Autor: Firma Manage Now

S/4HANA-Migration 2027: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen

S/4HANA-Migration 2027: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen

Die SAP ERP Mainstream Maintenance endet 2027. Wie Unternehmen ihre S/4HANA-Migration strukturiert, risikoarm und planbar mit dem Manage Now Transcelerator umsetzen.

S/4HANA-Migration: 2027 ist näher, als die meisten SAP-Verantwortlichen glauben

Noch klingt 2027 nach einem Datum mit Puffer. Wer sich die Projektlaufzeiten realer S/4HANA-Migrationen ansieht, weiß: Der Puffer ist längst geschmolzen. Mit dem Ende der SAP-ERP-Mainstream-Maintenance rückt für viele Mittelständler und Konzerne eines der größten IT-Transformationsvorhaben der kommenden Jahre unausweichlich näher. Der kostenpflichtige Extended Support reicht bis 2030, doch wer bis dahin wartet, zahlt drauf, in barer Münze und in Risiko.

Das eigentliche Problem liegt aber selten am Termindruck allein. Es liegt an der Komplexität, die über Jahre gewachsen ist: verschachtelte Systemlandschaften, tief verwurzelte Eigenentwicklungen, Abhängigkeiten, die kaum noch jemand vollständig überblickt. Genau diese Gemengelage macht aus einer vermeintlich technischen Umstellung ein Projekt, das Prozesse, Organisation und Governance gleichermaßen betrifft. Und weil immer mehr Unternehmen gleichzeitig migrieren, wird der Markt für erfahrene Migrationspartner spürbar enger.

Warum Abwarten die teurere Option ist

Mit auslaufender Mainstream Maintenance steigen nicht nur die Betriebs- und Wartungskosten bestehender ERP-Systeme. Auch Sicherheits- und Compliance-Risiken nehmen zu, während der Zugang zu neuen SAP-Innovationen zunehmend eingeschränkt wird. Wer heute in ein System investiert, das SAP nur noch minimal weiterentwickelt, investiert in Stillstand.

Gleichzeitig steckt in der Migration weit mehr als reine Pflichterfüllung. Richtig angegangen, ist sie die Gelegenheit, gewachsene Prozesslandschaften zu entschlacken, durchgängige End-to-End-Prozesse zu etablieren und den Betriebsaufwand nachhaltig zu senken. S/4HANA in Kombination mit der SAP Business Technology Platform schafft zudem die technische Basis für alles, was danach kommt, von KI-gestützten Prozessen bis zu Automatisierung durch RPA.

Was eine Migration wirklich zum Erfolg macht

Die Erfahrung aus zahlreichen S/4HANA-Projekten zeigt ein wiederkehrendes Muster: Scheitern oder Verzögerungen entstehen fast nie an der Technik selbst, sondern an fehlender Vorbereitung. Unzureichend analysierter Custom Code, unterschätzte Aufwände bei Drittsystem-Integrationen, fehlende Ressourcen in IT und Fachbereichen, unklare Zieldefinitionen. All das lässt sich vermeiden, wenn Transparenz über System-, Vertrags- und Infrastruktursituation von Anfang an besteht und das gesamte SAP-Ökosystem inklusive angebundener Drittsysteme bewertet wird.

Der Manage Now Transcelerator: Struktur statt Bauchgefühl

Genau hier setzt der Manage Now Transcelerator an. Statt Technik, Fachbereich und Projektmanagement getrennt zu betrachten, verbindet die Methodik von Beginn an drei Workstreams zu einer fundierten Vorstudie: den technischen Workstream mit Systemanalyse, Plattformbewertung, Simplification Check und Custom-Code-Analyse, den funktionalen Workstream mit Bewertung und Priorisierung der Geschäftsprozesse sowie das Projektmanagement, das Zeit- und Kostenrahmen definiert und Change- sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen plant.

Auf dieser Basis folgt die Umsetzung, wahlweise klassisch oder agil, je nach Unternehmensgröße, Komplexität und strategischen Zielen. Vier Phasen strukturieren den Weg: Vorstudie und Readiness-Check, Konzeption und Design mit Auswahl des passenden Transformationsansatzes zwischen Greenfield, Brownfield und Selective Data Transition, die eigentliche Umsetzung inklusive automatisierter Custom-Code-Migration, und schließlich Test, Schulung und Go-live mit Cutover-Planung und Hypercare-Phase.

Custom Code als größter Risikofaktor, gelöst zum Fixpreis

Kaum ein Faktor sorgt in S/4HANA-Projekten so verlässlich für Verzögerungen wie unterschätzter Custom Code. Genau dafür hat Manage Now die S/4 Custom Code Engine entwickelt, kurz SCCE. Sie stellt Eigenentwicklungen automatisiert auf HANA- und S/4HANA-kompatiblen Code um, zu einem Fixpreis und mit vollständiger Transparenz über Umfang und Aufwand. Das Ergebnis: spürbar kürzere Projektlaufzeiten und eine Planbarkeit bei Zeit und Kosten, die klassische Migrationsansätze in dieser Form selten bieten.

Fazit: Aus der Pflicht eine Chance machen

Die Migration auf S/4HANA lässt sich nicht mehr aufschieben, aber sie muss kein Risiko sein. Mit einer strukturierten Methodik, integrierter Betrachtung von Technik, Prozessen und Projektmanagement sowie automatisierter Custom-Code-Umstellung wird aus einem gefürchteten IT-Großprojekt ein planbarer, kontrollierbarer Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen, digitalen und skalierbaren Unternehmens-IT.

Sie möchten wissen, wo Ihr Unternehmen in Sachen S/4HANA-Readiness steht?
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Über die Manage Now GmbH

Manage Now ist ein führender IT-Service- und Managed Services Provider für Unternehmen und öffentliche Institutionen, die ihre IT strategisch weiterentwickeln und gleichzeitig stabil betreiben wollen. Mit über 50 Jahren kombinierter IT- und Projekterfahrung übernehmen wir Verantwortung für komplexe IT-Landschaften. Dabei verbinden wir Consulting, Betrieb und Transformation in einem integrierten Ansatz und schaffen so die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unser integriertes Portfolio reicht von Sovereign Cloud und Hybrid- und Multi-Cloud über SAP und Application Management bis hin zu Security und modernen Arbeitsumgebungen und schafft die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unternehmen entscheiden dabei selbst, wie viel Verantwortung sie abgeben wollen, vom einzelnen Service bis zur vollständigen End-to-End-Betriebsverantwortung.

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SAP Basis Support nach Bedarf: Warum starre Verträge nicht mehr zeitgemäß sind

SAP Basis Support nach Bedarf: Warum starre Verträge nicht mehr zeitgemäß sind

Wer eine SAP-Basis-Landschaft betreibt, kennt das Muster: Das Tagesgeschäft läuft stabil, bis plötzlich ein Engpass entsteht. Ein Kollege fällt aus, ein Transport muss kurzfristig priorisiert werden, oder eine Systemkopie steht an, für die intern schlicht die Kapazität fehlt. Klassische Betriebsmodelle reagieren auf solche Situationen selten flexibel, weil sie auf feste Leistungsumfänge und langfristige Vertragsbindung ausgelegt sind. Genau an diesem Punkt setzt SAP Basis RSM Flex Support von Manage Now an.

Das Problem mit klassischen SAP-Basis-Verträgen

Unternehmen mit eigener SAP-Basis-Mannschaft stehen häufig vor einem Dilemma. Für den laufenden Betrieb reicht die interne Kapazität meist aus, für punktuelle Spezialthemen wie Berechtigungswesen, Transportmanagement oder komplexe Migrationsschritte fehlt jedoch oft das Tiefenwissen. Ein Full-Service-Vertrag mit einem Provider wäre überdimensioniert und würde bedeuten, Betriebsverantwortung abzugeben, die eigentlich im Haus bleiben soll. Ein klassisches Beratungsmandat wiederum ist für kurzfristige, kleinteilige Anfragen zu schwerfällig.

Die Konsequenz: Know-how-Lücken bleiben ungeschlossen, Engpässe verzögern Projekte, und Teams arbeiten am Limit, obwohl externe Unterstützung eigentlich nur punktuell nötig wäre.

Was RSM Flex Support anders macht

RSM Flex Support ist ein SAP-Basis-Expertenpool, der nach Stundenkontingent gebucht wird, nicht nach starrem Leistungsumfang und entscheiden selbst, wofür sie diese Stunden einsetzen: für tägliche Unterstützung bei technischen Fragestellungen, für einzeln buchbare Leistungen wie Berechtigungswesen oder Ticketbearbeitung, oder für abgegrenzte Projektpakete wie Systemkopien, Upgrades und Migrationen.

Der entscheidende Unterschied zu klassischen Managed-Services-Modellen liegt in der Verantwortungsverteilung. Bei Classic RSM übernimmt der Provider die volle Betriebsverantwortung, gebunden an ein SLA und einen vertraglich definierten Scope. RSM Flex Support funktioniert anders: Die Kundenorganisation behält die Betriebsverantwortung, kauft aber flexibel Expertise und Kapazität hinzu, wenn sie gebraucht wird. Statt eines SLA gilt eine vereinbarte Servicezeit, innerhalb derer Leistungen nach Priorität erbracht werden.

