CEO, CFO, CRO: Warum Sie Ihr Unternehmen möglicherweise falsch steuern

CEO, CFO, CRO: Warum Sie Ihr Unternehmen möglicherweise falsch steuern

 

Die teuerste Fehlannahme im Management

Die größte Managementillusion unserer Zeit lautet: Unternehmen bestehen aus Prozessen.

Diese Sichtweise prägt seit Jahrzehnten die Art und Weise, wie Unternehmen organisiert, digitalisiert und gesteuert werden. Milliarden fließen in ERP-Systeme, CRM-Lösungen, Workflow-Plattformen, Governance- und Compliance-Systeme sowie Vertrags- und Dokumentenmanagement. Nahezu jeder Geschäftsbereich verfügt heute über spezialisierte Software, die Informationen sammelt, Prozesse dokumentiert und Kennzahlen liefert.

Und dennoch sitzen Vorstände, Geschäftsführer und Bereichsleiter regelmäßig vor denselben Fragen:

Warum steigen unsere Kosten schneller als unsere Erträge? Welche konkreten Auswirkungen hat NIS2 auf unser Geschäftsmodell? Welche Lieferanten gefährden unsere Resilienz? Welche Verträge erzeugen die größten Risiken? Warum wächst die Organisation schneller als die Wertschöpfung? Und welche Verpflichtungen binden eigentlich den größten Teil unserer Ressourcen?

Die ernüchternde Erkenntnis lautet: Die meisten Unternehmen verfügen inzwischen über exzellente Systeme – aber über kein durchgängiges Modell ihrer eigenen wirtschaftlichen Realität.

Daten gibt es genug. Verständnis nicht.

Das zentrale Problem von CEOs, CFOs und CROs ist heute nicht der Mangel an Informationen. Im Gegenteil: Die meisten Unternehmen leiden unter einem Überangebot an Daten.

CRM-Systeme zeigen, was verkauft werden soll. Vertragsmanagementsysteme dokumentieren, was vereinbart wurde. ERP-Systeme erfassen, was operativ durchgeführt wird. Governance-, Risk- und Compliance-Lösungen überwachen Kontrollen, Vorschriften und Richtlinien.

Jedes dieser Systeme erfüllt seine Aufgabe. Doch genau darin liegt das Problem: Jedes betrachtet nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit.

Die entscheidenden Managementfragen bleiben meist unbeantwortet:

Warum gibt es diesen Prozess überhaupt? Warum entstehen diese Kosten? Warum werden bestimmte Ressourcen benötigt? Warum trifft uns eine regulatorische Anforderung besonders stark? Und weshalb entstehen genau diese Risiken?

Die Antworten liegen nicht in einzelnen Datensilos. Sie liegen in den Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen ihnen.

Prozesse sind nur das Sichtbare. Die Ursache liegt darunter.

Viele Managementmodelle beginnen bei Organisationen, Prozessen und Systemen. Doch damit betrachten sie die Folgen und nicht die Ursachen.

Wirtschaftliche Realität entsteht nicht durch Prozesse.

Sie beginnt mit Erwartungen und Leistungsversprechen.

  • Kunden erwarten Leistungen.
  • Lieferanten erwarten Vergütung.
  • Mitarbeiter erwarten Gehalt.
  • Kapitalgeber erwarten Rendite.
  • Regulatoren erwarten regelkonformes Verhalten.

Aus diesen Erwartungen entstehen Ansprüche. Aus Ansprüchen entstehen Verpflichtungen. Verpflichtungen werden in Verträgen und Vereinbarungen konkretisiert. Erst daraus entstehen Prozesse, Organisationsstrukturen und schließlich IT-Systeme.

Das bedeutet: Prozesse sind nicht der Ursprung wirtschaftlichen Handelns. Sie sind lediglich die organisatorische Antwort auf bestehende Verpflichtungen. Wer Unternehmen ausschließlich über Prozesse betrachtet, analysiert deshalb nur die Oberfläche. Die eigentlichen Steuerungsgrößen liegen eine Ebene darunter.

NIS2 und DORA: Compliance ist nur die Verpackung

Viele Unternehmen behandeln NIS2 oder DORA wie weitere Compliance-Projekte. Neue Richtlinien werden erstellt, Verantwortliche benannt und Nachweise dokumentiert.

Doch genau diese Sichtweise greift zu kurz.

Weder NIS2 noch DORA schaffen neue Unternehmensrealitäten. Sie machen bestehende Realitäten sichtbar.

  • Wenn DORA verlangt, kritische ICT-Dienstleister zu überwachen, geht es letztlich nicht um Compliance-Dokumente. Es geht um Verträge, Verantwortlichkeiten, Leistungszusagen, Risiken und Eskalationsmechanismen.
  • Wenn NIS2 eine höhere Cyber-Resilienz fordert, betrifft dies nicht nur die IT-Abteilung. Betroffen sind Lieferketten, Betreiberverantwortung, Dienstleisterbeziehungen, Meldepflichten und geschäftskritische Leistungen.

Die regulatorische Anforderung ist lediglich der Auslöser. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, die zugrunde liegenden Leistungs- und Verantwortungsbeziehungen im Unternehmen transparent zu machen.

Wer diese Beziehungen versteht, versteht auch die regulatorischen Auswirkungen.

Die Frage, die kaum ein Unternehmen beantworten kann

Stellen wir uns vor, morgen tritt eine neue regulatorische Anforderung in Kraft.

