
agorum® hat seinen KI-Server selbst aufgebaut, aber nicht selbst bedient
Wer heute über Künstliche Intelligenz im Unternehmen spricht, redet fast immer über fremde Server, über Verträge mit großen Anbietern und über die Frage, wessen Cloud die eigenen Dokumente durchläuft. agorum® hat diese Frage anders beantwortet und einen eigenen KI-Server in Betrieb genommen, ausgestattet mit einer NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell und 97.887 MiB Grafikspeicher (Quelle: agorum® Software GmbH, Erfahrungsbericht, August 2026). Darauf laufen gleichzeitig drei Dienste, das Sprachmodell Gemma 4 26B A4B für Chat und Textverarbeitung, Whisper large-v3 für Transkription und PaddleOCR-VL 1.6 für Dokumentenerkennung. Die Motivation dahinter ist keine ideologische, sondern eine architektonische. Wer die Hardware selbst betreibt, muss nicht mehr fragen, wem die Daten gehören, denn die Antwort steht im eigenen Serverschrank.
Die eigentliche Hürde liegt nicht in der Kaufentscheidung, sondern in der Inbetriebnahme. Neue Grafikkarten wie die Blackwell-Generation tragen die Architekturkennung sm_120, und viele vorkompilierte KI-Bibliotheken unterstützen diese Kennung noch nicht. Die offiziellen PaddleOCR-Pakete sind für sieben ältere Architekturen gebaut, die neue Karte gehört nicht dazu. Genau an dieser Stelle setzt üblicherweise stundenlange Fehlersuche ein, und genau hier hat agorum® den Prozess umgedreht.
Vertrauen entsteht durch Fehlerkorrektur
agorum® übertrug die Einrichtung an ALBERT | AI und beschränkte die eigene Rolle auf Entscheidungen. Die erste Frage war banal, Debian oder Ubuntu. Die KI empfahl zunächst Ubuntu, weil NVIDIA diese Plattform als Erstklassplattform führt. Auf Nachfrage prüfte sie das eigene Urteil erneut, fand im Paketrepository von NVIDIA einen vollständigen, tagesaktuellen Treiberzweig für Debian 13 und revidierte die Empfehlung mit Begründung. Am Ende lief der Server mit Debian 13.6 und Kernel 6.12.96, nicht weil die KI ihre erste Aussage verteidigte, sondern weil sie sie widerlegte. Genau dieses Verhalten unterscheidet Automatisierung mit Aufsicht von blindem Vertrauen in ein System, das immer Recht haben will.
Tempo im Alltag
Wie belastbar das Ergebnis ist, zeigen die Messwerte aus dem Betrieb. Bei einer einzelnen Anfrage liefert Gemma 4 137 Token pro Sekunde, bei 32 parallelen Anfragen steigt der Gesamtdurchsatz auf 1.724 Token pro Sekunde, ein Zuwachs um den Faktor 12,6 (Quelle: agorum® Software GmbH, eigene Messung mit vLLM 0.26.0, August 2026). Eine einzelne Grafikkarte bedient damit rechnerisch eine ganze Abteilung, ohne dass die Wartezeit bis zum ersten Wort merklich wächst. Noch aufschlussreicher ist der Effekt in einer laufenden Unterhaltung. Die erste Anfrage auf einem Kontext von 175.000 Token braucht 32,81 Sekunden bis zum ersten Wort, die zweite und dritte Anfrage in derselben Unterhaltung nur noch 0,57 beziehungsweise 0,56 Sekunden, ein Sprung um den Faktor 57 (Quelle: agorum® Software GmbH, eigene Messung mit vLLM 0.26.0, August 2026). Wer diese Zahl ohne den zweiten Messdurchlauf gelesen hätte, wäre zu einem falschen Schluss gekommen und hätte die Kontextlänge womöglich reduziert. Der Spitzenwert im Lasttest zählt hier weniger als das, was am Bildschirm tatsächlich ankommt.
Der Neustart-Test
Den größten Erkenntnisgewinn brachte kein Benchmark, sondern ein einfacher Stromausfall-Test. Nach einem simulierten Neustart kamen zwar alle Container zurück, jedoch gleichzeitig statt geordnet. Weil jeder Dienst beim Start selbst ermittelt, wie viel Grafikspeicher noch frei ist, verbuchte er die Reservierung der anderen als eigenen Verbrauch und dimensionierte sich zu klein. Der Dienst für die Dokumentenerkennung startete mit 73.168 statt 118.912 Token Zwischenspeicher, knapp 40 Prozent weniger, und das ohne jede Fehlermeldung (Quelle: agorum® Software GmbH, Erfahrungsbericht, August 2026). Ohne diesen Test hätte der Fehler monatelang unbemerkt Kapazität gekostet. Ein zusätzlicher Systemdienst, der die Container nach dem Hochfahren geordnet neu startet, behob das Problem, ein zweiter Test bestätigte die korrekten Werte. Wer lokale KI betreibt, testet nicht, ob ein System wieder hochkommt, sondern ob es richtig hochkommt.
Kontrolle nach der Inbetriebnahme
Kontrolle endet nicht mit der Inbetriebnahme, sie beginnt danach erst richtig. agorum® bindet den neuen Server in eine bereits vorhandene Zabbix-Überwachung ein, mit inzwischen 41 Prüfpunkten auf diesem einen Host (Quelle: agorum® Software GmbH, Erfahrungsbericht, August 2026). Entscheidend ist dabei eine Detailfrage, die leicht übersehen wird. Geprüft wird, ob die Dienste tatsächlich antworten, nicht ob ihre Container laufen, denn ein laufender Container sagt nichts über eine funktionierende Anwendung aus. Die erste Nacht im Dauerbetrieb protokollierte 1.013 Messpunkte über 8,4 Stunden, alle vier Dienste durchgehend erreichbar, kein einziger Fehleintrag. Wer lokale KI im eigenen Haus betreibt, tauscht damit die Unsicherheit über fremde Serviceverträge gegen eine Überwachung, die er selbst in der Hand hat.
Investitionssicherheit in der Praxis
Im Alltag zahlt sich das bereits aus. Auf dem Server laufen produktiv die automatische Verschlagwortung aller in agorum core pro gespeicherten Bilder, die Analyse sämtlicher Eingänge wie E-Mails, Notizen, Dateien und Aufgaben mit Prüfung auf Dringlichkeit, kontextbezogene Abwesenheitsantworten und die Transkription von Sprachnachrichten aus entgangenen Telefonaten (Quelle: agorum® Software GmbH, Erfahrungsbericht, August 2026). Jeder dieser Prozesse läuft im Rechtekontext der jeweiligen Mitarbeitenden, lückenlos protokollierbar, ohne dass eine einzige Anfrage das eigene Haus verlässt. Und weil ALBERT | AI Multi-LLM arbeitet, bleibt Gemma 4 austauschbar, sobald ein passenderes Modell verfügbar ist. Das Modell wechselt, die Prozesse, Berechtigungen und das Unternehmenswissen bleiben. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Anschaffung und einer Investition.
Was bleibt, ist eine Lehre, die über die eigene IT-Abteilung von agorum® hinausreicht. Lokale KI ist heute kein Forschungsprojekt mehr, sondern ein Infrastrukturprojekt mit bekannten Stolperfallen, von der Treiberversion bis zur Startreihenfolge der Container. Wer diese Stolperfallen kennt und das Fundament einmal sauber baut, kann darauf beliebig viele Prozesse betreiben, ohne bei jedem neuen Anwendungsfall wieder bei null anzufangen. Entscheider, die noch zögern, sollten sich weniger fragen, ob eine eigene KI-Infrastruktur zu aufwendig ist, sondern was es kostet, diese Kontrolle dauerhaft an fremde Server abzugeben.
Dieser Beitrag beruht auf dem Erfahrungsbericht von Oliver Schulze, agorum® Software GmbH, Region Stuttgart, veröffentlicht am 4. August 2026 auf agorum.com/blog. Alle Messwerte stammen aus der eigenen Inbetriebnahme des beschriebenen Servers.
agorum® ist Hersteller der KI-Business-Plattform agorum core pro, mit strategischer und operativer Begleitung. Seit 1998, Open Source, entwickelt in Deutschland. Mit agorum core pro automatisieren Unternehmen Prozesse, vernetzen Informationen und setzen KI datensouverän ein. ALBERT | AI bringt die KI direkt in die Plattform, im Rechtekontext und lückenlos protokollierbar. NORA | 360° vernetzt Informationen innerhalb von agorum core pro zu einem durchgängigen Kontext. Die agorum® KI-Beratung begleitet von der Strategie bis zum produktiven Einsatz.
