
Value-Based Healthcare wirkt: PROvalue Endo zeigt verbesserte Patientenergebnisse und erreichbares Einsparpotenzial auf DiGA-Niveau
Von der Evidenz in die Versorgung
Als Qualitätsvertrag überführt PROvalue™ Endo die Prozesse und Ergebnisse der randomisiert-kontrollierten Studie PROMoting Quality konsequent in die Versorgungspraxis. Während Qualität im deutschen Gesundheitssystem bislang vor allem über Struktur- und Prozessindikatoren bewertet wird, richtet PROvalue™ Endo den Fokus über den stationären Aufenthalt hinaus auf patientenrelevante Ergebnisse wie Mobilität, Lebensqualität und funktionelle Genesung. Ein digitales Monitoring entlang des gesamten Behandlungspfads erhebt diese Ergebnisse systematisch und über den stationären Aufenthalt hinaus, bereitet sie für die klinische Entscheidungsunterstützung auf und verknüpft sie erstmals mit Vergütungsmechanismen. Rücklaufquoten von über 85 Prozent zeigen, dass diese Form der Versorgungssteuerung im klinischen Alltag praktikabel und skalierbar ist.
Klinischer Nutzen durch frühzeitige Steuerung
Ein zentrales Element ist ein algorithmusbasiertes Benachrichtigungssystem, das Abweichungen im Genesungsverlauf frühzeitig erkennt. Seit Programmstart wurden rund 4.500 Alerts bearbeitet. In 53 Prozent der Fälle zeigten sich Hinweise auf operationsbezogene Auffälligkeiten, in 38 Prozent folgten gezielte zusätzliche medizinische Maßnahmen. Damit wird ein zentrales Defizit der bisherigen Versorgung adressiert: Verschlechterungen werden nicht erst retrospektiv und bei kritischer Wiedervorstellung sichtbar, sondern können früh erkannt und behandelt werden. Für Versicherte bedeutet das mehr Sicherheit im Genesungsverlauf und eine gezieltere Nachsorge bei gleichzeitig effizientem Ressourceneinsatz der teilnehmenden Kliniken.
Standortbezogen zeigt PROvalue™ Endo den tatsächlichen Behandlungserfolg, gemessen als sogenannte Minimal Clinically Important Difference (MCID). Sie definiert die kleinste Veränderung eines patientenberichteten Ergebnisses (PROM), die aus Sicht der Betroffenen als klinisch relevant wahrgenommen wird, also als eine im Alltag konkret spürbare Verbesserung. Zwölf Monate nach dem Eingriff erreichten über 83 Prozent der Versicherten mit Eingriff am Knie sowie über 92 Prozent der Versicherten mit Eingriff an der Hüfte an einer teilnehmenden Klinik diese medizinisch bedeutsame Verbesserung, gemessen über gelenkspezifische PROMs.
Allein in der Endoprothetik: Potenzielle Entlastung in Millionenhöhe
Neben den verbesserten Outcomes zeigt sich ein klarer wirtschaftlicher Nutzen auf individueller und systemischer Ebene. Bereits in der Studie PROMoting Quality wurden durch PROM-basiertes Monitoring adjustierte Einsparungen von durchschnittlich 376 Euro pro Hüft- und Kniepatient:in innerhalb eines Jahres erzielt. Die zugrunde liegende Technologie wurde im Rahmen von PROvalue™ Endo gezielt für die Routineversorgung weiterentwickelt und operationalisiert. Bei Übertragung auf die Regelversorgung wird die Dimension deutlich: In Deutschland werden jährlich rund 400.000 Hüft- und Knieendoprothesen durchgeführt. Ein flächendeckendes PROvalue-Monitoring auch außerhalb der Qualitätsverträge entspräche einem Einsparpotenzial von rund 150 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Die gesetzlichen Krankenkassen gaben in 2025 laut GKV Spitzenverband insgesamt 171 Millionen Euro für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) aus. Die systemischen Effizienzgewinne allein im Bereich Endoprothetik decken somit rechnerisch über 85 % dieser Ausgaben für Gesundheitsinnovationen ab.
