
KSeF 2.0 in Polen: Konsultation zum Business-Event-Modell abgeschlossen
Technischer Synchronisationsmechanismus
Der Vorschlag skizziert einen Zielmechanismus für den Austausch von Informationen über Rechnungskorrekturen. In diesem Modell wird KSeF weiterhin die ursprünglichen strukturierten Rechnungen speichern und gleichzeitig ergänzende Geschäftsdaten als separate, verknüpfte Ereignisse aufzeichnen. Das Finanzministerium bestätigt, dass dieser Ansatz die zugrunde liegenden strukturierten Rechnungsdaten, die bereits in KSeF gespeichert sind, nicht verändern wird.
Neuer Business-Event-Katalog und Tracking-Mechanismus
Ein zentraler Bestandteil des Vorschrags des Finanzministeriums ist die Einführung eines umfassenden Business-Event-Katalogs. Anstatt den aktiven Status einer Rechnung mit jedem Update zu überschreiben, wird jede operative Änderung als unabhängiges Ereignis mit einer eigenen Kennung und eigenen Metadaten (wie Autor und Erstellungsdatum) protokolliert. Dies bewahrt die historische Aufzeichnung und ermöglicht es, den aktuellen Status einer Rechnung aus der chronologischen Abfolge der aufgezeichneten Ereignisse präzise zu rekonstruieren.
Da das Finanzministerium den vielschichtigen Charakter des vorgeschlagenen Ereigniskatalogs anerkennt, empfiehlt es, detaillierte Diskussionen über spezifische Ereignistypen in separaten Runden zu führen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Hauptfokus auf der umfassenderen architektonischen Integration bleibt. Die Konsultation hebt mehrere anschauliche Beispiele für potenzielle rechnungsbezogene Ereignisse hervor:
- Ausstellung von Erstrechnungen und nachfolgenden Korrekturen
- Interne Qualifizierungsstatus (z. B. „zu buchen“ oder „Klärung erforderlich“)
- Zahlungsverfolgung, die sowohl Teil- als auch Vollzahlungen umfasst (derzeit freiwillig; die Verpflichtung zur Angabe von KSeF-Kennungen bei Banküberweisungen ist für den 1. August 2026 geplant)
- Positionsänderungen, wie etwa der Ausschluss einer bestimmten Position von der Abrechnung
- Betrugs- und Sicherheitswarnungen bezüglich des Massenversands von Rechnungen, Identitätsdiebstahlsversuchen oder verdächtigen Links
- Benutzerdefinierte Geschäftsattribute in einem Key-Value-Format
Erweiterung der API-Operationen
Um dieses Modell zu unterstützen, wird die vorgeschlagene KSeF 2.0 API-Erweiterung zwei operative Kategorien abdecken:
- Lesen (Read): Herunterladen oder Exportieren von Ereignislisten, Bestimmen des aktuellen Rechnungsstatus auf Basis von Ereignissen und Erweitern des Abrufs von Metadaten um zusätzliche Business-Events.
- Aufzeichnen (Record): Durchführung von Operationen an Rechnungen, die neue Business-Events generieren.
Zeitplan der Konsultation
Die Frist für die öffentliche Konsultation endete offiziell am 8. Mai 2026. Marktteilnehmer waren eingeladen, ihr Feedback und ihre Vorschläge beim Finanzministerium einzureichen, um den endgültigen Umsetzungsumfang mitzugestalten. Der vollständige technische Vorschlag steht weiterhin in der offiziellen KSeF-API-Dokumentation zur Überprüfung bereit.
Es gibt noch mehr, was Sie über E-Invoicing in Polen wissen sollten – erfahren Sie mehr über die neuen und kommenden Vorschriften.
Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Comarch AG
Riesstraße 16
80992 München
Telefon: +49 (89) 14329-0
Telefax: +49 (89) 14329-1114
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VAE verschieben Frist für E-Invoicing-Dienstleister auf Oktober 2026
Marktreife und der neue White-Label-Mechanismus
Die Verlängerung der Frist für die Ernennung von ASPs wurde nach einer Bewertung der Marktreife und Rückmeldungen aus dem Wirtschaftssektor eingeführt, die einen Bedarf an breiteren technischen Optionen und wettbewerbsfähigeren Preisen zeigten. Bis heute haben 32 Service Provider die offizielle Zulassung erhalten, während mehrere weitere den Akkreditierungsprozess abschließen, um ein stärker integriertes digitales Ökosystem aufzubauen.
Um die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen lokalen Marktes weiter zu unterstützen, hat das Finanzministerium auch Änderungen am Ministerialbeschluss Nr. 64 aus dem Jahr 2025 vorgenommen. Dieses Update führt einen White-Label-Mechanismus ein, der es Unternehmen mit Sitz in den VAE ermöglicht, Partnerschaften mit internationalen Technologieanbietern einzugehen. Diese Struktur soll den Transfer von technischem Wissen erleichtern, die nationalen digitalen Kapazitäten stärken und sicherstellen, dass die Compliance-Lösungen auf die spezifischen Anforderungen des Marktes der VAE abgestimmt sind.
Schrittweise Einführung und unveränderte Endfristen
Obwohl das Zeitfenster für die ASP-Auswahl verlängert wurde, haben das Finanzministerium und die Federal Tax Authority (FTA) bestätigt, dass der übergeordnete Compliance-Zeitplan strikt bestehen bleibt. Die Einführung wird nach folgendem Zeitplan ablaufen:
- Juli 2026 – Beginn der Pilotphase und freiwillige Einführung des E-Invoicing-Systems.
- 30. Oktober 2026 – Geänderte Frist für berechtigte Steuerzahler zur Ernennung eines ASP.
- 1. Januar 2027 – Die obligatorische Umsetzung tritt für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen AED in Kraft.
Das Ministerium bekräftigte sein Engagement für die Aufrechterhaltung eines stabilen regulatorischen Umfelds, das einen reibungslosen Übergang zum neuen E-Invoicing-System unterstützt und die Gesamteffizienz der Steuer-Compliance in den gesamten VAE verbessert.
Es gibt noch mehr über E-Invoicing in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erfahren – entdecken Sie die neuen und kommenden Vorschriften.
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ZUGFeRD 2.5 und Factur-X 1.09 verzögert: Neuer Zeitplan in zwei Etappen
Schritt 1: Release am 10. Juni 2026 Der erste Teil der Veröffentlichung ist für den 10. Juni 2026 geplant. Dieses Update umfasst in erster Linie die obligatorische Aktualisierung der Codelisten. Darüber hinaus werden bereits spezielle Anforderungen integriert, die für das kommende französische B2B-Mandat (E-Invoicing in Frankreich) relevant sind.
Schritt 2: Funktion für Bruttorechnungen folgt zeitnah In einem darauffolgenden zweiten Release wird die angekündigte Funktion für Bruttorechnungen implementiert. Das genaue Veröffentlichungsdatum für diesen zweiten Schritt steht aktuell noch nicht fest, wird aber rechtzeitig vom FeRD bekannt gegeben.
Hintergrund der Verzögerung Grund für die Aufteilung des Releases in zwei Phasen sind zusätzliche Anforderungen, die sich aus der anstehenden Überarbeitung der europäischen Norm EN 16931 ergeben. Diese neuen Vorgaben machen einen erweiterten Test- und Qualitätssicherungsaufwand notwendig. Die ehrenamtlichen Arbeitsgruppen FeRD-CC3 und FNFE-MPE arbeiten laut eigenen Angaben mit Hochdruck daran, beide Releases schnellstmöglich bereitzustellen.
Was bedeutet das für Comarch-Kunden?
Als Experten für elektronischen Datenaustausch und E-Invoicing behalten wir die Entwicklungen rund um ZUGFeRD, Factur-X und die EN-Norm 16931 für Sie genau im Blick. Sobald die finalen Spezifikationen der neuen Versionen veröffentlicht sind, werden wir diese analysieren und in unsere Comarch-Lösungen einfließen lassen, sodass Sie weiterhin sicher und gesetzeskonform elektronische Rechnungen austauschen können.
Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.
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Comarch erhält offizielle Zulassung als E-Invoicing-Dienstleister in der Slowakei
Garantierte Compliance und Sicherheit im Vorfeld des E-Invoicing-Mandats 2027
Ab dem 1. Januar 2027 werden Steuerzahler in der Slowakei gesetzlich verpflichtet sein, strukturierte E-Rechnungen für bestimmte inländische B2B- und B2G-Lieferungen auszustellen und zu empfangen. Ab dem 1. Juli 2030 wird diese Verpflichtung auf grenzüberschreitende innergemeinschaftliche Transaktionen ausgeweitet, um den neuen ViDA-Anforderungen (VAT in the Digital Age / Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter) zu entsprechen.
Unter dem neuen Rahmenwerk werden der Dokumentenaustausch und das digitale Berichtswesen ausschließlich über Peppol-basierte Netzwerke erfolgen, die von zertifizierten Anbietern verwaltet werden. Da der gesamte Datenaustausch über autorisierte Knotenpunkte laufen muss, ist die Wahl des richtigen Technologiepartners von entscheidender Bedeutung, um die Geschäftskontinuität ohne das Risiko von Non-Compliance aufrechterzuerhalten.
Als offiziell zugelassener Dienstleister garantiert Comarch eine direkte, rechtskonforme und sichere Anbindung an das slowakische Steuersystem. Unsere Plattform erfüllt die strengen Anforderungen des slowakischen Finanzministeriums und der Finanzverwaltung (Finančná správa) vollumfänglich und gewährleistet ein Höchstmaß an Datensicherheit sowie die Abstimmung mit den europäischen Übermittlungsstandards.
