
„Wake up with Manage Now!“ wirkt: Erfolgreicher DSAG-Kongress Auftritt mit Weltpremiere
Manage Now, SAP Gold Partner mit Sitz in München, blickt auf einen sehr erfolgreichen DSAG-Jahreskongress 2026 zurück. Vom 6. bis 8. Oktober präsentierte sich das Unternehmen auf der Koelnmesse am Stand I13 unter dem Motto „Wake up with Manage Now!“. Über 500 Besucher kamen im Laufe der drei Kongresstage an den Stand. Dort entstanden bei frischem Espresso zahlreiche fachliche Gespräche mit Anwenderunternemen, Partnern und Branchenvertretern.
Der DSAG-Jahreskongress ist der größte Treffpunkt der deutschsprachigen SAP-Anwenderschaft. Für Manage Now ist er der wichtigste Termin des Jahres, um mit der SAP-Community über die Themen zu sprechen, die Unternehmen aktuell bewegen.
Modernisierungsdruck trifft auf den Wunsch nach Steuerbarkeit
Das Kongressmotto „Wake up with Manage Now!“ knüpfte Manage Now an fünf Themenfelder, in denen aus Sicht des Unternehmens in vielen SAP-Landschaften aktueller Handlungsbedart besteht: S/4HANA und Migration, Clean Core, SAP Security, AMS und Cloud Services sowie Business AI. In den Gesprächen am Stand zeigte sich ein einheitliches Bild. Unabhängig davon, ob es um die Terminierung der Migration, den Umgang mit gewachsenem Custom Code, die Absicherung der Systemlandschaft oder den sinnvollen Einsatz von KI ging, stand ein Bedürfnis im Vordergrund: mehr Klarheit und mehr Steuerbarkeit in einer Phase tiefgreifender Veränderungen.
„Die SAP-Welt steht vor gewaltigen Veränderungen, und das haben wir in den drei Tagen in Köln sehr deutlich gespürt“, sagt Josko Jeraj, CEO und Geschäftsführer von Manage Now. „Viele Unternehmen wissen, dass sie handeln müssen. Was ihnen fehlt, ist ein belastbarer Überblick, womit sie anfangen und wie sie ihre Transformation Schritt für Schritt steuern können. Genau dort setzen wir an. Die Resonanz am Stand hat uns gezeigt, dass wir mit unseren Themen den Nerv der SAP-Community treffen.“
Besonders deutlich wurde das beim Thema KI. „Viele Besucher kamen mit dem Thema KI an den Stand“, sagt Lars Wangrin, New Business Lead bei Manage Now. „Im Gespräch ging es dann aber schnell um die Grundlagen: saubere Systeme, klare Zuständigkeiten und ein realistischer Migrationspfad. Vielen ist bewusst, dass KI ihren Nutzen erst entfaltet, wenn das Fundament stimmt.“
Espresso-Session: CleanCore Radar macht Transformation greifbar
Ein Höhepunkt die Espresso-Session am 7. Oktober. Christian Eicher, Head of SAP Consulting & Development, stellte dort den neuen Manage Now CleanCore Radar vor. Eine Weltpremiere auf dem Kongress. Das Tool führt Befunde aus unterschiedlichen SAP-Analysen, etwa aus ATC, SPAU/SPDD oder Cloud ALM, in einem zentralen, steuerbaren Modell zusammen. Befunde werden dadurch priorisierbar, zuordenbar und nachweisbar, statt in einzelnen Prüfberichten zu verbleiben. Für Unternehmen wird der Weg zum Clean Core damit transparent und planbar.
„Clean Core ist für viele Unternehmen kein Technikthema, sondern eine Steuerungsfrage“, sagt Christian Eicher. „Die Befunde sind meist schon da, nur liegen sie verteilt in verschiedenen Analysen. Der CleanCore Radar bringt sie zusammen und schafft eine gemeinsame Grundlage für Entscheidungen. Das Interesse an der Session und die Fragen im Anschluss haben gezeigt, wie groß dieser Bedarf ist.“
Interessierte Unternehmen konnten sich auf dem Kongress für das Alpha-POC-Programm vormerken, mit dem Manage Now den CleanCore Radar noch vor dem breiten Marktstart gemeinsam mit ersten Kunden weiterentwickelt. Innerhalt von drei Tagen waren alle Plätze im Pilotprogramm vergeben.
Partnerschaften: Austausch mit Solutive vertieft
Neben den Fachgesprächen mit Kunden und Interessenten nutzte Manage Now den Kongress, um bestehende Partnerschaften zu pflegen. Besonders hervorzuheben ist das Treffen mit dem Partner Solutive® AG. Solutive liefert mit der ESM Suite und VEVEO Softwarelösungen für Change-, Release- und Testmanagement sowie KI-Automatisierung. Manage Now bringt den ganzheitlichen Blick auf die Kunden ein, von den individuellen Anforderungen bis hin zur langfristigen SAP-Strategie. Gemeinsam stellen beide Unternehmen sicher, dass innovative Lösungen dort ansetzen, wo sie echten Mehrwert schaffen. Der Austausch in Köln lieferte nach Angaben von Manage Now zahlreiche frische Impulse für die weitere Zusammenarbeit.
Teamspirit als Erfolgsfaktor
Der Messeerfolg ist auch das Ergebnis der Geschlossenheit des Teams vor Ort. Über die gesamte Kongressdauer präsentierte sich Manage Now mit einem starken Teamspirit, der von den Besuchern ausdrücklich wahrgenommen wurde. Mit Espresso und Gewinnspiel, bei dem eine Kaffeemaschine verlost wurde, setzte das Unternehmen zudem auf eine offene, einladende Atmosphäre, in der aus Standbesuchen schnell vertiefte Fachgespräche wurden.
„Wir bedanken uns bei allen, die bei uns vorbeigeschaut haben, und bei unserem gesamten Team für den großartigen Einsatz“, so Josko Jeraj. „Wir nehmen aus Köln enorm viel Rückenwind mit und werden die Impulse nutzen, um unsere Kunden auf dem Weg zu einer modernen, sicheren und steuerbaren SAP-Landschaft noch gezielter zu unterstützen.“
Viele der Fragen, die in Köln diskutiert wurden, werden Unternehmen in den kommenden Monaten weiter beschäftigen. Manage Now nimmt diese Impulse mit in die tägliche Arbeit mit seinen Kunden. Für einen fachlichen Austausch stehen die Experten von Manage Now jederzeit zur Verfügung.
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EnBW & naturenergie
Das Transformationsprogramm „4US“ steht vor der anspruchsvollen Herausforderung zwei getrennte Tochterunternehmen der EnBW AG in einer gemeinsamen SAP S/4HANA Cloudarchitektur zusammenzuführen. Es ist das zentrale IT-Modernisierungsprojekt unserer Kunden der EnBW ODR, der naturenergie und deren Netzgesellschaften, um unterschiedlicher Altsysteme in den Marktrollen Lieferant, Netzbetreiber und Messstellenbetrieb an neue technologische Standards anzupassen. Es werden dabei Geschäftsprozesse, Rollen und Abläufe harmonisiert. Eine besondere Herausforderung sind die zwei heterogen gewachsenen Unternehmenskulturen als Basis. Ziel ist es Synergien in der Abrechnung von ca. 500.000 Zählpunkten zu nutzen. Die Ausgangslage ist geprägt durch eine hohe Komplexität und erheblichen Risiken für die Transaktionssicherheit der künftigen Soll-Prozesse. Zudem reichen die bestehende Governance-Struktur und die vorhandenen Steuerungsinstrumente nicht aus, um den Projekterfolg sicherzustellen. Bisher führte ein hoher operativer Aufwand zu gering sichtbarem Fortschritt, während klare Verantwortlichkeiten, ein belastbares Produkt-Backlog und aussagekräftige Prozessdaten fehlen. Die Projektleitung war stark in die operativen Tätigkeiten eingebunden, was die strategische Führung des Programms erschwerte.
Lösung
Ziel ist es, durch effektive Zusammenarbeit und Steuerung aller Projektmitglieder Geschäftsprozesse transaktionssicher in der Cloud abzubilden und den Go-live pünktlich zu realisieren. Durch Manage Now wurde eine Landkarte der Geschäftsprozesse als Steuerungsinstrument im Projekt etabliert. Sie ermöglicht transparente Planung, Steuerung und Fortschrittskontrolle der fast 200 Projektmitglieder in Cross-funktionalen Teams. Manage Now hat eine neue, agile Ablauforganisation mit durchgängigem Rollenmodell entworfen und implementiert. Eine laufende methodische Begleitung der Teams sichert die Erfolge ab. Die nun belastbare Projekt-Governance wird von Manage Now durch ein belastbares Test- und Risikomanagement gestützt.
Folgende Lösungsbausteine hat Manage Now iterativ im laufenden Projekt verankert:
- Geschäftsprozesse bilden den inhaltlichen Kern von ERP-Systemen. Durch Manage Now wurde ein häuserübergreifendes, harmonisiertes Geschäftsprozessmanagement ins Projekt eingeführt, verankert und eigene Kompetenzen aufgebaut. Ende zu-Ende modellierte Soll-Prozesse geben nun Klarheit und Orientierung für Ziele, Fortschritt und Arbeitsstruktur. Sie bilden die Basis zur abgestimmten Zusammenarbeit für Cross-funktionale Teams aus IT und Fachbereichen beider Häuser.