Von Studie über Routine zu struktureller Reform?
Während eine steigende Anzahl klassischer Therapien und digitaler Anwendungen zum Einsatz kommt, bleibt das Einsparpotenzial strukturierter, outcome-basierter Versorgungssteuerung bislang strukturell ungenutzt. Trotz breiter Beteiligung erreicht PROvalue™ Endo als System für Qualitätsverträge aktuell nur etwa 2-3 Prozent der endoprothetischen Eingriffe in Deutschland. Qualitätsverträge nach § 110a SGB V bieten einen wichtigen Rahmen für Innovation, bleiben jedoch in ihrer Reichweite stark reguliert. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat bereits 2024 empfohlen, die Erkenntnisse aus PROMoting Quality für eine systematische Umsetzung zur Weiterentwicklung von Qualitäts- und Vergütungsstrukturen zu prüfen.
Während die Umsetzungsempfehlungen noch ausstehen, plädiert Yannik Schreckenberger, Gründer und CEO von Heartbeat Medical, für einen stärkeren politischen Gestaltungswillen. „Der operative Blueprint für die Endoprothetik liegt nun vor. Bereits heute profitieren Versicherte, Kliniken und Krankenkassen täglich. Wir planen, über 50.000 Menschen im Rahmen von PROvalue zu begleiten und so eine europaweit einzigartige Evidenz aufzubauen. Doch solange klare Entscheidungen für eine ergebnisorientierte Versorgung ausbleiben, verspielt unser Gesundheitssystem täglich Lebensqualität und Ressourcen.“
Vollständiges Whitepaper zum Thema abrufbar unter: heartbeat-med.com/whitepapers/provalue-endo
Heartbeat Medical ist ein führender Anbieter für die digitale Nutzung von Patient-Reported Outcomes (PROs) und die Umsetzung von ergebnisorientierten Versorgungs-, Vergütungs- und Forschungsprogrammen (VBHC). Das 2014 gegründete Unternehmen hat über eine Millionen Patient:innen erfolgreich digital begleitet und unterstützt mit PROvalue™ Qualitätsverträge mit über 65 Krankenkassen in den Bereichen Endoprothetik, Geburtsmedizin und Mangelernährung.
HRTBT Medical Solutions GmbH
Rosenstraße 2
10178 Berlin
Telefon: +49 (221) 177347-20
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E-Mail: neubauer@heartbeat-med.de
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PROvalue-Qualitätsvertrag zur verbesserten Geburtshilfe startet mit der AOK Rheinland/Hamburg und der Helios Mariahilf Klinik
Im Rahmen des Programms werden wichtige Informationen zum psychischen und physischen Wohlbefinden der Mutter während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett digital erfasst. Diese Erhebungen dienen der kontinuierlichen Unterstützung einer sicheren und erwartungstreuen Entbindung und der Verbesserung der Versorgungsqualität. Ein besonderer Fokus des PROvalue™-Programms liegt hierbei auf der interventionsarmen Geburt und der Berücksichtigung individueller Wünsche der Mütter. Zudem wird durch ein 6-monatiges digitales Monitoring über den Krankenhausaufenthalt hinaus die Möglichkeit geboten, frühzeitig auf mögliche körperliche oder psychische Komplikationen wie Bindungsschwierigkeiten oder postpartale Depression nach der Geburt einzugehen. Die Evaluation des Programms übernimmt das Institut für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (IQTIG).