Einordnung: RSM Flex Support, Classic RSM und TAMS im Vergleich

Auch im Vergleich zu TAMS im Rahmen von RISE with SAP zeigt sich der eigene Charakter des Modells. TAMS bietet zwar ebenfalls flexibel wählbare Leistungen und Stundenpakete, doch die Grundverantwortung bleibt geteilt zwischen Kunde und SAP. Bei RSM Flex Support liegt sie eindeutig beim Kunden, während Manage Now als Expertenpool im Hintergrund unterstützt. Für Unternehmen, die ihre SAP-Basis-Governance selbst steuern wollen, aber punktuell auf externes Spezialwissen angewiesen sind, ist das ein wesentlicher Unterschied.

Wie die Stundenkontingente in der Praxis funktionieren

Nicht genutzte Stunden verfallen nicht sofort. Sie werden in die Folgemonate desselben Quartals übertragen und verfallen erst zum Quartalsende. Wird das Kontingent überschritten, erfolgt die Abrechnung der Mehrstunden zum Quartalsende nach dem tatsächlichen Aufwand, abgestimmt auf Qualifikation und vereinbarte T&M-Sätze. Zusätzlich lässt sich das gebuchte Paket im laufenden Quartal für die Folgemonate anpassen, wenn sich der Bedarf verändert. Das Modell ist also nicht nur flexibel in der Nutzung, sondern auch in der Steuerung.

Die Serviceerbringung selbst folgt klaren Rahmenbedingungen: Standardmäßig von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr CET/CEST, auf Deutsch oder Englisch, mit der Möglichkeit, Rufbereitschaft, Wochenendarbeit oder Monitoring und Reporting optional hinzuzubuchen. Eine einmalige technische Basis-Fee deckt die sichere Bereitstellung des Administrationszugangs ab, etwa über einen dedizierten Advanced Admin Host in Azure.

Für wen sich RSM Flex Support eignet

Das Modell passt besonders gut zu Unternehmen, die ihre SAP-Basis-Landschaft grundsätzlich selbst im Griff haben, aber wiederkehrend an Kapazitätsgrenzen stoßen oder spezifisches Fachwissen punktuell benötigen. Typische Szenarien sind Engpässe durch Personalwechsel oder Urlaubszeiten, komplexe Berechtigungsthemen, die intern selten vorkommen, oder klar abgegrenzte technische Vorhaben wie eine Systemkopie oder ein Upgrade, für das keine dauerhafte Kapazität aufgebaut werden soll.

Fazit: RSM Flex Support als Mittelweg

SAP-Basis-Betrieb muss nicht die Wahl zwischen voller Auslagerung und alleiniger interner Verantwortung sein. RSM Flex Support bietet einen Mittelweg: SAP-Basis-Expertise nach Bedarf, flexibel buchbar über Stundenpakete, ohne dass die Kundenorganisation die Kontrolle über ihren Betrieb abgibt. Wer seine SAP-Basis-Landschaft selbst steuert, aber gelegentlich auf Spezialwissen oder zusätzliche Kapazität zurückgreifen möchte, findet hier ein Modell, das genau diesen Bedarf abdeckt.

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NIS2 in der Praxis: Persönliche Haftung, Nachweispflicht und was Geschäftsführer jetzt konkret tun müssen

NIS2 in der Praxis: Persönliche Haftung, Nachweispflicht und was Geschäftsführer jetzt konkret tun müssen

Seit dem 6. Dezember 2025 ist das NIS2-Umsetzungsgesetz in Kraft – ohne Übergangsfrist, ohne Kulanzperiode. Für rund 30.000 Unternehmen in Deutschland bedeutet das: Cybersicherheit ist ab sofort eine Führungspflicht mit persönlicher Haftung der Geschäftsleitung. Wer NIS2 als IT-Thema behandelt, unterschätzt fundamental, was auf dem Spiel steht – denn §38 BSIG-neu macht Geschäftsführer direkt verantwortlich.

Was ist NIS2 und warum gilt es in Deutschland seit Dezember 2025?

Die EU-Richtlinie NIS2, in deutsches Recht umgesetzt durch das NIS2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz (NIS2UmsuCG), markiert einen historischen Bruch in der deutschen Regulierungslandschaft. Erstmals haftet die Geschäftsführung persönlich für das Versagen von Cybersicherheitsmaßnahmen.

§38 BSIG-neu macht dies explizit: Leitungsorgane sind verpflichtet, die Umsetzung zu überwachen und können bei Versagen persönlich haftbar gemacht werden. Nach §61 BSIG kann eine unzuverlässige Geschäftsleitung als letzte Maßnahme vorübergehend abgesetzt werden. Dieses Instrument ist bewusst gewählt worden, um Cybersicherheit strukturell aus der IT-Abteilung auf die Führungsebene zu heben.

Welche Unternehmen sind von NIS2 betroffen?

Merkmal – Besonders wichtige Einrichtungen – Wichtige Einrichtungen

  • Unternehmensgröße
    Groß (>250 MA oder >50 Mio. € Umsatz)
    Mittelgroß (>50 MA oder >10 Mio. € Umsatz)
  • Sektoren
    Energie, Gesundheit, Wasser, Banken, digitale Infrastruktur
    Produktion, Chemie, Lebensmittel, Post, Forschung u. a.
  • Bußgeld max.
    10 Mio. € oder 2 % weltweiter Jahresumsatz
    7 Mio. € oder 1,4 % weltweiter Jahresumsatz
  • Aufsicht
    Proaktiv durch BSI
    Reaktiv nach Vorfall

Der Geltungsbereich von NIS2 ist gegenüber der Vorgängerrichtlinie drastisch ausgeweitet worden: von rund 4.500 auf etwa 29.500 bis 30.000 Unternehmen in 18 Sektoren.

Wichtig: Die BSI-Registrierungsfrist lief am 6. März 2026 ab. Unternehmen, die sie versäumt haben, befinden sich bereits in einem bußgeldriskanten Zustand.

NIS2 auf einen Blick – die wichtigsten Eckdaten

  • In Kraft seit: 6. Dezember 2025 (NIS2UmsuCG, BGBl. 2025 I Nr. 301)
  • Betroffene Unternehmen (DE): ca. 29.500–30.000
  • Sektoren: 18, u. a. Energie, Gesundheit, Verkehr, Wasser, IT, Produktion
  • Schwellenwert: ab 50 Mitarbeiter oder 10 Mio. € Jahresumsatz in relevanten Sektoren
  • Bußgeld (besonders wichtig): bis 10 Mio. € oder 2 % Jahresumsatz
  • Persönliche Haftung: §38 BSIG-neu
  • Registrierungsfrist BSI: abgelaufen am 6. März 2026

Was müssen Unternehmen nach NIS2 nachweisbar umsetzen – die 10 Maßnahmenbereiche

§30 BSIG-neu definiert zehn Kernbereiche des Risikomanagements, die Unternehmen implementieren und dokumentieren müssen:

  1. Risikoanalyse und Sicherheitskonzept
  2. Incident Management (Erkennung, Meldung, Reaktion)
  3. Business Continuity und Krisenmanagement
  4. Lieferkettensicherheit
  5. Sicherheit bei Erwerb, Entwicklung und Wartung von IT-Systemen
  6. Bewertung der Wirksamkeit von Cybersicherheitsmaßnahmen
  7. Schulungen und Cybersecurity-Hygiene
  8. Kryptographie und Verschlüsselung ← besonders relevant
  9. Zugangs- und Berechtigungsmanagement
  10. 1Multi-Faktor-Authentifizierung

Das Adjektiv „nachweisbar“ ist programmatisch: Wer die Maßnahmen umsetzt, ohne Dokumentation zu führen, erfüllt NIS2 nicht.

Besonders relevant für die Praxis ist Maßnahmenbereich 8: Kryptographie und Verschlüsselung. Er betrifft direkt das Management digitaler Zertifikate und kryptographischer Schlüssel – ein Bereich, in dem viele Unternehmen keine dokumentierten, überprüfbaren Prozesse haben. Hier konvergiert NIS2 direkt mit den Anforderungen des Certificate Lifecycle Managements.

Was bedeutet NIS2-Governance konkret für die Geschäftsführung?

NIS2-Compliance beginnt nicht mit einer technischen Maßnahme. Sie beginnt mit einer Governance-Entscheidung:

  • Wer ist verantwortlich für Cybersicherheit auf Führungsebene?
  • Welche Prozesse sind dokumentiert und überprüfbar?
  • Wie wird die Geschäftsleitung regelmäßig über den Sicherheitsstatus informiert?
  • Wie ist die Eskalationskette bei einem Sicherheitsvorfall geregelt?