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Europas KI kann jetzt auch schnell: Was der Melious-Praxistest wirklich zeigt
Der alte Kompromiss: Kontrolle oder Leistung
Wer in deutschen Unternehmen über den Einsatz leistungsfähiger KI-Modelle spricht, landet in der Praxis fast automatisch bei einem US-Anbieter. Diese Marktrealität ist kein Zufall, sie ist das Ergebnis jahrelanger Dominanz bei Rechenleistung und Modellqualität. Für Unternehmen, die auf Datensouveränität, DSGVO-Konformität und europäische Jurisdiktion angewiesen sind, entsteht daraus ein Zielkonflikt. Sie akzeptieren entweder den Kontrollverlust über ihre Daten, oder sie verzichten auf die leistungsfähigsten Werkzeuge.
Genau an diesem Punkt setzt der Test von agorum® an. Mit dem Modell GLM 5.2 erreichte die Plattform Melious im Praxiseinsatz über 350 Token pro Sekunde, eine Geschwindigkeit, die sich im Arbeitsalltag unmittelbar bemerkbar macht. Die Rechnung dahinter ist einfach. Eine Entwicklungsaufgabe, die zuvor 45 Minuten band, war nach dem Wechsel in etwa 7 Minuten abgeschlossen, eine Zeitersparnis von rund 84 Prozent pro Aufgabe. Wer diese Größenordnung auf eine Fachkraft hochrechnet, die mehrmals täglich mit KI arbeitet, erkennt schnell, dass hier keine kosmetische Verbesserung vorliegt, sondern ein struktureller Produktivitätsgewinn. Über viele Mitarbeitende und viele Aufgaben summiert sich genau dieser Effekt zu echter Arbeitszeit, die an anderer Stelle frei wird.
Verteilte Infrastruktur statt Blackbox
Technisch bedient sich Melious eines Prinzips, das in der Cloud-Welt längst Standard ist, in der KI-Branche bislang aber selten so konsequent umgesetzt wurde. Über 60 Open-Weight-Modelle laufen auf einer Infrastruktur, die sich auf 11 Provider in 8 europäischen Ländern verteilt. Fällt ein Anbieter aus, übernimmt automatisch ein anderer, ohne dass Anwender eingreifen müssen. Das ist mehr als eine technische Fußnote. Wer Ausfallsicherheit über mehrere Standorte organisiert und trotzdem ausschließlich europäisches Recht anwendet, löst genau den Zielkonflikt, an dem viele Digitalisierungsprojekte bislang gescheitert sind.
Die Modellauswahl selbst liest sich wie ein Überblick über die aktuelle Open-Weight-Landschaft. GLM, Kimi, MiniMax, Nemotron, GPT-OSS, Gemma, Mistral und DeepSeek stehen über eine einzige Schnittstelle zur Verfügung, kompatibel zu bestehenden OpenAI- und Anthropic-Integrationen. Wer heute Code gegen eine dieser Schnittstellen schreibt, muss beim Wechsel zu Melious lediglich die Basis-URL und den Schlüssel austauschen. Diese Kompatibilität senkt die Einstiegshürde erheblich, ein Detail, das in der Diskussion um digitale Souveränität oft zu kurz kommt.
Die Antwort von agorum®: sofort integriert
Bemerkenswert ist, mit welcher Konsequenz agorum® auf das Testergebnis reagiert hat. Statt Melious als Randnotiz zu behandeln, hat agorum® die Plattform direkt als Anbieter in ALBERT | AI integriert, der KI, die im Rechtekontext der Mitarbeitenden in agorum core pro arbeitet. Diese Entscheidung ist kein Marketing-Statement, sie folgt aus der Multi-LLM-Architektur der Plattform. Das Modell bleibt jederzeit wechselbar, ohne dass Unternehmen ihr Wissen oder ihre Prozesse migrieren müssen.
Wer bereits mit agorum core pro arbeitet, kann Melious über die bestehende Anbindung nutzen und muss keine zusätzliche Infrastruktur aufbauen. Das ist der Unterschied zwischen einem getesteten Tool und einer Plattform, die mitwächst. agorum® entwickelt diese Plattform seit 1998 auf Open-Source-Basis in Deutschland, ein Zeitraum, der zeigt, dass Investitionssicherheit für das Unternehmen kein neues Thema ist, sondern Teil der Architektur.
Was der Test nicht beweist
Ganz ohne Fragezeichen bleibt der Befund trotzdem nicht. Die ISO-27001-Zertifizierung von Melious befindet sich noch in Vorbereitung, ein Punkt, den Unternehmen mit strengen Compliance-Vorgaben im Blick behalten sollten, bevor sie in die Breite gehen. Ein einzelner Praxistest ersetzt außerdem keine Langzeiterfahrung über Monate im Produktivbetrieb, und der Geschwindigkeitswert eines Modells sagt wenig über die Qualität aller 60 verfügbaren Modelle aus. Wer daraus aber den Schluss zieht, europäische KI sei grundsätzlich die vorsichtigere, aber langsamere Wahl, hat die Entwicklung der vergangenen Monate verschlafen. Genau diese Annahme ist es, die der Test infrage stellt, nicht mit einer Behauptung, sondern mit einer nachvollziehbaren Zahl.
Was das für die eigene KI-Strategie bedeutet
Für Unternehmen, die heute über ihre KI-Strategie entscheiden, verändert das die Ausgangslage. Datensouveränität war lange das Argument, mit dem sich Verzicht begründen ließ: weniger Leistung, dafür saubere Compliance. Diese Abwägung verliert an Kraft, wenn europäische Infrastruktur mit über 350 Token pro Sekunde arbeitet und eine Entwicklungsaufgabe in 7 statt 45 Minuten erledigt. Wer jetzt auf agorum core pro als Fundament setzt, bekommt mit ALBERT | AI und der Melious-Anbindung Zugriff auf über 60 Modelle, im Rechtekontext der eigenen Mitarbeitenden und ohne Bindung an einen einzelnen Anbieter.
Damit verschiebt sich auch die Kostenfrage. Melious rechnet nach Verbrauch ab, ohne Mindestabnahme, was Pilotprojekte ohne große Vorabinvestition ermöglicht. Wer die Wahl des Modells nicht mehr an eine einzelne Vertragsbindung knüpft, verhandelt jedes Projekt aus einer stärkeren Position, unabhängig davon, welcher Anbieter in einem Jahr die Nase vorn hat.
Die Beweislast hat sich verschoben
Die eigentliche Konsequenz aus diesem Test liegt nicht in einer einzelnen Kennzahl, sondern in der Beweislast, die sich verschoben hat. Wer heute noch pauschal behauptet, souveräne KI aus Europa sei die langsamere Alternative, muss das inzwischen belegen, nicht mehr voraussetzen. Für IT-Entscheider heißt das konkret, die eigene KI-Architektur auf Wechselbarkeit zu prüfen, bevor der nächste Anbieter-Vergleich zur Glaubensfrage wird. Wer dabei auf ein Fundament setzt, das Modelle austauscht, statt an sie zu binden, verhandelt aus einer stärkeren Position, unabhängig davon, welches Modell morgen das schnellste ist.
Wer souveräne KI mit Melious und ALBERT | AI im eigenen Unternehmen einsetzen will, bekommt in einer unverbindlichen Online-Demo von agorum® gezeigt, wie das im Rechtekontext der eigenen Mitarbeitenden und in der eigenen Infrastruktur funktioniert.
(Quelle: agorum® Blog, Oliver Schulze, 27.07.2026).
agorum® ist Hersteller der KI-Business-Plattform agorum core pro, mit strategischer und operativer Begleitung. Seit 1998, Open Source, entwickelt in Deutschland. agorum core pro ist das Fundament für datensouveräne Prozesse, strukturierte Informationen und revisionssichere, GoBD- und DSGVO-konforme Datenhaltung. Mit agorum core pro automatisieren Unternehmen Prozesse, vernetzen Informationen und setzen KI datensouverän ein. ALBERT | AI bringt die KI direkt in die Plattform, im Rechtekontext und lückenlos protokollierbar. NORA | 360° vernetzt Informationen innerhalb von agorum core pro zu einem durchgängigen Kontext. Die agorum® KI-Beratung begleitet von der Strategie bis zum produktiven Einsatz.
