügt, benötigt jede Plattform ihren eigenen Update-Plan. Das bedeutet, drei Anbieter-Roadmaps mit drei Implementierungszeitplänen zu koordinieren, und mindestens eine neigt dazu, sich zu verzögern. In jedem gegebenen Moment ist die Plattform, die im Verzug ist, genau diejenige, nach der Auditoren zuerst fragen werden.

Es gibt auch den Audit-Blickwinkel. Auditoren möchten eine einzelne Rechnung von der Ausstellung bis zum Archiv zurückverfolgen können, ohne den Pfad mühsam aus Screenshots, Exporten und E-Mail-Verläufen rekonstruieren zu müssen. Fragmentierte Systeme erzwingen diese Rekonstruktion jedes Mal, und diese Rekonstruktion verschlingt das Audit-Budget.

Wie eine einheitliche Prozessflussdokumentation die Rechnung verändert

Eine einzige Plattform macht B2B, B2C und B2G nicht gleich; sie haben berechtigterweise unterschiedliche Regeln. Sie konsolidiert die zugrunde liegende Mechanik in einer einzigen Engine, die alle drei abwickelt. Das Schema, die Regelbibliothek und das Archiv werden gemeinsam genutzt, selbst wenn sich die darüber gelagerte Validierungslogik je nach Kanal unterscheidet.

Das ändert die Kostenstruktur. Der Abstimmungsaufwand sinkt drastisch, da dieselben Daten jeden Kanal speisen. Integrationsschulden häufen sich nicht weiter an, da nur noch ein Satz von APIs gepflegt werden muss. Das System erkennt fehlerhafte Referenzen zwischen Kundenaufträgen und Rechnungen, bevor die Rechnung gesendet wird.

Die Prozessflussdokumentation schrumpft ebenfalls. Anstelle von drei separaten Dokumenten-Mappings, die synchron gehalten werden müssen, haben Sie eines, das bei Plattform-Updates automatisch aktuell bleibt. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter in der Finanzabteilung erfordert keinen Rundgang mehr durch drei verschiedene Anbieter-Handbücher.

Auch die Compliance-Seite kehrt sich um. Wenn ein neues Mandat in Kraft tritt, erhält die Regel-Engine eine Konfigurationsänderung anstelle von drei separaten Anbieterprojekten. Dieselbe Änderung wird überall dort angewendet, wo sie benötigt wird.

Worauf Sie bei einem Ein-Plattform-Setup achten sollten

Nicht jede „einheitliche“ Plattform vereinheitlicht tatsächlich. Einige Anbieter legen separate B2B-, B2C- und B2G-Module über einen gemeinsamen Anmeldebildschirm und nennen es integriert. Das ist das Gegenteil von dem, was Sie wollen. Echte Konsolidierung läuft über eine gemeinsame Regel-Engine, ein gemeinsames Archiv und eine gemeinsame Compliance-Roadmap.

Die Abdeckung (Coverage) ist ebenfalls wichtig. Die Plattform sollte die für Sie geltenden Mandate bereits unterstützen: Peppol für den europäischen grenzüberschreitenden Verkehr, KSeF für Polen, FatturaPA für Italien und B2G-Frameworks in ganz Lateinamerika (LATAM) – und zwar ohne Bolt-On-Adapter, die wiederum eigene Integrationsprojekte erfordern. Adapter sind der Weg, wie aus einer einzigen Plattform unbemerkt wieder drei werden.

Blicken Sie schließlich auf die regulatorische Roadmap. Mandate ändern sich ständig, und der wahre Test für eine Plattform ist, wie sie strukturelle Verschiebungen bewältigt, ohne maßgeschneiderte Workflows zu beschädigen. Nach unserer Erfahrung bei der Einarbeitung multinationaler Unternehmen liegt die versteckte Falle nicht im Startdatum des Mandats, sondern in der Stabilisierungsphase nach dem Start. Wenn eine Steuerbehörde plötzlich mit einer Frist von zwei Wochen ihre API aktualisiert oder ihre Schema-Validierungsregeln ändert, stellt eine einheitliche Plattform einen einzigen globalen Hotfix bereit. Wenn Sie veraltete Legacy-Konnektoren oder regionale Adapter nutzen, wetten Sie effektiv auf drei separate Entwicklungs-Warteschlangen von Anbietern gleichzeitig. Ein Anbieter, der sich nicht zu einer transparenten Compliance-Roadmap auf Basis eines einzigen Rückgrats (Single-Backbone) verpflichten kann, sagt Ihnen damit etwas sehr Nützliches.

Sehen Sie, wie ein einheitlicher Dokumentenfluss in der Praxis funktioniert

Der schnellste Weg zu bewerten, ob ein einheitlicher Dokumentenfluss für Ihre Umgebung sinnvoll ist, besteht darin, die Kanäle, die Sie derzeit nutzen, und die Mandate, die Sie bereits verwalten, durchzugehen. Buchen Sie ein Beratungsgespräch mit den E-Invoicing-Experten von Comarch, um zu sehen, wie sich B2B, B2C und B2G auf einer einzigen Plattform konsolidieren lassen – einschließlich unterstützter Mandate, Archiv-Compliance und der regulatorischen Roadmap.