In der Praxis empfiehlt sich ein gestuftes Vorgehen. Der erste Schritt ist ein strukturiertes GAP-Assessment gegen die Anforderungen von ISO 27001, NIST CSF und NIS2. Es liefert:

  • eine dokumentierte Analyse des Ist-Zustands
  • eine Reifegradmessung
  • einen priorisierten Maßnahmenplan – das Fundament für nachweisbares Handeln

Unternehmen, die diesen Weg noch nicht gegangen sind, sollten jetzt handeln. Nicht weil das BSI morgen vor der Tür steht – sondern weil die Dokumentation des eigenen Sicherheitsstatus im Ernstfall (bei einem Vorfall, einer Prüfung, einem Rechtsstreit) den Unterschied zwischen nachgewiesener Sorgfalt und persönlicher Haftung ausmacht.

Fazit – NIS2 als Chance für nachhaltige Cybersicherheit

NIS2 ist unbequem. Es erfordert Zeit, Ressourcen und die Bereitschaft, Cybersicherheit als strategisches Managementthema zu behandeln.

Aber es bietet auch eine Chance: Organisationen, die den durch NIS2 erzwungenen Reifegrad nutzen, um Cybersicherheit dauerhaft auf Vorstands- und Geschäftsführerebene zu verankern, werden besser geschützt, haften seltener und gewinnen das Vertrauen von Kunden, Partnern und Versicherern.

Der erste Schritt ist immer derselbe: ein ehrliches Lagebild. Ohne das bleibt NIS2 eine abstrakte Pflicht. Mit ihm wird sie zur Grundlage nachhaltiger Resilienz.

Manage Now begleitet Sie von der Analyse Ihrer bestehenden Sicherheitslandschaft bis zur nachweisbaren NIS2-Umsetzung.

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Hybrid- und Multi-Cloud als Vorstandsentscheidung: Kontrolle über die eigene Cloud-Souveränität

Hybrid- und Multi-Cloud als Vorstandsentscheidung: Kontrolle über die eigene Cloud-Souveränität

Immer mehr mittelständische Unternehmen setzen nicht mehr nur auf einen einzigen Cloud-Anbieter, sondern kombinieren mehrere Plattformen und eigene Rechenzentren miteinander. Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen versprechen mehr Flexibilität, bessere Ausfallsicherheit und Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern. Gleichzeitig steigt damit aber auch die Komplexität deutlich. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Hybrid- und Multi-Cloud-Strategien für den Mittelstand bedeuten, welche Herausforderungen typisch sind und wie Manage Now Sie bei der Umsetzung unterstützt.

Hybrid-Cloud und Multi-Cloud: Was ist der Unterschied?

  • Hybrid-Cloud bezeichnet die Kombination aus privater Infrastruktur (eigenes Rechenzentrum oder Private Cloud) mit einer oder mehreren Public-Cloud-Umgebungen.
  • Multi-Cloud bezeichnet den parallelen Einsatz mehrerer Public-Cloud-Anbieter, etwa Microsoft Azure, AWS und Google Cloud, unabhängig davon, ob zusätzlich eigene Infrastruktur genutzt wird.

In der Praxis überschneiden sich beide Ansätze häufig: Viele mittelständische Unternehmen betreiben eine Hybrid-Cloud, nutzen darin aber gleichzeitig mehrere Public-Cloud-Anbieter – sie fahren also faktisch eine Hybrid-Multi-Cloud-Strategie.

Warum der Mittelstand zunehmend auf Hybrid- und Multi-Cloud setzt

  1. Datenhoheit und Compliance: Kritische Daten bleiben in der eigenen Infrastruktur, während skalierbare Workloads in die Public Cloud ausgelagert werden.
  2. Vermeidung von Abhängigkeiten (Vendor-Lock-in): Wer nicht ausschließlich von einem Cloud-Anbieter abhängig ist, verhandelt aus einer stärkeren Position und vermeidet Lock-in-Effekte.
  3. Kosten- und Performance-Optimierung: Workloads lassen sich dort platzieren, wo sie technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten laufen.
  4. Höhere Ausfallsicherheit: Der Ausfall eines einzelnen Anbieters gefährdet nicht automatisch den gesamten Geschäftsbetrieb.
  5. Skalierbarkeit: Kapazitäten lassen sich flexibel und bedarfsgerecht erweitern, ohne in eigene Hardware investieren zu müssen.

Die größten Herausforderungen von Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen

  1. Erhöhte Komplexität – Unterschiedliche Plattformen, Tools und Schnittstellen erhöhen den Verwaltungsaufwand erheblich.
  2. Sicherheitsrisiken – Jede zusätzliche Cloud-Umgebung vergrößert die Angriffsfläche und erschwert ein einheitliches Sicherheitsniveau.
  3. Fehlende Kostentransparenz – Ohne zentrales Monitoring verlieren viele Unternehmen den Überblick über tatsächliche Cloud-Kosten.
  4. Fachkräftemangel – Der parallele Betrieb mehrerer Cloud-Umgebungen erfordert Know-how, das intern oft nicht in ausreichendem Umfang vorhanden ist.
  5. Fehlende Governance – Ohne klare Governance-Richtlinien entstehen unkontrolliert wachsende, schwer zu verwaltende Cloud-Landschaften („Cloud-Wildwuchs“).

Managed Cloud Services: operative Umsetzung einer strategischen Entscheidung

Genau an diesen Herausforderungen setzen Managed Cloud Services an. Ein spezialisierter Dienstleister übernimmt Planung, Betrieb, Sicherheit und Optimierung der Cloud-Landschaft – zentral gesteuert, unabhängig davon, wie viele Anbieter im Einsatz sind. Zu den typischen Leistungen gehören:

  • Zentrales Monitoring und Management der gesamten Cloud-Umgebungen über alle Anbieter hinweg
  • Einheitliche Sicherheitsstandards (Security-Baselines, Zugriffskontrollen, Verschlüsselung)
  • Kostenkontrolle (FinOps) zur Identifikation ungenutzter Ressourcen und versteckter Ausgaben
  • Automatisierung durch Infrastructure-as-Code für konsistente, wiederholbare Infrastruktur
  • Backup- und Notfallkonzepte, die auf mehreren Cloud-Umgebungen gleichzeitig funktionieren

Die Vorteile von Managed Cloud Services für den Mittelstand: Der geschäftliche Nutzen einer professionell gemanagten Cloud-Architektur

  1. Reduzierte Komplexität
    Statt mehrere Cloud-Umgebungen mit unterschiedlichen internen Verantwortlichkeiten zu betreiben, läuft die gesamte Steuerung über einen erfahrenen Partner mit einheitlichen Prozessen.
  2. Höhere Sicherheit
    Ein Managed-Service-Partner sorgt dafür, dass Sicherheitsstandards über alle Cloud-Plattformen hinweg konsistent umgesetzt werden – ein zentraler Schwachpunkt vieler selbst verwalteter Multi-Cloud-Umgebungen.
  3. Kostentransparenz und -kontrolle
    Durch kontinuierliches Monitoring lassen sich ungenutzte Ressourcen identifizieren und Kosten spürbar senken, statt am Monatsende von unerwarteten Cloud-Rechnungen überrascht zu werden.
  4. Entlastung der internen IT
    Die interne IT-Abteilung wird von operativem Cloud-Management entlastet und kann sich auf strategische Projekte und die eigentliche Wertschöpfung konzentrieren.
  5. Zukunftssicherheit
    Eine durchdachte Hybrid- und Multi-Cloud-Strategie lässt sich flexibel erweitern, etwa um neue Anbieter, KI-Workloads oder zusätzliche Standorte, ohne die bestehende Infrastruktur komplett umbauen zu müssen.

Worauf sollten mittelständische Unternehmen bei der Wahl eines Cloud-Partners achten?

  • Anbieterunabhängigkeit statt der Bindung an einen einzelnen Hyperscaler
  • Nachweisbare Erfahrung bei allen relevanten Cloud-Plattformen (z. B. Azure, AWS, Google Cloud)
  • Transparente SLAs mit definierten Reaktionszeiten und klaren Verantwortlichkeiten
  • Kombination aus strategischer Beratung und technischen Umsetzung aus einer Hand
  • Kenntnisse relevanter Compliance-Anforderungen (z. B. DSGVO, branchenspezifische Vorgaben, NIS2)

Wie Manage Now den Mittelstand bei dieser strategischen Entscheidung unterstützt

Bei Manage Now begleiten wir mittelständische Unternehmen dabei, ihre Cloud-Landschaft nicht dem Zufall zu überlassen, sondern strategisch und sicher zu gestalten. Dazu gehören unter anderem:

  • Individuelle Cloud-Strategieberatung für Ihre bestehende und geplante Cloud-Umgebung
  • Zentrales Management mehrerer Cloud-Plattformen aus einer Hand
  • Umsetzung von Sicherheits- und Compliance-Vorgaben mit einheitlichen Sicherheitsstandards
  • Kostentransparenz zur laufenden Optimierung Ihrer Cloud-Kosten

So gewinnen Sie die Flexibilität einer Hybrid- und Multi-Cloud-Strategie, ohne deren Komplexität selbst bewältigen zu müssen.

