Flexibel heute und morgen: Hofmann Werkzeugbau setzt auf automatisierte Fertigung mit dem WORK-L 800-3

Flexibel heute und morgen: Hofmann Werkzeugbau setzt auf automatisierte Fertigung mit dem WORK-L 800-3

Automatisierungslösungen gelten häufig noch immer als Domäne großer Industrieunternehmen und Serienfertiger. Dass moderne Automation jedoch auch für mittelständische Werkzeugbauer erhebliche Potenziale eröffnet, zeigt das Beispiel der Firma Hofmann Werkzeugbau in Hildburghausen. Das 1991 von Stephan Hofmann gegründete Unternehmen mit heute 15 Mitarbeitern hat 2025 einen strategischen Schritt in Richtung zukunftssicherer Fertigung vollzogen – mit dem linearen Palettenspeicher WORK-L 800-3 der WASSERMANN GROUP GmbH.

Neue Marktanforderungen erfordern flexible Strategien

Das Kerngeschäft von Hofmann Werkzeugbau liegt in der Herstellung hochwertiger Spritzgießwerkzeuge für unterschiedlichste Industriebereiche. Der zunehmende internationale Wettbewerbsdruck zwingt jedoch auch etablierte Werkzeugbauer dazu, neue Geschäftsfelder zu erschließen und ihre Fertigungsprozesse effizienter zu gestalten.

Mit der hochwertigen Lohnbearbeitung hat Hofmann Werkzeugbau ein vielversprechendes zusätzliches Marktsegment identifiziert. Von Beginn an setzte das Unternehmen bei den neu angeschafften 5-Achs-Bearbeitungszentren von Grob und Hermle konsequent auf Automation. Herzstück der neuen Fertigungszelle ist der lineare Palettenspeicher WORK-L 800-3 von WASSERMANN, der die Maschinenlaufzeiten durch unbemannte Schichten deutlich erhöht.

Kleine Losgrößen effizient automatisieren

Besonders in der Lohnbearbeitung sind kleine Losgrößen und eine hohe Variantenvielfalt tägliche Herausforderungen. Genau hier spielt die neue Fertigungszelle ihre Stärken aus. Die eingesetzte 5-Achs-Technologie der Bearbeitungszentren ermöglicht die Bearbeitung komplexer Konturen bei gleichzeitig reduzierter Anzahl von Aufspannungen. Dadurch sinkt nicht nur die Bearbeitungszeit, sondern auch der Bedarf an Spezialwerkzeugen.

Der Palettenspeicher WORK-L 800-3 erweitert diese Flexibilität zusätzlich. Neue Werkstücke können hauptzeitparallel gerüstet werden, während bereits vorbereitete Paletten eine mannlose Fertigung in der dritten Schicht sowie am Wochenende ermöglichen. Das Ergebnis sind deutlich höhere Spindellaufzeiten und eine gesteigerte Wertschöpfung in der Produktion.

Offen für zukünftige Anforderungen

Zentraler Bestandteil der Fertigungszelle ist der lineare Palettenspeicher von WASSERMANN mit derzeit 36 Speicherplätzen auf drei Ebenen. Aktuell arbeitet Hofmann Werkzeugbau mit Paletten im Format 500 x 630 Millimeter. Das System bleibt jedoch bewusst offen für zukünftige Erweiterungen und die Anbindung weiterer Maschinen mit anderen Palettengrößen.

Ein weiterer Vorteil der Lösung liegt in ihrer Herstellerunabhängigkeit. Der WORK-L ermöglicht die Integration unterschiedlicher Maschinentypen verschiedener Hersteller innerhalb einer gemeinsamen Automatisierungslösung. Das flexible Paletten-Handhabungsgerät belädt die Werkstückträger direkt auf den jeweiligen Maschinentisch. Dadurch kann auf einen klassischen zweifachen Palettenwechsler verzichtet werden, was den Platzbedarf der Maschinen deutlich reduziert.