Ein zentrales Element des Qualitätsvertrags ist die kontinuierliche digitale Begleitung der Mütter über eine spezialisierte Plattform. Diese ermöglich eine strukturierte Erhebung von patientenberichteten Daten, sogenannten Patient-Reported Outcome Measures (PROMs). Diese Informationen helfen den beteiligten Hebammen und den Klinikteams dabei, auf Wünsche und Bedürfnisse einzugehen, frühzeitig auf Auffälligkeiten zu reagieren und die Betreuung der Schwangeren entsprechend anzupassen. Zudem stehen den Müttern vor und nach der Geburt passende Informationsinhalte zur Verfügung, die sie zu jedem Zeitpunkt zielgerichtet unterstützen. Durch die ganzheitliche Einbindung aller Beteiligten kann der Geburtsprozess sicherer und individueller gestaltet werden. Um die angespannte Personallage zu berücksichtigen, werden Befragungen, Auswertungen und die erforderliche Dokumentation für das IQTIG durch die Software digital gelöst.
Der neue Qualitätsvertrag startet mit der Helios Mariahilf Klinik in Hamburg. Mit jährlich über 1700 begleiteten Geburten, einer qualitativ führenden medizinischen Versorgung und hohem Digitalisierungsgrad liegen gute Bedingungen für eine schnelle Integration des neuen Programms in die Routine vor.
„Die Gesundheitsrisiken für Mutter und Kind rund um die Geburt zu senken und auch die Begleitung der Schwangeren zu verbessern, ist unser Ziel. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat mit dem Instrument Qualitätsvertrag eine Möglichkeit geschaffen, zu erproben, inwieweit sich durch die Vereinbarung von höherwertigen Qualitätsanforderungen trotz der schwierigen Personalsituation eine verbesserte Geburtshilfe erreichen lässt. Die Digitalisierung kann dabei helfen und wir sind zuversichtlich, dass uns der Qualitätsvertrag PROvalue Geburt wichtige Erkenntnisse liefert, die wir für eine innovative Versorgung rund um Schwangerschaft und Geburt nutzen können”, sagt Christian Wehner, Bereichsleiter Gesundheitsmanagement der AOK Rheinland/Hamburg.
Philip Wettengel, Klinikgeschäftsführer der Helios Mariahilf Klinik Hamburg, sieht in PROvalue eine Ergänzung zur Versorgung: „Wir haben in unserer Geburtshilfe eine starke Qualitätsorientierung. Leider bekommen wir aber nicht mit, wenn es nach der Entlassung aus unserem Haus doch einmal Probleme oder Komplikationen gibt. Oder wenn alles gut läuft und wir die Erfahrung auch für andere Eltern nutzen können. Diese Lücke kann der PROvalue-Qualitätsvertrag schließen.“
Dr. Andre Motamedi, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, freut sich über die neuen Möglichkeiten des Qualitätsvertrags: „Es ist schön, dass wir jetzt strukturiertes Feedback direkt von den Eltern zu unserer tagtäglichen Arbeit bekommen. Und das über viele Monate hinweg. Aus meiner Sicht ist das ein wichtiger Schritt in der qualitativen Patientenversorgung.“
Moritz Neubauer, Geschäftsführer von Heartbeat Medical, blickt optimistisch auf die Ausweitung der Qualitätsverträge: „Die Geburtshilfe bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die digitale Begleitung. Nach großen Erfolgen im Bereich der Endoprothetik erwarte ich daher auch im Bereich der Geburtshilfe eine hohe Teilnahmebereitschaft. Mit PROvalue Geburt unterstützen wir die sichere und interventionsarme Geburt auf eine ressourcenschonende und leicht umsetzbare Art und Weise. Dabei beziehen wir die werdenden Mütter eng mit ein.”
Nach einer 6-monatigen Nullwertphase zur Erfassung der aktuellen Versorgungsparameter startet die Interventionsphase mit weiterführenden Anreicherungen im Frühsommer 2025.