Die Umstellung auf das obligatorische E-Invoicing ist eine bedeutende Veränderung für in der Slowakei tätige Unternehmen. Diese Zertifizierung beweist, dass Comarch bestens darauf vorbereitet ist, ein zuverlässiger Partner bei diesem digitalen Wandel zu sein. Durch die Ausrichtung unserer Plattform an den Peppol-Standards und den strengen Anforderungen der slowakischen Finanzverwaltung garantieren wir unseren Kunden nicht nur ein Höchstmaß an Datensicherheit, sondern vor allem eine lückenlose operative Kontinuität angesichts der kommenden gesetzlichen Änderungen – Jakub Krawczyk, Senior Legal Compliance Expert bei Comarch
Die vollständige Liste der zertifizierten E-Invoicing-Anbieter in der Slowakei ist hier verfügbar.
Kontaktieren Sie unser Team noch heute, um mit der Planung Ihres Übergangs vor dem Stichtag 2027 zu beginnen.
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Rechtssichere Archivierung: Comarch erklärt Aufbewahrungspflichten für E-Rechnungen von bis zu 30 Jahren
- In vielen EU-Ländern müssen Sie E-Rechnungen mindestens 8 Jahre lang aufbewahren. Einige Arten von Transaktionen erfordern eine Aufbewahrungsfrist von bis zu 30 Jahren.
- Sie müssen archivierte E-Rechnungen über den gesamten Aufbewahrungszeitraum hinweg lesbar, authentisch und unverändert halten.
- Um E-Rechnungen ordnungsgemäß zu archivieren, benötigen Sie die richtige technische Infrastruktur und klare, dokumentierte Compliance-Prozesse.
- Die Nutzung einer cloudbasierten Archivierung erleichtert die Einhaltung von Vorschriften in verschiedenen Ländern und trägt dazu bei, die langfristigen Speicherkosten zu senken.
- Die Bereitschaft für ein Audit (Betriebsprüfung) hängt davon ab, wie schnell Sie die korrekte E-Rechnung im geforderten Format finden und bereitstellen können.
Finanzbehörden werden nicht darauf warten, dass Sie Ihr Archiv organisieren. Wenn Sie eine Prüfungsanfrage erhalten, müssen Sie E-Rechnungen aus den vergangenen Jahren vorlegen, die lesbar und authentisch sind und eine lückenlose Integrität aufweisen. Die Aufbewahrungsfristen sind oft länger, als vielen Finanzteams bewusst ist.
Was „langfristig“ für die Aufbewahrung von E-Rechnungen tatsächlich bedeutet
In vielen EU-Ländern beträgt die Mindestaufbewahrungsfrist acht Jahre. In Mexiko und einigen LATAM-Märkten müssen Sie CFDI-E-Rechnungen für mindestens fünf Jahre aufbewahren. Bestimmte Transaktionen, wie sie beispielsweise Immobilien oder langfristige Verträge betreffen, können eine längere Aufbewahrung der Unterlagen erfordern. Prüfen Sie stets die lokalen Vorschriften für Ihre spezifischen Transaktionen.
Die Aufbewahrungsfrist beginnt in der Regel mit dem Ende des Geschäftsjahres, in dem die Transaktion stattgefunden hat, und nicht mit dem Datum des Versands der E-Rechnung. Wenn Sie beispielsweise eine E-Rechnung im Januar 2024 ausstellen, müssen Sie diese unter Umständen bis Ende 2031 oder länger abrufbar halten.
Sie müssen die genauen Anforderungen für Ihr Land kennen. Dies ist der erste Schritt zu einer rechtskonformen Archivierung von E-Rechnungen.
Die vier Säulen eines rechtskonformen E-Rechnungs-Archivsystems
Die Regulierungsbehörden achten darauf, wie E-Rechnungen gespeichert werden, und nicht nur darauf, ob Sie diese besitzen. In der EU und den meisten anderen Märkten hängt eine rechtskonforme Archivierung von vier Hauptanforderungen ab:
- Authentizität bedeutet, dass Sie nachweisen müssen, dass die E-Rechnung tatsächlich vom Aussteller stammt. Dies geschieht in der Regel durch qualifizierte elektronische Signaturen oder den EDI-Austausch, die einen eindeutigen Audit-Trail (Prüfpfad) bieten.
- Integrität bedeutet, dass der Inhalt der E-Rechnung seit der Ausstellung nicht verändert wurde. Jede Manipulation, selbst eine unbeabsichtigte, kann eine archivierte E-Rechnung für steuerliche Zwecke ungültig machen.
- Lesbarkeit bedeutet, dass die E-Rechnung für den gesamten Aufbewahrungszeitraum für Menschen lesbar bleiben muss. Ihr Archivformat sollte auch in 10 oder 20 Jahren noch funktionieren. Vermeiden Sie daher Formate, die von Software abhängen, die in Zukunft möglicherweise nicht mehr verfügbar ist.
- Barrierefreiheit (Zugänglichkeit) ist der vierte Schlüsselpunkt. Sie müssen in der Lage sein, archivierte E-Rechnungen schnell abzurufen, wenn eine Finanzbehörde diese anfordert.
Warum Ihr ERP-System nicht ausreicht
Viele Unternehmen glauben, dass ihre Buchhaltungssoftware die Archivierung übernimmt. Das tut sie nicht – zumindest nicht in der Weise, wie es die Regulierungsbehörden erwarten.
ERP-Systeme speichern Daten für den täglichen Betrieb, aber nicht immer in einem Format, das den gesetzlichen oder revisionssicheren Standards entspricht. Das von Ihnen verwendete Format ist wichtiger, als viele denken. PDF/A wird allgemein für die menschenlesbare Archivierung akzeptiert. Strukturierte Formate wie XML, die in Peppol, ZUGFeRD, Factur-X und KSeF verwendet werden, sind häufig für die maschinenlesbare Speicherung erforderlich. In einigen Ländern müssen Sie beide Formate zusammen aufbewahren.
Cloudbasierte Archivierungsplattformen, die speziell für die Aufbewahrung von E-Rechnungen entwickelt wurden, können Formate automatisch konvertieren, Signaturen validieren und E-Rechnungen für den einfachen Abruf organisieren. Sie machen es zudem erheblich einfacher, die Vorschriften in mehreren Ländern gleichzeitig zu erfüllen.
Länderspezifische Regeln, die Sie nicht ignorieren dürfen
Die Aufbewahrungsregeln variieren von Land zu Land, und diese Unterschiede sind von entscheidender Bedeutung.
- In Deutschland müssen E-Rechnungen nach einer Verkürzung der Aufbewahrungsfrist, die im Juli 2025 in Kraft getreten ist, für 8 Jahre in einem unveränderten, maschinenlesbaren Format aufbewahrt werden. Das schrittweise eingeführte B2B-E-Invoicing-Mandat in Deutschland, das ab dem 1. Januar 2028 für alle Unternehmen vollumfänglich gilt, macht es umso ratsamer, Ihre Archivierungsstruktur schon jetzt richtig aufzustellen. Sehen Sie sich den vollständigen Zeitplan für die B2B-E-Rechnung in Deutschland an.
- In Frankreich müssen E-Rechnungen für 10 Jahre archiviert werden. Das hybride Factur-X-Format muss sowohl seine PDF- als auch seine eingebetteten XML-Komponenten behalten. Eine Reduzierung auf ein einfacheres Format aus Gründen der Speicherbequemlichkeit birgt das Risiko der Non-Compliance.
- In Italien durchlaufen alle E-Rechnungen die SDI-Plattform, bevor sie den Empfänger erreichen. Sowohl das ausstellende als auch das empfangende Unternehmen haben unabhängige Archivierungspflichten. Jedes Unternehmen muss seine eigene Kopie im Rahmen der conservazione sostitutiva aufbewahren, was digitale Signaturen, Zeitstempel und ein dokumentiertes Handbuch zur Aufbewahrung (Manuale di Conservazione) erfordert.
- Polens KSeF-Plattform wurde im Februar 2026 für große Steuerzahler und im April 2026 für alle anderen Umsatzsteuer-registrierten Unternehmen verpflichtend und zentralisiert die Speicherung von E-Rechnungen auf nationaler Ebene. Die Archivierungspflichten für E-Rechnungen, die vor diesen Terminen ausgestellt wurden, bleiben in Kraft und laufen parallel. Für E-Rechnungen, die über KSeF ausgestellt werden, übernimmt die Plattform die Archivierung im Namen der Steuerzahler, sodass für diese Dokumente kein separates Archiv mehr geführt werden muss.
Wie Sie ein Archiv aufbauen, das jeder Betriebsprüfung standhält
Bereit für eine Betriebsprüfung zu sein, geht über die reine Speicherung von E-Rechnungen hinaus. Sie müssen in der Lage sein, eine bestimmte E-Rechnung im richtigen Format und mit allen Details innerhalb von Minuten zu finden, wenn Sie darum gebeten werden.
Ihr E-Rechnungs-Archivsystem sollte über eine solide Indexierungsstruktur verfügen, damit Sie nach Datum, Lieferant, Rechnungsnummer oder Transaktionstyp suchen können. Es benötigt außerdem Zugriffskontrollen für den Abruf, und Sie sollten nachweisen und protokollieren können, wie auf die E-Rechnungen zugegriffen wird.
Testen Sie Ihr Archiv jetzt. Wählen Sie eine zufällige E-Rechnung von vor fünf Jahren und prüfen Sie, ob Sie diese in weniger als fünf Minuten finden können. Wenn Ihnen das nicht gelingt, haben Sie eine Lücke in Ihrer Audit-Bereitschaft, die behoben werden sollte, bevor eine Behörde darauf aufmerksam wird.
Wenn Sie in neue Märkte expandieren oder sich auf eine neue E-Invoicing-Regelung vorbereiten, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Ihre Archivierungsstruktur zu überprüfen.
Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr aktuelles Setup den Anforderungen entspricht? Sprechen Sie mit dem Comarch E-Invoicing-Team, bevor die Frist abläuft.
Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.