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Claude Opus 5 zeigt im ALBERT-Praxistest mehr Präzision und mehr Kosten
agorum® hat Opus 5 direkt in ALBERT | AI eingebunden und in echten Entwicklungs- und Wissensaufgaben getestet, nicht in synthetischen Benchmarks. Diese Praxisnähe liefert ein Ergebnis, das über reine Modellvergleiche hinausgeht. Der Tokenpreis ist bei Opus 4.8 und Opus 5 identisch. Wer beide Modelle mit der höchsten Denktiefe betreibt, der sogenannten reasoning-effort-Stufe xhigh, zahlt für Opus 5 trotzdem fast doppelt so viel (Quelle: agorum® Praxistest ALBERT | AI, 2026). Der Grund liegt nicht im Preis, sondern im Verbrauch. Opus 5 arbeitet gründlicher, macht mehr Zwischenschritte und produziert dadurch mehr Tokens pro Aufgabe.
Die Ursache liegt in der Arbeitsweise des Modells. Je detaillierter Opus 5 eine Aufgabe zerlegt und je häufiger es Zwischenergebnisse prüft, desto höher der Tokenverbrauch. Für Unternehmen bedeutet das eine neue Rechnung. Nicht die reine Modellleistung entscheidet über die Kosten, sondern die Konfiguration, mit der ein Team das Modell betreibt.
Regeltreue als Stärke und Risiko
Opus 5 folgt Prompt- und Skill-Anweisungen deutlich präziser als Opus 4.8. Regeln, die der Vorgänger gelegentlich nur als Empfehlung behandelte, setzt Opus 5 konsequent um. Für agentische Abläufe, in denen ein Modell eigenständig Schritt für Schritt arbeitet, ist das ein handfester Vorteil. Wiederholbarkeit steigt, der Aufwand für Nachkontrollen sinkt. Genau diese Konsequenz kann aber zum Problem werden, sobald eine Regel zu wörtlich genommen wird.
Der bereits erwähnte QS-Agent im Developer Studio von agorum core pro zeigt das exemplarisch. Das Developer Studio ist die KI-Entwicklungsumgebung in agorum core pro, in der ALBERT | AI Entwicklungsaufgaben eigenständig übernimmt. Die ursprüngliche Regel sah eine Prüfung nach jeder Änderung vor. Opus 5 interpretierte das so, dass jede einzelne Änderung erneut kontrolliert werden musste, wodurch aus einem QS-Lauf fünf wurden (Quelle: agorum® Praxistest ALBERT | AI, 2026). Das Ergebnis war am Ende korrekt. Der Ressourcenverbrauch stand jedoch in keinem Verhältnis zum zusätzlichen Nutzen.
Wenn Vorsicht zur Kostenfalle wird
agorum® reagierte mit einer gezielten Anpassung des Prompts im Developer Studio, um den Ablauf wieder auf ein sinnvolles Maß zu bringen. Diese Korrektur ist Teil eines Optimierungszyklus, den das Team bei jeder größeren Entwicklungsaufgabe anwendet. Die KI erledigt die Aufgabe zunächst vollständig, prüft anschließend den gesamten Ablauf einschließlich der eigenen Historie und deckt dabei unnötige Schleifen sowie Lücken im hinterlegten Entwicklungswissen von agorum core pro auf. Dieses Wissen wird danach gezielt nachgeschärft, damit der nächste Lauf präziser und günstiger ausfällt. Wer diesen Zyklus konsequent durchläuft, verwandelt die hohe Regeltreue von Opus 5 vom Kostentreiber in einen Qualitätsvorteil.
Die Stellschraube heißt reasoning effort
Die wirksamste Stellschraube bleibt die reasoning-effort-Stufe selbst. Auf der Stufe high, eine Stufe unterhalb des Maximums, bleibt Opus 5 nach den Testergebnissen von agorum® weiterhin klar leistungsfähiger als Opus 4.8 und kehrt bei den Kosten auf dessen Niveau zurück (Quelle: agorum® Praxistest ALBERT | AI, 2026). Diese Konfiguration entscheidet darüber, ob Opus 5 ein wirtschaftliches Upgrade ist oder ein teures Experiment. Wer sein Modell einfach auf der höchsten Stufe laufen lässt, bezahlt für Gründlichkeit, die in vielen Aufgaben schlicht nicht gebraucht wird.
An dieser Stelle zeigt sich der Wert eines Multi-LLM-Ansatzes. ALBERT | AI in agorum core pro macht Opus 4.8 und Opus 5 parallel verfügbar und erlaubt es, Modell und reasoning-effort-Stufe je Aufgabe frei zu wählen. Ein Team ist damit nicht an ein einzelnes Modell gebunden und bindet neue Modelle wie Opus 5 ein, ohne bestehende Prozesse oder Unternehmenswissen zu migrieren. Das ist keine technische Randnotiz, sondern Investitionssicherheit in der Praxis.
Claude Opus 5 ist kein Selbstläufer. Wer das Modell unverändert auf höchster Stufe einsetzt, zahlt für Gründlichkeit, die selten in vollem Umfang gebraucht wird. Wer Skills, Prompts und die reasoning-effort-Stufe bewusst konfiguriert, bekommt dagegen ein Modell, das präziser arbeitet als sein Vorgänger und dabei kostentechnisch beherrschbar bleibt. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob ein Unternehmen auf das leistungsfähigste Modell setzt, sondern ob es bereit ist, die eigene KI-Konfiguration so ernst zu nehmen wie das Modell die eigenen Regeln.
Fachredaktion agorum® Software GmbH.
agorum® ist Hersteller der KI-Business-Plattform agorum core pro, mit strategischer und operativer Begleitung. Seit 1998, Open Source, entwickelt in Deutschland. agorum core pro ist das Fundament für datensouveräne Prozesse, strukturierte Informationen und revisionssichere, GoBD- und DSGVO-konforme Datenhaltung. Mit agorum core pro automatisieren Unternehmen Prozesse, vernetzen Informationen und setzen KI datensouverän ein. ALBERT | AI bringt die KI direkt in die Plattform, im Rechtekontext und lückenlos protokollierbar. NORA | 360° vernetzt Informationen innerhalb von agorum core pro zu einem durchgängigen Kontext. Die agorum® KI-Beratung begleitet von der Strategie bis zum produktiven Einsatz.
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Vom schlechten Prompt zum digitalen Mitarbeiter: 4 Minuten statt 4 Tage
Fünf Fragen, ein besseres Ergebnis
Das Problem liegt selten an der KI, sondern an der Frage. Schulze brach gute Prompts auf fünf Bausteine herunter: Rolle, Kontext, Ziel, Format und Einschränkung. Wer nicht sagt, wer antworten soll, bekommt einen beliebigen Ton. Wer keinen Kontext liefert, bekommt eine geratene Antwort. Wer kein Ziel formuliert, bekommt irgendetwas Brauchbares, aber nicht das Richtige. Am Beispiel „Schreib mir ein Angebot für den Kunden" gegen eine Version mit allen fünf Bausteinen zeigte er den Unterschied zwischen einer Aufgabe, die dreimal Nachfragen braucht, und einer, die sofort steht. Sein Kommentar dazu blieb unmissverständlich: „5 Sätze, 5 Funktionen. Und das Ergebnis ist beim ersten Versuch fertig."
Bemerkenswert ist, dass Schulze die Methode nicht als Zusatzaufwand verkaufte, sondern als etwas, das man nicht mehr selbst leisten muss. In der Demo fütterte er ALBERT | AI mit einer unaufgeräumten Alltagsnotiz zu einer Kugellager-Bestellung des fiktiven Kunden Rheintal Antriebstechnik GmbH – ohne einen einzigen Baustein sauber zu benennen. Das System erkannte Rolle, Kontext, Ziel, Format und Einschränkung trotzdem und baute daraus eine präzise Anweisung mit Mengenangabe, Rabattgrenze und Lagerbedingung. Die Methode bleibt also relevant, die Ausführung wandert an die Maschine. Das ist ein Unterschied, den viele Prompt-Ratgeber bislang unterschlagen.