Heartbeat Medical ist ein führender Anbieter für die Nutzung von Patient-Reported Outcomes (PROs) und die Umsetzung von ergebnisorientierten Versorgungs- und Vergütungsprogrammen (VBHC). Die Patient-Reported Outcomes werden direkt von Patient:innen in Form von standardisierten digitalen Befragungen erhoben und geben Einblicke in Behandlungseffekte und die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Das 2014 gegründete Unternehmen hat bereits über eine halbe Million Patient:innen erfolgreich digital begleitet und betreibt mit PROvalue™ und PROally™ zahlreiche Verträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern. Mehr unter www.heartbeat-med.com
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Pronova BKK und SBK starten PROvalue-Qualitätsvertrag am St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen: Verbesserte Versorgung in der Endoprothetik
Endoprothetik-Qualitätsvertrag ermöglicht engmaschige Begleitung
Kernstück des neuen Programms ist ein fortlaufendes einjähriges Monitoring durch die Teams des St. Marienkrankenhauses Ludwigshafen, das auf einer digitalen Plattform und Patientenbefragungen basiert. Über die Plattform werden die Betroffenen kontinuierlich digital anhand von Patient-Reported Outcomes Measures (PROMs) verschiedenen Gesundheitsbereichen wie Bewegungseinschränkungen, Schmerzentwicklung und psychischer Gesundheit befragt.
So können die Versicherten über den gesamten Behandlungspfad aktiv eingebunden und automatisiert Aussagen zu einer möglichen Unter-, Fehl-, oder Überversorgung getroffen werden. Bei Verdacht auf einen unvorteilhaften Heilungsverlauf werden die Betroffenen umgehend telefonisch durch den Leistungserbringer kontaktiert. In Folge können eventuell auftretende Probleme frühzeitig erkannt werden und Patientinnen und Patienten erhalten eine zusätzliche Sicherheit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.
Behandlungs- und Lebensqualität der Versicherten im Vordergrund
Erstmals 2022 in Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse erprobt, werden auf der PROvalue™-Systematik basierte Qualitätsverträge aktuell von über 50 Krankenkassen und 14 Kliniken unterstützt. Der von Pronova BKK und SBK initiierte Qualitätsvertrag am St. Marienkrankenhaus steht weiteren Krankenkassen zum Beitritt offen, um möglichst vielen Versicherten in der Region Zugang zu diesem über die Regelversorgung hinausgehenden Leistungsspektrum zu ermöglichen.
„Jeder kennt Beispiele im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis: Der Einsatz von künstlichen Hüft-, Schulter- oder Kniegelenken ist leider oft mit Komplikationen, weiteren Operationen und langen Genesungszeiten verbunden. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesem Qualitätsvertrag hier erfolgreich neue Wege beschreiten können, die unseren Kundinnen und Kunden die bestmögliche Versorgung sichern”, erklärt Volker Latz, Bereichsmanager Versorgung bei der Pronova BKK.
Dass seit der Entwicklung von PROvalue™ als digitale Plattform für die ganzheitliche Nutzung von patientenberichteten Ergebnisdaten knapp 10.000 Versicherte mit Gelenk-OPs begleitete werden konnten, freut Yannik Schreckenberger, Gründer und Geschäftsführer von Heartbeat Medical: “Neben dem steigenden Interesse an der ergebnisorientierten Versorgung und Vergütung sind es insbesondere die positiven Rückmeldungen von Patient:innen und medizinischen Teams, die den Erfolg des Programms zeigen. Der neue Qualitätsvertrag zwischen Pronova BKK, SBK und dem St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen ist ein starkes Zeichen für die Exzellenz und Innovation in der Region.”
PROvalue™–Verträge sind Qualitätsverträge nach §110a SGB V. Diese Verträge können Kliniken und Krankenkassen miteinander befristet schließen, um über die Regelversorgung hinausgehende Leistungen zu organisieren und zu vergüten. Nach einer Nullwertmessung zur Etablierung des IST-Zustands folgt eine Interventionsphase, in der die zusätzlichen Leistungen erbracht werden. Regulierende und evaluierende Behörde für Qualitätsverträge ist das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG).