Fazit: Mehr Flexibilität, höhere Ausfallsicherheit und Anbieter-Unabhängigkeit

Hybrid- und Multi-Cloud-Strategien bieten mittelständischen Unternehmen erhebliche Vorteile bei Flexibilität, Ausfallsicherheit und Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern. Gleichzeitig steigt mit jeder zusätzlichen Cloud-Umgebung die Komplexität – bei Sicherheit, Kosten und Verwaltung. Managed Cloud Services bringen Struktur in diese Komplexität und ermöglichen es, die Vorteile einer modernen Cloud-Strategie zu nutzen, ohne dass die interne IT an ihre Grenzen stößt.

Sie möchten die Cloud-Strategie Ihres Unternehmens auf eine belastbare, unternehmerisch fundierte Grundlage stellen.

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SAP BTP als strategische Transformationsschicht: Warum Daten, Integration und KI zur Architekturfrage werden

SAP BTP als strategische Transformationsschicht: Warum Daten, Integration und KI zur Architekturfrage werden

Unternehmen investieren gleichzeitig in Cloud-Transformation, Datenplattformen und generative KI – und erzeugen dabei häufig mehr Komplexität als integrierte Fähigkeiten. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Verfügbarkeit neuer Technologien, sondern in der Fähigkeit, Unternehmensarchitekturen neu zu organisieren. Die SAP Business Technology Platform (BTP) entwickelt sich in diesem Kontext von einer technischen Erweiterungsumgebung zur übergreifenden Integrations-, Daten- und Innovationsschicht moderner SAP-Landschaften.

Warum die nächste Transformationsphase strukturell ist – nicht technologisch

Die erste Phase der Digitalisierung war durch Systemeinführung geprägt. Die zweite Phase fokussierte Cloud-Migration und Prozessautomatisierung. Die kommende Phase unterscheidet sich grundlegend: Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Einführung einzelner Technologien, sondern die Beherrschung wachsender Komplexität.

Viele Unternehmen verfügen heute über mehrere Cloud-Plattformen, heterogene ERP-Landschaften, parallele Datenmodelle, historisch gewachsene Schnittstellen, isolierte Analytics-Umgebungen und dezentrale KI-Initiativen – ohne dass diese Elemente zu einer kohärenten Architektur zusammenwachsen.

Diese Fragmentierung erzeugt strukturelle Ineffizienzen: Entscheidungen basieren auf widersprüchlichen Datenständen, Integrationen werden zum Skalierungshemmnis, und neue KI-Initiativen erhöhen häufig die operative Komplexität, statt sie zu reduzieren.

Besonders sichtbar wird das im Kontext generativer KI. Obwohl die technologischen Möglichkeiten erheblich zugenommen haben, scheitert die Operationalisierung häufig an fehlender Datenkonsistenz, unzureichender Governance und mangelnder Integration in bestehende Prozesslandschaften.

Die zentrale Managementfrage lautet daher nicht mehr: „Welche Technologie soll eingeführt werden?“ – sondern: „Wie entsteht eine integrierte Unternehmensarchitektur, die Daten, Prozesse und KI kontrolliert orchestriert?“

Warum Plattformarchitekturen klassische ERP-Logiken ablösen

Traditionelle ERP-Systeme wurden für stabile, transaktionale Kernprozesse entwickelt. Moderne Unternehmen benötigen jedoch zunehmend adaptive Architekturen, in denen Daten, Anwendungen und Prozesse flexibel miteinander verbunden werden können.

SAP BTP adressiert diese Entwicklung durch eine Entkopplung von Kernsystemen und Innovationsschichten. Die Plattform fungiert dabei nicht primär als zusätzliches Technologieprodukt, sondern als verbindende Steuerungsebene zwischen operativen Systemen, Datenplattformen, Integrationsmechanismen und KI-Funktionalitäten.

Strategisch relevant wird dieser Ansatz aus drei Gründen:

  1. Geschwindigkeit technologischer Veränderungen: Unternehmen benötigen Architekturen, die neue Funktionen integrieren können, ohne Kernsysteme permanent zu destabilisieren.
  2. Unternehmensweite Datenverfügbarkeit: Daten müssen über Systemgrenzen hinweg konsistent nutzbar sein.
  3. Generative KI erfordert integrierte Plattformstrukturen: Intelligente Anwendungen werden nur dann skalierbar, wenn Daten, Prozesse und Governance zentral orchestriert werden können.

Die Plattform wird damit zur eigentlichen Steuerungsschicht des digitalen Unternehmens.

Daten als operative Steuerungsobjekte – nicht nur als Reporting-Asset

Die Diskussion über Daten war lange analytisch geprägt. Heute verändern Daten zunehmend operative Entscheidungen, Prozessautomatisierung und KI-basierte Interaktionen in Echtzeit.

In vielen Unternehmen existieren jedoch weiterhin redundante Datenmodelle, unterschiedliche KPI-Definitionen, isolierte Fachbereichslogiken und fehlende semantische Standards. Die Konsequenz ist nicht nur eingeschränkte Transparenz, sondern sinkende organisatorische Steuerungsfähigkeit.

Mit Lösungen wie SAP Datasphere, SAP Analytics Cloud und der SAP Business Data Cloud verfolgt SAP einen stärker integrierten Ansatz für Datenharmonisierung und semantische Konsistenz. Das Ziel ist dabei weniger die Zentralisierung aller Daten als vielmehr die Schaffung einer gemeinsamen Steuerungslogik über unterschiedliche Systeme hinweg.

Die strategische Bedeutung dieser Entwicklung wird durch KI weiter verstärkt: Generative KI erzeugt keinen nachhaltigen Mehrwert auf Basis fragmentierter Datenlandschaften. Ohne konsistente Geschäftslogiken entstehen widersprüchliche Ergebnisse, eingeschränkte Nachvollziehbarkeit und erhebliche Governance-Risiken. Datenqualität wird zur Voraussetzung unternehmerischer Entscheidungsfähigkeit – nicht zu einer technischen Frage.

SAP HANA Cloud – von der Datenbank zur aktiven Intelligenzschicht

Auch die Rolle moderner Datenplattformen verändert sich grundlegend. Historisch standen Datenbanken primär für Speicherung und Transaktionsverarbeitung. Im KI-Zeitalter werden sie zur aktiven Verarbeitungs- und Kontextschicht intelligenter Anwendungen.

SAP HANA Cloud adressiert diese Entwicklung durch einen Multi-Model-Ansatz, der relationale Daten, Dokumente, Zeitreihen, Graphstrukturen und Vektordaten innerhalb einer konsistenten Architektur verarbeitet. Besonders relevant wird das im Zusammenhang mit generativer KI, die zunehmend semantische Kontextinformationen, Echtzeitdatenzugriffe, vektorbasierte Suchmechanismen und skalierbare Datenverarbeitung benötigt.

Die strategische Frage lautet daher nicht mehr, wo Daten gespeichert werden – sondern wie Datenarchitekturen zukünftige KI- und Automatisierungsmodelle ermöglichen.

Integration als limitierender Faktor – und wie SAP BTP das adressiert

Mit jeder zusätzlichen Cloud-Anwendung steigt die Integrationskomplexität exponentiell. Viele Unternehmen reagieren darauf weiterhin projektbezogen: individuelle Schnittstellen, lokale Prozesslogiken. Kurzfristig erhöht das Geschwindigkeit – langfristig reduziert es Skalierbarkeit. In zahlreichen Organisationen entwickelt sich Integration dadurch zum eigentlichen Engpass digitaler Transformation.

Die SAP Integration Suite verfolgt einen stärker standardisierten Ansatz für API-Management, Prozessintegration und Event-basierte Orchestrierung über hybride Landschaften hinweg. Der strategische Mehrwert liegt dabei nicht in technischer Konnektivität allein, sondern in der Fähigkeit, Integration als standardisierte Unternehmensfähigkeit aufzubauen.

Unternehmen mit hoher Integrationsreife verfügen typischerweise über wiederverwendbare Integrationsmuster, zentrale Governance-Modelle, standardisierte API-Strategien und kontrollierte Prozessorchestrierung. Damit wird Integration von einem operativen IT-Thema zur zentralen Voraussetzung organisatorischer Anpassungsfähigkeit.

Warum KI bestehende Governance-Probleme verschärft – nicht löst

Die aktuelle KI-Dynamik führt in vielen Unternehmen zu einer Fehlannahme: dass intelligente Systeme bestehende Strukturprobleme kompensieren könnten. Tatsächlich zeigt sich häufig das Gegenteil.

KI verstärkt Inkonsistenzen schneller, als sie diese korrigiert. Fehlerhafte Stammdaten, fragmentierte Prozesslogiken und uneinheitliche Geschäftsdefinitionen wirken sich unmittelbar auf automatisierte Entscheidungen aus. Die Qualität der Governance wird dadurch zum zentralen Skalierungsfaktor intelligenter Anwendungen.

Mit SAP Master Data Governance etabliert SAP einen zentralen Rahmen für domänenübergreifende Datensteuerung, Datenqualität und Governance-Prozesse. Die strategische Bedeutung liegt dabei weniger im Stammdatenmanagement selbst als in der Fähigkeit, konsistente Unternehmenslogiken über Systeme, Prozesse und KI-Anwendungen hinweg sicherzustellen. Im KI-Zeitalter wird Governance zur infrastrukturellen Kernkompetenz.