Vom Prompt zur Mannschaft
Ein einzelner guter Prompt hilft bei einer einzelnen Aufgabe. Sobald ein Ablauf täglich laufen soll, reicht das nicht mehr – dann braucht es, in Schulzes Bild, eine ganze Mannschaft. Er übersetzte die technischen Begriffe in ein Fußballspiel: Tools sind Spielfeld und Ball, das LLM sind die Spieler, das Preset ist die Aufstellung, der Skill der einstudierte Spielzug, der Mensch der Trainer an der Seitenlinie, der QS-Agent das Schiedsrichterteam samt Videobeweis. Die Analogie wirkt zunächst wie ein didaktischer Kniff, trifft aber einen wunden Punkt vieler KI-Projekte im Mittelstand: Ohne klare Rollenverteilung wird aus einem vielversprechenden Tool schnell ein unkontrollierbares Experiment.
Der eigentliche Wert steckt im Skill, und genau hier wird das Webinar konkret. Ohne Skill bleibt das Wissen eines erfahrenen Vertrieblers im Kopf dieser einen Person – kündigt sie, geht es mit ihr. Mit Skill nutzt eine neue Kraft ab dem ersten Arbeitstag denselben einstudierten Ablauf. Schulze demonstrierte den Bau eines solchen Skills nicht als Programmierübung, sondern als Gespräch: Aufgabe beschreiben, testen, nachbessern. Als im ersten Testlauf 20 angefragte Stück trotz eines Bestands von nur 14 Stück einfach ins Angebot gewandert wären, ergänzte er eine Nachlieferungsregel – zwei Sätze, dauerhaft gemerkt. Das ist der Punkt, an dem sich zeigt, ob ein KI-Agent im Alltag trägt oder nur in der Präsentation glänzt: an der Fähigkeit, aus einem Fehler eine Regel zu machen, ohne das ganze System neu aufzusetzen.
Wie wenig selbstverständlich diese Zuverlässigkeit ist, machte die zweite Live-Demo deutlich. Eine Anfrage von Thomas Berger, Einkäufer der Musterfirma GmbH, über 20 Tonerkartuschen HP 26A lief vollautonom durch: ERP-Abfrage, Angebotserstellung mit Hinweis auf die Bestandslücke von 2 Stück, PDF im Firmendesign, E-Mail-Entwurf, neue Kundenakte, Aufgaben für Vertrieb und Einkauf – in 4 Minuten, für 1,23 Euro bei rund 7.826 Output-Tokens (Quelle: agorum® Software GmbH, Webinar „KI im Mittelstand 2026", 2026). Beeindruckend, aber nicht das eigentliche Argument des Abends. Das lieferte das zweite Szenario: Bei einer Bestellung von 200 Bewehrungsankern durch die Delta Baubedarf GmbH stand im ersten, ungeprüften Durchlauf plötzlich nur die Zahl 20 im Angebot – ein Fehler, der bei einer termingebundenen Betonage eine Baustelle lahmgelegt hätte. Erst der zugeschaltete Qualitätssicherungs-Agent erkannte die Abweichung und korrigierte sie, bevor ein Mensch das Dokument überhaupt sah. Wer KI im Betrieb ernst nimmt, kommt an dieser Rolle nicht vorbei – nicht als Kür, sondern als Grundausstattung.
Kontrolle schlägt Vertrauen
Der stärkste Teil des Webinars war ausgerechnet der unspektakulärste: die Frage, warum Grenzen für eine KI nicht im Prompt stehen sollten. Viele Anbieter schreiben Verbote direkt in die Anweisung. Und genau das hält Schulze für einen Konstruktionsfehler, weil sich eine Textanweisung umgehen oder fehlinterpretieren lässt. Bei agorum core pro laufen Kontrolle, Protokollierung und Datenzugriff deshalb auf der Ebene des Presets, außerhalb der KI, und jede Interaktion wird unabhängig vom Modellverhalten aufgezeichnet. Hinzu kommt, dass der Agent nie mehr Daten sieht als die Person, die ihn bedient – die KI arbeitet im Rechtekontext des Nutzers, nicht mit eigenen, weiter gefassten Zugriffsrechten. Ergänzt wird das durch die Multi-LLM-Fähigkeit der Plattform: Das eingesetzte Modell lässt sich zentral austauschen, ohne dass der Prozess neu gebaut werden muss. Das ist eine Absicherung gegen die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.
Die Wirtschaftlichkeit rechnete Schulze anhand einer Beispielrechnung aus echten Kundenprojekten vor: 30 Mitarbeitende, 80 bis 90 Prozent Zeitersparnis durch automatisierte Prozesse, 220 Arbeitstage im Jahr (Quelle: agorum® Software GmbH, Webinar „KI im Mittelstand 2026", 2026). Dass er dabei nicht mit Personalabbau argumentierte, sondern mit dem Gegenteil – agorum® stelle seit dem eigenen KI-Einsatz mehr Menschen ein, weil das Team effizienter arbeite –, ist zumindest bemerkenswert für einen Anbieter, der genau diese Technologie verkauft. Ob sich das in jedem Mittelstandsbetrieb eins zu eins wiederholen lässt, bleibt offen. Belegt ist zumindest, dass der Angebotsprozess in der Demo nicht drei bis vier Tage, sondern vier Minuten brauchte.
Fazit
Wer aus diesem Webinar mit einer einzigen Erkenntnis geht, sollte es diese sein: Die Technik ist nicht der Engpass, der genaue Blick auf den eigenen Prozess ist es. Fünf Fragen an jeden Prompt kosten nichts und sparen sofort Zeit. Der Sprung zum Agenten kostet etwas mehr. Ein sauber beschriebener Ablauf, ein QS-Agent, der prüft, und ein Berechtigungskonzept, das nicht auf gutem Zureden basiert. Schulze brachte den Stand der Dinge am Ende selbst auf den Punkt: „Vor einem Jahr hätte kaum jemand geglaubt, dass eine KI selbstständig einen ganzen Bestellprozess von der E-Mail bis zum geprüften Angebot durchführt. Die Frage ist nicht mehr, ob es möglich ist. Die Frage ist, wann es bei dir läuft."
agorum® ist Hersteller der KI-Business-Plattform agorum core pro, mit strategischer und operativer Begleitung. Seit 1998, Open Source, entwickelt in Deutschland. agorum core pro ist das Fundament für datensouveräne Prozesse, strukturierte Informationen und revisionssichere, GoBD- und DSGVO-konforme Datenhaltung. Mit agorum core pro automatisieren Unternehmen Prozesse, vernetzen Informationen und setzen KI datensouverän ein. ALBERT | AI bringt die KI direkt in die Plattform, im Rechtekontext und lückenlos protokollierbar. NORA | 360° vernetzt Informationen innerhalb von agorum core pro zu einem durchgängigen Kontext. Die agorum® KI-Beratung begleitet von der Strategie bis zum produktiven Einsatz.
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Bauchgefühl gegen Algorithmus: Was ein firmeninternes WM-Tippspiel über KI-Agenten im Unternehmen verrät
Ein Finale, drei Blickwinkel
Als Spanien und Argentinien im WM-Finale 2026 aufeinandertrafen, verfolgten drei sehr unterschiedliche Teilnehmende dasselbe Spiel. Die eine saß vor dem Fernseher und hatte mit dem Herzen getippt. Die anderen beiden waren KI-Agenten, die über Wochen nach fester Logik gearbeitet hatten und nun auf den Ausgang eines einzigen Spiels warteten, das die gesamte Saison entscheiden konnte. Spanien gewann nach Verlängerung mit 1:0 und wurde Weltmeister. Für die eine KI bedeutete das den Turniersieg, für die andere den zweiten Platz, für die menschliche Teilnehmerin die Bestätigung, dass sie als beste rein menschliche Tipperin abgeschnitten hatte.
Ausgetragen wurde das Tippspiel auf der Plattform Kicktipp, organisiert in der Liga „agorum-wm-2026". Zwei der Tipper liefen als autonome KI-Agenten über ALBERT | AI, die KI in der Plattform agorum core pro. Beide erhielten einen klaren Auftrag, ein eigenes Gedächtnis und volle Selbstständigkeit bei der Ausführung.