- Ein neues Modell der Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen aber auch zwischen IT und Fachbereichen wurde durch Manage Now kontextsensitiv entworfen und etabliert. Dies war erforderlich aufgrund der Komplexität des Wandels in Technologie, Prozessen und Arbeitskultur. Die ergebnisorientierte, crossfunktionale, agile und häuserübergreifende Zusammenarbeit wurde damit gestärkt. Durch individuelles Coaching, eine einheitliche Methodik, synchrones Vorgehen und Big Room-Planning-Events wurden Ergebnistransparenz, Fortschritt und Vertrauen des Teams in den Go-Live nachweislich gesteigert.
- Zur einer effektiven Projektsteuerung hat Manage Now maßgeblich beigetragen, um den Aufwand zu reduzieren und deren Wirkung zu verstärken. So wurden angepasste Steuerungsmechanismen, wie Berichts- und Kommunikationsstrukturen sowie Qualitätssicherungsmechanismen implementiert. Ein strukturiertes Test- und Risikomanagement sowie ein prozessbasiertes Fortschrittstracking sorgen nun für Klarheit, Transparenz und Entscheidungssicherheit.
Impact bei den Kunden
Die agile und ergebnisorientierte Neuausrichtung von 4US durch Manage Now beschleunigte das Projekt und macht Fortschritt sichtbar. In einem regulatorisch und organisatorisch sehr anspruchsvollen Umfeld wurde das Großprojekt neu orchestriert, um energiewirtschaftliche Kernprozesse für jeweils 3 Marktrollen zu harmonisieren, zu modellieren, zu testen und in S/4 HANA betriebsreif bereitzustellen. Das Projekt läuft noch, doch schon jetzt sind Erfolge greifbar:
- Planung, Steuerung und Fortschrittskontrolle der fast 200 Projektmitglieder in 14 Cross-funktionalen Teams ist transparent
- Klarheit und Orientierung für Ziele, Fortschritt und Arbeitsstruktur auf Basis des Geschäftsprozessmanagements
- Häuserübergreifende Zusammenarbeit ist gestärkt
- Lernzyklen sind verkürzt, Agilität und Veränderungskapazität sind gesteigert
- Wirksame Projekt-Governance Struktur ist etabliert
- Projektrisiken sind transparent und werden mitigiert
- Vertrauen in Vorgehensmodell, Planung und erreichbare Ergebnisse ist gestärkt
Fazit
Der Erfolg dieses Pionierprojekts für die beiden EnBW-Töchter beruht auf mehreren zentralen Faktoren: der Expertise des Manage Now-Teams, das durch methodische Kompetenz und praktische Umsetzung überzeugte, der engen Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und ITAbteilungen, sowie der klaren Unterstützung durch das Management beider Häuser. Dazu kam die zielgerichtete Anwendung agiler Methoden. Unter dem Strich zeigt das 4US Projekt von ODR und NATURENERGIE wie komplexe Cloud-Transformationen selbst in einem streng regulierten Umfeld gelingen können – pragmatisch, compliant und mit messbarem Mehrwert.
Manage Now ist ein führender IT-Service- und Managed Services Provider für Unternehmen und öffentliche Institutionen, die ihre IT strategisch weiterentwickeln und gleichzeitig stabil betreiben wollen. Mit über 50 Jahren kombinierter IT- und Projekterfahrung übernehmen wir Verantwortung für komplexe IT-Landschaften. Dabei verbinden wir Consulting, Betrieb und Transformation in einem integrierten Ansatz und schaffen so die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unser integriertes Portfolio reicht von Sovereign Cloud und Hybrid- und Multi-Cloud über SAP und Application Management bis hin zu Security und modernen Arbeitsumgebungen und schafft die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unternehmen entscheiden dabei selbst, wie viel Verantwortung sie abgeben wollen, vom einzelnen Service bis zur vollständigen End-to-End-Betriebsverantwortung.
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„Wake up with Manage Now!“: Manage Now thematisiert SAP-Modernisierungsbedarf auf dem DSAG-Jahreskongress 2026
Der Auftritt steht unter dem Motto „Wake up with Manage Now!" und spielt damit auf einen Zustand an, den viele Unternehmen aus eigener Erfahrung kennen: SAP-Systeme und Prozesse, die über Jahre gewachsen sind und im laufenden Betrieb nicht mehr die Aufmerksamkeit bekommen, die sie eigentlich benötigen.
Inhaltlich knüpft Manage Now das Motto an fünf Themen, bei denen aus Sicht des Unternehmens in vielen SAP-Landschaften tatsächlich Aufwachbedarf besteht: Business AI, S/4HANA und Migration, Clean Core, SAP Security sowie AMS und Cloud Services. Es sind die Bereiche, in denen Manage Now Unternehmen des deutschen Mittelstands bei der SAP-Transformation begleitet, von der Bewertung des eigenen Custom-Code-Bestands bis zur Frage, wie weit die eigene Systemlandschaft von einem belastbaren Sicherheitsniveau entfernt ist.
Vertieft wird das Thema Clean Core auf dem Kongress selbst: Christian Eicher, Head of SAP Consulting & Development, und Martin Frech, Head of SAP Solutions & Design, stellen am 7. Oktober von 18:00 bis 18:20 Uhr im Espresso-Session-Format den Manage Now CleanCore Radar vor. Das neue Tool führt Befunde aus unterschiedlichen SAP-Analysen wie ATC, SPAU/SPDD oder Cloud ALM in einem gemeinsamen Modell zusammen und macht sie priorisierbar, zuordenbar und nachweisbar, statt sie in einzelnen Prüfberichten zu belassen. Interessierte Unternehmen können sich auf dem Kongress zudem für das Alpha-POC-Programm vormerken, mit dem Manage Now den CleanCore Radar noch vor dem breiten Marktstart gemeinsam mit ersten Kunden weiterentwickelt; die Zahl der Plätze im Pilotprogramm ist begrenzt.
„Der DSAG-Jahreskongress ist für uns die wichtigste Bühne, um mit der SAP-Community ins Gespräch zu kommen", sagt Josko Jeraj, CEO von Manage Now. „Mit ‚Wake up with Manage Now!‘ wollen wir genau das auf den Punkt bringen, was viele Unternehmen im SAP-Umfeld beschäftigt: Systeme und Prozesse, die über Jahre gewachsen sind und jetzt aktiv geweckt werden müssen, damit sie mit den Anforderungen von KI, Cloud und Clean Core Schritt halten."
Vor Ort steht Lars Wangrin, New Business Lead bei Manage Now, für Gespräche am Stand I13 bereit. „Viele Unternehmen stehen aktuell vor der gleichen Entscheidung: Sie müssen ihre S/4HANA-Migration terminieren, ihren Custom Code auf Clean Core prüfen und gleichzeitig klären, wie sie KI sicher in ihre SAP-Landschaft integrieren, oft mit begrenzten internen Kapazitäten", sagt Wangrin. „In den Gesprächen am Stand geht es deshalb selten um allgemeine Trends, sondern sehr konkret um den aktuellen Stand der eigenen Systeme und darum, welcher nächste Schritt angesichts der eigenen Ressourcen und Fristen tatsächlich sinnvoll ist. Genau diesen Austausch suchen wir auf dem Kongress."
MANAGE NOW auf dem
DSAG-Jahreskongress 2026
6. – 8. Oktober 2026
Koelnmesse, Halle 2.1, Stand I13
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S/4HANA-Migration 2027: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen
S/4HANA-Migration: 2027 ist näher, als die meisten SAP-Verantwortlichen glauben
Noch klingt 2027 nach einem Datum mit Puffer. Wer sich die Projektlaufzeiten realer S/4HANA-Migrationen ansieht, weiß: Der Puffer ist längst geschmolzen. Mit dem Ende der SAP-ERP-Mainstream-Maintenance rückt für viele Mittelständler und Konzerne eines der größten IT-Transformationsvorhaben der kommenden Jahre unausweichlich näher. Der kostenpflichtige Extended Support reicht bis 2030, doch wer bis dahin wartet, zahlt drauf, in barer Münze und in Risiko.
Das eigentliche Problem liegt aber selten am Termindruck allein. Es liegt an der Komplexität, die über Jahre gewachsen ist: verschachtelte Systemlandschaften, tief verwurzelte Eigenentwicklungen, Abhängigkeiten, die kaum noch jemand vollständig überblickt. Genau diese Gemengelage macht aus einer vermeintlich technischen Umstellung ein Projekt, das Prozesse, Organisation und Governance gleichermaßen betrifft. Und weil immer mehr Unternehmen gleichzeitig migrieren, wird der Markt für erfahrene Migrationspartner spürbar enger.
Warum Abwarten die teurere Option ist
Mit auslaufender Mainstream Maintenance steigen nicht nur die Betriebs- und Wartungskosten bestehender ERP-Systeme. Auch Sicherheits- und Compliance-Risiken nehmen zu, während der Zugang zu neuen SAP-Innovationen zunehmend eingeschränkt wird. Wer heute in ein System investiert, das SAP nur noch minimal weiterentwickelt, investiert in Stillstand.
