Autor: Firma Consulteer

Die nächste Generation industrieller Interaktion: Wie Robotik, KI und menschliche Entscheidungen in intelligenten Produktionssystemen zusammenspielen.

Die nächste Generation industrieller Interaktion: Wie Robotik, KI und menschliche Entscheidungen in intelligenten Produktionssystemen zusammenspielen.

Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten, Prozesse in Produktion und Fertigung weiter zu automatisieren. KI-Agenten übernehmen zunehmend Aufgaben selbstständig, bewerten Situationen und bereiten Entscheidungen vor. Damit verändert sich auch die Rolle des Menschen und mit ihr die Aufgabe von Design und Engineering.

Wie der Einsatz von KI-Agenten in der Praxis und ein Arbeitsplatz in der Fertigung in Zukunft aussehen können, zeigt Consulteer, Innovations- und Entwicklungspartner für Industrie und Maschinenbau, auf der AMB – Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung vom 15. bis 19. September 2026 in Stuttgart, Halle 2, Stand 2D35.

Der auf der Messe gezeigte Use-Case zeigt konkret, wie sich durch die Integration von KI schnell und mit vertretbarem Aufwand ein echter Mehrwert schaffen lässt. Die Prinzipien und Prozesse, die diesem Beispiel zugrunde liegen, lassen sich auf zahlreiche andere und deutlich komplexere Anwendungen übertragen.

Automatisierte, KI-gestützte Qualitätsprüfung mit Human-in-the-Loop

Qualitätskontrolle, ob zwischen einzelnen Fertigungsschritten oder als Endkontrolle, ist ein zentraler Bestandteil vieler Produktionsprozesse.

Wie sich dieser Prozess automatisieren und gleichzeitig menschliche Expertise gezielt einbinden lässt, zeigt Consulteer anhand einer Simulation in NVIDIA Isaac Sim für die optische Qualitätsprüfung.

Ein Prüfauftrag wird über die Anwendung eingegeben. Der KI-Agent interpretiert die Aufgabe und stößt den passenden Ablauf an. Ein mobiles Robotersystem fährt die definierte Prüfposition an und erfasst dort das Bauteil mit einer Kamera. Die aufgenommenen Informationen werden anschließend vom KI-Agenten ausgewertet und mit hinterlegten Referenzdaten abgeglichen.

Ist der Fall eindeutig, kann der Prozess automatisch weiterlaufen. Bei unklaren Fällen greift der Human-in-the-Loop: Die Fachkraft erhält alle relevanten Informationen und kann auf dieser Grundlage die finale Entscheidung treffen. Diese wird dokumentiert und kann dadurch auch die Wissensbasis des Systems erweitern.

Die Mensch-Maschine-Schnittstelle ist entscheidend

Für den Einsatz solcher Lösungen unter Produktionsbedingungen zählt nicht nur die technische Umsetzung. Ebenso wichtig ist die Schnittstelle zwischen Mensch und System, das Human-Machine-Interface (HMI).

Mit zunehmender Automatisierung verändert sich die Rolle des Menschen. Die direkte Bedienung tritt in bestimmten Situationen zurück. Wichtiger werden Überwachung, Bewertung, Freigabe und gezielter Eingriff.

Damit verändert sich auch die Aufgabe des HMI. Es muss die technische Komplexität reduzieren und im richtigen Moment genau die Informationen bereitstellen, die für das Verständnis der Situation und die notwendige Entscheidung relevant sind: Dazu gehören der Systemzustand, Unsicherheiten,  der konkrete Handlungsbedarf und die Übergabe an den Menschen.

Bei klassischen HMIs stehen Maschinenzustände und Bedienhandlungen im Mittelpunkt. Bei autonomen mobilen Systemen hat sich die Bandbreite der Interaktion bereits erweitert: Lichtsignale, Bewegung und Verhalten können beispielsweise vermitteln, ob ein AGV fährt, wartet oder einen Menschen erkannt hat.

Mit Künstlicher Intelligenz kommt eine weitere Ebene hinzu: Systeme vermitteln nicht mehr nur Status und Absicht. KI-basierte Bewertungen bringen zusätzlich Unsicherheit und Entscheidungsbedarf in die Interaktion. In solchen Fällen bleibt menschliches Urteil erforderlich.

Das Interface muss deshalb vor allem die nächsten Handlungsschritte verständlich machen:

Was ist passiert? Warum werde ich eingebunden? Welche Entscheidung ist erforderlich? Was passiert danach?