Häufig gestellte Fragen (Frequently Asked Questions)Was ist der praktische Unterschied zwischen der B2B-, B2C- und B2G-Rechnungsstellung?

B2B-Rechnungen fließen zwischen Unternehmen und erfordern in der Regel strukturierte Formate wie Peppol BIS oder länderspezifische Schemata. B2C-Rechnungen und Transaktionsbelege gehen an Verbraucher, was oft eine vereinfachte digitale Berichterstattung oder eine lokalisierte Fiskalisierung erfordert, an die Umsatzsteuer- und Verbraucherschutzvorschriften geknüpft sind. B2G-Rechnungen richten sich an Käufer im öffentlichen Sektor und lösen fast immer obligatorische E-Invoicing-Anforderungen mit strengen Validierungs-, Archivierungs- und Aufbewahrungsregeln aus. 

Kann eine einzige Plattform wirklich länderspezifische Mandate bewältigen?

Ja, wenn die Plattform auf einer konfigurierbaren Regel-Engine (Rules Engine) basiert und nicht auf fest einprogrammierten Ländermodulen. Jedes Mandat wird als ein Satz von Validierungs-, Übertragungs- und Archivierungsregeln abgebildet und nicht als separates Produkt. Comarch e-Invoicing unterstützt auf Basis dieses Modells Mandate in mehr als 60 Ländern. 

Wie lange dauert die Migration von drei Plattformen auf eine?

Die meisten großen Rollouts dauern von Ende zu Ende 4–9 Monate, abhängig von der Anzahl der Länder und der ERP-Komplexität. Die erste Phase konsolidiert in der Regel B2G (wo Mandate die Notwendigkeit offensichtlich machen) und führt anschließend B2B und B2C auf derselben Plattform zusammen. Eine phasenweise Migration hält die bestehenden Systeme während der Umstellung live. 

Über die Comarch AG

Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Comarch AG
Riesstraße 16
80992 München
Telefon: +49 (89) 14329-0
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Ansprechpartner:
Anja Fuhrmann
Senior Product Marketing Specialist E-Invoicing
E-Mail: anja.fuhrmann@comarch.de
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E-Invoicing-Strategie im Vergleich: End-to-End oder Multi-Vendor-Modell?

E-Invoicing-Strategie im Vergleich: End-to-End oder Multi-Vendor-Modell?

Die meisten multinationalen Unternehmen haben bereits akzeptiert, dass E-Invoicing nicht mehr optional ist. Die weitaus schwierigere Frage ist jedoch, wie sie ihren Technologie-Stack darum herum strukturieren. Viele Unternehmen enden mit einem Flickenteppich aus lokalen Anbietern – einer pro Land –, während andere alles auf einer einzigen globalen Plattform konsolidieren. Die Wahl des richtigen E-Invoicing-Modells ist eine kritische Entscheidung, die über die langfristige operative Effizienz und die globale steuerliche Compliance Ihres Unternehmens entscheidet. Dieser Leitfaden vergleicht die End-to-End- und Multi-Vendor-Ansätze, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, welches Modell am besten zu Ihrem Unternehmen passt.

Das Multi-Vendor-Modell verstehen

Viele multinationale Konzerne landen völlig unbeabsichtigt in einem Multi-Vendor-Setup. Wenn ein Unternehmen in neue Länder expandiert, wählen die Leiter der lokalen Niederlassungen oft regionale Softwareanbieter aus, um die unmittelbaren lokalen steuerlichen Anforderungen zu erfüllen.

Beispielsweise könnte die französische Niederlassung einen Anbieter speziell für das Chorus Pro-Mandat beauftragen. Währenddessen beauftragt die polnische Niederlassung ein anderes lokales IT-Unternehmen mit der Abwicklung der bevorstehenden KSeF-Integration. Im Laufe der Zeit entsteht durch dieses organische Wachstum eine stark fragmentierte Technologielandschaft.

Ein Multi-Vendor-Modell bedeutet, dass sich Ihr Unternehmen bei der Verarbeitung globaler Rechnungsdaten auf mehrere voneinander getrennte Drittsysteme verlässt. Ihre zentrale IT-Abteilung ist gezwungen, separate Verbindungen zu jedem einzelnen lokalen Anbieter aufzubauen und zu pflegen.

Die versteckten Kosten fragmentierter Systeme

Obwohl die Wahl lokaler Anbieter wie eine schnelle Lösung für die regionale Compliance erscheinen mag, führt sie weltweit zu massiven operativen Engpässen. Das Hauptproblem ist die schiere Komplexität der Systemintegration.

Die Pflege mehrerer unterschiedlicher Softwareintegrationen bindet Ihre internen IT-Ressourcen und erhöht das Risiko kritischer Datenkonvertierungsfehler exponentiell. Jedes Mal, wenn Ihre zentrale ERP-Software ein Update erfordert, muss Ihr IT-Team jede einzelne lokalisierte Anbieterverbindung testen und verifizieren.

