
Bedarfsplanung im Wandel: KI gewinnt angesichts volatiler Lieferketten weiter an Bedeutung
Der Netstock Benchmark-Report 2025 zeigt, wie stark Unternehmen bereits betroffen sind: 63 % berichten, dass Zölle ihre Geschäftstätigkeit beeinflussen und zu höheren Kosten führen. Vor diesem Hintergrund wird die Fähigkeit zur schnellen Anpassung zur zentralen Kompetenz.
Traditionelle Planung stößt an ihre Grenzen
Viele Unternehmen arbeiten weiterhin mit statischen Prognosen und festen Planungszyklen. In dynamischen Märkten führt dies zunehmend zu Fehlbeständen, steigender Kapitalbindung und verspäteten Reaktionen auf Nachfrageveränderungen.
Erfolgreiche Unternehmen gehen deshalb einen anderen Weg: Sie setzen verstärkt auf die kontinuierliche Anpassung von Prognosen statt auf langfristige Planungsansätze. So aktualisieren Top-Performer ihre Prognosen im Schnitt 3,2-mal häufiger als weniger erfolgreiche Unternehmen. Diese höhere Frequenz ermöglicht es, aktuelle Marktsignale schneller zu berücksichtigen und Risiken frühzeitig zu erkennen.
Entscheidend dabei ist, dass dieser höhere Planungstakt nicht auf größeren Teams oder komplexeren Prozessen fußt. Vielmehr gilt es, Reibungsverluste und manuellen Aufwand zu reduzieren, um so den Fokus stärker auf aktuelle Entwicklungen richten zu können.
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit begrenzten Ressourcen ist dieser Ansatz besonders relevant, da sich häufigere Anpassungen so ohne zusätzlichen Kapazitätsaufbau umsetzen lassen.
Was KI bei der Bedarfsplanung leisten kann
Hier setzt Künstliche Intelligenz an: Sie analysiert große Datenmengen, reduziert die Komplexität durch die Erkennung von Mustern und priorisiert Handlungsbedarfe. Planungsverantwortliche müssen nicht mehr sämtliche Artikel und Standorte manuell überwachen, sondern können ihre Aufmerksamkeit auf relevante Abweichungen und Risiken konzentrieren.
Als digitaler Assistent übernimmt Künstliche Intelligenz für KMU dabei vor allem repetitive Aufgaben und unterstützt Entscheidungsprozesse durch strukturierte Informationen. Dadurch wird nicht nur Zeit eingespart, sondern auch die Konsistenz und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen verbessert.
Veränderte Anforderungen an Bedarfsplaner
Mit dem Einsatz von KI verändert sich auch die Rolle der Bedarfsplaner: anstelle von operativer Datenauswertung rücken Analyse, Bewertung und Steuerung stärker in den Fokus. Planer agieren stärker als Entscheider, die auf Basis von Daten priorisieren und Maßnahmen ableiten.
Der Netstock Benchmark-Report zeigt, dass bereits knapp die Hälfte der KMU Künstliche Intelligenz in der Supply-Chain-Planung nutzt. Zudem sind über 75 % der Unternehmen offen für eine stärkere Automatisierung von Bestandsprozessen.
Fazit
Nicht die perfekte Prognose entscheidet über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, schnell zu reagieren und Prioritäten richtig zu setzen. KI wird damit zum zentralen Hebel, um mit begrenzten Ressourcen resilienter und effizienter zu planen.
Weitere Hintergründe finden Sie im Fachbeitrag von Ara Ohanian, CEO von Netstock, auf Supply & Demand Chain Executive.
Netstock ist eine führende Software für die Logistikplanung, auf die 2.200 Kunden weltweit vertrauen, um ihre Planung zu optimieren. Die cloudbasierten Lösungen von Netstock ermöglichen es Unternehmen, agil, schnell und rentabel zu sein. Jede Lösung lässt sich mit führenden ERP-Systemen integrieren und nutzt erweiterte Analysemöglichkeiten, sodass Sie schnell auf Marktveränderungen reagieren und die besten Entscheidungen für Ihre Supply Chain Planung treffen können.
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