
Marke neu positionieren in Wachstumsphasen: Warum Unternehmen ihrer eigenen Marke oft einen Schritt voraus sind
Frau Sanmiguel, Sie sagen, viele Unternehmen seien ihrer eigenen Marke einen Schritt voraus. Was meinen Sie damit?
Das begegnet mir tatsächlich häufig: Gemeint ist, dass sich Unternehmen operativ oft schneller weiterentwickeln als ihre Marke. Neue Produkte kommen hinzu, Geschäftsmodelle verändern sich, Unternehmen werden übernommen oder neue KI-getriebene Angebote entstehen. Aber Positionierung, Markenarchitektur und Kommunikation entwickeln sich nicht im gleichen Tempo mit. Dadurch entsteht eine Fragmentierung der Marke: Einzelne Angebote entwickeln eigene Geschichten, unterschiedliche Bereiche treten mit verschiedenen Botschaften auf und für Kund:innen wird immer unklarer wofür das Unternehmen als Ganzes eigentlich steht.
Die Marke bildet dann nicht mehr die Realität des Unternehmens ab. Genau an diesem Punkt muss sie neu geordnet und geschärft werden, damit aus vielen Entwicklungen wieder ein klares, gemeinsames Bild entsteht.
Warum trifft das besonders Software- und Technologieunternehmen?
Weil sich dieser Markt in einer Geschwindigkeit entwickelt wie kaum ein anderer. Neue Technologien und Anbieter kommen permanent hinzu, Funktionen werden vergleichbarer, Kategorien verschwimmen. Und dann greifen fast alle zu denselben Begriffen: innovativ, effizient, skalierbar, zukunftssicher. Solche Aussagen erzeugen vielleicht kurz Aufmerksamkeit, aber sie helfen dem Kunden nicht bei der Orientierung. Wenn alle das Gleiche sagen, sagt niemand mehr etwas. In einem so dichten Markt wird Unterscheidbarkeit zur eigentlichen Wettbewerbsfrage.
Ist das nicht schlicht ein Kommunikationsproblem, das eine gute Kampagne löst?
Nein – und das ist ein wichtiger Punkt. Es sieht nach einem Kommunikationsproblem aus, aber die Ursache liegt tiefer. Es fehlt ein strategisches Markenfundament, das die neue Realität des Unternehmens verständlich macht. Man erkennt das an einem einfachen Test: Können Geschäftsführung, Produkt, Marketing und Vertrieb folgende Fragen ähnlich beantworten:
Wofür stehen wir heute?
Für welche Kunden sind wir besonders relevant?
Welches Problem lösen wir besser oder anders als andere?
Was macht unser Versprechen glaubwürdig?
Wenn diese Antworten auseinanderlaufen, hilft keine Kampagne. Dann fehlt die gemeinsame Grundlage, aus der Kommunikation überhaupt erst entstehen kann.
Eine Neupositionierung klingt nach großem Bruch. Muss ein Unternehmen sich neu erfinden?
Ganz im Gegenteil. Erfolgreiche Markenarbeit beginnt nicht auf der grünen Wiese, sondern mit dem, was ein Unternehmen bereits aufgebaut hat: Wissen, Kundenbeziehungen, Reputation, Kultur, besondere Stärken. Die entscheidende Frage ist nicht „Was erfinden wir neu?“, sondern „Was davon ist für die Zukunft relevant?” Es geht darum, Bestehendes zu schärfen, Überholtes loszulassen und die Marke mit der künftigen Geschäftsstrategie zu verbinden. Gerade nach einer Fusion, bei einem veränderten Leistungsangebot oder beim Wechsel in eine neue Kategorie schafft das Orientierung, nach außen und auch nach innen.
Aus dieser Arbeit ist die BURN Position® entstanden. Was verbirgt sich dahinter?
Die BURN Position® ist der Prozess, mit dem wir diese Klarheit systematisch herstellen. In einem kompakten Verfahren verdichten wir fünf Dimensionen – Geschäftsmodell, Markt, Zielgruppen, Wettbewerb und Identität – zu einer klaren Positionierung und einem anwendbaren Messaging. Sie ist aus unserer langjährigen Arbeit mit B2B-, Software- und Technologieunternehmen entstanden, also nicht am Reißbrett, sondern in der Praxis. Der entscheidende Punkt ist dabei nicht die Methode selbst, sondern das Ergebnis: eine strategische Grundlage, aus der sich konkrete Entscheidungen für Kommunikation, Vertrieb, Produktarchitektur und Design ableiten lassen.
Was unterscheidet dieses Ergebnis von einem klassischen Markenworkshop?