Dieser fragmentierte Ansatz zerstört die Datentransparenz. Finanzcontroller in der Unternehmenszentrale können den globalen Cashflow nicht in Echtzeit einsehen, da die Daten in separaten regionalen Systemen gefangen sind. Sie sind gezwungen, Berichte von mehreren Anbietern manuell zu konsolidieren – ein Prozess, der Tage oder sogar Wochen dauern kann.

Die Compliance-Risiken einer Patchwork-Architektur

Neben der operativen Ineffizienz birgt eine Multi-Vendor-Strategie erhebliche Compliance-Risiken. Steuerbehörden aktualisieren ihre technischen Anforderungen und Formatierungsregeln in hoher Frequenz.

Wenn Sie sich auf ein Dutzend verschiedener lokaler Anbieter verlassen, legen Sie absolutes Vertrauen in ein Dutzend verschiedener Entwicklungsteams, dass diese ihre Software auf dem neuesten Stand halten. Wenn nur ein einziger kleiner Anbieter ein obligatorisches gesetzliches Update nicht rechtzeitig implementiert, drohen Ihrem Unternehmen in diesem spezifischen Land massive finanzielle Strafen und ein Stillstand des Betriebs.

Darüber hinaus wird die Fehlersuche zu einem logistischen Albtraum. Wenn eine Rechnung ein Regierungsportal nicht erreicht, ist es unheimlich schwierig festzustellen, wer die Schuld trägt. Wenn in einer Multi-Vendor-Umgebung technische Fehler auftreten, erleben Unternehmen oft endlose Schuldzuweisungen zwischen ihrem internen IT-Team und den verschiedenen externen Softwareanbietern. Dieser Mangel an Verantwortlichkeit führt zu verzögerten Lieferantenzahlungen und beschädigten Geschäftsbeziehungen.

Das End-to-End-E-Invoicing-Modell verstehen

Die Alternative zu diesem fragmentierten Chaos ist der End-to-End-Ansatz. Diese Strategie beinhaltet die Partnerschaft mit einem einzigen, leistungsstarken globalen Anbieter, der jeden Aspekt Ihres digitalen Dokumentenaustauschs abwickelt.

Ein End-to-End-System fungiert als zentralisierte Middleware-Schicht zwischen Ihrer Kernbuchhaltungssoftware und den verschiedenen globalen Steuerbehörden. Sie müssen nur eine einzige Integration von Ihrem internen ERP-System zur zentralisierten Plattform des Anbieters aufbauen.

Sobald Ihre Daten auf die Plattform hochgeladen sind, übernimmt der Anbieter die volle Verantwortung für alles Weitere. Ein End-to-End-Ansatz stellt sicher, dass alle globalen Rechnungsdaten standardisiert werden, was den Finanzcontrollern sofortige Sichtbarkeit und Kontrolle über alle internationalen Niederlassungen hinweg ermöglicht.

Der Anbieter übersetzt Ihre internen Daten automatisch in die von den verschiedenen Ländern geforderten spezifischen Formate wie XML oder JSON. Er validiert die Informationen anhand der lokalen gesetzlichen Vorschriften, fügt die erforderlichen digitalen Signaturen hinzu und leitet die Dokumente direkt an die entsprechenden Regierungsportale oder Geschäftspartner weiter.

Hauptvorteile einer einheitlichen Strategie

Die Vorteile einer Konsolidierung Ihrer Abläufe unter einem einzigen globalen Anbieter sind beträchtlich. Der unmittelbarste Vorteil ist die massive Reduzierung des IT-Wartungsaufwands. Ihr internes Team verwaltet nur noch eine einzige Verbindung.

Diese einheitliche Architektur macht die Skalierung Ihres Unternehmens unglaublich einfach. Wenn Ihr Unternehmen eine neue Niederlassung in Italien erwirbt oder ein neues Büro in Mexiko eröffnet, aktivieren Sie diese Regionen einfach innerhalb Ihrer bestehenden Plattform. Sie müssen keinen langwierigen Beschaffungsprozess durchlaufen, um neue lokale Anbieter zu finden.

Ein weiterer massiver Vorteil ist der standardisierte globale Support. Wenn ein Dokument die Validierung nicht besteht, haben Sie einen einzigen dedizierten Account Manager und einen einheitlichen Support-Desk, um das Problem sofort zu lösen. Es gibt keine Unklarheiten darüber, wer für die Behebung des Problems verantwortlich ist.

Erhöhung der Sicherheit und Datenarchivierung

Sicherheit ist ein zentrales Anliegen beim Umgang mit Finanzdaten von Unternehmen. In einem Multi-Vendor-Setup sind Ihre sensiblen Informationen über zahlreiche externe Server mit unterschiedlichen Cybersicherheitsniveaus verstreut. Sie sind nur so sicher wie Ihr schwächster lokaler Anbieter.