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Comarch: E-Invoicing wird zur kritischen Geschäftsinfrastruktur – nicht nur zum IT-Projekt
In diesem Artikel möchte ich eine Sichtweise teilen, die auch von den Referenten auf der Comarch User Group (CUG) Konferenz geäußert wurde: Das Scheitern einer nahtlosen Übermittlung von E-Rechnungen kann kritische Lieferungen stoppen und dadurch den gesamten Geschäftsbetrieb lähmen. Wer mit der ERP-Integration wartet, bis die Gesetzestexte finalisiert sind, begeht unter Umständen einen strategischen Fehler. Es wird dringend empfohlen, dass Unternehmen den offiziellen Zeitplänen vorauslaufen und dem Prinzip folgen: Fangen Sie jetzt an – und zwar früher, als Sie denken. Architektonische Entscheidungen müssen heute getroffen werden, vorangetrieben von einer funktionsübergreifenden Koalition aus CFO, COO und Supply-Chain-Direktoren.
Der globale regulatorische Tsunami 2026–2030
E-Invoicing ist längst kein isoliertes Compliance-Thema mehr, das auf Europa oder Lateinamerika beschränkt ist. Wir erleben einen globalen „regulatorischen Tsunami“, der vor allem von einem einzigen makroökonomischen Ziel angetrieben wird: dem Schließen der Mehrwertsteuerlücke. Regierungen verabschieden sich von Post-factum-Prüfungen zugunsten einer kontinuierlichen Echtzeit-Kontrolle von Handelsströmen (Continuous Transaction Controls – CTC).
Der Aufbau fragmentierter, länderspezifischer Anwendungs-Silos ist nicht mehr tragbar. Eine richtig konzipierte Architektur muss heute eine Roadmap antizipieren, die Dutzende von Rechtsordnungen abdeckt:
- 2026 (Anpassung & Expansion in Schwellenländern): Ein Stresstest-Jahr für neue E-Reporting- und E-Invoicing-Regime. Neben der Einführung des neuen strukturellen Rahmens in Frankreich und einer Welle von B2G/B2B-Mandaten in Israel und Moldawien werden die VAE ihre Pilotprogramme starten. Ein schwerer Schock für die EMEA-Lieferketten könnte jedoch aus Afrika drohen. Märkte wie Madagaskar, Malawi, Südafrika und Angola führen neue Verpflichtungen weitaus schneller ein, als es die Risikomatrizen von Unternehmen vorsehen.
- 2027 (Die digitale Verknüpfung von Transport und Steuern): Die EU-eFTI-Verordnung (elektronische Frachtbeförderungsinformationen) tritt in Kraft. In Kombination mit E-Invoicing-Systemen wird sie den Kreislauf zwischen physischer Fracht und dem digitalen Dokumentenzyklus schließen. In diesem Jahr werden auch die nächsten Mandatsphasen in Deutschland, der Slowakei, Norwegen, Spanien und in Asien – auf den Philippinen (E-Commerce) und in Singapur – gestartet. In der Zwischenzeit wird Portugal seine SAF-T-Anforderungen für die Rechnungslegung durchsetzen.
- 2028 (Konsolidierung der Marktplattformen): Der endgültige Übergang zur strukturierten Berichterstattung in Deutschland, die Einführung von E-Reporting in Belgien sowie Mandatserweiterungen in Finnland, Schweden, Irland, Lettland und Slowenien.
- 2029–2030 (ViDA und globale Interoperabilität): Der April 2029 ist das bestätigte Ziel für das B2B-E-Invoicing-Modell des Vereinigten Königreichs (HMRC). Bis Juli 2030 wird die ViDA-Richtlinie (VAT in the Digital Age) der Europäischen Union die digitalen Meldepflichten (Digital Reporting Requirements – DRR) für grenzüberschreitende innergemeinschaftliche B2B-Transaktionen in einen absoluten, harmonisierten Standard verwandeln.
Die Kosten des Wartens auf finale Vorschriften (Eine Lehre aus Frankreich)
Der kostspieligste Fehler, den ein Unternehmensvorstand im Hinblick auf diesen Zeitplan machen kann, ist Passivität. In Zeiten von Echtzeit-Meldesystemen erzeugt ein „Abwarten“-Ansatz anstelle einer proaktiven Bereitschaft immense technische Schulden.
Der französische Markt dient als Beweis für die Volatilität der Regulierung. Frankreich hat seinen Implementierungsrahmen aktualisiert und die Rolle des zentralen staatlichen Portals (PPF) zugunsten zertifizierter privater Plattformen (Partner Dematerialization Platforms / PDPs) offiziell eingeschränkt, während Spezifikationen und Fristen häufig geändert wurden. Dies veranschaulicht perfekt das Risiko, sich ausschließlich auf staatliche Vorgaben zu verlassen, die sich im letzten Moment ändern können. Unternehmen, die den staatlichen Hub umgingen und frühzeitig in kommerzielle Integrationsplattformen investierten, passen sich diesen rechtlichen Verschiebungen nun nahtlos im laufenden Betrieb an. Ein kommerzieller Integrations-Hub ist außerdem unerlässlich für die Verarbeitung komplexer Dokumente wie Gutschriften und Lastschriften, deren Automatisierung in hochgradig zentralisierten CTC-Regimen bekanntermaßen schwierig ist.
Die Stammdaten-Revolution (Der „Glocal“-Ansatz)
E-Invoicing markiert das endgültige Ende der Dominanz visueller Formate (z. B. PDFs). Das einzige Dokument mit rechtlicher und operativer Gültigkeit ist von nun an eine strukturierte XML- oder JSON-Datei. Der Übergang zu diesen Formaten deckt die Qualität der Informationen und der Architektur innerhalb einer Organisation schonungslos auf und macht die Qualität der Stammdaten zum kritischen Erfolgsfaktor.
Betrachten Sie semantische Spezifikationen wie den PINT-AE-Standard, der Dutzende von spezifischen Datenfeldern vorschreibt. Häufig stellen Unternehmen fest, dass sie die von einem bevorstehenden Mandat geforderten Datenpunkte schlichtweg nicht erfassen. Diese Lücken frühzeitig zu erkennen, ist von entscheidender Bedeutung – ganz nach dem Prinzip, dass Planung alles ist. Dies erfordert von Unternehmen eine „Macro View, Micro Approach – Glocal Strategy“: Sie müssen eine globale Vision der Datenarchitektur besitzen und gleichzeitig die hyperlokalen Spezifikationen der einzelnen Steuerbehörden berücksichtigen.
Genau aus diesem Grund muss der CFO das Budget-Narrativ ändern. Die Bereitstellung von Kapital für die Bereinigung von Stammdaten ist kein IT- und Compliance-Overhead. Es ist eine defensive Investition, die direkt den Cashflow sichert. Eine schlechte Datenqualität blockiert die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung (AP), stoppt die durchgängige automatisierte Verarbeitung (Straight-Through Processing – STP) und verlängert die Forderungslaufzeit (Days Sales Outstanding – DSO) erheblich.
Integrated Digital Trade (IDT) und die Evolution zu 5-Corner-Ökosystemen
Eine Rechnung existiert nicht im luftleeren Raum. Modernes E-Invoicing ist lediglich der „Anker“ für den integrierten digitalen Handel (Integrated Digital Trade – IDT). Führungskräfte sind an das traditionelle 4-Corner-Modell gewöhnt (bei dem der Sender über seinen Access Point an den Access Point des Käufers übermittelt, welcher die Daten an den Endkunden liefert).
Die neue Realität erzwingt Interoperabilität und macht den Weg frei für anspruchsvollere Architekturen:
- Das 5-Corner-Modell: Wird derzeit in mehreren Rechtsordnungen weltweit eingeführt. So setzen beispielsweise die VAE und Singapur auf Peppol-Standards, Frankreich nutzt eine „Y-Form“-Konfiguration mit PDPs und dem PPF, und Malaysia integriert Systeme für die Echtzeit-Validierung. Hier wird das marktgerechte 4-Corner-Setup um ein fünftes Element erweitert: einen Meldemechanismus, der spezifische semantische Daten extrahiert und direkt an die Steuerbehörde leitet, ohne den Fluss der Lieferkette zu unterbrechen.
- Erweiterte Ökosysteme (Supply Chain Finance & Logistik-Integration): Der heilige Gral des IDT. Dies stellt eine Evolution hin zum 6-Corner-Modell dar, bei dem die Rechnungs- und Steuerebene in Echtzeit mit Finanzinstituten (Banken für Factoring, Dynamic Discounting) und Logistik-Gateways verknüpft ist, die unter dem eFTI-Rahmenwerk (unter Nutzung von eCMR) arbeiten. Dieses vernetzte System bietet echten Schutz und Liquidität für die gesamte Lieferkette.
Der Marschplan für den Vorstand für die nächsten 90 Tage
E-Invoicing ist kein reines Buchhaltungsthema mehr – es ist ein Stresstest für den operativen Durchsatz eines Unternehmens. Um diesen Wandel erfolgreich zu meistern, empfehlen wir dem Management-Team, die folgenden Schritte zu priorisieren:
- Führen Sie ein Stammdaten-Audit durch: Überprüfen Sie die Integrität der Lieferanten- und Käuferdaten in den bestehenden ERP-Systemen rigoros.
- Planen Sie die Architektur für 2026–2030: Wechseln Sie von Point-to-Point-Integrationen zu einem einzigen, globalen E-Invoicing-Hub, der vollständig auf die ViDA-Richtlinie und globale Mandate vorbereitet ist.
- Hinterfragen Sie Dienstleister (RFP-Prozess): Fordern Sie den Nachweis ein, dass ein Anbieter in der Lage ist, einen „glocalen“ Ansatz abzubilden, echte Interoperabilität zu demonstrieren und den breiteren Umfang des Integrated Digital Trade (IDT) zu unterstützen.