Gleichzeitig steckt in der Migration weit mehr als reine Pflichterfüllung. Richtig angegangen, ist sie die Gelegenheit, gewachsene Prozesslandschaften zu entschlacken, durchgängige End-to-End-Prozesse zu etablieren und den Betriebsaufwand nachhaltig zu senken. S/4HANA in Kombination mit der SAP Business Technology Platform schafft zudem die technische Basis für alles, was danach kommt, von KI-gestützten Prozessen bis zu Automatisierung durch RPA.
Was eine Migration wirklich zum Erfolg macht
Die Erfahrung aus zahlreichen S/4HANA-Projekten zeigt ein wiederkehrendes Muster: Scheitern oder Verzögerungen entstehen fast nie an der Technik selbst, sondern an fehlender Vorbereitung. Unzureichend analysierter Custom Code, unterschätzte Aufwände bei Drittsystem-Integrationen, fehlende Ressourcen in IT und Fachbereichen, unklare Zieldefinitionen. All das lässt sich vermeiden, wenn Transparenz über System-, Vertrags- und Infrastruktursituation von Anfang an besteht und das gesamte SAP-Ökosystem inklusive angebundener Drittsysteme bewertet wird.
Der Manage Now Transcelerator: Struktur statt Bauchgefühl
Genau hier setzt der Manage Now Transcelerator an. Statt Technik, Fachbereich und Projektmanagement getrennt zu betrachten, verbindet die Methodik von Beginn an drei Workstreams zu einer fundierten Vorstudie: den technischen Workstream mit Systemanalyse, Plattformbewertung, Simplification Check und Custom-Code-Analyse, den funktionalen Workstream mit Bewertung und Priorisierung der Geschäftsprozesse sowie das Projektmanagement, das Zeit- und Kostenrahmen definiert und Change- sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen plant.
Auf dieser Basis folgt die Umsetzung, wahlweise klassisch oder agil, je nach Unternehmensgröße, Komplexität und strategischen Zielen. Vier Phasen strukturieren den Weg: Vorstudie und Readiness-Check, Konzeption und Design mit Auswahl des passenden Transformationsansatzes zwischen Greenfield, Brownfield und Selective Data Transition, die eigentliche Umsetzung inklusive automatisierter Custom-Code-Migration, und schließlich Test, Schulung und Go-live mit Cutover-Planung und Hypercare-Phase.
Custom Code als größter Risikofaktor, gelöst zum Fixpreis
Kaum ein Faktor sorgt in S/4HANA-Projekten so verlässlich für Verzögerungen wie unterschätzter Custom Code. Genau dafür hat Manage Now die S/4 Custom Code Engine entwickelt, kurz SCCE. Sie stellt Eigenentwicklungen automatisiert auf HANA- und S/4HANA-kompatiblen Code um, zu einem Fixpreis und mit vollständiger Transparenz über Umfang und Aufwand. Das Ergebnis: spürbar kürzere Projektlaufzeiten und eine Planbarkeit bei Zeit und Kosten, die klassische Migrationsansätze in dieser Form selten bieten.
Fazit: Aus der Pflicht eine Chance machen
Die Migration auf S/4HANA lässt sich nicht mehr aufschieben, aber sie muss kein Risiko sein. Mit einer strukturierten Methodik, integrierter Betrachtung von Technik, Prozessen und Projektmanagement sowie automatisierter Custom-Code-Umstellung wird aus einem gefürchteten IT-Großprojekt ein planbarer, kontrollierbarer Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen, digitalen und skalierbaren Unternehmens-IT.
Sie möchten wissen, wo Ihr Unternehmen in Sachen S/4HANA-Readiness steht?
Sprechen Sie mit Manage Now, wir beraten Sie individuell zu Ihrer Situation.
Direkter Kontakt zu unseren Experten
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SAP Basis Support nach Bedarf: Warum starre Verträge nicht mehr zeitgemäß sind
Das Problem mit klassischen SAP-Basis-Verträgen
Unternehmen mit eigener SAP-Basis-Mannschaft stehen häufig vor einem Dilemma. Für den laufenden Betrieb reicht die interne Kapazität meist aus, für punktuelle Spezialthemen wie Berechtigungswesen, Transportmanagement oder komplexe Migrationsschritte fehlt jedoch oft das Tiefenwissen. Ein Full-Service-Vertrag mit einem Provider wäre überdimensioniert und würde bedeuten, Betriebsverantwortung abzugeben, die eigentlich im Haus bleiben soll. Ein klassisches Beratungsmandat wiederum ist für kurzfristige, kleinteilige Anfragen zu schwerfällig.
Die Konsequenz: Know-how-Lücken bleiben ungeschlossen, Engpässe verzögern Projekte, und Teams arbeiten am Limit, obwohl externe Unterstützung eigentlich nur punktuell nötig wäre.
Was RSM Flex Support anders macht
RSM Flex Support ist ein SAP-Basis-Expertenpool, der nach Stundenkontingent gebucht wird, nicht nach starrem Leistungsumfang und entscheiden selbst, wofür sie diese Stunden einsetzen: für tägliche Unterstützung bei technischen Fragestellungen, für einzeln buchbare Leistungen wie Berechtigungswesen oder Ticketbearbeitung, oder für abgegrenzte Projektpakete wie Systemkopien, Upgrades und Migrationen.
Der entscheidende Unterschied zu klassischen Managed-Services-Modellen liegt in der Verantwortungsverteilung. Bei Classic RSM übernimmt der Provider die volle Betriebsverantwortung, gebunden an ein SLA und einen vertraglich definierten Scope. RSM Flex Support funktioniert anders: Die Kundenorganisation behält die Betriebsverantwortung, kauft aber flexibel Expertise und Kapazität hinzu, wenn sie gebraucht wird. Statt eines SLA gilt eine vereinbarte Servicezeit, innerhalb derer Leistungen nach Priorität erbracht werden.
Einordnung: RSM Flex Support, Classic RSM und TAMS im Vergleich
Auch im Vergleich zu TAMS im Rahmen von RISE with SAP zeigt sich der eigene Charakter des Modells. TAMS bietet zwar ebenfalls flexibel wählbare Leistungen und Stundenpakete, doch die Grundverantwortung bleibt geteilt zwischen Kunde und SAP. Bei RSM Flex Support liegt sie eindeutig beim Kunden, während Manage Now als Expertenpool im Hintergrund unterstützt. Für Unternehmen, die ihre SAP-Basis-Governance selbst steuern wollen, aber punktuell auf externes Spezialwissen angewiesen sind, ist das ein wesentlicher Unterschied.
Wie die Stundenkontingente in der Praxis funktionieren
Nicht genutzte Stunden verfallen nicht sofort. Sie werden in die Folgemonate desselben Quartals übertragen und verfallen erst zum Quartalsende. Wird das Kontingent überschritten, erfolgt die Abrechnung der Mehrstunden zum Quartalsende nach dem tatsächlichen Aufwand, abgestimmt auf Qualifikation und vereinbarte T&M-Sätze. Zusätzlich lässt sich das gebuchte Paket im laufenden Quartal für die Folgemonate anpassen, wenn sich der Bedarf verändert. Das Modell ist also nicht nur flexibel in der Nutzung, sondern auch in der Steuerung.
Die Serviceerbringung selbst folgt klaren Rahmenbedingungen: Standardmäßig von Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr CET/CEST, auf Deutsch oder Englisch, mit der Möglichkeit, Rufbereitschaft, Wochenendarbeit oder Monitoring und Reporting optional hinzuzubuchen. Eine einmalige technische Basis-Fee deckt die sichere Bereitstellung des Administrationszugangs ab, etwa über einen dedizierten Advanced Admin Host in Azure.
Für wen sich RSM Flex Support eignet
Das Modell passt besonders gut zu Unternehmen, die ihre SAP-Basis-Landschaft grundsätzlich selbst im Griff haben, aber wiederkehrend an Kapazitätsgrenzen stoßen oder spezifisches Fachwissen punktuell benötigen. Typische Szenarien sind Engpässe durch Personalwechsel oder Urlaubszeiten, komplexe Berechtigungsthemen, die intern selten vorkommen, oder klar abgegrenzte technische Vorhaben wie eine Systemkopie oder ein Upgrade, für das keine dauerhafte Kapazität aufgebaut werden soll.
Fazit: RSM Flex Support als Mittelweg
SAP-Basis-Betrieb muss nicht die Wahl zwischen voller Auslagerung und alleiniger interner Verantwortung sein. RSM Flex Support bietet einen Mittelweg: SAP-Basis-Expertise nach Bedarf, flexibel buchbar über Stundenpakete, ohne dass die Kundenorganisation die Kontrolle über ihren Betrieb abgibt. Wer seine SAP-Basis-Landschaft selbst steuert, aber gelegentlich auf Spezialwissen oder zusätzliche Kapazität zurückgreifen möchte, findet hier ein Modell, das genau diesen Bedarf abdeckt.
Interesse an SAP Basis RSM Flex Support?