Die Konsolidierung Ihrer Abläufe unter einem einzigen Anbieter auf Enterprise-Niveau reduziert Ihre Angriffsfläche erheblich. Sie können ein einziges, hochsicheres Rechenzentrum überprüfen anstatt ein Dutzend unbekannter Hosting-Umgebungen.

Zudem verlangen die globalen Steuergesetze von Unternehmen, digitale Rechnungen bis zu zehn Jahre lang zu archivieren. Die Implementierung einer einheitlichen Strategie bietet ein einziges, gesetzeskonformes elektronisches Archiv, aus dem Prüfer historische Dokumente aus jeder globalen Region innerhalb von Sekunden abrufen können. Dies beendet den Albtraum, sich während einer wichtigen Betriebsprüfung durch mehrere lokale Datenbanken navigieren zu müssen.

So bewerten Sie die besten E-Invoicing-Modelle für Ihre Zukunft

Beim Vergleich dieser Systeme müssen Unternehmensleiter über die unmittelbaren lokalen Anforderungen hinausblicken und sich auf die langfristige Skalierbarkeit konzentrieren. Ein fragmentierter Ansatz mag ein temporäres regionales Problem lösen, wird aber letztendlich Ihr globales Wachstum ausbremsen.

Wenn Ihr Unternehmen international agiert oder eine grenzüberschreitende Expansion plant, ist das End-to-End-Modell die einzig logische Wahl. Es verwandelt die steuerliche Compliance von einer fragmentierten IT-Last in einen optimierten, automatisierten Hintergrundprozess.

Es versorgt Ihre Finanzteams mit sauberen, standardisierten Daten. Vor allem aber schützt es Ihr Unternehmen vor den massiven finanziellen Risiken, die mit fehlgeschlagenen lokalen Integrationen und verpassten regulatorischen Fristen verbunden sind.

Warum Comarch der bevorzugte globale Partner ist

Die Umsetzung einer echten, einheitlichen Strategie erfordert einen Technologiepartner mit immenser globaler Reichweite und bewährter Infrastruktur. Nur sehr wenige Anbieter besitzen die technische Fähigkeit, direkte Verbindungen zu Steuerbehörden weltweit zu verwalten.

Comarch hebt sich als echter globaler Marktführer in diesem Bereich ab. Wir bieten eine umfassende E-Invoicing-Plattform, die speziell für die komplexen Anforderungen multinationaler Unternehmen entwickelt wurde.

Durch die Entscheidung für Comarch eliminieren Sie das Chaos mehrerer Anbieter und gewinnen ein einziges, hochsicheres Ökosystem, das Ihren gesamten Datenaustausch-Lebenszyklus abdeckt – von der ERP-Extraktion bis zur behördlichen Freigabe (Clearance). Wir betreiben unsere eigenen, proprietären Rechenzentren, wodurch sichergestellt wird, dass Ihre Informationen niemals an ungeprüfte Dritte ausgelagert werden.

Unser internes Team aus Rechtsexperten überwacht kontinuierlich globale Steueränderungen, um sicherzustellen, dass unsere Plattform immer konform ist, noch bevor neue Gesetze überhaupt in Kraft treten.

Kontaktieren Sie unsere E-Invoicing-Experten, um Ihre digitale Transformation zu vereinfachen, Ihre globalen Umsätze zu schützen und Ihre Finanzprozesse zukunftssicher zu machen.

Über die Comarch AG

Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.

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Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

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E-Invoicing & Steuern: Comarch-Analyse zur Zukunft der globalen Transaktionskontrolle

E-Invoicing & Steuern: Comarch-Analyse zur Zukunft der globalen Transaktionskontrolle

Die Veröffentlichung der CIAT-Praxisgrundsätze für kontinuierliche Transaktionskontrollen (CTCs) ist ein wichtiger Meilenstein im weltweiten Wandel von subjektiven Steuererklärungen hin zu objektiver Echtzeitüberwachung. Auf dem Weg zu einer Welt, in der Transaktionen unmittelbar bei ihrer Entstehung überprüft werden, ist der Dialog zwischen Steuerbehörden und der Privatwirtschaft wichtiger denn je.

Der Aufstieg des 5-Ecken-Modells und die Revolution der Interoperabilität

Eine der bedeutendsten Veränderungen, auf die CIAT hinweist, ist die zunehmende Präferenz für Interoperabilitätsmodelle, die Steuerkontrollen in optimierte Geschäftsabläufe integrieren. Insbesondere das 5-Ecken-Modell veranschaulicht, wie Steuerkonformität mit moderner Geschäftsautomatisierung kombiniert werden kann.

Ich glaube, dass dieser Wandel Länder mit etablierten, starren CTC-Systemen letztendlich dazu zwingen wird, ihre Modelle neu zu gestalten, um diesem neuen Interoperabilitätsstandard gerecht zu werden. Ein Paradebeispiel für diese Entwicklung sind die Vereinigten Arabischen Emirate, die als erste ein vollständiges 5-Ecken-Modell verbindlich einführen werden.