- Binden Sie den Bereich Supply Chain ein: Erkennen Sie an, dass die E-Rechnung ab 2027 untrennbar mit digitalen Frachtdokumenten (eFTI) verknüpft sein wird.
- Ändern Sie das finanzielle Narrativ: Budgetieren Sie E-Invoicing-Lösungen explizit als Investitionen in die Notfallplanung (BCP) und als Mechanismen zur Sicherung des Cashflows.
Letzten Endes sollten sich Führungskräfte dieselbe Frage stellen, die auch auf der CUG-Konferenz aufgeworfen wurde: Steht E-Invoicing auf Ihrer strategischen Prioritätenliste direkt neben der Strom- und Kraftstoffversorgung, oder wartet es immer noch darauf, einen Bruchteil des CIO-Budgets zu ergattern?
Letzten Endes sollten sich Führungskräfte dieselbe Frage stellen, die auch auf der CUG-Konferenz aufgeworfen wurde: Steht E-Invoicing auf Ihrer strategischen Prioritätenliste direkt neben der Strom- und Kraftstoffversorgung, oder wartet es immer noch darauf, einen Bruchteil des CIO-Budgets zu ergattern?
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Sechs E-Invoicing-Trends, die Compliance und Finanzwesen 2026 prägen
In diesem Artikel erfahren Sie:
- Die wichtigsten globalen Trends, die den Markt für elektronische Rechnungsstellung prägen
- Die wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen bei der Anpassung an die Veränderungen und wie sie zu bewältigen sind
- Prognosen für das nächste Jahrzehnt der elektronischen Rechnungsstellung
Was ist elektronische Rechnungsstellung?
E-Invoicing ist der Austausch von Rechnungen in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format, das eine automatische Verarbeitung sowohl durch die Systeme des Absenders als auch des Empfängers ermöglicht.
Im Gegensatz zu PDFs oder gescannten Bildern, die eine manuelle Eingabe oder optische Erkennung erfordern, basieren echte elektronische Rechnungen auf Standards wie XML, UBL oder Factur-X, die ohne menschliches Zutun validiert, übertragen und archiviert werden können. Diese Unterscheidung ist entscheidend, da nur strukturierte elektronische Rechnungen eine vollständige Automatisierung, Compliance und Integration mit Finanz- und ERP-Systemen ermöglichen.
Die Ansätze zur elektronischen Rechnungsstellung unterscheiden sich von Land zu Land. In einigen Märkten müssen Rechnungen zur Validierung über eine staatliche Plattform geleitet werden (wie in Italiens SdI oder Polens zukünftigem KSeF), während sie in anderen über zertifizierte Anbieter oder Netzwerke wie Peppol ausgetauscht werden können. Trotz dieser Unterschiede bleibt das Grundprinzip dasselbe: E-Rechnungen müssen alle erforderlichen Steuer- und Transaktionsdaten in strukturierter Form enthalten, um ihre Rechtsgültigkeit, Sicherheit und Interoperabilität zu gewährleisten.
Wichtige globale Trends im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung1. Von manuell zu automatisiert: KI-gesteuerte Rechnungsstellung
KI hat Einzug in alle Branchen und Unternehmensfunktionen gehalten, und die elektronische Rechnungsstellung bildet da keine Ausnahme. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden in EDI- und E-Invoicing-Plattformen integriert, um Routineprozesse wie Dateneingabe, Validierung und Abgleich mit Bestellungen zu automatisieren und gleichzeitig die Betrugsbekämpfung und Compliance zu stärken.
Zu den wichtigsten Anwendungen gehören:
- Betrugserkennung: Algorithmen können verdächtige Rechnungen – wie Duplikate, ungewöhnliche Beträge oder unerwartete Lieferanten – sofort kennzeichnen, bevor sie in den Zahlungszyklus gelangen.
- Automatisierte Datenanreicherung: Eine der Funktionen von Comarch e-Invoicing ist KI-Anreicherung das historische Daten nutzt, um Rechnungsinhalte automatisch zu verbessern und sicherzustellen, dass Dokumente von staatlichen Plattformen korrekt verarbeitet und auf der Kreditorenseite schneller genehmigt werden.
- Prädiktive Analyse: Maschinelles Lernen kann historische Rechnungsdaten analysieren, um Anomalien zu identifizieren und potenzielle Betrugsversuche vorherzusagen.
Mit KI können all diese Prozesse schneller, genauer und autonomer abgewickelt werden, indem historische Daten herangezogen werden, anstatt sich auf komplexe manuelle Konfigurationen zu verlassen. Für Finanzteams bedeutet dies weniger manuelle Eingriffe – was zu schnelleren Zahlungen, einem verbesserten Cashflow und stärkeren Beziehungen zu Lieferanten führt. Für Unternehmen insgesamt bedeutet dies geringere Kosten, weniger Fehler und eine größere Skalierbarkeit – insbesondere angesichts steigender Rechnungsvolumina und strengerer Compliance-Anforderungen.
2. E-Rechnungen werden obligatorisch: Der globale regulatorische Wandel
Der vielleicht entscheidendste Trend im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung ist die rasche Ausweitung staatlicher Vorschriften. Was einst als freiwillige Initiative begann, wird nun in immer mehr Regionen zu einer gesetzlichen Verpflichtung, da die Steuerbehörden auf Echtzeit-Transparenz bei Geschäftstransaktionen drängen.
- In Europa führen Länder wie Italien, Frankreich, Polen und Deutschland im Rahmen der umfassenderen EU-Initiative „VAT in the Digital Age” (ViDA) schrittweise B2B-Vorschriften ein.
- In Lateinamerika sind Clearance-Modelle seit langem der Standard, wobei Mexiko, Brasilien und Chile bewiesen haben, dass die obligatorische elektronische Rechnungsstellung die Steuerhinterziehung drastisch reduzieren kann. Die Region entwickelt sich weiter, wobei eine Ausweitung der Vorschriften auf neue Dokumenttypen und B2C-Transaktionen erwartet wird.
- Im Nahen Osten führen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate eine strukturierte elektronische Rechnungsstellung ein, um die Einhaltung der Mehrwertsteuerpflicht zu stärken, wobei die Vereinigten Arabischen Emirate auch eine Ausweitung der Verpflichtung auf B2C-Transaktionen anstreben.
- Im asiatisch-pazifischen Raum streben Singapur, Malaysia und Indien landesweite Rahmenwerke an.
Für international tätige Unternehmen bedeutet dieser Wandel, dass sie mit einer Vielzahl von Vorschriften, Fristen und Formaten Schritt halten müssen. Frühe Anwender profitieren bereits von einer besseren Compliance und Effizienz, während diejenigen, die zögern, Strafen und Betriebsstörungen riskieren.
3. Vereinheitlichung der Finanzsysteme: Cloud- und ERP-Integration
Da sich die Vorschriften für die elektronische Rechnungsstellung in den einzelnen Ländern vermehren, sind fragmentierte Finanzsysteme zu einem ernsthaften Hindernis geworden. Viele Unternehmen betreiben mehrere ERP- oder Buchhaltungsplattformen in verschiedenen Regionen und Geschäftsbereichen, um für jeden Markt die am besten geeignete Lösung zu nutzen. Dies mag zwar wie eine effektive Strategie erscheinen, macht jedoch die Einhaltung der lokalen Vorschriften für die elektronische Rechnungsstellung komplexer und kostspieliger.
Cloud-basierte Lösungen für die elektronische Rechnungsstellung schließen diese Lücke, indem sie als zentrale Drehscheibe fungieren, verschiedene ERP-Systeme integrieren und den Rechnungsfluss harmonisieren. Anstatt für jedes Land oder System separate Lösungen zu entwickeln, können Unternehmen eine einzige Verbindung zu einem Anbieter herstellen, der überall für Compliance sorgt.
Das Ergebnis ist mehr Effizienz, Transparenz und Kontrolle: Rechnungen fließen nahtlos zwischen den Systemen, regulatorische Aktualisierungen werden zentral verwaltet und Finanzteams können globale Vorgänge über ein einziges Dashboard überwachen.
4. Standardisierung der Rechnungsstellung: Von PDFs zu strukturierten Formaten
Ein wichtiger Trend im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung ist die weltweite Abkehr von PDFs hin zu strukturierten, maschinenlesbaren Formaten. PDFs sehen zwar digital aus, verhalten sich aber immer noch wie Papier und erfordern eine manuelle Dateneingabe oder OCR-Scans. Strukturierte Formate wie XML, UBL und Factur-X ermöglichen eine vollständige Automatisierung, Echtzeit-Validierung und nahtlose Integration in ERP-Systeme.
Regierungen beschleunigen diesen Trend, indem sie in ihren Vorgaben bestimmte Rechnungsformate festlegen. So verlangt Frankreich beispielsweise Factur-X oder UBL, Polen setzt sein KSeF XML durch und Malaysia verwendet sowohl UBL als auch JSON. Viele Länder schreiben auch XML in bestimmten nationalen Varianten vor, wie beispielsweise Thailands EDTA XML, Saudi-Arabiens ZATCA XML oder Mexikos Format, das von der Steuerbehörde SAT definiert wurde. Einige Länder nutzen auch Peppol als einen der Austauschkanäle, was zur Verbesserung der Interoperabilität beiträgt. Durch die Standardisierung der Formate erhalten die Behörden nicht nur einen besseren Überblick über die Transaktionen, sondern helfen auch den Unternehmen, die Einhaltung der Vorschriften über Grenzen hinweg zu optimieren.
5. Kontinuierliche Überwachung: Freigabemodelle und Echtzeit-Berichterstattung
Mit dem Aufkommen von Continuous Transaction Controls (CTCs) wandelt sich die elektronische Rechnungsstellung von einem periodischen, rückwirkenden Prozess zu einer kontinuierlichen Anforderung. Im Rahmen von CTCs müssen Unternehmen Rechnungsdaten in Echtzeit oder nahezu in Echtzeit an die Steuerbehörde übermitteln, oft vor oder während des Austauschs der Rechnung mit ihren Handelspartnern.