Heartbeat Medical ist ein führender Anbieter für die Nutzung von Patient-Reported Outcomes (PROs) und die Umsetzung von ergebnisorientierten Versorgungs- und Vergütungsprogrammen. Die Patient-Reported Outcomes werden direkt von Patient:innen in Form von standardisierten digitalen Befragungen erhoben und geben Einblicke in Behandlungseffekte und die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Das 2014 gegründete Unternehmen hat bereits über eine halbe Million Patient:innen erfolgreich digital begleitet und betreibt mit PROvalue™ und PROally™ zahlreiche Verträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern. Mehr unter www.heartbeat-med.com
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PROMs in der Endoprothetik: Bessere Ergebnisse für Patienten und jährlich bis zu 100 Millionen Euro weniger Kosten
Gesundheitsgewinne und Einsparpotenzial auch für die Regelversorgung
Aus Sicht des Gemeinsamen Bundesausschuss hat das Projekt PROMoting Quality erfolgreich eine neue Versorgungsform mit Hilfe von digital erhobenen PROMs bei Patientinnen und Patienten nach einer stationären Hüft- oder Knieendoprothese implementiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich zahlreiche patientenrelevanten Endpunkte wie Beweglichkeit, Lebensqualität, Arbeitsstatus und die generelle Zufriedenheit mit dem Behandlungserfolg durch das postoperative PROM-Monitoring verbessern. Zudem zeigte die Gruppe, die über die heartbeat Plattform begleitet wurde, gegenüber der Kontrollgruppe eine Kostenreduktion um 317 Euro bei einer Hüftendoprothese und um 324 Euro bei einer Knieendoprothese über ein Jahr.
Laut dem Abschlussbericht des Konsortialführer Technische Universität Berlin könnte das PROM-basierte Monitoring bei bundesweiter Einführung im Bereich Endoprothetik zu einem jährlichen Zuwachs von bis zu 4.400 Quality-Adjusted Life Years (QALYs) bei Hüft- und 3.908 QALYs bei Kniepatient:innen führen. Das Forschungsteam geht zudem von einem Einsparpotenzial von bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr aus. Prof. Dr. Reinhard Busse, Projektverantwortlicher der TU Berlin, stellt heraus: “Angesichts der Vielzahl an Krankenhäusern, die Hüft- und Kniegelenke operieren, ist Transparenz über deren Ergebnisse für einweisende Ärzt:innen und Patient:innen sehr wichtig.”
Erste Anwendung und Weiterentwicklung der Erkenntnisse
Als einer der Initiatoren und technischer Partner des Projekts hat Heartbeat Medical Ansätze aus der PROMoting Quality Studie bereits weiterentwickelt. So steht seit 2022 Krankenkassen und Krankenhäusern in Qualitätsverträgen nach §110a SGB V mit PROvalue Endo ein digitales postoperatives Monitoring für die Endoprothetik zur Verfügung. Ab 2025 können ärztliche Team zudem basierend auf patientenindividuellen PROM-Schwellenwerten auf relevante Abweichungen im Genesungsverlauf informiert werden. Die patientenindividuellen Schwellenwerte für die angestrebte Genesung werden hierzu durch maschinelles Lernen unterstützt und passen sich zu jedem Zeitpunkt an die realen Umstände der Patienten an. “Seit Start von PROMoting Quality 2018 haben wir viel Erfahrung gesammelt, worauf es Patient:innen aber besonders auch dem Personal vor Ort ankommt” sagt Yannik Schreckenberger, Gründer und Geschäftsführer von Heartbeat Medical. “Die Zukunft von ergebnisorientierten Versorgungspfaden liegt in der aufwandsarmen und patientenindividuellen Begleitung, die durch Value-Based Reimbursement vorangetrieben wird.”
Gemeinsamer Bundesausschuss: Aufruf zur zeitnahen Schritten der Integration
In seiner Empfehlung zur Überführung der Ergebnisse von PROMoting Quality in die Regelversorgung hat der Gemeinsame Bundesausschuss die Erkenntnisse an den Unterausschuss Qualitätssicherung weitergeleitet. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist aufgefordert, Ihre Mitglieder über die Erkenntnisse zu informieren, damit Sie im Rahmen von Qualitäts- oder Versorgungsverträgen berücksichtigt werden können.