Bei Comarch schätzen wir Lösungen, die auf Harmonisierung setzen, wie unseren ViDA-fähigen Ansatz, unterstützen aber auch jedes andere Modell, das stark länderspezifisch sein mag. Was die EU betrifft, ermöglichen wir durch die Nutzung europäischer, EN16931-konformer Formate den grenzüberschreitenden Austausch mit einer einmaligen Einrichtung und stellen so sicher, dass unsere Kunden expandieren können, ohne ständige technische Anpassungen ihrerseits vornehmen zu müssen, wenn immer mehr Länder diese Standards übernehmen.

Die Einbindung von Transaktionsdokumenten in umfassendere regulatorische Rahmenbedingungen

Das CIAT schlägt vor, die CTC-Rahmenbedingungen auf Nachhaltigkeitsberichte, Transportdokumente und Zahlungsbestätigungen auszuweiten. Auch wenn dies ambitioniert klingen mag, stellen viele Behörden bereits ihre technische Leistungsfähigkeit unter Beweis:

  • Die Türkei verwaltet sowohl die elektronische Rechnungsstellung als auch den elektronischen Versand erfolgreich.
  • Frankreich integriert die elektronische Rechnungsstellung mit elektronischen Berichten und Zahlungsinformationen.
  • Rumänien und Bulgarien haben die elektronische Transportabwicklung mit Verpflichtungen zur elektronischen Rechnungsstellung gekoppelt.
  • Italien nutzt die obligatorische elektronische Rechnungsstellung und sektorspezifische Verpflichtungen zur elektronischen Auftragsabwicklung.

Die Herausforderung liegt nicht in der Technologie, sondern in den administrativen Silos. Oftmals sind unterschiedliche Regierungsstellen für verschiedene Dokumente zuständig, was dazu führt, dass bestehende IT-Infrastrukturen nicht wiederverwendet werden können. Dies führt zu erheblichen Verlusten an Steuergeldern und einer verpassten Chance für eine echte „objektive Steuerkontrolle“.

Umsetzungsfristen und der Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse

Während CIAT einen realistischen Umsetzungszeitraum von 12 bis 18 Monaten empfiehlt, ist die Realität vor Ort oft viel stressiger. Manchmal veröffentlichen Regierungen technische Anforderungen erst wenige Tage vor Inkrafttreten einer Verpflichtung, wie beispielsweise in Kroatien, wo Änderungen am 18. Dezember für eine Frist am 1. Januar veröffentlicht wurden.

Für Unternehmen zwingt diese Unverhältnismäßigkeit zu einer plötzlichen Umverteilung von Ressourcen, wodurch Experten häufig von kritischen Projekten wie ERP-Migrationen abgezogen werden. Darüber hinaus beobachten wir nach wie vor „nichttarifäre Handelshemmnisse“ in Form lokaler Zertifizierungsanforderungen, die zu Marktoligopolen führen. In einigen Ländern sind nur eine Handvoll Anbieter zertifiziert, und die Regierung zögert, weitere zu zertifizieren, was Wettbewerb und Innovation hemmt.

Der Weg in die Zukunft: Datenzugänglichkeit statt Lokalisierung

Die CIAT-Grundsätze plädieren dafür, Anforderungen an souveräne Clouds und Datenlokalisierung zu minimieren, um Handelshemmnisse abzubauen. Wir beobachten einen positiven Trend, bei dem einige Behörden der Datenzugänglichkeit Vorrang vor dem physischen Standort einräumen. Das Finanzministerium der Vereinigten Arabischen Emirate verlangt beispielsweise von akkreditierten Anbietern, eine Datenverfügbarkeit rund um die Uhr zu gewährleisten, ohne lokale Rechenzentren vorzuschreiben.

Mit Blick auf die Zukunft wird die Rolle des Steuerprüfers weiterhin unverzichtbar sein. Auch wenn die Datenerfassung automatisiert wird, müssen Prüfer Rechnungen weiterhin anhand der gesamten Lieferkette gegenprüfen: Bestellungen, Lieferscheine und Quittungen.

Der Übergang zu CTCs ist ein Marathon, kein Sprint. Durch die Befolgung der CIAT-Grundsätze der Offenheit, Verhältnismäßigkeit und Harmonisierung können Regierungen sicherstellen, dass die Digitalisierung als Brücke zum Wirtschaftswachstum dient und nicht als Hindernis für die Geschäftskontinuität.