Kontrollierte Erweiterbarkeit statt maximaler Individualisierung

Viele ERP-Landschaften wurden über Jahre durch kundenspezifische Entwicklungen erweitert. Dieses Modell stößt zunehmend an Grenzen: steigende Wartungskosten, eingeschränkte Upgrade-Fähigkeit, hohe technische Verschuldung, geringe Innovationsgeschwindigkeit.

Moderne Plattformarchitekturen verfolgen daher einen anderen Ansatz. Erweiterungen werden stärker vom Kernsystem entkoppelt und in standardisierte Plattformschichten verlagert. SAP Build unterstützt diese Entwicklung durch Low-Code-, Pro-Code- und Automatisierungsmodelle innerhalb der BTP-Architektur.

Der eigentliche Paradigmenwechsel liegt jedoch tiefer: Nicht maximale Individualisierung wird zum Zielbild, sondern kontrollierte Erweiterbarkeit. Unternehmen benötigen Architekturen, die Veränderungen schnell ermöglichen, ohne die Stabilität zentraler Kernprozesse zu gefährden.

Plattformtransformation ist Organisationsentwicklung – nicht nur ein IT-Projekt

Die Einführung einer Plattformarchitektur ist kein isoliertes Technologieprojekt. Sie verändert Entscheidungsstrukturen, Verantwortlichkeiten und Governance-Modelle.

Erfolgreiche Unternehmen unterscheiden sich dabei weniger durch Technologieauswahl als durch ihre Fähigkeit, organisatorische und technologische Transformation gleichzeitig zu steuern.

Typische Erfolgsfaktoren sind:

  • Klare Zielarchitekturen
  • Zentrale Daten- und Integrationsgovernance
  • Standardisierte Entwicklungsprinzipien
  • Domänenübergreifende Steuerungsmodelle
  • Kontrollierte Skalierung von KI-Initiativen

Ohne diese organisatorischen Voraussetzungen erzeugen neue Plattformfähigkeiten häufig zusätzliche Komplexität statt nachhaltiger Vereinfachung.

Fazit – Die nächste Transformationsphase wird durch Orchestrierung entschieden

Die nächste Phase der digitalen Transformation wird nicht durch einzelne Technologien entschieden, sondern durch die Fähigkeit, Komplexität kontrolliert zu organisieren. SAP BTP adressiert diese Entwicklung nicht primär als Technologieportfolio, sondern als integrierende Steuerungsschicht moderner Enterprise-Architekturen.

Für Unternehmen entsteht daraus eine zentrale strategische Aufgabe: Nicht möglichst viele Technologien einzuführen, sondern eine Architektur aufzubauen, die Wandel dauerhaft beherrschbar macht.

Manage Now unterstützt Unternehmen bei der Bewertung ihrer bestehenden SAP-Landschaft und der Entwicklung einer tragfähigen BTP-Strategie.

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Manage Now ist ein führender IT-Service- und Managed Services Provider für Unternehmen und öffentliche Institutionen, die ihre IT strategisch weiterentwickeln und gleichzeitig stabil betreiben wollen. Mit über 50 Jahren kombinierter IT- und Projekterfahrung übernehmen wir Verantwortung für komplexe IT-Landschaften. Dabei verbinden wir Consulting, Betrieb und Transformation in einem integrierten Ansatz und schaffen so die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unser integriertes Portfolio reicht von Sovereign Cloud und Hybrid- und Multi-Cloud über SAP und Application Management bis hin zu Security und modernen Arbeitsumgebungen und schafft die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unternehmen entscheiden dabei selbst, wie viel Verantwortung sie abgeben wollen, vom einzelnen Service bis zur vollständigen End-to-End-Betriebsverantwortung.

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Digitale Souveränität 2026: Von der IT-Entscheidung zur strategischen Führungsaufgabe

Digitale Souveränität 2026: Von der IT-Entscheidung zur strategischen Führungsaufgabe

Digitale Souveränität ist in den Vorstandsetagen angekommen, aber noch nicht in den Budgets und Architekturentscheidungen. Dabei ist die Lage eindeutig: Mit NIS2, dem EU Data Act und einer geopolitisch fragilen globalen IT-Abhängigkeit haben Unternehmen keine Wahl mehr, ob sie sich mit dem Thema beschäftigen. Die Frage ist nur, ob sie es reaktiv oder strategisch tun.

Dieser Artikel zeigt, was digitale Souveränität 2026 konkret bedeutet, wo die größten Missverständnisse liegen und wie IT-Entscheider eine Strategie entwickeln, die weder zu riskant noch zu teuer ist.

Was ist digitale Souveränität und warum reicht Datenresidenz allein nicht aus?

Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, seine IT-Infrastruktur, Daten und Prozesse eigenständig zu kontrollieren, unabhängig von externen Einflüssen durch Anbieter, Behörden oder geopolitische Entwicklungen.

Das entscheidende Missverständnis: Souveränität ist nicht dasselbe wie Datenresidenz. Der Fakt, dass ein Server physisch in Frankfurt steht, schützt nicht vor Zugriffen, wenn der Cloud-Anbieter amerikanischem Recht unterliegt. Der US CLOUD Act verpflichtet US-Unternehmen zur Herausgabe von Daten auf behördliche Anordnung, unabhängig davon, in welchem Land die Server stehen.

Dass das kein theoretisches Risiko ist, hat Microsoft im Juni 2025 selbst bestätigt: Der Chefjustiziar von Microsoft Frankreich erklärte vor dem französischen Senat unter Eid, dass Microsoft nicht garantieren kann, dass Daten europäischer Kunden – auch wenn sie in EU-Rechenzentren gespeichert sind – nicht an US-Behörden weitergegeben werden. Eine klarere Aussage zur Lage ist kaum vorstellbar.

Für IT-Entscheider bedeutet das: Die Jurisdiktion des Anbieters ist entscheidend, nicht die Postleitzahl des Rechenzentrums.

Man unterscheidet deshalb mehrere Dimensionen (definiert im EU Cloud Sovereignty Framework) digitaler Souveränität, die alle berücksichtigt werden müssen:

Dimension – Kernfrage – Typisches Risiko

  • Strategic Sovereignty
    – Wie leicht ist es Anbieter zu wechseln?
    – Abhängigkeit von Nicht-EU-Anbietern (finanziell und funktional)
  • Legal & Jurisdictional Sovereignty
    – Welchem Recht unterliegen Daten und Anbieter?
    – Zugriff durch ausländische Behörden
  • Data & AI Sovereignty-
    – Wie werden Daten verarbeitet und genutzt?
    – Intransparente KI-Modelle („Black Box“)
  • Operational Sovereignty (inkl. Betriebs-Souveränität)
    – Wer betreibt die Systeme und hat Zugriff?
    – Zugriff aus Drittstaaten / globale Support-Strukturen
  • Supply Chain Sovereignty
    – Wie transparent ist die Lieferkette?
    – Abhängigkeit von einzelnen globalen Anbietern
  • Technology Sovereignty (inkl. Software-Souveränität)
    – Wie abhängig ist der Software-Stack?
    – Vendor Lock-in durch proprietäre Technologien
  • Security & Compliance Sovereignty
    – Wie werden Sicherheit und Compliance sichergestellt?
    – Fehlende Auditierbarkeit oder externe Kontrolle
  • Environmental Sustainability
    – Wie effizient und nachhaltig ist die Infrastruktur?
    – Ineffiziente Rechenzentren

Erst wenn alle Dimensionen adressiert sind, lässt sich von echter digitaler Souveränität sprechen.

Warum 2026 ein Wendepunkt ist: Die regulatorischen Treiber

Der Druck auf Unternehmen, ihre Cloud-Strategie souverän zu gestalten, kommt nicht aus abstrakten IT-Überlegungen. Er kommt aus der Regulierung und ist in den letzten 18 Monaten erheblich gestiegen.

NIS2 (in Kraft seit Dezember 2025): Das NIS2-Umsetzungsgesetz verpflichtet rund 30.000 Unternehmen in Deutschland, Cybersicherheitsmaßnahmen nachweisbar umzusetzen, inklusive Anforderungen an Kryptographie, Datenschutz und Lieferkettensicherheit. Wer kritische Workloads bei einem Anbieter ohne europäische Gerichtsbarkeit betreibt, hat ein strukturelles Compliance-Problem. Mehr zum Thema NIS2: NIS2 in der Praxis: Persönliche Haftung, Nachweispflicht und was Geschäftsführer jetzt konkret tun müssen – Manage Now

EU Cloud Sovereignty Framework (seit 29. Oktober 2025)

Das Cloud Sovereignty Framework dient als ein standardisierter Bewertungsrahmen für Cloud-Souveränität. Das Framework definiert acht Souveränitätsziele (SOV-1 bis SOV-8), die strategische, juristische, operative, technologische, Daten- und KI-Souveränität sowie Nachhaltigkeit und Lieferkettenresilienz abdecken. Zur Bewertung wird ein fünfstufiges System namens Sovereignty Effective Assurance Levels (SEAL 0-4) eingesetzt. Cloud-Anbieter müssen definierte Mindestlevels erreichen, um in Ausschreibungen berücksichtigt zu werden
Zusätzlich wird ein Sovereignty Score berechnet, der die Qualität und Einbindung des Anbieters in das EU-Ökosystem bewertet, einschließlich Eigentümerstruktur, Governance, Investitionen und rechtlicher Exposition gegenüber Drittstaaten wie dem US CLOUD Act

EU Data Act (seit 12. September 2025): Der EU Data Act regelt, wer unter welchen Bedingungen auf Daten zugreifen darf und stärkt das Recht auf Datenportabilität. Für Unternehmen, die Daten in proprietären Cloud-Umgebungen speichern, entstehen neue Nachweispflichten und potenzielle Wechselhürden.