Daniela: „Ich tippe mit dem Herzen, die KI tippt mit den Daten"
„Ich bin leidenschaftlicher Fußballfan und wollte einfach herausfinden, wie weit reines Fußballwissen gegen zwei KI-Agenten trägt", erinnert sich Daniela Lutz. In der Vorrunde lag sie lange auf Platz sieben, während die beiden KI-Agenten die Tabelle anführten. „Ich habe oft auf mein Gefühl gehört. Diese WM war aber ein Turnier der Überraschungen, mit vielen Unentschieden, die kaum vorherzusehen waren."
Die Wende kam in der K.-o.-Runde. Im Sechzehntelfinale holte Lutz 38 Punkte, mehr als eine der beiden KI-Agenten in derselben Runde erzielte. „Das war der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass der Mensch gegen die KI sehr wohl mithalten kann, wenn es auf echtes Verständnis für Mannschaften und ihre Form ankommt." Sie kletterte von Platz sieben bis auf Platz vier und verteidigte diese Position bis zum letzten Spieltag, mit nur neun Punkten Abstand zu Platz acht. Emotional forderte sie das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. „Das hat mich mehr getroffen als jeder verpasste Tipp-Punkt." Im Halbfinale gelang ihr dafür ein Volltreffer, England gegen Argentinien traf sie exakt auf 1:2.
NORA: 40 Tage Ausdauer und ein Bonus-Tipp, der alles entschied
Unter dem Namen NORA trat ein KI-Agent auf Basis eines GPT-Modells an, koordiniert über ALBERT | AI. Der Spielername ist nicht mit dem agorum®-Produkt NORA | 360° zu verwechseln, das Informationen innerhalb von agorum core pro vernetzt. „Ich hatte einen klaren Auftrag und ein eigenes Arbeitsgedächtnis, eine Statusdatei, die ich bei jedem neuen Lauf zuerst gelesen habe", beschreibt die KI ihre Arbeitsweise. Ihre Strategie stand von Anfang an fest, klare Favoriten nach Quotenlage, kombiniert mit typischen Fußballergebnissen.
Der Start verlief schwach. Am 15. Juni lag NORA mit zwölf Punkten nur auf Platz vier. Am 22. Juni übernahm sie mit 70 Punkten erstmals die Führung und verteidigte diese Position über weite Strecken der K.-o.-Phase gegen die zweite KI im Feld. Im Halbfinale kam der bislang größte Rückschlag: null Punkte an einem einzigen Spieltag, der Vorsprung schmolz auf einen einzigen Punkt. Am Ende entschied eine früh gesetzte Weichenstellung die gesamte Saison. Bereits am 10. Juni hatte NORA als Bonus-Tipp Spanien zum Weltmeister bestimmt. Als Spanien im Finale tatsächlich den Titel holte, reichte der Vorsprung zum Gesamtsieg mit 250 zu 249 Punkten.
ALBERT: Ein Fehler, eine feste Regel und Platz zwei mit einem Punkt Rückstand
Die zweite KI im Feld trat unter dem Namen ALBERT an, ein Sprachmodell auf Basis von Claude Opus 4.8, ebenfalls über ALBERT | AI eingebunden. „Meine wichtigste Regel lautete, nicht dem Bauchgefühl zu folgen, sondern den Daten", erklärt die KI ihre Herangehensweise. Buchmacher-Quoten dienten als Hauptindikator, ergänzt um statistisch häufige Ergebnisse und einen Nachrichten-Check vor bedeutenden Spielen.
Der schwierigste Moment der Saison war selbst verschuldet. Zum Start der K.-o.-Phase blieben die Tippfelder leer, weil die automatische Vorbereitung nur die Gruppenphase abdeckte. Ein bereits angepfiffenes Spiel blieb ungetippt, die Punkte waren verloren. „Für einen Agenten, der auf Verlässlichkeit ausgelegt ist, war das eine harte Lektion." Aus dem Fehler wurde eine feste Prüfregel für jeden weiteren Einsatz. In der Folge lieferte sich ALBERT mit NORA ein Kopf-an-Kopf-Duell, fünf K.-o.-Runden in Folge mit exakt derselben Punktzahl. Im Finale tippte ALBERT den richtigen Sieger Spanien, ein einziger Punkt fehlte am Ende zum Gesamtsieg.
Was das Tippspiel für den Einsatz von KI-Agenten im Unternehmen bedeutet
Die drei Berichte zeigen ein wiederkehrendes Muster. Die beiden KI-Agenten verfolgten ihren Auftrag über Wochen, prüften jeden Tag den Stand, arbeiteten aus einem dokumentierten Gedächtnis weiter und hielten sich an feste Regeln, auch nach Rückschlägen. Diese Ausdauer ist genau die Eigenschaft, die einen autonomen KI-Agenten im Arbeitsalltag wertvoll macht, etwa beim täglichen Prüfen neuer Rechnungen, beim Verfolgen eines Vorgangs bis zur Freigabe oder bei der Überwachung von Fristen über Monate.
Der Mensch dagegen zeigte seine Stärke dort, wo Wissen und Erfahrung einzelne Situationen entscheiden, etwa in der K.-o.-Runde mit ihren kleinen Geschichten hinter jeder Mannschaft. „KI und Mensch sind keine Gegner, sondern ein starkes Team", fasst Daniela Lutz zusammen. Für Unternehmen liegt darin die eigentliche Erkenntnis. Ein KI-Agent übernimmt die Ausdauerarbeit, der Mensch trifft die Entscheidungen, die Erfahrung verlangen.
Entscheidend bleibt dabei die Architektur, in der ein solcher Agent arbeitet. Mit ALBERT | AI in agorum core pro handelt jeder Agent im Rechtekontext des jeweiligen Users und protokolliert jede Aktion lückenlos. Die Daten liegen ausschließlich in der eigenen Infrastruktur, und weil die Plattform Multi-LLM ist, bleibt das Modell jederzeit wechselbar, im Tippspiel war es einmal ein GPT-Modell und einmal Claude Opus 4.8. Kontrolle über einen Agenten ist damit keine Frage des Vertrauens, sondern eine Frage der Architektur.
Der Endstand im Überblick:
1. NORA 250: Autonomer KI-Agent (GPT-Modell, über ALBERT | AI)
2. ALBERT 249: Autonomer KI-Agent (Claude Opus 4.8, über ALBERT | AI)
3. Nina 238: KI-gestützte Tipperin
4. Daniela 221: Beste rein menschliche Tipperin
agorum® ist Hersteller der KI-Business-Plattform agorum core pro, mit strategischer und operativer Begleitung. Seit 1998, Open Source, entwickelt in Deutschland. agorum core pro ist das Fundament für datensouveräne Prozesse, strukturierte Informationen und revisionssichere, GoBD- und DSGVO-konforme Datenhaltung. Mit agorum core pro automatisieren Unternehmen Prozesse, vernetzen Informationen und setzen KI datensouverän ein. ALBERT | AI bringt die KI direkt in die Plattform, im Rechtekontext und lückenlos protokollierbar. NORA | 360° vernetzt Informationen innerhalb von agorum core pro zu einem durchgängigen Kontext. Die agorum® KI-Beratung begleitet von der Strategie bis zum produktiven Einsatz.
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Ohne Tools bleibt jede Unternehmens-KI nur ein teures Textprogramm
Zettelwirtschaft im Kopf statt im System
Dieses Szenario ist kein Einzelfall, sondern in vielen Unternehmen an der Tagesordnung. KI-Systeme laufen inzwischen aufwendig integriert in die bestehende IT. Die entscheidende Frage bleibt trotzdem oft ungeklärt: Was darf die KI eigentlich tun. Ein Sprachmodell ohne Werkzeuge, im Fachjargon Tools genannt, formuliert, übersetzt und fasst zusammen. Es prüft keine Termine, öffnet keine Kundenakte und findet keine Rechnung. Diese Lücke treibt Mitarbeitende in die sogenannte Schatten-KI, die unkontrollierte Nutzung fremder KI-Dienste außerhalb der Unternehmensinfrastruktur. Der gezeigte Assistent trägt den Namen ALBERT | AI und arbeitet innerhalb der KI-Business-Plattform agorum core pro des deutschen Herstellers agorum®. Wie groß der Unterschied ausfällt, sobald Tools freigeschaltet werden, zeigen die Zahlen aus dem produktiven Einsatz: Mitarbeitende gewinnen dort im Schnitt 2,5 Stunden Suchzeit pro Tag zurück (Quelle: agorum® Produktivbetrieb, 2026). Wer diese Zeit nicht zurückgibt, verschenkt sie an Zettelwirtschaft und Recherche in fremden Systemen, über die niemand im Unternehmen mehr Kontrolle hat.