Beschlusstext des Gemeinsamen Bundesausschuss und Evaluation des Konsortiums:
https://innovationsfonds.g-ba.de/beschluesse/promoting-quality-intersektorale-nutzung-von-patient-reported-outcome-measures-zur-steigerung-der-patientenrelevanten-ergebnisqualitaet.254
Publikation zu den Studienergebnissen
Schöner, Lukas, et al. "Cost-effectiveness of a patient-reported outcome-based remote monitoring and alert intervention for early detection of critical recovery after joint replacement: A randomised controlled trial." PLoS medicine 21.10 (2024): e1004459.
Heartbeat Medical ist ein führender Anbieter für die Nutzung von Patient-Reported Outcomes (PROs) und die Umsetzung von ergebnisorientierten Vergütungsprogrammen. Die Patient-Reported Outcomes werden direkt von Patient:innen in Form von standardisierten digitalen Befragungen erhoben und geben Einblicke in Behandlungseffekte und die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Durch die kontinuierliche Einbettung der gewonnenen Erkenntnisse in individuelle Behandlungspfade ermöglicht Heartbeat Medical Initiativen zur wertorientierten Gesundheitsversorgung (VBHC) und zur wertorientierten Kostenerstattung (VBR). Das 2014 gegründete Unternehmen hat bereits über eine halbe Million Patient:innen erfolgreich digital begleitet. Mehr unter www.heartbeat-med.com
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PROally Arthro: Heartbeat Medical und CSS lancieren digitales Arthrose-Programm
Arthrose ist eine der am weitesten verbreiteten Erkrankungen in der Schweiz – oft mit weitreichenden Folgen für den Alltag der Betroffenen. Versicherten mit einer diagnostizierten Arthrose bietet das neue Arthrose-Programm PROally Arthro hier eine langfristige Begleitung: Über 18 Monate stehen den Betroffenen regelmässig Befragungen, individualisierte Auswertungen und passende Gesundheitsangebote zur Verfügung. Die von Fachexperten entwickelten Fragen inklusive Patient-Reported Outcome Measures, PROMs, können bequem per Computer oder Smartphone beantwortet werden. Ziel des Arthrose-Programms ist die Erhaltung und mögliche Steigerung der Lebensqualität sowie eine Stärkung von Prävention und Selbstbestimmung.
Ergänzung zur Navigation der vielfältigen Massnahmen im Gesundheitswesen
So unterschiedlich die individuelle Gesundheit und die Arthrose ist, so unterschiedlich können die Massnahmen sein, die den Betroffenen helfen. Deswegen knüpft das Arthrose-Programm an die vielfältigen Behandlungspfade an und informiert die Betroffenen nach jeder Befragung über passende Gesundheitsmassnahmen. Die Information zu den Angeboten basiert hierbei immer auf den individuellen Ergebnissen der Befragung. Dateneinsicht und Teilhabe der Versicherten steigen, da sie ihre Ergebnisse mit ihrem Therapeuten oder Arzt besprechen und gemeinsam geeignete Veränderungen vornehmen können.
CSS geht als erste Versicherung voran
Als Marktführer in der Grundversicherung lanciert zunächst die CSS das digitale Arthrose-Programm. Ab Mai 2024 steht es allen CSS-Versicherten zur Verfügung, bei denen eine Arthrose ärztlich diagnostiziert wurde. Bereits seit 2022 unterstützt die CSS das Ziel der qualitätszentrierten Versorgungs- und Vergütungsmodelle und ist mittels der SwissHealth Ventures AG indirekt an Heartbeat Medical beteiligt.