DORA (seit Januar 2025): Für den Finanzsektor gilt zusätzlich die Digital Operational Resilience Act, die explizite Anforderungen an die Resilienz von IT-Dienstleistern und Cloud-Anbietern stellt, inklusive Exit-Strategien und Kontrollrechten.

Geopolitische Fragmentierung: Jenseits der Regulierung hat sich die geopolitische Risikolage verändert. IT-Entscheider, die ihre gesamte kritische Infrastruktur bei einem einzigen Hyperscaler aus einem Drittland konzentriert haben, sind mit einem Risiko konfrontiert, das vor drei Jahren noch theoretisch war.

Datenkategorie – Beispiele – Empfohlene Umgebung

  • Hochsensibel / reguliert
    – Personaldaten, Gesundheitsdaten, kritische Produktionsdaten, M&A-Informationen
    – Sovereign Cloud unter EU-Gerichtsbarkeit
  • Geschäftskritisch
    – ERP, CRM, Finanzsysteme
    – Hybrid: Sovereign oder Private Cloud mit strengem Zugriffsmanagement
  • Operativ / wenig sensibel
    – Entwicklungsumgebungen, Marketing-Tools, Kollaborationsplattformen
    – Hyperscaler möglich, bei bewusster Risikoakzeptanz

Dieser Ansatz – in der Praxis als Workload-Klassifizierung bezeichnet – ist der erste Schritt jeder tragfähigen Souveränitätsstrategie. Er vermeidet zwei typische Fehler: die vollständige Hyperscaler-Abhängigkeit ohne Risikobetrachtung auf der einen Seite und den unrealistischen Totalausstieg auf der anderen.

Krypto-Agilität und Vendor-Lock-in: Unabhängig vom gewählten Modell sollten Unternehmen Architekturen bevorzugen, die auf offenen Standards basieren und einen Anbieterwechsel ohne Totalumbau ermöglichen. Proprietäre Dienste schaffen Abhängigkeiten, die sich über Jahre akkumulieren und im Ernstfall teuer werden.

In 4 Schritten zur Sovereign Cloud Strategie: Was IT-Entscheider jetzt tun müssen

Eine Souveränitätsstrategie entsteht nicht in einem Workshop. Sie erfordert eine strukturierte Vorgehensweise:

Schritt 1: Workload- und Dateninventar erstellen

Welche Systeme laufen wo? Welche Daten sind besonders schutzbedürftig? Welche regulatorischen Anforderungen (NIS2, DORA, DSGVO, branchenspezifisch) gelten konkret? Ohne dieses Inventar sind alle weiteren Entscheidungen spekulativ.

Schritt 2: Anbieter entlang der acht Souveränitätsdimensionen bewerten

Infrastruktur, Betrieb, Software, alle Dimensionen pro Anbieter prüfen. Ergebnis ist typischerweise ernüchternd: Die tatsächliche Abhängigkeit von nicht-europäischen Strukturen ist in den meisten Unternehmen größer als angenommen.

Schritt 3: Migrationsstrategie entwickeln – priorisiert, nicht radikal

Ein abrupter Komplettausstieg aus Hyperscaler-Umgebungen ist weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Sinnvoll ist ein risikobasierter Migrationspfad: Neue Projekte von Anfang an souverän aufsetzen, bestehende kritische Workloads nach Priorität migrieren, unkritische Systeme mit bewusster Risikoakzeptanz belassen.

Schritt 4: Krypto-Agilität und Exit-Strategie einplanen

Unabhängig vom gewählten Anbieter: Architekturen so gestalten, dass ein Wechsel möglich bleibt. Das bedeutet offene Standards, dokumentierte Abhängigkeiten und eine definierte Exit-Strategie, eine Anforderung, die DORA für den Finanzsektor bereits vorschreibt und die für alle Unternehmen sinnvoll ist.

Fazit: Digitale Souveränität ist kein Projekt, sondern ein Architekturprinzip

Digitale Souveränität ist keine einmalige Maßnahme. Sie ist ein Architekturprinzip, das in jede Cloud-Entscheidung einfließen muss, von der Auswahl neuer SaaS-Tools bis zur Konzeption kritischer Infrastruktur.

Die gute Nachricht: Der europäische Markt für souveräne Cloud-Infrastruktur ist 2026 reif genug, um tragfähige Alternativen zu bieten. Die schlechte Nachricht: Die Lücke zwischen regulatorischem Druck und tatsächlicher Umsetzung ist in den meisten Unternehmen noch groß.

Wer heute beginnt, hat die Chance auf einen geordneten Übergang. Wer wartet, wird unter Druck migrieren.

Der erste Schritt ist immer derselbe: ein ehrliches Bild der eigenen Abhängigkeiten. Manage Now unterstützt IT-Entscheider bei der Analyse bestehender Cloud-Infrastrukturen und der Entwicklung einer tragfähigen Sovereign-Cloud-Strategie.

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Was ändert sich für SAP-On-Premise-Kunden durch die Entscheidung der EU-Kommission?

Was ändert sich für SAP-On-Premise-Kunden durch die Entscheidung der EU-Kommission?

Am 9. Juli 2026 hat die EU-Kommission die Verpflichtungsangebote von SAP im Kartellverfahren zu Wartungs- und Support-Dienstleistungen für On-Premise-ERP-Software für rechtsverbindlich erklärt. Damit endet ein Verfahren, das die Kommission im September 2025 eingeleitet hatte, ohne Bußgeld für SAP, aber mit weltweit für zehn Jahre gültigen Zusagen, die den Handlungsspielraum von SAP-Bestandskunden deutlich erweitern. Für Unternehmen, die SAP-ERP-Systeme im eigenen Rechenzentrum betreiben, lohnt sich jetzt ein genauer Blick auf die eigene Wartungs- und Supportstrategie.

Worum ging es in dem Verfahren?

Die Kommission hatte vorläufig festgestellt, dass SAP seine marktbeherrschende Stellung im Wartungs- und Support-Geschäft für On-Premise-ERP-Software möglicherweise in einer Weise genutzt hat, die den Wettbewerb einschränkt. Im Kern ging es um vier Praktiken:

  • Support für ungenutzte Lizenzen: Kunden konnten Wartungsverträge für Lizenzen, die sie gar nicht mehr nutzten, häufig nicht kündigen.
  • Wiedereinstiegsgebühren: Wer den SAP-Support unterbrochen hatte, musste bei der Rückkehr teils Gebühren zahlen, die dem entsprachen, was bei durchgehender Nutzung angefallen wäre.
  • Verlängerung der Bindungsfrist: Jeder Zukauf von Lizenzen konnte die ursprüngliche, nicht kündbare Vertragslaufzeit neu starten lassen.
  • Bündelungszwang: Kunden mussten für alle On-Premise-Produkte einheitlich SAP-Support zu einheitlichen Konditionen beziehen und konnten Angebote nicht mit anderen Anbietern kombinieren.

Die Kommission sah darin einen möglichen Verstoß gegen Artikel 102 AEUV, das Verbot des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung. Um das Verfahren zu beenden, hat SAP der Kommission Verpflichtungsangebote unterbreitet, die nach einem Markttest im Winter 2025/26 angepasst und nun für zehn Jahre weltweit rechtsverbindlich wurden.

Was SAP konkret zugesagt hat

  • Aufteilung in Commercial Installations: SAP muss die Bedingungen präzisieren, unter denen Kunden ihre SAP-Landschaft in getrennte Teile (Commercial Installations) aufteilen können. Mit unterschiedlichen Support-Anbietern, unterschiedlichem SAP-Support-Umfang oder auch ganz ohne Support je Landschaftsteil.
  • Neue Kündigungsrechte in definierten Szenarien: Lizenzen lassen sich künftig in bestimmten Fällen kündigen: bei Produkten in der letzten Wartungsphase, bei gescheiterten Implementierungsprojekten in SAP-Verantwortung, bei Insolvenz, bei einem Personalabbau von mindestens 10 % innerhalb von zwei Jahren sowie bei Veräußerung eines Geschäftsbereichs (Carve-out).
  • Lizenzreduzierung bei Personalabbau: Bei einem Personalabbau von mindestens 10 % über zwei Jahre können Kunden ihre Lizenzen und die zugehörigen Wartungskosten in entsprechendem Umfang reduzieren.
  • Erweiterter Zugang zu Single Metric Contracts: SAP muss Kunden einen breiteren Zugang zu Single-Metric-Verträgen, einer alternativen, oft einfacheren Methode zur Berechnung von Lizenz- und Wartungsgebühren, gewähren.
  • Präzisierung der Vertragslaufzeiten: SAP muss die Regeln zur ursprünglichen, nicht kündbaren Lizenzlaufzeit klarer fassen und darf diese Laufzeit bei jedem weiteren Lizenzkauf nicht mehr automatisch neu starten lassen.
  • Geringere Kosten beim Wiedereinstieg: Wer nach einer Unterbrechung wieder in den SAP-Support einsteigt, zahlt künftig keine Wiederaufnahmegebühr mehr, und auch etwaige Nachzahlungen fallen geringer aus.
  • Clearing-Stelle und Überwachung: SAP richtet eine interne Stelle ein, an die sich Kunden wenden können, wenn sie die Umsetzung der Verpflichtungen durch SAP für unzureichend halten. Ein unabhängiger Überwachungstreuhänder berichtet der Kommission während der zehnjährigen Laufzeit regelmäßig über die Umsetzung.