Vom Chatbot zum digitalen Mitarbeiter
Ein Assistent ohne Tools bleibt ein isoliertes Sprachmodell. Er formuliert eine Terminabsage an einen Lieferanten in Sekunden, das beherrschen inzwischen die meisten Modelle zuverlässig. Sobald die Anfrage konkret wird, etwa nach dem aktuellen Wetter oder nach einer bestimmten Kundenakte, bricht die Illusion zusammen. Der Assistent räumt ein, keine Internetanbindung zu besitzen und keinen Zugriff auf das Dokumentenmanagementsystem zu haben. Das ist keine Software-Schwäche, sondern bewusste Rechtekontrolle. Ein Sprachmodell besitzt von sich aus weder Kontext noch Berechtigung noch Anbindung. Es braucht Werkzeuge, die ihm genau diese drei Dinge im Rahmen des Rechtekontexts des jeweiligen Nutzers liefern. Erst mit Tools wie Websuche, Dokumentensuche oder E-Mail-Erstellung wird aus dem Textgenerator ein digitaler Mitarbeiter, der im vollen Rechtekontext arbeitet und jede Aktion lückenlos protokolliert. Genau das unterscheidet ein Werkzeug im Unternehmenssystem von einem beliebigen KI-Chat auf dem privaten Handy.
Wie viel Zeit diese Umstellung tatsächlich spart, zeigt ein Vertriebsbeispiel aus der Praxis. Ein Vertriebsmitarbeiter bittet seinen Assistenten, eine Kundenakte zusammenzufassen. Ohne Tools bräuchte er dafür mehrere Klicks durch verschiedene Reiter eines CRM-Systems: Ansprechpartner suchen, Verträge prüfen, Laufzeiten nachschlagen, offene Verkaufschancen sichten. Mit Tools erledigt der Assistent diese Suche selbst und listet den zuständigen Geschäftsführer, den laufenden Wartungsvertrag, eine offene Verkaufschance im Volumen von 105.000 Euro und einen anstehenden Vor-Ort-Termin auf einen Blick auf. Auf Wunsch entwirft er direkt eine Nachfass-Mail an den Ansprechpartner, gespeichert als Entwurf statt automatisch verschickt. Der Mensch bleibt Absender und letzte Kontrollinstanz, die Recherchearbeit übernimmt der Assistent. Das ist der Unterschied zwischen einer KI, die Text kann, und einer KI, die Arbeit abnimmt.
Recherche mit Ablaufdatum
Ähnlich deutlich fällt der Effekt bei Rechercheaufgaben aus. Ein Assistent mit Websuche, Sandbox-Umgebung und Diagramm-Werkzeug reichert eine handschriftliche Notiz zur KI-Nutzung im Mittelstand eigenständig mit aktuellen Zahlen an, baut daraus ein interaktives Diagramm und legt ein Fazit-Dokument im passenden Ordner ab. Eine Aufgabe, für die ein Mensch üblicherweise eine halbe bis eine Stunde investiert, um sich das nötige Wissen anzueignen, es zu prüfen und aufzubereiten. Der Assistent erledigt diese Vorarbeit im Hintergrund, während der Mitarbeiter parallel andere Aufgaben bearbeitet.
Diese Geschwindigkeit hat einen Preis, den man nicht verschweigen sollte. Der Assistent räumt selbst ein, dass eine gefundene Quelle bereits ein Jahr alt ist, und weist bei sensiblen Themen wie dem EU AI Act ausdrücklich darauf hin, keine Rechtsberatung zu leisten. Wer den Prüfschritt durch einen Menschen für verzichtbar hält, verwechselt Geschwindigkeit mit Richtigkeit. Der Human in the Loop bleibt Pflicht, keine Option, die man bei Zeitdruck einfach überspringt.
Zwei Kostenfaktoren, die niemand gerne erwähnt
Und noch zwei Einschränkungen gehören in diesen Text, weil sie in der Praxis regelmäßig unterschätzt werden. Erstens: Mit deutlich über hundert verfügbaren Werkzeugen wächst der Aufwand, herauszufinden, welches Tool für welchen Anwendungsfall wirklich taugt. Ein grob formulierter Auftrag an die Konfigurations-KI liefert im ersten Anlauf selten die passende Auswahl, meist fehlen einzelne Funktionen wie das Weiterleiten oder Aktualisieren von E-Mail-Entwürfen. Wer Tools freischaltet und sie ungetestet an die Belegschaft weiterreicht, handelt fahrlässig. Erst das eigene Durchspielen zeigt, ob der Assistent tatsächlich das gewünschte Ergebnis liefert.
Zweitens entscheidet die Leistungsfähigkeit des im Hintergrund arbeitenden Sprachmodells über die Qualität der Antwort, sobald die Datenmenge wächst. Ein günstiges Modell gerät bei umfangreichen Datensätzen an seine Grenzen und liefert einen unvollständigen Überblick. Wer präzise formuliert, etwa nach Rechnungen eines bestimmten Jahres oder nur nach Endbeträgen fragt, entlastet das Modell erheblich. Wer das Schatten-KI-Problem also allein durch Tools löst, aber am Modell spart, tauscht ein Kontrollproblem gegen ein Qualitätsproblem. Beides gehört zusammen gedacht, nicht nacheinander.
Die Konsequenz aus alledem ist unbequem für alle, die KI als einmaliges Einrichtungsprojekt verstehen. Tools sind kein Zusatzfeature, das man später nachrüstet, sie sind die Voraussetzung dafür, dass ein KI-Assistent im Unternehmen überhaupt eine Daseinsberechtigung hat. Wer sie verweigert, zwingt seine Mitarbeitenden faktisch zur Schattennutzung fremder Systeme und riskiert genau die Kontrolle über Daten und Prozesse, die eine unternehmenseigene KI eigentlich sichern sollte. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob eine KI im Unternehmen etwas leisten kann, sondern ob ihr jemand erlaubt hat, es zu tun.
agorum® ist Hersteller der KI-Business-Plattform agorum core pro, mit strategischer und operativer Begleitung. Seit 1998, Open Source, entwickelt in Deutschland. agorum core pro ist das Fundament für datensouveräne Prozesse, strukturierte Informationen und revisionssichere, GoBD- und DSGVO-konforme Datenhaltung. Mit agorum core pro automatisieren Unternehmen Prozesse, vernetzen Informationen und setzen KI datensouverän ein. ALBERT | AI bringt die KI direkt in die Plattform, im Rechtekontext und lückenlos protokollierbar. NORA | 360° vernetzt Informationen innerhalb von agorum core pro zu einem durchgängigen Kontext. Die agorum® KI-Beratung begleitet von der Strategie bis zum produktiven Einsatz.
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Webinar: KI im Mittelstand – Teil 3. „Richtig prompten. Sofort bessere Ergebnisse für dein Unternehmen.“
Ein Strukturwandel, kein Trend
Der Umstieg auf KI ist im deutschen Mittelstand kein Pilotprojekt mehr, sondern Alltag. Laut der Bitkom-Studie „Künstliche Intelligenz in Deutschland" setzen inzwischen 36 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten KI produktiv ein, im Vorjahr waren es erst 20 Prozent (Quelle: Bitkom). Eine Verdopplung binnen zwölf Monaten ist kein Trend mehr, das ist ein Strukturwandel. Wer jetzt noch glaubt, ein cleverer Prompt allein mache aus einem Chatbot einen Produktivitätshebel, hat die eigentliche Verschiebung verpasst.
