Monat: September 2006

Nachruf Drew Speedie

Nachruf Drew Speedie

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von Rainer Becker

Am Freitag, den 16. September 2005, verunglückten Drew Speedie und sein Sohn Brent tödlich. Aus noch ungeklärten Gründen fielen Sie von einer ca. 150 Meter hohen Brücke im Yellowstone Nationalpark. Die Familie war auf der Rückfahrt aus dem Urlaub und die beiden wollten eigentlich nur noch ein Abschiedsfoto machen. Sowohl ein mittlerweile gesuchter Unbekannter als auch die im Auto wartende Frau wandten sich an die Ranger. Nach einer zweistündigen Suche konnten die beiden tot geborgen werden. Lokale Zeitungen berichteten bereits über den etwas mysteriösen Todesfall, über den derzeit keine weiteren Informationen zur Verfügung stehen. Selbst die tatsächliche Todesursache wird derzeit noch ermittelt.

Nachruf Drew Speedie

Drew Speedie war seit vielen Jahren ein sehr bekannter Visual FoxPro Entwickler. In seiner letzten Position war er Chefentwickler bei Vision Data Solutions, Inc, unter der Leitung von Russ Swall. Wo auch immer er beschäftigt war, stets blieb er seinem Anwendungs-Framework unter Visual FoxPro, Visual MaxFrame Professional, und dessen Anwendern treu. Nicht nur durch ständige Weiterentwicklung und Betreuung der Anwender, sondern auch durch Erstellung von Internetseminaren und regelmäßiges Halten von Workshops zum Framework oder auch zu Visual FoxPro selbst (bekannt als Boot Camp).

Die letzten Jahre schrieb er regelmäßig für das FoxPro Advisor Magazine. Und insbesondere trat er auf vielen Konferenzen in Nordamerika und Europa auf – meist begleitet von seiner Frau Irene und seinem Sohn Brent. Viele Jahre habe ich Drew und seine Familie auf der FoxPro Advisor DevCon oder z.B. der FoxTeach getroffen und war von seinen Vorträgen, seinem Sachverstand und seiner prägnanten aber herzlichen Art immer wieder sehr beeindruckt.

Die deutschsprachigen FoxPro-Anwender kennen Ihn und ggf. seine Familie von den VFP-Entwicklerkonferenzen in Frankfurt seit seinem ersten Auftreten als Redner in 2001 oder aus den nachfolgenden Jahren. Auch in 2005 war Drew wieder als Highlight und fester Programmpunkt vorgesehen, da er auch in Europa mittlerweile eine umfangreiche Fan-Gemeinde hatte. Da aufgrund eines familiären Trauerfalls in 2004 weder er noch seine Familie an den Rednerveranstaltungen teilnehmen konnten, hatten wir für dieses Jahr sogar einen privaten Ausflug nach Neuschwanstein vorgesehen, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte.

Drew Speedie ist übrigens auch den Konferenzteilnehmern in Frankfurt aufgefallen, die nicht in seinen Sessions waren. Drew ging nämlich meistens mit einem Koffer in die Konferenzräume. Der Koffer auf dem Tisch und auf dem Koffer sein Notebook waren sein Markenzeichen. Drew hat es bevorzugt im Stehen zu Reden und dabei seine Demos zu zeigen. Wichtig war ihm dabei immer die Live-Vorführung von möglichst vielen interessanten Punkten – die Vortragsunterlagen zu seinen Tipps & Tricks-Vorträgen hingegen vielen immer recht bescheiden aus. Dafür lieferte er aber immer seine umfangreiche Beispiel- und Vorführanwendung mit, in der man alles Vorgeführte nachvollziehen konnte.

Drew war sicher der schnellste Redner und doch war er immer gut zu verstehen. Und wenn sich jemand beschwerte, weil er zu schnell redete, hat er zur allgemeinen Belustigung aufgedreht und sein schnellstmögliches Redetempo demonstriert. Danach waren alle sehr zufrieden, wenn er mit der normalen Speedie-Geschwindigkeit weiter machte. So waren seine Sessions immer voll gestopft mit Informationen, an die man sich noch lange erinnern wird.

Drew beschrieb immer detailliert wie er mit analytischem Fingerspitzengefühl Problemen und auch versteckten Features in VFP auf die Spur kam. Von dieser Denkweise haben wir alle viel gelernt. Und aus Veranstaltersicht konnte man ihn auch immer prima nach dem Mittagessen einsetzen, da aufgrund seines rasanten Vortragstempos alle Teilnehmer seines Vortrags trotz der reichhaltigen Bewirtung im Konferenzhotel wach blieben! Das hat mich selbst in den USA auch schon mehr als einmal gerettet.

Wir werden Drew Speedie und auch seinen Sohn alle sehr vermissen.

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