Die zentrale Frage ist damit nicht mehr nur, wie eine Maschine bedient wird. Sie lautet zunehmend auch: Wie teilen sich Mensch und System Aufgaben und Entscheidungen?

Damit erweitert sich die Aufgabe von Human-Centered Design. Neben dem einzelnen Interface rücken Rollen, Entscheidungswege und Übergaben im Gesamtsystem stärker in den Fokus.

Für solche Systeme müssen Interaktionslogik und Softwarearchitektur gemeinsam gedacht werden. Human-Centered Design klärt, wann Menschen eingebunden werden, welche Informationen sie benötigen und welche Entscheidungen bei ihnen liegen. Software Engineering setzt diese Rollen, Übergaben und Datenflüsse technisch um.

Von der Bedienung zur Zusammenarbeit

Der Use-Case der KI-gestützten Qualitätsprüfung steht exemplarisch für eine größere Entwicklung im Maschinenbau. Die nächste Stufe der Automatisierung besteht nicht nur darin, mehr Aufgaben an Systeme zu übergeben.

Die Rolle des Menschen wird sich dabei in vielen Szenarien von der direkten Bedienung einzelner Prozessschritte hin zu Überwachung, Bewertung, Freigabe und gezieltem Eingriff verschieben, vor allem dann, wenn Erfahrung oder Verantwortung gefragt sind. Entscheidend wird, wie klar die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI-basierten Systemen gestaltet ist.

Die KI-gestützte Qualitätsprüfung macht diese Entwicklung an einem konkreten Beispiel sichtbar:

Der Roboter prüft. Der KI-Agent bewertet. Der Mensch entscheidet im Ausnahmefall.

Dasselbe Prinzip lässt sich auf Wartung, Produktionsfreigaben, Logistik, Prozessüberwachung oder Service übertragen.

Die nächste Generation industrieller Interaktion entsteht damit nicht an einem einzelnen Interface. Sie entsteht im Zusammenspiel von Mensch, Maschine, Software und KI-Agenten

Auf der AMB 2026 in Stuttgart zeigt Consulteer in Halle 2, Stand 2D35 anhand eines konkreten Use Cases, wie dieses Zusammenspiel in der Praxis aussehen kann. Und damit den Ausgangspunkt für die nächste Generation industrieller Interaktion.

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Vom Prompt zum Problem: Wie LLMs unbemerkt sensible Unternehmensdaten exponieren.

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Künstliche Intelligenz gilt als der Effizienz-Booster für die Arbeit von heute und morgen. In Form von LLMs, Agenten und KI-gestützten Automatisierungen hat sie Einzug in den Unternehmensalltag gefunden – und wird oft ebenso selbstverständlich wie gedankenlos genutzt: Einfach schnell Kundendokumente in ChatGPT kopieren, um die Sprache zu glätten, den Text zusammenzufassen oder sich Ideen dazu vorschlagen zu lassen. KI findet sich auch in den unterschiedlichsten Tools vom Browser-Plugin bis hin zu Multi-Agenten-Workflows. Mal wird sie in Abstimmung mit der eigenen IT und mit Enterprise-Vertrag genutzt, mal als Shadow-KI ohne Zustimmung der Administratoren. Doch egal, für was und wie KI eingesetzt wird, ein Grundsatz muss dabei immer gelten: When AI decides, Control matters. Denn mit unkontrollierter KI-Nutzung steigt auch das Risiko unbeabsichtigter Datenabflüsse. Neue Angriffsmethoden wie Prompt Injection und manipulierte Agenten zeigen, dass die KI bereits ein eigenes Angriffsfeld ist. Doch das ist sie nicht nur, weil KI-Anwendungen neue Schwachstellen für Angreifer schaffen können, sondern weil diese Anwendungen auch ohne die notwendige Sorgfalt in Hinsicht auf die Cybersecurity eingesetzt werden