Zusätzliche Platzersparnis ermöglichen die eingesetzten Teleskopgabeln des Handhabungssystems. Sie sorgen für eine wesentlich schmalere Fahrgasse und damit für einen insgesamt kompakteren Aufbau der Fertigungszelle.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit intelligent kombiniert

Auch beim Thema Nachhaltigkeit verfolgt Hofmann Werkzeugbau einen wirtschaftlich durchdachten Ansatz. Eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Fabrikgebäude liefert den Strom für die automatisierte Fertigungszelle. Die Steuerung der Anlage erfolgt dabei so, dass insbesondere an sonnigen Tagen die erzeugte Energie direkt für den Maschinenbetrieb genutzt wird.

Gerade am Wochenende entstehen dadurch Produktionszeiten mit äußerst geringen Energiekosten. Die automatisierte Fertigung senkt somit nicht nur die Stromkosten, sondern ermöglicht gleichzeitig zusätzliche Produktionskapazitäten – ohne steigende Personalkosten.

Intelligente Steuerung optimiert den Fertigungsalltag

Unterstützt wird die Fertigungszelle durch die Zellensteuerung WaMOS von WASSERMANN AUTOMATION. Die Software verbindet hohe Produktivität mit einfacher Bedienbarkeit und unterstützt den gesamten Fertigungsprozess mit intelligenten Funktionen.

Dazu gehören unter anderem Module zur Fertigungsplanung, ein vorausschauender Ressourcencheck für CNC-Programme, Werkzeuge und Vorrichtungen sowie ein OEE-Analyse-Tool zur kontinuierlichen Optimierung der Produktion. Nach Aussage des Betreibers konnten die angebundenen Maschinen durch die intelligente Steuerung deutlich effizienter betrieben werden.

Ein wesentlicher Vorteil liegt zudem in der Vermeidung ungeplanter Stillstände. Durch die vorausschauende Planung erkennt das System frühzeitig, wenn beispielsweise Werkzeuge oder Programme fehlen könnten. Dadurch steigt die Prozesssicherheit und der Maschinenoutput wird zusätzlich erhöht.

Strategischer Schritt in die Zukunft

Mit der Investition in den automatischen Palettenspeicher WORK-L 800-3 von WASSERMANN TECHNOLOGIE hat Hofmann Werkzeugbau einen wichtigen strategischen Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit vollzogen. Die Verbindung aus Flexibilität, Produktivität und Nachhaltigkeit zeigt, wie mittelständische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit auch in anspruchsvollen Märkten nachhaltig stärken können.

Für Hofmann Werkzeugbau ist die automatisierte Fertigung damit nicht nur eine technische Modernisierung, sondern ein zentraler Baustein der langfristigen Unternehmensstrategie geworden.

Über die WASSERMANN TECHNOLOGIE GmbH

Der Automatisierung einen Schub geben

WASSERMANN TECHNOLOGIE GmbH ist ein rundum denkender, moderner Komplettanbieter für Präzisionsteile, Baugruppen und Automation. Das inhabergeführte Familienunternehmen entwickelt, konstruiert und produziert kundenspezifische Lösungen, die sowohl durch ihre Technologie als auch in der Anwendung überzeugen. Ideen aus dem Maschinenbau werden oftmals zu Standardprodukten, die Maßstäbe setzen. Das begeistert OEMs unterschiedlicher Branchen. Dazu gehören Medizintechnik, Werkzeugmaschinen und Automotive Produktionstechnik genauso wie die Luftfahrt und die Displayfertigung. Ein großer Fokus liegt in der Automatisierung von Werkzeugmaschinen mit den neuen, eigens entwickelten und hergestellten Werkzeug- und Werkstück-Wechselsystemen. Die passen sich in Anbindung und Übergabehandling an vorhandene Werkzeugmaschinen genauso an, wie sie sich bei der Erstausrüstung in Neumaschinen bekannter OEMs integrieren. 2019 hat das Unternehmen aus der Rhön knapp 30 Mio. Euro Jahresumsatz erzielt.

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