Was das für die Praxis bedeutet und was nicht

Für SAP-Bestandskunden ergeben sich dadurch spürbar mehr Freiheitsgrade bei der Gestaltung der eigenen Wartungs- und Supportstrategie. Das betrifft insbesondere:

  • Aufteilung der SAP-Landschaft in mehrere Commercial Installations Landschaftsteile lassen sich technisch und vertraglich trennen und unterschiedlich betreuen lassen.
  • Unterschiedliche Supportmodelle je Landschaftsteil je nach Kritikalität und Lebenszyklus des jeweiligen Systems.
  • Neue Möglichkeiten zur Reduzierung nicht mehr benötigter Lizenzen durch Kündigungsrechte in den neu definierten Szenarien.
  • Erleichterungen bei Carve-outs und Restrukturierungen durch klar geregelte Übertragungs- und Kündigungsoptionen bei Veräußerungen von Geschäftsbereichen.
  • Breiterer Zugang zu Single Metric Contracts für größere Vertragsvolumina, die die Lizenzberechnung vereinfachen können.
  • Geringere Kosten bei einem späteren Wiedereinstieg in die SAP-Wartung ohne die bislang üblichen Wiederaufnahmegebühren und mit geringeren Nachzahlungen.

Diese neuen Regelungen bedeuten aber nicht automatisch, dass ein vollständiger Ausstieg aus der SAP-Wartung für jedes Unternehmen sinnvoll ist. Entscheidend ist, welche Systeme weiterhin Herstellersupport benötigen, welche Landschaftsteile auch ohne SAP-Wartung stabil weiterbetrieben werden können und wo alternative oder hybride Modelle, etwa mit Drittanbietern, wirtschaftlich tragfähig sind. Eine pauschale Kündigung ohne belastbare Analyse der eigenen Landschaft kann zu Risiken bei Sicherheit, Compliance und Systemstabilität führen.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme ist

Die neuen Regelungen fallen zeitlich mit einer ohnehin anstehenden Weichenstellung für viele SAP-Anwender zusammen: Die reguläre Wartung der klassischen Business Suite läuft in den kommenden Jahren aus, und die Migration auf S/4HANA steht für zahlreiche Unternehmen auf der Agenda. Wer jetzt eine fundierte Bestandsaufnahme der eigenen SAP-Verträge, Lizenzen und Landschaftsteile vornimmt, verschafft sich zusätzliche Verhandlungsmasse, unabhängig davon, ob am Ende eine Teilkündigung, ein Wechsel zu Single Metric Contracts, eine Kombination aus SAP- und Drittanbieter-Support oder der unveränderte Fortbestand des bestehenden Vertrags die wirtschaftlich sinnvollste Option ist.

Der Manage Now SAP Maintenance & Support Check

Mit unserem SAP Maintenance & Support Check prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, welche der neuen Möglichkeiten für Ihre konkrete SAP-Landschaft tatsächlich relevant sind. Dazu gehören:

  • Analyse bestehender SAP-Verträge und Wartungskosten auf mögliche Optimierungen und Kündigungsoptionen hin.
  • Abgleich von Lizenzbestand und tatsächlicher Nutzung, um ungenutzte oder überdimensionierte Lizenzen zu identifizieren.
  • Prüfung möglicher Commercial Installations für Ihre Systemlandschaft.
  • Bewertung von Teilkündigungs- und Reduzierungsmöglichkeiten nach den neuen EU-Regelungen.
  • Vergleich von SAP-Wartung, alternativer Wartung und Mischmodellen gegenüberzustellen und wirtschaftlich zu bewerten.
  • Einordnung der Auswirkungen auf Ihre weitere SAP- und Cloud-Strategie.

Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage: technisch, wirtschaftlich und vertraglich abgestimmt auf die jeweilige SAP-Landschaft.

Fazit: Mehr Handlungsoptionen von SAP-On-Premise-Kunden

Die Entscheidung der EU-Kommission vom 9. Juli 2026 erweitert die Handlungsoptionen von SAP-On-Premise-Kunden erheblich, von der Aufteilung der Landschaft über neue Kündigungsrechte bis zu günstigeren Bedingungen beim Wiedereinstieg in die Wartung. Ob und in welchem Umfang sich diese Optionen für ein konkretes Unternehmen lohnen, lässt sich jedoch nur auf Basis einer fundierten Analyse der eigenen SAP-Landschaft beantworten. Pauschale Entscheidungen bergen sowohl wirtschaftliche als auch technische Risiken.

Sie möchten wissen, welche der neuen Möglichkeiten für Ihre SAP-Landschaft relevant sind? Vereinbaren Sie einen SAP Maintenance & Support Check mit dem Team von Manage Now.

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Manage Now feiert Doppelerfolg im SAP-Ökosystem

Manage Now feiert Doppelerfolg im SAP-Ökosystem

Manage Now hat einen wichtigen Meilenstein seiner SAP-Strategie erreicht: Das Unternehmen wurde erstmals als Partner für die SAP Business Technology Platform (SAP BTP) zertifiziert und hat zugleich seine bestehende SAP-HANA-Partnerzertifizierung erfolgreich re-zertifiziert. Beide Zertifizierungen ergänzen den bestehenden SAP-Gold-Partner-Status und stärken die Position von Manage Now als End-to-End-Partner entlang der gesamten SAP-Wertschöpfungskette – von der Beratung über die Implementierung bis zum Betrieb.

Die SAP Business Technology Platform bildet die technologische Basis für Innovationen im SAP-Umfeld. Sie ermöglicht die intelligente Vernetzung von Daten, die Automatisierung von Prozessen sowie die Integration moderner KI-Anwendungen in bestehende Geschäftsprozesse.

„Künstliche Intelligenz entwickelt sich zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Mit unserer SAP-BTP-Zertifizierung schaffen wir die Grundlage, unsere Kunden auf dem Weg zu intelligenten, datengetriebenen Geschäftsprozessen gezielt zu unterstützen und den Mehrwert von SAP-AI-Lösungen schneller in die Praxis zu überführen“, sagt Mario Fischer, Head of SAP Competence Center bei Manage Now.

Breite Qualifizierung als Erfolgsfaktor

Die Zertifizierungen sind das Ergebnis einer unternehmensweiten Qualifizierungsoffensive: Knapp 100 Mitarbeitende haben in den vergangenen Monaten neue SAP-Zertifizierungen in den Bereichen SAP HANA und SAP BTP erworben.

„Diese Zertifizierungen sind das Ergebnis einer außergewöhnlichen Teamleistung über viele Bereiche unseres Unternehmens hinweg“, sagt Josko Jeraj, CEO und Geschäftsführer von Manage Now. „Mit unseren Zertifizierungen für SAP HANA Cloud and database operations und SAP BTP Operations verfügen wir über zertifizierte Expertise entlang der zentralen SAP-Plattformstrategie. Sie belegen, dass wir diese Technologien nicht nur beherrschen, sondern aktiv weiterentwickeln und unseren Kunden konkrete Mehrwerte erschließen.“

Lars Wangrin, New Business Lead, ergänzt: „Dieser Doppelerfolg unterstreicht die Tiefe unserer SAP-Kompetenz. Er stärkt unsere Position bei Unternehmen, die ihre SAP-Systemlandschaft mit SAP S/4HANA und SAP BTP modernisieren und die Potenziale von Künstlicher Intelligenz erschließen möchten.“

Basis für weiteres Wachstum

Mit den neuen Zertifizierungen schafft Manage Now die Voraussetzungen, Innovationen im SAP-Ökosystem konsequent voranzutreiben und Kunden bei ihrer Transformation noch umfassender zu begleiten. Das Unternehmen dankt allen Mitarbeitenden, die mit ihrem Engagement und ihrer Expertise zu diesem Erfolg beigetragen haben.

