Behälterschwund im Pharmagroßhandel gezielt reduzieren

Behälterschwund im Pharmagroßhandel gezielt reduzieren

Im Pharmagroßhandel verlassen nicht nur Arzneimittel täglich das Lager. Mit ihnen bewegen sich Mehrwegboxen, Kunststoffbehälter, Trays, Hygienepaletten und andere Mehrwegtransportverpackungen zwischen Großhandel, Niederlassungen, Transportdienstleistern und weiteren Empfängern. Während die Ware selbst engmaschig verfolgt wird, fehlt bei den dazugehörigen Behältern mitunter die gleiche Transparenz.

Das Problem zeigt sich häufig erst im Bestand: Behälter fehlen, Rückläufe verzögern sich und Ersatz muss beschafft werden. Wer Behälterschwund im Pharmagroßhandel reduzieren möchte, muss deshalb nicht erst beim Verlust ansetzen, sondern bereits bei jeder einzelnen Übergabe.

Mehrwegbehälter brauchen einen eigenen digitalen Kreislauf

Eine Mehrwegbox wird mit Ware ausgegeben und später zurückgeführt. Einfach klingt dieser Kreislauf nur auf dem Papier. In größeren Strukturen können gleichzeitig Tausende Behälter bei unterschiedlichen Partnern, Niederlassungen oder Transportdienstleistern unterwegs sein.

Die COSYS Behältermanagement Software dokumentiert Ein- und Ausgänge direkt im Prozess. Behälter können nach Typ oder Seriennummer erfasst und Bestände verschiedenen Partnern zugeordnet werden. Auch doppelte Konten zwischen Kunden beziehungsweise Lieferanten und Speditionen sind möglich.

Damit wird aus der Frage „Wo fehlen eigentlich unsere Trays?“ eine konkrete Bestandsinformation. Der WebDesk zeigt Behälterkonten, Buchungen und ausstehende Mengen. Für Rückgaben lassen sich außerdem maximale Verweildauern definieren und automatische Hinweise bei bevorstehenden oder überschrittenen Fristen auslösen.

PPWR erhöht den Stellenwert funktionierender Mehrwegkreisläufe

Seit dem 12. August 2026 gilt die europäische Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR). Für Unternehmen gewinnt damit die strukturierte Auseinandersetzung mit Verpackungen, Wiederverwendung und funktionierenden Mehrwegsystemen weiter an Bedeutung.

Für den Pharmagroßhandel bedeutet das nicht, dass jede vorhandene Mehrwegbox automatisch eine regulatorische Anforderung erfüllt. Operativ wird jedoch eine Fähigkeit immer wichtiger: Mehrwegtransportverpackungen müssen tatsächlich zirkulieren können.

Und genau dafür braucht es Daten. Wie lange bleibt ein Kunststoffbehälter beim Empfänger? Wie viele Umläufe erreicht er? Wo stockt die Rückführung? Welche Partnerkonten weisen dauerhaft Differenzen auf?

Digitales Behältermanagement schafft die Datengrundlage, um solche Kreisläufe überhaupt belastbar bewerten und verbessern zu können.

Ein Saldo von null erzählt nicht die ganze Geschichte

Besonders bei großen Behälterbeständen reicht eine reine Bestandsübersicht deshalb nicht aus. COSYS Business Intelligence betrachtet zusätzlich die Entwicklung hinter den Zahlen.

Im Tauschvergleich können beispielsweise ausgeglichene und nicht ausgeglichene Konten, offene Salden, kritische Abweichungen und durchschnittliche Abstimmungsdauern gegenübergestellt werden. Verantwortliche erkennen dadurch nicht nur einen aktuellen Fehlbestand, sondern auch, bei welchen Tauschpartnern Probleme wiederholt auftreten.

Weitere Auswertungen umfassen unter anderem Umschlagshäufigkeiten, überfällige Lademittel, Beschädigungsquoten, Bestandsänderungen, Lagerwerte und Verschrottungsursachen. Forecasting kann darüber hinaus den zukünftigen Behälterbedarf prognostizieren.

Gerade bei saisonalen oder schwankenden Warenströmen lässt sich dadurch früher erkennen, ob ausreichend Trays oder Mehrwegboxen für kommende Transportvolumen verfügbar sein werden.

Computer Vision bewertet nicht nur, ob ein Behälter zurückkommt

Schwund ist außerdem nicht das einzige Problem. Ein zurückgeführter Behälter kann beschädigt und damit möglicherweise nicht mehr regulär einsetzbar sein.

COSYS ermöglicht deshalb eine Fotodokumentation direkt bei der Buchung. Computer Vision kann diese Bilddaten zusätzlich analysieren, Schäden erkennen und Beschädigungen automatisiert beschreiben.

Damit entsteht neben dem mengenmäßigen Behälterkonto eine zusätzliche Qualitätsebene. Langfristig lassen sich Beschädigungsquoten nach Standorten, Prozessen oder Partnern untersuchen.

Auch Process Mining ist für diesen Use Case interessant: Statt nur einzelne Kennzahlen zu betrachten, werden tatsächliche Behälterabläufe analysiert. Verzögerte Rückführungen, ungewöhnliche Prozessschleifen oder wiederkehrende Engpässe werden dadurch dort sichtbar, wo sie entstehen.

Aus Behälterbestand wird steuerbarer Mehrwegkreislauf

Behälterschwund lässt sich im Pharmagroßhandel kaum gezielt reduzieren, solange unbekannt ist, wann und wo Mehrwegbehälter den vorgesehenen Kreislauf verlassen.

COSYS verbindet deshalb mobile Behältererfassung mit digitalen Konten, Rückgabefristen, Fotodokumentation, WebDesk, Business Intelligence, Forecasting, Process Mining und KI-Funktionen. Ergänzt wird die modulare Lösung durch professionelle MDE-Hardware, Services und Schnittstellen zu vorhandenen Systemlandschaften. So wird aus der reinen Behälterverwaltung ein datenbasierter Steuerungsprozess für Mehrwegkreisläufe.

Sie möchten Ihre Behälterprozesse selbst testen? Laden Sie die kostenlose COSYS Lademittelverwaltung Demo-App im Google Play Store oder Apple App Store herunter und testen Sie Buchungen, Bestandsübersichten und Rückverfolgung direkt auf Ihrem Smartphone.

Über die Cosys Ident GmbH

Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

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Am Kronsberg 1
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