Autor: Paula Müller, Senior Consultant & Solution Lead at Comarch E-Invoicing

Über die Comarch AG

Comarch ist ein weltweiter Anbieter von IT-Lösungen (ERP, Loyalty Marketing, BI, E-Invoicing, EDI, ICT, Financials, u.v.a.) für den Mittelstand, größere Unternehmen, kleine Betriebe, Banken & Versicherungen, Telekommunikation sowie Healthcare. 6.500 Mitarbeiter sind in zahlreichen Ländern im Einsatz. Dank hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung bietet Comarch ein umfassendes Spektrum innovativer IT-Lösungen, welche bei Kunden und Analysten einen hohen Stellenwert genießen. So ist Comarch ERP Enterprise auch Gewinner des Awards „ERP-System des Jahres 2025“ in der Kategorie Cross-Industry. Weitere Informationen unter: https://www.comarch.de/

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Comarch ERP Enterprise ist „ERP-System des Jahres 2025“ in der Kategorie Cross-Industry

Comarch ERP Enterprise ist „ERP-System des Jahres 2025“ in der Kategorie Cross-Industry

Die Comarch AG ist Gewinner des renommierten Wettbewerbs „ERP-System des Jahres 2025“. Bei der feierlichen Preisverleihung am 13. Oktober im Rahmen des IT-Unternehmertags im Meliá Hotel Frankfurt City wurde Comarch ERP Enterprise mit dem 1. Platz in der Kategorie „Cross-Industry“ ausgezeichnet.

Der Wettbewerb feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und gilt als eine der wichtigsten europäischen Auszeichnungen im Bereich Enterprise Resource Planning (ERP). Veranstalter ist der Berliner GITO Verlag in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik (LSWI) der Universität Potsdam, dem Center for Enterprise Research (CER) sowie führenden Fachmedien wie ERP-Management.

Flexibilität, die überzeugt

Mit Comarch ERP Enterprise setzte sich die Comarch AG gegen namhafte Mitbewerber durch. Ausschlaggebend war der Cross-Industry-Ansatz der Lösung, der es Unternehmen ermöglicht, Produktion, Handel und Dienstleistung in einem einzigen ERP-System abzubilden.

Comarch ERP Enterprise vereint eine große Bandbreite an Standardfunktionen – von Einkauf, Materialwirtschaft und Produktionsplanung bis zu Vertrieb, Rechnungswesen, Compliance und Workflow-Management. Damit unterstützt das System nicht nur klassische Fertigungs- oder Handelsunternehmen, sondern auch hybride Geschäftsmodelle, die mehrere Branchenprozesse kombinieren.

„Mit Comarch ERP Enterprise bieten wir Unternehmen eine Plattform, die mit ihnen wächst – über Standorte, Länder und Geschäftsmodelle hinweg“, erklärt Frank Siewert, Vorstandsvorsitzender der Comarch AG. „Diese Auszeichnung bestätigt unseren Anspruch, Innovation, technologische Exzellenz und Kundennutzen in Einklang zu bringen. Sie ist zugleich ein großartiger Erfolg für alle Comarch-Teams in Deutschland, Europa und weltweit.“

Sager AG setzt auf Comarch ERP Enterprise

Einen wesentlichen Teil der Wettbewerbseinreichung bildete das Projekt bei der Sager AG, einem Schweizer Hersteller und Händler von Bau- und Dämmstoffen. Das Unternehmen nutzt Comarch ERP Enterprise, um sowohl B2B- als auch B2C-Prozesse in einer durchgängigen Systemlandschaft abzubilden. Über den integrierten Comarch Webshop können Kunden Produkte individuell konfigurieren, während Preismodelle und Produktionsprozesse direkt aus dem ERP gesteuert werden.

Dank der engen Integration von Produktkonfiguration, Preisgestaltung und Fertigungsplanung profitiert Sager von einer transparenten, effizienten Prozesskette – von der Online-Bestellung bis zur Herstellung und Lieferung. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie Comarch ERP Enterprise flexible, unternehmensübergreifende Geschäftsmodelle in der Praxis ermöglicht.

Über Comarch ERP Enterprise

Comarch ERP Enterprise ist eine leistungsstarke, international einsetzbare ERP-Lösung, die durch hohe Skalierbarkeit, flexible Architektur und tiefe Integration von Prozessen überzeugt. Das System ermöglicht End-to-End-Prozessabbildung über Unternehmensgrenzen hinweg und lässt sich nahtlos mit anderen Comarch-Produkten kombinieren.

Zu den Anwendern zählen neben Sager weitere namhafte Unternehmen aus Handel und Fertigung, darunter Victorinox, KiK, idealo, Hermes und Sonax.

Über die Comarch AG

Comarch ist ein weltweiter Anbieter von IT-Lösungen (ERP, Loyalty Marketing, BI, E-Invoicing, EDI, ICT, Financials, u.v.a.) für den Mittelstand, größere Unternehmen, kleine Betriebe, Banken & Versicherungen, Telekommunikation sowie Healthcare. 6.500 Mitarbeiter sind in zahlreichen Ländern im Einsatz. Dank hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung bietet Comarch ein umfassendes Spektrum innovativer IT-Lösungen, welche bei Kunden und Analysten einen hohen Stellenwert genießen. So ist Comarch ERP Enterprise auch Gewinner des Awards „ERP-System des Jahres 2025“ in der Kategorie Cross-Industry. Weitere Informationen unter: https://www.comarch.de/

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Globale Reichweite, lokale Präzision: DHL entscheidet sich für Comarch zur Umsetzung der E-Invoicing-Pflicht in Jordanien

Globale Reichweite, lokale Präzision: DHL entscheidet sich für Comarch zur Umsetzung der E-Invoicing-Pflicht in Jordanien

Der weltweit führende Logistikkonzern DHL hat erfolgreich die E-Invoicing-Lösung von Comarch gemäß dem nationalen E-Rechnungsstandard Jordaniens, JoFotara, implementiert. Dieser Meilenstein unterstreicht Comarchs kontinuierliches Engagement, internationalen Unternehmen die reibungslose Einhaltung komplexer lokaler Compliance-Vorgaben zu ermöglichen.