Zwei Hauptansätze dominieren diesen Trend:
- Freigabemodell: Die strengste Form der CTC, die in Lateinamerika eingeführt wurde. In diesem System muss eine Rechnung von der Steuerbehörde validiert werden, bevor sie den Käufer erreicht. Länder wie Mexiko, Brasilien und Chile wenden dieses Modell seit Jahren an, und es verbreitet sich nun weltweit, wobei Italien es bereits einsetzt und Polen sich darauf vorbereitet, diesem Beispiel zu folgen. Die Freigabe verschafft den Behörden sofortige Transparenz in Bezug auf die Umsatz en und trägt dazu bei, Mehrwertsteuerlücken zu schließen, erfordert jedoch eine enge Integration der Unternehmen in die offiziellen Plattformen.
- Echtzeit-Berichterstattung: Eine einfachere Alternative zur Freigabe. Bei diesem Modell können Rechnungen direkt an die Käufer gesendet werden, aber wichtige Daten müssen gleichzeitig oder innerhalb weniger Stunden an die Steuerbehörde gemeldet werden. Dieses Modell wird bereits in Spanien über das SII-System und in Ungarn über die RTIR-Plattform eingesetzt. Beide Modelle ermöglichen den Behörden eine nahezu sofortige Überwachung, ohne dass sie als Vermittler in der Transaktion auftreten müssen.
6. Die Sicherheitsanforderung: Schutz digitaler Rechnungen
Rechnungen enthalten sensible Informationen – Unternehmenskennungen, Bankdaten, Steuerdaten – die sie zu einem attraktiven Ziel für Cyberangriffe und Betrug machen. Die Regierungen reagieren darauf mit strengen Anforderungen an Datenintegrität, Authentizität und sichere Übertragung. So schreibt die EU beispielsweise die Verwendung digitaler Signaturen oder Siegel vor, um die Herkunft nachzuweisen und Manipulationen zu verhindern, während nationale Plattformen häufig verschlüsselte API-Verbindungen verlangen.
Da Rechnungsdaten sofort zwischen ERP-Systemen, Dienstleistern und Steuerbehörden übertragen werden, müssen sich Unternehmen vor Phishing, Rechnungsbetrug und Systemverletzungen schützen. Moderne E-Invoicing-Plattformen begegnen diesem Problem mit End-to-End-Verschlüsselung, sicherer Authentifizierung, Anomalie Erkennung und KI-basierter Betrugsüberwachung – und helfen Unternehmen so, die Compliance zu wahren und gleichzeitig ihren Cashflow und ihren Ruf zu schützen.
Wichtige Herausforderungen und wie man sie bewältigtAnfängliche Investitionskosten
Eines der größten Hindernisse für die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung sind die Vorlaufkosten für die Implementierung. Neue Software, ERP-Integration, Prozessumgestaltung und Mitarbeiterschulungen können kostspielig und störend sein. Dies führt oft dazu, dass Unternehmen die Umstellung aufschieben, selbst wenn die Fristen für die Einhaltung der Vorschriften näher rücken.
Die Lösung: Diese Investitionen mögen teuer erscheinen, zahlen sich aber in der Regel schnell aus. Durch die Reduzierung manueller Arbeit, die Beschleunigung von Genehmigungen und die Minimierung von Fehlern generiert die elektronische Rechnungsstellung langfristige Einsparungen, die die Anfangskosten bei weitem übersteigen. Anbieter wie Comarch helfen Unternehmen bei der Optimierung ihrer Kapitalrendite, indem sie skalierbare Lösungen anbieten, die sich an das Wachstum des Unternehmens und sich ändernde Vorschriften anpassen.
Regulatorische Komplexität in verschiedenen Regionen
Die globale Landschaft der elektronischen Rechnungsstellung ist fragmentiert. Jedes Land definiert seine eigenen Formate, Plattformen und Fristen, was zu einem Flickenteppich von Compliance-Anforderungen führt. Für multinationale Unternehmen bedeutet dies, dass sie mit sich ändernden Steuervorschriften, neuen Vorschriften und sich verschiebenden Fristen Schritt halten müssen – und gleichzeitig Rechnungen in verschiedene Formate konvertieren und Dutzende von Vorschriften gleichzeitig jonglieren müssen.
Die Lösung: Eine zentrale Plattform – wie Comarch E-Invoicing – vereinfacht dies, indem sie die Einhaltung der Vorschriften in über 60 Ländern sicherstellt. Sie übernimmt automatisch Formatkonvertierungen, verfolgt gesetzliche Änderungen und verwaltet die erforderlichen Zertifizierungen – und hilft Unternehmen so, die Vorschriften einzuhalten, ohne dass sie ständig manuelle Kontrollen durchführen müssen.
Interner Widerstand gegen die digitale Transformation
Selbst wenn die Technologie bereit ist, sind die Menschen möglicherweise noch nicht so weit. Viele Finanzteams sind an papier- oder PDF-basierte Prozesse gewöhnt und zögern, auf strukturierte E-Rechnungen umzusteigen. Bedenken hinsichtlich Störungen, mangelnde technische Fachkenntnisse oder Angst vor Veränderungen führen oft zu Widerstand innerhalb des Unternehmens und verlangsamen digitale Transformationsprojekte.
Die Lösung: Eine klare Kommunikation der Vorteile ist entscheidend. Wenn Sie aufzeigen, wie E-Rechnungen den manuellen Aufwand reduzieren, Zahlungen beschleunigen und Fehlerquoten senken, können Sie die Akzeptanz in allen Teams erhöhen. Ebenso wichtig ist die Auswahl eines Anbieters mit benutzerfreundlichen Plattformen, Schulungen und lokalem Support. Comarch unterstützt Unternehmen beispielsweise mit mehrsprachigen Service-Desks und intuitiven Tools, die den Übergang reibungsloser und die Einführung schneller machen.
Ausblick: Das nächste Jahrzehnt der elektronischen Rechnungsstellung
Das nächste Jahrzehnt wird eine noch tiefgreifendere Veränderung im Austausch von Finanzdaten zwischen Unternehmen mit sich bringen. Dabei sind mehrere Entwicklungen besonders hervorzuheben:
- Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter: In der EU wird die ViDA-Initiative die Melde- und E-Rechnungsstellungsvorschriften in den Mitgliedstaaten harmonisieren und Unternehmen zu einem einheitlichen Compliance-Rahmen veranlassen.
- Digitalisierung verwandter Prozesse: Über die Rechnungsstellung hinaus wird sich die Digitalisierung auf verwandte Prozesse wie eCRM, eFTI und DBNA in den USA ausweiten und vollständig integrierte digitale Ökosysteme schaffen.
- Wichtigere Rolle der KI: KI wird ihre Rolle von der Automatisierung der Validierung und Betrugserkennung auf die Bereitstellung von Vorhersagen, Cashflow-Prognosen und Entscheidungshilfen für Finanzverantwortliche ausweiten.
- Globale Ausweitung der E-Rechnungsstellungspflicht: Regierungen auf der ganzen Welt führen die obligatorische E-Rechnungsstellung ein, um die Mehrwertsteuerlücke zu schließen und ihre Volkswirtschaften weiter zu digitalisieren.
- Verlagerung hin zu kontinuierlichen Transaktionskontrollen (CTC): Clearance-Modelle werden nach und nach durch CTC- und E-Reporting-Systeme ersetzt, die den Steuerbehörden über staatliche oder vorgeschriebene Plattformen nahezu Echtzeit-Transparenz und eine bessere Kontrolle über den gesamten Procure-to-Pay- (P2P) und Order-to-Cash- (O2C) Zyklus ermöglichen.
- Blockchain-Technologie: Blockchain kann der elektronischen Rechnungsstellung eine neue Ebene der Sicherheit und Transparenz verleihen. Durch die Erfassung von Rechnungen in einem unveränderlichen Hauptbuch können Daten nicht manipuliert werden, wodurch das Risiko von Betrug und Unstimmigkeiten verringert wird. Alle autorisierten Parteien haben Zugriff auf dieselben Informationen, was insbesondere im grenzüberschreitenden Handel, wo Vertrauen von entscheidender Bedeutung ist, von großem Wert ist.
- IoT-gesteuerte Rechnungsstellung: In der Logistik und Fertigung könnte der zunehmende Einsatz von IoT-Technologien – wie intelligente Zähler, Sensoren oder RFID – dazu führen, dass die Rechnungserstellung automatisch ausgelöst wird, wenn Waren geliefert oder vordefinierte Meilensteine erreicht werden. Diese Entwicklung verspricht eine Reduzierung des manuellen Aufwands, eine Verbesserung der Genauigkeit und eine Beschleunigung der Abrechnungsprozesse.
Compliance als Chance
Die elektronische Rechnungsstellung entwickelt sich schnell von einer Option zu einem globalen Standard. Regierungen setzen strenge Fristen, und Unternehmen, die bis zum letzten Moment warten, riskieren Störungen. Eine frühzeitige Einführung erleichtert nicht nur die Einhaltung der Vorschriften, sondern gibt Unternehmen auch mehr Zeit, die elektronische Rechnungsstellung reibungslos in ihre Prozesse zu integrieren und von allen damit verbundenen Vorteilen zu profitieren.
Wie diese Trends deutlich zeigen, ist die elektronische Rechnungsstellung nicht der letzte Schritt, sondern vielmehr die Grundlage für eine umfassendere digitale Wirtschaft, die Effizienz, Transparenz und intelligentere Entscheidungen ermöglicht und gleichzeitig die Tür für kommende Innovationen wie KI-gesteuerte Automatisierung oder Blockchain-basierte Sicherheit öffnet.