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NIS2 in der Praxis: Persönliche Haftung, Nachweispflicht und was Geschäftsführer jetzt konkret tun müssen
Was ist NIS2 und warum gilt es in Deutschland seit Dezember 2025?
Die EU-Richtlinie NIS2, in deutsches Recht umgesetzt durch das NIS2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz (NIS2UmsuCG), markiert einen historischen Bruch in der deutschen Regulierungslandschaft. Erstmals haftet die Geschäftsführung persönlich für das Versagen von Cybersicherheitsmaßnahmen.
§38 BSIG-neu macht dies explizit: Leitungsorgane sind verpflichtet, die Umsetzung zu überwachen und können bei Versagen persönlich haftbar gemacht werden. Nach §61 BSIG kann eine unzuverlässige Geschäftsleitung als letzte Maßnahme vorübergehend abgesetzt werden. Dieses Instrument ist bewusst gewählt worden, um Cybersicherheit strukturell aus der IT-Abteilung auf die Führungsebene zu heben.
Welche Unternehmen sind von NIS2 betroffen?
Merkmal – Besonders wichtige Einrichtungen – Wichtige Einrichtungen
- Unternehmensgröße
Groß (>250 MA oder >50 Mio. € Umsatz)
Mittelgroß (>50 MA oder >10 Mio. € Umsatz) - Sektoren
Energie, Gesundheit, Wasser, Banken, digitale Infrastruktur
Produktion, Chemie, Lebensmittel, Post, Forschung u. a. - Bußgeld max.
10 Mio. € oder 2 % weltweiter Jahresumsatz
7 Mio. € oder 1,4 % weltweiter Jahresumsatz - Aufsicht
Proaktiv durch BSI
Reaktiv nach Vorfall
Der Geltungsbereich von NIS2 ist gegenüber der Vorgängerrichtlinie drastisch ausgeweitet worden: von rund 4.500 auf etwa 29.500 bis 30.000 Unternehmen in 18 Sektoren.
Wichtig: Die BSI-Registrierungsfrist lief am 6. März 2026 ab. Unternehmen, die sie versäumt haben, befinden sich bereits in einem bußgeldriskanten Zustand.
NIS2 auf einen Blick – die wichtigsten Eckdaten
- In Kraft seit: 6. Dezember 2025 (NIS2UmsuCG, BGBl. 2025 I Nr. 301)
- Betroffene Unternehmen (DE): ca. 29.500–30.000
- Sektoren: 18, u. a. Energie, Gesundheit, Verkehr, Wasser, IT, Produktion
- Schwellenwert: ab 50 Mitarbeiter oder 10 Mio. € Jahresumsatz in relevanten Sektoren
- Bußgeld (besonders wichtig): bis 10 Mio. € oder 2 % Jahresumsatz
- Persönliche Haftung: §38 BSIG-neu
- Registrierungsfrist BSI: abgelaufen am 6. März 2026
Was müssen Unternehmen nach NIS2 nachweisbar umsetzen – die 10 Maßnahmenbereiche
§30 BSIG-neu definiert zehn Kernbereiche des Risikomanagements, die Unternehmen implementieren und dokumentieren müssen:
- Risikoanalyse und Sicherheitskonzept
- Incident Management (Erkennung, Meldung, Reaktion)
- Business Continuity und Krisenmanagement
- Lieferkettensicherheit
- Sicherheit bei Erwerb, Entwicklung und Wartung von IT-Systemen
- Bewertung der Wirksamkeit von Cybersicherheitsmaßnahmen
- Schulungen und Cybersecurity-Hygiene
- Kryptographie und Verschlüsselung ← besonders relevant
- Zugangs- und Berechtigungsmanagement
- 1Multi-Faktor-Authentifizierung
Das Adjektiv „nachweisbar“ ist programmatisch: Wer die Maßnahmen umsetzt, ohne Dokumentation zu führen, erfüllt NIS2 nicht.
Besonders relevant für die Praxis ist Maßnahmenbereich 8: Kryptographie und Verschlüsselung. Er betrifft direkt das Management digitaler Zertifikate und kryptographischer Schlüssel – ein Bereich, in dem viele Unternehmen keine dokumentierten, überprüfbaren Prozesse haben. Hier konvergiert NIS2 direkt mit den Anforderungen des Certificate Lifecycle Managements.
Was bedeutet NIS2-Governance konkret für die Geschäftsführung?
NIS2-Compliance beginnt nicht mit einer technischen Maßnahme. Sie beginnt mit einer Governance-Entscheidung:
- Wer ist verantwortlich für Cybersicherheit auf Führungsebene?
- Welche Prozesse sind dokumentiert und überprüfbar?
- Wie wird die Geschäftsleitung regelmäßig über den Sicherheitsstatus informiert?
- Wie ist die Eskalationskette bei einem Sicherheitsvorfall geregelt?
In der Praxis empfiehlt sich ein gestuftes Vorgehen. Der erste Schritt ist ein strukturiertes GAP-Assessment gegen die Anforderungen von ISO 27001, NIST CSF und NIS2. Es liefert:
- eine dokumentierte Analyse des Ist-Zustands
- eine Reifegradmessung
- einen priorisierten Maßnahmenplan – das Fundament für nachweisbares Handeln
Unternehmen, die diesen Weg noch nicht gegangen sind, sollten jetzt handeln. Nicht weil das BSI morgen vor der Tür steht – sondern weil die Dokumentation des eigenen Sicherheitsstatus im Ernstfall (bei einem Vorfall, einer Prüfung, einem Rechtsstreit) den Unterschied zwischen nachgewiesener Sorgfalt und persönlicher Haftung ausmacht.
Fazit – NIS2 als Chance für nachhaltige Cybersicherheit
NIS2 ist unbequem. Es erfordert Zeit, Ressourcen und die Bereitschaft, Cybersicherheit als strategisches Managementthema zu behandeln.
Aber es bietet auch eine Chance: Organisationen, die den durch NIS2 erzwungenen Reifegrad nutzen, um Cybersicherheit dauerhaft auf Vorstands- und Geschäftsführerebene zu verankern, werden besser geschützt, haften seltener und gewinnen das Vertrauen von Kunden, Partnern und Versicherern.
Der erste Schritt ist immer derselbe: ein ehrliches Lagebild. Ohne das bleibt NIS2 eine abstrakte Pflicht. Mit ihm wird sie zur Grundlage nachhaltiger Resilienz.
Manage Now begleitet Sie von der Analyse Ihrer bestehenden Sicherheitslandschaft bis zur nachweisbaren NIS2-Umsetzung.
Manage Now ist ein führender IT-Service- und Managed Services Provider für Unternehmen und öffentliche Institutionen, die ihre IT strategisch weiterentwickeln und gleichzeitig stabil betreiben wollen. Mit über 50 Jahren kombinierter IT- und Projekterfahrung übernehmen wir Verantwortung für komplexe IT-Landschaften. Dabei verbinden wir Consulting, Betrieb und Transformation in einem integrierten Ansatz und schaffen so die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unser integriertes Portfolio reicht von Sovereign Cloud und Hybrid- und Multi-Cloud über SAP und Application Management bis hin zu Security und modernen Arbeitsumgebungen und schafft die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unternehmen entscheiden dabei selbst, wie viel Verantwortung sie abgeben wollen, vom einzelnen Service bis zur vollständigen End-to-End-Betriebsverantwortung.
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Hybrid- und Multi-Cloud als Vorstandsentscheidung: Kontrolle über die eigene Cloud-Souveränität
Hybrid-Cloud und Multi-Cloud: Was ist der Unterschied?
- Hybrid-Cloud bezeichnet die Kombination aus privater Infrastruktur (eigenes Rechenzentrum oder Private Cloud) mit einer oder mehreren Public-Cloud-Umgebungen.
- Multi-Cloud bezeichnet den parallelen Einsatz mehrerer Public-Cloud-Anbieter, etwa Microsoft Azure, AWS und Google Cloud, unabhängig davon, ob zusätzlich eigene Infrastruktur genutzt wird.
In der Praxis überschneiden sich beide Ansätze häufig: Viele mittelständische Unternehmen betreiben eine Hybrid-Cloud, nutzen darin aber gleichzeitig mehrere Public-Cloud-Anbieter – sie fahren also faktisch eine Hybrid-Multi-Cloud-Strategie.
Warum der Mittelstand zunehmend auf Hybrid- und Multi-Cloud setzt
- Datenhoheit und Compliance: Kritische Daten bleiben in der eigenen Infrastruktur, während skalierbare Workloads in die Public Cloud ausgelagert werden.
- Vermeidung von Abhängigkeiten (Vendor-Lock-in): Wer nicht ausschließlich von einem Cloud-Anbieter abhängig ist, verhandelt aus einer stärkeren Position und vermeidet Lock-in-Effekte.
- Kosten- und Performance-Optimierung: Workloads lassen sich dort platzieren, wo sie technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten laufen.
- Höhere Ausfallsicherheit: Der Ausfall eines einzelnen Anbieters gefährdet nicht automatisch den gesamten Geschäftsbetrieb.
- Skalierbarkeit: Kapazitäten lassen sich flexibel und bedarfsgerecht erweitern, ohne in eigene Hardware investieren zu müssen.