„Wir freuen uns sehr, dass nach unserer Beteiligung an Heartbeat Medical als nächster Schritt in der Zusammenarbeit das innovative PROally Arthro Programm angeboten wird. Dieses Programm ermöglicht unseren Versicherten, aktiv an ihrer Behandlung teilzuhaben und ihre Lebensqualität zu verbessern. Zudem bringt es uns unserem Ziel näher, qualitätszentrierte Versorgungs- und Vergütungsmodelle zu unterstützen und unseren Versicherten die bestmögliche Betreuung zu bieten" kommentiert Jonathan Fraser, Head of Corporate Venturing bei SwissHealth Ventures.
Heartbeat Medical bestärkt Wettbewerb um Qualität
Mit dem PROally Programm bietet Heartbeat Medical Versicherungen und Leistungserbringern neben dem etablierten PROvalue Programm eine weitere Möglichkeit zur ergebnisorientierten und sektorenübergreifenden Zusammenarbeit. Vor dem Hintergrund des steigenden Kostendrucks in vielen nationalen Gesundheitssystemen bekräftigt das Unternehmen das Ziel, den Wettbewerb um Qualität zu vereinfachen und die Ergebnis- und Lebensqualität der Versicherten zu priorisieren. Die Expansion von PROally Arthro mit weiteren Versicherungen ist noch für 2024 geplant, um mehr Schweizer Versicherten Zugriff auf die Befragungen, Auswertungen und Massnahmen zu ermöglichen.
“Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die nächste Generation der Datenauswertung und Verknüpfung mit Gesundheitsangeboten direkt in die Hand der Versicherten zu legen.” sagt Yannik Schreckenberger, Gründer und Geschäftsführer von Heartbeat Medical. “In der erhöhten Teilhabe und Autonomie der Patienten liegt großes Potenzial für ein ergebnisorientiertes und verstärkt präventives Gesundheitswesen.”
Heartbeat Medical ist ein führender Anbieter für die Nutzung von Patient-Reported Outcomes (PROs) und die Umsetzung von ergebnisorientierten Versorgungs- und Vergütungsprogrammen (Value-based Healthcare). Die Patient-Reported Outcomes werden direkt von Patient:innen in Form von standardisierten digitalen Befragungen erhoben und geben Einblicke in Behandlungseffekte und die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Das 2014 gegründete Unternehmen hat bereits über eine halbe Million Patient:innen digital begleitet und wird von 50 Versicherungen genutzt. Mehr Informationen unter www.proally.health und www.heartbeat-med.com
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Qualitätsvertrag PROvalue Endo schließt über 4000 Patienten ein und erweitert auf 47 unterstützende Krankenkassen
Behandlungs- und Lebensqualität der Versicherten messbar verbessern
Ausgangspunkt aller Programme im Bereich PROvalue ist die kontinuierliche Erfassung und bestmögliche Beeinflussung der Lebensqualität der Teilnehmenden. Hierzu wurde zunächst im Bereich Endoprothetik Ende 2022 ein erster Qualitätsvertrag von der Techniker Krankenkasse und dem Gesundheitsunternehmen Heartbeat Medical initiiert, der alle planbaren Eingriffe an Hüfte, Knie und Schulter mit Total- oder Teilgelenkersatz umfasst. Kernelement des Qualitätsvertrags ist ein jeweils einjähriges Monitoring durch die behandelnde Klinik, dass die Patientinnen und Patienten unterstützt von einer digitalen Plattform eng einbindet. Über die Plattform werden die Betroffenen kontinuierlich digital anhand von Patient-Reported Outcomes Measures (PROMs) befragt. So können die Teilnehmenden über den gesamten Behandlungspfad begleitet und automatisiert Aussagen zu einer möglichen Unter-, Fehl-, oder Überversorgung getroffen werden.