Für uns sind es vor allem zwei Dinge: die Begleitung durch erfahrene Markenstrateg:innen und die direkte Anwendbarkeit des Ergebnisses. Unsere Markenstrateg:innen haben langjährige Erfahrung, führen durch den Prozess, stellen die richtigen Fragen und hinterfragen auch kritisch, wenn es nötig ist. Gleichzeitig entsteht keine Strategie für die Schublade, sondern ein klares Fundament, mit dem Marketing, Vertrieb und Geschäftsführung direkt arbeiten und Entscheidungen treffen können. Und dieses Fundament hilft heute natürlich auch dabei, KI sinnvoll einzusetzen, zum Beispiel, um Inhalte und Texte konsistent zur Marke zu entwickeln.
Die BURN Position® ist für uns deshalb weniger ein Kreativprodukt als ein praktisches Führungs- und Arbeitsinstrument.
Sie nennen die Marke ein „Führungsinstrument”. Ein ungewöhnlicher Begriff für Markenarbeit.
Er beschreibt aber genau, worum es geht. Ein gutes Markenfundament ist ein Werkzeug der Unternehmensführung. Es hilft, in Zeiten schneller Veränderung verständlich und relevant zu bleiben, intern wie extern. Es gibt Teams eine gemeinsame Sprache und Entscheider:innen einen Maßstab. Wer wächst, fusioniert oder in neue Kategorien vorstößt, braucht diese Orientierung dringender als jedes Unternehmen im ruhigen Fahrwasser. Marke ist dann kein Kommunikationsthema, sondern Chefsache.
Was raten Sie einem Unternehmen, das sich in genau dieser Wachstumsphase befindet?
Nehmen Sie die Diskrepanz ernst, sobald Sie sie spüren, denn meist zeigt sie sich zuerst darin, dass Ihre eigenen Leute das Unternehmen unterschiedlich erklären. Und lösen Sie sich vom Gedanken, zukunftssicher sei die Marke, die möglichst lange unverändert bleibt. Das Gegenteil stimmt. Zukunftssicher ist die Marke, die weiß, was ihr Kern ist und zugleich was sie verändern muss. Diese beiden Dinge zu trennen, ist keine kreative Fingerübung, sondern strategische Führungsarbeit. Und genau dafür ist die BURN Position® gemacht.
Über die BURN Position®
Die BURN Position® ist der Positionierungsprozess von SANMIGUEL für B2B-, Software- und Technologieunternehmen in Wachstums- und Veränderungsphasen – nach Fusionen und Übernahmen, bei verändertem Leistungsangebot oder beim Wechsel in eine neue Kategorie. In einem kompakten Verfahren entsteht aus Geschäftsmodell, Markt, Zielgruppen, Wettbewerb und Identität eine klare Positionierung und ein anwendbares Messaging und somit strategische Grundlage für Kommunikation, Vertrieb, Produkt und Design.
Sie stehen vor einer Neupositionierung oder spüren die Lücke zwischen Unternehmen und Marke?
→ SANMIGUEL
SANMIGUEL ist eine Münchner Agentur für strategische Markenführung mit Fokus auf B2B-, Software- und Technologieunternehmen. Wir begleiten Unternehmen in Wachstums- und Veränderungsphasen von der Positionierung bis zur Umsetzung in Kommunikation, Produkt und Design.
Kern unseres Vorgehens ist die BURN Position®: Sie verbindet die rationale Positionierung in Markt und Wettbewerb mit dem emotionalen Markenkern aus Identität und Haltung. So entsteht eine klare, differenzierende Positionierung, die Strategie und Marke zusammenführt und als Grundlage für konsistentes Handeln dient.
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Strategische B2B Markenpositionierung für Softwareunternehmen: Warum Wachstum & M&A ohne klare Positionierung scheitern & wie BURN POSITION® das löst
Alle reden über dasselbe Unternehmen. Keiner sagt dasselbe.
Das ist keine Ausnahme. Das ist der Normalzustand in wachsenden B2B-Tech-Unternehmen — und er kostet mehr als jede schlechte Marketingkampagne.
Wachstum ist kein Argument. Positionierung schon.
Softwareunternehmen, die durch Akquisitionen wachsen, stehen vor einem paradoxen Problem: Je größer sie werden, desto unklarer werden sie. Drei Marken unter einem Dach. Jede mit eigenem Claim. Eigener Sprache. Eigener Logik. Das Leadership sieht eine Gruppe. Der Markt sieht Chaos.
Und Chaos ist teuer. Demand Gen wird teurer. Sales-Zyklen länger. Investorenvertrauen schwieriger aufzubauen. Rebranding-Projekte scheitern nicht an Design — sie scheitern daran, dass niemand vorher geklärt hat, wofür das Unternehmen eigentlich stehen soll.
