
Nahwärmenetz planen: Wie Simulationssoftware Planungssicherheit von der Vorstudie bis zur Inbetriebnahme schafft
Fünf Phasen von der Vorstudie bis zur Inbetriebnahme
Die Planung und Umsetzung eines Nahwärmenetzes folgt fünf aufeinander aufbauenden Kernphasen, orientiert am Leitfaden Fernwärme/Fernkälte des Verbands Fernwärme Schweiz sowie an den deutschen AGFW-Praxisleitfäden und der HOAI-Leistungsphasensystematik: Vorstudie, Konzeptphase, Detailplanung, Genehmigung und Bau sowie Inbetriebnahme und Optimierung. Bereits in der Konzeptphase werden mindestens zwei Versorgungskonzepte erarbeitet und mittels stundengenauer Simulation verglichen – ein Vorgehen, das in Deutschland an die BEW-Förderlogik (Modul 1 und 2) und in der Schweiz an die Systematik des Verbands Fernwärme Schweiz anknüpft.
Die richtige Wahl des Temperaturniveaus
Ein zentraler Erfolgsfaktor bei der Planung ist die Wahl des Temperaturniveaus. Thermische Netze lassen sich in drei Klassen einteilen: Hochtemperaturnetze über 60 °C mit direkter Raumwärme- und Trinkwassererwärmung, Niedertemperaturnetze zwischen 30 und 60 °C als Kompromiss aus Effizienz und Kompatibilität, sowie kalte Nahwärmenetze bzw. Anergienetze unter 25 °C mit der höchsten Wärmepumpeneffizienz und den niedrigsten Leitungsverlusten. Welche Variante sich für ein konkretes Projekt eignet, hängt von Wärmequelle, Gebäudebestand und Sanierungsstand ab – und lässt sich mit Simulationssoftware wie Polysun direkt auf identischer Lastbasis vergleichen.
Praxisbeispiele aus drei Ländern
Der Fachbeitrag zeigt die Bandbreite anhand konkreter Projekte: In der brandenburgischen Gemeinde Grünheide half eine dynamische Simulation bei der Entscheidung zwischen Fernwärmeanschluss und eigenem Nahwärmenetz. Beim Bildungs- und Sportcampus Bürstadt in Hessen ermöglichte die softwarebasierte Dokumentation einen reibungslosen BAFA-Förderantrag. Und beim Stadtentwicklungsprojekt „Überseeinsel" in Bremen wurde die Steuerungsstrategie eines Niedertemperaturnetzes mit Weser-Anbindung, Eisspeicher, BHKW und Spitzenlastkessel vollständig simuliert.
Zahlreiche Funktionsverbesserungen in Polysun
In den vergangenen zehn Jahren wurden in Polysun bereits zahlreiche Wärmenetze simuliert und optimiert. Dieses Jahr hat Vela Solaris die Software gezielt um weitere Funktionen für die Planung von Nahwärmenetzen erweitert: Dazu zählen unter anderem eine präzisere Rohrparametrierung, die direkte Ausweisung der Leitungsverluste sowie eine deutlich reduzierte Simulationszeit bei komplexen Hydrauliken. Nutzerinnen und Nutzer profitieren davon unmittelbar in laufenden und neuen Planungsprojekten.
Der vollständige Fachbeitrag „Nahwärmenetz planen: Phasen, Förderung und Softwareunterstützung im Überblick" ist verfügbar unter: https://www.velasolaris.com/nahwaermenetz-planen/
Die Schweizer Firma Vela Solaris entwickelt und vertreibt die seit 1992 auf dem Markt erhältliche Software Polysun. Die Software setzt immer wieder hoch entwickelte Branchenstandards. Dank des wissenschaftlichen Fundaments und der hohen Benutzerfreundlichkeit verlassen sich weltweit Tausende Planer, Architekten, Händler und Installateure auf Polysun. Vela Solaris arbeitet eng mit Hochschulen sowie Herstellern zusammen und entwickelt Polysun kontinuierlich weiter. Polysun hat sich weltweit in der Lehre an Hochschulen etabliert, da die detailgetreue Abbildung und Modellierung energetischer Systeme das Verständnis thermodynamischer und elektrischer Prozesse fördert.
Mit unserem Beratungsangebot unterstützen wir Sie fachlich und methodisch bei der Erstellung und Analyse von beliebigen Energiesystemen in Polysun in allen Projektphasen, sowohl in direkter Zusammenarbeit mit Ihnen als auch eigenständig zum Ausgleich von Kapazitätsengpässen.
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