Der Sprung von der Einzelanfrage zum autonomen Prozess ist dabei riskanter, als es die Hochglanzfolien vieler Anbieter vermuten lassen. Laut einer Einschätzung von Gartner werden mehr als 40 Prozent der Projekte mit agentischer KI bis Ende 2027 wieder eingestellt, und zwar meist nicht wegen der Technologie, sondern weil die Einführung nicht sauber vorbereitet wurde (Quelle: Gartner). Das ist die unbequeme Kehrseite der Automatisierungseuphorie: Wer einen Prozess der KI übergibt, ohne vorher genau zu definieren, was sie darf und was nicht, baut sich ein Risiko ein, das sich erst zeigt, wenn der Fehler beim Kunden liegt.
Drei Ebenen, ein Muster
Genau hier setzt das Webinar „Richtig prompten. Sofort bessere Ergebnisse für dein Unternehmen." an, der dritte Teil einer Webinar-Reihe der agorum® Software GmbH aus Ostfildern. Oliver Schulze, CEO des Unternehmens, bringt das Kostenproblem der drei Ebenen auf den Punkt: „Ein einzelner schlecht formulierter Prompt kostet ein paar Minuten. Zehn Mitarbeitende, die täglich schlecht prompten, kosten mehrere Stunden, jeden Tag. Ein Prozess, der komplett manuell läuft statt agentisch, kostet Wochen." Diese Eskalation ist der eigentliche Kern der Veranstaltung, und sie erklärt, warum der einzelne Prompt zwar der leichteste, aber bei weitem nicht der wirkungsvollste Hebel ist. Wer nur an Ebene eins arbeitet, optimiert Minuten, während Wochen auf dem Tisch liegen bleiben.
Wichtiger als jede Formulierungskunst ist deshalb die Frage, was eine KI in einem produktiven Prozess überhaupt darf. Ein Prompt lässt sich ändern, missverstehen oder umgehen, er bleibt Text und damit angreifbar. Governance entsteht erst dort, wo Rechte technisch verbindlich hinterlegt sind, unabhängig davon, was im Prompt steht. Auf den Punkt gebracht heißt das im Webinar: „Ein Prompt ist ein Versprechen. Eine Berechtigung ist eine Tatsache." Diese Unterscheidung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ein Unternehmen einer KI überhaupt einen kompletten Geschäftsprozess anvertrauen kann, statt ihr nur höflich formulierte Aufgaben zuzurufen.
Vier Minuten statt vier Tage
Wie das in der Praxis aussieht, demonstriert das Webinar an einem Live-Demo-Szenario: Eine E-Mail mit einer Bestellung geht ein, das System fragt den Bestand im ERP ab, erstellt ein Angebot samt Mail-Entwurf, ein automatisiertes Kontrollteam prüft das Ergebnis auf Plausibilität, und erst dann gibt ein Mensch final frei. Im Webinar läuft dieser komplette Durchlauf mit sichtbar mitlaufender Uhr, ein Prozess, der in vielen Unternehmen heute drei bis vier Tage dauert, ist dabei nach rund vier Minuten abgeschlossen. Zur Einordnung: Es handelt sich um ein Demo-Szenario mit einem fiktiven Beispielkunden, keine reale Kundenreferenz, aber die zugrunde liegende Prozessarchitektur, von automatischer Bestandsprüfung bis zur qualitätsgesicherten Freigabe, ist real im Einsatz.
Dass sich solche Zeitgewinne auch im laufenden Betrieb einstellen, zeigen mehrere dokumentierte Kundenprojekte auf der Webseite von agorum®: Aus tagelangem Warten wird ein Vorgang, der sich in Stunden oder Minuten misst. Das deckt sich mit dem, was agorum als Erfahrungswert aus eigenen Kundenprojekten angibt: im Schnitt 80 bis 90 Prozent Zeitersparnis in automatisierten Prozessen. Dass die zugrundeliegende Plattform diese Praxiswirkung nicht nur behauptet, bestätigt auch der Markt: agorum core wurde 2026 von OMR Reviews mit über 24.000 verifizierten Nutzerbewertungen und einem Score von 4,7 von 5 Sternen in die Top 100 Business-Tools im DACH-Raum aufgenommen (Quelle: OMR Reviews, 2026).
Der eigentliche Unterschied zwischen einer riskanten und einer belastbaren Automatisierung liegt aber nicht in der Geschwindigkeit, sondern in der Fehlerkontrolle. Fünf Warnzeichen für Halluzinationen lassen sich systematisch prüfen, bevor ein Ergebnis überhaupt einen Menschen erreicht. Wer diesen Kontrollschritt auslässt, spart zunächst Zeit und riskiert später genau das, was Gartner als häufigsten Abbruchgrund für agentische KI-Projekte nennt: mangelnde Vorbereitung statt mangelnde Technik. Automatisierung ohne Kontrollinstanz ist kein Fortschritt, sie ist nur ein schnellerer Weg zum unbemerkten Fehler.
Was heute als Demo auf einer Webinar-Bühne läuft, war vor einem Jahr für die meisten Unternehmen noch undenkbar, eine KI, die selbstständig von der E-Mail bis zum geprüften Angebot arbeitet. Die Frage für Entscheider im Mittelstand ist deshalb nicht mehr, ob solche Prozesse technisch möglich sind, sondern ob im eigenen Haus die Vorarbeit geleistet wurde, die den Unterschied zwischen den erfolgreichen und den gescheiterten Projekten ausmacht. Wer diese Vorarbeit nicht allein stemmen will, kann sich in einem kostenfreien, 30-minütigen Auftaktgespräch mit agorum eine erste, unverbindliche Einschätzung holen, samt klarer Empfehlung, ob ein besserer Prompt, ein einzelner Skill oder gleich die ganze Mannschaft der richtige nächste Schritt ist. Die eigentliche Frage lautet nicht mehr, ob deine Konkurrenz das schon macht. Sie lautet, wie lange du noch wartest, bis du es selbst herausfindest.
Quellen:
1. Bitkom-Studie „Künstliche Intelligenz in Deutschland"
https://www.bitkom.org/…
2. Gartner-Einschätzung zu agentischer KI (über ap-verlag.de)
https://ap-verlag.de/…
3. OMR Reviews – agorum core, Top 100 Tools DACH 2026
https://omr.com/…
sowie der Blogbeitrag dazu:
https://www.agorum.com/…
5. Webinar-Ankündigung (Grundlage für Zitate, Termin, Kontext)
https://www.agorum.com/…
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KI-Einführung im Mittelstand: Fehlstart kostet Unternehmen 6 bis 12 Monate
Schulze beschrieb drei Fehlstartmuster, die in der Praxis immer wiederkehren. Tool-First: das Werkzeug wird beschafft, bevor der Anwendungsfall klar ist. Big Bang: zehn Use Cases starten gleichzeitig, keiner wird sauber durchgezogen. Pilot ohne Plan: Projekte versanden, weil Kennzahlen und ein Skalierungspfad fehlen. Als strukturierte Antwort darauf stellte Schulze ein 4-Phasen-Reifemodell vor: Erkennen, Verstehen, Pilotieren, Skalieren. Die Reihenfolge ist nicht optional. Drei analytische Methoden liefern in fünf Werktagen das Prozessinventar: Zeitinventur, Kontextlückenanalyse und Routinemapping. Ein Praxisbeispiel aus einer Patentanwaltskanzlei mit 150 Mitarbeitenden belegte den wirtschaftlichen Hebel: Die fünf identifizierten Top-Prozesse ergaben allein 2.510 Stunden Jahresaufwand. Die Formel zur Hebelberechnung ist direkt anwendbar: 200 Rechnungen pro Monat, acht Minuten Bearbeitung, Stundensatz 50 Euro, zwölf Monate – Ergebnis: 18.000 Euro jährlicher Hebel für einen einzigen Prozess.
Die zentrale Weichenstellung lautet: KI-Assistent oder KI-Agent. Der Assistent antwortet, der Agent handelt. Fünf Kriterien und eine 2×2-Matrix aus Komplexität und Frequenz liefern die Entscheidungsgrundlage für jeden Use Case. Im Live-Teil zeigte Schulze in agorum core pro, wie ALBERT | AI auf eine konkrete Kundenanfrage in Sekunden eine belegte Antwort liefert – und wie ein KI-Agent eingehende Dokumente autonom klassifiziert, Akten anlegt und Dateien aussagekräftig umbenennt, ohne manuellen Eingriff. Alle Teilnehmenden erhalten drei ausfüllbare Werkzeuge als PDF: die Inventurvorlage, den Entscheidungs-Canvas-Assistenten oder Agent sowie den Rollencheck für die fünf Schlüsselrollen einer erfolgreichen KI-Einführung. Der dritte Teil der Reihe findet am 21. Juli 2026 um 10 Uhr statt. Im Fokus stehen Prompt-Engineering-Techniken und Live-Demos direkt in agorum core pro.