Das Tragische daran: Die meisten Unternehmen lösen das Problem mit mehr Aktivität. Mehr Content. Mehr Kampagnen. Mehr Workshops. Aber fehlende strategische Positionierung lässt sich nicht wegkommunizieren. Man kann sie nur erarbeiten.
Was hinter BURN POSITION® steckt
SANMIGUEL hat in 17 Jahren Markenberatung für B2B-Unternehmen ein Muster beobachtet, das sich immer wiederholt: Die stärksten Unternehmen sind nicht die lautesten — sondern die klarsten. Wer weiß, wofür er steht, muss nicht schreien.
Aus dieser Erkenntnis entstand BURN POSITION® — ein vierwöchiges Strategic Positioning Program für B2B-Tech-Unternehmen in Transformationsphasen.
Kein Seminar. Kein Strategiepapier, das nach vier Wochen in der Schublade verschwindet. Sondern ein Prozess, der Geschäftsmodell, Markt, Wettbewerb, Zielgruppen und Identität zu einer belastbaren Positionierung für Softwareunternehmen verdichtet — und diese direkt in die Sprache von Leadership, Marketing, Sales und Investor Relations übersetzt.
Vier Wochen. Eine klare Position. Ein System, das danach funktioniert.
Was das Programm leistet — konkret
Woche eins beginnt mit dem, was die meisten Agenturen überspringen: ehrlicher Analyse. Wer sind die Kunden wirklich? Warum kaufen sie — und warum wechseln sie? Wie wird das Unternehmen im Markt tatsächlich wahrgenommen, nicht wie es sich selbst sieht?
In Woche zwei folgt der BURN Strategy Workshop. Hier treffen die relevanten Perspektiven aufeinander — und aus dem Nebeneinander wird ein Miteinander: gemeinsame Werte, gemeinsame Zielgruppenlogik, eine gemeinsame strategische Positionierung im B2B-DACH-Markt.
Woche drei übersetzt diese Klarheit in ein Messaging House: eine gemeinsame Story mit Core Message, Pillars und Proof Points — nicht als Agenturprodukt, sondern als Arbeitsinstrument für den Alltag in Sales und Marketing.
Woche vier macht die Positionierung sichtbar: Art Direction, visuelle Leitplanken, die den Markenauftritt in eine klare Richtung bringen.
Das Ergebnis: Positioning Strategy, Strategy Paper, Messaging House, Art Direction und konkrete Activation Recommendations — alles, was gebraucht wird, um sofort anzufangen.
Das kostenlose BURN POSITION® Playbook — Erste Schritte zur eigenen B2B Markenpositionierung, direkt anwendbar.
Drei Unternehmen. Drei Beweise.
zvoove entwickelt Software für Staffing, Cleaning und Field Service — und stand nach einer komplexen Wachstumsphase vor genau dem beschriebenen Problem. Viele Produkte. Unklare Außenwirkung. Mit BURN POSITION® entstand eine kohärente Gruppenpositionierung mit emotionalem Anker. Ergebnis: +132 % User Engagement, +6.000 neue User Visits.
ORGADATA ist Weltmarktführer im Fenster- und Türensoftware-Segment — mit 24 Standorten global und drei Akquisitionen im Rücken. Die Herausforderung: eine einheitliche strategische Geschichte für alle Märkte. SANMIGUEL entwickelte das Credo "Gemeinsam gewinnen" und positionierte das Unternehmen als visionären Branchenführer — Markenpositionierung vor M&A als strategischer Hebel für nachhaltiges Wachstum.
YEARS, ein Berliner Gesundheits-Startup im Longevity-Bereich, startete mit BURN POSITION® bei null — und endete mit einer Marke, die klar, hochwertig und sofort glaubwürdig ist. Ergebnis: +400 % Bookings im Jahresvergleich. Klinik dauerhaft ausgebucht.
Drei verschiedene Branchen. Drei verschiedene Ausgangssituationen. Dasselbe Ergebnis: Klarheit, die wirkt.
Das teuerste Problem in B2B-Tech hat jetzt einen Namen: fehlende Positionierung. Nicht Produkt, nicht Vertrieb, nicht Markt. Positionierung. BURN POSITION® gibt diesem Problem eine Antwort — präzise, erprobt, mit Konsequenz für Wachstum und M&A.
Es ist der Moment, in dem ein Unternehmen aufhört zu wachsen — und anfängt, zu führen.
SANMIGUEL ist eine strategische Positionierungsagentur für B2B-Tech-Unternehmen in Transformation. Seit 17 Jahren begleitet das Münchner Team Unternehmen dabei, ihre Marktposition zu schärfen, ihre Story zu finden und ihr Wachstum zu steuern.
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