Die KI – das unterschätzte Risiko für die IT-Sicherheit

„Eines der grössten Risiken im KI-Umfeld findet sich im Alltag – jeder unkontrollierte Prompt kann sensible Daten abfliessen lassen“, beschreibt Julian Richter das Grundproblem bei der Nutzung von KI in Unternehmen. Julian Richter ist Senior Cybersecurity Engineer bei Consulteer InCyber. Das Schweizer Unternehmen ist ein unabhängiger Managed Security Service Provider und unterstützt seine Kunden dabei, in puncto digitaler Sicherheit immer einen Schritt schneller zu sein als deren Angreifer. In seinem Artikel „Wenn KI zur Angriffsfläche wird – Top-Risiken und Schutzmassnahmen“ beschreibt er detailliert, wie KI-Modelle, Agenten und von ihnen genutzte APIs neue Möglichkeiten für gezielte Angriffe und Datenabflüsse bieten. Er sieht die KI-Security nicht als rein technisches Problem, sondern als strategische Pflicht für Unternehmen. Und die beginnt „nicht bei der Entwicklung, sondern bei jedem Einsatz im Arbeitsalltag“, konstatiert Urs Binggeli, Head of Managed Security Services bei Consulteer InCyber.

KI bricht aus den gewohnten Mustern der Cybersicherheit

Für Unternehmen gelten hohe Anforderungen an die Datensicherheit, deren generelle Anforderungen durch die DSGVO oder das revDSG definiert sind, ergänzt um individuelle NDAs und Compliance-Regeln. Ein Datenleck kann damit teuer werden. Schwerer wiegt jedoch oft der Reputationsschaden. Anders als vielleicht noch vor ein paar Jahren gibt es in Unternehmen mittlerweile ein ausgeprägtes Bewusstsein für die grosse Bedeutung von Datensicherheit. Was allerdings oft noch nicht vorhanden ist, sind die passenden Werkzeuge, um den neuen Herausforderungen durch die KI wirkungsvoll zu begegnen: Denn die klassischen Security-Tools erkennen Risiken durch KI-Lösungen oft nicht. Datenzugriffe und -abflüsse sind unklar. Die tiefe Einbindung von KI in Entscheidungsprozesse bedeutet auch, dass die Folgen entsprechend gravierender sind, sollte ein System kompromittiert werden. Doch in welchen Systemen und mit welchen Zugriffsberechtigungen sind KI-Anwendungen überhaupt aktiv?

KI-Sicherheit beginnt mit Transparenz

Aus Sicht von Julian Richter beginnt AI Security deshalb mit einer Inventur aller im Unternehmen genutzten KI-Lösungen überhaupt im Unternehmen. Diese Inventur schliesst nicht nur die klar als solche erkennbaren ein, sondern auch Software mit „versteckten“ KI-Funktionen und APIs. Erst wenn hier volle Transparenz hergestellt ist, kann überhaupt gehandelt werden. Und dieses Handeln setzt an allen Ebenen an: So dürfen nur Lösungen genutzt werden, die alle Anforderungen an Sicherheit und Compliance erfüllen. Denn Sicherheit im Kontext von KI kann nicht bedeuten, auf diese Technologie und ihre Möglichkeiten zu verzichten. Vielmehr müssen Unternehmen die Rahmenbedingungen schaffen, dass ihre Mitarbeitenden diese Tools sicher einsetzen können. Sicher für Nutzende, für das Unternehmen und die Kundendaten. Dafür müssen klare Regeln und Berechtigungen für die Datenverarbeitung durch KI-Tools implementiert werden. Mitarbeitende müssen für die Risiken sensibilisiert und für eine sichere Nutzung geschult werden. Und vor allem muss ein kontinuierliches Monitoring aller KI-Anwendungen stattfinden, um Risiken einschätzen und präventiv handeln zu können. „Sichere AI Innovation entsteht nur, wenn Governance und Technologie zusammenspielen“, bringt Christoph Schulthess, CEO bei Consulteer InCyber, diese Herausforderung auf den Punkt.

So – und nur so – kann KI für Unternehmen der erhoffte Effizienz-Booster werden.

Der gesamte Blogartikel von Julian Richter zu den Top-Risiken und Schutzmassnahmen lässt sich hier lesen.  Weitere Informationen zu den Themen KI und Cyber Security bietet auch die Website von Consulteer InCyber.

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Die Consulteer InCyber AG ist Teil der consulteer Holding AG aus Meggen in der Schweiz. Consulteer ist einer der führenden europäischen One-Stop-Innovationspartner für die Entwicklung marktreifer Produkte, Plattformen und Services. Gemeinsam und mit Ihrem Netzwerk an Partnern vereint Consulteer End-to-End-Expertise in den Bereichen Consulting, menschenzentriertes Design und Software-Engineering. Bei allen Themenfeldern und Innovationen steht bei der Consulteer stets eines im Mittelpunkt: der Mensch.

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