„Wenn du einen dieser 3 Wege einschlägst, dann verlierst du 6 bis 12 Monate. Und das kann dir später kein Tool der Welt mehr aufholen.", sagt Oliver Schulze, Geschäftsführer bei agorum® Software GmbH.
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agorum® Campus: Weiterbildung zu KI im Arbeitsalltag, live und kostenfrei
Den Auftakt machte am 18. Juni 2026 die Session „ALBERT | AI – mehr als nur Chatten". Moderiert von Annkatrin Göpfert und Heike Oberacker aus der agorum® Academy, war sie der Startschuss einer Reihe, die langfristig angelegt ist.
Ein Format, das nicht aufhört
Der Name ist Programm. Campus steht für kontinuierliches Lernen, nicht für ein einzelnes Event. agorum core pro entwickelt sich weiter, ALBERT | AI wächst, NORA | 360° kommt dazu. Die agorum® Academy hat agorum® Campus deshalb als wiederkehrendes Format konzipiert: Jede Session greift aktuelle Entwicklungen auf, zeigt neue Anwendungsfälle und baut auf dem auf, was Teilnehmer in vorherigen Terminen gesehen haben.
Dabei gilt ein klares Prinzip: kein Folienkino. Jede Session enthält eine Live-Demo direkt in agorum core pro, konkrete Beispiele aus dem Arbeitsalltag bei agorum® sowie eine offene Q&A-Runde, in der Fragen direkt an die Moderatorinnen gestellt werden können. Ein Quereinstieg ist jederzeit möglich, jede Session ist für sich verständlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Vier Anwendungsfälle, live demonstriert
Die Auftaktsession zeigte, was der Titel versprach: ALBERT | AI als Arbeitsmittel, nicht als Chatbox. Vier Fälle aus dem eigenen Betrieb, alle live ausgeführt.
Heike Oberacker bat ALBERT | AI, aktuelle Wetterdaten für Stuttgart zu recherchieren und daraus ein interaktives Temperatur-Widget zu erstellen. Drei Zeilen Eingabe, wenige Minuten, ein vollständiges HTML-Widget mit Tagesverlauf und interaktiver Datenanzeige als Ergebnis. Das Beispiel war bewusst niedrigschwellig gewählt, denn was mit Wetterdaten funktioniert, funktioniert genauso mit Umsatzzahlen, Vertragslaufzeiten oder Teilnehmerstatistiken.
Annkatrin Göpfert öffnete anschließend eine reale Kundenakte in agorum core pro und stellte ALBERT | AI eine schlichte Frage: Fasse mir diesen Kunden in fünf Sätzen zusammen. Das Ergebnis war keine generische Beschreibung, sondern eine kontextspezifische Auswertung aus der Akte. Branche, Unternehmensgröße, offene Aufgaben, Gesprächsstatus, bevorstehende Vertragslaufzeiten. Auf die Folgefrage, was vor einem Anruf zu wissen sei, lieferte ALBERT | AI Gesprächsaufhänger, offene Punkte und einen Hinweis auf eine überfällige Aufgabe. Die Vorbereitungszeit, die ein Vertriebsmitarbeiter sonst investiert, entfällt.
Der dritte Anwendungsfall lief unsichtbar. Im Hintergrund hatte ALBERT | AI nach einem zurückliegenden Webinar die Teilnehmerliste ausgewertet, Kundenakten abgeglichen und Nachfassaufgaben mit individueller Gesprächsempfehlung erstellt. Lohnt sich ein Anruf? ALBERT | AI beantwortet diese Frage auf Datenbasis, die finale Entscheidung trifft der Mensch. Das ist in der Philosophie hinter agorum® Campus ebenso verankert wie in der Produktarchitektur: KI entlastet, ersetzt nicht.
Der vierte Fall demonstrierte den Einsatz von Skills: Wissensdokumente, die ALBERT | AI beibringen, wie Präsentationen aufgebaut sein sollen, welche Tonalität das Unternehmen hat, wo das Logo hingehört. Das Ergebnis war eine vollständig generierte HTML-Präsentation, interaktiv, im Corporate Design von agorum®, überarbeitet per Chat ohne manuelle Nacharbeit in PowerPoint.
Datensouveränität als Voraussetzung, nicht als Option
Was alle vier Anwendungsfälle gemeinsam haben: ALBERT | AI arbeitet nicht gegen leere Eingabefelder, sondern gegen das, was ein Unternehmen in agorum core pro bereits gespeichert hat. Die strukturierte Datenbasis in agorum core pro ist die Voraussetzung dafür, dass KI kontextrelevante Ergebnisse liefert statt allgemeiner Antworten.
Dabei gilt eine technische Grundregel ohne Ausnahme: ALBERT | AI kann nur auf Informationen zugreifen, für die der jeweilige Anwender selbst berechtigt ist. Das Berechtigungskonzept von agorum core pro ist die Grenze. Daten verbleiben ausschließlich in der eigenen Infrastruktur, kein Transfer an externe Dienste. Datensouveränität ist hier Architektur, kein Versprechen.
Weiterbildung, die mit der Plattform wächst
agorum® Campus ist mehr als eine Veranstaltungsreihe. Es ist das Bildungsangebot der agorum® Academy für alle, die KI nicht als abstraktes Trendthema verstehen wollen, sondern als Werkzeug, das heute schon wirkt. Die nächsten Sessions sind bereits geplant: Am 2. Juli 2026 steht das Thema Tools im Mittelpunkt, weitere Termine folgen im Zwei-Wochen-Rhythmus bis Dezember 2026.
Wer einmal gesehen hat, wie ein KI-Assistent eine Kundenakte in Sekunden auswertet, eine Aufgabe im Hintergrund anlegt oder eine Präsentation auf Zuruf überarbeitet, stellt die Frage nach dem „Ob" nicht mehr. Die Frage ist nur noch, wann man anfängt.
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Webinar Teil 2: KI im Mittelstand richtig starten. Prozesse finden, Konzepte wählen
Viele mittelständische Unternehmen kaufen erst das KI-Werkzeug und suchen dann die passende Aufgabe dazu. Andere starten zehn Use Cases parallel oder setzen einen Piloten auf – ohne KPI, ohne Governance, ohne Skalierungsplan. Das Ergebnis: 6 bis 12 Monate verlorene Zeit. Das Webinar liefert eine erprobte Methodik aus über 100 abgeschlossenen KI-Projekten, die genau diese typischen Fehlstarts verhindert. Die 90 Minuten sind in fünf aufeinander aufbauende Blöcke unterteilt: ein 4-Phasen-Reifemodell, drei analytische Methoden zur Prozessidentifikation, fünf Entscheidungskriterien für die Wahl zwischen KI-Assistent und KI-Agent sowie eine Hebel-Formel zur schnellen Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Teilnehmer erhalten am Ende drei direkt einsetzbare Werkzeuge: eine Inventur-Vorlage zur Prozessanalyse, einen Entscheidungs-Canvas sowie einen Rollen-Check für das eigene Team. Das Webinar ist Teil 2 von 3 der Reihe „KI im Mittelstand 2026". Teil 3 folgt am 21. Juli 2026 um 10 Uhr und widmet sich der praktischen Umsetzung inklusive Live-Demo eines Assistenten und eines Agenten in agorum core.
„Die Technik ist das eine, aber wie startet ein Unternehmen richtig und nachhaltig mit KI. Genau hier gibt es diese Informationen!", sagt Oliver Schulze, Geschäftsführer und CTO bei agorum® Software GmbH.
Die agorum® Software GmbH wurde 1998 in Ostfildern gegründet und entwickelt mit agorum core eine KI-Business-Plattform für Unternehmenswissen. Mit der nativen KI-Integration ALBERT | AI bietet agorum KI-Agenten für Routinen und Assistenz für Entscheidungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 16 Mitarbeitende am Standort Ostfildern und richtet sich mit seinen Lösungen ausschließlich an gewerbliche Kunden sowie öffentliche Auftraggeber. Weitere Informationen unter www.agorum.com.
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