Ein neues Zeitalter der E-Rechnung in Jordanien
Jordanien begann seinen digitalen Wandel im Bereich der Rechnungsstellung im Jahr 2019 und erreichte mit dem Start von JoFotara im Jahr 2023 einen entscheidenden Wendepunkt. Dabei handelt es sich um ein Pre-Clearance-System, das strukturierte Rechnungen im UBL-2.1-Format sowie eine API-basierte Übermittlung verlangt. Ab April 2025 sind alle steuerpflichtigen Unternehmen in Jordanien verpflichtet, elektronische Rechnungen über dieses System zu erstellen. Zur Unterstützung bei der Umsetzung dieser regulatorischen Anforderungen ging DHL eine Partnerschaft mit Comarch ein. Das Projekt basiert auf der leistungsstarken E-Invoicing-Plattform von Comarch sowie einer bewährten lokalen Zusammenarbeit mit InvoiceQ, um die vollständige Einhaltung aller gesetzlichen und administrativen Anforderungen sicherzustellen. Die Rechnungsdokumente durchlaufen zunächst einen „Pending“-Status über den Intermediär, bevor sie von JoFotara validiert werden. Nur korrekt verarbeitete Rechnungen werden final zugestellt oder archiviert.

Mehrwert über die Compliance hinaus
Der Umstieg von DHL auf JoFotara verlief reibungslos und vollständig konform. Die Implementierung sorgt nicht nur für die Erfüllung regulatorischer Anforderungen, sondern bringt auch Effizienzgewinne in den Prozessen sowie eine verbesserte Prüfungsbereitschaft mit sich.

„Die Lösung von Comarch hat uns geholfen, das neue E-Invoice-System nahtlos zu integrieren – im Einklang mit der digitalen Transformation der Rechnungsstellung in Jordanien“, so Khaled Saleem, Country Manager, DHL Express Jordan.

Für Comarch ist dieses Projekt Ausdruck eines übergeordneten Ziels: global agierende Unternehmen lokal erfolgreich zu unterstützen.

„Dieses Projekt ist ein starkes Beispiel dafür, wie unsere skalierbaren Lösungen und strategischen Partnerschaften sich schnell an dynamische regulatorische Rahmenbedingungen anpassen können“, sagt Adam Beldzik, Director E-Invoicing Subsector bei Comarch.

„Es stellt zudem einen weiteren Meilenstein innerhalb unserer globalen Compliance-Strategie dar – insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung der MEA-Region und der bevorstehenden, weitreichenden E-Invoicing-Verpflichtungen.“

Mit der erfolgreichen Umsetzung in Jordanien stärkt Comarch seine Position als vertrauenswürdiger Technologiepartner für multinationale Unternehmen, die auf der Suche nach zukunftssicheren, konformen E-Invoicing-Lösungen weltweit sind. Durch die nahtlose Integration in nationale Plattformen wie JoFotara und die Gewährleistung vollständiger rechtlicher und technischer Konformität unterstützt Comarch globale Organisationen dabei, ihre Betriebskontinuität sicherzustellen, Compliance-Risiken zu minimieren und ihre Finanzprozesse zu optimieren – unabhängig vom Markt, in dem sie tätig sind.

Über die Comarch AG

Comarch wurde 1993 in Krakau, Polen, gegründet. Das Unternehmen zählt zu den größten ITAnbietern Europas und realisiert Projekte für führende polnische sowie internationale Marken in zentralen Wirtschaftssektoren – darunter Telekommunikation, Finanzwesen, Banken- und Versicherungswesen, Handel und Dienstleistungen, Infrastruktur, öffentliche Verwaltung, Industrie, Gesundheitswesen sowie für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).

Zehntausende namhafter Marken in über 100 Ländern auf 6 Kontinenten nutzen die Leistungen von Comarch, darunter: Allianz, Auchan, BNP Paribas Fortis, BP, Carrefour, Flughafen Heathrow, Heineken, ING, LG U+, Orange, Telefónica, T-Mobile und Vodafone.

Comarch belegt Spitzenplätze in Rankings führender IT-Analysten, darunter Gartner, Truffle 100, Computerworld TOP 200, IDC, die Polnische Akademie der Wissenschaften sowie das EU Industrial R&D Investment Scoreboard.

Jährlich investiert Comarch 15 % seines Umsatzes in innovative Produkte. Im Jahr 2024 betrugen die Ausgaben für Forschung & Entwicklung 95 Millionen Euro. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 6.500 Expert:innen in 79 Niederlassungen in 32 Ländern – von Australien und Japan über den Nahen Osten und Europa bis nach Nord- und Südamerika.