Die größten Herausforderungen von Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen
- Erhöhte Komplexität – Unterschiedliche Plattformen, Tools und Schnittstellen erhöhen den Verwaltungsaufwand erheblich.
- Sicherheitsrisiken – Jede zusätzliche Cloud-Umgebung vergrößert die Angriffsfläche und erschwert ein einheitliches Sicherheitsniveau.
- Fehlende Kostentransparenz – Ohne zentrales Monitoring verlieren viele Unternehmen den Überblick über tatsächliche Cloud-Kosten.
- Fachkräftemangel – Der parallele Betrieb mehrerer Cloud-Umgebungen erfordert Know-how, das intern oft nicht in ausreichendem Umfang vorhanden ist.
- Fehlende Governance – Ohne klare Governance-Richtlinien entstehen unkontrolliert wachsende, schwer zu verwaltende Cloud-Landschaften („Cloud-Wildwuchs“).
Managed Cloud Services: operative Umsetzung einer strategischen Entscheidung
Genau an diesen Herausforderungen setzen Managed Cloud Services an. Ein spezialisierter Dienstleister übernimmt Planung, Betrieb, Sicherheit und Optimierung der Cloud-Landschaft – zentral gesteuert, unabhängig davon, wie viele Anbieter im Einsatz sind. Zu den typischen Leistungen gehören:
- Zentrales Monitoring und Management der gesamten Cloud-Umgebungen über alle Anbieter hinweg
- Einheitliche Sicherheitsstandards (Security-Baselines, Zugriffskontrollen, Verschlüsselung)
- Kostenkontrolle (FinOps) zur Identifikation ungenutzter Ressourcen und versteckter Ausgaben
- Automatisierung durch Infrastructure-as-Code für konsistente, wiederholbare Infrastruktur
- Backup- und Notfallkonzepte, die auf mehreren Cloud-Umgebungen gleichzeitig funktionieren
Die Vorteile von Managed Cloud Services für den Mittelstand: Der geschäftliche Nutzen einer professionell gemanagten Cloud-Architektur
- Reduzierte Komplexität
Statt mehrere Cloud-Umgebungen mit unterschiedlichen internen Verantwortlichkeiten zu betreiben, läuft die gesamte Steuerung über einen erfahrenen Partner mit einheitlichen Prozessen. - Höhere Sicherheit
Ein Managed-Service-Partner sorgt dafür, dass Sicherheitsstandards über alle Cloud-Plattformen hinweg konsistent umgesetzt werden – ein zentraler Schwachpunkt vieler selbst verwalteter Multi-Cloud-Umgebungen. - Kostentransparenz und -kontrolle
Durch kontinuierliches Monitoring lassen sich ungenutzte Ressourcen identifizieren und Kosten spürbar senken, statt am Monatsende von unerwarteten Cloud-Rechnungen überrascht zu werden. - Entlastung der internen IT
Die interne IT-Abteilung wird von operativem Cloud-Management entlastet und kann sich auf strategische Projekte und die eigentliche Wertschöpfung konzentrieren. - Zukunftssicherheit
Eine durchdachte Hybrid- und Multi-Cloud-Strategie lässt sich flexibel erweitern, etwa um neue Anbieter, KI-Workloads oder zusätzliche Standorte, ohne die bestehende Infrastruktur komplett umbauen zu müssen.
Worauf sollten mittelständische Unternehmen bei der Wahl eines Cloud-Partners achten?
- Anbieterunabhängigkeit statt der Bindung an einen einzelnen Hyperscaler
- Nachweisbare Erfahrung bei allen relevanten Cloud-Plattformen (z. B. Azure, AWS, Google Cloud)
- Transparente SLAs mit definierten Reaktionszeiten und klaren Verantwortlichkeiten
- Kombination aus strategischer Beratung und technischen Umsetzung aus einer Hand
- Kenntnisse relevanter Compliance-Anforderungen (z. B. DSGVO, branchenspezifische Vorgaben, NIS2)
Wie Manage Now den Mittelstand bei dieser strategischen Entscheidung unterstützt
Bei Manage Now begleiten wir mittelständische Unternehmen dabei, ihre Cloud-Landschaft nicht dem Zufall zu überlassen, sondern strategisch und sicher zu gestalten. Dazu gehören unter anderem:
- Individuelle Cloud-Strategieberatung für Ihre bestehende und geplante Cloud-Umgebung
- Zentrales Management mehrerer Cloud-Plattformen aus einer Hand
- Umsetzung von Sicherheits- und Compliance-Vorgaben mit einheitlichen Sicherheitsstandards
- Kostentransparenz zur laufenden Optimierung Ihrer Cloud-Kosten
So gewinnen Sie die Flexibilität einer Hybrid- und Multi-Cloud-Strategie, ohne deren Komplexität selbst bewältigen zu müssen.
Fazit: Mehr Flexibilität, höhere Ausfallsicherheit und Anbieter-Unabhängigkeit
Hybrid- und Multi-Cloud-Strategien bieten mittelständischen Unternehmen erhebliche Vorteile bei Flexibilität, Ausfallsicherheit und Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern. Gleichzeitig steigt mit jeder zusätzlichen Cloud-Umgebung die Komplexität – bei Sicherheit, Kosten und Verwaltung. Managed Cloud Services bringen Struktur in diese Komplexität und ermöglichen es, die Vorteile einer modernen Cloud-Strategie zu nutzen, ohne dass die interne IT an ihre Grenzen stößt.
Sie möchten die Cloud-Strategie Ihres Unternehmens auf eine belastbare, unternehmerisch fundierte Grundlage stellen.
Sprechen Sie mit unseren Experten
Manage Now ist ein führender IT-Service- und Managed Services Provider für Unternehmen und öffentliche Institutionen, die ihre IT strategisch weiterentwickeln und gleichzeitig stabil betreiben wollen. Mit über 50 Jahren kombinierter IT- und Projekterfahrung übernehmen wir Verantwortung für komplexe IT-Landschaften. Dabei verbinden wir Consulting, Betrieb und Transformation in einem integrierten Ansatz und schaffen so die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unser integriertes Portfolio reicht von Sovereign Cloud und Hybrid- und Multi-Cloud über SAP und Application Management bis hin zu Security und modernen Arbeitsumgebungen und schafft die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unternehmen entscheiden dabei selbst, wie viel Verantwortung sie abgeben wollen, vom einzelnen Service bis zur vollständigen End-to-End-Betriebsverantwortung.
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SAP BTP als strategische Transformationsschicht: Warum Daten, Integration und KI zur Architekturfrage werden
Warum die nächste Transformationsphase strukturell ist – nicht technologisch
Die erste Phase der Digitalisierung war durch Systemeinführung geprägt. Die zweite Phase fokussierte Cloud-Migration und Prozessautomatisierung. Die kommende Phase unterscheidet sich grundlegend: Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Einführung einzelner Technologien, sondern die Beherrschung wachsender Komplexität.
Viele Unternehmen verfügen heute über mehrere Cloud-Plattformen, heterogene ERP-Landschaften, parallele Datenmodelle, historisch gewachsene Schnittstellen, isolierte Analytics-Umgebungen und dezentrale KI-Initiativen – ohne dass diese Elemente zu einer kohärenten Architektur zusammenwachsen.
Diese Fragmentierung erzeugt strukturelle Ineffizienzen: Entscheidungen basieren auf widersprüchlichen Datenständen, Integrationen werden zum Skalierungshemmnis, und neue KI-Initiativen erhöhen häufig die operative Komplexität, statt sie zu reduzieren.
Besonders sichtbar wird das im Kontext generativer KI. Obwohl die technologischen Möglichkeiten erheblich zugenommen haben, scheitert die Operationalisierung häufig an fehlender Datenkonsistenz, unzureichender Governance und mangelnder Integration in bestehende Prozesslandschaften.
Die zentrale Managementfrage lautet daher nicht mehr: „Welche Technologie soll eingeführt werden?“ – sondern: „Wie entsteht eine integrierte Unternehmensarchitektur, die Daten, Prozesse und KI kontrolliert orchestriert?“
Warum Plattformarchitekturen klassische ERP-Logiken ablösen
Traditionelle ERP-Systeme wurden für stabile, transaktionale Kernprozesse entwickelt. Moderne Unternehmen benötigen jedoch zunehmend adaptive Architekturen, in denen Daten, Anwendungen und Prozesse flexibel miteinander verbunden werden können.
SAP BTP adressiert diese Entwicklung durch eine Entkopplung von Kernsystemen und Innovationsschichten. Die Plattform fungiert dabei nicht primär als zusätzliches Technologieprodukt, sondern als verbindende Steuerungsebene zwischen operativen Systemen, Datenplattformen, Integrationsmechanismen und KI-Funktionalitäten.
Strategisch relevant wird dieser Ansatz aus drei Gründen:
- Geschwindigkeit technologischer Veränderungen: Unternehmen benötigen Architekturen, die neue Funktionen integrieren können, ohne Kernsysteme permanent zu destabilisieren.
- Unternehmensweite Datenverfügbarkeit: Daten müssen über Systemgrenzen hinweg konsistent nutzbar sein.
- Generative KI erfordert integrierte Plattformstrukturen: Intelligente Anwendungen werden nur dann skalierbar, wenn Daten, Prozesse und Governance zentral orchestriert werden können.