Die meisten Unternehmen können relativ schnell identifizieren, welche Richtlinie betroffen ist, welche Fachabteilung zuständig wird und welche Dokumente angepasst werden müssen.

Doch bei den wirklich relevanten Fragen wird es oft schwierig:

Welche Verträge sind betroffen? Welche Verpflichtungen entstehen daraus? Welche Prozesse müssen verändert werden? Welche zusätzlichen Kosten werden ausgelöst? Welche Ressourcen werden benötigt? Welche Risiken werden reduziert – und welche möglicherweise neu geschaffen?

Genau an diesem Punkt endet klassische Compliance und beginnt moderne Unternehmenssteuerung.

Denn Management bedeutet nicht, Regeln zu dokumentieren. Management bedeutet, deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu verstehen.

Dashboards lösen kein Erkenntnisproblem

Viele Unternehmen reagieren auf wachsende Komplexität mit noch mehr Reports, noch mehr KPIs und noch mehr Dashboards. Doch zusätzliche Visualisierung schafft noch kein Verständnis.

Die eigentliche Zukunft der Unternehmenssteuerung liegt in einem durchgängigen Unternehmensmodell, das Ursache und Wirkung miteinander verbindet.

Ein solches Modell verknüpft Planung, Verpflichtung, Durchführung und Erfüllung.

Es beantwortet nicht nur die Frage, was passiert ist, sondern auch, warum es passiert ist.

Erst dadurch wird sichtbar, welche Verpflichtung einen bestimmten Prozess erforderlich macht, welche Kosten aus diesem Prozess entstehen, welcher Wertschöpfungsbeitrag damit verbunden ist und welche Risiken gefährdet werden.

Transparenz entsteht nicht durch mehr Datenpunkte. Transparenz entsteht durch den Zusammenhang zwischen den Daten.

Form follows Contract®: Das nächste Management-Paradigma

Unternehmen organisieren sich traditionell nach Funktionen, Abteilungen und Verantwortungsbereichen.

Doch die wirtschaftliche Realität folgt einer anderen Logik.

Kein Controller, kein Compliance Officer, kein Informationssicherheitsbeauftragter und kein Risikomanager existiert um seiner selbst willen. Diese Rollen existieren, weil das Unternehmen Verpflichtungen eingegangen ist und deren Erfüllung sicherstellen muss.

Deshalb entsteht derzeit ein neues Paradigma der Unternehmenssteuerung:

  • Nicht Prozesse erklären Unternehmen. Verpflichtungen erklären Unternehmen.
  • Nicht Organisationen erzeugen Wertschöpfung. Leistungen und Gegenleistungen erzeugen Wertschöpfung.
  • Und nicht fehlende Daten sind das eigentliche Problem. Das Problem sind fehlende Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen den vorhandenen Informationen.

Wer diese Beziehungen sichtbar macht, gelangt von operativer Transparenz zu strategischer Steuerungsfähigkeit.

Die nächste Evolutionsstufe: Von Contract Intelligence zu Corporate Intelligence

Contract Intelligence beantwortet die Frage: Was steht im Vertrag?

Corporate Intelligence beantwortet die wesentlich wichtigere Frage: Warum handelt das Unternehmen überhaupt so, wie es handelt?

Genau hier setzt die LEGANTA® OntoSphere an.

Sie verbindet Geschäftsraum, Rechtsraum und Resonanzraum zu einem durchgängigen semantischen Unternehmensmodell. Verträge, Verpflichtungen, Prozesse, Risiken, regulatorische Anforderungen und operative Auswirkungen werden nicht länger isoliert betrachtet, sondern in ihrem Zusammenhang verstanden.

Das Ergebnis ist kein weiteres Fachsystem und kein zusätzliches Dashboard.

Es ist ein digitaler Zwilling des Unternehmens, der nicht nur zeigt, was geschieht, sondern vor allem, warum es geschieht.

LEGANTA® OntoSphere – From Contract Intelligence to Corporate Intelligence.

Über die SBC Systems GmbH

Die LEGANTA® Business Software ist ein SaaS-basiertes Produkt der SBC Systems GmbH. Gegründet im Jahr 2009 und mit Sitz in Frankfurt am Main, entwickelt und vertreibt SBC Systems GmbH innovative KI-Softwarelösungen zur Automatisierung von Geschäftsbeziehungen, Leistungsaustausch und Vertragsmanagement. Das Unternehmen vergibt Lizenzen und bietet Beratung, Projektmanagement und Dienstleistungen für Unternehmen und Behörden an.

Unsere Kompetenzen zeigen sich insbesondere:
• in der Digitalisierung und Automatisierung von Dauerschuldverhältnissen
• mit unbegrenzter Zahl von Vertragspartnern, Leistungen und Objekten
• mit automatisierten Vertragsprozessen
• mit täglich tausenden von automatisierten Buchungen
• mit voller Integration in die bestehende IT-Landschaft.

Unsere Produkte sind in 52 Ländern mit unterschiedlichen Sprachen und Währungen im Einsatz. Zusammen mit unseren Partnern whitepaper.id (whitepaper-id.com) und innowise (innowise.de) sind wir ein Team mit hochzertifizierter SAP-Kompetenz und über 1.500 Experten, mit dem wir seit vielen Jahren integrierte IT-Lösungen erfolgreich bereitstellen und betreuen.

Mehr erfahren Sie unter https://leganta.ai und https://leganta.de Kontakt: Hugo Christian Rieß, Dipl.-Volkswirt und Dipl.-Mathematiker, Geschäftsführer, E-Mail: hcr@sbc-systems.de

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