Um diesen Veränderungen einen Schritt voraus zu sein, erfahren Sie, wie Comarch e-Invoicing Ihrem Unternehmen helfen kann, die Compliance in über 60 Ländern sicherzustellen, Abläufe zu optimieren und sich auf die Zukunft der digitalen Finanzwelt vorzubereiten.
Häufig gestellte Fragen
1. Was versteht man unter Trends im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung?
Trends im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung beziehen sich auf die wichtigsten Veränderungen, die den weltweiten Austausch und die Verwaltung von Rechnungen prägen. Dazu gehören die Zunahme staatlicher Vorschriften, der Übergang von PDF-Dateien zu strukturierten Formaten, der verstärkte Einsatz von Automatisierung und KI, die Steuerberichterstattung in Echtzeit sowie ein stärkerer Fokus auf Cybersicherheit und Systemintegration.
2. Welche Länder sind führend bei der Umstellung auf elektronische Rechnungsstellung?
Lateinamerikanische Länder wie Mexiko, Brasilien und Chile sind Vorreiter und haben bereits seit Jahren Clearing-Modelle eingeführt. In Europa hat Italien bereits die obligatorische elektronische Rechnungsstellung im B2B-Bereich eingeführt, während Frankreich und Polen die landesweite Einführung vorbereiten. Im Nahen Osten sind Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate auf dem Vormarsch, und in Asien machen Länder wie Indien, Singapur und Malaysia rasche Fortschritte.
3. Welche Technologien beeinflussen die Trends im Bereich der elektronischen Rechnungsstellung?
Zu den wichtigsten Technologien gehören KI und maschinelles Lernen für Automatisierung und Betrugserkennung, cloudbasierte Plattformen für die ERP-Integration, standardisierte Formate wie XML, UBL und Factur-X sowie Netzwerke wie Peppol für grenzüberschreitende Interoperabilität. Auch neue Technologien wie Blockchain und IoT werden voraussichtlich die Zukunft der elektronischen Rechnungsstellung prägen, indem sie für mehr Vertrauen, Rückverfolgbarkeit und Automatisierung sorgen.
4. Was sind die Vorteile der Einführung der elektronischen Rechnungsstellung?
Zu den Vorteilen gehören weniger Fehler, eine schnellere Bearbeitung, geringere Kosten, schnellere Zahlungen und eine bessere Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Die elektronische Rechnungsstellung verbessert auch die Transparenz des Cashflows, reduziert das Betrugsrisiko und legt den Grundstein für eine umfassendere digitale Transformation aller Finanzprozesse.
5. Wie können sich Unternehmen auf die bevorstehenden Vorschriften zur elektronischen Rechnungsstellung vorbereiten?
Der beste Ansatz ist, frühzeitig zu beginnen: Bewerten Sie die aktuellen Rechnungsstellungsprozesse, machen Sie sich mit den lokalen Vorschriften vertraut und wählen Sie eine Lösung, die sich auf mehrere Regionen skalieren lässt. Die Zusammenarbeit mit einem globalen Anbieter wie Comarch E-Invoicing gewährleistet die Einhaltung der Vorschriften in über 60 Ländern, vereinfacht die Integration in ERP-Systeme und hält Unternehmen für zukünftige Veränderungen bereit.
Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Comarch AG
Riesstraße 16
80992 München
Telefon: +49 (89) 14329-0
Telefax: +49 (89) 14329-1114
https://www.comarch.de
Senior Product Marketing Specialist E-Invoicing
E-Mail: anja.fuhrmann@comarch.de
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Sicherer E-Invoicing-Anbieter gesucht? Comarch nennt 6 kritische Auswahlfaktoren
1. Globale Compliance und Anbindung an Steuerbehörden
Steuervorschriften sind stark lokalisiert und entwickeln sich ständig weiter. Compliance ist ein bewegliches Ziel, das ständige Wachsamkeit erfordert.
Erstklassige E-Invoicing-Dienstleister verfügen über aktive Zertifizierungen und direkte Verbindungen zu globalen Steuerbehörden, um Ihr Unternehmen jederzeit vollkommen regelkonform zu halten. Ihr Partner muss nicht nur als zertifizierter Peppol Access Point fungieren, sondern auch über Live-Verbindungen zu Regierungsplattformen weltweit verfügen, darunter:
- Polen (KSeF)
- Frankreich (PA/PDP)
- Italien (SdI)
- Rumänien (RO e-Factura/ANAF)
- Saudi-Arabien (Fatoora/ZATCA)
- Ägypten (ETA)
- Die Vereinigten Arabischen Emirate (FTA)#
- Malaysia (MyInvois)
- Singapur (InvoiceNow)
- Indien (IRP)
Sie müssen zudem über nachweisbare Erfahrung im Umgang mit komplexen Clearance- und Meldemodellen in Regionen wie Lateinamerika, Asien und Europa verfügen.
Geben Sie sich nicht mit einem lokalen Anbieter zufrieden, wenn Ihr Unternehmen internationale Aktivitäten oder Ambitionen hat. Ihr Anbieter muss seine Systeme proaktiv aktualisieren, um neue gesetzliche Anforderungen widerzuspiegeln. Dies schützt Ihre Finanzabteilung vor kostspieligen Strafen wegen Nichteinhaltung und vor operativen Störungen.
Globale Compliance bedeutet, die Nuancen des französischen Chorus Pro-Systems genauso gut zu verstehen wie das polnische KSeF-Mandat.
2. Kompromisslose Cybersicherheitsmaßnahmen
Rechnungen enthalten hochsensible kommerzielle Daten. Dazu gehören vertrauliche Preisstrukturen, Lieferantendetails und Bankkontonummern.
Da Finanzdaten ein Hauptziel für böswillige Akteure sind, muss Ihre gewählte Plattform unter den strengsten Cybersicherheitsprotokollen auf Enterprise-Niveau arbeiten. Bei der Bewertung von E-Invoicing-Anbietern müssen Sie deren Sicherheitsinfrastruktur strengstens unter die Lupe nehmen.
Achten Sie auf ISO 27001-Zertifizierungen, SOC 2-Compliance und eine umfassende Datenverschlüsselung sowohl bei der Übertragung (in transit) als auch bei der Speicherung (at rest). Es wird dringend empfohlen, mit einem Anbieter zusammenzuarbeiten, der eine fortschrittliche, adaptive Authentifizierungssuite integriert, um sicherzustellen, dass nur autorisiertes Personal auf Ihre Rechnungs-Dashboards zugreifen kann.
Ein Anbieter, der seine eigenen Rechenzentren besitzt und betreibt, bietet oft ein deutlich höheres Sicherheitsniveau als ein Anbieter, der das Hosting an öffentliche Clouds von Drittanbietern auslagert.
3. Nahtlose ERP-Integrationsfähigkeiten
Ein elektronisches Rechnungssystem, das isoliert von Ihren Kerngeschäftsanwendungen läuft, wird nur neue operative Engpässe schaffen.
Eine sichere und effiziente E-Invoicing-Lösung muss sich nahtlos in Ihr bestehendes ERP-System integrieren lassen, um einen reibungslosen Datenaustausch zu ermöglichen. Unabhängig davon, ob Ihr Unternehmen SAP, Microsoft Dynamics, Oracle, Comarch ERP oder proprietäre Altsysteme (Legacy-Systeme) nutzt, muss der Anbieter robuste Programmierschnittstellen (APIs) und bewährte Middleware-Lösungen anbieten.
Diese tiefe Integration stellt sicher, dass Rechnungsdaten automatisch von Ihren Beschaffungsmodulen direkt an die Steuerbehörden und zurück an Ihre Kreditorenbuchhaltung fließen. Die manuelle Dateneingabe muss eliminiert werden.
Wenn die Integration makellos ist, verzeichnen Unternehmen eine drastische Reduzierung von Verarbeitungsfehlern und einen erheblich verkürzten Rechnungsfreigabezyklus.
4. Skalierbarkeit und Abwicklung hoher Dokumentenvolumina
Großunternehmen verarbeiten jährlich Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Dokumenten. Ihr E-Invoicing-Anbieter muss über die technische Architektur verfügen, um massive Spitzen im Datenvolumen ohne Latenzen oder Systemausfälle zu bewältigen.
Die Skalierbarkeit stellt sicher, dass Ihre Infrastruktur für den elektronischen Dokumentenaustausch bei einem Wachstum Ihres Unternehmens durch Übernahmen oder Marktexpansion nicht unter der erhöhten Last zusammenbricht. Fragen Sie potenzielle Anbieter nach ihrem maximalen Durchsatz und ihrer historischen Verfügbarkeit (Uptime).
Ein Service Level Agreement (SLA), das eine hervorragende Verfügbarkeit garantiert, ist der Branchenstandard, den Sie einfordern sollten. Die Plattform muss zudem mehrere Dokumentenformate unterstützen. Dies ermöglicht es Ihnen, komplexe interne Dateien nahtlos in die spezifischen XML- oder JSON-Formate zu konvertieren, die von den verschiedenen regionalen Steuer-Clearance-Portalen verlangt werden.
Leistung unter Druck unterscheidet reine Anbieter von E-Invoicing-Lösungen von echten Enterprise-Partnern.
5. Fortgeschrittene künstliche Intelligenz und Automatisierung
Der wahre Wert der Digitalisierung geht über die einfache steuerliche Compliance hinaus. Moderne Finanzabteilungen verlassen sich auf fortschrittliche Automatisierung, um langwierige administrative Aufgaben zu rationalisieren.
Führende Anbieter gehen über eine regelbasierte Automatisierung hinaus, indem sie KI einbetten, die Daten aus unstrukturierten Dokumenten extrahiert, Verarbeitungsengpässe vorhersagt und die Genauigkeit verbessert, indem sie aus Ihrer Transaktionshistorie lernt. Routineaufgaben wie Datenvalidierung, Format-Mapping und Fehlerbehandlung stützen sich auf Standardautomatisierung, wodurch das Risiko minimiert wird, dass Steuerbehörden Ihre Dokumente aufgrund von Formatierungsfehlern oder fehlenden Feldern ablehnen.