Die Plattform wird damit zur eigentlichen Steuerungsschicht des digitalen Unternehmens.
Daten als operative Steuerungsobjekte – nicht nur als Reporting-Asset
Die Diskussion über Daten war lange analytisch geprägt. Heute verändern Daten zunehmend operative Entscheidungen, Prozessautomatisierung und KI-basierte Interaktionen in Echtzeit.
In vielen Unternehmen existieren jedoch weiterhin redundante Datenmodelle, unterschiedliche KPI-Definitionen, isolierte Fachbereichslogiken und fehlende semantische Standards. Die Konsequenz ist nicht nur eingeschränkte Transparenz, sondern sinkende organisatorische Steuerungsfähigkeit.
Mit Lösungen wie SAP Datasphere, SAP Analytics Cloud und der SAP Business Data Cloud verfolgt SAP einen stärker integrierten Ansatz für Datenharmonisierung und semantische Konsistenz. Das Ziel ist dabei weniger die Zentralisierung aller Daten als vielmehr die Schaffung einer gemeinsamen Steuerungslogik über unterschiedliche Systeme hinweg.
Die strategische Bedeutung dieser Entwicklung wird durch KI weiter verstärkt: Generative KI erzeugt keinen nachhaltigen Mehrwert auf Basis fragmentierter Datenlandschaften. Ohne konsistente Geschäftslogiken entstehen widersprüchliche Ergebnisse, eingeschränkte Nachvollziehbarkeit und erhebliche Governance-Risiken. Datenqualität wird zur Voraussetzung unternehmerischer Entscheidungsfähigkeit – nicht zu einer technischen Frage.
SAP HANA Cloud – von der Datenbank zur aktiven Intelligenzschicht
Auch die Rolle moderner Datenplattformen verändert sich grundlegend. Historisch standen Datenbanken primär für Speicherung und Transaktionsverarbeitung. Im KI-Zeitalter werden sie zur aktiven Verarbeitungs- und Kontextschicht intelligenter Anwendungen.
SAP HANA Cloud adressiert diese Entwicklung durch einen Multi-Model-Ansatz, der relationale Daten, Dokumente, Zeitreihen, Graphstrukturen und Vektordaten innerhalb einer konsistenten Architektur verarbeitet. Besonders relevant wird das im Zusammenhang mit generativer KI, die zunehmend semantische Kontextinformationen, Echtzeitdatenzugriffe, vektorbasierte Suchmechanismen und skalierbare Datenverarbeitung benötigt.
Die strategische Frage lautet daher nicht mehr, wo Daten gespeichert werden – sondern wie Datenarchitekturen zukünftige KI- und Automatisierungsmodelle ermöglichen.
Integration als limitierender Faktor – und wie SAP BTP das adressiert
Mit jeder zusätzlichen Cloud-Anwendung steigt die Integrationskomplexität exponentiell. Viele Unternehmen reagieren darauf weiterhin projektbezogen: individuelle Schnittstellen, lokale Prozesslogiken. Kurzfristig erhöht das Geschwindigkeit – langfristig reduziert es Skalierbarkeit. In zahlreichen Organisationen entwickelt sich Integration dadurch zum eigentlichen Engpass digitaler Transformation.
Die SAP Integration Suite verfolgt einen stärker standardisierten Ansatz für API-Management, Prozessintegration und Event-basierte Orchestrierung über hybride Landschaften hinweg. Der strategische Mehrwert liegt dabei nicht in technischer Konnektivität allein, sondern in der Fähigkeit, Integration als standardisierte Unternehmensfähigkeit aufzubauen.
Unternehmen mit hoher Integrationsreife verfügen typischerweise über wiederverwendbare Integrationsmuster, zentrale Governance-Modelle, standardisierte API-Strategien und kontrollierte Prozessorchestrierung. Damit wird Integration von einem operativen IT-Thema zur zentralen Voraussetzung organisatorischer Anpassungsfähigkeit.
Warum KI bestehende Governance-Probleme verschärft – nicht löst
Die aktuelle KI-Dynamik führt in vielen Unternehmen zu einer Fehlannahme: dass intelligente Systeme bestehende Strukturprobleme kompensieren könnten. Tatsächlich zeigt sich häufig das Gegenteil.
KI verstärkt Inkonsistenzen schneller, als sie diese korrigiert. Fehlerhafte Stammdaten, fragmentierte Prozesslogiken und uneinheitliche Geschäftsdefinitionen wirken sich unmittelbar auf automatisierte Entscheidungen aus. Die Qualität der Governance wird dadurch zum zentralen Skalierungsfaktor intelligenter Anwendungen.
Mit SAP Master Data Governance etabliert SAP einen zentralen Rahmen für domänenübergreifende Datensteuerung, Datenqualität und Governance-Prozesse. Die strategische Bedeutung liegt dabei weniger im Stammdatenmanagement selbst als in der Fähigkeit, konsistente Unternehmenslogiken über Systeme, Prozesse und KI-Anwendungen hinweg sicherzustellen. Im KI-Zeitalter wird Governance zur infrastrukturellen Kernkompetenz.
Kontrollierte Erweiterbarkeit statt maximaler Individualisierung
Viele ERP-Landschaften wurden über Jahre durch kundenspezifische Entwicklungen erweitert. Dieses Modell stößt zunehmend an Grenzen: steigende Wartungskosten, eingeschränkte Upgrade-Fähigkeit, hohe technische Verschuldung, geringe Innovationsgeschwindigkeit.
Moderne Plattformarchitekturen verfolgen daher einen anderen Ansatz. Erweiterungen werden stärker vom Kernsystem entkoppelt und in standardisierte Plattformschichten verlagert. SAP Build unterstützt diese Entwicklung durch Low-Code-, Pro-Code- und Automatisierungsmodelle innerhalb der BTP-Architektur.
Der eigentliche Paradigmenwechsel liegt jedoch tiefer: Nicht maximale Individualisierung wird zum Zielbild, sondern kontrollierte Erweiterbarkeit. Unternehmen benötigen Architekturen, die Veränderungen schnell ermöglichen, ohne die Stabilität zentraler Kernprozesse zu gefährden.
Plattformtransformation ist Organisationsentwicklung – nicht nur ein IT-Projekt
Die Einführung einer Plattformarchitektur ist kein isoliertes Technologieprojekt. Sie verändert Entscheidungsstrukturen, Verantwortlichkeiten und Governance-Modelle.
Erfolgreiche Unternehmen unterscheiden sich dabei weniger durch Technologieauswahl als durch ihre Fähigkeit, organisatorische und technologische Transformation gleichzeitig zu steuern.
Typische Erfolgsfaktoren sind:
- Klare Zielarchitekturen
- Zentrale Daten- und Integrationsgovernance
- Standardisierte Entwicklungsprinzipien
- Domänenübergreifende Steuerungsmodelle
- Kontrollierte Skalierung von KI-Initiativen
Ohne diese organisatorischen Voraussetzungen erzeugen neue Plattformfähigkeiten häufig zusätzliche Komplexität statt nachhaltiger Vereinfachung.
Fazit – Die nächste Transformationsphase wird durch Orchestrierung entschieden
Die nächste Phase der digitalen Transformation wird nicht durch einzelne Technologien entschieden, sondern durch die Fähigkeit, Komplexität kontrolliert zu organisieren. SAP BTP adressiert diese Entwicklung nicht primär als Technologieportfolio, sondern als integrierende Steuerungsschicht moderner Enterprise-Architekturen.
Für Unternehmen entsteht daraus eine zentrale strategische Aufgabe: Nicht möglichst viele Technologien einzuführen, sondern eine Architektur aufzubauen, die Wandel dauerhaft beherrschbar macht.
Manage Now unterstützt Unternehmen bei der Bewertung ihrer bestehenden SAP-Landschaft und der Entwicklung einer tragfähigen BTP-Strategie.
Manage Now ist ein führender IT-Service- und Managed Services Provider für Unternehmen und öffentliche Institutionen, die ihre IT strategisch weiterentwickeln und gleichzeitig stabil betreiben wollen. Mit über 50 Jahren kombinierter IT- und Projekterfahrung übernehmen wir Verantwortung für komplexe IT-Landschaften. Dabei verbinden wir Consulting, Betrieb und Transformation in einem integrierten Ansatz und schaffen so die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unser integriertes Portfolio reicht von Sovereign Cloud und Hybrid- und Multi-Cloud über SAP und Application Management bis hin zu Security und modernen Arbeitsumgebungen und schafft die Grundlage für eine IT, die zuverlässig funktioniert und gleichzeitig steuerbar bleibt. Unternehmen entscheiden dabei selbst, wie viel Verantwortung sie abgeben wollen, vom einzelnen Service bis zur vollständigen End-to-End-Betriebsverantwortung.
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Digitale Souveränität 2026: Von der IT-Entscheidung zur strategischen Führungsaufgabe
Dieser Artikel zeigt, was digitale Souveränität 2026 konkret bedeutet, wo die größten Missverständnisse liegen und wie IT-Entscheider eine Strategie entwickeln, die weder zu riskant noch zu teuer ist.
