Drei Tage für eine Variante, die sich hätte automatisieren lassen: Warum manuelle Konstruktionsprozesse heute keine Option mehr sind

Drei Tage für eine Variante, die sich hätte automatisieren lassen: Warum manuelle Konstruktionsprozesse heute keine Option mehr sind

 

Das Problem hat einen Namen: repetitive Expertise

Im Sondermaschinenbau, im Anlagenbau, überall dort, wo Kunden konfigurierbare Produkte bestellen, läuft täglich dasselbe Muster ab. Ein Ingenieur mit fünf oder zehn Jahren CAD-Erfahrung öffnet Autodesk Inventor, zieht Maße aus der Anforderungsliste, modelliert eine Variante, die sich zu 80 % aus bereits bekannten Parametern zusammensetzt – und fängt von vorn an. Nicht weil er keine Alternative hat. Sondern weil kein Prozess existiert, der seine Regeln trägt.

Das Ergebnis: Durchlaufzeiten von zwei bis fünf Tagen pro Variante, Fehler beim manuellen Übertragen ins PDM-System und Konstruktionskapazität, die für Routineaufgaben verbrannt wird statt für Produktentwicklung. Das ist nicht übertrieben – das ist Alltag in Fertigungsunternehmen mit hoher Variantenvielfalt.

Der Kern des Fehlers: Wissen in Köpfen statt in Regeln

Das eigentliche Kapital eines Maschinenbauunternehmens ist das codifizierte Produktwissen: Welche Parameter bestimmen welche Geometrien? Welche Kombinationen sind fertigbar? Welche Regeln gelten für jede Baureihe? Dieses Wissen existiert in den meisten Betrieben in Köpfen – nicht in Systemen. Scheidet der Experte aus, gehen die Regeln mit.

Design Automation überführt genau dieses Wissen in ein maschinenlesbares Regelwerk. Tacton Design Automation, vollständig in Autodesk Inventor eingebettet, übersetzt Kundenvorgaben direkt in gültige 3D-Modelle, Zeichnungen und Stücklisten. Keine Programmierung, die Pflegeaufwand erzeugt – die Regeln lassen sich auch ohne Entwicklerkenntnisse anpassen. Jede Variante wird gegen das Regelwerk geprüft, bevor sie das System verlässt. Ungültige Kombinationen entstehen strukturell nicht.

„In der Konstruktion sind ebenfalls 75 Prozent der Kapazität frei geworden, die jetzt für Zusatzaufträge und neue Baumuster genutzt werden."Michael Väth, Normierungsmanager, Gebhardt Logistic Solutions GmbH

PDM-Integration: Wer nur halb automatisiert, automatisiert falsch

Hier liegt der zweite systemische Fehler: Viele Unternehmen automatisieren die CAD-Erzeugung, übergeben die Daten danach aber wieder manuell an das PDM-System. Metadaten eintragen, Dokumente anlegen, Stücklisten prüfen – der Medienbruch bleibt, nur eine Stufe später.

Lino Automate PDM schließt diese Lücke. Das Integrationswerkzeug übernimmt die automatisch erzeugten CAD-Daten und legt sie strukturiert im PDM-System ab – mit korrekten Metadaten, vollständiger Stückliste, konformer Namensgebung. Aktuell stehen Adapter für vier Systeme bereit: Autodesk PDM, Solidworks PDM, PRO.FILE, keytech PLM, SAP PLM.
Kein Ingenieur muss eine Eingabe wiederholen, die das System bereits kennt.

Was Unternehmen konkret gewinnen:

  • Bis zu 90 % kürzere Konstruktionszeit bei Standardvarianten durch regelbasierte Automatisierung in Inventor
  • 75 % freigewordene Kapazität (Gebhardt Logistic Solutions) – genutzt für Zusatzaufträge und neue Baumuster
  • Null manuelle PDM-Einträge für automatisiert erzeugte Varianten: Lino Automate PDM übernimmt vollständig
  • Strukturell keine ungültigen Varianten – weil das Regelwerk jede Konfiguration vor der Übergabe prüft
  • Produktwissen bleibt im System, wenn Experten das Unternehmen verlassen

Warum dieser Ansatz überzeugt – und bisherige Lösungen zu kurz greifen

Der Unterschied liegt im Ansatz: Parametrisches Modellieren ohne Konfigurator überträgt die Varianten-Logik zurück auf den Konstrukteur. Excel-Skripte lösen Teilprobleme, schaffen aber keine Systemintegration. Nur ein regelbasierter Konfigurator, der in der CAD-Umgebung läuft und nahtlos an das PDM-System übergibt, schließt den Prozess vollständig.

Die Frage, die sich Fertigungsunternehmen stellen sollten, lautet nicht: „Können wir uns das leisten?" Sie lautet: „Wie viele Ingenieurstunden haben wir in den letzten zwölf Monaten für Varianten aufgewendet, die ein Regelwerk hätte erzeugen können?" Die Antwort liefert die Entscheidungsgrundlage.

Einordnung: Für wen gilt das – und was als nächstes folgt

Dieser Ansatz funktioniert für jedes Fertigungsunternehmen, das Varianten nach definierten Regeln erzeugt – vom mittelständischen Sondermaschinenbauer bis zum Systemintegrator. Die Einstiegshürde ist ein Proof of Concept auf realen Produktdaten.

Wer sehen will, wie der Ablauf in der Praxis aussieht, findet konkrete Antworten im Webinar der Lino GmbH am 21. Mai 2026. 

Tacton Design Automation mit Autodesk® Inventor® und Lino® Automate PDM

Über die Lino GmbH

Die Lino Gruppe ist Anbieter technologieführender Software-Lösungen und von Beratungsleistungen für Design Automation, CAD-Daten-Generierung, CPQ, Systemintegration, 3D-Web-Visualisierung und 3D-Aufstellplanung. Unternehmen verschiedener Industriebranchen realisieren mit Lino Hub, Tacton CPQ, Cosling Configurator oder Tacton Design Automation durchgängige, effiziente Vertriebs- und Produktentstehungsprozesse mit großem Einsparpotenzial.
Lino 3D Konfigurationslösungen setzen neue Maßstäbe in der Produktkonfiguration; sie revolutionieren das Entwerfen, Konfigurieren und Verkaufen komplexer Industrieprodukte. Applikationen aus CAD, PDM, PLM, ERP, CRM, Web, eCommerce oder mobilen Endgeräten lassen sich unkompliziert integrieren.
Konfigurationsspezialist und Softwareentwickler Lino GmbH ist autorisierter Tacton Business Partner, Cosling Partner, SolidWorks Solution Partner, Microsoft Solution Partner und Mitglied im Autodesk Developer Network (ADN). Lino ist an sieben Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten.

www.lino.de
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