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Antje Bückert
Produktmarketing-Spezialist
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Comarch E-Mail Converter: Der einfache Weg zur E-Invoicing-Compliance

Comarch E-Mail Converter: Der einfache Weg zur E-Invoicing-Compliance

Seit dem 1. Januar 2025 befindet sich Deutschland in der ersten Phase seiner B2B-E-Rechnungsverpflichtung. In dieser anfänglichen „Soft-Launch“-Phase müssen alle mehrwertsteuerlich registrierten Steuerpflichtigen in der Lage sein, E-Rechnungen im korrekten Format zu empfangen. Das neu verabschiedete Wachstumschancengesetz schreibt vor, dass Unternehmen von herkömmlichen Papier- oder PDF-Rechnungen auf strukturierte Formate umstellen müssen, die der Norm CEN/EN 16931 entsprechen, wie z. B. XRechnung und ZUGFeRD. Da jedoch 99 % der Rechnungen nach wie vor als PDFs per E-Mail verschickt werden, stellt dieser Wandel eine große Herausforderung dar.

Um Unternehmen bei einem reibungslosen Übergang zu unterstützen, stellt Comarch den E-Mail Converter vor – eine Lösung, die den Empfang, die Validierung und die Umwandlung von Rechnungen in die erforderlichen Formate automatisiert. Im Gegensatz zu anderen Lösungen, die mit niedrigen Compliance-Raten zu kämpfen haben, hat der Ansatz von Comarch in Deutschland bereits eine branchenführende Erfolgsquote von 70,7 % erreicht – weit über dem Durchschnitt von 20–30 %, der von Unternehmen im IDST-Verband berichtet wird.

So funktioniert der Comarch E-Mail Converter

Unternehmen, die den Comarch E-Mail Converter nutzen, können weiterhin Rechnungen über eine dedizierte E-Mail-Adresse empfangen. Das Tool extrahiert automatisch Rechnungsdaten, überprüft deren Konformität mit den CEN/EN 16931-Standards und wandelt sie bei Bedarf in das richtige strukturierte Format um. Wenn eine Rechnung die Compliance-Anforderungen nicht erfüllt, markiert das System Fehler und benachrichtigt sowohl den Absender als auch den Empfänger, wodurch manuelle Eingriffe und Verzögerungen bei der Verarbeitung erheblich reduziert werden.

Die Lösung lässt sich nahtlos in bestehende E-Mail-, EDI- und ERP-Systeme integrieren und sorgt so für minimale Unterbrechungen bestehender Arbeitsabläufe. Mit ihrer nachweislich hohen Erfolgsquote ermöglicht Comarch es Unternehmen, Compliance-Fristen effizient und präzise einzuhalten.

E-Invoicing-Compliance: Ein notwendiger Schritt für Unternehmen

Die deutsche E-Rechnungsverpflichtung soll Transaktionen vereinfachen und die Steuer-Compliance verbessern, stellt aber auch neue Anforderungen an Unternehmen. Ab dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in der Lage sein, strukturierte E-Rechnungen zu empfangen. Im Jahr 2027 beginnt Phase 2 für die meisten Steuerpflichtigen – mit Ausnahme von Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 800.000 €. PDF-Rechnungen werden dann nicht mehr zulässig sein, und andere elektronische Formate erfordern die Zustimmung des Empfängers. Phase 3, die letzte Stufe der B2B-E-Invoicing-Einführung, beginnt im Jahr 2028 und gilt für alle Steuerpflichtigen.

Da viele Organisationen Schwierigkeiten haben, gültige E-Rechnungen zu verarbeiten, hebt sich Comarchs E-Mail Converter als marktreife Lösung hervor, die dort erfolgreich ist, wo andere scheitern.

Vorbereitung auf die Zukunft des E-Invoicing

Der Übergang zur verpflichtenden E-Rechnung rückt schnell näher, und Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie vorbereitet sind. Durch den Einsatz von Lösungen wie dem Comarch E-Mail Converter können Unternehmen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben vereinfachen und ihre Effizienz bewahren – ohne das Risiko von Verarbeitungsfehlern.

Weitere Informationen zu den E-Invoicing-Lösungen von Comarch finden Sie unter: www.comarch.de/e-invoicing

Über die Comarch AG

Comarch ist ein 1993 gegründetes globales Software-Unternehmen und Anbieter von innovativen IT-Produkten und Dienstleistungen. Nahezu 7.000 Comarch-Mitarbeiter sind in 100 Ländern für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst z.B. Business-Software für große und mittelständische Unternehmen (ERP, IoT, Finanzen, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Dokumentenmanagement und ICT). Auch in Bereichen wie Healthcare, Telekommunikation, Banking & Versicherungen stellt Comarch umfassende Lösungen bereit. 2023 erzielte Comarch mehr als 401 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügt Comarch über zehn Standorte.

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