KI-gestützte Algorithmen können Anomalien in Rechnungsdaten erkennen und potenziellen Betrug oder doppelte Rechnungen sofort melden. Durch den Einsatz anspruchsvoller KI-Management-Tools können Unternehmen ihre Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung in hochgradig optimierte, strategische Einheiten verwandeln, anstatt sie rein reaktiv agieren zu lassen.
Intelligente Automatisierung ist der Schlüssel zur Senkung der Kosten pro Rechnung.
6. Umfassende Archivierung und Datenabruf
Steuerbehörden verlangen von Unternehmen in der Regel, Rechnungen je nach Rechtsraum 5 bis 10 Jahre lang aufzubewahren. Daher ist eine sichere digitale Archivierung ein nicht verhandelbares Merkmal für jede Unternehmenslösung.
Ihr Anbieter muss ein gesetzeskonformes elektronisches Archiv anbieten, das die Integrität, Authentizität und Lesbarkeit jedes gespeicherten Dokuments über den gesamten erforderlichen Aufbewahrungszeitraum garantiert. Das Archiv muss leicht durchsuchbar sein, sodass Prüfer oder interne Finanzkontrolleure bestimmte historische Rechnungen innerhalb von Sekunden abrufen können.
Erweiterte Suchfilter und granulare Zugriffskontrollen sind wesentliche Funktionen. Diese schützen Ihre archivierten Daten vor unbefugter interner Einsichtnahme, während sie für externe Betriebsprüfer bei offiziellen Prüfungen vollständig transparent und zugänglich bleiben.
Die Risiken bei der Wahl des falschen Anbieters verstehen
Die Auswahl eines unzureichenden Anbieters hat schwerwiegende finanzielle und operative Konsequenzen, die über Jahre hinweg in Ihrem gesamten Unternehmen nachhallen können.
Unternehmen, die mit nicht zertifizierten oder technologisch eingeschränkten Anbietern zusammenarbeiten, sehen sich häufig mit unerwarteten Ausfallzeiten, verzögerten Lieferantenzahlungen und erheblichen Geldstrafen von lokalen Steuerbehörden konfrontiert. Darüber hinaus zwingt ein Anbieter mit schwachen Integrationsfähigkeiten Ihr Team dazu, auf manuelle Behelfslösungen zurückzugreifen.
Dies verfehlt den Zweck der digitalen Transformation vollständig. Es ist auch von entscheidender Bedeutung, die langfristige finanzielle Stabilität des Anbieters zu berücksichtigen. Wenn ein kleiner, lokaler Anbieter sein Geschäft aufgibt, kann die Migration Ihrer historischen Archive und der Aufbau neuer Verbindungen zu den Steuerbehörden Hunderttausende von Dollar kosten. Zudem kann dies Ihre Lieferkette über Monate hinweg stören.
Warum Comarch die vertrauenswürdige Wahl für globale Unternehmen ist
Sich in der komplexen Landschaft der digitalen Steuer-Compliance zurechtzufinden, erfordert einen Partner mit jahrzehntelanger, nachgewiesener Expertise und globaler Reichweite.
Comarch hebt sich von globalen E-Invoicing-Anbietern ab, indem es ein durchgängiges, proprietäres Ökosystem bietet, das kontinuierliche Compliance, kompromisslose Sicherheit und unendliche Skalierbarkeit garantiert. Mit über 25 Jahren Erfahrung im Business-to-Business-Datenaustausch verarbeitet Comarch jährlich Milliarden von Dokumenten für einige der weltweit größten Marken aus den Bereichen Einzelhandel, Telekommunikation und Fertigung.
Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern betreibt Comarch seine eigenen hochsicheren, global verteilten Rechenzentren. Dies stellt sicher, dass Ihre sensiblen Finanzinformationen niemals mit ungeprüften Dritten geteilt werden.
Unsere dedizierte E-Invoicing-Plattform wird kontinuierlich von einem internen Team aus Rechts- und Technikexperten aktualisiert, die die globalen Steuermandate täglich überwachen. Ob Sie einen akkreditierten Partner für das französische Chorus Pro-System, einen zertifizierten Peppol Access Point oder eine direkte Verbindung zu bevorstehenden regionalen Mandaten benötigen – Comarch bietet eine einzige, einheitliche Plattform für all Ihre globalen operativen Anforderungen.
Kontaktieren Sie unsere Experten und stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen auf die Zukunft der digitalen Finanzwelt vorbereitet ist.
Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Comarch AG
Riesstraße 16
80992 München
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E-Mail: anja.fuhrmann@comarch.de
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Comarch ERP Enterprise wird eigenständige Geschäftseinheit – mit neuem Führungsteam und klarem KI-Fokus
Comarch ERP Enterprise ist eine vollständig cloud-fähige ERP-Lösung für mittelständische Fertigungs- und Handelsunternehmen und zählt zu den zentralen Wachstumsfeldern der Comarch-Gruppe. Die ergänzenden Lösungen für Business Process Management (BPM), Business Intelligence (BI), Point of Sale (POS) und Webshop bleiben fester Bestandteil des Portfolios.
„Mit einer eigenen Geschäftseinheit für Comarch ERP Enterprise setzen wir ein klares Zeichen: Wir investieren in unsere vielversprechendsten Produkte, Kunden und Partner, um den langfristigen Erfolg von Comarch international zu sichern.
DACH, Frankreich und CEE bilden dabei unsere strategischen Kernmärkte, denen unsere Investitionen in den kommenden Jahren konsequent gelten werden. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern gestalten wir dort die nächste Generation intelligenter ERP-Lösungen.“
— Jarosław Mikos, CEO der Comarch SA
Neues Führungsteam an der Spitze
Die neue Geschäftseinheit wird von vier erfahrenen Führungspersönlichkeiten geleitet:
- Jannis Roser – Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer: Bringt umfassende Expertise in B2B-Software, SaaS und Unternehmenswachstum mit, unter anderem aus langjähriger Tätigkeit beim ERP-Anbieter Unit4. Er verfügt über Investorenerfahrung sowie operative Erfahrung in der internationalen Skalierung von SaaS- und KI-Geschäftsmodellen. Schwerpunkt: Ausbau der KI-Kompetenzen und Weiterentwicklung innovativer Lösungen für Kunden.
- Peter Cholewinski – Chief Technology and Product Officer (Vorstand): Verantwortet Technologie und Produkt mit Fokus auf generative und agentische KI. Über 20 Jahre Erfahrung, zuletzt bei QuantumBlack (McKinsey & Company), zuvor u. a. als COO der Line of Business Finance bei SAP sowie bei Google und der Deutschen Bahn.
- Robin Mathar – Head of Customer Value Journey (PreSales & Customer Success): Gestaltet die Customer Value Journey über das ERP-Portfolio hinweg – von PreSales über Customer Success bis Go-to-Market. Zuvor bei Unit4 (Solution Consulting, Buyer Enablement) und beim ERP-Anbieter weclapp.
- Maria Filipiak – Chief Marketing Officer: Expertin für Markenführung und -kommunikation mit internationaler Erfahrung in den USA und Europa. Bislang Corporate Communications Director bei Comarch; baut nun die Beziehungen zu Neu- und Bestandskunden weiter aus.
- Sebastian Jung – Head of Sales & Partner: Verantwortet Direktvertrieb und Partnergeschäft mit dem Ziel, beide Kanäle eng zu verzahnen. Über 15 Jahre Erfahrung im Aufbau von Vertriebsstrukturen und Partner-Ökosystemen, zuletzt als Senior Lead Channel Sales bei Forterro, zuvor als Director Partner Management bei einem Cloud-ERP-Anbieter. Schwerpunkt: Ausbau des Partnernetzwerks für spürbaren Kundennutzen.
Mit dem Wechsel scheidet Frank Siewert, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Comarch AG, aus dem Unternehmen aus. Comarch dankt ihm für seinen prägenden Beitrag zum Aufbau des DACH-Geschäfts und wünscht ihm für seine kommenden Vorhaben alles Gute.
Was die Neuaufstellung bewirkt
Kürzere Entscheidungswege, schnellere Innovationszyklen und ein klarer Investitionsfokus auf Comarch ERP Enterprise und die integrierten Zusatzlösungen: Bestands- und Neukunden profitieren von einem vergrößerten, fokussierten Team und einer konsequenten Ausrichtung auf KI-gestützte ERP-Funktionen für den Mittelstand.
Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst Business-Software für mittelständische und große Unternehmen, darunter ERP, Financials, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), Business Intelligence (BI), Point of Sale (POS) und Webshop-Lösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz und investiert jährlich intensiv in Forschung & Entwicklung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) ist Comarch an acht Standorten mit rund 250 Mitarbeitern vertreten.
Comarch AG
Riesstraße 16
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Telefon: +49 (89) 14329-0
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E-Mail: daniel.koenig@comarch.de
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Ein Dokumentenfluss für alle Kanäle: Comarch zu B2B, B2C und B2G auf einer Plattform
- Die meisten Unternehmen teilen die Rechnungsstellung für B2B, B2C und B2G auf drei separate Plattformen auf und zahlen die Integrationskosten dann für immer in Form von Abstimmungen, Fehlern und Audit-Risiken.
- Ein einheitlicher Dokumentenfluss nutzt ein einziges Schema, eine einzige Validierungs-Engine und ein einziges Archiv; alle drei Kanäle teilen sich dasselbe Rückgrat (Backbone).
- Ein-Plattform-Setups markieren Datenunstimmigkeiten, bevor Rechnungen das System verlassen, reduzieren den Abstimmungsaufwand und verkürzen die Audit-Vorbereitung.