Erste Ergebnisse aus anonymisierten und aggregierten Daten von Heartbeat Medical zu den ersten 4.000 Teilnehmenden von PROvalue Endo zeigen eine Beantwortungsquote von 92 Prozent und einen deutlichen Versorgungseffekt. Nicht nur lösen durchschnittlich 15 Prozent der PROM-Befragungen ein schwellenwertbasiertes telefonisches Follow-up durch das Krankenhaus aus, auch ziehen hiervon durchschnittlich 30 Prozent eine Versorgungsänderung nach sich. Versorgungsänderungen in Form einer Wiedereinbestellung in die Klinik, einer Physiotherapie oder Maßnahmen, welche die Patientinnen und Patienten selbst umsetzen, können einen positiven Effekt auf die Genesung und die gesundheitsbezogene Lebensqualität haben und blieben ohne das PROvalue-Monitoring unentdeckt.
PROvalue System erlaubt Datenkonsistenz trotz Wachstum und Variation
Trotz des trägerübergreifenden Wachstums auf 13 Krankenhäuser und der zusätzlichen Initiierung des auf Schmerzmanagement spezialisierten Programms PROvalue Endo plus bleibt die Datenkonsistenz erhalten. Dies ermöglicht gleichzeitig zum Beitritt zahlreicher Krankenkassen, die in Summe 60 Prozent der gesetzlich Versicherten abdecken, den Aufbau eines sicheren und hochqualitativen Datenpools für die Weiterentwicklung des Programms sowie für das Bewertungsverfahrens des Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG).
„Ein Leitgedanke bei PROvalue war immer die bestmögliche Vorbereitung einer Übertragung in die Routineversorgung“ erklärt Yannik Schreckenberger, Gründer und Geschäftsführer von Heartbeat Medical. „Wir begleiten das IQTIG-Verfahren sehr optimistisch, werden die Zeit und Erkenntnisse aus dem wachsenden PROvalue-Netzwerk aber auch nutzen, um noch im Sommer die nächste Generation ergebnisorientierter Versorgungsmodelle zu starten.“
Daten:
- Aktuell unterstützen 47 Krankenkassen, die 60 Prozent der gesetzlich Versicherten abdecken, die Qualitätsverträge PROvalue Endo (initiiert mit der Techniker Krankenkasse) bzw. PROvalue Endo plus (initiiert mit der AOK NordWest)
- Qualitätsverträge nach §110a SGB V erlauben individualvertragliche Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern
- Aufteilung: Nullwertmessung zur Etablierung des IST-Zustands gefolgt von Interventionsphase
- Aktueller Einschluss in Gesamtprojekt Stand 1.4. 2024: >4000 Personen
- Teilnehmende Gesundheitseinrichtungen: Helios ENDO-Klinik Hamburg (Pilotklinik), St. Josef-Stift Sendenhorst (Pilotklinik), Orthopädische Klinik Volmarstein (Pilotklinik), Diakonie-Klinikum Stuttgart, Herzogin-Elisabeth-Hospital Braunschweig, Vamed Ostseeklinik Damp, Kliniken Dr. Erler gGmbH Nürnberg, Orthopädische Klinik Markgröningen, Franziskus-Hospital Harderberg, Universitätsklinikum Leipzig, GPR Klinikum Rüsselsheim, Vitos Orthopädische Klinik Kassel, Frankfurter Rotkreuz-Kliniken
Heartbeat Medical ist ein führender Anbieter für die Nutzung von Patient-Reported Outcomes (PROs) und die Umsetzung von ergebnisorientierten Vergütungsprogrammen. Die Patient-Reported Outcomes werden direkt von Patient:innen in Form von standardisierten digitalen Befragungen erhoben und geben Einblicke in Behandlungseffekte und die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Durch die kontinuierliche Einbettung der gewonnenen Erkenntnisse in individuelle Behandlungspfade ermöglicht Heartbeat Medical Initiativen zur wertorientierten Gesundheitsversorgung (VBHC) und zur wertorientierten Kostenerstattung (VBR). Das 2014 gegründete Unternehmen hat bereits über eine halbe Million Patient:innen erfolgreich digital begleitet. Mehr unter www.heartbeat-med.com
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