Was ist digitale Souveränität und warum reicht Datenresidenz allein nicht aus?
Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, seine IT-Infrastruktur, Daten und Prozesse eigenständig zu kontrollieren, unabhängig von externen Einflüssen durch Anbieter, Behörden oder geopolitische Entwicklungen.
Das entscheidende Missverständnis: Souveränität ist nicht dasselbe wie Datenresidenz. Der Fakt, dass ein Server physisch in Frankfurt steht, schützt nicht vor Zugriffen, wenn der Cloud-Anbieter amerikanischem Recht unterliegt. Der US CLOUD Act verpflichtet US-Unternehmen zur Herausgabe von Daten auf behördliche Anordnung, unabhängig davon, in welchem Land die Server stehen.
Dass das kein theoretisches Risiko ist, hat Microsoft im Juni 2025 selbst bestätigt: Der Chefjustiziar von Microsoft Frankreich erklärte vor dem französischen Senat unter Eid, dass Microsoft nicht garantieren kann, dass Daten europäischer Kunden – auch wenn sie in EU-Rechenzentren gespeichert sind – nicht an US-Behörden weitergegeben werden. Eine klarere Aussage zur Lage ist kaum vorstellbar.
Für IT-Entscheider bedeutet das: Die Jurisdiktion des Anbieters ist entscheidend, nicht die Postleitzahl des Rechenzentrums.
Man unterscheidet deshalb mehrere Dimensionen (definiert im EU Cloud Sovereignty Framework) digitaler Souveränität, die alle berücksichtigt werden müssen:
Dimension – Kernfrage – Typisches Risiko
- Strategic Sovereignty
– Wie leicht ist es Anbieter zu wechseln?
– Abhängigkeit von Nicht-EU-Anbietern (finanziell und funktional) - Legal & Jurisdictional Sovereignty
– Welchem Recht unterliegen Daten und Anbieter?
– Zugriff durch ausländische Behörden - Data & AI Sovereignty-
– Wie werden Daten verarbeitet und genutzt?
– Intransparente KI-Modelle („Black Box“) - Operational Sovereignty (inkl. Betriebs-Souveränität)
– Wer betreibt die Systeme und hat Zugriff?
– Zugriff aus Drittstaaten / globale Support-Strukturen - Supply Chain Sovereignty
– Wie transparent ist die Lieferkette?
– Abhängigkeit von einzelnen globalen Anbietern - Technology Sovereignty (inkl. Software-Souveränität)
– Wie abhängig ist der Software-Stack?
– Vendor Lock-in durch proprietäre Technologien - Security & Compliance Sovereignty
– Wie werden Sicherheit und Compliance sichergestellt?
– Fehlende Auditierbarkeit oder externe Kontrolle - Environmental Sustainability
– Wie effizient und nachhaltig ist die Infrastruktur?
– Ineffiziente Rechenzentren
Erst wenn alle Dimensionen adressiert sind, lässt sich von echter digitaler Souveränität sprechen.
Warum 2026 ein Wendepunkt ist: Die regulatorischen Treiber
Der Druck auf Unternehmen, ihre Cloud-Strategie souverän zu gestalten, kommt nicht aus abstrakten IT-Überlegungen. Er kommt aus der Regulierung und ist in den letzten 18 Monaten erheblich gestiegen.
NIS2 (in Kraft seit Dezember 2025): Das NIS2-Umsetzungsgesetz verpflichtet rund 30.000 Unternehmen in Deutschland, Cybersicherheitsmaßnahmen nachweisbar umzusetzen, inklusive Anforderungen an Kryptographie, Datenschutz und Lieferkettensicherheit. Wer kritische Workloads bei einem Anbieter ohne europäische Gerichtsbarkeit betreibt, hat ein strukturelles Compliance-Problem. Mehr zum Thema NIS2: NIS2 in der Praxis: Persönliche Haftung, Nachweispflicht und was Geschäftsführer jetzt konkret tun müssen – Manage Now
EU Cloud Sovereignty Framework (seit 29. Oktober 2025)
Das Cloud Sovereignty Framework dient als ein standardisierter Bewertungsrahmen für Cloud-Souveränität. Das Framework definiert acht Souveränitätsziele (SOV-1 bis SOV-8), die strategische, juristische, operative, technologische, Daten- und KI-Souveränität sowie Nachhaltigkeit und Lieferkettenresilienz abdecken. Zur Bewertung wird ein fünfstufiges System namens Sovereignty Effective Assurance Levels (SEAL 0-4) eingesetzt. Cloud-Anbieter müssen definierte Mindestlevels erreichen, um in Ausschreibungen berücksichtigt zu werden
Zusätzlich wird ein Sovereignty Score berechnet, der die Qualität und Einbindung des Anbieters in das EU-Ökosystem bewertet, einschließlich Eigentümerstruktur, Governance, Investitionen und rechtlicher Exposition gegenüber Drittstaaten wie dem US CLOUD Act
EU Data Act (seit 12. September 2025): Der EU Data Act regelt, wer unter welchen Bedingungen auf Daten zugreifen darf und stärkt das Recht auf Datenportabilität. Für Unternehmen, die Daten in proprietären Cloud-Umgebungen speichern, entstehen neue Nachweispflichten und potenzielle Wechselhürden.
DORA (seit Januar 2025): Für den Finanzsektor gilt zusätzlich die Digital Operational Resilience Act, die explizite Anforderungen an die Resilienz von IT-Dienstleistern und Cloud-Anbietern stellt, inklusive Exit-Strategien und Kontrollrechten.
Geopolitische Fragmentierung: Jenseits der Regulierung hat sich die geopolitische Risikolage verändert. IT-Entscheider, die ihre gesamte kritische Infrastruktur bei einem einzigen Hyperscaler aus einem Drittland konzentriert haben, sind mit einem Risiko konfrontiert, das vor drei Jahren noch theoretisch war.
Datenkategorie – Beispiele – Empfohlene Umgebung
- Hochsensibel / reguliert
– Personaldaten, Gesundheitsdaten, kritische Produktionsdaten, M&A-Informationen
– Sovereign Cloud unter EU-Gerichtsbarkeit - Geschäftskritisch
– ERP, CRM, Finanzsysteme
– Hybrid: Sovereign oder Private Cloud mit strengem Zugriffsmanagement - Operativ / wenig sensibel
– Entwicklungsumgebungen, Marketing-Tools, Kollaborationsplattformen
– Hyperscaler möglich, bei bewusster Risikoakzeptanz
Dieser Ansatz – in der Praxis als Workload-Klassifizierung bezeichnet – ist der erste Schritt jeder tragfähigen Souveränitätsstrategie. Er vermeidet zwei typische Fehler: die vollständige Hyperscaler-Abhängigkeit ohne Risikobetrachtung auf der einen Seite und den unrealistischen Totalausstieg auf der anderen.
Krypto-Agilität und Vendor-Lock-in: Unabhängig vom gewählten Modell sollten Unternehmen Architekturen bevorzugen, die auf offenen Standards basieren und einen Anbieterwechsel ohne Totalumbau ermöglichen. Proprietäre Dienste schaffen Abhängigkeiten, die sich über Jahre akkumulieren und im Ernstfall teuer werden.
In 4 Schritten zur Sovereign Cloud Strategie: Was IT-Entscheider jetzt tun müssen
Eine Souveränitätsstrategie entsteht nicht in einem Workshop. Sie erfordert eine strukturierte Vorgehensweise:
Schritt 1: Workload- und Dateninventar erstellen
Welche Systeme laufen wo? Welche Daten sind besonders schutzbedürftig? Welche regulatorischen Anforderungen (NIS2, DORA, DSGVO, branchenspezifisch) gelten konkret? Ohne dieses Inventar sind alle weiteren Entscheidungen spekulativ.
Schritt 2: Anbieter entlang der acht Souveränitätsdimensionen bewerten
Infrastruktur, Betrieb, Software, alle Dimensionen pro Anbieter prüfen. Ergebnis ist typischerweise ernüchternd: Die tatsächliche Abhängigkeit von nicht-europäischen Strukturen ist in den meisten Unternehmen größer als angenommen.
Schritt 3: Migrationsstrategie entwickeln – priorisiert, nicht radikal
Ein abrupter Komplettausstieg aus Hyperscaler-Umgebungen ist weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Sinnvoll ist ein risikobasierter Migrationspfad: Neue Projekte von Anfang an souverän aufsetzen, bestehende kritische Workloads nach Priorität migrieren, unkritische Systeme mit bewusster Risikoakzeptanz belassen.
Schritt 4: Krypto-Agilität und Exit-Strategie einplanen
Unabhängig vom gewählten Anbieter: Architekturen so gestalten, dass ein Wechsel möglich bleibt. Das bedeutet offene Standards, dokumentierte Abhängigkeiten und eine definierte Exit-Strategie, eine Anforderung, die DORA für den Finanzsektor bereits vorschreibt und die für alle Unternehmen sinnvoll ist.
Fazit: Digitale Souveränität ist kein Projekt, sondern ein Architekturprinzip
Digitale Souveränität ist keine einmalige Maßnahme. Sie ist ein Architekturprinzip, das in jede Cloud-Entscheidung einfließen muss, von der Auswahl neuer SaaS-Tools bis zur Konzeption kritischer Infrastruktur.