Regulatorische Updates werden einmal für alle Kanäle bereitgestellt, anstatt drei parallele Anbieterprojekte auszulösen. - Die Dokumentation des Prozessflusses schrumpft zu einer einzigen Quelle der Wahrheit (Single Source of Truth), die bei der Weiterentwicklung der Plattform aktuell bleibt.
Drei Teams, drei Plattformen, drei Sätze von Validierungsregeln: So handhaben die meisten Finanzabteilungen die Rechnungsstellung heute. B2B-Verkäufe laufen über ein Tool, B2C-Aufträge über ein anderes und B2G-Mandate über ein drittes. Jedes betreibt sein eigenes Datenmodell und seinen eigenen Audit-Trail, mit einem Implementierungs-Backlog, das nicht geteilt wird. Die Kosten zeigen sich in Abstimmungsstunden, Integrationsschulden und der Compliance-Arbeit, die jedes Mal dreimal anfallen muss, wenn ein neues Mandat in Kraft tritt. Der Dokumentenfluss muss nicht so funktionieren.
Was der Dokumentenfluss tatsächlich abdeckt
Bei der Rechnungsstellung ist der Dokumentenfluss der vollständige Lebenszyklus jeder Rechnung, von der Ausstellung und Validierung über die Übermittlung und den Empfang bis hin zur Abstimmung und Langzeitarchivierung. Jeder Schritt generiert Daten. Jede Übergabe zwischen Systemen ist eine Chance für diese Daten, voneinander abzuweichen.
Die Trennung der Rechnungsstellungskanäle dupliziert den Lebenszyklus dreimal. Eine B2B-Gutschrift folgt einem einzigen Pfad durch eine einzige Plattform. Ein B2C-Beleg folgt einem anderen. Ein B2G-Mandat läuft auf einem dritten, oft mit völlig unterschiedlicher Validierungslogik, Übertragungsprotokollen und Aufbewahrungsregeln.
Der operative Schmerz potenziert sich von da an. Drei Lebenszyklen bedeuten drei Sätze von Prozessflussdokumentationen, drei Monitoring-Tools und drei Audit-Trails, die abgestimmt werden müssen, wann immer etwas schiefgeht. Die Arbeit summiert sich nicht; sie multipliziert sich.
Warum drei Plattformen zu drei Problemen werden
Die Kosten einer fragmentierten Rechnungsstellung sind strukturell. Jede duplizierte Plattform verursacht Integrationskosten, Abstimmungsaufwand und das Risiko von Abweichungen. Daten, die in drei verschiedenen Schemata gespeichert sind, lassen sich selten sauber abgleichen, und die Arbeit zur Abstimmung lastet gleichermaßen auf der Finanzabteilung und der IT.
Bei der Compliance wird die Fragmentierung am gefährlichsten. Wenn das EU-Paket „Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter“ (VAT in the Digital Age / ViDA) schrittweise eingeführt wird oder ein Land ein neues Mandat zur Echtzeit-Berichterstattung hinzufügt, benötigt jede Plattform ihren eigenen Update-Plan. Das bedeutet, drei Anbieter-Roadmaps mit drei Implementierungszeitplänen zu koordinieren, und mindestens eine neigt dazu, sich zu verzögern. In jedem gegebenen Moment ist die Plattform, die im Verzug ist, genau diejenige, nach der Auditoren zuerst fragen werden.
Es gibt auch den Audit-Blickwinkel. Auditoren möchten eine einzelne Rechnung von der Ausstellung bis zum Archiv zurückverfolgen können, ohne den Pfad mühsam aus Screenshots, Exporten und E-Mail-Verläufen rekonstruieren zu müssen. Fragmentierte Systeme erzwingen diese Rekonstruktion jedes Mal, und diese Rekonstruktion verschlingt das Audit-Budget.
Wie eine einheitliche Prozessflussdokumentation die Rechnung verändert
Eine einzige Plattform macht B2B, B2C und B2G nicht gleich; sie haben berechtigterweise unterschiedliche Regeln. Sie konsolidiert die zugrunde liegende Mechanik in einer einzigen Engine, die alle drei abwickelt. Das Schema, die Regelbibliothek und das Archiv werden gemeinsam genutzt, selbst wenn sich die darüber gelagerte Validierungslogik je nach Kanal unterscheidet.
Das ändert die Kostenstruktur. Der Abstimmungsaufwand sinkt drastisch, da dieselben Daten jeden Kanal speisen. Integrationsschulden häufen sich nicht weiter an, da nur noch ein Satz von APIs gepflegt werden muss. Das System erkennt fehlerhafte Referenzen zwischen Kundenaufträgen und Rechnungen, bevor die Rechnung gesendet wird.
Die Prozessflussdokumentation schrumpft ebenfalls. Anstelle von drei separaten Dokumenten-Mappings, die synchron gehalten werden müssen, haben Sie eines, das bei Plattform-Updates automatisch aktuell bleibt. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter in der Finanzabteilung erfordert keinen Rundgang mehr durch drei verschiedene Anbieter-Handbücher.
Auch die Compliance-Seite kehrt sich um. Wenn ein neues Mandat in Kraft tritt, erhält die Regel-Engine eine Konfigurationsänderung anstelle von drei separaten Anbieterprojekten. Dieselbe Änderung wird überall dort angewendet, wo sie benötigt wird.
Worauf Sie bei einem Ein-Plattform-Setup achten sollten
Nicht jede „einheitliche“ Plattform vereinheitlicht tatsächlich. Einige Anbieter legen separate B2B-, B2C- und B2G-Module über einen gemeinsamen Anmeldebildschirm und nennen es integriert. Das ist das Gegenteil von dem, was Sie wollen. Echte Konsolidierung läuft über eine gemeinsame Regel-Engine, ein gemeinsames Archiv und eine gemeinsame Compliance-Roadmap.
Die Abdeckung (Coverage) ist ebenfalls wichtig. Die Plattform sollte die für Sie geltenden Mandate bereits unterstützen: Peppol für den europäischen grenzüberschreitenden Verkehr, KSeF für Polen, FatturaPA für Italien und B2G-Frameworks in ganz Lateinamerika (LATAM) – und zwar ohne Bolt-On-Adapter, die wiederum eigene Integrationsprojekte erfordern. Adapter sind der Weg, wie aus einer einzigen Plattform unbemerkt wieder drei werden.
Blicken Sie schließlich auf die regulatorische Roadmap. Mandate ändern sich ständig, und der wahre Test für eine Plattform ist, wie sie strukturelle Verschiebungen bewältigt, ohne maßgeschneiderte Workflows zu beschädigen. Nach unserer Erfahrung bei der Einarbeitung multinationaler Unternehmen liegt die versteckte Falle nicht im Startdatum des Mandats, sondern in der Stabilisierungsphase nach dem Start. Wenn eine Steuerbehörde plötzlich mit einer Frist von zwei Wochen ihre API aktualisiert oder ihre Schema-Validierungsregeln ändert, stellt eine einheitliche Plattform einen einzigen globalen Hotfix bereit. Wenn Sie veraltete Legacy-Konnektoren oder regionale Adapter nutzen, wetten Sie effektiv auf drei separate Entwicklungs-Warteschlangen von Anbietern gleichzeitig. Ein Anbieter, der sich nicht zu einer transparenten Compliance-Roadmap auf Basis eines einzigen Rückgrats (Single-Backbone) verpflichten kann, sagt Ihnen damit etwas sehr Nützliches.
Sehen Sie, wie ein einheitlicher Dokumentenfluss in der Praxis funktioniert
Der schnellste Weg zu bewerten, ob ein einheitlicher Dokumentenfluss für Ihre Umgebung sinnvoll ist, besteht darin, die Kanäle, die Sie derzeit nutzen, und die Mandate, die Sie bereits verwalten, durchzugehen. Buchen Sie ein Beratungsgespräch mit den E-Invoicing-Experten von Comarch, um zu sehen, wie sich B2B, B2C und B2G auf einer einzigen Plattform konsolidieren lassen – einschließlich unterstützter Mandate, Archiv-Compliance und der regulatorischen Roadmap.
Häufig gestellte Fragen (Frequently Asked Questions)Was ist der praktische Unterschied zwischen der B2B-, B2C- und B2G-Rechnungsstellung?
B2B-Rechnungen fließen zwischen Unternehmen und erfordern in der Regel strukturierte Formate wie Peppol BIS oder länderspezifische Schemata. B2C-Rechnungen und Transaktionsbelege gehen an Verbraucher, was oft eine vereinfachte digitale Berichterstattung oder eine lokalisierte Fiskalisierung erfordert, an die Umsatzsteuer- und Verbraucherschutzvorschriften geknüpft sind. B2G-Rechnungen richten sich an Käufer im öffentlichen Sektor und lösen fast immer obligatorische E-Invoicing-Anforderungen mit strengen Validierungs-, Archivierungs- und Aufbewahrungsregeln aus.
Kann eine einzige Plattform wirklich länderspezifische Mandate bewältigen?
Ja, wenn die Plattform auf einer konfigurierbaren Regel-Engine (Rules Engine) basiert und nicht auf fest einprogrammierten Ländermodulen. Jedes Mandat wird als ein Satz von Validierungs-, Übertragungs- und Archivierungsregeln abgebildet und nicht als separates Produkt. Comarch e-Invoicing unterstützt auf Basis dieses Modells Mandate in mehr als 60 Ländern.
Wie lange dauert die Migration von drei Plattformen auf eine?
Die meisten großen Rollouts dauern von Ende zu Ende 4–9 Monate, abhängig von der Anzahl der Länder und der ERP-Komplexität. Die erste Phase konsolidiert in der Regel B2G (wo Mandate die Notwendigkeit offensichtlich machen) und führt anschließend B2B und B2C auf derselben Plattform zusammen. Eine phasenweise Migration hält die bestehenden Systeme während der Umstellung live.
Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.
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