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Lünendonk®-Liste 2026: Manage Now zum zweiten Mal in Folge unter den Top 15 der führenden IT-Service-Unternehmen

Lünendonk®-Liste 2026: Manage Now zum zweiten Mal in Folge unter den Top 15 der führenden IT-Service-Unternehmen

Manage Now gehört auch 2026 zu den 15 führenden IT-Service-Unternehmen in Deutschland. Das geht aus der aktuellen Lünendonk®-Liste hervor, die das Research- und Analystenhaus Lünendonk & Hossenfelder jährlich veröffentlicht. Für Manage Now ist es bereits das zweite Jahr in Folge, in dem das Unternehmen unter den Top 15 des Rankings geführt wird.

Die Lünendonk®-Liste gilt als wichtiger Orientierungsmaßstab für den deutschen IT-Dienstleistungsmarkt. In das Ranking der führenden IT-Service-Unternehmen werden Anbieter aufgenommen, die mehr als 50 Prozent ihrer Umsätze mit IT-Operations-Services wie Managed Services, Hosting sowie dem Betrieb von IT-Anwendungen und IT-Infrastrukturen erzielen und darüber hinaus signifikante Umsätze mit weiteren IT-Services erwirtschaften. Die Rangfolge basiert auf kontrollierten Selbstauskünften der Unternehmen sowie auf Schätzungen von Lünendonk & Hossenfelder. Manage Now belegt in der aktuellen Ausgabe Rang 15.

Die aktuelle Lünendonk-Studie zeichnet das Bild eines Marktes, der von verhaltenem Wachstum und gleichzeitig steigenden Anforderungen an die IT geprägt ist. Während Unternehmen verstärkt in IT-Modernisierung, Cloud-Transformation und Innovation investieren, wächst zugleich der Druck, bestehende Strukturen effizient zu betreiben und wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Blick zu behalten.

„In unseren Kundengesprächen zeigt sich, dass Effizienz und Transformation längst keine Gegensätze mehr sind. Unternehmen suchen nach Wegen, ihre IT zu modernisieren und Innovationen umzusetzen, ohne dabei wirtschaftliche und regulatorische Anforderungen aus dem Blick zu verlieren. Die erneute Platzierung in der Lünendonk®-Liste spiegelt diese Entwicklung im Markt wider“, Lars Wangrin, New Business Lead bei Manage Now.

Für Manage Now fällt die erneute Platzierung in eine Phase der strategischen Weiterentwicklung. Ende 2025 hat das Unternehmen seinen Marktauftritt geschärft und seinen Fokus weiter konkretisiert. „Die erneute Platzierung in der Lünendonk®-Liste sehen wir als Bestätigung unserer Entwicklung. Mit der Schärfung unseres Marktauftritts Ende 2025 haben wir unseren strategischen Fokus weiter konkretisiert. Die Platzierung bestärkt uns darin, diesen Weg konsequent fortzusetzen und unsere Kunden als verlässlicher Partner bei ihren Transformationsvorhaben zu begleiten“, Josko Jeraj, Geschäftsführer und CEO von Manage Now.

Die wiederholte Aufnahme in die Lünendonk®-Liste unterstreicht die Position von Manage Now in einem Marktumfeld, in dem Unternehmen zunehmend gefordert sind, operative Stabilität, Effizienz und technologische Weiterentwicklung miteinander zu verbinden.

Über die Manage Now GmbH

Manage Now ist ein führender IT-Service- und Managed Services Provider für Unternehmen und öffentliche Institutionen, die ihre IT strategisch weiterentwickeln und gleichzeitig stabil betreiben wollen. Mit über 50 Jahren kombinierter IT- und Projekterfahrung übernehmen wir Verantwortung für komplexe IT-Landschaften. Dabei verbinden wir Consulting, Betrieb und Transformation in einem integrierten Ansatz und schaffen so die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unser integriertes Portfolio reicht von Sovereign Cloud und Hybrid- und Multi-Cloud über SAP und Application Management bis hin zu Security und modernen Arbeitsumgebungen und schafft die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unternehmen entscheiden dabei selbst, wie viel Verantwortung sie abgeben wollen, vom einzelnen Service bis zur vollständigen End-to-End-Betriebsverantwortung.

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Führender Automobilzulieferer migriert SAP-Landschaft erfolgreich auf S/4HANA – mit Manage Now schneller, sicherer und wirtschaftlicher als geplant

Führender Automobilzulieferer migriert SAP-Landschaft erfolgreich auf S/4HANA – mit Manage Now schneller, sicherer und wirtschaftlicher als geplant

Ein führender Automobilzulieferer aus der Bremsbelagtechnologie hat seine SAP-Systemlandschaft erfolgreich auf SAP S/4HANA migriert. Die Transformation wurde gemeinsam mit dem IT-Service- und Managed Services Provider Manage Now durchgeführt – termingerecht, innerhalb des Budgets und mit einem konsequent minimalinvasiven Ansatz, der die Stabilität der Geschäftsprozesse während der gesamten Migration sicherstellte.

Klarer Handlungsdruck, komplexe Ausgangslage

Der Migrationsdruck war für das Unternehmen eindeutig: Mit dem absehbaren Ende des SAP-ECC-Supports und dem festen internen Zieldatum 2027 war eine strategisch solide und technisch belastbare Transformation unausweichlich. Erschwerend kam hinzu, dass die über Jahre gewachsene, mehrstufige SAP-Landschaft eng mit bestehenden Geschäftsprozessen verwoben war – und gleichzeitig fünf systemintegrierte Add-ons nach der Umstellung nicht mehr nativ funktionsfähig gewesen wären. Neben der technischen Komplexität erforderte das Projekt umfangreiche Custom-Code-Anpassungen, die Umstellung des Lizenzmodells sowie wesentliche Prozessanpassungen im Bereich der Finanztransformation und das alles bei laufendem Betrieb.

Brownfield mit Köpfchen: Bewährtes erhalten, Zukunft sichern

Gemeinsam mit Manage Now entschied sich der Kunde bewusst für einen Brownfield-Migrationsansatz. Das Ziel: keine grundlegende Neugestaltung der Systemlandschaft, sondern eine stabile, risikoarme und wirtschaftlich effiziente Überführung in die S/4HANA-Welt. Manage Now übernahm dabei die End-to-End-Verantwortung für Planung und Umsetzung.

Die Umsetzung konzentrierte sich auf vier strategische Handlungsfelder:

  • Technische Conversion aller SAP-Systeme inklusive vollständiger Datenbankmigration
  • Weitgehend automatisierte Custom-Code-Anpassung durch den Einsatz der S/4HANA-Custom Code Engine
  • Nahtlose Integration der Add-on-Migrationsupgrades in den Gesamtprojektplan
  • Gezielte, minimalinvasive Prozessanpassungen – ausschließlich dort, wo S/4HANA dies zwingend erforderte

Den methodischen Rahmen bildete der Manage Now Transcelerator, ein modularer Ansatz, der flexible Projektgestaltung, bewährte Best Practices und gezielte Automatisierung in einem integrierten Vorgehen kombiniert.

„Für uns war entscheidend, die S/4HANA-Migration an unsere bestehenden Prozesse anzupassen. Wir haben diesen Ansatz mit Manage Now detailliert ausgearbeitet und konsequent umgesetzt. Besonders überzeugt hat uns die Kombination aus strukturierter Vorgehensweise, hoher Transparenz und dem Einsatz von Automatisierung, die den Aufwand spürbar reduziert hat.“ Projektverantwortlicher SAP-Transformation, Führender Automobilzulieferer

Messbare Ergebnisse – operativ und wirtschaftlich

Die Transformation wurde innerhalb des geplanten Zeit- und Budgetrahmens abgeschlossen. Sämtliche Systeme – von der Sandbox bis zum Produktivsystem – wurden stabil in die S/4HANA-Welt überführt.

Die konkreten Ergebnisse:

  • Erfolgreiche Conversion aller SAP-Systeme – on time, on budget
  • Deutlich reduzierter Custom-Code-Aufwand durch konsequente Automatisierung
  • Alle fünf kritischen Add-ons erfolgreich migriert und in S/4HANA integriert
  • Hohe Prozesskontinuität durch den minimalinvasiven Ansatz
  • Termingerechter Go-Live des Produktivsystems
  • Verbesserte Transparenz und Steuerbarkeit durch klare Governance-Strukturen

Für das Unternehmen bedeutet die abgeschlossene Migration vor allem eines: langfristige Zukunftssicherheit der SAP-Landschaft bei signifikant reduziertem Projektrisiko und eine Transformation, die schneller realisiert wurde als bei alternativen Ansätzen.

Über den Kunden

Der Kunde ist ein global tätiger Automobilzulieferer aus der Bremsbelagtechnologie mit Hauptsitz in Deutschland. Das Unternehmen steht für hohe Anforderungen an Stabilität und Prozesskontinuität und betreibt eine komplexe, historisch gewachsene SAP-Landschaft.

Über die Manage Now GmbH

Manage Now ist ein IT- und Managed Services Provider für Unternehmen und öffentliche Institutionen, die ihre IT strategisch weiterentwickeln und stabil betreiben wollen. Mit über 50 Jahren kombinierter Erfahrung verantworten wir komplexe IT-Landschaften und verbinden Consulting, Transformation und Betrieb in einem integrierten Ansatz. Unser Portfolio reicht von Cloud und SAP bis Security und Application Management – modular oder End-to-End.

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