Nicht nur KI, auch das virtuelle AI Camp begeisterte die Teilnehmer

Nicht nur KI, auch das virtuelle AI Camp begeisterte die Teilnehmer

Künstliche Intelligenz verändert und beeinflusst unser tägliches Leben nachhaltig. Wie sehr das Thema die Menschen beschäftigt, hat das diesjährige AI Camp gezeigt. Rund 310 Bürger und Unternehmer über die Stadtgrenze von Wolfsburg hinaus haben an dem von der Weissenberg Group und der IHK Lüneburg-Wolfsburg veranstalteten virtuellen AI Camp teilgenommen. Die im Vergleich zum Vorjahr doppelt so hohe Teilnehmerzahl ist nicht nur dem Thema, sondern nicht zuletzt auch dem digitalen Format der diesjährigen Veranstaltung geschuldet, das mehr Interessenten die Möglichkeit eröffnete, mit namhaften KI-Experten die unterschiedlichen Facetten Künstlicher Intelligenz zu diskutieren.

In seiner Keynote-Speech stellte Tim Cole, Chefredakteur Smart Industry, gleich zu Beginn klar: „Erwarten Sie sich nicht zu viel von künstlich intelligenten Systemen – aber auch nicht zu wenig! Richtig verstanden und angewendet, kann KI unsere Wirtschaft, unseren Handel, unsere Fertigungsindustrie, unsere Forschung und Entwicklung und alle anderen Aspekte der täglichen Unternehmenspraxis radikal verändern, die Wirtschaft und das Leben von Millionen von Menschen transformieren und verbessern“. Wenn es einen ernsthaften Grund gibt, sich wegen Künstlicher Intelligenz Sorgen zu machen, dann sieht Tim Cole ihn eher im Bereich der Politik. Eingebettet in die digitale Revolution wird die KI dazu beitragen, die internationale Ordnung für die kommenden Jahrzehnte zu bestimmen. KI biete auch kleineren Mächten die Möglichkeit, militärisch und wirtschaftlich Einfluss zu nehmen. So wie das Öl in der Vergangenheit werden die Möglichkeiten digitaler Technologien in der Zukunft die internationale Diplomatie prägen. Cole warnte deshalb eindringlich: „Wenn wir einfach zusehen, wie Künstliche Intelligenz zum nächsten Rüstungswettlauf verkümmert, wäre das so ziemlich das Dümmste, was die Menschheit tun könnte“.

Anschließend nahm Birgit Eschbach, Inhaberin der Agentur für Marketing & Events Rheintoechter, die Teilnehmer mit auf eine kurze Deutschlandreise, um zu klären was Deutschland braucht, um in einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien erfolgreich zu sein. Trotz des großen Potenzials für ein Wirtschaftswunder 2.0 gibt es noch viel zu tun. Neben dem Abbau von Ängsten vor der Komplexität von KI, braucht es eine neue Form der Vernetzung der regionalen Akteure, um aus den Silos auszubrechen, es bedarf einer Integration der verstreuten Labs und Hubs in die Unternehmenszentralen und vor allem müssen Unternehmen langfristige KI-Strategien auch auf ihre Agenda setzen, verbunden mit einem unternehmensweiten Wissenstransfer.    


Zusammen mit Markus Bönig, Geschäftsführer der Qonsilus GmbH tauchten die Teilnehmer anschließend in die medizinische Welt der Diagnosen mit KI ein. Für Markus Bönig geht es darum, medizinisches Wissen verfügbar zu machen, indem es codiert wird, um es automatisiert auf den Einzelfall anwenden zu können. Qonsilus hat bereits ein System entwickelt, das mit Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen gefüttert wird und dann in der Lage ist, auf Expertenniveau Daten und Untersuchungsergebnisse zu bewerten und exakte Differenzialdiagnosen zu erstellen. Wichtig ist nur, dass die Daten strukturiert sind, „dann kann man kleine Wunder veranstalten“.

Christopher Dübe, Gründer und Geschäftsführer der ERASON GmbH, und Niklas Maximilian Mrutzek, Gründer und Leiter Consulting der ERASON GmbH, gaben einen Einblick, wie man mit AI Audience Analytics Streuverluste im Marketing minimiert. Am Beispiel der auf Künstlicher Intelligenz basierenden Plattform AIlon zeigten die beiden Unternehmensgründer auf, wie KI nationale und internationale Unternehmen unabhängig von Größe und Branche bei der zielgruppengerechten Auswahl von Marketingkanälen oder bei der Persönlichkeitsanalyse von Kunden- und Zielgruppen unterstützt. Dazu werden beispielsweise Interessen aus allen Lebensbereichen auf ihre Kausalität zur Zielgruppe zu gehören hin untersucht.

In der anschließenden Paneldiskussion kristallisierten sich drei Themenschwerpunkte heraus, die in Kleingruppen intensiv von den Teilnehmern mit den Vortragsrednern weiter vertieft wurden. Neben der Frage, ob die deutsche Wirtschaft schon in der Welt der KI angekommen ist, wurde auch noch diskutiert, ob KI in der Diagnostik erst der Anfang ist und warum KI im Marketing alles verändert.

„Es freut mich zu sehen, dass das Thema KI nicht nur viel diskutiert wird. Die große Teilnehmerzahl an unserem virtuellen AI Camp ist ein Beleg dafür, dass die Digitalisierung auch in der tagtäglichen Praxis angekommen ist. Die regen Diskussionen in den einzelnen Gruppen – als Spiegel von Wirtschaft und Gesellschaft – haben gezeigt, dass es noch einiger Anstrengungen bedarf, die Idee einer vertrauenswürdigen KI erfolgreich zu etablieren und gleichzeitig den mit KI verbundenen Risiken – d.h. digitale, physische und politische Sicherheitsrisiken – angemessen und verhältnismäßig zu begegnen. Ich glaube, es ist Konsens des dritten AI Camps, dass KI-Systeme auf den Menschen ausgerichtet sein und auf einer verpflichtenden Grundlage stehen müssen, damit ihre Nutzung im Dienst der Menschheit und des Gemeinwohls steht“, fasst Milad Safar, Managing Partner der Weissenberg Group, seine Eindrücke vom AI Camp zusammen.

Über die Weissenberg Business Consulting GmbH

Weissenberg Group mit Sitz in Wolfsburg wurde 2013 von Milad Safar und Marcel Graichen gegründet und beschäftigt 82 Mitarbeiter. Weissenberg Group ist der interdisziplinäre Ansprechpartner für hocheffiziente und innovative IT-Lösungen. Das Kerngeschäft der Weissenberg Group wird durch die Unternehmensbereiche Weissenberg Solutions und Weissenberg Intelligence abgedeckt.

Das Kerngeschäft von Weissenberg Intelligence bilden die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die sich für Unternehmen durch den Einsatz von Robotic Process Automation und Künstlicher Intelligenz ergeben. Im Zentrum steht die Automatisierung standardisierter, regelbasierter Prozesse durch Software-Roboter, um die vorhandenen Ressourcen effizienter einzusetzen und damit für die Unternehmen letztendlich einen wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen.

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