Die gute Nachricht: Der europäische Markt für souveräne Cloud-Infrastruktur ist 2026 reif genug, um tragfähige Alternativen zu bieten. Die schlechte Nachricht: Die Lücke zwischen regulatorischem Druck und tatsächlicher Umsetzung ist in den meisten Unternehmen noch groß.
Wer heute beginnt, hat die Chance auf einen geordneten Übergang. Wer wartet, wird unter Druck migrieren.
Der erste Schritt ist immer derselbe: ein ehrliches Bild der eigenen Abhängigkeiten. Manage Now unterstützt IT-Entscheider bei der Analyse bestehender Cloud-Infrastrukturen und der Entwicklung einer tragfähigen Sovereign-Cloud-Strategie.
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Was ändert sich für SAP-On-Premise-Kunden durch die Entscheidung der EU-Kommission?
Worum ging es in dem Verfahren?
Die Kommission hatte vorläufig festgestellt, dass SAP seine marktbeherrschende Stellung im Wartungs- und Support-Geschäft für On-Premise-ERP-Software möglicherweise in einer Weise genutzt hat, die den Wettbewerb einschränkt. Im Kern ging es um vier Praktiken:
- Support für ungenutzte Lizenzen: Kunden konnten Wartungsverträge für Lizenzen, die sie gar nicht mehr nutzten, häufig nicht kündigen.
- Wiedereinstiegsgebühren: Wer den SAP-Support unterbrochen hatte, musste bei der Rückkehr teils Gebühren zahlen, die dem entsprachen, was bei durchgehender Nutzung angefallen wäre.
- Verlängerung der Bindungsfrist: Jeder Zukauf von Lizenzen konnte die ursprüngliche, nicht kündbare Vertragslaufzeit neu starten lassen.
- Bündelungszwang: Kunden mussten für alle On-Premise-Produkte einheitlich SAP-Support zu einheitlichen Konditionen beziehen und konnten Angebote nicht mit anderen Anbietern kombinieren.
Die Kommission sah darin einen möglichen Verstoß gegen Artikel 102 AEUV, das Verbot des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung. Um das Verfahren zu beenden, hat SAP der Kommission Verpflichtungsangebote unterbreitet, die nach einem Markttest im Winter 2025/26 angepasst und nun für zehn Jahre weltweit rechtsverbindlich wurden.
Was SAP konkret zugesagt hat
- Aufteilung in Commercial Installations: SAP muss die Bedingungen präzisieren, unter denen Kunden ihre SAP-Landschaft in getrennte Teile (Commercial Installations) aufteilen können. Mit unterschiedlichen Support-Anbietern, unterschiedlichem SAP-Support-Umfang oder auch ganz ohne Support je Landschaftsteil.
- Neue Kündigungsrechte in definierten Szenarien: Lizenzen lassen sich künftig in bestimmten Fällen kündigen: bei Produkten in der letzten Wartungsphase, bei gescheiterten Implementierungsprojekten in SAP-Verantwortung, bei Insolvenz, bei einem Personalabbau von mindestens 10 % innerhalb von zwei Jahren sowie bei Veräußerung eines Geschäftsbereichs (Carve-out).
- Lizenzreduzierung bei Personalabbau: Bei einem Personalabbau von mindestens 10 % über zwei Jahre können Kunden ihre Lizenzen und die zugehörigen Wartungskosten in entsprechendem Umfang reduzieren.
- Erweiterter Zugang zu Single Metric Contracts: SAP muss Kunden einen breiteren Zugang zu Single-Metric-Verträgen, einer alternativen, oft einfacheren Methode zur Berechnung von Lizenz- und Wartungsgebühren, gewähren.
- Präzisierung der Vertragslaufzeiten: SAP muss die Regeln zur ursprünglichen, nicht kündbaren Lizenzlaufzeit klarer fassen und darf diese Laufzeit bei jedem weiteren Lizenzkauf nicht mehr automatisch neu starten lassen.
- Geringere Kosten beim Wiedereinstieg: Wer nach einer Unterbrechung wieder in den SAP-Support einsteigt, zahlt künftig keine Wiederaufnahmegebühr mehr, und auch etwaige Nachzahlungen fallen geringer aus.
- Clearing-Stelle und Überwachung: SAP richtet eine interne Stelle ein, an die sich Kunden wenden können, wenn sie die Umsetzung der Verpflichtungen durch SAP für unzureichend halten. Ein unabhängiger Überwachungstreuhänder berichtet der Kommission während der zehnjährigen Laufzeit regelmäßig über die Umsetzung.
Was das für die Praxis bedeutet und was nicht
Für SAP-Bestandskunden ergeben sich dadurch spürbar mehr Freiheitsgrade bei der Gestaltung der eigenen Wartungs- und Supportstrategie. Das betrifft insbesondere:
- Aufteilung der SAP-Landschaft in mehrere Commercial Installations Landschaftsteile lassen sich technisch und vertraglich trennen und unterschiedlich betreuen lassen.
- Unterschiedliche Supportmodelle je Landschaftsteil je nach Kritikalität und Lebenszyklus des jeweiligen Systems.
- Neue Möglichkeiten zur Reduzierung nicht mehr benötigter Lizenzen durch Kündigungsrechte in den neu definierten Szenarien.
- Erleichterungen bei Carve-outs und Restrukturierungen durch klar geregelte Übertragungs- und Kündigungsoptionen bei Veräußerungen von Geschäftsbereichen.
- Breiterer Zugang zu Single Metric Contracts für größere Vertragsvolumina, die die Lizenzberechnung vereinfachen können.
- Geringere Kosten bei einem späteren Wiedereinstieg in die SAP-Wartung ohne die bislang üblichen Wiederaufnahmegebühren und mit geringeren Nachzahlungen.
Diese neuen Regelungen bedeuten aber nicht automatisch, dass ein vollständiger Ausstieg aus der SAP-Wartung für jedes Unternehmen sinnvoll ist. Entscheidend ist, welche Systeme weiterhin Herstellersupport benötigen, welche Landschaftsteile auch ohne SAP-Wartung stabil weiterbetrieben werden können und wo alternative oder hybride Modelle, etwa mit Drittanbietern, wirtschaftlich tragfähig sind. Eine pauschale Kündigung ohne belastbare Analyse der eigenen Landschaft kann zu Risiken bei Sicherheit, Compliance und Systemstabilität führen.
Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme ist
Die neuen Regelungen fallen zeitlich mit einer ohnehin anstehenden Weichenstellung für viele SAP-Anwender zusammen: Die reguläre Wartung der klassischen Business Suite läuft in den kommenden Jahren aus, und die Migration auf S/4HANA steht für zahlreiche Unternehmen auf der Agenda. Wer jetzt eine fundierte Bestandsaufnahme der eigenen SAP-Verträge, Lizenzen und Landschaftsteile vornimmt, verschafft sich zusätzliche Verhandlungsmasse, unabhängig davon, ob am Ende eine Teilkündigung, ein Wechsel zu Single Metric Contracts, eine Kombination aus SAP- und Drittanbieter-Support oder der unveränderte Fortbestand des bestehenden Vertrags die wirtschaftlich sinnvollste Option ist.
Der Manage Now SAP Maintenance & Support Check
Mit unserem SAP Maintenance & Support Check prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, welche der neuen Möglichkeiten für Ihre konkrete SAP-Landschaft tatsächlich relevant sind. Dazu gehören:
- Analyse bestehender SAP-Verträge und Wartungskosten auf mögliche Optimierungen und Kündigungsoptionen hin.
- Abgleich von Lizenzbestand und tatsächlicher Nutzung, um ungenutzte oder überdimensionierte Lizenzen zu identifizieren.
- Prüfung möglicher Commercial Installations für Ihre Systemlandschaft.
- Bewertung von Teilkündigungs- und Reduzierungsmöglichkeiten nach den neuen EU-Regelungen.
- Vergleich von SAP-Wartung, alternativer Wartung und Mischmodellen gegenüberzustellen und wirtschaftlich zu bewerten.
- Einordnung der Auswirkungen auf Ihre weitere SAP- und Cloud-Strategie.
Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage: technisch, wirtschaftlich und vertraglich abgestimmt auf die jeweilige SAP-Landschaft.
Fazit: Mehr Handlungsoptionen von SAP-On-Premise-Kunden
Die Entscheidung der EU-Kommission vom 9. Juli 2026 erweitert die Handlungsoptionen von SAP-On-Premise-Kunden erheblich, von der Aufteilung der Landschaft über neue Kündigungsrechte bis zu günstigeren Bedingungen beim Wiedereinstieg in die Wartung. Ob und in welchem Umfang sich diese Optionen für ein konkretes Unternehmen lohnen, lässt sich jedoch nur auf Basis einer fundierten Analyse der eigenen SAP-Landschaft beantworten. Pauschale Entscheidungen bergen sowohl wirtschaftliche als auch technische Risiken.
Sie möchten wissen, welche der neuen Möglichkeiten für Ihre SAP-Landschaft relevant sind? Vereinbaren Sie einen SAP Maintenance & Support Check mit dem Team von Manage Now.
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